STAND
AUTOR/IN

Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 1.4. bis 30.4.2020.

30.4.2020, 23:29 Uhr – Russlands Regierungschef infiziert

In Russland ist Regierungschef Michail Mischustin mit dem Coronavirus infiziert. Im Fernsehen kündigte er an, sich in Quarantäne zu begeben. Sein Stellvertreter Andrej Beloussow übernimmt die Amtsgeschäfte. Präsident Wladimir Putin ernannte ihn vorübergehend per Ukas zum Ministerpräsidenten. Mischustin galt in den vergangenen Wochen als wichtigster Krisenmanager Putins. In Russland gelten strenge Ausgangssperren. Die Menschen sollen bis zum 11. Mai nicht einmal zur Arbeit gehen - bei voller Bezahlung. Das Virus hat sich in Russland zuletzt stark ausgebereitet. Die Zahl der Infizierten wird mit mehr als 100.000 angegeben; etwa 1.000 sind gestorben.

30.4.2020, 22:09 Uhr – Mehr Tests in Pflegeheimen in BW

Pflegepersonal und Bewohner von Pflegeheimen in Baden-Württemberg sollen flächendeckend auf das Coronavirus getestet werden – auch wenn sie keine Symptome haben. Das erklärte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) im SWR.

Wenn wir alle durchtesten, haben wir einen klaren Stand.

Manfred Lucha

Denn künftig sollen Bewohner von Pflegeheimen wieder mehr am sozialen Leben teilhaben können. „Am Wochenende werden wir beschließen, das Ausgangsverbot aufzuheben“, sagte der Gesundheitsminister. Es werde derzeit eine landesweite Strategie für alle Heime entwickelt. Unter Beachtung der Hygienemaßnahmen könnten dann bald wieder Besuche in Pflegeheimen möglich sein. „Wir haben die Altenheime nicht vergessen", so Lucha. 

30.4.2020, 21:30 Uhr – Gericht in NRW: Maskenpflicht ist rechtens

Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat die Maskenpflicht beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln für rechtens erklärt. Im Urteil heißt es, die Unbequemlichkeiten beim Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung seien hinzunehmen, weil dadurch die Verbreitung des Coronavirus verlangsamt werden könnte.

Mit der seit Montag geltenden Verordnung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung sei die Landesregierung einer aktuellen Empfehlung des Robert Koch-Instituts gefolgt. Dieses gehe davon aus, dass auch selbst hergestellte Masken aus Stoff die Ausscheidung von Atemwegsviren reduzieren und somit die Coronavirus-Ausbreitung verlangsamen können. Mehrere Bürger hatten dagegen geklagt.

30.4.2020, 17:49 Uhr – Merkel: Bundesländer entscheiden über Öffnungen. Aber: „Vorsicht bleibt geboten“

Die Bundesländer sollen nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) selbst individuell entscheiden, wo und wann sie Spielplätze, Museen, Zoos und Gedenkstätten angesichts der Corona-Pandemie wieder öffnen.

Die Gefahr durch die Corona-Pandemie sei aber noch lange nicht gebannt: „Deshalb bleibt Vorsicht das Gebot.“

Mit Blick auf den Sommerurlaub dämpfte Merkel die Erwartungen an Reisen in Europa vorerst. Dies sei derzeit nicht auf der Agenda, sagte die Kanzlerin.

30.4.2020, 17:25 Uhr – Saisonabbruch im französischen Fußball – Paris ist Meister

Die französische Ligue 1 hat als erste der europäischen Topligen die Fußballsaison wegen der Corona-Krise vorzeitig abgebrochen. Tabellenführer Paris St. Germain mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel wurde entsprechend zum Meister erklärt, mit dem SC Amiens und dem FC Toulouse müssen die beiden letztplatzierten Teams absteigen.

30.4.2020, 16:30 Uhr – Über Bundesliga wird erst später entschieden

Der deutsche Profifußball muss weiter auf ein klares Signal für die Fortsetzung der aktuellen Spielzeit warten. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die 16 Ministerpräsidenten haben nach Informationen aus Teilnehmerkreisen eine Entscheidung über eine Wiederaufnahme der wegen der Corona-Krise ausgesetzten Bundesliga und des Vereinssports vertagt.

30.4.2020, 15:55 Uhr – WDR: Grundschulen in NRW öffnen ab 11. Mai

Nach WDR-Informationen nehmen die Grundschulen und die Primarstufen der Förderschulen ab dem 11. Mai wieder ihren Betrieb auf. Die Kinder sollen in einem tageweise „rollierenden“ System aller Jahrgangsstufen wieder in die Schulen gehen können.

30.4.2020 – USA: Mehr als 30 Millionen Menschen haben sich wegen Corona arbeitslos gemeldet

Seit der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie in den USA im März haben sich mehr als 30 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche belief sich auf 3,8 Millionen, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. In den fünf Wochen zuvor hatten bereits 26,4 Millionen Menschen ihren Job verloren.

30.4.2020, 13:10 Uhr – Museen, Ausstellungen, Zoos und Gedenkstätten sollen wieder öffnen

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können nach Ansicht des Bundes unter Auflagen wieder öffnen. Voraussetzung sei besonders bei kleinen und historischen Gebäuden, dass die Auflagen zur Hygiene sowie die Einhaltung des nötigen Abstands räumlich und personell umgesetzt werden könnten, heißt es in der Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder, die der dpa vorliegt. Die Entscheidung darüber ist offenbar auf den 6. Mai vertagt.

30.4.2020, 13:04 Uhr – Spielplätze sollen wieder geöffnet werden

Der Bund will die wegen der Corona-Pandemie seit Wochen geschlossenen Spielplätze wieder öffnen lassen. Dabei sollten Eltern darauf achten, dass überfüllte Anlagen gemieden und grundlegende Hygieneregeln eingehalten werden, heißt es in der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder. Die Entscheidung darüber ist offenbar auf den 6. Mai vertagt.

30.4.2020, 13:00 Uhr – Bund will erst am 6. Mai über größere Öffnungsschritte entscheiden

Der Bund will erst bei der nächsten Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten am 6. Mai entscheiden, ob ein weiterer größerer Öffnungsschritt bei den strikten Corona-Beschränkungen möglich ist. Es sei noch zu früh zu beurteilen, ob sich die seit dem 20. April umgesetzten Öffnungsmaßnahmen verstärkend auf das Infektionsgeschehen ausgewirkt hätten, heißt es in der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder.

30.4.2020, 10:30 Uhr – Arbeitslosenzahlen sind drastisch gestiegen

Durch die Corona-Krise ist die Zahl der Arbeitslose in Deutschland drastisch gestiegen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im April 2,64 Millionen Menschen ohne Job – rund 308.000 mehr als im März. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent. Außerdem ist fast jeder Dritte der 33 Millionen Beschäftigten von Kurzarbeit bedroht. In Baden-Württemberg stieg die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vorjahr von 3,1 auf 4 Prozent. Wie die Arbeitsagentur mitteilte, war der Anstieg nur in der Finanzkrise noch höher. Auch in Rheinland-Pfalz schnellte die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vorjahr nach oben: von 4,3 auf 5,2 Prozent. In beiden Ländern gingen besonders viele Jobs in der Zeitarbeit, im Handel, dem Gastgewerbe und in Auto-Werkstätten verloren.

30.4.2020, 9:36 Uhr – Italien will Anti-Corona-App einsetzen

Italien will künftig eine Warn-App einsetzen um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das hat das Kabinett in der Nacht beschlossen. Die Nutzung der App solle freiwillig sein und die Daten anonymisiert erhoben werden. Die App soll dabei helfen, schnell zu erfahren, ob man sich in der Nähe eines Corona-Infizierten aufgehalten hat. Damit könnten Infektionsketten schneller unterbrochen werden. Italien ist mit 27.700 Corona-Toten besonders hart von dem Virus getroffen. Vom 4. Mai an sollen die Beschränkungen allmählich gelockert werden. Für diese Phase ist die App geplant.

30.4.2020, 9:30 Uhr – Corona-Beschränkungen werden wohl verlängert

Die derzeitigen Corona-Beschränkungen werden wohl mindestens bis zum 10. Mai verlängert. Das hat Kanzleramtschef Hele Braun (CDU) im Fernsehsender n-tv angekündigt. Über die nächsten Schritte wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder am kommenden Mittwoch entscheiden. Merkel und die Länderchefs beraten am Nachmittag über die Lage in der Corona-Krise. Dabei könnte es um Gottesdienste, Spiele der Fußball-Bundesliga und einen Zeitplan für die Wiederöffnung der Kindertagesstätten gehen. Allerdings wird es wohl keine weitreichenden Entscheidungen über weitere Lockerungen und Öffnungen geben.

30.4.2020, 8:50 Uhr – Maas hofft auf Sommer-Reise-Regeln

Außenminister Heiko Maas (SPD) hofft für den Sommer auf Reise-Regeln mit einzelnen EU-Ländern. Maas sagte im ARD-Morgenmagazin, Ziel sei Sommerurlaub in möglichst vielen Ländern. Es gebe aber Unterschiede. So sei die Corona-Lage in Spanien und Italien schlimmer als anderswo. Die Bundesregierung hat eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen, die bis zum 14. Juni gilt. Auch wenn das kein Reiseverbot bedeute, sei in den kommenden Wochen deshalb kein normaler Reiseverkehr möglich, sagte Maas.

Corona-Pandemie Grenzkontrollen in Europa fallen zum 15. Juni weg

Der Sommerurlaub kann auch im Corona-Jahr 2020 kommen: Die Grenzkontrollen für die meisten EU-Länder sollen zum 15. Juni wegfallen. Das hat noch einen weiteren Vorteil für Reisende.  mehr...

30.4.2020, 7:02 Uhr – Bundesregierung plant Corona-Immunitätsausweise

Die Bundesregierung plant einen Corona-Immunitätsausweis einzuführen. Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung geht das aus einem gestern im Kabinett beschlossenen Gesetzentwurf hervor. Ein solcher Ausweis könnte ähnlich wie ein Impfpass nachweisen, dass eine Corona-Erkrankung überstanden sei. Es müsse aber erst wissenschaftliche Nachweise dafür geben, dass sich Menschen nach einer Corona-Erkrankung nicht wieder anstecken könnten, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dem Bericht zufolge. Bürger könnten mit einem Immunitätsnachweis unbeschwerter bestimmten Tätigkeiten nachgehen – etwa im Krankenhaus. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber (SPD) sieht die Einführung eines solchen Nachweises demnach kritisch. Solche Gesundheitsdaten dürften auf keinen Fall missbraucht werden oder zu Diskriminierung führen.

30.4.2020, 5:05 Uhr – GroKo einigt sich auf Corona-Nothilfen für Studierende

Die Große Koalition hat sich auf Corona-Nothilfen für Studierende geeinigt. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios soll es für Studenten kurzfristige Überbrückungskredite der KfW-Bank geben. Sie können maximal 650 Euro im Monat erhalten. DieKredite sollen zinsfrei sein. Auch ausländische Studierende haben Anspruch darauf. Zusätzlich soll es rund 100 Millionen Euro fürdie Notfonds der Studierendenwerke geben. Die SPD hatte eigentlich eine Ausweitung des Bafög gefordert. Bildungsministerin Anja Karliczek von der CDU hatte die zinslosen Darlehen bevorzugt.

30.4.2020, 3:13 Uhr – Karliczek rechnet mit Einschränkungen für Schüler bis ins nächste Schuljahr

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) geht davon aus, dass die Einschränkungen für Schüler bis weit in das nächste Schuljahr dauern werden. Das sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zum gewohnten Unterricht zurückkehren könne man erst, wenn große Teile der Bevölkerung geimpft seien. So lange werde es eine Mischform von Unterricht im Klassenzimmer und digitalem Unterricht geben.

Um versäumten Stoff nachzuholen, seien freiwillige Sommercamps in den Ferien denkbar. Vielleicht ließe sich durch engagierte Bürger auch eine begleitende Unterstützung außerhalb des regulären Unterrichts organisieren - etwa samstags. Die Ministerin zeigte sich offen für eine generelle Anhebung der Abiturnoten, sollten die Prüfungsleistungen sinken.

30.4.2020, 3:09 – Uhr Giffey fordert, mehr auf Belange der Kinder zu achten

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat gefordert, die Belange von Kindern in der Corona-Krise stärker zu berücksichtigen. In einem am Donnerstag veröffentlichten Interview der Süddeutschen Zeitung sagte sie:

Wir können nicht in einem Atemzug den Kindern die Schaukel verwehren und gleichzeitig darüber nachdenken, wie wir schnellstmöglich wieder Bundesliga-Spiele stattfinden lassen.

Franziska Giffey

Wenn die Bundesliga bevorzugt werde, dann sage dies etwas aus „über die Prioritätensetzung in einer Gesellschaft“, kritisierte die SPD-Politikerin. Die Diskussionen über Lockerungen der Corona-Restriktionen drehten sich um Dinge, die Erwachsenen wichtig seien wie Baumärkte, Friseure und Geschäfte.

30.4.2020, 3:04 Uhr – Facebook und Microsoft profitieren von Corona-Krise

Facebook hat in der Corona-Krise schneller neue Nutzer gewonnen als sonst. Die Zahl der aktiven Facebook-Nutzer sei von Januar bis März um 100 Millionen gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Rund 2,6 Milliarden Menschen nutzten monatlich den Online-Dienst.

Zum Vergleich: Normalerweise gewinnt das Netzwerk pro Quartal um die 50 Millionen Nutzer hinzu. Der Umsatz sei auch gestiegen. Allerdings gab es im März einen Rückgang bei den Anzeigen. Facebook verdient sein Geld fast ausschließlich mit Werbung.

Auch der Software-Konzern Microsoft profitiert vom Trend zum Home Office in der Coronavirus-Pandemie. Der Umsatz stieg in den ersten drei Monaten des Jahres um 15 Prozent auf 35 Milliarden Dollar, teilte das Unternehmen mit. Die Nachfrage nach Software für das Arbeiten am Schreibtisch zu Hause und Cloud-Lösungen sei groß. Insbesondere im März wurde das Programm Teams sehr stark genutzt. Es ermöglicht standortübergreifende Teamarbeit und Kommunikation.

30.4.2020, 2:15 Uhr – Bund unterstützt Museen und Gedenkstätten finanziell

Der Bund unterstützt Museen und Gedenkstätten finanziell in der Corona-Krise. Das berichtet die Funke Mediengruppe. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur stelle zehn Millionen Euro für das Programm „Neustart“ aus dem Kulturetat bereit. Das Geld können die Einrichtungen etwa dafür nutzen, Schutzvorrichtungen einzubauen, Hygienemaßnahmen zu ergreifen oder ihre Besucher besser zu steuern. Die Mittel stehen auch sozio-kulturellen Zentren und Kulturhäusern zur Verfügung.

30.4.2020, 1:23 Uhr – Medikament Remdesivir zeigt in Studie erste postitive Ergebnisse

Bei der Suche nach einem Corona-Wirkstoff zeigt eine klinische Studie zum Ebola-Medikament Remdesivir nach Angaben von US-Wissenschaftlern erste positive Ergebnisse. Der Leiter der Seuchen-Behörde, Anthony Fauci, sagte, die Resultate müssten noch unabhängig geprüft und veröffentlicht werden. Die Hinweise auf eine kürzere Krankheitsdauer seien aber vielversprechend. An der internationalen Studie hatten mehr als 1.000 Covid-19 Patienten in den USA, Europa und Asien teilgenommen.

29.4.2020, 21:42 Uhr – Gericht: Gottesdienste dürfen nicht grundsätzlich verboten werden

Gottesdienste dürfen auch in der Corona-Krise nicht grundsätzlich verboten werden. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Es müsse möglich sein, im Einzelfall und nach gründlicher Prüfung eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen. Die Richter gaben dem Antrag eines muslimischen Vereins aus Niedersachsen Recht und setzten die Regelung in der dortigen Corona-Verordnung vorläufig außer Kraft. Der Verein wollte im muslimischen Fastenmonat Ramadan das Freitagsgebet in einer Moschee abhalten und hatte Schutzvorkehrungen angeboten.

29.4.2020, 19:42 Uhr – Großbritannien korrigiert Zahl der Corona-Todesfälle stark nach oben

In Großbritannien ist die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus aufgrund einer neuen Zählweise drastisch gestiegen. Bisher wurden nur die Menschen in der offiziellen Statistik aufgeführt, die in Krankenhäusern gestorben waren. Nun wurden auch die Verstorbenen in Pflegeheimen berücksichtigt. Damit sind in Großbritannien bisher über 26.000 Menschen am oder mit dem Coronavirus gestorben - mehr als in Frankreich und Spanien. In Europa ist nur Italien schwerer von der Pandemie betroffen.

29.4.2020, 17:21 Uhr – Spahn rechnet nicht mit Corona-Impfpflicht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet nicht damit, dass eine Impfpflicht gegen das Coronavirus nötig sein wird. Sein Eindruck sei, dass die allermeisten Bürger sich eine solche Empfehlung wünschen würden, sagte er. Solange man aber mit guten Argumenten zum Ziel komme, brauche es aus seiner Sicht keine Pflicht. Noch sei aber unklar, ob, wann und in welchen Mengen es einen Corona-Impfstoff geben werde. Spahn betonte, Impfungen auch gegen viele andere Krankheiten seien eine der größten Errungenschaften der Menschheit.

Spahn habe seit Corona eine deutlich stärkere Wertschätzung aus der Bevölkerung gegenüber Impfungen erlebt und hofft, dass Impfdebatten künftig in einem neuen Licht gesehen werden. . . . #impfen #impfung #coronaimpfung #impfenschützt #impfenistwichtig #impfenneindanke💉 #impfgegner #viruserkrankung #viren #virus #corona #coronavirus #spritze #impfdebatte #spahn #jensspahn #bundesgesundheitsministerium

29.4.2020, 15:43 Uhr – Wirtschaftsverbände: Angst schlägt in Verzweiflung um

Wirtschaftsverbände in Deutschland fordern, das wirtschaftliche Leben ab kommender Woche wieder hochzufahren. In einem Brief an Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) schreiben sie, keine Volkswirtschaft der Welt könne solch einen Lockdown über Monate aushalten, ohne nachhaltig Schaden zu nehmen. Die Angst in den Unternehmen vor dem Untergang schlage in tiefe Verzweiflung und mitunter auch in Fassungslosigkeit um, wenn existenzielle Entscheidungen im Wochentakt vertagt würden. Morgen wollen Bund und Länder erneut über das weitere Vorgehen beraten. Die Bundesregierung rechnet wegen der Corona-Krise mit einer historischen Rezession. Demnach wird die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um gut sechs Prozent sinken. Ein Ausgleich wird erst im Jahr 2022 erwartet.

29.4.2020, 14:50 Uhr – Konzept für Lockerungen in Tourismusbranche

Mehrere Bundesländer haben ein gemeinsames Konzept vorgelegt, wie die Corona-Beschränkungen in der Tourismus-Branche gelockert werden könnten. Dabei solle es drei Phasen geben, hieß es aus Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Demnach soll zunächst der Tourismus unter freiem Himmel wieder möglich sein – etwa Besuche von Zoos und Freizeitparks. Später könnten die Gastronomie und Hotels wieder öffnen. Je nach Entwicklung der Pandemie sollen langfristig auch Veranstaltungen, Reisen und Wellness wieder möglich sein. Die Länderchefs wollen nächste Woche mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über Lockerungen im Tourismus entscheiden.

29.4.2020, 14:34 Uhr – Geschäfte in Rheinland-Pfalz öffnen wieder

In Rheinland-Pfalz sollen vom 3. Mai an Geschäfte wieder unabhängig von Sortiment und Verkaufsfläche unter Auflagen öffnen können. Außerdem können wieder Gottesdienste gefeiert werden. Das hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) in einer Regierungserklärung angekündigt. Kirchen und Religionsgemeinschaften müssten für die Gottesdienste Schutzkonzepte einhalten. Friseurgeschäfte könnten unter Auflagen und unter Vermeidung von Wartesituationen öffnen.

In Baden-Württemberg Friseurläden öffnen wieder – das müsst ihr jetzt wissen

Für viele, die nicht selbst zum Haarschneider gegriffen haben, ist es eine lang ersehnte Nachricht: Friseure im Südwesten öffnen wieder. Allerdings gibt es einiges zu beachten.  mehr...

29.4.2020, 13:48 Uhr – Bundesregierung rechnet mit großer Rezession

Die Bundesregierung rechnet wegen der Corona-Krise mit einer Rezession in Deutschland – und zwar einer größeren als während der Finanzkrise vor rund zehn Jahren. Das geht aus der Frühjahrsprognose über die Entwicklung der Wirtschaft hervor. Demnach geht die Bundesregierung von einem Einbruch der Wirtschaftsleistung um 6,3 Prozent aus. Während der Finanzkrise waren es 5,7 Prozent gewesen. Die Arbeitslosigkeit wird der Prognose zufolge von zuletzt 5,1 auf 5,8 Prozent steigen. Demnach dürfte der wirtschaftliche Rückgang dieses Jahres erst 2022 ausgeglichen werden.

29.4.2020, 13:26 Uhr –Telefonische Krankschreibung ist weiterhin möglich

Die telefonische Krankschreibung ist weiterhin möglich – jetzt sogar bis zum 18. Mai. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss entschieden. Andernfalls wäre die Sonderregelung in der Corona-Krise am Montag ausgelaufen. Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen können in den kommenden knapp drei Wochen weiterhin beim Arzt anrufen, um sich krankschreiben zu lassen. Ein Besuch in der Praxis ist nicht nötig. Grund für die Verlängerung sei die fortbestehende Krisenlage, heißt es.

29.4.2020, 12:55 Uhr – Cannstatter Volksfest wegen Corona-Pandemie abgesagt

Der Cannstatter Wasen ist wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden – das teilte nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa die CDU-Fraktion im Stuttgarter Gemeinderat mit. Das zweitgrößte Volksfest in Deutschland sollte eigentlich vom 25. September bis zum 11. Oktober stattfinden. Vor einer Woche wurde bereits das Münchner Oktoberfest abgesagt.

Natürlich haben es sich alle irgendwie schon gedacht, jetzt ist es aber offiziell. 😔 . . . #wasen2020 #wasen #cannstatterwasen #cannstattervolksfest #volksfest #stuttgart #badcannstatt #badcannstatterwasen #corona #dankecorona #keinegrossveranstaltungen #großveranstaltung #fest #wasenwirt #festzelt #absage #wasenstuttgart #wasengefluester

Tipps & der SWR3-Abstandsrap Corona: So kannst du dich und deine Mitmenschen schützen

Auch wer selbst fit ist kann mithelfen, nicht nur sich selbst, sondern auch Risikogruppen zu schützen. Hier gibt es Experten-Tipps, den ultimativen SWR3-Abstandsrap und ein Video, wie du das Smartphone richtig reinigst.  mehr...

29.4.2020, 12:06 Uhr – Bundesregierung will mehr Corona-Tests

Die Bundesregierung setzt in der Corona-Pandemie vermehrt auch auf Tests. So sollen beispielsweise in Pflege- und Altenheimen mehr Menschen getestet werden, hat das Kabinett beschlossen. Die Kosten sollen die Krankenkassen übernehmen, auch wenn jemand keine Symptome zeige. Auch negative Testergebnisse sollen zudem gemeldet werden.

29.4.2020, 12:04 Uhr – Bosch, Porsche und Daimler melden Gewinneinbrüche

Der Autozulieferer Bosch sowie die Autobauer Porsche und Daimler melden in der Corona-Krise Gewinneinbrüche für das erste Quartal. Bei Bosch lag das Minus bei mehr als sieben Prozent – eine Folge des Produktionsstillstands vieler Autoherstellern, die Bosch beliefert. Bei Porsche ist der Betriebsgewinn im ersten Quartal über ein Drittel geringer ausgefallen als im Vorjahreszeitraum. Daimler hat von Januar bis März 94 Millionen Euro verdient. Im Vorjahreszeitraum waren es noch gut zwei Milliarden Euro gewesen.

29.4.2020, 11:53 Uhr – Kretschmann mahnt zur Vorsicht

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) mahnt wegen der Corona-Krise weiter zur Vorsicht. Es werde Monate dauern, bis es einen Impfstoff gebe, sagte er in seiner Regierungserklärung. So lange müssten alle lernen, mit der Pandemie zu leben. Man werde noch viele Monate weiter Abstand halten und Masken tragen müssen. Die Regierung werde aber Schritt für Schritt so viel Freiheit ermöglichen, wie es der Schutz von Leben und Gesundheit zulasse, sagte der Grünen-Politiker.

29.4.2020, 11:23 Uhr – Tourismusbranche fühlt sich im Stich gelassen

Mitarbeiter von Reisebüros, Veranstaltern und Busunternehmen demonstrieren heute für eine finanzielle Soforthilfe der Bundesregierung für die Tourismusbranche. Geplant sind Mahnwachen und Kundgebungen in bundesweit mehr als 30 Städten – darunter Mainz, Stuttgart, Koblenz, Ulm, Köln und Frankfurt. Zu den Demos aufgerufen hat das Bündnis „Rettet die Reisebüros - rettet die Touristik!“. Es kritisiert, die Politik lasse die Branche mit drei Millionen Beschäftigten und 15.000 Unternehmen bisher im Stich.

29.4.2020, 10:30 Uhr – Kabinett beschließt weitere Corona-Hilfen

Das Bundeskabinett hat weitere Corona-Hilfen beschlossen. Unter anderem wird das Kurzarbeitergeld bis Ende des Jahres erhöht. Je nach Dauer der Zwangspause soll es in zwei Stufen ab dem 4. und dem 7. Monat auf bis zu 80 Prozent steigen, für Eltern auf bis zu 87 Prozent des Lohnausfalls. Außerdem sollen Beschäftigte in der Altenpflege einen steuer- und sozialabgabenfreien Gehaltsbonus von bis zu 1.500 Euro erhalten.

29.4.2020, 10:22 Uhr – Tausenden Airbus-Mitarbeitern droht Kurzarbeit

Der europäische Flugzeugbauer Airbus wird wegen der Corona-Krise voraussichtlich bald einige tausend Beschäftigte in Deutschland in Kurzarbeit schicken. Auch in Frankreich werde wohl auf Tausende weitere Mitarbeiter Kurzarbeit zukommen, sagte Airbus-Chef Guillaume Faury.

29.4.2020, 7:40 Uhr – Empfehlung: Kitas sollen wieder öffnen

Die Familienminister von Bund und Ländern haben sich dafür ausgesprochen, Kitas schrittweise wieder zu öffnen. Sie empfehlen, zuerst Kinder, die einen besonderen Förderbedarf haben oder die bald in die Grundschule kommen aufzunehmen. Auch die Öffnung von Spielplätzen soll geprüft werden, heißt es. Morgen berät Bundeskanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder über die Vorschläge.

Baden-Württemberg Erweiterte Corona-Notbetreuung startet: Wer darf sein Kind betreuen lassen?

In Baden-Württemberg wird der Kreis derjenigen erweitert, die ihre Kinder in Zeiten der Corona-Pandemie in die Notbetreuung bringen dürfen. Für welche Berufe gilt das und welche Kriterien müssen erfüllt werden?  mehr...

29.4. 2020, 5:06 Uhr – Weltweite Reisewarnung wird wohl bis 14. Juni verlängert

Die Bundesregierung will ihre weltweite Reisewarnung offenbar bis mindestens Mitte Juni verlängern. Der Spiegel berichtet über einen entsprechenden Vorschlag des Auswärtigen Amtes. Die Verlängerung bis zum 14. Juni solle demnach am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen werden.

Die Reisewarnung werde damit begründet, dass in den nächsten Wochen keine normalen Reisen ins Ausland möglich seien.

Corona-Pandemie Grenzkontrollen in Europa fallen zum 15. Juni weg

Der Sommerurlaub kann auch im Corona-Jahr 2020 kommen: Die Grenzkontrollen für die meisten EU-Länder sollen zum 15. Juni wegfallen. Das hat noch einen weiteren Vorteil für Reisende.  mehr...

29.4. 2020, 4:00 Uhr – Gottesdienste in Baden-Württemberg ab 10. Mai

Die Christen in Baden-Württemberg dürfen unter Auflagen ab dem 10. Mai wieder öffentliche Gottesdienste feiern. Das hat der Bischof der Evangelischen Landeskirche in Baden Cornelius-Bundschuh mitgeteilt. Unter anderem müssten die Gläubigen einen Mindestabstand von mehr als 1,5 Metern einhalten und auf das gemeinsame Singen verzichten. Das sei das Ergebnis einer Telefonkonferenz der Bischöfe mit BW-Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

29.4.2020, 2:33 Uhr – Auch Streaming-Filme dürfen bei Oscars antreten

In diesem Jahr werden bei der Auswahl für die Oscar-Verleihung auch Filme zugelassen, die nie im Kino gelaufen sind. Das teilte die zuständige Academy in der Nacht in Los Angeles mit. Damit sind einmalig auch Filme zugelassen, die ausschließlich bei Streamingdiensten zu sehen sind. Wenn die Kinos nach der Coronakrise aber wieder öffnen, solle diese vorübergehend gelockerte Regel nicht mehr gelten.

28.4.2020, 21:13 Uhr – Saar-Verfassungsrichter lockern Beschränkungen

Im Saarland werden die strengen Corona-Ausgangsbeschränkungen ab sofort gelockert - und nicht wie die Landesregierung plant ab Montag. Das entschied der Saar-Verfassungsgerichtshof. Damit dürfen die Saarländer sich zum Beispiel wieder im Freien aufhalten - seit mehr als fünf Wochen war das nur mit triftigem Grund möglich, etwa zum Einkaufen oder für den Arbeitsweg. Ein Bürger hatte dagegen Verfassungsbeschwerde eingelegt.

28.4.2020, 20:10 Uhr – USA: Mehr als eine Million Corona-Infektionen

In den USA sind mittlerweile mehr als eine Million Corona-Infektionen bestätigt worden. Das zeigen Daten der Johns-Hopkins-Universität. Demnach sind dort mehr als 57.000 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die Vereinigten Staaten sind weltweit das von der Pandemie am stärksten betroffene Land.

Informationen zum Coronavirus Corona-Karten: Wie viele sind infiziert, wie viele wieder gesund?

Wie viele Menschen wurden positiv auf Corona getestet? Und wie genau ist die Lage in Deutschland? Hier findest du Karten, die ständig aktualisiert werden.  mehr...

28.4.2020, 18:45 Uhr – Ansteckungsrate wieder unter Eins

In Deutschland ist die sogenannte Reproduktionsrate des Corona-Virus wieder gesunken. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts liegt die Rate, statt wie zuletzt heute Morgen angeben, bei 1,0, jetzt bei 0,9. Das bedeutet, dass ein Erkrankter im Schnitt weniger als einen anderen Menschen ansteckt. Ziel ist es, die Rate dauerhaft unter den Wert von Eins zu drücken. Nach den Worten von Bundeskanzlerin Merkel ist die Reproduktionsrate auch ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung über mögliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Am Donnerstag will Merkel wieder mit den Länderchefs über die aktuelle Lage beraten.

28.4.2020, 17:55 Uhr – Griechische Hotels sollen im Juni wieder öffnen

Griechenland will die Beschränkungen ab dem 4. Mai lockern. Dabei sollen ab dem 1. Juni ganzjährige Hotels wieder öffnen dürfen, erklärt Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis.

28.4.2020, 17:40 Uhr – Rheinland-Pfalz erlaubt wieder planbare OPs

Die Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz dürfen ab morgen schrittweise wieder planbare Operationen durchführen. Das hat Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) mitgeteilt. Voraussetzung sei, dass mindestens 20 Prozent der Intensivbetten mit maschineller Beatmungsmöglichkeit für Corona-Patienten freigehalten würden. Außerdem müssten die Krankenhäuser im Stande sein, innerhalb von 72 Stunden ihre volle Kapazität zur Behandlung von Corona-Infizierten wieder hochzufahren, so die Ministerin.

28.4.2020, 16:10 Uhr – RKI: Ansteckungsrate sinkt wieder

Die als wichtig angesehene Zahl zur Ansteckungsrate ist in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wieder gesunken. Mit Datenstand vom 28.04.2020 um Mitternacht werde die Reproduktionszahl auf 0,9 geschätzt, teilt das Institut mit. Das bedeute, dass im Mittel jeder Infizierte eine weitere Person anstecke. Zuletzt war die Zahl auf rund 1,0 geschätzt worden, nachdem sie zwischenzeitlich schon bis auf 0,7 gesunken war.

RKI-Chef Lothar Wieler hat wiederholt erklärt, Ziel sei es, die Rate möglichst auf unter 1,0 zu drücken – also das ein Infizierter im Schnitt weniger als einen anderen Menschen ansteckt. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte betont, die Marke sei auch mit Blick auf Lockerungen der Corona-Auflagen ein wichtiges Kriterium. Wieler hatte zugleich davor gewarnt, eine Herdenimmunität aufbauen zu wollen (siehe unten).

28.4.2020, 15:33 Uhr – Hessen lässt ab Freitag wieder Gottesdienste und Trauerfeiern zu

Hessen lässt ab dem 1. Mai wieder Gottesdienste und Trauerfeiern unter Abstandsauflagen zu. Das kündigt Ministerpräsident Volker Bouffier an. Ab dem 4. Mai gebe es in Pflege- und Altenheimen auch wieder das Recht, eingeschränkt kürzere Besuche zu empfangen. Zugleich müsse jede Einrichtung aber ein individuelles Schutzkonzept entwickeln, sagt der CDU-Politiker.

28.4.2020, 13:40 Uhr – Schüler sollen zumindest tageweise in die Schule gehen

Trotz der Corona-Beschränkungen soll laut Nachrichtenagentur dpa jede Schülerin und jeder Schüler vor den Sommerferien zumindest tageweise die Schule besuchen. Das schlagen die Kultusminister der Länder den Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in übereinstimmenden Beschlussvorlagen vor:

28.4.2020, 12:45 Uhr – RKI warnt vor Herdenimmunität als Ziel

Das Robert-Koch-Institut warnt vor dem Versuch, in Deutschland eine Herden-Immunität gegen das Coronavirus herzustellen. Präsident Lothar Wieler sagte, dazu sei das Virus zu gefährlich und zu schwer zu kontrollieren. Wer eine Herden-Immunität fordere, müsse auch sagen, wie viele Menschenleben er bereit sei, zu opfern.

Das Prinzip der Herden-Immunität setzt darauf, dass sich viele Menschen infizieren - und nach überstandener Krankheit immun gegen das Virus sind:

28.4.2020, 12:03 Uhr – Kurzarbeit für mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen

Knapp 55 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben bereits Kurzarbeit angemeldet, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) mitteilt. Dies hätten gut acht von zehn Firmen getan, die von der Pandemie stark betroffen seien. Allerdings hätten auch 29 Prozent der Firmen Kurzarbeit eingesetzt, denen die Coronavirus-Krise „bislang nicht oder nur wenig zusetzt – ein Indiz dafür, dass die Firmen vorbereitet sein wollen, wenn die wirtschaftliche Lage sich zuspitzt“.

Home-Office, Kurzarbeit & Quarantäne Coronavirus: 21 Dinge, die Arbeitnehmer und Chefs wissen sollten

Kann ich auf Home-Office bestehen? Muss auf der Arbeit Desinfektionsmittel bereitstehen? Was ist, wenn ich die Abstandsregeln beim Job nicht einhalten kann? Hier findest du die Rechte und Pflichten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber.  mehr...

Von den Firmen, die Kurzarbeit in Anspruch nehmen, zahlen demnach 32 Prozent einen freiwilligen Zuschuss und 6 Prozent einen tariflich oder betrieblich vereinbarten Zuschuss.

28.4.2020, 10:57 Uhr – Viele Deutsche melden sich als Opfer in Ermittlungen gegen Tirol

Mehr als 250 deutsche Urlauber haben sich einem Ermittlungsverfahren zur Ausbreitung des Coronavirus in Tirol angeschlossen. „Bislang haben 285 Personen aus mehreren Ländern erklärt, sich als Opfer dem Verfahren anzuschließen – etwa 90 Prozent davon kommen aus Deutschland“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck, Hansjörg Mayr Focus Online. Die Behörde ermittelt derzeit wegen „Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten“.

Das österreichische Bundesland Tirol war in den vergangenen Wochen als eine Keimzelle des Coronavirus in die Schlagzeilen geraten. Vor allem im Wintersportort Ischgl sollen sich viele Menschen aus verschiedenen Ländern mit dem Virus infiziert haben. Dem Land und der Tourismusbranche wird vorgeworfen, nicht schnell genug auf die Ausbreitung reagiert und zu spät den Skibetrieb gestoppt zu haben. Vor allem bei den vielen Après-Ski-Partys dürfte das Ansteckungsrisiko hoch gewesen sein.

28.4.2020, 10:50 Uhr – Bahn verlängert Kulanzregelung

Wer eine Bahnreise über das kommende lange Wochenende geplant hatte und nicht antreten will, kann seine Fahrkarte in einen Gutschein umtauschen. Das gilt für Fernverkehrstickets der Deutschen Bahn mit Reisedatum bis 4. Mai, die bis zum 13. März gekauft worden sind, teilte die Bahn der Deutschen Presseagentur mit. Die Gutscheine seien online erhältlich und drei Jahre gültig. Die Bahn verlängert damit eine entsprechende Kulanzregelung, die bisher für Fahrten bis 30. April galt.

Für Fernverkehrsfahrten nach dem 4. Mai gilt nun außerdem: Kunden können ihre Tickets noch bis zum 31. Oktober flexibel nutzen – sofern sie vor dem 13. März gekauft worden sind. Bislang galt, dass die Bahn diese Tickets bis zum 30. Juni akzeptiert. Die Regelung gilt auch für Sparpreis- und Super-Sparpreis-Tickets.

28.4.2020, 10:32 Uhr – Seniorenwohnhaus in Berlin wegen Infektionen geräumt

Ein Seniorenwohnhaus in Berlin ist in der Nacht wegen mehrerer Coronavirus-Infektionen komplett geräumt worden. Insgesamt wurden seit Montagabend 76 Patientinnen und Patienten in verschiedene Krankenhäuser transportiert, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Mindestens 18 Menschen seien an Covid-19 erkrankt, drei von ihnen seien in kritischem Zustand, berichtete Andreas Chickowsky, Leiter des Pflegedienstes, der das Seniorenwohnhaus in Lichtenberg-Fennpfuhl ambulant betreut. Nach einem Bericht des RBB sind sogar mindestens 28 Menschen erkrankt. Laut Chickowsky sind die Zahlen der Erkrankten noch „sehr vage“.

28.4.2020, 9:16 Uhr – Ifo-Institut erwartet Stellenabbau

Dem deutschen Arbeitsmarkt droht in der Corona-Krise nach Einschätzung des Ifo-Instituts nach der Kurzarbeit auch ein Stellenabbau. „Die Personalabteilungen der deutschen Unternehmen bereiten sich auf Entlassungen vor“, fasste das Münchener Forschungsinstitut das Ergebnis einer Umfrage zusammen.

Das anhand der Erhebung ermittelte Ifo-Beschäftigungsbarometer sei im April auf ein Rekordtief von 86,3 Punkten abgestürzt, von 93,4 Punkten im März. „Die Arbeitslosigkeit in Deutschland werde steigen“, schlussfolgern die Wirtschaftsforscher. Die Entwicklung dürfte alle Bereiche der deutschen Wirtschaft betreffen. Demnach sollte es auch im Dienstleistungssektor erstmals seit der Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 und 2009 wieder zu Entlassungen kommen.

Insgesamt sei die deutsche Wirtschaftsleistung während der Corona-Schließungen um 16 Prozent eingebrochen.

28.4.2020, 9:52 Uhr – Altmaier bremst bei Gastronomie-Öffnung

Seit Mitte März sind Gastronomiebetriebe dicht und dürfen nur Essen außer Haus verkaufen. Weil die Reproduktionsrate des Coronavirus wieder auf den Wert 1,0 angestiegen ist, bremst Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nun bei den Wünschen nach Lockerung. Im ARD-Morgenmagazin sagte er allerdings, sollten Restaurants noch länger geschlossen bleiben, dann brauche man so etwas wie einen Rettungsfonds auch für die Gastronomen und Gastronominnen. Nach Angaben des Hotel- und Gaststättenverbands droht jedem dritten Betrieb die Pleite.

In Österreich dürfen Hotels und Lokale im Mai wieder öffnen – unter bestimmten Voraussetzungen. Lokale schon ab dem 15. Mai, Hotels ab dem 29.

28.4.2020, 8:56 Uhr – Industrie- und Handelskammertag fordert regelnde App

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fordert eine verstärkte Digitalisierung im Kampf gegen die Corona-Krise. „Digitale Lösungen helfen, im Alltag Abstand zu halten, ohne zu Hause bleiben zu müssen“, zitiert das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) aus einem Konzeptpapier, das der DIHK am Wochenende an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Wirtschaftsminister Peter Altmaier (beide CDU) und die Spitzen der Koalitionsparteien übermittelt hat.

Demnach schlägt der DIHK unter anderem vor, den Zugang zu Fußgängerzonen, Geschäften und Hotels über Tickets zu begrenzen, die über eine App ausgegeben werden könnten. Ein solches System könne auch bei der Wiederöffnung von Restaurants und Cafés helfen. Zudem könnten mit Echtzeit-Positionsdaten laut DIHK Personenströme entzerrt werden. Wenn die Personendichte zum Beispiel in Bus oder Bahn schon sehr hoch ist, könnten Smartphone-Nutzer per Push-Benachrichtigung gewarnt werden.

28.4.2020, 8:55 Uhr – Hausärztinnen und Hausärzte sind alarmiert

Den Hausärztinnen und Hausärzten geht die Schutzausrüstung aus. Mit einer Bilderaktion machen viele von ihnen schon seit einiger Zeit im Netz auf den alarmierenden Missstand aufmerksam. Unter dem Motto „Blanke Bedenken“ zeigen sie sich fast nackt, nur mit wenigen Accessoires des täglichen Arztpraxen-Lebens bedeckt.

Wir sind Ihre Hausärztinnen und Hausärzte. Um Sie sicher behandeln zu können, brauchen wir Schutzausrüstung. Wenn uns das Wenige, was wir haben ausgeht, dann sehen wir so aus: https://t.co/PfxrY6GBil

28.4.2020, 7:42 Uhr – Göring-Eckardt: Spielplätze wieder öffnen

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, hat die Bundesregierung aufgefordert, trotz der Corona-Krise die Spielplätze wieder zu öffnen. Im SWR sagte sie, auch viele Fachleute könnten nicht nachvollziehen, warum die Spielplätze weiter zu seien. Die Bedürfnisse von Eltern und Kinder würden bei der derzeitigen Krisenpolitik überhaupt nicht berücksichtigt. Auch Kitas müssten - bei aller Vorsicht - so bald wie möglich wieder öffnen, sagte Göring-Eckardt.

28.4.2020, 7:19 Uhr – Delfine zeigen sich wieder im Bosporus

Wegen des Coronavirus herrschen in vielen türkischen Städten Ausgangssperren. Dadurch gibt es in Küstennähe weniger Autolärm, auch der Fährverkehr am Bosporus ist eingeschränkt. Ein Paradies für Delfine: Ihr Lebensraum hat sich wieder vergrößert.

28.4.2020, 5:48 Uhr – Spahn will langsame Rückkehr zu Normalität in Kliniken

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt laut einem Zeitungsbericht eine schrittweise Rückkehr zum Normalbetrieb in den Krankenhäusern ab kommenden Freitag an. Die Entwicklung bei den Coronavirus-Neuinfektionen lasse es zu, ab Mai einen Teil der Krankenhauskapazitäten auch wieder für planbare Operationen zu nutzen, heißt nach Angaben des Redaktionsnetzwerks Deutschland in einem Konzept Spahns, das er an seine Ressortkollegen aus den Ländern verschickt habe.

Seit Mitte März haben die Kliniken bundesweit alle medizinisch nicht zwingend notwendigen planbaren Aufnahmen und Operationen verschoben, um für die Behandlung von Coronavirus-Patienten vorbereitet zu sein.

28.4.2020, 4:55 Uhr – Zwei Drittel der Deutschen wollen sich an Mund-Nase-Schutz-Pflicht halten

Zwei Drittel der Menschen in Deutschland wollen sich an die Schutzmaskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr halten. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die dpa sagten 67 Prozent, dass sie sich vollständig an die Regeln zur Abdeckung von Mund und Nase halten wollen, um sich gegen das Coronavirus zu schützen.

15 Prozent wollen dies nur teilweise tun, 4 Prozent wollen die Maskenpflicht boykottieren. Weitere sieben Prozent gaben an, dass sie keine Möglichkeit haben, sich an die Pflicht zu halten - etwa weil sie sich keine Maske kaufen oder selbst anfertigen könnten. Allerdings reichen ein einfaches Tuch oder ein Schal als Schutz aus.

28.4.2020, 3:31 Uhr – Mehr als drei Millionen Infektionen weltweit

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ist weltweit auf über drei Millionen gestiegen. Rund 80 Prozent der Fälle gibt und gab es in Europa und den USA. Die Zahl der Todesfälle weltweit stieg auf mehr als 210.000. Europa ist mit etwa 1,4 Millionen Infektionen und mehr als 126.000 Todesfällen immer noch der am stärksten betroffene Kontinent. In den USA breitet sich das neuartige Coronavirus am schnellsten aus. Dort wurden bislang mehr als 987.000 Infektions- und knapp 56.000 Todesfälle gemeldet. 

28.4.2020, 2:16 Uhr – Verband rechnet mit bis zu 50.000 insolventen Einzelhändlern

Der Handelsverband Deutschland rechnet wegen der Coronakrise mit bundesweit bis zu 50.000 insolventen Einzelhändlern. Grund dafür sei, dass viele Geschäfte derzeit zu wenig eigenes Geld für die Miete hätten, sagte Verbandsgeschäftsführer Stefan Genth den Funke-Zeitungen. Dabei kritisierte er das Verhalten von Unternehmen, die Geschäftsräume vermieten. Sie seien oft nicht dazu bereit, dass die Einzelhändler die Miete später bezahlen könnten oder sie verlangten Stundungszinsen von bis zu neun Prozent.

27.4.2020, 21:25 Uhr – RKI: Reproduktionszahl steigt auf 1,0

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen leichten Anstieg der Ansteckungsrate gemeldet. Die Reproduktionszahl liege nun bei 1,0. Das bedeutet, dass statistisch gesehen ein Infizierter einen weiteren Menschen ansteckt. Am Sonntag wurde Zahl noch mit 0,9 angegeben. Die Ansteckungsrate lässt sich nicht aus den Meldedaten ablesen, sondern nur durch statistische Verfahren schätzen.

Das RKI und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatten in der Vergangenheit wiederholt betont, der Wert müsse dauerhaft unter eins liegen, damit die Epidemie eingedämmt wird.

27.4.2020, 20:31 Uhr – Kultusminister: Schüler sollen vor Sommerferien zurückkehren

Die Kultusminister der Länder wollen, dass nach Möglichkeit alle Schüler noch vor den Sommerferien wieder in die Schulen zurückkehren. Das sagte die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig (SPD), im SWR-Fernsehen. In welchem Rhythmus der Schulbesuch erfolge und wie voll die Gebäude sein dürften, hänge von der Entwicklung der Infektionsfälle ab. Hubig beriet mit ihren Länderkollegen über ein Konzept zur schrittweisen weiteren Öffnung der Schulen. Am Dienstag sollen Details bekanntgegeben werden.

27.4.2020, 20:22 Uhr – Dritte Fußball-Bundesliga: Knappe Mehrheit für Fortsetzung der Saison

Die Vereine der 3. Liga haben sich nach dpa-Informationen für eine Fortsetzung der Saison auch ohne Zuschauer ausgesprochen. In der Liga spielen Waldhof Mannheim, der 1. FC Kaiserslautern und Sonnenhof Großaspach

27.4.2020, 19:30 Uhr – WHO wehrt sich gegen Kritik

Die Weltgesundheitsorganisation WHO wehrt sich gegen Kritik im Umgang mit der Pandemie. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, die Internationale Gemeinschaft hätte auf seine Organisation hören und danach handeln sollen. Die WHO habe am 30. Januar den globalen Notstand ausgerufen – zu einem Zeitpunkt, an dem es außerhalb Chinas lediglich 82 Covid-19-Fälle gegeben habe. Die Weltgesundheitsorganisation wird derzeit immer wieder wegen ihres Verhaltens in der Krise kritisiert – vor allem von US-Präsident Donald Trump, der sogar die Zahlungen seines Landes an die WHO eingestellt hat.

27.4.2020, 19:11 Uhr – Offenbar Rahmenkonzept für Schulöffnungen

Die Kultusminister der Länder haben in einer Telefonkonferenz über eine schrittweise weitere Öffnung der Schulen beraten. Ein Rahmenkonzept steht offenbar - es soll Grundlage für die Beratung zwischen den Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin am Donnerstag sein. Offenbar geht es in dem Konzept um einheitliche Hygiene- und Sicherheitsstandards und darum, welche Fächer unterrichtet werden sollen. Die meisten Bundesländer wollen den Schulbetrieb ab der kommenden Woche weiter öffnen.

27.4.2020, 19:02 Uhr – Umweltinstitut warnt vor zu viel Desinfektionsmittel

Das Hamburger Umweltinstitut warnt vor Gefahren durch den Dauergebrauch von Desinfektionsmitteln. Viele Inhaltsstoffe dieser Mittel seien krebserregend, Auslöser für Allergien oder verantwortlich für Schäden an Lunge, Leber, Nerven und Haut. Das Umweltinstitut hält es für unverantwortlich und fahrlässig, dass chemische Desinfektionsmittel massenweise in Kindergärten, Schulen oder in Privathaushalten eingesetzt werden. Die Fachleute sagen, sorgfältiges Händewaschen mit Seife reiche völlig aus, um die Übertragung des Virus zu unterbinden.

27.4.2020, 18:50 Uhr – Corona-Todeszahlen in Italien steigen schneller

In Italien wächst die Zahl der Todesfälle schneller an. Am Montag registrierten die Behörden 333 tödliche Covid-19-Verläufe im Vergleich zu 260 am Vortag. Die Zahl der Infektionen stieg um 1739 Fälle, am Sonntag waren es 2324 Fälle. In Italien haben sich knapp 200.000 Menschen mit dem Virus infiziert. Nur in den USA sind mehr Menschen an Covid-19 erkrankt.

27.4.2020, 18:10 Uhr – Jetzt wohl drei Millionen Fälle weltweit

Weltweit hat die Zahl der Coronavirus-Fälle nach einer Reuters-Erhebung die Schwelle von drei Millionen überschritten. Knapp eine Million entfällt demnach auf die USA. Insgesamt sind 205.000 Menschen dem Virus erlegen. 43 Prozent der Erkrankungen wurden in Europa registriert, auf die USA entfällt rund ein Viertel.

27.4.2020, 17:50 Uhr – WHO besorgt wegen steigender Infektionszahlen

Die Weltgesundheitsorganisation WHO äußert sich besorgt über steigende Infektionszahlen in Afrika, Osteuropa, Lateinamerika und einige asiatische Staaten. Man sei weit davon entfernt, die Pandemie überwunden zu haben. Zudem erklärt die WHO, rund 20 Länder würden über Engpässe bei Impfungen gegen andere Krankheiten neben Covid-19 klagen. Grund seien unter anderem geschlossene Grenzen oder andere Beschränkungen.

27.4.2020, 17:15 Uhr – Israel will eventuell Schulen wieder öffnen

Israel will am Sonntag einige Schulen wieder öffnen, wenn die Entwicklung der Pandemie dies zulässt. Dies kündigt das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an. Schulen und Kindergärten sind seit Mitte März geschlossen. Dies verschärft die Lage der Wirtschaft in dem Land ähnlich wie in Deutschland, da Eltern zur Kinderbetreuung zuhause bleiben müssen. Die Arbeitslosenquote stieg zwischenzeitlich auf 27 Prozent, während der Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus zurückging.

27.4.2020, 15:15 Uhr – Aufregung um „Corona-Party“ bei AKK-Termin

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat bei der Entgegennahme medizinischer Schutzmasken aus China für Aufregung gesorgt: Während des Termins auf dem Flughafen Leipzig-Halle kam es am Montag bei einem Pressetermin zu einem Menschenauflauf um die Ministerin – ohne jegliche Corona-Schutzvorkehrungen.

Zahlreiche Journalisten, Bundeswehrsoldaten sowie Mitarbeiter des Ministeriums standen bei der Ankunft einer Lieferung von 10,3 Millionen Schutzmasken aus China am Flughafen Leipzig/Halle dicht gedrängt. Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) gab eng umringt von Journalisten ein Statement ab. Einige trugen keine Schutzmasken. Auf Twitter und anderen Netzwerken ließen die Reaktionen nicht lange auf sich warten:

#Maskenpflicht 1. Sie gilt für alle. 2. Ausnahmen: Politiker/Journalisten, da sie stets steril husten/niesen. 3. Maskenpflicht ist erfüllt, wenn man sich in räumlicher Nähe einer Maske befindet. 4. Jedoch nur, wenn man den Berufsgruppen unter 2. angehört. #AKK #CoronaParty

27.4.2020, 14:20 Uhr – Schweizer Coronavirus-Infektionen und Totenzahlen steigen langsamer

In der Schweiz sind bis Montag 1.353 Personen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben - 16 mehr als am Vortag. Nach Angaben des Gesundheitsministerium wurden 29.164 Coronavirus-Infektionen von Laboren bestätigt, ein Zuwachs von 103 binnen eines Tages. Sowohl die Erkrankungen als auch die Todesfälle stiegen damit weniger stark an als zuletzt.

27.4.2020, 13:45 Uhr – Bayerisches Verwaltungsgericht kippt 800-qm-Grenze

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hält die 800-Quadratmeter-Grenze für Geschäfte für verfassungswidrig. Nach Meinung der Richter ist die Beschränkung der Verkaufsfläche eine Ungleichbehandlung, sie verstoße damit gegen das Grundgesetz. Das Gericht hat die entsprechende Regelung in Bayern aber nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa nicht außer Kraft gesetzt.

27.4.2020, 13:10 Uhr – Jetzt über 800.000 Corona-Tests pro Tag möglich

In Deutschland können aktuell knapp 820.000 Menschen pro Woche auf das Corona-Virus getestet werden. Das steht nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters in einem Schreiben von Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU). Rein rechnerisch würde es mit den aktuellen Kapazitäten knapp zwei Jahre dauern, bis alle Menschen in Deutschland einmal getestet wären.

27.4.2020, 12:11 Uhr – Après-Ski-Bar in Ischgl: Hätten im Nachhinein einiges anders gemacht

Der Betreiber der Après-Ski-Bar Kitzloch im österreichischen Ischgl bedauert, sein Lokal aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus nicht schon früher geschlossen zu haben. „Im Nachhinein hätten auch wir wahrscheinlich einige Sachen anders gemacht“, sagte Bernhard Zangerl im ORF. „Wir haben aber einfach die Anweisungen befolgt, die wir bekommen haben und darauf vertraut, dass uns die Experten die richtigen Anweisungen geben“, sagte Zangerl.

Der beliebte Wintersportort Ischgl gilt als eine der Keimzellen des Coronavirus für Teile Europas. Das Kitzloch war besonders in den Fokus geraten, weil es sich beim ersten bestätigten Corona-Fall in Ischgl um einen Mitarbeiter dieses Lokals handelte. Erste Hinweise auf Ansteckungen in Ischgl gab es bereits am 5. März. Erst am 13. März wurde über Ischgl die Quarantäne verhängt.

27.4.2020, 12:00 Uhr – Söder: Langsame Öffnung der Gastronomie erst ab Ende Mai denkbar

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hält es für denkbar, ab Ende Mai die Gastronomie langsam wieder zu öffnen. Das sagte der CSU-Chef nach Teilnehmerangaben in einer Videoschalte des Parteivorstands. Söder verteidigte dabei den bisherigen Kurs in der Corona-Krise und mahnte weiterhin zu nur vorsichtigen Lockerungen. Die bisherige Strategie, Inhalt und Zeitpunkt, seien richtig gewesen. Man müsse nun weiterhin langsam, behutsam und vorsichtig agieren, aber mit Perspektiven. Es dürfe bei den Lockerungen keinen Überbietungswettbewerb geben.

Die CSU-Spitze ging in der Videoschalte deutlich auf Distanz zum nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet. Dieser hatte am Sonntagabend in der ARD beklagt, dass Virologen alle paar Tage ihre Meinung änderten. Das führe zu Verunsicherung. Söder sagte ganz grundsätzlich, ohne Laschet namentlich zu nennen: „Es wäre falsch, nicht auf Virologen zu hören, denn sie haben uns bisher gut beraten.“

27.4.2020, 11:29 Uhr– Hoeneß erwartet fortlaufenden Lohnverzicht beim FC Bayern

Die Fußballprofis des FC Bayern haben zunächst für April einen Verzicht auf 20 Prozent ihres Verdienstes zugesagt. Ehrenpräsident Uli Hoeneß erwartet, dass die Zusage verlängert wird: „Ich sehe das nicht nur auf den April begrenzt, sondern für so lange, bis der Fußball wieder normal gespielt werden kann“, sagte er dem Kicker. Da wegen des Coronavirus in den kommenden Monaten höchstens an Geisterspiele ohne Publikum zu denken ist, könnte der Gehaltsverzicht der Stars eine lange Zeit andauern. Das Team um Kapitän Manuel Neuer hatte ebenso wie Vorstand und Aufsichtsrat, dem auch der 68-jährige Hoeneß selbst angehört, für diesen Monat einen Verzicht auf 20 Prozent der Bezüge zugesagt.

27.4.2020, 9:19 Uhr – Weltärztepräsident fordert FFP2-Masken für Bürgerinnen und Bürger

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat gefordert, die Bürger in Deutschland mit medizinischen Schutzmasken des Typs FFP2 auszustatten. Montgomery warf im Deutschlandfunk der Bundesregierung Versagen vor, weil sie es nicht geschafft habe, solche Masken frühzeitig in hinreichendem Umfang zu beschaffen. Die FFP2-Masken seien jedoch die Lösung, die die Politik jetzt liefern müsse. Von Mund-Nasen-Schutzmasken aus Stoff, wie sie seit heute in fast allen Bundesländern in der Öffentlichkeit Pflicht sind, halte er für nutzlos.

27.4.2020, 9:06 Uhr – Französische Polizei beschlagnahmt 140.000 Schutzmasken

Die französische Polizei hat 140.000 Atemschutzmasken beschlagnahmt, die auf dem Schwarzmarkt verkauft werden sollten. Zwei Verdächtige wurden festgenommen, als sie am Sonntag Kisten in Saint-Denis nördlich von Paris entluden, wie aus Polizeikreisen verlautete. Einer der beiden gab demnach an, Inhaber eines Geschäfts zu sein. Er habe die Masken, darunter 5.000 sogenannte FFP2-Masken mit hohem Schutz, für 80.000 Euro in den Niederlanden gekauft.

27.4.2020, 4:56 Uhr – Umweltministerin fordert Klimaschutz bei Konjunkturmaßnahmen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze will den Klimaschutz als zentrales Element beim Wiederaufbau der Wirtschaft in der Corona-Krise verankern. „Für uns wichtig ist, dass die kommenden Konjunkturprogramme so gestaltet werden, dass sie Arbeitsplätze, Innovation und Klimaschutz zugleich voranbringen“, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

27.4.2020, 00:58 Uhr – Deutsche Bank übertrifft Gewinnerwartungen

Die Deutsche Bank hat trotz der Coronavirus-Krise im ersten Quartal einen Gewinn geschrieben und damit die Analystenerwartungen übertroffen. Vor Steuern habe der Konzern ein Gewinn von 206 Millionen Euro geschrieben, teilte Deutschlands größtes Geldhaus mit. Nach Steuern seien es 66 Millionen Euro gewesen.

27.4.2020, 00:25 Uhr – Bundesregierung rechnet mit 6,3 Prozent Minus bei Wirtschaftsleistung

Die Große Koalition rechnet wegen der Coronavirus-Pandemie laut einem Medienbericht in diesem Jahr mit dem größten Einbruch des Wirtschaftswachstums seit Gründung der Bundesrepublik: In der Frühjahrsprognose, die am Mittwoch vorgestellt werden soll, gehe die Bundesregierung davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2020 um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr schrumpfen wird, berichtet die Süddeutsche Zeitung. 2021 soll es dann wieder bergauf gehen.

26.4.2020, 22:45 Uhr – Spahn: Corona-Warn-App dauert noch

Bis eine Corona-Warn-App in Deutschland bereitsteht, kann es laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch etwas dauern. Spahn sagte in den ARD-"Tagesthemen", man wolle eine dezentrale App, die Nutzerdaten der Handybesitzer im Gerät selbst speichere, statt auf einem zentralen Server. Diese Anwendung habe eine deutlich höhere Akzeptanz und das Vertrauen sei ganz entscheidend.

27.4.2020, 11:21 Uhr – Bundeswehr liefert zehn Millionen Schutzmasken aus China in Deutschland an

Die Bundeswehr hat am Montag mehr als zehn Millionen medizinische Schutzmasken aus China nach Deutschland transportiert. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) nahm die Fracht am Flughafen Leipzig entgegen, von wo aus sie an die Gesundheitsministerien der Bundesländer weiterverteilt werden sollen. Die Lieferung ist Teil einer Großbestellung von rund 25 Millionen Schutzmasken in China.

26.4.2020, 21:34 Uhr – Italien lockert Beschränkungen

In Italien werden die strengen Corona-Sperren ab dem 4. Mai schrittweise aufgehoben. Das kündigte Ministerpräsident Giuseppe Conte an. So dürfen die Bürger wieder mehr Sport im Freien treiben und Fahrten innerhalb der eigenen Region werden erlaubt.

Auch die Wirtschaft solle in mehreren Etappen starten. Schon in der kommenden Woche sollen erste Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe, die für den Export produzieren, wieder unter Auflagen arbeiten dürfen. Die Schulen bleiben aber geschlossen bis nach den Sommerferien. Italien registrierte seit Februar fast 27.000 Corona-Tote. Experten gehen zudem von einer hohen Dunkelziffer aus.

26.4.2020, 20:40 Uhr – Zahlungsfähigkeit in Deutschland leidet

Die Coronakrise wirkt sich offenbar auf die Zahlungsfähigkeit der Deutschen aus. Die Deutsche Bank berichtet, fast 50.000 Kunden hätten beantragt, dass sie ihre Schulden vorerst nicht tilgen müssen. Gut die Hälfte der Stundungsanträge betrifft demnach Baufinanzierungen, die andere Hälfte waren Konsumentenkredite. Die meisten davon habe man bewilligt.

26.4.2020, 19:00 Uhr – Auswärtiges Amt stellt 300 Millionen Euro an humanitärer Hilfe bereit

Das Auswärtige Amt stellt in der Corona-Krise zusätzliche humanitäre Hilfe in Höhe von 300 Millionen Euro bereit. Außenminister Heiko Maas (SPD) erklärte, das Virus kenne keine Grenzen. Es treffe vor allem Menschen in Kriegsgebieten und Flüchtlingslagern sowie in Ländern, deren Gesundheitssysteme nun überfordert seien. Nur gemeinsam könne man die Pandemie dauerhaft besiegen. Das Geld soll unter anderem in die Gesundheitshilfe, sowie in die Wasser- und Sanitätsversorgung fließen. Laut Maas reagiert Deutschland damit auf den Hilfsaufruf der UNO. Die hatte zuvor von den Industrieländern gefordert, rund zwei Milliarden Dollar für den Kampf gegen Corona in armen Ländern bereitzustellen.

26.4.2020, 18:39 Uhr – Pathologen fordern mehr Geld für Corona-Obduktionen

Pathologen in Deutschland fordern eine bessere und schnellere Bezahlung für Obduktionen verstorbener Corona-Patienten. Das berichtet die "Rheinische Post" und beruft sich auf einen Brief an die Spitzenverbände der Krankenkassen. Darin fordert der Bundesverband Deutscher Pathologen, die Obduktionsquoten vorübergehend abzuschaffen. Bislang müssen Kliniken eine bestimmte Anzahl von Obduktionen vorweisen, um von den Krankenkassen Zuschläge zu erhalten. Verbandspräsident Karl-Friedrich Bürrig kritisiert, dass diese Quote zu hoch angesetzt sei und kaum eine Klinik diese erreiche. Die Kliniken blieben auf den Kosten sitzen. Außerdem fordern die Pathologen, den derzeitigen Zuschlag von 750 Euro pro Obduktion anzuheben.

26.4.2020, 17:41 Uhr – Heil: Eltern weiter finanziell unterstützen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) plant, Eltern länger finanziell zu unterstützen. Der Grund: Kitas bleiben geschlossen und auch die meisten Schüler können noch nicht in die Schule zurückkehren. Das bedeutet, dass viele Eltern ihre Kinder weiter zu Hause betreuen müssen. "Eltern müssen Sicherheit haben - deshalb schaffen wir eine Anschlussregelung", sagte Heil der "Bild am Sonntag". Momentan bekommen Eltern, die Kinder unter zwölf Jahre zu Hause betreuen, 67 Prozent des Verdienstausfalls bis zu einem Höchstbetrag von 2.680 Euro. Doch diese Regelung läuft Mitte Mai aus.

26.4.2020, 17:11 Uhr – UNO warnt vor möglichen Hungerkatastrophen durch Corona

Die Kommunikationschefin der Vereinten Nationen, Melissa Fleming, nennt die Folgen der Corona-Krise die bislang größte Herausforderung für die UNO. Im ZDF warnte sie vor einer drohenden Hungerkatastrophe in den Entwicklungsländern. Aber auch in wohlhabenderen Ländern werde die Armut steigen. Laut Fleming werden sich mehr Menschen zur Flucht aus ihren Heimatländern gezwungen sehen. Ein Blick in die Geschichte zeige, dass die Krise zu neuen Kriegen führen könnte. Deshalb müsse man dringend versuchen, alle Länder der Welt zu stützen, sagte Fleming.

26.4.2020, 16:24 Uhr – Opposition lobt Neuausrichtung der Bundesregierung bei Corona-App

Oppositionspolitiker loben die Kehrtwende der Bundesregierung bei der geplanten Corona-Warn-App. Die soll nun doch Nutzerdaten der Handybesitzer im Gerät selbst speichern, statt auf einem zentralen Server. Damit kommt die Bundesregierung Kritikern und Datenschützern entgegen. Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz sprach im "Handelsblatt" von einem Einlenken in der letzten Kurve. Die Linke-Netzpolitikerin Anke Domscheit-Berg sagte der "Süddeutschen Zeitung", sie sei positiv überrascht. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gehe mit dem Thema gerade sehr vorbildlich um. FDP-Fraktionsvize Frank Sitta erklärte, das Bundesgesundheitsministerium müsse nun dringend das weitere Vorgehen und bestehende Risiken transparent offenlegen.

26.4.2020, 14:12 Uhr – Schäuble: Schutz des Lebens nicht alles andere unterordnen

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat im "Tagesspiegel" davor gewarnt, in der Corona-Krise nur auf die Virologen zu hören. Dem Schutz des Lebens alles andere unterzuordnen, sei in dieser Absolutheit nicht richtig. Man müsse bedenken, dass der Weg zurück aus dem Stillstand schwieriger sei als der hinein. Schäuble kritisierte außerdem, dass aktuell wohl viele denken, man könne jedes Problem mit staatlichem Geld lösen. Das stehe nicht unbegrenzt zur Verfügung.

26.4.2020, 13:35 Uhr – Italien will mit Anitkörpertests Dunkelziffer genauer bestimmen

Italien will mit Antikörpertests die Dunkelziffer der Corona-Infizierten genauer bestimmen. Die Regierung entschied, dass in einer Studie ab dem 4. Mai zunächst 150.000 Menschen getestet werden sollen. Mit solchen Antikörpertests lässt sich herausfinden, ob sich jemand bereits mit dem Virus infiziert hatte, obwohl kaum oder gar keine Symptome vorhanden waren. Auch in Deutschland ist ein groß angelegter Test geplant, kleinere Projekte sind bereits gestartet.

26.4.2020, 10:46 Uhr – Corona-App: Bundesregierung will Daten doch dezentral speichern

Die Bundesregierung will bei der geplanten Corona-App die Daten nun doch dezentral speichern lassen. Das haben Kanzleramts-Minister Helge Braun (CDU) und Gesundheits-Minister Jens Spahn (CDU) bestätigt. Die Daten der Nutzer sollen demnach nur auf dem Handy gespeichert werden und nicht – wie ursprünglich geplant – auf einem zentralen Server. Datenschützer hatten diese Pläne kritisiert. Die Corona-App soll erfassen, welche Smartphones sich nahegekommen sind, und damit helfen, Ansteckungen besser nachzuverfolgen.

26.4.2020, 10:36 Uhr – Maas warnt: Reiseziele nicht zu schnell wieder öffnen

Außenminister Heiko Maas (SPD) warnt davor, Reiseziele zu schnell wieder zu öffnen. Ein europäischer Wettlauf darum, wer Reisen zuerst wieder zulässt, führe zu unvertretbaren Risiken, sagte Maas der „Bild am Sonntag“. Man dürfe die hart erkämpften Erfolge der letzten Wochen nicht wieder kaputtmachen. Europa brauche gemeinsame Kriterien für einen Weg zurück in die Reisefreiheit, so Maas. Zuvor hatte sich Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz für eine schrittweise Öffnung der Grenzen zu Deutschland und Tschechien ausgesprochen.

26.4.2020, 9:46 Uhr – Bundesregierung bestätigt versuchte chinesische Einflussnahme

Die Bundesregierung hat bestätigt, dass chinesische Behörden versucht haben, deutsche Beamte zu beeinflussen. Das berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf Regierungsinformationen. Demnach hätten chinesische Diplomaten deutsche Ministeriums-Mitarbeiter kontaktiert – mit der Forderung, öffentlich positiv über Chinas Umgang mit dem Coronavirus zu berichten. Die Bundesregierung betonte, diesen Forderungen nicht nachgekommen zu sein. Man habe China deutlich gemacht, dass Transparenz bei der Bekämpfung der Pandemie eine zentrale Rolle spiele.

26.4.2020, 8:36 Uhr – Lehrerverband hält Schüler-Rückkehr vor Sommerferien für möglich

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hält eine Rückkehr aller Schüler in die Schulen noch vor den Sommerferien für möglich. Meidinger schlägt dazu ein Schichtmodell vor: Schulklassen kämen abwechselnd für je eine Woche in die Schule und würden in der anderen Woche Aufgaben für daheim bekommen. Mit dem Modell könnten nach Ansicht von Meidinger die Abstandsregeln eingehalten werden. Zudem könnten Eltern so die Betreuungszeiten besser planen.

26.4.2020, 8:04 Uhr – Großbritannien: Johnson will Amtsgeschäfte wieder aufnehmen

Der britische Premierminister Boris Johnson will nach seiner Corona-Erkrankung morgen wieder die Regierungs-Arbeit aufnehmen. Er habe sich erholt und werde am Montag in die Downing Street zurückkehren, sagte eine Sprecherin. Johnson hatte sich mit dem Corona-Virus angesteckt und musste deshalb zwischenzeitlich auf der Intensiv-Station behandelt werden. Außenminister Dominic Raab hatte den britischen Regierungs-Chef kommissarisch vertreten.

26.4.2020, 6:04 Uhr – Preis für Lebensmittel um fast zehn Prozent gestiegen

Die Preise für frische Lebensmittel sind im April um fast zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Bei Gemüse lag der Anstieg sogar bei 27 Prozent, teilte die Agrarmarkt-Informationsgesellschaft AMI mit. Gründe dafür seien unter anderem fehlende Erntehelfer wegen der Corona-Reisebeschränkungen. Aber auch schlechte Ernten im vergangenen Jahr – wie etwa bei Äpfeln – führen laut AMI zu höheren Preisen für die Verbraucher.

26.4.2020, 4:46 Uhr – Nach Desinfektionsaussage von Trump: Notrufe in Giftzentralen nehmen offenbar zu

Nachdem US-Präsident Donald Trump über mögliche Heilmittel gegen das Coronavirus gesprochen hat nehmen offenbar die Notrufe in Giftzentralen zu. Im US-Bundesstaat Illinois sagte die zuständige Direktorin, viele Menschen hätten beispielsweise mit einer Mischung aus Bleichmittel und Mundwasser gegurgelt, um das Coronavirus zu töten. Trump hatte bei einer Pressekonferenz darüber gesprochen, Menschen im Kampf gegen das Virus direkt Desinfektionsmittel zu spritzen. Seine Äußerungen lösten Empörung aus.

26.4.2020, 3:38 Uhr – Heil will gesetzliches Recht auf Homeoffice

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will das Recht auf Arbeit von zu Hause aus gesetzlich verankern. Einzelheiten dazu wolle er bis im Herbst vorlegen, sagte Heil der „Bild am Sonntag“. Das sei auch nach der Corona-Pandemie wichtig. Das Recht auf Homeoffice solle aber nur ermöglicht und nicht erzwungen werden. Ersten Schätzungen zufolge ist nach Angaben von Heil die Zahl der Arbeitnehmer im Homeoffice in der Corona-Krise von 12 auf 25 Prozent gestiegen.

25.4.2020, 23:35 Uhr – Demonstrationen gegen Corona-Einschränkungen

Bundesweit haben trotz des weitgehenden Demonstrationsverbots gestern Menschen gegen die Corona-Einschränkungen protestiert. In Berlin-Mitte versammelten sich rund 1.000 Demonstranten rund um den Rosa-Luxemburg-Platz. Einige Teilnehmer wurden festgenommen. In Bayern protestierten in mehreren Städten insgesamt mehr als 100 Menschen gegen eine Einschränkung von Grundrechten. Eine Demonstration gab es auch in Stuttgart. An den bundesweiten Kundgebungen sollen unter anderem Rechtspopulisten und Verschwörungstheoretiker teilgenommen haben.

25.4.2020, 23:23 Uhr – Gewerkschaft der Polizei warnt vor Geisterspielen

Für die Gewerkschaft der Polizei sind sogenannte Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga eine Gefahr. Grund seien mögliche Ansammlungen von Fans, sagte GdP-Vize Jörg Radek der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Es sei vielleicht möglich zu kontrollieren, was im Stadion passiere. Für den öffentlichen Raum davor gelte das aber nicht, sagte der Gewerkschafter. Die Deutsche Fußballliga hält eine Fortführung der Saison ohne Zuschauer vom 9. Mai an für möglich. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.

25.4.2020, 21:11 Uhr – Bayerische Polizei entdeckt illegale Friseurgeschäfte in Kellern

Die bayerische Polizei hat nach Hinweisen von Anwohnern zwei illegale Friseurgeschäfte aufgedeckt. Im Landkreis Miltenberg seien Kunden in Kellern von Wohnhäusern gesessen, sagte ein Sprecher. Die beiden Friseure seien professionell ausgestattet gewesen. Die Behörden prüfen jetzt, ob Kunden und Friseure gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen haben.

25.4.2020, 20:26 Uhr – Schäuble sieht aktuelle Krise als Stresstest für die Demokratie

Nach Meinung von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble ist die Coronavirus-Krise eine Art Stresstest für die Demokratie. Das Parlament erledige jedoch alle Aufgaben trotz der Einschränkungen, sagte Schäuble im Bayerischen Rundfunk. Die Kontrolle der Regierung durch das Parlament funktioniere genauso gut wie die Gesetzgebung. Alle Einschränkungen würden überprüft und sofort wieder aufgehoben, sobald es die Entwicklung wieder zulasse.

25.4.2020, 20:18 Uhr – Weltweit mehr als 200.000 Covid-19-Tote

Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in den USA sind weltweit mehr als 200.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die meisten Opfer zählen demnach die USA mit mehr als 52.700 Todesfällen. Auf der ganzen Welt haben sich nach Zählung des Institutes mehr als 2,8 Millionen Menschen angesteckt. Mehr als 810.000 Infizierte seien nach einer Erkrankung wieder genesen.

25.4.2020, 20:07 Uhr – New York will Zahl der Corona-Tests verdoppeln

Der besonders stark von der Corona-Pandemie betroffene US-Bundesstaat New York will die Zahl der Virus-Tests verdoppeln. Es dürften nun alle Apotheken Tests vornehmen, sagte Gouverneur Andrew Cuomo. Bisher überprüft New York laut Cuomo rund 20.000 Menschen täglich. Auch die Zahl der Antikörper-Tests soll erhöht werden.

25.4.2020, 20:02 Uhr – Am ersten Shopping-Samstag bleibt es ruhig im Südwesten

Am ersten Shopping-Samstag seit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen ist es in den meisten Städten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ruhig geblieben. Nach Auskunft der Polizei herrschte in Städten wie Trier, Mainz, Ludwigshafen und Stuttgart mäßiger Betrieb. Seit Anfang der Woche können in den meisten Bundesländern Geschäfte wieder eine Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern öffnen.

25.4.2020, 19:15 Uhr – DFB fordert schnelle Hilfe vom Bund für Vereine

Nach Meinung des Deutschen Fußball Bundes (DFB) sind viele Fußballvereine von staatlichen Hilfen abgeschnitten. Sämtliche aktuellen Programme des Bundes seien nicht für gemeinnützige Vereine gedacht, sagte DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge. Auch wenn kein Freizeitsport mehr möglich sei, liefen Ausgaben etwa für die Platzpflege oder das Vereinsheim weiter. Gleichzeitig würden die wenigen Sponsoren wegbrechen. Die Vereine müssten schnell finanziell unterstützt werden.

25.4.2020, 18:35 Uhr – Auswärtiger Dienst der EU prangert Fake-News aus Russland und China an

Nach Einschätzung der EU verbreiten Russland und China in der Coronavirus-Krise weiterhin gezielt irreführende oder falsche Informationen. Diese würden sich etwa durch die Unterstützung der russischen Regierung weiter stark in den sozialen Medien verbreiten, heißt es in einem Bericht des Auswärtigen Dienstes der EU. Teilweise habe dies schwerwiegende Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit. In geringerem Maße kämen auch aus China Verschwörungstheorien und Desinformation. Es gehe zum Beispiel darum, Schuldvorwürfe wegen des Ausbruchs der Pandemie abzuwehren. Staatliche Beamte und Medien versuchten, Erwähnungen der Provinz Wuhan als Ursprung des Corona-Virus einzuschränken.

25.4.2020, 17:35 Uhr – Rund 1.000 Menschen demonstrieren in Berlin gegen Beschränkungen

Trotz des geltenden Demo-Verbots haben sich in Berlin etwa 1.000 Menschen auf dem Rosa-Luxemburg-Platz vor der Volksbühne versammelt, um gegen die Corona-Einschränkungen zu protestieren. Zeitweise standen die Demonstrierenden dabei dicht nebeneinander. Die Polizei forderte die Teilnehmer mehrfach über Lautsprecher auf, den Ort zu verlassen. Einzelne Protestierende wurden festgenommen. Nach und nach zerstreute sich die Menge.

Die Demonstrierenden gehören verschiedenen politischen Strömungen an. Unter ihnen waren AfD-Politiker, rechte Verschwörungstheoretiker, aber auch Menschen ohne deutlich erkennbare politische Ausrichtung. Die Polizei war mit knapp 200 Beamten im Einsatz. Schon an den vergangenen vier Samstagen hatten sich Menschen zu den sogenannten „Hygienedemos“ versammelt.

25.4.2020, 16:32 Uhr – Saarland stellt Bürgerinnen und Bürgern Schutzmasken zur Verfügung

Wegen der ab Montag geltenden Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase in bestimmten Situationen stellt das Saarland seinen Bürgern Schutzmasken zur Verfügung. Jeder bekomme fünf Masken, sagte Ministerpräsident Tobias Hans der Bild-Zeitung. Diese würden „in einem großen Kraftakt in den nächsten Tagen über die Kommunen kostenlos an die Saarländerinnen und Saarländer ausgegeben“. In dem Bundesland wohnen etwa eine Million Menschen. Vor allem in kleineren Orten sollen die Masken dem Bericht zufolge direkt nach Hause gebracht werden, unter anderem von Ortsvorstehern und Feuerwehrleuten. Anderswo, etwa in Saarbrücken, gibt es demnach zentrale Verteilstellen. Auch „Drive-in“-Optionen für Autofahrer soll es geben.

25.4.2020, 15:13 Uhr – Grüne fordern Konsumgutscheine zur Rettung der Innenstädte

Die Grünen-Fraktion im Bundestag setzt für die Unterstützung des Einzelhandels in der Corona-Krise auf Gutscheine im Gesamtwert von 20 Milliarden Euro. Als Teil eines „Fonds zur Rettung der Innenstädte“ solle jeder Bürger einen „Kauf-vor-Ort-Gutschein“ in Höhe von 250 Euro bekommen, heißt es in einem Konzeptpapier prominenter Abgeordneter. „Gerade beim lokalen Einzelhandel droht eine Pleitewelle“ erklärte Hofreiter zum Hintergrund des Papiers. Ohne staatliches Eingreifen „bleiben nur die Starken, nur die großen Online-Ketten übrig".

In dem Papier der Grünen-Abgeordneten heißt es, der Gutschein „kann nur im stationären Handel, für stationäre Dienstleistungen oder in der Gastronomie eingelöst werden“. Die 250 Euro sollen in Geschäften ausgegeben werden können, „die vom Shutdown betroffen waren“. Eine Verwendung im Online-Handel wird ausgeschlossen. Das Papier enthält noch weitere Forderungen, etwa ein „Konjunkturprogramm zur Digitalisierung der Regionen“. Unterzeichnet ist es unter anderem von Fraktionschef Anton Hofreiter und seinem Vize Oliver Krischer.

25.4.2020, 14:33 Uhr – Italien will kostenlos Masken an Pflegepersonal und Polizei verteilen

Vor der Lockerung der Ausgangsbeschränkungen wird Italien kostenlose Schutzmasken an Pflegepersonal in Seniorenheimen, Beamte, Polizisten und Mitarbeiter im Transportwesen verteilen. Dies sei eine „Geste der Solidarität, Nähe und Unterstützung“ für Arbeitnehmer in Bereichen, die immer mehr zum Epizentrum der Krise würden, sagte der Pandemie-Beauftragte der italienischen Regierung, Domenico Arcuri. Ab dem 4. Mai will Rom Millionen von Italienern die Rückkehr an den Arbeitsplatz erlauben.

25.4.2020, 14:17 Uhr – Mehr als 120.000 Covid-19-Tote in Europa

Durch die Coronavirus-Pandemie sind in Europa bereits 120.140 Menschen ums Leben gekommen. Das ergab eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben. Europa bleibt damit der am schwersten betroffene Kontinent. Die meisten Todesfälle gab es in Italien mit 25.969, Spanien mit 22.902 und Frankreich mit 22.245. Insgesamt gab es in Europa laut Behörden rund 1,3 Millionen bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Weltweit starben mindestens 197.303 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19, die durch das Virus ausgelöst wird. Die USA bleiben das Land mit den weltweit meisten Todesopfern. Dort starben nach jüngsten Angaben fast 52.000 Menschen.

25.4.2020, 13:37 Uhr – Mehr Coronavirus-Genesene als Infizierte in Spanien

In Spanien gibt es weitere Hinweise für eine Abschwächung der Coronavirus-Pandemie. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden den zweiten Tag in Folge mehr geheilte Covid-19-Patienten registriert als neu mit dem Virus Infizierte. In den vergangenen 24 Stunden wurden demnach mehr als 3.500 Menschen nach überstandener Krankheit aus Kliniken entlassen. Die Zahl der neuen Coronavirusfälle habe bei knapp 3.000 gelegen. Allerdings ist die Zahl der Todesfälle wieder etwas stärker gewachsen als zuletzt. Die Zahl wuchs um 378 auf 22.902, wie die Zeitung El País berichtete. Tags zuvor waren 367 neue Sterbefälle gemeldet worden, das war der niedrigste Wert in diesem Monat. Spanien ist neben Italien in Europa besonders stark von der Lungenkrankheit betroffen.

Krisenherd in Europa Kinder dürfen in Begleitung wieder raus: So streng sind Spaniens Corona-Maßnahmen

Spanien ist aktuell der Corona-Krisenherd in Europa. Die Regierung reagierte mit harten Maßnahmen, um die Pandemie eindämmen zu können. Jetzt gibt es für Kinder erste Lockerungen.  mehr...

25.4.2020, 13:31 Uhr – WHO: Genesene Patienten sind nicht automatisch immun

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat darauf hingewiesen, dass genesene Corona-Patienten nicht automatisch immun gegen die Krankheit sind. Es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass Menschen mit Antikörpern im Blut vor einer zweiten Ansteckung geschützt seien. Diese Annahme sei nicht ausreichend wissenschaftlich gedeckt, teilte die WHO mit. Die Organisation sprach sich deshalb gegen sogenannte Immunitätsnachweise aus. Einige Staaten haben vorgeschlagen, sie Menschen mit Antikörpern auszustellen, damit diese wieder ohne Einschränkungen reisen und arbeiten können. Tatsächlich könne eine solche Praxis aber das Risiko einer weiteren Ausbreitung erhöhen, so die WHO.

25.4.2020, 12:50 Uhr – Baden-Württemberg verdoppelt Corona-Tests

In Baden-Württemberg sollen weit mehr Menschen auf Corona getestet werden, als bisher. Geplant sind wöchentlich 160.000 Tests, also doppelt so viele wie zur Zeit. Die Landesregierung befürchtet, dass es wegen der schrittweisen Lockerung mehr Corona-Fälle gibt. Dem will sie mit den Tests vorbeugen. Getestet werden künftig auch Menschen ohne Symptome, wenn sie engen Kontakt zu Infizierten haben, in medizinischen oder Pflegeeinrichtungen arbeiten oder in deren Umfeld es eine Häufung von Erkrankungen gibt. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gilt ab Montag in vielen öffentlichen Bereichen eine Maskenpflicht – in Rheinland-Pfalz gilt die auch auf Wochenmärkten.

FAQ zur neuen Pflicht Was ihr jetzt zur Maskenpflicht wissen müsst

Seit Montag gilt fast bundesweit die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen. Doch was für eine Maske muss wer eigentlich wo tragen? Und was droht, wenn man sich nicht daran hält?  mehr...

25.04.2020, 12:47 Uhr – Merkel: Europäisches Konjunkturprogramm benötigt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in ihrem wöchentlichen Videopodcast die Bedeutung eines starken Europas betont. Wegen der Coronakrise werde ein europäisches Konjunkturprogramm benötigt, für das auch Deutschland sich sehr viel mehr werde engagieren müssen als das bisher geplant gewesen sei, sagte Merkel. Ein wichtiges Ziel sei der Aufbau eines leistungsfähigen Gesundheitssystems in allen Mitgliedstaaten. Merkel trat außerdem Befürchtungen entgegen, dass in der Coronakrise der Klimaschutz an Bedeutung verlieren könnte. Dieses Thema werde auch in Zukunft auf der EU-Agenda stehen. Deutschland übernimmt am 1. Juli erstmals seit 13 Jahren wieder die EU-Ratspräsidentschaft.

25.4.2020, 12:19 Uhr – Spahn denkt über Lockerungen fürs Fitnessstudio nach

In der Diskussion über Lockerungen der Corona-Auflagen wirbt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für pragmatische Lösungen. Volksfeste wieder zu erlauben sei zum Beispiel extrem risikoreich. Wer sich mit dem nötigen Abstand zu anderen im Fitnessstudio fit halte, sollte das tun können, sagte Spahn den „Funke“-Zeitungen. Entscheidend seien vor allem Abstands- und Hygieneregeln. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte im SWR, sie wünsche sich ein einheitlicheres Vorgehen. Vorsichtige Bundesländer hätten es schwer, ihre Linie zu halten, wenn Nachbarländer die Vereinbarungen anders auslegten. Der CDU-Politiker Norbet Röttgen hingegen warnte: Man sei bei den Lockerungen weiter gegangen, als es die objektive Entwicklung der Pandemie rechtfertige, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

25.4.2020, 12:11 Uhr – Grüne fordern Einkaufsgutschein für alle

Grünen-Politiker fordern einen Einkaufsgutschein in Höhe von 250 Euro für alle Bürger, um den Einzelhandel in der Corona-Krise zu unterstützen. Der Gutschein soll nur in Geschäften, Restaurants oder bei Dienstleistern eingelöst werden dürfen, die vom Shutdown betroffen waren. Online damit einzukaufen, ist ausdrücklich ausgeschlossen, heißt es in einem Positionspapier von Grünen-Bundestagsabgeordneten. Ein solcher Kauf-vor-Ort-Gutschein sei zielgerichteter und sozialgerechter als Steuersenkungen. Neben Gutscheinen schlagen die Grünen einen Fonds in Höhe von 500 Millionen Euro vor, um die Infrastruktur von Ortskernen und Stadtzentren zu verbessern.

25.04.2020, 8:27 Uhr – Experten: US-Wirtschaft wird dramatisch einbrechen

US-Expertenrechnen damit, dass die Wirtschaft des Landes im zweiten Quartal des Jahres um rund 40 Prozent einbricht. Als Grund nannte das Haushaltsbüro des Kongresses die Corona-Pandemie. Das Haushaltsdefizit werde sich fast vervierfachen – auf 3,7 Billionen Dollar. Auch die Arbeitslosenquote werde mit 16 Prozent einen Höchststand erreichen, so die Experten. Die USA sind das von der Pandemie am stärksten betroffene Land. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind inzwischen mehr als 51.000 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben - rund 890.000 Infektionen wurden registriert.

25.04.2020, 7:52 Uhr – Spahn: Bei Impfungen soll priorisiert werden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt Regelungen an, welche Berufs- und Bevölkerungsgruppen zuerst mit einem möglichen Impfstoff gegen Corona geimpft werden sollten. Das Robert-Koch-Institut solle dazu Empfehlungen machen, sagte Spahn der „Funke“-Mediengruppe. Sicher würden Risikogruppen und medizinisches Personal priorisiert. Als Grund nannte Spahn, ein Impfstoff werde zunächst nicht milliardenfach produziert. Die Bundesregierung prüfe bereits, Abnahmegarantien mit Pharmaunternehmen zu vereinbaren, damit diese in die Massenherstellung investierten. Spahn erwartet aber so schnell keinen marktreifen Impfstoff.

25.04.2020, 6:36 Uhr – Medien: EU-Kommission lehnt Gutschein-Erstattung ab

Die EU-Kommission lehnt die von der Bundesregierung geplante Gutschein-Lösung bei abgesagten Veranstaltungen oder Reisen ab. Der zuständige Kommissar, Didier Reynders, sagte der Funke-Mediengruppe, er sei sich der beispiellosen Krise für den Tourismus in Europa bewusst, Entscheidungen der Mitgliedsstaaten müssten aber mit EU-Recht übereinstimmen. Danach hätten Verbraucher die Wahl, ob sie einen Gutschein akzeptierten oder eine Erstattung bevorzugten. Die Bundesregierung will, dass Kunden vorübergehend keine Erstattungen, sondern Gutscheine bekommen. Hintergrund ist, dass viele Fluggesellschaften, Reisebüros und Event-Veranstalter ansonsten Finanzierungsprobleme bekommen könnten.

25.4.2020, 6:20 Uhr – Zehntausende Erntehelfer angemeldet

Trotz der Corona-Beschränkungen haben sich bisher rund 30.000 Saisonarbeiter aus Osteuropa registriert, um bei der Ernte in Deutschland zu helfen. Der Deutsche Bauernverband teilte mit, man rechne mit deutlich steigenden Zahlen im Mai, weil die Anmeldungen in der Regel erst kurz vor der Einreise erfolgten. Die Bundesregierung hatte eine Ausnahmeregelung für je 40.000 Saisonarbeiter im April und im Mai erteilt. Üblicherweise kommen pro Jahr rund 300.000 Helfer nach Deutschland. Vom Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer hieß es, die Situation sei weiterhin schwierig. Die Lücken könnten bislang nicht gefüllt werden. Viele langjährige Helfer aus Osteuropa verzichteten aus Sorge vor Ansteckung in diesem Jahr auf die Saisonanstellung.

25.4.2020, 4:38 Uhr – Spahn hält Lockerungen für möglich

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält es für möglich, die Corona-Beschränkungen zu lockern. Bedingung sei, Abstand zu anderen zu halten und Hygieneregeln zu beachten, sagte der CDU-Politiker den Funke-Medien. Dann könne man auch in Geschäfte oder ins Fitness-Studio gehen. Laut Spahn werde es zeitnah keinen Impfstoff geben.

25.4.2020, 3:43 Uhr – Belgien lockert Corona-Beschränkungen

Nachdem die Infektionszahlen in Belgien zurückgegangen sind, hat die Regierung die Corona-Beschränkungen gelockert. Ab 4. Mai dürfen Stoff- und Möbelläden wieder öffnen, eine Woche später dann alle Geschäfte. Voraussetzung sei, dass die Betreiber für genug Sicherheit sorgen. Ab 18. Mai soll der Schulbetrieb wieder losgehen. Wann Hotels und Gaststätten wieder öffnen dürfen, ist noch nicht entschieden. In Belgien sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 44.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Über 6.600 sind bisher gestorben.

25.4.2020, 00:51 Uhr – Trump bietet Deutschland in Corona-Krise Beatmungsgeräte an

US-Präsident Donald Trump hat Deutschland Beatmungsgeräte angeboten. Sein Land habe inzwischen einen Überschuss an dieser Technik, sagte er im Weißen Haus. Seine Regierung habe zugesagt, Beatmungsgeräte nach Mexiko, Honduras, Indonesien, Frankreich, Spanien und Italien zu schicken - "und wir werden (sie) wahrscheinlich nach Deutschland schicken, sollten sie sie brauchen". Trump hatte ein Gesetz aus Kriegszeiten aktiviert, um Unternehmen zur Produktion von Hilfsmitteln zu zwingen. Daraufhin hatten US-Konzerne Zehntausende Beatmungsgeräte hergestellt. Sie werden aber derzeit in den Vereinigten Staaten nicht im befürchteten Umfang gebraucht. Trump hat die USA wegen der Überkapazität in den vergangenen Tagen als den "König der Beatmungsgeräte" bezeichnet.

24.4.2020, 21:49 Uhr – Air France-KLM erhält staatliche Hilfen in Milliardenhöhe

Frankreich und die Niederlande unterstützen die Fluggesellschaft Air France-KLM mit bis zu elf Milliarden Euro. Der niederländische Finanzminister Wopke Hoekstra gab Hilfen von bis zu vier Milliarden Euro für KLM, den niederländischen Teil der Fluggesellschaft, bekannt. Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire kündigte an, für Air France, den französischen Teil der Fluglinie, Kredite von bis zu sieben Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Diese seien allerdings an Bedingungen geknüpft. Air France müsse künftig rentabler und zugleich umweltfreundlicher arbeiten. Eine Verstaatlichung des Unternehmens sei derzeit nicht geplant. Frankreichs Regierung plant außerdem ein weiteres Hilfspaket für Autokonzern Renault.

24.4.2020, 21:18 Uhr – Kretschmer fasst Öffnung von Gaststätten für Ende Mai ins Auge

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hält eine Wiedereröffnung von Gaststätten Ende Mai für denkbar. Im "ARD-Extra" zur Corona-Krise sagte er, die Gastronomie brauche Perspektiven. "Das ist jetzt nicht möglich. Aber für Ende Mai fasse ich das hier auch im Freistaat Sachsen durchaus ins Auge", sagte er. Voraussetzung dafür sei, dass die Ansteckungszahlen beherrschbar blieben. In mehreren Städten haben Gastronomen mit einer Aktion auf ihre Situation in der Corona-Krise aufmerksam gemacht. "Die leeren Stühle stehen symbolisch für die Leere in den Kassen und Betrieben und die große Unsicherheit von Unternehmern und Beschäftigten", sagte ein Sprecher des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga NRW.

24.4.2020, 20:02 Uhr – Gottesdienste mit Abstand und begrenzter Zahl

Gottesdienste könnten bei Einhaltung der Abstandsregeln bald wieder möglich sein. Wie aus einem Konzept des Bundesinnenministeriums, der Länder und der Religionsgemeinschaften hervorgeht, sollen Gläubige einen Sicherheitsabstand von 1,5 bis 2 Metern einhalten. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte der Deutschen Presse Agentur dpa, auch die Teilnehmerzahl solle bei religiösen Feiern begrenzt werden. Das Konzept werde am Montag im Corona-Kabinett beschlossen. Seit Mitte März waren Gottesdienste in Deutschland verboten. In Sachsen sind sie seit dieser Woche wieder erlaubt. Bayern, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Brandenburg haben das für Anfang Mai angekündigt.

24.4.2020, 18:36 Uhr – Rheinland-Pfalz: Zehn Euro Bußgeld bei fehlender Maske

Das Missachten der Maskenpflicht kann in Rheinland-Pfalz mit einem Verwarnungsgeld von zehn Euro bestraft werden. Es soll ab dem 4. Mai fällig werden, wenn in Geschäften sowie Bussen und Bahnen kein Mund-Nasen-Schutz getragen wird. Bis dahin soll es bei einer Ermahnung bleiben. Gesichtsmasken sind ab Montag Vorschrift. Wenn Mitarbeiter geöffneter Geschäfte keine Masken tragen und es auch keinen anderweitigen Schutz gibt, soll dies mit einem Bußgeld von 250 Euro für die Betreiber geahndet werden. Auch Baden-Württemberg will ab 4. Mai Bußgelder einführen, in welcher Höhe ist aber noch unklar.

24.4.2020, 17:52 Uhr – Lufthansa: Mehr Arbeitsplätze als bisher bekannt sollen abgebaut werden

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat noch härtere Einschnitte wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie angekündigt. Er rechne mit dem Abbau von 10.000 Arbeitsplätzen, sagte Spohr in einer internen Botschaft an die Belegschaft. Bislang war von 7.000 Mitarbeitern die Rede, die von Sparmaßnahmen betroffen seien. Die Flotte werde um etwa 100 Flugzeuge schrumpfen, sagte Spohr weiter. Vor Ausbruch der Pandemie hatte Lufthansa 130.000 Mitarbeiter und 760 Flugzeuge.

24.4.2020, 17:22 Uhr – Merkel betont Notwendigkeit eines Impfstoffes

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die EU und die UN haben die dringende Notwendigkeit eines Impfstoffes gegen das Corona-Virus betont. Mehr öffentliche und private Mittel müssten in die Entwicklung eines Impfstoffes fließen, erklärte Merkel am Freitag in einer Videokonferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über internationale Kooperation zur Bewältigung der Corona-Pandemie.

24.4.2020, 16:22 Uhr – Heftige Kritik an Trumps „Mittel“ gegen Corona

Die von US-Präsident Donald Trump ins Spiel gebrachten Mittel gegen das Coronavirus stoßen auf Fassungslosigkeit und heftige Kritik. Mediziner warnten eindringlich davor, sich Desinfektionsmittel zu spritzen. Trump hatte am Donnerstag auf seiner täglichen Pressekonferenz zur Corona-Krise gesagt, Desinfektionsmittel könnten das Virus „innerhalb einer Minute töten“. Das gilt nach Expertenansicht aber für Oberflächen. Ein US-Reinigungsmittelhersteller sagte, die Mittel dürften „unter keinen Umständen“ Menschen zugeführt werden. Trump regte zudem an, Menschen mit starkem Licht zu bestrahlen, um das Virus zu töten. Zuvor hatte ein Regierungsberater gesagt, dass direkte Sonneneinstrahlung das Virus auf Oberflächen rasch abtöten könne.

Trump rudert zurück Warum die US-Bürger jetzt doch kein Desinfektionsmittel gegen Corona injizieren sollen

Trump stellte Überlegungen an, Covid-19 mit Desinfektionsmitteln zu bekämpfen – und zwar indem es Menschen direkt injiziert wird. Daraufhin warnten Katastrophenschutzbehörden: Auf keinen Fall sollten die Menschen Reinigungs- und Desinfektionsmittel einnehmen. Nach dieser Äußerung vom Donnerstag stellte Trump jetzt klar: Die Welt hat ihn mal wieder falsch verstanden. Denn: Seine Aussage war Sarkasmus.  mehr...

24.4.2020, 16:43 Uhr – Viele Deutsche finden Maskenpflicht gut

Die meisten Menschen in Deutschland begrüßen die Maskenpflicht in Teilbereichen des öffentlichen Lebens. 86 Prozent der Bundesbürger hielten sie für angemessen, teilte das Bundesinstitut für Risiko-bewertung nach einer Befragung mit. Ein Drittel der Befragten habe angegeben, bereits Schutzkleidung wie Gesichtsmasken oder Handschuhe zu tragen. Die Zahlen zeigten, dass die Bedrohung durch das neuartige Coronavirus weiterhin sehr ernst genommen werde, sagte der Präsident des Bundesinstitutes, Andreas Hensel. Bei einer Befragung vor vier Wochen hatten nur sechs Prozent angegeben, Masken oder Handschuhe zu tragen. Ab kommendem Montag ist das Tragen eines einfachen Mund-Nase-Schutzes in allen Bundesländern im Nahverkehr und weitgehend auch beim Einkaufen Pflicht.

24.4.2020, 14:13 Uhr – Wirtschaftsweisen warnen vor zu viel Corona-Hilfen

Der Chef der Wirtschaftsweisen, Lars Feld, hat vor zu vielen Corona-Hilfen gewarnt. Was derzeit diskutiert werde, sei problematisch, sagte Feld dem "Handelsblatt". Man habe den Eindruck, jede Branche wolle spezifisch unterstützt werden - das Gastgewerbe wolle den ermäßigten Mehrwertsteuersatz, die Autoindustrie fordere eine Abwrackprämie, der Handel Konsumgutscheine. Wenn die Politik den Weg weitergehe, werde sie das hinterher finanzpolitisch nicht mehr einfangen können, so Feld. Er mache sich eher Sorgen, ob es gelinge, zur wirtschafts-politischen Normalität zurückzukehren.

24.4.2020, 13:43 Uhr – Bayern: Ab 4. Mai wieder Gottesdienste

In Bayern sollen ab dem 4. Mai wieder öffentliche Gottesdienste erlaubt werden. Die Kirchenbesucher müssen aber einen Mund-Nasen-Schutz tragen und untereinander Mindestabstände von zwei Metern einhalten. In Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und weiteren Bundesländern gibt es ähnliche Überlegungen. In Sachsen sind schon seit dieser Woche wieder öffentliche Gottesdienste erlaubt. Noch am Freitag beraten Vertreter von Bund und Ländern über ein generelles Konzept zur Lockerung der Corona-Auflagen für Kirchen, Moscheen und Synagogen.

24.4.2020, 12:03 Uhr – Gericht weißt Klagen wegen Einschränkungen zurück

Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat zwei Klagen gegen das Verbot von Gottesdiensten und die Schließung von Tierparks abgewiesen. In dem Urteil heißt es, der Schutz von Leben und Gesundheit der Bevölkerung sei derzeit dem Recht auf freie Religionsausübung übergeordnet. Auch, dass Tier- und Freizeitparks geschlossen sind, sei eine notwendige Schutzmaßnahme. Die Entscheidungen sind nicht mehr anfechtbar.

24.4.2020, 12:03 Uhr – Ifo: Stimmung deutscher Unternehmen so schlecht wie nie

Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Unternehmen ist nach einer Umfrage so schlecht wie noch nie. Der vom Münchener Ifo-Institut errechnete Wert dafür ist um mehr als elf Punkte eingebrochen. Er ist damit so niedrig wie noch nie. Ifo-Präsident Clemens Fuest sagte, die Corona-Krise treffe die deutsche Wirtschaft mit voller Wucht. Die Manager der befragten Firmen schätzten die Lage schlechter ein als bei der letzten Umfrage und blickten auch skeptischer in die Zukunft. Nach Einschätzung der Wirtschaftsforscher könnte die Corona-Krise bald auch die Bauwirtschaft treffen, die derzeit noch eine Stütze der Konjunktur sei.

24.4.2020, 11:07 Uhr – RKI warnt vor Nachlässigkeit

Der Vizepräsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lars Schaade, hat dazu aufgerufen, im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus nicht nachlässig zu werden. Die Aufhebung einiger Beschränkungen dürfte nicht zu einem Erdrutsch an weiteren Lockerungen führen, verlangte er am Freitag. Deutschland habe durch die Corona-Regelungen viel erreicht und stehe gut da.

Dass viele Menschen jetzt die verhängten Auflagen in Frage stellten, sei nicht sinnvoll. Die Kontaktsperren und Abstandsregeln müssten weiter eingehalten werden. Es gebe noch täglich 2.000 Neuinfektionen in Deutschland. Die Gesundheitsämter der Länder melden bisher gut 150.000 bestätigte Corona-Fälle. Mehr als 5.200 Menschen sind an den Folgen des Virus gestorben.

Knapp 820.000 Coronavirus-Tests pro Woche könnten deutsche Labore laut Robert-Koch-Institut bearbeiten. Davon wurden in der vergangenen Woche 40 Prozent genutzt. Das bedeutet: Eigentlich könnten mehr als doppelt so viele Menschen auf das Coronavirus getestet werden. Denn zum einen haben die Labore ihre Kapazitäten stark ausgebaut. Zum anderen werden wieder weniger Rachenabstriche pro Woche durchgeführt. Das liegt daran, dass immer weniger Menschen die bisher gültigen Testvoraussetzungen des RKI erfüllen. Experten befürchten, dass dadurch Virus-Überträger ohne auffällige Symptome nicht erkannt würden. Die freien Kapazitäten könnten ihrer Ansicht nach eingesetzt werden, um Infizierte gezielter aufzuspüren. Das ist bislang nicht der Fall.

24.4.2020, 11:00 Uhr – Proteste von Gastronomen

Mehrere hundert Gastronomen und Hoteliers aus ganz Rheinland-Pfalz nehmen am Freitag an einer bundesweiten Protestaktion teil. Damit wollen sie darauf hinweisen, dass viele Betriebe durch die Corona-Pandemie von der Pleite bedroht sind. Die Gastronomen wollen deshalb leere Stühle aufstellen. In Koblenz wird zum Beispiel eine große Tafel am Deutschen Eck aufgestellt. Nach Angaben des Hotels- und Gaststättenverbands gibt es auch Proteste von Gastronomen in Kaiserslautern, Mainz und Landau. Die Gastronomen seien bei den ersten gewesen, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, jetzt sei die Landesregierung gefordert, eine Pleitewelle zu verhindern und einen Aktionsplan zur schrittweisen Wiedereröffnung der Betriebe vorzulegen.

Auch in Baden-Württemberg wollen Gastronomen am Freitag mit der Aktion „Leere Stühle“ auf die existenzielle Not der Branche aufmerksam machen. Auf dem Ulmer Münsterplatz stehen deshalb seit dem Vormittag leere Stühle. Hinsetzen darf man sich nicht – ein Symbol für die Lage der Gastronomen: Die Restaurants bleiben leer, Umsätze sind nur mit Lieferservice möglich. An der bundesweiten Aktion beteiligen sich auch Gastwirte in Aalen und in Nördlingen. Von dort heißt es: Sie wüssten nicht, wie es weitergehen soll, so der Gastronom Uli Raab. Wenn sie erst, wie befürchtet, im Juli öffnen dürften, würde das für die meisten von ihnen die Geschäftsaufgabe bedeuten.

Aktion "Leere Stühle" in Zwickau #leereStühle https://t.co/0Zcx7N4Vnk

24.4.2020, 8:25 Uhr – BW lockert Einreisebeschränkungen zu Schweiz und Frankreich

Das Bundesinnenministerium hat die vorübergehenden Einreisebeschränkungen an den Grenzen zur Schweiz und zu Frankreich gelockert. Der Besuch der Kernfamilie ist demnach ab sofort uneingeschränkt möglich. Das teilten der Konstanzer CDU-Bundestagsabgeordnete, Andreas Jung, und seine beiden südbadischen Kollegen mit. Sie hatten sich für Lockerungen eingesetzt. So kann das eigene vom jeweiligen Elternteil getrennt lebende Kind ohne Angaben von Gründen besucht werden. Gleiches gilt für ältere Familienangehörige. Uneingeschränkt ermöglicht ist der Besuch von Ehepartnern und eingetragenen Lebenspartnern. Bislang waren Ausnahmen nur für Pendler und den Warenverkehr eindeutig gestattet. Über Ausnahmen „aus triftigen Gründen“ entschied im Einzelfall die Bundespolizei.

24.4.2020, 8:20 Uhr – Tschechien hebt Ausgangsbeschränkungen schneller auf

Die tschechische Regierung hat am Donnerstagabend beschlossen, die Ausgangsbeschränkungen im Land schneller als geplant aufzuheben. Hintergrund ist, dass führende Mediziner die Corona-Epidemie unter Kontrolle sehen. Das Ausgangsverbot gilt seit Mitternacht nicht mehr, Gruppen bis zu zehn Personen dürfen sich wieder in der Öffentlichkeit treffen. Geschäfte und Restaurants können früher als geplant wieder öffnen. Die Tschechen dürfen auch wieder ausreisen. Pendler müssen sich alle zwei Wochen auf das Coronavirus testen lassen. Wer im Gesundheitswesen oder in der kritischen Infrastruktur arbeitet, ist davon ausgenommen.

24.4.2020, 6:33 Uhr – Rückholaktion für deutsche Urlauber vorerst beendet

Am Abend ist im südafrikanischen Kapstadt der vorerst letzte Rückholflug für gestrandete Deutsche gestartet. 300 Passagiere waren an Bord der Maschine. Im Rahmen der sogenannten „Corona-Luftbrücke“ wurden insgesamt rund 240.000 Menschen aus dem Ausland nach Deutschland zurückgeholt. Die deutschen Botschaften weltweit kümmern sich jetzt in einer zweiten Phase weiter um die noch verbliebenen Einzelfälle.

24.4.2020, 4:23 Uhr – Umfrage: Zahl der säumigen Mieter sprunghaft gestiegen

Wegen der Corona-Krise ist die Zahl der säumigen Mieter sprunghaft gestiegen. Dies geht aus einer repräsentativen Civey-Umfrage für den Eigentümerverband Haus & Grund hervor, über die das Magazin Focus berichtet. Demnach kamen im April 6,9 Prozent der Mieter ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nach. Das entspreche bundesweit etwa 1,6 Millionen Haushalten. Normalerweise liege die Zahl zwischen 2 und 2,5 Prozent.

24.4.2020, 2:27 Uhr – Bericht: Johnson will Amtsgeschäfte am Montag aufnehmen

Der britische Premier Boris Johnson kehrt nach einem Medienbericht nach seiner überstandenen Coronavirus-Erkrankung schon Anfang kommender Woche an die Regierungsspitze zurück. Johnson übernehme zu einer kritischen Zeit wieder das Ruder, da sein Kabinett von ihm frische Impulse zur allmählichen Beendigung des landesweiten Stillstands erwarte, berichtete der Daily Telegraph. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht. Der 55 Jahre alte Premier musste wegen seiner Lungenerkrankung Covid-19 auf der Intensivstation einer Londoner Klinik behandelt werden. Seit einigen Tagen erholt er sich nun auf dem Landsitz Chequers in der Nähe der Hauptstadt.

24.4.2020, 2:26 Uhr – US-Repräsentantenhaus verabschiedet weiteres Konjunkturpaket

Das weitere US-Konjunkturpaket in Höhe von 484 Milliarden US-Dollar (446 Milliarden Euro) als Reaktion auf die Corona-Krise ist beschlossene Sache. Nach dem US-Senat verabschiedete am Abend (Ortszeit) auch das US-Repräsentantenhaus mit überwältigender Mehrheit das Paket, auf das sich Republikaner und Demokraten nach tagelangen schwierigen Verhandlungen geeinigt hatten. Der Kongress hatte im März bereits ein Konjunkturprogramm in Höhe von rund 2,2 Billionen Dollar beschlossen, um die wegen der Corona-Krise schwer geplagte US-Wirtschaft zu stützen.

24.4.2020, 0:21 Uhr – Leichtathletik-EM in Paris ersatzlos abgesagt

Die Leichtathletik-Europameisterschaft ist wegen der Coronavirus-Pandemie ersatzlos abgesagt worden. Das hat der Kontinentalverband European Athletics am Abend mitgeteilt. Die Europameisterschaft sollte Ende August in Paris stattfinden. Die mit der Pandemie verbundenen Risiken seien noch lange nicht unter Kontrolle. Deshalb habe die Gesundheit der Menschen und der Kampf gegen die Pandemie absolute Priorität. Eine Verschiebung der EM ins kommende Jahr sei aus verschiedenen Gründen nicht möglich gewesen. Die nächste EM findet damit im Rahmen der European Championships 2022 in München statt.

23.4.2020, 16:57 Uhr – Kommentar aus dem ARD-Berlin-Studio

„Merkel macht in der Krise eine ziemlich gute Figur“, findet SWR-Berlin-Korrespondent Christopher Jähnert. Im Video erklärt er, warum.

23.4.2020, 16:57 Uhr – BW-Pflegeeinrichtung sollen vor Hackern geschützt werden

Alle medizinischen und pflegerischen Einrichtungen in Baden-Württemberg bekommen als Schutz vor Hackern Unterstützung von Karlsruher Experten. Die sogenannte Cyberwehr am Forschungszentrum Informatik solle sie in den kommenden drei Monaten vor Hackerangriffen schützen, teilte das Landesdigitalisierungsministerium mit. Der zuständige Minister Thomas Strobl (CDU) sagte, es seien Cyberangriffe zu befürchten, insbesondere auf Einrichtungen zur Corona-Behandlung. Die Karlsruher Cyberwehr soll erreichen, dass Computersysteme nach Hackerangriffen wieder so schnell wie möglich funktionieren.

23.4.2020, 16:30 Uhr – Mehr soziale Ungleichheit durch Corona?

Die Beschränkungen in der Corona-Krise verfestigen nach einer Studie die sozialen Ungleichheiten in der Gesellschaft. Die Möglichkeiten, die Familien mit Kindern hätten, seien sehr unterschiedlich, sagte der Forschungsdirektor des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung, Martin Bujard. Fast jede dritte Familie in Deutschland habe keinen Zugang zu einem Garten. Vor allem in Großstädten und Ballungsgebieten würden zu viele Menschen beengt in kleinen Wohnungen leben. Besonders benachteiligt seien Alleinerziehende. Zu wenig Bewegung und Tageslicht erhöhten außerdem die Risiken für Schlafstörungen und Depressionen, so Bujard weiter.

23.4.2020, 15:53 Uhr – Dreyer kündigt Ausweitung von Corona-Tests in RP an

Die Landesregierung sieht Rheinland-Pfalz in Sachen Coronavirus-Testkapazitäten gut aufgestellt. „Wir planen, die Tests weiter auszuweiten“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) bei einem Besuch des Medizinlabors Bioscientia in Ingelheim. Dort werden momentan täglich bis zu 2.000 Untersuchungen durchgeführt. Möglich wären jedoch jetzt schon 3.500 Tests.

Die Bioscientia Healthcare GmbH ist nach Angaben der Landesregierung das größte medizinische Privatlabor in Rheinland-Pfalz und eines der Leistungszentren für die Corona-Diagnostik in Deutschland. Derzeit gelangten laut Bioscientia-Geschäftsführer Oliver Harzer pro Tag bis zu 2.200 Abstrichproben nach Ingelheim, hinzu kämen Antikörper-Tests, mit denen nachgewiesen wird, ob sich der Körper bereits mit dem Virus auseinandergesetzt hat.

23.4.2020, 15:40 Uhr – Auch Söder und Kretschmann warnen vor Lockerungen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat davor gewarnt, die Corona-Beschränkungen zu schnell zu lockern – genau wie zuvor Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Er halte den anschwellenden Chor der Öffnung für wenig durchdacht, sagte Kretschmann nach einem Treffen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) in Ulm. Lasse man jetzt nach, könne die Pandemie mit aller Macht zurückkommen.

Nach Meinung Söders sind Bayern und Baden-Württemberg „die Vorsichtigen in Deutschland“. Bundeskanzlerin Merkel habe mit ihrer Haltung absolut Recht. Merkel hatte die Bundesländer zu mehr Vorsicht bei Lockerungen der Corona-Maßnahmen ermahnt. Die Umsetzung der Öffnungs-Beschlüsse wirke auf sie in Teilen sehr forsch, um nicht zu sagen zu forsch, sagte sie in ihrer Regierungserklärung im Bundestag.

23.4.2020, 14:27 Uhr – Viele US-Amerikaner haben ihren Job verloren

Wegen der Corona-Pandemie haben in den USA innerhalb eines Monats 26 Millionen Menschen ihren Job verloren. Das hat das US-Arbeitsministerium mitgeteilt. Allein in der Woche bis zum 18. April seien 4,4 Millionen neue Erstanträge registriert worden. Vor Beginn der Krise hatte die Zahl der Erstanträge pro Woche noch bei 100.000 gelegen. Laut Ökonomen deuten die Zahlen auf einen dramatischen Wirtschaftseinbruch hin.

23.4.2020, 12:07 Uhr – WHO warnt vor zweiter Pandemie-Welle

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt wegen der ersten Lockerungen der Corona-Auflagen in Europa vor einer zweiten Welle der Pandemie. Es komme darauf an, vorbereitet zu sein, sagt der WHO-Direktor für Europa, Hans Kluge. „Nachlässigkeit kann unserer schlimmster Feind in diesen Tagen sein.“

23.4.2020, 10:11 Uhr – Merkel: „Wir bewegen uns auf sehr dünnem Eis“

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das Vorgehen einzelner Bundesländer bei der Öffnung der Beschränkungen in der Corona-Krise scharf kritisiert. Die Umsetzung der Beschlüsse von Bund und Ländern aus der vergangenen Woche wirke auf sie „in Teilen sehr forsch, um nicht zu sagen zu forsch“, sagte Merkel in ihrer ersten Regierungserklärung zur Corona-Krise im Bundestag.

Merkel sagte auch, dass die Beschränkungen noch eine ganze Weile andauern werden: „Wir leben nicht in der Endphase der Pandemie, sondern immer noch an ihrem Anfang. Wir werden noch lange mit diesem Virus leben müssen.“

Im Hinblick auf Ältere Menschen seien die Beschränkungen eine Belastung: „Diese Pandemie ist eine demokratische Zumutung, denn sie schränkt genau das ein, was unsere existenziellen Rechte und Bedürfnisse sind“. Eine solche Situation sei nur akzeptabel und erträglich, wenn die Gründe für die Einschränkungen transparent und nachvollziehbar seien und wenn Kritik und Widerspruch nicht nur erlaubt, sondern eingefordert und angehört würden - wechselseitig.

Die neuesten Zahlen des Robert-Koch-Instituts wertet Merkel als Schritt in die richtige Richtung. „Das ist ein Zwischenerfolg.“ Man bewege sich aber auf „dünnstem Eis“, sagte Merkel im Bundestag. „Die Situation ist trügerisch.“ Noch sei Deutschland nicht über den Berg.

23.4.2020, 8:37 Uhr – AOK will Massen-Coronatests nicht bezahlen

Die AOK fordert, dass die Bundesländer für die geplanten flächendeckenden Corona-Tests zahlen. Der Chef des AOK-Bundesverbandes Litsch kritisierte, dass Gesundheitsminister Spahn die Kosten auf die gesetzlichen Krankenkassen abwälzen will. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte Litsch, die Tests dienten dem Bevölkerungsschutz. Deshalb seien die Bundesländer zuständig.

23.4.2020, 7:26 Uhr – Jedes fünfte Unternehmen plant Stellenabbau

Fast ein Fünftel der deutschen Unternehmen planen dem ifo-Institut zufolge wegen der Corona-Krise Stellen abzubauen. 18 Prozent der Firmen wollten Mitarbeiter entlassen oder befristete Verträge nicht verlängern, teilt das Institut unter Berufung auf seine April-Umfrage mit. 46 Prozent der Unternehmen wollten Investitionen verschieben, fast 50 Prozent würden Kurzarbeit fahren.

23.04.2020, 1:42 Uhr – Finanzielle Hilfen für Kurzarbeiter, Gastronomen und Schüler beschlossen

Die Spitzen der Großen Koalition wollen wegen der Corona-Krise das Kurzarbeitergeld anheben. Außerdem dürfen Arbeitnehmer in Kurzarbeit vom 1. Mai bis zum Jahresende mehr dazuverdienen. Auch die Gaststättenbranche und Schulen sollen finanziell unterstützt werden.

Die Beschlüsse im Überblick:

Aufstockung des Kurzarbeitergelds ab dem 4. Monat auf 70 Prozent (77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem 8. Monat auf 80 Prozent (87 Prozent für Haushalte mit Kindern), befristet bis Jahresende.
Arbeitnehmer in Kurzarbeit dürfen vom 1. Mai bis zum Jahresende mehr dazuverdienen - bis zur vollen Höhe des bisherigen Monatseinkommens.
Der Bezugszeitraum für das Arbeitslosengeld nach dem SGB III wird für diejenigen um drei Monate verlängert, deren Anspruch zwischen dem 1. Mai und 31. Dezember 2020 enden würde.
Die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie wird ab dem 1. Juli befristet bis zum 30. Juni 2021 auf sieben Prozent gesenkt.
Kleine und mittelständische Unternehmen dürfen erwartete Verluste mit bereits für 2019 geleisteten Steuer-Vorauszahlungen verrechnen.
Schulen und Schüler werden mit bis zu 500 Millionen beim digitalen Unterricht zu Hause unterstützt. Bedürftige Schüler solle

22.4.2020, 14:13 Uhr – Steinmeier ruft zu Solidarität und Fairness auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Menschen in Deutschland zu Solidarität und fairem Miteinander aufgerufen. Viele seien in diesen Tagen beunruhigt und machten sich große Sorgen um ihre wirtschaftliche Zukunft, sagte Steinmeier in einer Video-Botschaft. Die Krise treffe zwar alle, aber sie treffe nicht alle gleich. Homeoffice sei vielleicht nicht das, was sich viele wünschten – doch sei es etwas anderes, als bei Kurzarbeit nur noch 60 Prozent des Gehalts zu bekommen.

Zuvor hatte Regierungssprecher Steffen Seibert bereits verschiedene Neuregelungen verkündet. Unter anderem ging es dabei um die Elterngeldregelungen. Damit sollen Eltern bestimmte Monate bei der Berechnung ausklammern oder aufschieben können. Eine genaue Erklärung gibt es im Video.

22.4.2020, 14:13 Uhr – Auch größere Geschäfte dürfen mit Anpassungen öffnen

Wenn größere Geschäfte ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter begrenzen, dürfen sie nach Ansicht des Verwaltungsgerichtes Sigmaringen ab sofort wieder öffnen. Es hat einem großen Modeladen per einstweiliger Anordnung erlaubt, trotz der geltenden Corona-Regeln den Betrieb wieder aufzunehmen. Der Laden hat eigentlich rund 7.000 Quadratmeter Verkaufsfläche, hatte diese aber auf 800 Quadratmeter begrenzt. Geschäfte bis zu dieser Größenordnung dürfen wieder öffnen.

22.4.2020, 13:16 Uhr – Medizinisches Personal soll kostenlos Mietwägen nutzen dürfen

Medizinisches Personal soll in der Corona-Krise für den Weg zum Dienst kostenlos Mietwagen nutzen können. Das Bundesverkehrsministerium bestätigte dem ARD-Hauptstadtstudio, dass das ab Montag gelten soll. Pro Person gelte das Angebot für einen Monat, pro Tag seien 125 Freikilometer inklusive. Nach Angaben des Ministeriums dürfen die Leihwagen höchstens 400 Euro kosten. Der Bund stellt dafür in den kommenden beiden Monaten zehn Millionen Euro zur Verfügung.

22.4.2020, 11:53 Uhr – Mainzer Unternehmen darf Corona-Impfstoff testen

Das Paul-Ehrlich-Institut hat erstmals in Deutschland eine klinische Prüfung eines Impfstoff-Kandidaten gegen Corona genehmigt. Den Zuschlag hat das Mainzer Unternehmen Biontech erhalten. Es soll seinen Wirkstoff an gesunden Freiwilligen testen.

FAQ: Wie es jetzt weitergeht Mainzer Firma darf Corona-Impfstoff testen – und jetzt?

Das Paul-Ehrlich-Institut hat erstmals in Deutschland eine klinische Prüfung von Impfstoff-Kandidaten gegen das Coronavirus genehmigt. Den Zuschlag hat das Mainzer Unternehmen Biontech erhalten. Wir klären, was das bedeutet und wie es jetzt weitergeht.  mehr...

22.4.2020, 11:15 Uhr – Soforthilfen für Gastronomie sollen verlängert werden

Das Geld – je nach Betriebsgröße 9.000 und 15.000 Euro – soll nach Ansicht des Parlamentarischen Geschäftsführers der SPD, Carsten Schneider, für drei weitere Monate gezahlt werden. „Das ist mein Vorschlag“, sagt Schneider. Eine Mehrwertsteuersenkung für die Branche wäre nach seinen Worten „vollkommen falsch“. Hilfen für die Gastronomie sollen am Abend auch Thema im Koalitionsausschuss von CDU, CSU und SPD sein.

20.4.2020, 09:39 Uhr – Spanien will Einschränkungen Mitte Mai lockern

Spaniens Regierung will in der zweiten Maihälfte die Restriktionen zur Eindämmung des Coronavirus lockern. Dabei solle langsam und schrittweise vorgegangen werden, um die
Sicherheit zu gewährleisten, sagt Regierungschef Pedro Sanchez. Der Ausnahmezustand Spaniens solle bis zum 9. Mai verlängert werden.

20.4.2020, 08:51 Uhr – Analyse: 41.000 Corona-Tote in Großbritannien

In Großbritannien sind laut einer Analyse der Financial Times durch die Corona-Krise schon bis zu 41.000 Menschen gestorben. Die Zeitung fußt ihre Erkenntnisse auf jüngste Daten der Statistikbehörde ONS. Sie berücksichtigt auch Todesfälle, die sich außerhalb von Krankenhäusern ereigneten.

22.4.2020, 7:37 Uhr – Mehr als 145.000 Corona-Infizierte in Deutschland

In Deutschland breitet sich das Coronavirus weiter aus. Das Robert-Koch-Institut berichtet, innerhalb eines Tages seien mehr als 2.200 Neuinfektionen dazu gekommen. Damit seinen jetzt knapp 146.000 Menschen in Deutschland positiv auf das Virus getestet worden. 281 weitere Menschen sind gestorben, insgesamt knapp 5.000 Menschen. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Etwa 99.400 an Covid-19 Erkrankte seien inzwischen wieder gesund, das sei ein Plus von 4200 im Vergleich zum Vortag.

22.4.2020, 5:13 Uhr – Japan: 33 Infizierte auf italienischem Kreuzfahrtschiff

Auf einem italienischen Kreuzfahrtschiff vor Japan sind 33 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die japanische Präfektur Nagasaki teilte mit, dass die „Costa Atlantica“ der Reederei CSSC Carnival Cruise Shipping Limited für Reparaturen angedockt hatte. Ab Bord seien 623 Besatzungsmitglieder aber keine Passagiere. Diejenigen, die zwar positiv testen aber keinerlei Symptome zeigten, würden zur Überwachung an Bord bleiben, Crew-Mitglieder mit Symptomen würden in Krankenhäusern behandelt, sagt der Gouverneur der Präfektur, Hodo Nakamura. Negativ getestete Besatzungsmitglieder würden in ihre Heimatländer zurückgeschickt.

22.04.2020, 4.43 Uhr – 60 Tage Einwanderungsstopp in die USA

Die Einwanderung in die USA soll zunächst für 60 Tage ausgesetzt werden. Das hat US-Präsident Donald Trump angekündigt. Dabei gehe es nicht um vorübergehende, sondern um dauerhafte Aufenthalte, so Trump. Er begründete den Einwanderungsstopp erneut damit, dass er die Jobs der US-Bürger in der Corona-Krise schützen wolle. Voraussichtlich morgen werde er einen entsprechenden Erlass unterschreiben. Kritiker werfen Trump vor, seit langem die legale und illegale Einwanderung beschneiden zu wollen. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität haben sich in den USA mehr als 824.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das Land hat damit weltweit aktuell die meisten Infizierten, gefolgt von Spanien und Italien.

22.04.2020, 4:16 Uhr – Ratschef Michel: EU muss wirtschaftlich unabhängiger werden

EU-Ratschef Charles Michel fordert nach der Corona-Krise Reformen, um die EU stärker, effizienter und schlagkräftiger zu machen. Das steht in einem Papier, das Michel veröffentlicht hat. Darin spricht er sich unter anderem für mehr Unabhängigkeit der EU in Industrie und Handel aus. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie wichtig es sei, unverzichtbare Güter in Europa zu produzieren und in strategische Warenketten zu investieren.

22.04.2020, 1:39 Uhr – USA planen milliardenschweres Hilfsprogramm

Die USA planen ein weiteres Corona-Hilfsprogramm – insgesamt geht es um 480 Milliarden Dollar. Der Kongress und der Senat haben bereits zugestimmt. Noch in dieser Woche soll das Programm auch vom Repräsentantenhaus verabschiedet werden. Der Großteil des Geldes ist nach offiziellen Angaben für kleine und mittlere Unternehmen bestimmt. Insgesamt 100 Milliarden Dollar sollen aber auch in das Gesundheitswesen und die Forschung fließen.

22.04.2020, 0:56 Uhr – Medienbericht: Geisterspiel mit 300 Menschen

Bei möglichen Geisterspielen in der Fußball-Bundesliga sollen maximal 300 Menschen anwesend sein. Das berichtet das Magazin "Der Spiegel" und beruft sich auf ein Papier der Deutschen Fußball-Liga. Demnach soll das Stadiongelände in drei Zonen aufgeteilt werden. Ziel sei es, das Infektionsrisiko zu minimieren. Die DFL will am Donnerstag ein Konzept für einen möglichen Neustart der Bundesliga am 9. Mai vorstellen. Mehrere Ministerpräsidenten hatten sich für Geisterspiele ausgesprochen. Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) hat in der ARD gesagt, dass das Robert-Koch-Institut zustimmen müsse.

22.04.2020, 0:37 Uhr – 65 Corona-Tote obduziert – alle mit Vorerkrankungen

Obduktionen von 65 Corona-Patienten haben offenbar ergeben, dass alle Toten Vorerkrankungen hatten. Das berichten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". Ein Hamburger Rechtsmediziner hatte die Toten untersucht. Demnach litten sie vor allem an Bluthochdruck, Herzinfarkten, Arteriosklerose oder Herzschwäche. Das Robert-Koch-Institut hatte anfangs empfohlen, wegen der Ansteckungsgefahr nur so wenige Corona-Tote wie möglich zu obduzieren. Mittlerweile hat das Institut diese Position korrigiert.

21.4.2020, 17:08 Uhr – Keine Abi-Prüfungen in Norwegen

In Norwegen müssen Oberstufenschüler dieses Jahr keine Abi-Prüfung machen. Weder schriftlich noch mündlich. Das hat die norwegische Regierung wegen der Corona-Pandemie beschlossen. Die Bildungsministerin des Landes hat gesagt, die Zeugnisse der Schüler würden auf Basis ihrer bisherigen Leistungen ausgestellt.

21.4.2020, 15:55 Uhr – Luxemburgs Außenminister für Öffnung der Grenzen

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn ist dafür, die Schließung der EU-Binnengrenzen und die Kontrollen dort abzuschaffen. Bei einer Videokonferenz der deutschsprachigen Außenminister sagte er, man sollte sich dafür einsetzen, dass die Grenzen die Bürger nicht unnötig in ihren Bewegungsabläufen behinderten. Er plädierte dafür, sich auf EU-Ebene damit zu befassen, den Binnenmarkt wiederherzustellen. Wegen der Corona-Krise ist der Grenzverkehr an vielen Orten beschränkt worden – aus deutscher Sicht beispielsweise an den Grenzen zu Frankreich, der Schweiz und Luxemburg.

21.4.2020, 13:59 Uhr – Österreich: Lokale und Restaurants können wieder öffnen

In Österreich sollen die nächsten Corona-Einschränkungen gelockert werden - ab Mitte Mai können voraussichtlich Restaurants, Schulen und Kirchen schrittweise wieder öffnen. Das hat Bundeskanzler Sebastian Kurz bekanntgegeben. Mitarbeiter von Restaurants müssten dann einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Zudem dürften die Lokale nur bis 23 Uhr öffnen.

Österreich setze künftig verstärkt auf Eigenverantwortung der Bürger, sagte Vizekanzler Werner Kogler. Wie die Ausgangsbeschränkungen angepasst werden sollen, werde demnächst entschieden. Die Zahl der Neuinfektionen in Österreich ist zuletzt deutlich zurückgegangen.

21.4.2020, 12:48 Uhr – Auch Menschen ohne Symptome sollen getestet werden

Die Große Koalition will in der kommenden Woche weitere Gesetze zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auf den Weg bringen. Unter anderem sollen mehr Menschen getestet werden, auch wenn sie keine Symptome zeigen. Die Kosten sollen die Krankenkassen tragen. Geplant ist außerdem eine Ausweitung der Meldepflichten. Labore und Ärzte sollen den Gesundheitsämtern künftig auch negative Befunde von Tests und wieder Genesene melden.

21.4.2020, 12:33 Uhr – Handball-Bundesliga bricht Saison ab

Die Handball-Bundesliga bricht ihre Saison vorzeitig ab. Das hat die Liga bei einer virtuellen Mitgliederversammlung bekanntgegeben. Zuvor hatten mehr als zwei Drittel der 36 Erst- und Zweitligisten für einen Abbruch gestimmt. Bislang war der Spielbetrieb bis Mitte Mai ausgesetzt. THW Kiel wurde als Tabellenerster zum „Deutschen Meister“ der Saison 2019/20 erklärt. Die Rhein-Neckar-Löwen haben sich für die Euro-League qualifiziert.

21.4.2020, 12:05 Uhr – Maskenpflicht auch in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg führt eine Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ein. Das hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) angekündigt. Ab Montag, dem 27. April, müssen alle Baden-Württemberger beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen Mund und Nase bedecken – notfalls auch mit einem Schal oder Tuch. Die Kontaktbeschränkungen gelten trotzdem weiter.

Maßnahmen gegen Corona-Pandemie Wann Masken in BW und RP getragen werden müssen

In Baden-Württemberg gilt ab Montag, 27. April, eine Maskenpflicht. Das hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag angekündigt. Nun sind auch Rheinland-Pfalz und das Saarland nachgezogen. Das müssen die Menschen in SWR3Land ab Montag beachten.  mehr...

Baden-Württembergs Landesregierung äußerte sich auch zu anderen Lebensbereichen. So stellte Ministerpräsident Kretschmann eine Öffnung von Gottesdiensten in zwei Wochen in Aussicht. Dazu würden Gespräche mit christlichen, muslimischen und jüdischen Glaubensgemeinschaften geführt.

Ob auch das Cannstatter Volksfest abgesagt werden müsse, könne die Landesregierung nicht entscheiden. Dafür sei die Stadt Stuttgart zuständig. Nach allem, was man derzeit wisse, müsse es wohl abgesagt werden, sagte Landesgesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne).

Für die Gastronomie und Tourismusbranche wird in der Landesregierung ein Sofortprogramm von 300 Millionen Euro diskutiert. Kultusministerin und CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann sagte, sie könne sich eine schrittweise Öffnung von Hotels und Restaurants ab 4. Mai vorstellen.

21.4.2020, 11:25 Uhr – WHO und RKI warnen vor Lockerungen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Robert-Koch-Institut (RKI) haben davor gewarnt, die Corona-Beschränkungen zu früh zu lockern. Ein WHO-Sprecher sagte, es sei nicht die Zeit, lax zu sein. Lockerungen würden wahrscheinlich zum Wiedererstarken des Virus führen.
RKI-Vize-Präsident Lars Schaade sagte, man müsse die Neuinfektionen noch weiter herunterdrücken. Ein Ende der Epidemie sei nicht in Sicht. So, wie die Regierung jetzt vorgehe, sei es vernünftig: Lockerungen für den Handel, keine Lockerungen bei den Kontakteinschränkungen.

21.4.2020, 9:22 Uhr – Münchner Oktoberfest fällt aus

Das Münchner Oktoberfest fällt wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr aus. Das haben der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) bekannt gegeben. Das Risiko, das größte Volksfest der Welt trotz der Bedrohung durch das Virus stattfinden zu lassen, sei „schlicht und einfach zu groß“, sagte Söder. Normalerweise hätte das Fest in diesem Jahr zwischen dem 19. September bis 4. Oktober Millionen Gäste aus aller Welt angelockt.

Wegen Coronavirus-Pandemie Münchner Oktoberfest für dieses Jahr abgesagt

Das Oktoberfest in München wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Das Risiko sei angesichts der Coronavirus-Pandemie schlicht zu groß, teilten Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit. Auch eine verkleinerte Version käme nicht in Frage.  mehr...

21.4.2020, 8:43 Uhr – Müller sieht Chancen für Sommerurlaub am Mittelmeer

Trotz der derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen hält Entwicklungsminister Gerd Müller Sommerurlaub auch außerhalb Deutschlands für möglich – und hat dabei eine bestimmte Region im Blick. „Urlaub in Deutschland kann in diesem Sommer wieder möglich sein“, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Ich glaube auch, dass es in der Mittelmeer-Region eine Chance dazu gibt - einschließlich in Nordafrika.“

Der Tourismus sei für nordafrikanische Staaten wie Tunesien, Marokko oder Ägypten ein wichtiger Wirtschaftszweig. Voraussetzung für Reisen in die Region seien aber „funktionierende Hygiene-Konzepte nach europäischen Standards“, betonte Müller. Die Bundesregierung warnt derzeit wegen der Corona-Krise grundsätzlich vor Auslandsreisen.

21.4.2020, 7:47 Uhr – Krise bringt Freizeitparks in Existenznot

Die Coronavirus-Krise bringt manche Freizeitparks nach Angaben ihres Verbands in existenzielle Not. Wenn auf den ausgefallenen Saisonstart in den Osterferien auch ein Besuchsverbot in den Sommerferien folgen sollte, könnte das für rund 40 Prozent der Parks das Aus bedeuten, sagte der Geschäftsführer des Verbands Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen, Jürgen Gevers. Seine Mitglieder hätten akute Probleme mit der Finanzierung. Die Sofortmittel der Regierung reichten nicht aus.

Die Betreiber, in der Regel mittelständische Familienunternehmen, kämen nur schwer an Kredite heran, berichtete Gevers. Banken forderten eine hundertprozentige Sicherheit, die es nicht gebe. In Deutschland seien inklusive der Zulieferer 150.000 Arbeitsplätze mit der Branche verknüpft. Gerade Parks mit Tieren könnten die laufenden Kosten nicht einfach senken. „Auch wir sind der Meinung, Gesundheit steht über der Wirtschaft“, betonte Gevers. Doch wo ein Freizeitpark schließe, mache nicht so schnell ein anderer auf. Und diese Einrichtungen seien oft in strukturschwächeren Regionen – und dort durchaus ein Jobmotor.

21.4.2020, 5:04 Uhr – Trump will Einwanderung in die USA zeitweise aussetzen

US-Präsident Donald Trump will jegliche Einwanderung in die Vereinigten Staaten zeitweise aussetzen. Er werde einen dahingehenden Erlass unterzeichnen, schrieb er auf Twitter. Als Begründung führte Trump mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie den „Angriff des unsichtbaren Feindes“ an sowie die Notwendigkeit, die „Jobs unserer großartigen amerikanischen Staatsbürger“ zu schützen. Trumps Tweet enthielt keine weiteren Einzelheiten.

In light of the attack from the Invisible Enemy, as well as the need to protect the jobs of our GREAT American Citizens, I will be signing an Executive Order to temporarily suspend immigration into the United States!

21.4.2020, 4:58 Uhr – Große Koalition plant nächstes Anti-Corona-Gesetzespaket

Die Große Koalition plant zur Bewältigung der Corona-Krise ein weiteres umfangreiches Gesetzespaket im Gesundheitsbereich. Dabei geht es unter anderem um eine massive Ausweitung von Coronavirus-Tests auch unter Mithilfe von Tierärzten, um schärfere Meldepflichten bei Verdachts- und Krankheitsfällen sowie Laborbefunden und um den Schutz von privat Krankenversicherten, die in der aktuellen Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Der Entwurf soll in der kommenden Woche im Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden.

21.4.2020, 4:48 Uhr – Lauterbach warnt vor Geisterspielen

Politiker in Deutschland diskutieren über mögliche Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga. Diese könnten ab dem 9. Mai stattfinden. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnte in der ARD davor. Bei einem Kontaktsport wie Fußball sei das Infektionsrisiko eher hoch. Um die Spieler zu schützen würden zehntausende Tests benötigt. Die Ministerpräsidenten von Bayern, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland, Markus Söder (CSU), Arrmin Laschet (CDU) und Tobias Hans (CDU), unterstützen hingegen, Geisterspiele in der Bundesliga. Hans sagte, man müsse den Millionen Sportbegeisterten in Deutschland eine kleine Chance geben, sich den Alltag zu Hause zu vertreiben.

21.4.2020, 2:28 Uhr – Kretschmann rechnet mit längeren Kontaktbeschränkungen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) geht davon aus, dass die Corona-Kontaktsperren noch länger andauern werden. „Sicher ist mit Monaten zu rechnen und nicht mit Wochen“, sagte Kretschmann (Grüne) den Funke-Zeitungen auf eine entsprechende Frage. „Abstandsgebot, keine Gruppen, Hygienemaßnahmen werden uns noch lange begleiten.“

20.4.2020, 23:44 Uhr – KfW bewilligt fast alle Kreditanträge von Unternehmen

Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau hat fast alle Kreditanträge bewilligt, die Unternehmen und Selbstständige wegen der Coronakrise gestellt haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters" und beruft sich auf ein Papier des Bundeswirtschafts- und Finanzministeriums. Demnach hat die KfW rund 98 Prozent der etwa 13.000 Anträge bewilligt. Es gehe um Finanzhilfen von knapp 8,5 Milliarden Euro. Allerdings sei über einige Anträge mit sehr großem Volumen noch nicht entschieden.

20.4.2020, 16:16 Uhr – Berlin: Pläne zur Wiederöffnung von Warenhäusern

In Berlin sollen auch Warenhäuser wieder öffnen dürfen, wenn sie Sonderflächen von bis zu 800 Quadratmetern abstecken. Das sagte eine Sprecherin von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) der Nachrichtenagentur Reuters. Details, wie die Eindämmungsverordnung geändert werden könne, würden am Dienstag im Berliner Senat beschlossen.

20.4.2020, 15:54 Uhr – Merkel ruft zu Wachsamkeit und Disziplin auf

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bürger zu Wachsamkeit und Disziplin aufgerufen. Die derzeitige Situation sei trügerisch, sagte Merkel in Berlin. Umso wichtiger sei es, die Kontaktbeschränkungen strikt einzuhalten. Denn die Folgen der Lockerungen werden erst in zwei Wochen sichtbar sein. Merkel sagte, alle in Deutschland sind sich einig, dass es keinen zweiten Shutdown geben darf. Dieser sei jedoch notwendig, sollte es ein erneutes exponentielles Wachstum der Infektionen geben.

Die Bundeskanzlerin betonte zudem, dass sie sich der Belastungen, die durch die Kontaktbeschränkungen entstehen, bewusst sei. Sie wisse von der Not vieler Bürger, einsamer Menschen, Alleinerziehender, Hoteliers, Ladenbesitzer und Künstler. Sie kenne die Erwartungen der Kirchen und Religionsgemeinschaften und sehe das dringende Bedürfnis, das Versammlungs- und Demonstrationsrecht wieder wahrnehmen zu können.

„Diese Pandemie verlangt uns allen in diesem Lande, jedem Einzelnen, aber auch der Gemeinschaft, ziemlich viel ab.“

Kanzlerin Angela Merkel

20.4.2020, 15:04 Uhr – Krankschreibung wegen Erkältung doch per Telefon möglich

Krankschreibungen wegen Erkältungen sind in der Corona-Krise nun doch weiterhin auch per Telefon möglich. Das hat der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen, Josef Hecken, mitgeteilt. Der Bundesausschuss werde sich im Laufe des Tages nochmal mit dem Thema befassen und mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Verlängerung der Regelung bis zum 4. Mai beschließen. Ärzte könnten im Vorgriff auf diese Entscheidung weiterhin nach telefonischer Anamnese Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen.

Der Bundesausschuss hatte am Freitag die Ausnahmeregel für telefonische Krankschreibungen nicht verlängert. Darüber hatten sich Gesundheitspolitiker, Ärzteverbände, Gewerkschaften und Verbraucherschützer beschwert.

20.4.2020, 14:57 Uhr – Spahn kündigt mehr Unterstützung für Gesundheitsämter an

Der Bund will in der Corona-Krise den öffentlichen Gesundheitsdienst stärken. Die lokalen Gesundheitsämter seien beispielsweise wichtig, um die Kontakte von Corona-Infizierten nachzuvollziehen, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittag. Der Bund biete Ländern und Kommunen zu dem Thema ein kurzfristiges Förderprogramm an. Dadurch könne jedes Amt bis zu 150.000 Euro für die dafür nötige technische und digitale Infrastruktur sowie die dazugehörigen Schulungen beantragen.

20.4.2020, 14:09 Uhr – Dresden erlaubt Pegida-Demo

Trotz der Corona-Krise hat die Stadt Dresden eine Demonstration der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung genehmigt. Zu der maximal 30-minütigen Veranstaltung seien höchstens 80 Teilnehmer zugelassen, teilte das zuständige Gesundheitsamt mit. Seit heute sei in den sächsischen Corona-Regeln außerdem kein absolutes Versammlungsverbot mehr enthalten. Damit habe das Land wohl auch gerichtliche Entscheidungen zur Versammlungsfreiheit aufgegriffen.

20.4.2020, 11:51 Uhr – Baden-Württemberg baut Kinder-Notbetreuung aus

In Baden-Württemberg will das Kultusministerium die Notbetreuung für Kinder ausbauen – allerdings unter bestimmten Bedingungen. Ab kommender Woche sollen auch Eltern, die nicht in systemrelevanten Berufen arbeiten, Anspruch auf Kinderbetreuung haben – aber nur wenn beide zur Arbeit müssen. Das Ministerium verlangt aber eine Bescheinigung des Arbeitgebers oder eine Bestätigung, dass eine familiäre oder anderweitige Betreuung nicht möglich ist.

20.4.2020, 11:20 Uhr – Bayern führt Maskenpflicht ein

Wegen Coronavirus Bayern führt nächste Woche Maskenpflicht ein

In Bayern soll es ab kommendem Montag eine Maskenpflicht gelten – und zwar im öffentlichen Nahverkehr und in Läden. Das hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CDU) in einer Regierungsansprache angekündigt.  mehr...

In Bayern soll es ab kommendem Montag eine Maskenpflicht gelten – und zwar im öffentlichen Nahverkehr und in Läden. Das hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CDU) in einer Regierungsansprache angekündigt. Damit ist Bayern das dritte deutsche Bundesland, das eine solche Pflicht einführt – nach Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

20.4.2020, 11:03 Uhr – Deutlich geringere Einnahmen bei Gewerbesteuern

In Ländern und Kommunen sind im März die Gewerbesteuern weggebrochen. Die Deutsche Presse-Agentur hat Zahlen aus dem Finanzministerium, wonach die Einnahmen der Länder aus der Steuerumlage um 60 Prozent gesunken sind. In den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen waren es 70 Prozent. Die Linke will deswegen im Bundestag diese Woche einen Schutzschirm für die Kommunen fordern.

20.4.2020, 10:31 Uhr – Probleme bei Warn-App von Google und Apple

Die Corona-Warn-App, an der Goolge und Apple gemeinsam arbeiten, funktioniert nicht auf allen Smartphones. Davor warnen zumindest Branchenexperten in der Financial Times. Den Bluetooth-Standard, auf dem sie aufbaut, haben demnach nur neuere Geräte. Rund zwei Milliarden ältere Geräte hätten den nicht, das wäre jedes vierte Smartphone weltweit. Zudem gibt es immer noch viele Menschen, die nur einfache Handys haben.

20.4.2020, 10:15 Uhr – Kitas in Norwegen öffnen wieder

In Norwegen haben Kindertagesstätten seit heute wieder geöffnet – allerdings unter strengen Auflagen: Kinder unter drei Jahren werden in Kleingruppen von bis zu drei Kindern betreut. Kinder bis sechs Jahren in Gruppen von bis zu sechs Kindern. Einigen Eltern geht die Wiedereröffnung aber zu schnell. Laut einer Umfrage des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wollten ein Viertel ihre Kinder noch nicht in die Kita schicken.

20.4.2020, 9:26 Uhr – Merkel kritisiert „Öffnungsdiskussionsorgien“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Diskussionen über weitere Lockerungen von Corona-Auflagen ungewöhnlich scharf kritisiert. In einer Schaltkonferenz des CDU-Präsidiums hat sie nach Teilnehmerangaben ihren Unmut darüber deutlich gemacht. Die Botschaft vorsichtiger Erleichterungen habe in einigen Bundesländern zu „Öffnungsdiskussionsorgien“ geführt. Sie mache sich größte Sorgen, dass sich die gute Entwicklung der Corona-Infektionszahlen wieder umkehre.

20.4.2020, 8:25 Uhr – RP lockert Regeln für Sport, BW dagegen nicht

Einschränkungen wegen Pandemie Das ändert sich in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, die Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie bis in den Mai zu verlängern. Welche Regeln in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gelten, erfahrt ihr hier.  mehr...

In Rheinland-Pfalz gelten ab Montag an auch Lockerungen für Sportaktivitäten im Freien. Öffentliche Sportanlagen beispielsweise für Tennis, Golf oder Reiten dürfen wieder genutzt werden. Und zwar allein, zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands. In Baden-Württemberg bleiben Sportanlagen weiter gesperrt.

20.4.2020, 8:23 Uhr – Tschechien will Grenzen ein Jahr geschlossen halten

Tschechien will seine Grenzen wegen der Corona-Pandemie ein Jahr lang geschlossen halten. Dies sei nötig, damit keine neue Infektionswelle dadurch hervorgerufen wird, dass Reisende in Länder fahren, in denen die Epidemie noch nicht zu Ende ist, sagte Präsident Milos Zeman im tschechischen Rundfunk. Er empfehle Bürgern, in diesem Sommer die Schönheiten ihres eigenen Landes zu entdecken. Tourismusunternehmen hatten zuvor gefordert, im Sommer wenigstens Reisen in die bei Tschechen besonders beliebten Reiseziele Slowakei und Kroatien zu erlauben.

20.4.2020, 6:18 Uhr – Post will Pakete auch sonntags liefern

Die Deutsche Post will in der Corona-Krise auch sonntags Pakete zustellen dürfen. Das berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Es gehe darum, in einer besonderen Situation „einen Kollaps des Paketsystems“ zu vermeiden, warnt der zuständige Betriebschef Thomas Schneider. Um Versorgungsengpässe zu vermeiden, habe das Unternehmen in manchen Regionen bereits Anträge bei den Behörden gestellt – zum Beispiel in Berlin. Das sei abgelehnt worden, so Schneider. Die Post überlegt nun, es in weiteren Bundesländern zu versuchen.

Außerdem erklärte Schneider, dass seit Anfang April bundesweit mehr als 2.000 Vollzeitstellen zusätzlich geschaffen worden seien. Man wolle in den kommenden Wochen weitere Arbeitsplätze aufbauen, sagte er.

20.4.2020, 6:12 Uhr – Bund-Länder-Arbeitsgruppe will über Regeln bei Kita-Öffnungen beraten

Eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern will ab heute darüber beraten, welche Regeln bei der Wiederöffnung der Kitas gelten. Dabei soll es vor allem darum gehen, die Notbetreuung auszuweiten – zum Beispiel für die Kinder von Alleinerziehenden. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat gefordert, dass es eine schnelle Einigung gibt. Die SPD-Politikerin betonte, Eltern, Kinder und Erzieherinnen bräuchten eine Perspektive. Die Pauschalankündigung, wonach die Kindertagesstätten noch bis zum Sommer geschlossen bleiben sollten, habe in vielen Familien zu Spannungen geführt.

20.4.2020, 2:02 Uhr – Deutsche Luftfahrt plant Maskenpflicht

Die deutsche Luftfahrt will ihre Passagiere zum Tragen von Atemschutz-Masken verpflichten. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung und beruft sich auf ein Papier der Flughäfen und Fluggesellschaften. Demnach soll künftig darauf geachtet werden, dass jeder Passagier bei der Abfertigung und in der Maschine eine Schutzmaske trägt. Damit Abstände eingehalten werden, solle es zusätzliche Markierungen geben. Außerdem seien mehr offene Schalter geplant. Der Ein- und Ausstieg in die Flugzeuge solle zeitlich gestreckt werden.

20.4.2020 – 01:01 Uhr – Conte fordert mehr Solidarität: "Italien war allein"

Italiens Regierungschef Guiseppe Conte fordert wegen der Corona-Krise von den Europäern mehr Solidarität. In Italien war die Epidemie im Februar ausgebrochen. Mit Blick darauf sagte Conte der Süddeutschen Zeitung: "Italien war allein." Wirtschaftlich erlebe der Kontinent den größten Schock seit dem Zweiten Weltkrieg. Darum müsse Europa auch eine entsprechende Antwort geben. Nötig sei die Ausgabe gemeinsamer Anleihen. Die EU-Finanzminister hatten sich auf ein Hilfspaket von mehr als 500 Milliarden Euro geeinigt, um die Folgen der Corona-Krise abzufedern. Gemeinsame Anleihen, bekannt als sogenannte Euro-Bonds, sind bisher aber nicht geplant. Sie sind wegen der hohen Schulden der südeuropäischen Länder sehr umstritten.

20.4.2020, 0:02 Uhr – Spahn: Abstandsregeln werden wohl noch monatelang gelten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwartet, dass die verschärften Abstands- und Hygieneregeln noch über Monate eingehalten werden müssen. Bis es einen Impfstoff gibt, werden wir miteinander und aufeinander aufpassen müssen, so Spahn wörtlich im heute-journal des ZDF. Es müsse gelingen, die Anzahl der Neuinfektionen unter dem jetzigen Niveau von 3.000 bis 4.000 täglich zu halten. Die geplante Handy-App, mit der mögliche Kontakte mit Corona-Infizierten anonymisiert nachverfolgt werden könnten, solle im Mai nutzbar sein, sagte Spahn. Ab Montag dürfen einige Geschäfte unter Auflagen wieder öffnen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) stellte am Abend in der ARD eine weitere Entspannung der Lage in Aussicht.

19.4.2020, 20:17 Uhr – DFB-Präsident hält an Notwendigkeit von Geisterspielen fest

DFB-Präsident Fritz Keller wirbt nach der Kritik aus Fan-Kreisen um Verständnis für die angestrebten Geisterspiele. Er könne die Bedenken zwar nachvollziehen. Die Konsequenz eines Verzichts darauf „wäre aber, dass einige Fans vielleicht nie wieder ein Spiel ihres Clubs besuchen können, weil es ihn schon bald nicht mehr geben könnte“, schrieb der 63-Jährige in einem Gastbeitrag für das Fußballmagazin Kicker.

Zuletzt hatte sich der Zusammenschluss „Fanszenen Deutschland“ vehement gegen eine Fortführung der Saison ohne Zuschauer ausgesprochen. „Wir sind uns dabei sehr bewusst, dass dem Fußball ohne Fans sein Herz fehlt“, schrieb Keller. „Aus Gesprächen und Rückmeldungen von Fanorganisationen weiß ich, wie sehr es die Fans schmerzt, ihre Vereine nicht im Stadion unterstützen zu können.“

Am kommenden Donnerstag wollen die 36 Profi-Vereine der Deutschen Fußball Liga das weitere Vorgehen während der Coronavirus-Pandemie besprechen. Bislang ist der Spielbetrieb bis mindestens zum 30. April ausgesetzt.

19.4.2020, 20:08 Uhr – Frankreich erlaubt Besuche in Pflegeheimen

In Frankreich sollen im Rahmen der Lockerungen der Coronavirus-Beschränkungen Besuche in Alten- und Pflegeheimen wieder erlaubt werden. Ab Montag gebe es wieder ein Besuchsrecht, allerdings mit Einschränkungen, teilte der französische Gesundheitsminister Olivier Véran am Sonntagabend bei einer Pressekonferenz mit.

Es dürften nicht mehr als zwei Angehörige gleichzeitig einen Bewohner in einer Senioren- oder sozialen Pflegeeinrichtung besuchen. Außerdem sei körperlicher Kontakt weiterhin verboten, erklärte Véran. Das Besuchsverbot galt seit Mitte März.

19.4.2020, 16:52 Uhr – Knapp 13.000 freie Intensivbetten in Deutschland

In der Corona-Pandemie sind seit vergangenem Donnerstag alle deutschen Kliniken mit Intensivbetten dazu verpflichtet, die Belegung an ein online frei zugänglichen Register zu melden. Erste Ergebnisse läsen sich „phantasisch“, sagte Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin: „Stand heute stehen in Deutschland mindestens 30.058 Intensivbetten, 17.393 davon sind belegt und 12.665 frei.“

Bislang hätten mehr als 95 Prozent aller Krankenhäuser ihre freien und belegten Intensivbetten täglich gemeldet. Die 100-Prozent-Abdeckung werde in der kommenden Woche erwartet, hieß es.

Dieses Wissen verschaffe Medizinern und Politikern eine kleine Atempause – nicht zu verwechseln mit falscher Euphorie. „Wir sind noch lange nicht über den Berg!“, warnte Janssens. Der Blick auf die Deutschlandkarte verdeutliche ein Nord-Süd- sowie ein Ost-West-Gefälle: Prozentual würden die meisten Coronapatienten in Süddeutschland und im Westen der Republik intensivmedizinisch versorgt. Im Nordosten sei die Lage noch verhältnismäßig entspannt.

19.4.2020, 15:47 Uhr – Italienische Küstenwache nimmt Gerettete in Quarantäne

Die italienische Küstenwache will 34 Flüchtlinge und Migranten vom spanischen Rettungsschiff „Aita Mari“ auf ein Schiff der Marine verlegen. Dort stehen sie unter Quarantäne. Auf der „Rubattino“ befinden sich bereits 146 Flüchtlinge und Migranten, die am Freitag vom deutschen Rettungsschiff „Alan Kurdi“ gekommen waren. Während der Dauer der Quarantäne bleibt das Marineschiff eine Meile vor der Küste nahe der Stadt Palermo liegen. Die Quarantäne wird vom Italienischen Roten Kreuz überwacht.

19.4.2020, 15:12 Uhr – Grüne wollen Ende des Besuchsverbots für Pflegebedürftige

Die Grünen wollen mit einem Sieben-Punkte-Plan der Isolation und Vereinsamung von gefährdeten Personengruppen in der Corona-Krise entgegenwirken. Unter anderem sollen „Besuchsverbote in Pflegeeinrichtungen so weit wie möglich verhindert werden“, heißt es in dem Papier, das den Zeitungen der Funke Mediengruppe nach eigenen Angaben vorliegt.

19.4.2020, 14:52 Uhr – Mehr als 100.000 Covid-19-Tote in Europa

Trotz der rigiden Ausgangsbeschränkungen in vielen Ländern ist die Zahl der Corona-Todesfälle in Europa auf mehr als 100.000 gestiegen. Bis Sonntagnachmittag starben laut einer auf offiziellen Angaben beruhenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP 101.493 Menschen an Covid-19. In Europa gib es damit fast zwei Drittel aller Corona-Todesfälle weltweit, es ist der am stärksten von der Pandemie betroffene Kontinent.

Mehr als 1,15 Millionen Menschen haben sich in Europa mit dem Virus infiziert. Experten gehen von einer sehr hohen Dunkelziffer aus, da auch in vielen europäischen Ländern nur begrenzte Testkapazitäten bestehen. Die meisten Corona-Toten in Europa verzeichnet Italien.

19.4.2020, 14:38 Uhr – NRW-Ministerpräsident Laschet: Nicht nur auf Virologen hören

Aus der Sicht des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, dürfen sich Politiker bei der Bewältigung der Corona-Krise nicht nur von Virologen leiten lassen, sondern anhand unterschiedlicher Lebensbereiche abwägen. Das Risiko der reinen Infektionen und sonstiger sozialer, menschlicher und wirtschaftlicher Schäden durch das Kontaktverbot müssten berücksichtigt werden, sagte Laschet im Interview mit dem Deutschlandfunk. Ein Virologe könne ihm nicht sagen, ob es gut sei, wenn ein Kind monatelang nicht in die Schule gehe – ebensowenig, welche Schäden entstünden, wenn ein Mensch durch Arbeitslosigkeit depressiv werde. Er betonte aber, dass er die Meinung der Virologen achte.

Überdies stellte Laschet baldige Lockerungen der Coronavirus-Einschränkungen für Kirchen in Aussicht. „Wenn man Läden öffnet, darf man auch in Kirchen beten“, sagte er.

19.4.2020, 13:34 Uhr – Giffey: Eltern "über das vertretbare Maß hinaus belastet"

Familienministerin Franziska Giffey fordert eine rasche Lösung für Familien mit Kindern in der Corona-Krise. „Das Wohl der Familien muss eine hohe Priorität beim schrittweisen Wiedereröffnen haben“, sagte die SPD-Politikerin der Nachrichtenagentur dpa. „Eine pauschale Aussage, die Kitas bleiben bis zum Sommer zu, führt bei vielen Familien zu noch mehr Stress und kann nicht die einzige Antwort sein.“ Eltern, Kinder, Erzieherinnen und Erzieher brauchten eine Perspektive – natürlich abgewogen vor dem Hintergrund des Infektionsgeschehens.

Ab Montag will eine Arbeitsgruppe von Ländern, Bund und Experten Leitlinien erarbeiten, wie eine schrittweise Wiederöffnung der Kitas aussehen kann. „Es geht um gut abgewogene Schritte, ohne die Erfolge im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus zunichte zu machen“, betonte Giffey. Familien gerieten derzeit zunehmend an ihre Grenzen, Eltern – besonders Frauen und Alleinerziehende – seien „über das vertretbare Maß hinaus belastet“.

19.4.2020, 12:02 Uhr – Kostenlose Masken für alle Pariserinnen und Pariser

Alle Bürgerinnen und Bürger von Paris sollen bis Ende Mai kostenlose Gesichtsmasken erhalten. Bis Ende April sollen zunächst rund eine halbe Million wiederverwendbarer Masken verfügbar sein, kündigte Bürgermeisterin Anne Hidalgo in der Sonntagszeitung Journal du Dimanche an. Bis Mitte Mai sollen dann alle etwa 2,2 Millionen Bewohner der französischen Hauptstadt mit einer eigenen Maske ausgestattet werden. Sie werden in Apotheken erhältlich sein. Die Kosten bezifferte Hidalgo auf drei Millionen Euro.

Zunächst werden die Masken vor allem an Menschen verteilt, die besonderen Schutz benötigen, wie die Bürgermeisterin erklärte. Zugleich sprach sich Hidalgo für eine Maskenpflicht in der Métro, in Bussen und in Vorortzügen aus. Eine entsprechende Vorgabe gibt es in Frankreich bislang nicht. In Frankreich gelten seit Mitte März strikte Ausgangsbeschränkungen. Sie dauern noch bis zum 11. Mai. Erst danach sollen die Einschränkungen schrittweise gelockert werden.

19.4.2020, 10:31 Uhr – Bundesentwicklungsminister Müller kritisiert China

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) fordert von der chinesischen Regierung Klarheit über den Ausbruch des Coronavirus. „Die Chinesen müssen vollkommene Offenheit zeigen – gerade was den Ursprung des Virus angeht“, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „China hätte schneller in den internationalen Austausch über die Ausbreitung des Virus in Wuhan treten müssen.“

Bereits in der Nacht hatte US-Präsident Donald Trump China ebenfalls für den Umgang mit dem Virus kritisiert. Er drohte mit „Konsequenzen“ gedroht, sollte das Land „wissentlich verantwortlich“ für die weltweite Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sein. „Es hätte in China gestoppt werden können bevor es begann, und das wurde es nicht“, sagte Trump bei seiner täglichen Corona-Pressekonferenz im Weißen Haus. „Und jetzt leidet die ganze Welt deswegen.“ Sollte die Pandemie lediglich die Folge versehentlicher „Fehler“ sein, könne man nichts daran ändern. „Aber wenn sie wissentlich verantwortlich wären, ja, dann sollte es Konsequenzen geben“, sagte der US-Präsident und schob die Frage nach: „War es ein Fehler, der außer Kontrolle geriet, oder wurde es absichtlich getan? Da gibt es einen großen Unterschied.“

Trumps Regierung schließt nach eigenen Angaben nicht aus, dass das Virus versehentlich von einem Labor im chinesischen Wuhan aus verbreitet wurde, in dem Fledermäuse untersucht werden. Chinas Außenministerium weist diese Theorie als „wissenschaftlich unbegründet" zurück.

China hat die Vorwurfe wiederholt zurückgewiesen: Yuan Zhiming, der Chef des Instituts, sagte im Staatsfernsehen, die Berichte von US-Medien beruhten „ausschließlich auf Spekulation“.

19.4.2020, 8:48 Uhr – Mehr als 140.000 bestätigte Infektionen in Deutschland

In Deutschland sind oder waren laut den Gesundheitsbehörden der Bundesländer 140.367 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 27.710 bestätigte Infektionsfälle gibt es in Baden-Württemberg, 5.402 in Rheinland-Pfalz.

Erstmals seit zwei Tagen ist jedoch die Ansteckungsrate mit dem Coronavirus in Deutschland wieder etwas gestiegen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich auf einen Lagebericht des Robert-Koch-Instituts. Statistisch gesehen steckt demnach jeder Infizierte im Schnitt schätzungsweise 0,8 Menschen an. Zuvor lag der Wert bei 0,7. Damit geht die Zahl der Neuerkrankungen noch immer leicht zurück.

19.4.2020, 8:42 Uhr – Verunreinigte Masken in Japan verschickt

Der japanischen Regierung sind bei der Verteilung von Stoffmasken an die Bevölkerung Fehler unterlaufen. Es wurden mindestens 1900 Masken mit Flecken, Schmutz und anderen Verunreinigungen ausgeliefert. Sie waren in der vergangene Woche an schwangere Frauen geschickt worden. Das Gesundheitsministerium teilte mit, es habe die Hersteller der Stoffmasken aufgefordert, die Mängel abzustellen. Die kommunalen Behörden, die den Versand vornehmen, bat es, vorher eine Sichtkontrolle vorzunehmen.

Ministerpräsident Shinzo Abe hatte am 1. April angekündigt, dass an alle 50 Millionen Haushalte in Japan jeweils zwei Stoffmasken geschickt werden, um der Knappheit bei Atemschutzmasken entgegenzuwirken.

19.4.2020, 8:02 Uhr – Mehr Autokinos wollen Frequenzen

Gute Zeiten für Autokinos: Nach Angaben der Bundesnetzagentur gibt es derzeit so viele Anträge auf die Erteilung von Frequenzen wie nie zuvor. Seit Anfang März habe die Behörde bundesweit 43 Rundfunkfrequenzen für Autokinos zugeteilt, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. "Vor der Corona-Krise wurden lediglich vereinzelt Frequenzen für Autokinos beantragt."

Weitere knapp 80 Anträge auf Frequenzzuteilung lägen noch vor und würden zügig bearbeitet. Die Bundesnetzagentur muss Autokinos eine Erlaubnis dafür geben, dass sie die Tonspur der Filme über die Autoradios senden darf. Dabei muss gewährleistet sein, dass dieser nicht mit anderen Funksignalen kollidiert und Störungen hervorruft.

Neben Filmvorführungen fanden bereits erste Gottesdienste und Konzerte, etwa von der Kölner Band Brings, in Autokinos statt.

19.4.2020, 7:21 Uhr – Kanzleramt lehnt Prinzip der „Herdenimmunitätsstrategie“ ab

Kanzleramtschef Helge Braun hält die Strategie einer „Herdenimmunität“ für untauglich im Kampf gegen das Coronavirus. „Um die Hälfte der deutschen Bevölkerung in 18 Monaten zu immunisieren, müssten sich jeden Tag 73.000 Menschen mit Corona infizieren“, sagte Braun der Nachrichtenagentur dpa.

„So hohe Zahlen würde unser Gesundheitssystem nicht verkraften und könnten auch von den Gesundheitsämtern nicht nachverfolgt werden. Die Epidemie würde uns entgleiten.“

Mit Herdenimmunität meinen Wissenschaftler die Immunität eines so großen Teiles der Bevölkerung nach einer Infektionswelle, dass die weitere Ausbreitung der Krankheit zum Erliegen kommt. „Eine Epidemie ist erst zu Ende, wenn ein Anteil von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung immun gegen das Virus ist“, erklärte Braun, der selbst Arzt ist.

19.4.2020, 5:46 Uhr – Grundausbildung bei der Bundeswehr verschoben

Die Bundeswehr verschiebt wegen der Coronavirus-Pandemie ihre Grundausbildung. „Es wäre jetzt zu gefährlich, die Rekruten an unseren Standorten auf engem Raum zusammenzufassen“, sagte der Inspekteur des Sanitätsdienstes, Ulrich Baumgärtner, der Nachrichtenagentur dpa mit Blick auf das hochansteckende Coronavirus. „Die schriftlich zum 1. April eingestellten Rekruten bleiben unter Auflagen zu Hause und beginnen ihre Grundausbildung frühestens am 1. Juni“, erklärte der Generaloberstabsarzt. Bis dahin solle mit Hilfe von E-Learning die Grundlagen wie das Soldatengesetz und das Wehrrecht vermittelt werden. Die Grundausbildung werde vorerst von drei Monaten auf sechs Wochen verkürzt. Teils könnten auch die Wochenenden genutzt werden. Hinzu komme anschließend eine ergänzende Ausbildung.

„Die Rekruten, die zum 1. Juli eingezogen würden, wollen wir am 1. August beginnen lassen. Am 1. Oktober würde wieder die normale dreimonatige Grundausbildung starten“, sagte Baumgärtner.

19.4.2020, 5:19 Uhr – 16 Neuinfektionen in China

In China hat es am Samstag 16 Neuinfektionen gegeben. Das ist die niedrigste Zahl seit dem 17. März, wie die Nationale Gesundheitskommission mitteilt. Neun davon seien aus dem Ausland eingeschleppt worden. Einen Tag zuvor waren noch insgesamt 27 neue Fälle gemeldet worden. Es habe keine weiteren Toten gegeben.

19.4.2020, 3:09 Uhr – Scholz und Altmaier diskutieren über Hilfen für Gastronomie

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) stellt der unter den anhaltenden Schließungen leidenden Hoteliers und Gastronomen finanzielle Unterstützung in Aussicht. Er habe jene Branchen im Blick, für die es nicht so schnell wieder losgehe, sagte Scholz der Welt am Sonntag. „Das Hotel- und Gaststättengewerbe gehört sicherlich dazu.“

Dem Hotel- und Gaststättenverband Dehoga zufolge stehen wegen der Corona-Krise rund 70.000 Betriebe vor der Insolvenz. Den gut 223.000 Betrieben der Branche gingen bis Ende April rund zehn Milliarden Euro Umsatz verloren, berichtete die Bild am Sonntag. „Ohne zusätzliche staatliche Unterstützung steht jeder dritte Betrieb vor der Insolvenz“ sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges dem Blatt. 

Der Verband fordert eine verantwortungsvolle Öffnung von Restaurants und Cafés, die Absenkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent und einen staatlichen Rettungsfonds mit Direkthilfen für Betriebe, ähnlich der Dürre-Hilfen für Landwirte 2018. Die CSU will diese Forderung im nächsten Koalitionsausschuss zum Thema machen. Die geforderte Mehrwertsteuersenkung verdiene eine sorgfältige Prüfung, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier der Bild am Sonntag. Er könne sich aber auch konkrete Hilfen bei Modernisierungen und Kosteneinsparungen vorstellen.

19.4.2020, 2:00 Uhr – Bundesregierung: Brauchen bis zu zwölf Milliarden Schutzmasken jährlich

Die Bundesregierung rechnet in der Coronavirus-Krise mit einem Bedarf von jährlich bis zu zwölf Milliarden Atemschutzmasken. Diese Anzahl sei nötig, wenn allen Menschen in Deutschland das Arbeiten, Einkaufen und Busfahren mit Mundschutz ermöglicht werden solle, sagte Bundeswirtschaftsminister Altmaier der Bild am Sonntag. Ziel sei, schon in der zweiten Sommerhälfte Millionen OP-Masken und Mundschutze in Deutschland produzieren zu können. Der CDU-Politiker stellte Investitionszuschüsse und Abnahmegarantien in Aussicht.

19.4.2020, 1:15 Uhr – Österreich plant mit Ferientourismus im Sommer

Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger hat in der Corona-Krise bei der Frage nach Reisemöglichkeiten im Sommer Gesprächsbereitschaft gegenüber Deutschland angedeutet. „Die Einschränkung der Reisefreiheit wird uns in den nächsten Monaten noch erhalten bleiben“, sagte die ÖVP-Politikerin der Zeitung Die Presse. „Wenn Länder aber auch auf einem sehr guten und positiven Weg sind, wie beispielsweise Deutschland, dann gibt es durchaus auch die Möglichkeit, dass man sich bilateral einigt.“

Sie antwortete damit auf die Frage, ob Touristen im Sommer nach Österreich kommen und umgekehrt Österreicher ins Ausland fahren können. Man müsse sich aber darauf einstellen, „dass es in diesem Jahr eine andere Art von Urlaub geben wird.“

18.4.2020, 22:00 Uhr – Mehr als 190 Infizierte in Rehaklinik im Kreis Heilbronn

In einer Rehaklinik im Kreis Heilbronn sind bisher etwas mehr als 190 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Darunter seien 110 Patienten, teilte das SRH Gesundheitszentrum Bad Wimpfen auf seiner Internetseite mit. Seit Freitagabend steht die Klinik demnach unter Quarantäne. Patienten dürften das Haus nur verlassen, falls im Notfall eine Verlegung notwendig sei.

18.4.2020, 21:29 Uhr – Offenbar mehr als 100.000 Corona-Tote in Europa

In Europa sind inzwischen mehr als 100.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich am Abend auf mindestens 100.501, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben ergab. Das sind knapp zwei Drittel der weltweiten Covid-19-Todesfälle. Insgesamt wurden fast 1,14 Millionen Coronavirus-Fälle in europäischen Ländern registriert. Europa ist der am stärksten von der Pandemie betroffene Kontinent. Weltweit liegt die Zahl der bestätigen Corona-Infektionsfälle bei fast 2,3 Millionen.

18.4.2020, 20:46 Uhr – Hunderte Menschen bei unerlaubter Demonstration in Berlin

Trotz geltender Kontaktbeschränkungen haben in Berlin wieder mehrere Hundert Menschen gegen eine Einschränkung von Grundrechten in der Coronavirus-Krise demonstriert. Die Polizei forderte die Teilnehmenden über Lautsprecher auf, die unerlaubte Demonstration zu zu verlassen. Die meisten seien dem Aufruf gefolgt, vereinzelt sei zu „freiheitsbeschränkenden Maßnahmen“ gegriffen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Rund 100 Kräfte seien im Einsatz gewesen.

18.4.2020, 19:24 Uhr – Fast die Hälfte der Bundesbürger ist für Maskenpflicht

Fast die Hälfte der Bundesbürger würde einer Umfrage zufolge eine landesweite Maskenpflicht während der Coronavirus-Pandemie befürworten. 46,2 Prozent sprachen sich für die Bedeckung von Mund und Nase in der Öffentlichkeit aus, hieß es in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für den Berliner Tagesspiegel. Gegen eine Maskenpflicht sprachen sich demnach 39,7 Prozent der Befragten aus, 14,1 Prozent waren unentschieden. Die kontrovers diskutierte und in einzelnen Bundesländern und Städten bereits eingeführte oder angekündigte Maskenpflicht bezieht sich nicht auf das Tragen medizinischer Schutzmasken, sondern sogenannter Community-Masken zur Abdeckung von Mund und Nase in der Öffentlichkeit.

18.4.2020, 17:41 Uhr – In Kanada flohen Pfleger aus Angst aus einem Heim

Pfleger haben ein kanadisches Seniorenheim aus Angst vor dem Coronavirus fluchtartig verlassen. Die Gesundheitsbehörden fanden die Heimbewohner in Dorval bei Montréal erst Tage später vor. Viele der Überlebenden waren dehydriert, unterernährt und teilnahmslos. Zwei Todesfälle blieben tagelang unbemerkt.

Der Premierminister von Quebec, Francois Legault, kündigte Ermittlungen wegen grober Fahrlässigkeit an. Laut Legault waren am Ende nur noch zwei Pflegekräfte in dem Heim, um die insgesamt 130 Bewohner zu versorgen. Offiziellen Angaben zufolge starben mindestens fünf Heimbewohner an der Lungenkrankheit Covid-19. Der Todesursache von 26 weiteren Fällen geht nun ein Gerichtsmediziner nach.

18.4.2020, 17:25 Uhr – Deutsches Kreuzfahrtschiff „Artania“ darf Australien verlassen

Nach mehr als drei Wochen hat das wegen der Coronavirus-Krise in Australien gestrandete deutsche Kreuzfahrtschiff „Artania“ seine Heimreise angetreten. Das Schiff, auf dem sich noch elf Passagiere und rund 300 Besatzungsmitglieder befinden, lief in Fremantle aus, wie der Gouverneur von Western Australia mitteilte. Zuerst soll die „Artania“ Indonesien ansteuern, um Besatzungsmitglieder und Passagiere abzusetzen, dann nimmt sie Kurs auf Europa.

Rund 800 der überwiegend deutschen Passagiere waren bereits am 27. März ausgeflogen worden. Nach Angaben des australischen Gesundheitsministeriums wurden zwölf Passagiere der „Artania“ positiv auf das Virus getestet.

18.4.2020, 15:32 Uhr – Bayern will weiter Krankschreibung per Telefon

Bayern pocht auf die Ausnahmeregelung bei Krankschreibungen für Arbeitnehmer. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kritisierte, dass Arbeitnehmer für Krankschreibungen bei leichten Atemwegsbeschwerden vom kommenden Montag an wieder zum Arzt gehen müssen. „Dieser Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses ist mit Blick auf die Gefahren durch die Corona-Pandemie verfrüht“, erklärte Huml.

Sie fordert deshalb eine Verlängerung der Regelung, dass Krankschreibungen bei leichten Atemwegsbeschwerden auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt möglich sind. Es sei sonst zu befürchten, dass auch Covid-19-Patienten wieder in den Arztpraxen erschienen und dadurch andere Menschen ansteckten.

18.4.2020, 13:57 Uhr – Deutscher Städtetag rechnet nicht mit Run auf Geschäfte

Der Deutsche Städtetag rechnet bei der Wiedereröffnung kleinerer Geschäfte von diesem an Montag mit Zurückhaltung der Kunden. „Wir gehen davon aus, dass die Bevölkerung die wiedergewonnenen Möglichkeiten gerne nutzen wird“, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der Deutschen Presse-Agentur. „Aber wir erwarten jetzt auch nicht den riesigen Ansturm: Die Geschäfte, die jetzt wieder öffnen, sind eine Woche später noch genauso erreichbar.“ Die Städte rechneten damit, dass diese ersten Lockerungen auch mit der weiter gebotenen Vorsicht genutzt werden.

18.4.2020, 12:58 Uhr – Queen Elizabeth II. verzichtet auf Geburtstagsfeier

Die britische Königin Elizabeth II. verzichtet in diesem Jahr auf jegliche Form von Feierlichkeiten zu ihrem Geburtstag. Wie das Königshaus mitteilte, hält die Monarchin vor allem die traditionellen Salutschüsse für unangebracht in einer Phase, in der das Land mit der Corona-Pandemie zu kämpfen habe. Es ist das erste Mal in ihrer 68jährigen Regentschaft, dass Elizabeth um den Verzicht auf die üblichen Gepflogenheiten bittet. Sie wird am 21. April 94 Jahre alt. Normalerweise wird ihr Geburtstag im Juni nachgefeiert.

Queen-Gitarrist Brian May hat der britischen Regierung indessen schwere Mängel bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie vorgeworfen. Es sei eine „ewige Schande“, dass noch nicht einmal die Ärzte und Krankenpfleger in den Kliniken bei der Behandlung der Infizierten ausreichend geschützt werden, sagte der Rockmusiker. Der staatliche Gesundheitsdienst National Health Service, kurz: NHS, sei seit vielen Jahren in einem schlechten Zustand. „Und das ist der Preis, den wir jetzt zahlen müssen“, sagte May. Der 72-Jährige, der auch Astrophysiker ist, sprach von einer „nationalen Tragödie“. In Großbritannien mangelt es an Schutzausrüstungen, Tests, Beatmungsgeräten und Personal in den Krankenhäusern.

18.4.2020, 11:47 Uhr – Polizeigewerkschaften fordern Pflicht für Mund-Nasen-Schutz

Die beiden großen Polizeigewerkschaften in Deutschland fordern eine Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und Geschäften. Der Vize-Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek, sagte, im Vergleich zu anderen Auflagen sei ein Mund-Nasen-Schutz der geringere Eingriff, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Radek betonte, dass die Maßnahme Polizistinnen und Polizisten bei ihren Einsätzen helfen würde
Bund und Länder haben nach ihrer Schaltkonferenz am Mittwoch nur eine dringende Empfehlung für das Tragen einer Schutzmaske beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln ausgesprochen. Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern haben allerdings bereits angekündigt, eine Maskenpflicht einzuführen.

18.4.2020, 10:05 Uhr – Kanzleramtschef Braun rät zu Patientenverfügungen

Kanzleramtschef Helge Braun rät dazu, eine Patientenverfügung zu verfassen. „Eine Patientenverfügung ist immer sinnvoll, gerade bei hochbetagten und stark vorerkrankten Menschen. Und auch in dieser Corona-Krise“, sagte Braun, der selbst Mediziner ist, der Düsseldorfer Rheinischen Post und dem Bonner General-Anzeiger. Wer im Krankenhaus nicht mehr intubiert oder beatmet werden, sondern lieber im Kreis der Familie sterben wolle, könne das in einer Patientenverfügung festlegen.

Das könne auch verhindern, dass Angehörige Entscheidungen treffen müssten, die sie überforderten, sagte der CDU-Politiker. „Es ist für alle – den Kranken, die Familie und auch die Ärzte – eine Hilfe, wenn der Wunsch für die Behandlung oder eben Nichtbehandlung schriftlich festgelegt ist.“ Das sei nicht immer leicht. Es gebe aber gute Berater, die beim Aufsetzen einer Patientenverfügung helfen würden.

18.4.2020, 9:39 Uhr – NBA-Profis verzichten auf Gehalt

Die Basketballer aus der nordamerikanischen Profiliga NBA werden vom 15. Mai an auf 25 Prozent ihres Gehaltes verzichten. Eine entsprechende Übereinkunft mit der Spielergewerkschaft gab die Liga bekannt. Der Spielbetrieb in der NBA ist seit dem 11. März unterbrochen, wann es weitergehen könnte, ist laut Liga-Chef Adam Silver weiterhin unklar. Im Zuge der Coronavirus-Pandemie gibt es laut Silver bereits mehr als die sieben bekanntgewordenen Fälle von Basketball-Profis, die positiv auf das Virus getestet wurden.

18.4.2020, 8:54 Uhr – Daimler fährt Produktion wieder hoch

Der Autobauer Daimler fährt nach dem mehrwöchigen Stillstand wegen der Coronavirus-Krise seine Werke wieder hoch. Konzern und Betriebsrat teilten mit, ab Montag werde an den ersten Standorten wieder gearbeitet, teilweise aber erst einmal nur in einer Schicht, teilweise aber auch schon wieder in drei Schichten.

Um eine Infektionsgefahr zu vermeiden, gebe es umfangreiche Hygienevorgaben. Daimler hatte große Teile seiner Produktion im März heruntergefahren, seit dem 6. April sind bis Monatsende Zehntausende Mitarbeiter in Kurzarbeit. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind nach Konzernangaben noch nicht abzusehen.

18.4.2020, 8:02 Uhr – Grüne fordern Recht auf Homeoffice

Die Grünen im Bundestag fordern für Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch, auch nach der Corona-Pandemie freiwillig zu Hause arbeiten zu können - mit Rückkehrrecht an den festen Arbeitsplatz. Fraktionsvorsitzende Göring-Eckart sagte, viele Menschen merkten zurzeit, dass mobiles Arbeiten viele Vorteile mit sich brächte. Für die Ausrüstung eines Heimarbeitsplatzes müssten demnach die Arbeitgeber sorgen. Haushalte, Unternehmen und Behörden sollen nach dem Wunsch der Grünen-Fraktion auch den Rechtsanspruch auf einen schnellen Breitband-Internetanschluss haben.

18.4.2020, 5:30 Uhr – Bundeswehr hält 37.000 Soldatinnen und Soldaten bereit

Für den Einsatz in der Coronavirus-Krise hält die Bundeswehr inzwischen mehr als 37.000 Soldatinnen und Soldaten zur Unterstützung von Ländern und Kommunen bereit. Zu dem Einsatzkontingent Hilfeleistung Corona gehörten mehr als 17.000 Männer und Frauen aus dem Sanitätsdienst der Streitkräfte, heißt es in einer Vorlage für die Spitze des Verteidigungsministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

18.4.2020, 3:51 Uhr – Schülerinnen und Schüler in Hessen sollen nicht wegen der Krise sitzenbleiben

Schülerinnen und Schüler in Hessen müssen während der Corona-Krise nicht um ihre Versetzung in das nächste Schuljahr bangen. „Da die Leistungsbewertung in diesem Schulhalbjahr nur eingeschränkt möglich sein wird, soll in der Regel eine Versetzung erfolgen“, teilte das Kultusministerium mit. In Fällen, bei denen schon vor Schließung der Schulen wegen des Coronavirus die schulischen Leistungen womöglich nicht für eine Versetzung gereicht hätte, soll das Gespräch mit Schülern und Eltern gesucht werden, um auf die Möglichkeit der freiwilligen Wiederholung des Schuljahres hinzuweisen, hieß es weiter.

An Hessens Schulen wird vom 27. April an schrittweise wieder der Unterricht aufgenommen, beginnend zunächst mit den Abschlussjahrgängen und den vierten Klassen an Grundschulen. Wegen der Corona-Pandemie verschiebt das Land die Abschlussprüfungen für Real und Hauptschulen.

18.4.2020, 2:40 Uhr – Heil stellt Anhebung des Kurzarbeitergeldes in Aussicht

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat angesichts der Gesundheits- und Wirtschaftskrise eine baldige Anhebung des Kurzarbeitergeldes in Aussicht gestellt. Nicht nur für Geringverdiener, auch für Facharbeiter bedeute Kurzarbeit einen erheblichen Einbruch, sagte Heil der Neuen Osnabrücker Zeitung:

„Miete und Rechnungen müssen ja weiterbezahlt werden. Deswegen suchen wir in der Regierung und mit den Sozialpartnern intensiv nach einer Lösung.“

Der Minister stellte sich damit hinter eine Forderung des Deutschen Gewerkschaftsbundes, die staatlichen Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld von 60 auf 80 Prozent der Nettoeinbußen (87 Prozent bei Arbeitnehmern mit Kindern) für die Monate Mai, Juni und Juli aufzustocken.

17.4.2020, 21:52 Uhr – Johns-Hopkins-Uni: Mehr als 150.000 Corona-Tote weltweit

Trotz weltweiter Maßnahmen gegen das neue Coronavirus sind nach Daten von US-Forschern inzwischen mehr als 150.000 damit infizierte Menschen gestorben. Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen lag der Johns-Hopkins-Universität zufolge am Freitagabend (21.30 Uhr MESZ) bei mehr als 2,2 Millionen.

Die meisten Todesfälle infolge der Coronavirus-Pandemie gab es bislang in den USA (rund 34.000), Italien (23.000), Spanien (19.000), gefolgt von Frankreich und Großbritannien. Die Daten der US-Forscher zeigen in der Regel höhere Stände als jene der Weltgesundheitsorganisation, weil sie regelmäßiger aktualisiert werden.

17.4.2020, 21:13 Uhr – RKI: Ansteckungsrate bleibt auf niedrigem Niveau

Die Ansteckungsrate bei dem neuen Corona-Virus stabilisiert sich dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge auf niedrigem Niveau. Die sogenannte Reproduktionsrate (R) werde auf 0,7 geschätzt, hieß es im aktuellen Lagebericht des RKI. Das bedeute, dass im Mittel fast jeder Infizierte eine weitere Person anstecke und somit die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgehe.

Auch gestern war dieser Wert erreicht worden. RKI-Chef Lothar Wieler hatte wiederholt betont, Ziel sei es, die Rate möglichst auf unter 1,0 zu drücken. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte betont, die Marke sei auch in Hinblick auf Lockerungen der Corona-Auflagen ein wichtiges Kriterium.

17.4.2020, 21:02 Uhr – 160 Milliarden Dollar für arme Länder

Infektionszahlen durch Coronavirus RKI meldet Erfolg, doch die Politik mahnt zur Vorsicht

Es ist eine gute Nachricht: Die Zahl, wer wie viele Menschen mit dem Coronavirus ansteckt, geht zurück. Damit dürfte die Diskussion um weitere Lockerungen wieder stärker werden, doch die Regierung mahnt zur Vorsicht.  mehr...

17.4.2020, 7:00 Uhr – Wuhan korrigiert Zahl der Corona-Toten drastisch nach oben

Die chinesische Stadt Wuhan hat die Zahl der Corona-Toten überraschend um rund 50 Prozent nach oben korrigiert. Wie die Behörden mitteilten, sind in der zentralchinesischen Metropole, in der die Pandemie ihren Ausgang genommen hatte, weitere 1290 Menschen in Folge der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Toten in Wuhan auf 3896 Tote. Bislang waren nur 2579 Tote berichtet worden.

17.4.2020, 6:40 Uhr – Ex-Trump-Anwalt kommt wegen Corona wohl vorzeitig aus Haft

Der frühere Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, soll laut einem Medienbericht wegen der Corona-Pandemie vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Wie der Sender CNN unter Berufung auf dessen Anwalt Roger Adler berichtete, informierte die US-Bundesgefängnisbehörde Cohen bereits entsprechend.

17.4.2020, 4:28 Uhr – Schäuble bringt verkürzte Sommerferien ins Spiel

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat eine Verkürzung der Sommerferien ins Spiel gebracht. Durch einen solchen Schritt bekämen Schüler die Gelegenheit, den durch die Corona-Pandemie versäumten Stoff nachzuholen, sagte der Politiker der "Augsburger Allgemeinen Zeitung". Das Urlaubskonto vieler Eltern sei durch die Krise schon jetzt strapaziert und es sei noch aus vielen Gründen unklar, wann und wie man im Sommer verreisen könne.

Geschlossene Schulen bis 4. Mai So öffnen die einzelnen Bundesländer ihre Schulen

Ab dem 4. Mai sollen die Schulen in Deutschland wieder öffnen. Vorerst nur schrittweise und auch nicht für alle Jahrgänge. Dabei ist die Planung für jedes Bundesland unterschiedlich. Hier gibt's die Übersicht.  mehr...

17.4.2020 - 1:33 Uhr: Frankreichs Wirtschaftsminister: Keine Miete für kleine Firmen

Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hat große Immobilienunternehmen darum gebeten, kleinen Unternehmen wegen der Corona-Krise die Miete zu erlassen. Er bitte für Firmen mit weniger als zehn Beschäftigten nicht um einen Aufschub, sondern darum, drei Monatsmieten zu streichen, sagte Le Maire im französischen Fernsehen. 

17.4.2020, 0:40 Uhr – Trump will Corona-Lockerungen in drei Phasen

US-Präsident Donald Trump will die Corona-Auflagen schrittweise lockern und das Land in drei Phasen zurück in die Normalität führen. Das geht aus Richtlinien hervor, die Trump den Gouverneuren vorgestellt hat. Einen genauen Zeitplan beinhalten sie nicht. Die Entscheidungshoheit liege bei den Gouverneuren, sagte Trump.

17.4.2020, 0:00 Uhr – ARD-Deutschlandtrend: Corona-Auflagen als Belastung

Knapp ein Drittel der Deutschen fühlt sich nach einer Umfrage durch die Corona-Auflagen stark belastet. Im sagten 31 Prozent der Befragten, sie sähen die Maßnahmen als starke oder sehr starke Belastung. Bei den unter 40-Jährigen ist dieses Gefühl mit 41 Prozent Zustimmung besonders stark. Gut ein Viertel der Befragten hat laut der Umfrage keine Probleme mit dem Lockdown.

16.4.2020, 22:29 Uhr – RKI meldet sinkende Corona-Ansteckungsrate

Nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) sinkt die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland unter eine wichtige Marke. Statistisch gesehen stecke ein Infizierter jetzt weniger als einen weiteren Menschen an. Die so genannte Reproduktionsrate liege bei etwa 0,7. In den vergangenen Tagen hatte dieser Wert bei eins oder leicht darüber gelegen. Der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, hatte wiederholt gesagt, Ziel sei es, den Wert auf eins oder möglichst darunter zu drücken.

16.4.2020, 21:06 Uhr – Ausgangsbeschränkungen in Großbritannien verlängert

Großbritannien hat die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie um drei Wochen verlängert. Außenminister Dominic Raab erklärte, eine Lockerung sei zu gefährlich. Die Briten dürfen ihre Wohnungen kaum verlassen. Alle Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen, sind geschlossen.

16.4.2020, 18:53 Uhr – Scholz erwägt höhere Steuern für Besserverdienende

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) erwägt höhere Steuern für Besserverdienende als Möglichkeit, um die durch die Corona-Krise entstandenen Schulden auszugleichen, sagte er der Bild-Zeitung. Diejenigen, die ein paar Hunderttausend Euro verdienten, könnten dafür sorgen, dass Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen entlastet werden.

16.4.2020, 18:21 Uhr – Maas: „Weltweite Reisewarnungen bleiben bestehen“

Das Auswärtige Amt rät weiter von Reisen ins Ausland ab. Das hat Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) mitgeteilt. Die weltweite Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie werde vorerst nicht aufgehoben. Alles andere wäre unverantwortlich, sagte der SPD-Politiker. Die Gefahr, dass Urlauber in anderen Ländern stranden, sei zu groß.

16.4.2020, 17:34 Uhr – Merkel pocht auf Zusammenarbeit

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in der G7-Schalte der Staats- und Regierungschefs darauf gepocht, dass alle Länder bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie zusammenarbeiten. Das sagte ein Regierungssprecher nach der Konferenz, die US-Präsident Donald Trump einberufen hatte. Die Kanzlerin habe dabei die Verantwortung für die Situation in Afrika unterstrichen. Zudem habe Merkel die Bedeutung der WHO sowie weiterer internationaler Gesundheitsinitiativen zur Pandemie-Bekämpfung betont.

16.4.2020, 16:38 Uhr – Facebook will gegen Corona-Fake-News vorgehen

Facebook will gegen Fake News in Sachen Coronavirus vorgehen und seine Nutzer aufklären. Falschmeldungen, wie zum Beispiel dass die Atemwegserkrankung Covid-19 durch das Trinken von Bleichmitteln geheilt werden könne oder das Abstandhalten die Virus-Ausbreitung nicht eindämme, seien mittlerweile entfernt worden. Die betroffenen Nutzer, die diese Falschmeldungen geliked, kommentiert oder anders darauf reagiert hätten, würden informiert und bald mit wahren Nachrichten versorgt, erklärt Facebook-Chef Mark Zuckerberg.

16.4.2020, 12.10 Uhr – Heil: Bundesregierung beschließt ergänzenden Arbeitsschutz

Die Bundesregierung hat nach Angaben von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bundesweit einheitliche, ergänzende Arbeitsschutzstandards zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus beschlossen. Darin würden zehn Regeln konkret und verbindlich formuliert, sagt Heil in Berlin. So müsse der Abstand von 1,5 Metern zueinander überall eingehalten werden – ob im Freien, im Fahrzeug oder auch in der Werkshalle. Arbeitgeber müssten auch zusätzliche Hygienemaßnahmen ermöglichen.

16.4.2020, 11.25 Uhr – WHO: „Europa ist im Auge des Covid-19-Sturms“

Rund die Hälfte der Covid-19-Fälle ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation in Europa registriert. Die kommenden Wochen seien für die Region entscheidend, sagt WHO-Europa-Direktor Hans Kluge. „Europa liegt im Auge des Covid-19-Sturms.“ Jetzt sei mehr denn je die Zeit für Solidarität. Europa stehe am Beginn einer Phase, in der erste Beschränkungen gelockert würden. „Aber es gibt keinen schnellen Weg zurück zur Normalität.“

16.4.2020, 9:19 Uhr – IWF schafft neuen Topf für kurzfristige Finanzhilfen

Der Internationale Währungsfonds hat den Weg für mehr kurzfristige Liquiditätshilfen freigemacht. Dafür sei extra ein neuer Topf (SLL) geschaffen worden, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa. Dieser richtet sich an Länder, die wegen der Corona-Krise in Zahlungsschwierigkeiten sind.

16.4.2020, 9:05 Uhr – Indigene in Brasilien sperren ihre Gebiete wegen Coronavirus

Mindestens 23 indigene Völker in 12 der 27 brasilianischen Gliedstaaten haben die Zugänge zu ihren Dörfern blockiert. Das berichten örtliche Medien. Damit soll eine Ansteckung der Indigenen mit dem Coronavirus verhindert werden.

16.4.2020, 8:05 Uhr – Maskenpflicht in Läden und ÖPNV in Hanau

Nach den angekündigten schrittweisen Öffnungen im Einzelhandel ab kommender Woche hat die Stadt Hanau wegen der Corona-Infektionsgefahr für das Betreten der Geschäfte eine Maskenpflicht angeordnet. Die Regelung gilt auch im öffentlichen Nahverkehr.

16.4.2020, 8:00 Uhr – Mehr als 130.000 Infektionen in Deutschland

In Deutschland hat die Zahl der Infektionsfälle nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) die Schwelle von 130.000 überstiegen. Das RKI zählt nach den Angaben auf seiner Internet-Seite aktuell 130.450 Fälle – ein Plus von 2866 im Vergleich zu Mittwoch. Die Zahl der Toten stieg im selben Zeitraum um 315 auf 3.569. Rund 77.000 Menschen sind demnach genesen.

16.4.2020, 6:15 Uhr – Situation in Italien entspannt sich langsam

In Italien ist die Zahl der Corona-Intensivpatienten deutlich gesunken. Sie liegt nach Behördenangaben aktuell bei etwas über 3.000. Das ist ein Viertel weniger als noch zu Monatsbeginn. Die Zahl der Infizierten in Italien stieg im Vergleich zum Vortag um nur 1,6 Prozent, das ist der niedrigste Wert seit einem Monat.

16.4.2020, 6:00 Uhr – Amnesty International warnt wegen Menschenrechten

Amnesty International warnt davor, dass im Zuge der Corona-Krise Menschenrechte in Europa zunehmend eingeschränkt werden. Viele Maßnahmen seien zwar notwendig, erklärt die Organisation in ihrem Jahresbericht. Einige Regierungen nutzten die Pandemie aber zur Diskriminierung, Repression und Aushöhlung von Rechtsstaatlichkeit. Konkret nennt Amnesty Ungarn, Polen und die Türkei. In Ungarn erlaubt ein Gesetz der Regierung, auf unbestimmte Zeit per Dekret zu regieren.

16.4.2020, 05:20 Uhr – IWF: Pandemie bringt Asiens Wachstum zum Stillstand

Asiens Wirtschaftswachstum wird in diesem Jahr laut einem Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) zum ersten Mal seit 60 Jahren infolge der Corona-Epidemie ein Nullwachstum erleiden. Der Virus fordere einen „beispiellosen Tribut“ an den Dienstleistungssektor der Region und die wichtigsten Exportziele.

16.4.2020, 4:25 Uhr – DiCaprio versteigert für Coronavirus-Spende Statistenrollen in nächstem Film

Hollywoodstar Leonardo DiCaprio will Menschen in der Coronavirus-Krise mit der Chance auf eine Statistenrolle in seinem nächsten Film zum Spenden bewegen. DiCaprio und sein Schauspielkollege Robert De Niro schlossen sich einer Initiative an, die Fans im Gegenzug für eine Spende die Aussicht auf ein Treffen mit ihrem Idol bietet.

Ein per Zufall ausgewählter Spender wird im nächsten Film der beiden, „Killers of the Flower Moon“, eine Statistenrolle bekommen. Neben einem Mittagessen mit den beiden Hauptdarstellern und Regie-Altmeister Martin Scorsese wird der Gewinner auch zur Premierenfeier eingeladen.

16.4.2020, 4:18 Uhr – China meldet leichten Anstieg bei lokalen Corona-Infektionsraten

Das chinesische Festland meldet 46 neue bestätigte Coronavirus-Fälle – so viele wie am Vortag. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der bestätigten Fälle nach offiziellen Angaben auf 82.341. China berücksichtigt bei seiner Zählung Patienten ohne klinische Symptome wie Husten oder Fieber nicht. Es seien keine weiteren Todesfälle aufgetreten, die Zahl der Todesopfer bleibt daher bei 3.342.

16.4.2020, 3:15 Uhr – Herzerwärmender Applaus für Krankenhauspersonal

Polizistinnen, Polizisten und Feuerwehrleute haben am Mittwoch minutenlang Frauen und Männern applaudiert, die gerade einer nach dem anderen ankamen, um ihren Dienst im Valley Medical Center, einem Krankenhaus im kalifornischen San Jose anzutreten (Video). In Kalifornien sind fast 25.000 Menschen an Covid-19 erkrankt. Rund 800 sollen gestorben sein.

16.4.2020, 00:30 Uhr – Los Angeles: Großveranstaltungen bis 2021 unwahrscheinlich

In Los Angeles werden große Zusammenkünfte wie Konzerte und Sportveranstaltungen wegen des Ausbruchs des Coronavirus voraussichtlich erst 2021 wieder erlaubt sein. „Nichts, was ich gehört habe, deutet darauf hin, dass wir zu solchen Massenveranstaltungen wieder zusammenkommen können, wahrscheinlich nicht für den Rest dieses Jahres“, sagte Bürgermeister Eric Garcetti in einem Interview auf CNN.

15.4.2020, 22:50 Uhr – Zahl der Toten in den USA verdoppelt sich sich innerhalb einer Woche auf über 30.000

Nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters ist die Zahl der Toten in den USA innerhalb einer Woche mehr als verdoppelt – auf über 30.000. Allein am Mittwoch stieg sie um 1.593, wobei noch Angaben aus einigen Bundesstaaten fehlten. In dem Land mit fast 330 Millionen Einwohnern sind große regionale Unterschiede zu erkennen: Den Reuters-Zahlen zufolge meldeten 17 der 50 Bundesstaaten am Dienstag weniger als 100 neue Tote. Die Zahl der bekannten Infektionen liegt demnach insgesamt bei über 615.000.

15.4.2020, 20:48 Uhr – Lindner: Lockerungen noch mehr ausweiten

FDP-Chef Christian Lindner ist dafür, die Lockerungen noch etwas auszuweiten. „Wäre bei Handel, Gastronomie und Bildung nicht etwas mehr möglich, wenn Schutzkonzepte vorliegen?“, twittert er. „Die Regierung sollte jedenfalls wöchentlich prüfen und nicht erst Ende April.“

15.4.2020, 19:20 Uhr – Rumänischer Erntehelfer stirbt offenbar an Corona

In Bad Krotzingen bei Freiburg ist ein rumänischer Erntehelfer nach einer Corona-Infektion gestorben. Das meldet der „Spiegel“. Der 57-Jährige soll in einem Betrieb bei der Spargelernte geholfen haben. Offenbar hat er sich nach seiner Einreise am 20. März in Deutschland mit dem Virus infiziert, Kontaktpersonen werden jetzt auf mögliche weitere Ansteckungsfälle hin untersucht.

15.4.2020, 17:29 Uhr - WHO-Chef bedauert Trump-Aussagen

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus bedauert die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Beiträge zu seiner Organisation zu stoppen. Man werde mit den Partnern
zusammenarbeiten, um etwaige Lücken zu füllen. Dies sei die Zeit, um geeint gegen einen gemeinsamen Feind vorzugehen.

15.4.2020, 14:39 Uhr – Österreich lockert Maßnahmen für Sportstätten

Österreich lockert jetzt auch Maßnahmen im Sportbereich. Ab Mai werden verschiedene Sportstätten wieder für den Breitensport geöffnet, sagt Vizekanzler und Sportminister Werner
Kogler. Als Beispiele nannte er Leichtathletik-Anlagen, Tennisplätze, Golfplätze sowie Pferdesport- und Schießanlagen. Spitzensportler dürfen unter gewissen Voraussetzungen schon ab dem 20. April wieder trainieren. Wann Veranstaltungen mit Zuschauern wieder stattfinden dürfen, ist dagegen noch offen.

15.4.2020, 13:11 Uhr – Geschäfte bis 800 Quadratmeter sollen wieder öffnen dürfen

Der Bund will es möglich machen, dass Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern wieder öffnen dürfen. Das steht in einer Beschlussvorlage des Corona-Kabinetts für die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten am Nachmittag, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die harten Kontaktbeschränkungen sollen demnach mindestens bis 3. Mai verlängert werden, die Grenzkontrollen bis 4. Mai. Auch die Schulen sollen demnach erst ab dem 4. Mai schrittweise wieder geöffnet werden.

15.4.2020, 11.35 Uhr – Mehr als eine Million Corona-Infektionen in Europa

Mehr als eine Million Menschen in Europa haben sich mittlerweile mit dem neuen Coronavirus angesteckt. Damit gibt es etwas mehr als die Hälfte der Menschen weltweit, die positiv auf das Virus getestet wurden, in Europa. In Zusammenhang mit dem Virus sind hier auch fast 85.000 Menschen gestorben – damit stammen zwei Drittel der weltweit offiziell registrierten Corona-Toten aus Europa. Weltweit sind etwa zwei Millionen Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 126.000 Menschen sind daran gestorben.

15.4.2020, 10:12 Uhr – BDI fordert klaren und bundesweit einheitlichen Zeitplan für Neustart

Der Spitzenverband der Industrie (BDI) fordert von Bundesregierung und Ländern einen klaren und bundesweit einheitlichen Zeitplan für einen Neustart. „Unsere Unternehmen müssen bald wissen, in welchen Stufen das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben wieder anlaufen soll“, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf. „Wenn wir es nicht schaffen, schon bald den Stillstand von Wirtschaft und Gesellschaft stufenweise wieder aufzuheben, drohen erhebliche Konsequenzen für unsere Unternehmen.“

15.4.2020, 8:45 Uhr – Bundeselternrat: Es fehlen klare Vorgaben für Schulöffnung

Bei der Frage um Schulöffnungen fordert der Bundeselternrat ein einheitliches bundesweites Vorgehen. Dessen Vorsitzender Stephan Wassmuth kritisierte im SWR Tagesgespräch, es fehle an klaren Vorgaben der Kultusminister, auf was sich die Schulen in den kommenden Wochen einstellen müssten. Hier zeige sich eine Schwäche des Föderalismus, so Wassmuth. Bundeskanzlerin Angela Merkel berät am Nachmittag mit den Ministerpräsidenten, ob und wie die Corona-Beschränkungen auch für Schulen und Kindergärten schrittweise gelockert werden können.

15.4.2020, 7:48 – 96,8 Prozent weniger Passagiere in Frankfurt

Am Frankfurter Flughafen setzt sich der Einbruch der Passagier- und Frachtzahlen weiter fort. In der Woche vom 6. bis 12. April zählte der Flughafenbetreiber Fraport an Deutschlands größtem Airport 46.338 Fluggäste und damit 96,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

15.4.2020, 7.30 Uhr – Österreich testet neuen Abstandswarner

In Vorarlberg wird ab heute ein neu entwickelter Abstandswarner getestet. Das in Dornbirn hergestellte Gerät „Safedi“ wird von der österreichischen Landesregierung gefördert und soll durch akustische Signale verhindern, dass sich Menschen zu nah kommen und sich so das Coronavirus überträgt. Mit dem Abstandswarner ist es auch möglich ein anonymes Kontakttagebuch zu führen, wie bei der geplanten Corona-App.

15.4.2020, 7:05 Uhr – Neuseelands Premierministerin verzichtet auf 20 Prozent Gehalt

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern will in der Corona-Krise sechs Monate lang auf 20 Prozent ihrer Bezüge verzichten. Die Kürzung soll auch für die Mitglieder ihrer Regierung sowie für andere hohe Staatsbedienstete gelten. „Wenn es jemals eine Zeit gegeben hat, die Lücke zwischen verschiedenen Positionen zu schließen, dann jetzt“, sagte sie.

15.4.2020, 6:25 Uhr – Neue Zahlen des RKI für Deutschland

In Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) die Zahl der Infektionsfälle um 2.486 auf 125.584 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 285 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie gemeldet worden, teilt das RKI auf seiner Internet-Seite mit. Insgesamt beläuft sich damit nach Zählungen des RKI die Zahl der an dem Virus gestorbenen Menschen in Deutschland auf 3.254. Rund 72.600 Menschen sind demnach genesen.

15.4.2020, 6:20 Uhr – UN reagiert auf WHO-Zahlungsstopp der USA

Die UN hat die Ankündigung von US-Präsident Trump kritisiert, wonach die USA Finanzhilfen an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorerst einstellen. Die internationale Gemeinschaft müsse im Kampf gegen das Virus und die Folgen zusammenhalten und zusammenarbeiten, sagte UN-Generalsekretär António Guterres.

15.4.2020, 6:20 Uhr – UN reagiert auf WHO-Zahlungsstopp der USA

Die UN hat die Ankündigung von US-Präsident Trump kritisiert, wonach die USA Finanzhilfen an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorerst einstellen. Die internationale Gemeinschaft müsse im Kampf gegen das Virus und die Folgen zusammenhalten und zusammenarbeiten, sagte UN-Generalsekretär António Guterres.

Mitten in der Corona-Krise Trump verkündet Ausstieg aus Weltgesundheitsorganisation

Nach mehreren Ankündigungen hat US-Präsident Donald Trump jetzt Ernst gemacht: Er verkündete, dass die USA ihre Beziehungen zur Weltgesundheitsorganisation WHO abgebrochen haben.  mehr...

15.4.2020, 6:00 Uhr – Mehr als 2.200 Corona-Tote in den USA binnen 24 Stunden

In den USA sind innerhalb von 24 Stunden so viele Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben wie noch nie zuvor. Nach Angaben der Johns Hopkins Universität waren es mehr als 2.200 Todesfälle. Damit ist die Gesamtzahl der Todesopfer durch das Coronavirus in den USA auf fast 26.000 gestiegen. Zuletzt hatte die Universität zwei Tage lang einen Rückgang bei den Todesfällen gemeldet.

15.4.2020, 5:24 Uhr – Maas Maßnahmen nicht zu früh lockern

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) warnt vor dramatischen Folgen einer zu frühen Lockerung der Kontaktsperren in der Corona-Krise. „Der Blick über unsere Grenzen, wo es in einigen Ländern leider tagtägliche neue bittere Todeszahlen gibt, zeigt: Jeder Tag, den Kontaktsperren zu früh aufgehoben werden, kann für die Gesundheit vieler Menschen dramatische Folgen haben“, sagte Maas der Rheinischen Post.

15.4.2020, 4:34 Uhr – Laschet für gemeinsamen Länderkurs - Keine Alleingänge in Schulfrage

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat vor Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (beide CDU) über Lockerungen bei den harten Beschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie einen gemeinsamen Fahrplan der Länder gefordert. "Wir brauchen einen Konsens der 16 Länder. Gerade in der Schulpolitik darf es keine Alleingänge geben", sagte Laschet in Berlin vor der Konferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten am frühen Nachmittag.

15.4.2020, 3:06 Uhr – Unicef: Kinder brauchen gerade viel Schutz im Netz

Kinder sind in der Coronavirus-Gesundheitskrise viel im Netz unterwegs und brauchen nach Ansicht des UN-Kinderhilfswerks Unicef mehr Unterstützung. So bestehe zum Beispiel die Gefahr von Cybermobbing oder gefährlichen Inhalten ausgesetzt zu sein, warnt die Organisation. Um einen besseren Schutz zu ermöglichen und Eltern und Lehrer besser zu informieren, müssten Regierungen und die Internetunternehmen zusammenarbeiten. Das Leben von Millionen Kindern sei vorübergehend auf ihr Zuhause und ihren Bildschirm zusammmengeschrumpft. Sie bräuchten Hilfe, mit dieser neuen Realität umzugehen, fordert Unicef außerdem.

15.4.2020, 0:56 Uhr – Trump setzt Beitragszahlungen an WHO aus

US-Präsident Donald Trump setzt die Beitragszahlungen der USA für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus - mitten in der Coronavirus-Pandemie, von der die USA besonders stark betroffen sind. Trump habe die Regierung angewiesen, die Beitragszahlungen zu stoppen, während überprüft werde, welche Rolle die WHO bei der "schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus" gespielt habe, sagte Trump gestern Abend im Weißen Haus. Er kritisierte insbesondere, dass die WHO sich gegen Einreisesperren aus China ausgesprochen hatte. Diese Politik habe bei der Eindämmung der Epidemie "wertvolle Zeit" vergeudet, kritisierte Trump weiter.

14.4.2020, 21:46 Uhr – Heil: Kurzarbeit sichert Millionen Arbeitsplätze 

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zufolge haben bis zur vergangenen Woche 640.000 Betriebe Kurzarbeit angemeldet. Im "ARD Extra" sprach er von einem "wichtigen Instrument, um die Beschäftigten an Bord zu halten". Deutschlands Rücklagen würden jetzt helfen, die Wirtschaft möglichst lange durch die Krise zu bringen. Vor dem Gespräch der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bat der SPD-Politiker um Geduld. "Wir müssen auf eins bestehen, nämlich dass wir die Gesundheit der Bevölkerung schützen." Wenn es Lockerungen gebe, müsse man das "gesundheitspolitisch im Griff haben", betonte Heil.

14.4.2020, 20:44 Uhr – UN-Generalsekretär warnt vor "Epidemie der Desinformation"

Die Coronavirus-Pandemie verursacht nach Ansicht der Vereinten Nationen (UN) eine „gefährliche Epidemie der Desinformation“. Obwohl jetzt eine Zeit der „Wissenschaft und Solidarität“ sein sollte, gebe es viele Fehlinformationen, kritisierte UN-Generalsekretär António Guterres in einem Video. „Lügen verbreiten sich im Netz, Verschwörungstheorien infizieren das Internet“ und „Hass geht viral, stigmatisiert und diffamiert Menschen und Gruppen“.

Er nannte die Lage eine „Krankheit“, gegen die sich die Welt vereinen müsse. Der „Impfstoff“ dagegen sei Vertrauen - vor allem in die Wissenschaft.

14.4.2020, 19:32 Uhr – Mehr als 15.000 Corona-Tote in Frankreich

In Frankreich sind mittlerweile mehr als 15.000 Menschen an Covid-19 gestorben. Die Zahl der Opfer in Krankenhäusern und Altenheimen sei innerhalb eines Tages um fünf Prozent auf 15.729 gestiegen, teilen die Behörden mit. Am Montag und Sonntag betrug der Zuwachs der gemeldeten Todesopfer jeweils vier Prozent. Davor hatten schon Italien, Spanien und die USA mehr als 15.000 Corona-Tote gemeldet.

14.4.2020, 18:23 Uhr – USA planen Wiederanfahren die Wirtschaft am 1. Mai

Der Seuchen-Experte der US-Regierung, Anthony Fauci, dämpft Hoffnungen auf ein flächendeckendes Hochfahren der Wirtschaft in den kommenden zwei Wochen. Der 1. Mai alsZieldatum dafür sei für viele Teile des Landes „zu optimistisch“, sagt Fauci der Nachrichtagentur AP. Bei den Verfahren für Tests und zur Verfolgung von Infektionsketten gebees Mängel.

14.4.2020, 16:31 Uhr – Schulen in NRW sollen nach den Osterferien wieder öffnen

In Nordrhein-Westfalen sollen die Schulen in der kommenden Woche schrittweise wieder öffnen. Eine Woche später – ab dem 27. April – dann auch die ersten Kindertagesstätten. Das sagten NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) und NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) der Deutschen Presse-Agentur. Damit stellt Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland einen konkreten Zeitplan in Aussicht, wie die strengen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus gelockert werden könnten.

14.4.2020, 14:10 Uhr – EU-Kommission fordert enge Abstimmung bei Lockerung der Beschränkungen

Die EU-Mitgliedsstaaten sollen sich bei der Lockerung der Beschränkungen eng abstimmen. Das fordert die EU-Kommission. „Es ist Zeit, eine gut koordinierte Exit-Strategie der EU zu entwickeln“, hieß es in einem Entwurf für Empfehlungen der EU-Kommission. Der soll noch in dieser Woche verabschiedet werden. Zum Beispiel dürfe es eine Lockerung von Beschränkungen nur dann geben, wenn die Virus-Ausbreitung über eine ausreichend lange Zeit deutlich zurückgegangen sei. Außerdem müssten die Kapazitäten in Krankenhäusern groß genug sein, um mit einem möglichen Wiederanstieg von Neuinfektionen umzugehen.

14.4.2020, 12.19 Uhr – Spahn will einheitliche Lockerungen der Corona-Maßnahmen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn setzt darauf, dass Bund und Länder bei der möglichen Lockerung der Corona-Maßnahmen an einem Strang ziehen werden. Von den Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Regierungschefs der Länder am Mittwoch erwarte er eine „einheitliche Entscheidung“, sagte Spahn. Es sei aber normal, dass es zunächst in der Politik – ebenso wie in der Gesellschaft – Debatten über das richtige Vorgehen in der Corona-Krise gebe.

14.4.2020, 11:10 Uhr – Rund 1,1 Millionen Schüler im Abschlussjahr betroffen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes treffen die Schulschließungen bis zu 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler im Jahr ihres Schulabschlusses. Die Abschlussklassen der beruflichen Schulen sind in dieser Schätzung nicht enthalten.

Nach vorläufigen Ergebnissen der Behörde sind im aktuellen Schuljahr insgesamt rund 8,3 Millionen Schüler an allgemeinbildenden Schulen und 2,4 Millionen an berufsbildenden Schulen von den Schulschließungen bis mindestens zum Ende der Osterferien betroffen. Vermutlich bleiben die Schulen aber an vielen Orten noch länger geschlossen.

14.4.2020, 10.25 Uhr – RKI-Präsident Wieler: Positive Entwicklung über Ostern

Die Zahl der gemeldeten Neuansteckungen mit den Coronavirus ist in Deutschland über Ostern zurückgegangen. Das hat der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, mitgeteilt. Allerdings sei über die Feiertage auch weniger getestet worden. Insgesamt zeigten sich einige positive Tendenzen, zu denen alle Menschen in Deutschland beigetragen hätten, so Wieler. Der RKI-Chef forderte die Bevölkerung auf, nicht nachzulassen bei der Einhaltung der Schutzmaßnahmen. Wer könne, möge zu Hause bleiben, und wer sich draußen bewege, möge die Abstands- und Hygieneregeln einhalten.

14.4.2020, 10.00 Uhr – Italien sagt Nein zu 39 Milliarden der EU

Italien verzichtet auf einen Teil des vereinbarten Hilfspakets der EU. Dabei geht es um 39 Milliarden Euro aus dem Rettungsfonds ESM. Italiens stellvertretender Wirtschaftsminister Antonio Misiani stellte gestern klar: Sein Land werde aus dem Hilfspaket lediglich die Unterstützung beim Kurzarbeitergeld und die Darlehen der Europäischen Investitionsbank nutzen. Den dritten Teil des Hilfspakets aber, die angebotenen Mittel aus dem Euro-Rettungsfonds ESM, werde Rom nicht anrühren.

14.4.2020, 8.56 Uhr – Altmaier: Wirtschaft schrittweise wieder hochfahren

Die Wirtschaft und das Alltagsleben in Deutschland werden laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) schrittweise wieder hochgefahren werden. Dazu werde es sehr differenzierte Vorschläge geben, sagte Altmaier im ARD-Morgenmagazin. Ein konkretes Datum für die Rückkehr zur Normalität könne er aber nicht nennen. Für ihn habe aber bei allen Maßnahmen die Gesundheit Vorrang.

14.4.2020, 8.05 Uhr – Misereor befürchtet Massensterben

Das katholische Hilfswerk Misereor befürchtet ein „Massensterben“, sollte das Corona-Virus die Kriegsgebiete in Syrien und die überfüllten Flüchtlingslager im Libanon erreichen. Geschäftsführer Pirmin Spiegel sagte im SWR, allein in Idlib lebten drei Millionen Menschen zusammengepfercht auf engstem Raum. Abstand halten und Isolation seien weder dort noch in den Flüchtlingslagern möglich.

14.4.2020, 6:12 Uhr – RKI: mehr als 2.000 Neuinfektionen und 170 weitere Tote

In Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) die Zahl der Infektionsfälle um 2.082 auf 125.098 gestiegen. Innerhalb 24 Stunden seien 170 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie gemeldet worden, teilt das RKI auf seiner Internet-Seite mit. 68.200 Menschen sind demnach genesen. Einen Tag zuvor lag diese Zahl bei 64.600.

14.4.2020, 6.00 Uhr – Jugendherbergen vor der Pleite

In Deutschland stehen wegen der Corona-Pandemie viele gemeinnützige Sozialunternehmen vor der Pleite. Wie das ARD-Magazin Report Mainz berichtet, gibt es derzeit keine staatlichen Hilfen für soziale Einrichtungen wie Jugendherbergen oder Schullandheime, denen ihre Einnahmen komplett wegbrechen. Kredite der KfW-Bank gibt es dem Bericht zufolge nur für gewerbliche Unternehmen.

14.4.2020, 5.41 Uhr – Türkei lässt Zehntausende Häftlinge wegen Corona frei

Die Türkei lässt wegen der Corona-Pandemie rund 90.000 Häftlinge vorübergehend frei. Ein Teil soll ganz entlassen werde, ein anderer bekomme Hafturlaub. Das Parlament in Ankara hat dazu in der Nacht ein Gesetz verabschiedet. Die Gesetzesreform wegen der Corona-Pandemie gilt laut türkischen Medien für Gefangene über 65 Jahre, für Kranke und für Frauen mit kleinen Kindern. Sie sollen bis mindestens Ende Mai unter Hausarrest gestellt werden. Sexualverbrecher, Mörder, Drogendealer und Häftlinge, die beispielweise wegen Terrorverbrechen sitzen, seien davon ausgeschlossen.

14.4.2020, 4.00 Uhr – Österreich lockert Anti-Corona-Maßnahmen

Mit der stufenweise Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen wagt Österreich als eines der ersten Länder in Europa einen Schritt in Richtung Normalität. Von Dienstag an dürfen alle kleinen Läden mit weniger als 400 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie die Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen. Davon profitieren können rund 80 Prozent aller Einzelhändler.

14.4.2020, 3.23 Uhr – IWF gewährt 25 Staaten wegen Corona-Krise Schuldenerlass

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erlässt 25 der weltweit ärmsten Länder wegen der Coronavirus-Krise einen Teil ihrer Schulden. In den kommenden sechs Monaten müssten die betroffenen Länder ihre Schulden beim IWF nicht zurückzahlen, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgieva nach einer Sitzung des Exekutivrats am Montag. 500 Millionen Dollar aus dem neuen Katastrophenfonds des IWF seien bereitgestellt worden, um die Zahlungen für diese Länder abzudecken. 

Betroffen sind Afghanistan, Tadschikistan Jemen, Nepal, Haiti und die Salomonen sowie die 19 afrikanischen Staaten Benin, Burkina Faso, Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, die Komoren, Kongo, Liberia, Madagaskar, Malawi, Mali, Mosambik, Niger, Ruanda, São Tomé und Príncipe, Sierra Leone, Togo, der Tschad und die Zentralafrikanische Republik.

14.4.2020, 2.58 Uhr – Maas für einheitliche Tracking-App in der EU

Außenminister Heiko Maas (SPD) hat sich für eine einheitliche App im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus in der Europäischen Union ausgesprochen. „Wichtig ist, dass wir nicht bei einem Flickenteppich aus 27 Corona-Apps und 27 Datenschutzregimen landen, sondern möglichst abgestimmt vorgehen“, sagte Maas den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Damit leisten wir auch einen Beitrag, Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen in der EU schnell und dauerhaft wieder abzubauen“. Eine Corona-App wird laut Maas ein wichtiger Teil der Exit-Strategie sein – allerdings auf freiwilliger Basis. Man müsse nicht die „Big-Brother-Methoden autoritärer Staaten kopieren“.

13.4.2020, 20.40 Uhr – Frankreich verlängert Ausgangssperre bis 11. Mai

Wie erwartet hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie verlängert. Die Ausgangssperre gelte zunächst bis zum 11. Mai, sagte er in seiner Fernsehansprache. Es gebe Hoffnung, sagte er. Aber in der Region Grand Est oder im Großraum Paris seinen die Krankenhäuser überlastet.

Die strengen Regeln gelten bereits seit dem 17. März und wurden schon einmal verlängert. Die Französinnen und Franzosen dürfen nur das Haus verlassen, wenn es unbedingt nötig ist. Spaziergänge, Gassigehen oder Sport sind nur eine Stunde pro Tag im Radius von einem Kilometer zur Wohnung erlaubt.

Harte Corona-Maßnahmen Frankreich verlängert Ausgangssperre bis 11. Mai

Der französische Präsident Macron hat die Ausgangssperre um weitere vier Wochen verlängert. Macron sagte, es gebe zwar Hoffnung, aber der Kampf sei noch nicht gewonnen.  mehr...

13.4.2020, 19.43 Uhr – Coronavirus zehnmal tödlicher als die Schweinegrippe

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das Coronavirus zehnmal tödlicher als das als Schweinegrippe bekannte Virus H1N1, das 2009 zu einer Pandemie geführt hatte. Inzwischen lägen immer mehr Daten aus verschiedenen Ländern vor, weshalb es ein klareres Bild über die Auswirkungen des Virus gebe, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die gegen das Coronavirus verhängten Einschränkungen sollten daher nur langsam gelockert werden. Dem WHO-Chef zufolge kann das neuartige Virus nur komplett gestoppt werden, wenn ein „sicherer und effizienter Impfstoff“ entwickelt wird.

13.4.2020, 18.49 Uhr – Mehr als 20.000 Tote in Italien

In Italien ist die Zahl der Coronavirus-Toten auf mehr als 20.000 angestiegen. Wie der Zivilschutz in Rom mitteilte, starben seit Sonntag 566 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Die Gesamtzahl der Todesopfer seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 20.465. Damit ist Italien hinter den USA das Land mit den meisten Todesfällen weltweit.

13.4.2020, 18.19 Uhr – US-Experte rechnet mit Pandemie-Höhepunkt in dieser Woche

Der Chef des Zentrums für Seuchenkontrolle in den USA, Robert Redfield, rechnet in dieser Woche mit dem Höhepunkt der Corona-Pandemie in den USA. „Wir nähern uns genau jetzt der Spitze“, sagte der Behördenleiter dem Sender NBC. „Du weißt, du warst auf dem Höhepunkt, wenn es am nächsten Tag weniger Fälle gibt.“ In den USA sind mittlerweile mehr als 22.000 Menschen an Covid-19 gestorben, mehr als in jedem anderen Land der Welt.

13.4.2020, 17.42 Uhr – Trump: „Der Präsident entscheidet“

US-Präsident Donald Trump will schnell über Lockerungen entscheiden, damit die US-Wirtschaft wieder hochfahren kann. Diese Entscheidung liege „aus guten Gründen“ beim US-Präsidenten und nicht bei den Gouverneuren der Bundesstaaten, schreib er auf Twitter.

....It is the decision of the President, and for many good reasons. With that being said, the Administration and I are working closely with the Governors, and this will continue. A decision by me, in conjunction with the Governors and input from others, will be made shortly!

13.4.2020, 13:53 Uhr – Leopoldina schlägt Maskenpflicht für öffentlichen Personenverkehr vor

Berater der Bundesregierung empfehlen, den Schulunterricht so schnell wie möglich wieder zu starten. „Die Wiedereröffnung der Bildungseinrichtungen sollte sobald wie irgend möglich erfolgen, und zwar schrittweise und nach Jahrgangsstufen differenziert“, schreiben die Wissenschaftler der Leopoldina. Demnach sollen zuerst die Grundschulen, danach die Sekundarstufe I den Betrieb wieder aufnehmen. Außerdem sind die Experten dafür, eine Masken-Pflicht zum Beispiel in Bussen und Bahnen einzuführen. Das Gutachten der Leopoldina ist eine der Grundlagen für Beratungen der Bundesregierung mit den Ländern am Mittwoch. Dabei soll es um eine Lockerung der Kontakteinschränkungen gehen.

Empfehlungen für den Corona-Exit Was bedeutet Leopoldina?

Immer wieder ist von der Leopoldina die Rede, wenn die Bundesregierung sich wissenschaftlichen Rat holen will. Nicht nur jetzt in der Corona-Krise – auch schon davor, zum Beispiel in Sachen Klimawandel war die Leopoldina gefragt.  mehr...

13.4.2020, 12:46 Uhr – Corona-Regeln im Südwesten weitgehend eingehalten

Das Innenministerium von Baden-Württemberg hat eine positive Bilanz über Ostern gezogen. Stand Ostermontag 7:00 Uhr hätten sich die Menschen überwiegend an die Vorgaben gehalten. Die Polizei habe das in den vergangenen Tagen zu Fuß, zu Pferd, zu Wasser im Streifenwagen und aus der Luft kontrolliert. Von Karfreitag bis Montagmorgen wurden demnach 4.000 Fahrzeuge und mehr als 27.000 Menschen kontrolliert, dabei habe es 2.500 Verstöße gegeben. In vier von fünf Fällen seien zu große Gruppen im öffentlichen Raum gewesen. Auch die Polizei in Rheinland-Pfalz ist mit der Osterbilanz zu den Corona-Auswirkungen zufrieden. Auch hier hätten sich die Menschen an die Beschränkungen gehalten.

13.4.2020, 9:30 Uhr – Heinsberger Schüler fordern Abi-Absage

Abiturienten im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen fordern, dass die schriftlichen Abiturprüfungen dieses Jahr abgesagt werden. Dazu haben sie die Landesregierung in einem Brief aufgefordert. Der Kreis Heinsberg ist von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen. In ihrem Schreiben fordern die Schüler ein Durchschnittsabitur oder Prüfungen im kommenden Jahr aus. Wenn die Prüfungen wie angekündigt am 12. Mai geschrieben würden, könnte das den Notenschnitt vieler Schüler deutlich verschlechtern, argumentieren sie. Bei einem Durchschnittsabitur würden die Noten der vergangenen Halbjahre die Endnote bilden.

13.4.2020, 4:17 Uhr – Industrie in Spanien nimmt Arbeit wieder auf

In Spanien nehmen ab heute viele Industriebereiche die Arbeit wieder auf. Bislang durften wegen der Corona-Krise nur jene Betriebe arbeiten, die lebenswichtige Produkte herstellen. Diese Regelung endet nun. Die spanische Regierung hat dazu eine Liste von Empfehlungen veröffentlicht. Wer auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, soll Gesichtsmasken tragen. Die Regierung will sie an U-Bahn-Stationen verteilen.

13.4.2020, 0:28 Uhr – Zu lange mit Maßnahmen gewartet? Trump weist Kritik zurück

US-Präsident Donald Trump hat Vorwürfe zurückgewiesen, frühe Warnungen vor dem Coronavirus ignoriert zu haben. Er verstehe nicht, warum die Medien und die Demokraten ihn dann so heftig für das Einreiseverbot aus China kritisiert hätten, schrieb Trump auf Twitter. Die Medien nannte er „korrupt“. Medienberichten zufolge hatten ranghohe Berater den Präsidenten bereits Ende Januar vor den tödlichen Folgen der Pandemie gewarnt. Trump erklärte noch bis Anfang März, das Virus sei für die USA kein Grund zur Sorge.

If the Fake News Opposition Party is pushing, with all their might, the fact that President Trump “ignored early warnings about the threat,” then why did Media & Dems viciously criticize me when I instituted a Travel Ban on China? They said “early & not necessary.” Corrupt Media!

13.4.2020, 0:12 Uhr – Türkischer Innenminister bietet Rücktritt an, Erdogan lässt ihn im Amt

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu wird wohl trotz seines angekündigten Rücktritts zumindest vorerst im Amt bleiben. Wie das Kommunikationsministerium mitteilt, hat Präsident Recep Tayyip Erdogan den Rücktritt des Ministers abgelehnt. Soylu hatte wenige Stunden vorher auf Twitter die Verantwortung für die harsch kritisierte Ausgangssperre übernommen. Die Maßnahmen waren erst zwei Stunden vor Beginn der Frist bekannt geworden, was zu Panikkäufen führte.

12.4.2020, 22:47 Uhr – Bill Gates macht Hoffnung auf Impfstoff

Microsoft-Gründer Bill Gates ist überzeugt, dass schon im kommenden Jahr ein Impfstoff gegen das Coronavirus bereitstehen wird. In den ARD-Tagesthemen sagte er, normalerweise dauere es rund fünf Jahre, einen Wirkstoff zu entwickeln. Nun sei man dabei, die Zeitspanne auf 18 Monate zu verringern. Bis dahin müsse das öffentliche Leben angepasst werden. Bill Gates betreibt zusammen mit seiner Frau Melinda eine Stiftung, die die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus unterstützt.

12.4.2020, 22:38 Uhr – Dreyer: Einschränkungen könnten bald gelockert werden

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) kann sich vorstellen, dass die Corona-Einschränkungen bald gelockert werden. Man müsse aber einen verstärkten Fokus auf das Thema Hygiene legen, sagte sie in den ARD-Tagesthemen. Wann immer man Maßnahmen lockere, müsse man doppelt darauf schauen, dass Hygiene-Standards eingehalten werden.

12.4.2020, 19:30 Uhr – Jetzt über 14.000 Coronavirus-Tote in Frankreich

In Frankreich sind inzwischen mehr als 14.000 Menschen an dem Coronavirus gestorben. Wie die Nationale Gesundheitsbehörde mitteilt stieg die Zahl der Toten am Sonntag binnen eines Tages um 561 auf 14.393. Infiziert seien insgesamt 95.403 Menschen.

12.4.2020, 18:20 Uhr – Italien verzeichnet niedrigste Totenzahl binnen 24 Stunden seit Wochen

Italien hat am Sonntag die niedrigste Totenzahl binnen 24 Stunden in der Coronavirus-Pandemie seit mehr als drei Wochen verzeichnet. Wie der Zivilschutz am Abend in Rom mitteilte, starben seit Samstag 431 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Nach dem 19. März hatte die Zahl stets über 500 gelegen. In Italien starben seit Ende Februar fast 20.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus.

12.4.2020, 18:20 Uhr – Spanien meldet deutlich gesunkene Zuwachsrate

Im stark von der Corona-Pandemie betroffenen Spanien bleibt die Zuwachsrate der Neuansteckungen weiter vergleichsweise niedrig. Innerhalb von 24 Stunden seien knapp 4.200 neue Fälle registriert worden, eine Zunahme um knapp 2,6 Prozent auf insgesamt 166.000, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Vor zwei Wochen lag die Rate teilweise bei fast 20 Prozent.

12.4.2020, 16:15 Uhr – Mehr als 10.000 Tote in Großbritannien

Mehr als 10.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen sind nach der offiziellen Statistik in Großbritannien bereits gestorben. Es wird aber mit einer großen Dunkelziffer gerechnet; vor allem viele Todesopfer in Seniorenheimen sind noch nicht erfasst. Nach den offiziellen Angaben vom Sonntag sind rund 10.500 mit Sars-CoV-2 infizierte Menschen ums Leben gekommen, die meisten lebten in England. Großbritannien hat den Höhepunkt der ersten Pandemiewelle noch nicht erreicht.

12.4.2020, 15:02 Uhr – Johnson aus Krankenhaus entlassen

Der britische Premierminister Boris Johnson ist nach seiner Covid-19-Erkrankung aus dem Krankenhaus entlassen worden. Er werde aber nicht sofort wieder mit seiner Arbeit beginnen, teilte ein Sprecher in London mit. Johnson hatte nach seiner Infektion mit dem Coronavirus mehrere Tage in Quarantäne verbracht. Dann kam er eine Woche lang ins Krankenhaus uns musste drei Tage auf die Intensivstation.

Wie es für Boris Johnson weitergeht, beschreibt ARD-London-Korrespondent Jens-Peter Marquardt:

12.4.2020, 14:15 Uhr – Von der Leyen hofft auf Impfstoff bis Ende des Jahres

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hofft, dass bis Ende des Jahres ein Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt sein könnte. Zwei der vielversprechendsten Forscherteams säßen in Europa, sagte sie der Bild am Sonntag. Sie planten, schon bald mit den klinischen Tests beginnen zu können. Dann würden noch mehrere Schritte bis zu einer Zulassung und Massenproduktion folgen. Für eine zügige Impfkampagne spreche die EU schon jetzt mit Herstellern über weltweite Produktionskapazitäten.

12.4.2020, 13:15 Uhr – Neue RKI-Zahlen an Ostern

In Deutschland haben sich nach den neusten Zahlen des Robert-Koch-Instituts bisher fast 120.480 Menschen mit dem Corona-Virus angesteckt. Das sind gut 2.820 mehr als am Samstag. Damit fällt der Anstieg der Neuinfektionen deutlich geringer aus als in den vergangenen Tagen. Das kann aber auch daran liegen, dass wegen der Feiertage neue Fälle von den Behörden der Länder mit Verzögerung ans RKI gemeldet werden. Nach wie vor gibt es bei der Verbreitung des Virus große regionale Unterschiede. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl ist die Zahl der Infizierten derzeit in Bayern am höchsten – am niedrigsten ist sie in Mecklenburg-Vorpommern.

12.4.2020, 13:02 Uhr – Weitere Hilfen für Studierende

Studierende, die wegen der Corona-Krise ihren Job verloren haben, sollen zusätzliche Finanzhilfen bekommen. Das hat Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) angekündigt. Als Überbrückungshilfe sollen sie ein zinsloses Darlehen beantragen können, so die CDU-Politikerin zur Deutschen Presse-Agentur. Ziel sei, dass niemand wegen der Corona-Krise aus finanziellen Gründen sein Studium aufgeben müsse.

12.4.2020, 12:42 Uhr – Kommunen in Deutschland wollen flächendeckende Tests

Die Kommunen in Deutschland wollen flächendeckende Corona-Tests als Voraussetzung für eine Lockerung der Schutzmaßnahmen. Dazu gehöre unter anderem auch ein bundesweit einheitliches Meldesystem, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Außerdem müsse es möglich werden, dass nahezu alle Kontaktpersonen von Infizierten innerhalb eines Tages gefunden und getestet werden könnten. Bis Ende Mai müssten dazu die Tests von aktuell 60.000 auf 500.000 pro Tag hochgefahren werden.

12.4.2020, 11:32 Uhr – Türkei nimmt keine Migranten auf

Der Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei wird seit Anfang März praktisch nicht mehr angewandt. Die türkische Regierung nehme wegen der Corona-Pandemie keine Migranten mehr aus Griechenland auf, sagte der griechische Migrationsminister Notis Mitarakis einer Zeitung. In den ersten zwei Monaten des Jahres seien die vom Flüchtlingspakt vorgesehenen Rückführungen aus Griechenland deutlich gestiegen. Die Türkei verweigere diese seitdem und benutze die Gefahr durch das Coronavirus als Vorwand.

12.4.2020, 10:33 Uhr – Altmaier will hart gegen Missbrauch von Corona-Hilfen vorgehen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will hart gegen den Missbrauch von Corona-Hilfen vorgehen. Der CDU-Politiker sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, einige wenige schwarze Schafe gefährdeten die schnelle Auszahlung für viele Tausende Ehrliche, die diese Hilfe jetzt dringend bräuchten – vor allem beim Sofortprogramm für Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen habe es Missbrauch gegeben. Altmaier verteidigte auch erneut die schnelle Auszahlung der finanziellen Unterstützung, das sei notwendig, erklärte er.

12.4.2020, 3:47 Uhr – Mehrere Länder verlängern Ausgangsbeschränkungen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie verlängern mehrere Länder ihre Ausgangsbeschränkungen – etwa Argentinien und Venezuela, wie beide Regierungen mitteilten. Auch Saudi-Arabien hat seine Ausgangssperre nach Angaben von König Salman bis auf Weiteres verlängert, genauso wie Spanien und Italien.

12.4.2020, 3:47 Uhr – 99 Neuinfektionen in China

In China haben sich 99 Menschen neu mit dem Coronavirus angesteckt, teilten die Behörden mit. Außerdem sei das Virus bei 97 Reisenden festgestellt worden. Kritiker haben allerdings Zweifel, sie halten die Zahlen für viel zu niedrig angesetzt.

12.4.2020, 2:55 Uhr – Von der Leyen: Sommerurlaub vorerst nicht buchen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen rät wegen der Corona-Pandemie vorerst von der Buchung des Sommerurlaubs ab. Für Juli und August könne derzeit niemand verlässliche Vorhersagen machen, sagte von der Leyen der Bild am Sonntag. Gleichzeitig rief sie Kunden zur Solidarität auf: Wem es finanziell möglich sei, der solle nicht auf Geld bestehen, sondern mit Gutscheinen den Reiseunternehmen in diesen schwierigen Wochen helfen.

12.4.2020, 1.20 Uhr – Großbritannien will WHO 200 Millionen Pfund geben

Großbritannien verspricht der Weltgesundheitsorganisation WHO und Hilfsorganisationen 200 Millionen Pfund (etwa 230 Millionen Euro), um die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie in ärmeren Ländern einzudämmen. Das soll dazu beitragen, eine zweite Welle der Infektionen zu verhindern.

11.4.2020, 21:45 Uhr – Papst feiert Ostermesse ohne Pilger

Papst Franziskus hat in einer Messe zur Osternacht angesichts der Corona-Krise zur Hoffnung aufgerufen. „Die Dunkelheit und der Tod haben nicht das letzte Wort“, sagte der Pontifex. Bei dem Gottesdienst im Petersdom waren wegen der Corona-Auflagen nur wenige Würdenträger und Gläubige dabei.

Heute Nacht erlangen wir ein Grundrecht: das Recht auf Hoffnung. Es ist eine neue, lebendige Hoffnung, die von Gott kommt. Sie ist nicht bloßer Optimismus, sie ist eine Gabe des Himmels, die wir uns nicht selbst besorgen konnten. https://t.co/8jyxg3pnEh

11.4.2020, 21:10 Uhr – Queen Elizabeth II.: Das Virus wird uns nicht besiegen

Königin Elizabeth II. hat sich zum zweiten Mal innerhalb einer Woche und zum ersten Mal zu Ostern an ihr Volk gewandt: „Dieses Jahr wird Ostern für viele von uns anders, aber indem wir Abstand halten, retten wir Leben“, sagt sie in der auf Twitter veröffentlichten Tonaufnahme. Doch Ostern sei nicht abgesagt, man brauche es mehr denn je. Durch die Lehre von Ostern wisse man, „dass uns das Virus nicht besiegen wird.“

11.4.2020, 19:35 Uhr – Infektionen und Todesfälle in Italien legen wieder stärker zu

In Italien sind wieder mehr Menschen an dem Coronavirus gestorben: Die Zahl stieg am Samstag um 619 auf insgesamt 19.468, wie die Zivilschutzbehörde mitteilte. Der Anstieg war mehr als die 510 Toten, die am Freitag gemeldet worden waren. Auch die Zahl der registrierten Infektionen legte zu, um 4.694 auf insgesamt 152.271 Fälle. Auch hier war am Freitag ein geringerer Anstieg um 3.951 gemeldet worden.

11.4.2020, 17:30 Uhr – Steinmeier: Wir stehen an einer Wegscheide

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Deutschen in einer TV-Ansprache zur Solidarität in der Corona-Krise auf – und dazu, eine Gesellschaft mit mehr Vertrauen zu bilden: „Wir wollen keine ängstliche, keine misstrauische Gesellschaft werden. Sondern wir können eine Gesellschaft sein mit mehr Vertrauen, mit mehr Rücksicht und mehr Zuversicht.“ Deutschland stehe jetzt an einer Wegscheide, sagte Steinmeier in seiner Rede am Samstag. Man müsse sich entscheiden, ob die Welt nach der Krise eine egoistische oder eine solidarische sein solle.

Hier die ganze Ansprache im Video:

11.4.2020, 16:55 Uhr – Disput um Schul-Wiedereröffnung in New York

In New York gibt es Streit um die Wiedereröffnung der staatlichen Schulen: Bürgermeister Bill de Blasio hatte sie eigentlich bis September geschlossen halten wollen. Das hat New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo jetzt kassiert. „Das ist meine rechtliche Autorität in dieser Situation“, sagte er. Der Gouverneur schloss aber nicht aus, die Schulen seinerseits geschlossen zu lassen.

In New York – einem Schwerpunkt der Coronavirus-Epidemie – sind die Schulen seit dem 16. März zu. Der Unterricht sollte ursprünglich am 20. April wieder aufgenommen werden.

11.4.2020, 15:42 Uhr – Söder warnt vor schnellem Ausstieg

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat einer schnellen Normalisierung des Lebens angesichts der Corona-Pandemieeine klare Absage erteilt. "Es wird auch nach den Osterferien nichteinfach so weitergehen können wie vorher", sagte Söder in einer Osteransprache. Corona sei ein „Charaktertest“ für alle.

11.4.2020 - 12:47 Uhr - Spahn: Weitere Hilfen für Gesundheitswesen geplant

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will weitere Bereiche im Gesundheitswesen aufgrund der Corona-Krise finanziell unterstützen. Konkret sollen damit sinkende Einnahmen von Zahnärzten, Therapeuten und Reha-Einrichtungen kompensiert werden. Es gehe darum, gut funktionierende Strukturen zu erhalten, so der Minister. Sogenannte Heilmittelerbringer wie Physiotherapeuten, Logopäden oder Ergotherapeuten sollen dem Plan zufolge 40 Prozent der Vergütung aus dem letzten Vorjahresquartal als Einmalzuschuss erhalten.

11.4.2020, 11:45 Uhr – WHO dämpft Hoffnungen auf Lockerung

Die WHO warnt davor, die Kontaktbeschränkungen gegen die Corona-Pandemie zu schnell aufzuheben. Das könne zu einer tödlichen, erneuten Ausbreitung des Virus führen.

11.4.2020, 11:45 Uhr – Virtuelle Ostermärsche

Wegen der Corona-Krise finden die Ostermärsche für Frieden und Abrüstung in diesem Jahr erstmals virtuell statt. Die Veranstalter rufen dazu auf, im Internet und zu Hause zu demonstrieren. Die Menschen sollen etwa Friedensfahnen aus den Fenstern hängen und Fotos davon im Internet hochladen. Die Veranstalter wollen außerdem Musikbeiträge und Reden veröffentlichen, die ursprünglich für den Demo-Start geplant waren.

11.4.2020, 10:16 Uhr – Broich: Zulassung von Covid-19-Medikament in diesem Jahr möglich

Der Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Karl Broich, hat die Einschätzung von Experten bestätigt, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung für Covid-19-Medikamente geben könnte. Bis zum Sommer werden Ergebnisse aus Studien erwartet, sagte Broich dem General-Anzeiger.

„Wenn die Daten es hergeben, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir noch in diesem Jahr eine Zulassung erteilen können.“ Derzeit gebe es für kein Arzneimittel ausreichende Wirksamkeitsbelege, betonte er auch. Positive Hinweise etwa bei Remdesivir seien mit Fragezeichen versehen. „Aktuell lassen sich zu keinem Arzneimittel Aussagen zu dessen Wirksamkeit bei Covid-19 treffen“, heißt es beim BfArM.

11.4.2020, 9:51 Uhr – Lockerungen für deutsch-österreichische Paare

Lebenspartner aus dem Kreis Lindau und Vorarlberg in Österreich dürfen sich wieder besuchen. Das teilte das Landratsamt Lindau mit. Die Besuchszeit ist aber auf 48 Stunden beschränkt. Für Paare, die in Deutschland und der Schweiz leben, gilt das Kontaktverbot weiter.

11.4.2020, 9:13 Uhr – Verbraucherzentrale fordert strenge Regeln für Corona-Apps

Verbraucherschützer fordern enge Regeln für Smartphone-Apps zur Bekämpfung des Corona-Virus. Der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, Klaus Müller, sagte dem Handelsblatt, solche Smartphone-Programme könnten helfen. Sie müssten aber freiwillig, verhältnismäßig und zeitlich befristet sein. Unternehmen dürften durch die Corona-Krise nicht neue Zugriffe auf private Daten der Nutzer bekommen.

11.4.2020, 8:08 Uhr – Verfassungsschutz warnt vor Anschlägen während Krise

Der Berliner Verfassungsschutz hat die Auswirkungen der Corona-Krise auf Extremisten untersucht. Darin heißt es, es sei „denkbar“, dass wegen der aktuellen Situation einzelne Extremisten aktiv werden könnten.

11.4.2020, 7:09 Uhr – Studie: Coronavirus kann neurologische Symptome auslösen

Eine Infektion mit dem Coronavirus kann sich nicht nur mit Fieber, Husten und Atembeschwerden äußern, sondern auch neurologische Symptome verursachen. Das ist das Ergebnis einer Studie chinesischer Wissenschaftler mit Patienten in Wuhan.

Wie die Mediziner im Fachblatt JAMA Neurology berichten, zeigte ein gutes Drittel der von ihnen untersuchten 214 Patienten Anzeichen dafür, dass das Virus das Nervensystem geschädigt hatte. Zu den häufigsten Symptomen gehörten Schwindel und Kopfschmerzen sowie Riech- und Geschmacksstörungen.

11.4.2020, 6:31 Uhr – RKI meldet Anstieg der Infektionen um 4133

Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle in Deutschland ist dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge um 4133 auf 117.658 gestiegen. Das sind etwas weniger als in den vergangenen Tagen, als es um die etwa 5000 Neuinfektionen waren. Allerdings wurden zuletzt am Wochenende häufig Fälle zeitlich verzögert gemeldet. Die Zahl der Todesfälle wuchs um 171 auf 2544. Zugleich legte die Zahl der genesenen Patienten binnen 24 Stunden um 3530 auf 57.443 zu.

11.4.2020, 4:30 Uhr – Mehr als 2.100 Tote in den USA an einem Tag

In den USA sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität erstmals mehr als 2.000 Menschen innerhalb von 24 Stunden an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Zwischen Donnerstag- und Freitagabend verzeichneten die Wissenschaftler 2.108 Tote.

Experten gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Krise in den USA noch nicht erreicht ist. Mehr als 18.600 Menschen sind in dem Land bisher nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. In New York ist die Zahl der Corona-Toten dagegen leicht gesunken; damit hat die Pandemie dort ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht, berichtet unser Korrespondent Peter Mücke aus der Millionen-Metropole.

11.4.2020, 4:29 Uhr – Zwei Drittel der Deutschen zufrieden mit Krisenmanagement

Zwei Drittel der Deutschen sind zufrieden mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung im Kampf gegen das Coronavirus - und die Tendenz ist steigend. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur bewerteten 66 Prozent das Agieren des schwarz-roten Kabinetts unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Krise eher positiv. Vor zwei Wochen waren es noch 54 Prozent. Der Anteil der Unzufriedenen ist in diesem Zeitraum von 38 auf 27 Prozent gesunken.

11.4.2020, 4:27 Uhr – Trump ordnet Unterstützung für Italien an

US-Präsident Donald Trump weist seine Regierung an, Italien Hilfe im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie zu leisten. In Italien stationierte US-Soldaten sollten etwa beim Aufbau von Feldlazaretten und dem Transport von Material helfen, schreibt Trump. US-Unternehmen sollten Italien Produkte verkaufen, die die Behörden dort benötigten. Ausgenommen davon seien allerdings Güter, die die USA selbst für die Eindämmung der Epidemie brauchten.

10.4.2020, 22:02 Uhr – Italien verlängert Ausgangssperre

Die italienische Regierung verlängert die Ausgangssperre um weitere drei Wochen bis zum 3. Mai. Das hat Ministerpräsident Conte am Abend in einer Fernsehansprache angekündigt. Das sei eine schwierige, aber notwendige Entscheidung, sagte er. Er kündigte gleichzeitig einige Ausnahmen an: Zum Beispiel dürften Buchläden und Geschäfte für Kinderkleidung wieder öffnen. Die meisten Betriebe müssen aber weiter geschlossen bleiben. Wirtschaftsverbände hatten einen Kurswechsel gefordert und vor den Folgen des Stillstands gewarnt.

10.4.2020, 21:53 Uhr – Türkei verhängt Ausgangsverbote in 31 Städten

Die türkische Regierung verhängt wegen der Corona-Krise in 31 Städten ein Ausgangsverbot für dieses Wochenende. Dazu gehören nach Angaben des Innenministeriums die Städte Istanbul, Ankara und Antalya. Das Verbot gilt ab Mitternacht für 48 Stunden. Nur wenige Minuten nach der Verkündung der geplanten Ausgangssperre bildeten sich in Istanbul und der Hauptstadt Ankara lange Schlangen vor Bäckereien und in Supermärkten. Der Bürgermeister von Istanbul, Ekrem Imamoglu, der der Opposition angehört, kritisierte die kurzfristige Kommunikation; die Stadtverwaltung sei nicht informiert gewesen.

10.4.2020, 21:45 Uhr – Traditioneller Kreuzweg auf fast menschenleerem Petersplatz

Papst Franziskus betet in Rom den traditionellen Kreuzweg in Erinnerung an das Leiden Jesu. Wegen der Corona-Pandemie fand die Feier nicht am Kolosseum, sondern auf dem fast menschenleeren Petersplatz statt. Die Texte für den Kreuzweg stammten unter anderem von Häftlingen eines Gefängnisses in der norditalienischen Stadt Padua. Wegen der Corona-Pandemie finden alle Festlichkeiten rund um Ostern im Vatikan ohne Gläubige statt. Sie werden aber im Internet und im Fernsehen übertragen.

10.4.2020, 20:45 Uhr – Städte- und Gemeindebund will Corona-Soli

Die Kommunen in Deutschland schlagen einen Corona-Solidaritätszuschlag vor, um die Kosten der Krise zu bewältigen. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, sagte, die nach der deutschen Wiedervereinigung eingeführte Sonderabgabe könnte durchaus ein Modell sein. Er rechnet damit, dass die Kommunen in Finanznot geraten, wenn der Stillstand des öffentlichen Lebens länger dauert.

10.4.2020, 18:25 Uhr – Großbritannien meldet 980 Todesfälle an einem Tag

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, gibt es in Großbritannien erstmals mehr Todesfälle an einem einzigen Tag als in Italien. So sei die Zahl der Toten bis Donnerstagabend um 980 gestiegen, teilte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock mit. Italien hatte an seinem bislang schlimmsten Tag am 27. März 969 Tote erfasst. Laut der Johns-Hopkins-Universität liegt die Zahl der Opfer des Coronavirus in Großbritannien knapp 8.000 und damit noch weit hinter Italien, das bis Freitag mehr als 18.000 Todesopfer zählte.

10.4.2020, 18:15 Uhr – FIFA warnt vor zu früher Wiederaufnahme von Spielen

Der Weltfußballverband FIFA warnt davor, wegen der Corona-Pandemie abgesagte Spiele zu früh wiederaufzunehmen. Dies wäre verantwortungslos, sagte FIFA-Chef Gianni Infantino. Kein Spiel, kein Wettkampf, keine Liga sei es wert, auch nur ein einziges Menschenleben zu riskieren. Über die finanziellen Folgen der Krise berate man bereits. Infantino kündigte an, die Mitgliedsverbände nicht allein zu lassen und gemeinsam Lösungen zu finden.

10.4.2020, 17:45 Uhr – Rumänische Erntehelfer dürfen nun doch abfliegen

Die rumänische Regierung hat vorübergehend den Abflug von weiteren Erntehelfern nach Deutschland gestoppt. Inzwischen durften die Maschinen aber Richtung Baden-Baden/Karlsruhe, Düsseldorf und Nürnberg starten. Grund für die Verzögerung waren Vorfälle in Klausenburg, der zweitgrößten Stadt Rumäniens. Dort hatten sich die Betreiber nicht an die Corona-Sicherheitsvorschriften gehalten. Wie Fotos und Videos im Internet zeigten, standen dort Hunderte Erntehelfer vor dem Einchecken stundenlang in Warteschlangen eng beieinander.

10.4.2020, 17:30 Uhr – Karfreitags-Gottesdienste per Internet und TV

Die Kirchen haben die Gläubigen am heutigen Karfreitag zu Hoffnung in Zeiten der Corona-Pandemie aufgerufen. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Heinrich Bedford-Strohm sagte, viele Menschen machten sich Sorgen um die eigene Gesundheit und die Gesundheit der Familie und hätten Existenzängste. Kardinal Reinhard Marx erklärte im Ersten, er mache sich Sorgen um die Menschen in ärmeren Ländern. Davor dürfe man den Blick nicht abwenden. In diesem Jahr fanden wegen des Coronavirus alle öffentlichen Andachten, Feiern und Gottesdienste unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Sie wurden im Internet und im Fernsehen übertragen.

10.4.2020, 14:45 Uhr – BW: Zahnarztbehandlung nur noch im Notfall oder bei akuten Erkrankungen

Baden Württemberg hat seine Corona-Verordnung noch einmal überarbeitet: Demnach sollen Zahnärzte ihre Patienten nur noch bei akuten Erkrankungen und Notfällen behandeln. FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke kritisierte die Änderung scharf. Er sprach von einem faktischen Berufsverbot für Zahnärzte, das nicht abgestimmt gewesen sei.

10.4.2020, 14:30 Uhr – Polizei will Ausgangsbeschränkungen mit Drohnen überwachen

Die beiden großen Polizeigewerkschaften in Deutschland halten Drohnen für ein mögliches Instrument, um die Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise zu überwachen. Wenn die Polizei sich bei gutem Wetter einen Überblick über einen Park in einer Großstadt verschaffen wolle, sei eine Drohne ein sinnvolles Mittel, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek. Drohnen könnten auch zur gezielten Ansprache von Gruppen genutzt werden.

10.4.2020, 14:09 Uhr – 50 Corona-Fälle auf französischem Flugzeugträger

Auf dem französischen Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ haben sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums 50 Besatzungsmitglieder mit dem Coronavirus infiziert. Drei der betroffenen Seeleute seien mit einem Hubschrauber nach Portugal und dann in ein Krankenhaus in der südfranzösischen Küstenstadt Toulon gebracht worden.

Confirmation de cas de #Covid19 à bord du porte-avions Charles de Gaulle. ▶️ Les tests effectués confirment cinquante cas positifs.  ▶️ 3 marins évacués, à titre préventif, par avion, et transférés dans un hôpital en #France. https://t.co/CoV74lR8jB

10.4.2020, 13:41 Uhr – Spanien meldet niedrigste Totenzahl seit 24. März

Spanien hat am Karfreitag den niedrigsten Anstieg bei der Zahl der Coronavirus-Todesfälle seit mehr als zwei Wochen verzeichnet. Innerhalb 24 Stunden seien 605 Menschen an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Das ist der niedrigste Stand seit dem 24. März.

10.4.2020, 13:00 Uhr – Ab heute gilt: 14 Tage Quarantäne für Einreisende nach Deutschland

In Deutschland gelten ab heute verschärfte Bedingungen für die Einreise. Wer nach einem mehrtägigen Aufenthalt aus dem Ausland zurückkehrt, muss sich nach Ankunft in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Die Vorgabe gilt für alle Einreisen: per Bahn, Auto, Boot oder Flugzeug. Ausnahmen gibt es nur für Berufspendler, Fernfahrer und Mitarbeiter im Gesundheitswesen.

10.4.2020, 10.57 Uhr – Italien: Ausgangsverbote bis Mai möglich

Die italienische Regierung will die Ausgangsverbote offenbar bis zum 3. Mai verlängern. Premierminister Giuseppe Conte wolle das heute verkünden, schreibt die Zeitung „La Repubblica“. Auch andere Medien melden, das Land werde frühstens Anfang Mai geöffnet. Ein Großteil der aktuell geschlossenen Unternehmen müsse bis dahin mit der Wiederaufnahme der Produktion warten. Schulen könnten offenbar bis zum neuen Schuljahr geschlossen bleiben.

Coronavirus in Italia, alle 14 conferenza stampa di Conte [aggiornamento delle 11:15] https://t.co/ktJWA3I95z

10.4.2020, 9.30 Uhr - Menschen meiden Notaufnahmen, Ärzte sind besorgt

Nach Berichten der Chefärzte der Nürnberger Uniklinik kommen immer weniger Menschen mit einem leichten Herzinfarkt oder Schlaganfall in die Notaufnahme. Wegen Angst vor einer Corona-Infektion trauten sich Patienten erst mit weit fortgeschrittenen Symptomen in die Notaufnahmen der Krankenhäuser. Das aber sei – warnen die Chefärzte der Klinik – für die Patienten gefährlicher als das geringe Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren.

10.4.2020, 7:20 Uhr – Mehr als 5.300 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der Todesfälle nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) um 266 auf 2373 gestiegen. Mittlerweile wurden 113.525 Infektionsfälle bestätigt, 5.323 mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der genesenen Patienten legte innerhalb von 24 Stunden um 3.987 auf 53.913 zu.

10.4.2020, 6:34 Uhr – Jeder zehnte Job bei Boeing in Gefahr

Der US-Flugzeugbauer Boeing überlegt einem Zeitungsbericht zufolge den Abbau von etwa zehn Prozent der Stellen. Das könne über Abfindungen, Frühverrentungen und Kündigungen geschehen, berichtet das Wallstreet Journal. Der Plan betreffe hauptsächlich das zivile Geschäft.

10.4.2020, 3:07 Uhr – 450 Häftlinge und Wärter in Chicagoer Gefängnis mit Coronavirus infiziert

Im größten Gefängnis von Chicago sind etwa 450 Häftlinge und Wärter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilten die Behörden in Illinois mit. Es ist einer der größtenAusbrüche der Epidemie an einem einzelnen Ort innerhalb der USA.

10.4.2020, 2:18 Uhr – Fast 35.000 Delta-Air-Lines-Beschäftigte wollen sich freistellen lassen

Bei der US-Fluggesellschaft Delta Air Lines sind fast 35.000 Mitarbeiter bereit, sich in der Krise unbezahlt freistellen zu lassen. Das Unternehmen suche trotzdem weitere Freiwillige, sagt Chef Ed Bastian. Man biete Freistellungen von bis zu zwölf Monaten an.

10.4.2020, 1:55 Uhr – China meldet 42 neue Coronavirus-Infektionen

Festland-China meldet 42 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Darunter seien 38 Reisende, die den Erreger in sich trügen, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Außerdem gebe es47 neue asymptomatische Fälle. Am Vortag hatte China 63 neue Infektionen und 61 asymptomatische Fälle registriert.

10.4.2020, 0:02 Uhr – Weniger Neuinfektionen: Spanien bleibt im Notstand

Spanien verlängert erneut den wegen der Corona-Pandemie verhängten Notstand. Er gilt nun bis zum 26. April. Das Parlament hat am Abend einem Antrag der Regierung zugestimmt. Es verlängert damit einschneidende Ausgeh- und Kontaktverbote zum zweiten Mal um zwei Wochen. Die Menschen in Spanien dürfen ihre Wohnungen nur zum Einkaufen von Lebensmitteln und Medikamenten verlassen. Die Industrie des Landes ist größtenteils lahmgelegt. Die strengen Regeln zeigen mittlerweile Erfolg. Die Zuwachsrate der Neuinfektionen ist von 20 auf vier Prozent gesunken.

9.4.2020, 22:32 Uhr –EU-Finanzminister einigen sich auf 500-Milliarden-Euro-Rettungspaket

Die EU-Finanzminister haben sich in der Corona-Krise auf milliardenschwere Hilfen für gefährdete Staaten, Firmen und Jobs geeinigt. 500 Milliarden Euro stünden sofort bereit, teilte Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire auf Twitter mit. Auch ein neuer Fonds zur Wiederbelebung der Wirtschaft werde kommen. Le Maire schrieb weiter, Europa habe sich entschieden und zeige, dass es der Krise gewachsen sei. Die umstrittenen Staatsanleihen - die sogenannten Corona-Bonds - spielen in dem Hilfspaket zunächst keine Rolle.

Gemeinsame Anleihen Oft gehört, nie kapiert: Was sind eigentlich Corona-Bonds?

Zur Bewältigung der Corona-Krise streiten die Euroländer über Corona-Bonds. Was ist damit gemeint und was ist der Unterschied zu Euro-Bonds?  mehr...

9.4.2020, 16:41 Uhr – Merkel: Corona-Lockerungen nur sehr vorsichtig möglich

Aus Sicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sind mögliche Lockerungen der Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise derzeit nur begrenzt vorstellbar. Dabei müsse man kleine Schritte machen und immer wieder die Folgen beobachten, sagte sie am Nachmittag. Das Corona-Virus werde so lange eine Bedrohung sein, bis ein Impfstoff gefunden sei. Der Anstieg der Neuinfizierten-Zahlen flache sich langsam ab. Trotzdem müssten sich die Menschen auch an den Osterfeiertagen weiter an die Corona-Maßnahmen halten.

9.4.2020, 14:16 Uhr – Spahn: „Maßnahmen werden uns noch mehrere Monate begleiten“

Die Regeln gegen die Ausbreitung des Coronavirus werden uns laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch länger beschäftigen. Er meint zum Beispiel ein Mindestabstand von eineinhalb Metern untereinander und ein Verzicht aufs Händeschütteln: „Das wird definitiv etwas sein, was uns im Alltag noch über viele, viele Monate begleitet.“ Aber es gibt auch gute Nachrichten: Bei fast 110.000 Infizierten in Deutschland gebe es mittlerweile mehr als 50.000 Gesundete, sagte Spahn. „Die Zahl der neu gemeldeten Infektionen flacht sich ab“, fügt er hinzu. Es gebe eher eine lineare Steigerung bei den Neuinfektionen. Zudem seien in Deutschland über 10.000 Intensivbetten frei.

9.4.2020, 12.45 Uhr – Finnland verlängert Maßnahmen bis 13. Mai

Finnland hat die meisten Beschränkungen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus um einen Monat bis zum 13. Mai verlängert. Dazu gehöre das Verbot öffentlicher Versammlungen von mehr als zehn Personen sowie die Schließung öffentlicher Dienste wie Bibliotheken und Schulen, teilt die Regierung in Helsinki mit. Zuvor hatte sie bereits beschlossen, dass alle Restaurants bis Ende Mai geschlossen bleiben müssen.

9.4.2020, 12.24 Uhr – Spahn: Kontaktbeschränkungen weiter durchhalten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat dazu aufgerufen, die Kontaktbeschränkungen auch über Ostern „konsequent durchzuhalten“. Auch wenn das bei dem schönen Wetter schwerfalle. Nur dann könne aus der Abschwächung der Infektionsrate ein verlässlicher Trend werden. Der erlaube es schließlich, über eine schrittweise Lockerung der verfügten Einschränkungen zu sprechen, sagt der CDU-Politiker.

9.4.2020, 12:11 Uhr – Altmeier spricht von Silberstreif am Horizont

Die Bundesregierung bewertet die Entwicklung der Infektionszahlen mit einem verlangsamten Anstieg positiv. „Es gibt einen Silberstreif am Horizont, auch wenn es für Entwarnungnoch zu früh ist“, sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Es gebe noch keinen verlässlichen, eindeutigen Trend. Der Anstieg der Infektionskurve habe sich abgeflacht.

9.4.2020, 11:11 Uhr - Heinsberg-Studie: Maßnahmen lockern

Eine Studie zur Verbreitung des Corona-Virus im besonders schwer betroffenen Kreis Heinsberg zeigt, dass die Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie gelockert werden könnten. Ein Zwischenergebnis der Pilotstudie zeige, dass damit begonnen werden könne, die Maßnahmen zurück zu nehmen – wenn es Auflagen gibt, die Hygiene-Maßnahmen zu sichern, sagt der Bonner Virologe Hendrik Streeck. Die Zuwachsraten im Kreis Heinsberg wiesen eine fallende Kurve aus, sagt der Landrat des Kreises, Stephan Pusch. Der Bonner Virologe untersucht in einer Pilotstudie mit einem Forscherteam, wie sich das Virus im Kreis Heinsberg ausgebreitet hat. Streeck hatte angekündigt, nach ersten Studienergebnisse Lösungsansätze für eine Lockerung der umfangreichen Kontaktverbote vorlegen zu können.

9.4.2020, 10:21 Uhr – 650.000 Betriebe haben Kurzarbeit angekündigt

Bundesweit haben nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) rund 650.000 Betriebe Kurzarbeit wegen des Coronavirus angekündigt. Die Zahl sei binnen einer Woche umknapp 40 Prozent gestiegen, teilt die Behörde mit.

9.4.2020, 10:20 Uhr – Spanien sieht Hoffnungsschimmer

Die spanische Regierung zeigt sich optimistisch, den Virusausbruch bald in den Griff zu bekommen. Die jüngsten Daten seien ermutigend, ein Rückgang der Epidemie stehe kurz bevor, sagt Ministerpräsident Pedro Sanchez vor Abgeordneten in Madrid. "„Das Feuer wird allmählich unter Kontrolle gebracht.“ Im spanischen Parlament steht ein Votum über die Verlängerung des Notstands um zwei Wochen bis zum 26. April an.

9.4.2020, 9:10 Uhr – Erste Erntehelfer am Karlsruher Flughafen erwartet

Am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden in Rheinmünster werden im Laufe des Donnerstags Erntehelfer aus Rumänien erwartet. Wie das Landratsamt Rastatt mitteilte, sollen bis zum Abend mehrere Flugzeuge landen:

Am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden werden mehrere Hundert Erntehelfer aus Rumänien erwartet. Wegen des #Coronavirus waren zahlreiche Arbeiter vom Einreisestopp betroffen. Um Ernteausfälle zu verhindern, dürfen nun bundesweit 40.000 einreisen. https://t.co/KLvo6ahtsU

9.4.2020, 8:55 Uhr – Brasilien will Drogengangs in Anti-Corona-Kampf einbinden

Der brasilianische Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta will im Kampf gegen das Coronavirus den Dialog mit den in Armenvierteln herrschenden Drogengangs suchen. In diesen Vierteln sei der Staat „oft abwesend“, begründete Mandetta sein Vorhaben. Dort hätten die Drogengangs und paramilitärische Milizen das Sagen. Deshalb müsse mit diesen Gruppierungen über eine Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Pandemie gesprochen werden. In brasilianischen Favelas leben laut einem Census von 2010 über elf Millionen Menschen.

9.4.2020, 8:40 Uhr – Altmaier: viel zu früh, um in Selbstzufriedenheit zu verfallen

Die Osterfeiertage sind nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier entscheidend für das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Pandemie. Es gebe im Augenblick zwar erste positive Nachrichten, sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. „Aber es ist viel zu früh, um in Selbstgewissheit und Selbstzufriedenheit zu verfallen.“

9.4.2020, 8:14 Uhr – Mehrheit lehnt Lockerung der Corona-Maßnahmen ab

Polizisten bewachen das Abstandsgebot in einem Park in Stuttgart. (Foto: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Polizisten bewachen das Abstandsgebot in einem Park in Stuttgart. picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa

Eine Mehrheit von rund 56 Prozent der Bürger hält eine Lockerung der einschneidenden Beschränkungen im Alltagsleben wegen des Coronavirus ab 20. April für zu früh. Das hat eine repräsentative Civey-Umfrage für das Magazin „Business Insider“ ergeben, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die aktuellen Einschränkungen des öffentlichen Lebens sind vorerst bis zum 19. April befristet. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov wiederum wollen 93 Prozent der Deutschen über Ostern zuhause bleiben.

9.4.2020, 7:40 Uhr – Sterberate in den USA den zweiten Tag in Folge bei fast 2.000

In USA sind den zweiten Tag in Folge fast 2.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Insgesamt belief sich die Zahl der Toten in dem Land auf 14.817, wie kurz nach Mitternacht am Donnerstag (Ortszeit) aus den Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorging.

Derweil scheint der Vorrat der US-Bundesregierung an Masken und medizinischer Schutzkleidung so gut wie aufgebraucht: Derzeit liefere man die letzten Reste aus, bestätigte das US-Gesundheitsministerium am Mittwoch.

9.4.2020, 6:58 Uhr – Jetzt weltweit rund 1,5 Millionen mit Coronavirus infiziert

Weltweit sind nach Daten der Johns Hopkins-Universität in Baltimore mittlerweile rund 1,5 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Rund 88.500 Menschenstarben demnach, weitere rund 330.000 erholten sich von einer Infektion mit dem Virus.

Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus hat die Marke von 1,5 Millionen überschritten. Das geht aus neuen Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor. #coronavirus #covid19 #wirvsvirus https://t.co/jNZPLyEOTi

9.4.2020, 6:30 Uhr – Vorerst keine neuen Emojis wegen des Coronavirus

Wegen der Coronavirus-Krise wird man im kommenden Jahr nicht wie gewohnt neue Emojis nutzen können. Die nächste Erweiterung des Emoji-Katalogs wurde von März auf September 2021 verschoben. Entwickler brauchen danach traditionell noch rund ein halbes Jahr, um die Symbole etwa auf Smartphones umzusetzen. So sollen die im März dieses Jahres vorgestellten neuen Symbole erst im Herbst verfügbar sein. Deswegen werden die Emojis aus dem nächsten Jahr erst 2022 auf die Geräte kommen, wie das zuständige Unicode-Konsortium am Mittwoch ankündigte.

9.4.2020, 5:06 Uhr – Spahn: Erste Lockerungen von Corona-Restriktionen nach Osterferien möglich

Coronavirus in Deutschland (Foto: picture alliance/Andreas Arnold/dpa)
Polizisten überwachen das Einreiseverbot am Frankfurter Flughafen picture alliance/Andreas Arnold/dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält erste Lockerungen der Restriktionen in der Corona-Krise nach den Osterferien für möglich. Bei den Infektionszahlen sei ein „positiver Trend“ zu beobachten, der sich aber noch „verstetigen“ müsse, sagte Spahn dem „Handelsblatt“. Voraussetzung sei, dass sich sich die Bevölkerung auch über die Osterfeiertage an die Alltagsbeschränkungen halte. Wie bereits die EU-Kommission (s.u.) sieht auch Spahn eine mögliche „schrittweise Rückkehr zur Normalität nach den Osterferien“.

9.4.2020, 4:50 Uhr – Aufhebung der Corona-Auflagen soll laut EU Monate dauern

Die Die Corona-Einschränkungen sollen nach einem Plan der EU-Kommission stufenweise und über einen Zeitraum von mehreren Monaten gelockert werden. Das steht laut der Welt im Entwurf der sogenannten Exit-Strategie. Ältere Menschen sollen demnach länger geschützt werden. In Schulen sollen Klassen verkleinert werden, damit Kinder ausreichend Abstand zueinander halten.

9.4.2020, 3:45 Uhr – U2 spendet zehn Millionen Euro für Kampf gegen Coronavirus

U2 (Foto: picture alliance/Joel Ryan/Invision/AP/dpa)
U2 beteiligen sich am Kampf gegen das Coronavirus. picture alliance/Joel Ryan/Invision/AP/dpa

U2 hat für den Kampf gegen das Coronavirus zehn Millionen Euro gespendet. Ein Teil der damit finanzierten medizinischen Ausrüstung sei bereits am Flughafen von Dublin eingetroffen, berichtet das irische Fernsehen RTE. An der Aktion zur Beschaffung medizinischer Hilfe beteiligen sich nach diesen Angaben auch eine Reihe von Firmen.

Die Band um Sänger Bono setzt sich seit Jahren für eine Reihe von sozialen und politischen Projekten ein. In Irland sind bisher knapp 6.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Bisher gab es nach offiziellen Angaben vom Mittwochabend 235 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

8.4.2020, 17:26 Uhr – EU-Kommission für Verlängerung des Einreise-Stopps

Die EU-Kommission ist dafür den Einreisestopp in die EU bis zum 15. Mai zu verlängern. Damit soll die Coronavirus-Pandemie weiter eingedämmt werden. Die Entscheidung darüber kann jedoch jedes Land für sich treffen. Mitte März hatten sich fast alle EU-Staaten darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst für einen Monat einzuschränken.

8.4.2020, 17:26 Uhr – Eilantrag gegen Corona-Regeln in Bayern abgelehnt

Das Bundesverfassungsgericht hat mehrere Anträge gegen die Corona-Verordnungen abgewiesen. Ein Kläger aus Bayern scheiterte mit seinem Eilantrag gegen die Ausgangsbeschränkungen und Geschäftsschließungen in seinem Bundesland. Der Schutz der Gesundheit stehe über der persönlichen Freiheit. Außerdem seien die Beschränkungen zeitlich befristet und damit hinnehmbar. Auch Eilanträge gegen die Kontaktbeschränkungen in anderen Bundeländern wies das Bundesverfassungsgericht zurück.

8.4.2020, 16:06 Uhr – 40 Millionen Schutzmasken in dieser Woche

Deutschland kann in dieser Woche mit der Lieferung von insgesamt 40 Millionen Schutzmasken rechnen. Das sei so viel wie in den beiden anderen Wochen davor, sagt der Sprecher des Gesundheitsministeriums. Es sei eine ständige Verbindung mit der Lufthansa nach Shanghai aufgebaut. Die Masken würden dort vom TÜV überprüft.

8.4.2020, 11:45 Uhr: Auch Altmaier rechnet mit schnellem Anziehen der Konjunktur nach der Krise

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rechnet nach einem Abklingen der Viruskrise mit einem schnellen Anziehen der Konjunktur. Zum Gutachten der führenden Wirtschaftforschungsinstitute (s.u.) sagt er vor der Presse: „Ich fühle mich ermutigt durch diese Diagnose, dass ein rascher Wiederaufstieg möglich ist, soweit und sobald die Voraussetzungen dafür gegeben sind.“

8.4.2020, 10:15 Uhr: Wirtschaftsforscher erwarten heftigen Einbruch – und Erholung 2021

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten wegen der Coronavirus-Pandemie eine „schwerwiegende“ Rezession in Deutschland in diesem Jahr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde um 4,2 Prozent schrumpfen, die Arbeitslosenquote in der Spitze 5,9 Prozent erreichen, heißt es im am Mittwoch vorgelegten Frühjahrsgutachten.

Deutschland sei aber gut gerüstet, um die Rezession durchzustehen. Im kommenden Jahr werde sich die Wirtschaft zudem erholen und um 5,8 Prozent wachsen, glauben die Forscher.

8.4.2020, 8:45 Uhr: Johnson stabil und „guten Mutes“

Johnson-Stellvertreter Dominic Raab (Foto: Reuters)
Johnson-Stellvertreter Dominic Raab

Der im Krankenhaus liegende Der britische Premierminister Boris Johnson, der auf der Intensivstation liegt, ist nach Angaben der Regierung in einem stabilen Gesundheitszustand. Er sei guten Mutes, teilt Edward Argar, Staatssekretär im Gesundheitsministerium, mit. Er habe zusätzlichen Sauerstoff erhalten, werde aber nicht künstlich beatmet. Johnson ist an Covid-19 erkrankt und liegt in einem Londoner Krankenhaus auf der Intensivstation.

Angeblich ist Johnsons Fieber nach über einer Woche gesunken. Erste Briten veröffentlichen bereits witzige Gute-Besserung-Tweets:

Fantastic get well message for @BorisJohnson @carriesymonds https://t.co/OR8vle87Ay

8.4.2020, 6:45 Uhr: In Wuhan geht das Leben wieder los - Zehntausende reisen aus

Die zweieinhalb Monate lang von der Außenwelt abgeriegelte Millionenstadt Wuhan ist wieder geöffnet. Innerhalb weniger Stunden nach Aufhebung der Ausgangssperre und des Reiseverbots verließen am Mittwochmorgen rund 65.000 Menschen die Metropole allein per Flugzeug oder Zug, wie örtliche Medien berichteten. Tausende weitere reisten in Autos oder Bussen über die wieder geöffneten Autobahnen ab.

8.4.2020, 6:45 Uhr: RKI meldet über 103.000 Infizierte in Deutschland

Informationen zum Coronavirus Corona-Karten: Wie viele sind infiziert, wie viele wieder gesund?

Wie viele Menschen wurden positiv auf Corona getestet? Und wie genau ist die Lage in Deutschland? Hier findest du Karten, die ständig aktualisiert werden.  mehr...

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Infektionsfälle nach Angaben des Robert-Koch-Instituts auf 103.228 gestiegen. 1861 Menschen seien bislang infolge einer Ansteckung gestorben, teilt das RKI mit. Am Dienstag hatte das Institut 99.225 Infektions- und 1607 Todesfälle gemeldet.

US-Präsident Donald Trump (Foto: Reuters)
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass die USA keine Zahlungen an die WHO einstellen werden.

8.4.2020, 2:50 Uhr: Fast 2.000 Corona-Tote in den USA binnen eines Tages

In den USA ist innerhalb von 24 Stunden die weltweite Rekordzahl von fast 2.000 Menschen an den Folgen der Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Laut Zahlen der Johns Hopkins Universität erlagen seit dem Vortag genau 1.939 Menschen in den Vereinigten Staaten der von dem neuartigen Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Es ist die höchste Zahl von Todesopfern, die seit Beginn der Ausbreitung des Erregers innerhalb eines Tages in einem Land verzeichnet wurde.

8.4.2020, 0:07 Uhr: Ärztepräsident glaubt nicht an Urlaubsreisen im Sommer

Der Sommerurlaub wird nach Überzeugung von Ärztepräsident Klaus Reinhardt in Deutschland noch mit massiven Einschränkungen verbunden sein: „Ich glaube nicht, dass die Deutschen in diesem Sommer schon wieder Urlaubsreisen machen können“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Selbst bei schrittweiser Rückkehr in den Alltag werde die Pandemie das Land noch bis zum Sommer beschäftigen.

8.4.2020, 0:07 Uhr: USA wollen Zahlungen an die WHO aussetzen

Die USA haben der Weltgesundheitsorganisation damit gedroht, alle Zahlungen einzufrieren. Präsident Donald Trump begründete das auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus damit, dass die WHO seiner Ansicht nach in der Corona-Krise versagt habe. Außerdem warf er der Organisation China-Hörigkeit vor. Die Empfehlung der WHO, die Grenzen für Reisende aus China nicht zu schließen, sei falsch gewesen.

Bei der Pressekonferenz sagte Trump zunächst, er werde die US-Finanzierung für die WHO aussetzen, so als ob es schon beschlossene Sache sei. Auf Nachfrage, ob das mitten in der Corona-Krise vernünftig sei, ruderte er aber zurück und sagte, man werde einen solchen Schritt prüfen.

LIVE: Press Briefing with Coronavirus Task Force https://t.co/kszgnReztL

7.4.2020, 23:47 Uhr EU-Finanzminister unterbrechen Beratungen über Corona-Hilfspaket für EU-Wirtschaft

Die EU-Finanzminister haben ihre Beratungen in Brüssel über ein Corona-Hilfspaket vertagt. Nach dpa-Informationen sollen die Gespräche am Vormittag fortgesetzt werden. Im Kern dreht sich der Streit um sogenannte Corona-Bonds. Länder wie Frankreich beharren auf gemeinsamen Anleihen der Mitgliedsstaaten. Das hoch verschuldete Italien drohte, die Verhandlungen platzen zu lassen. Deutschland, Österreich und andere Staaten lehnen Corona-Bonds ab.

7.4.2020, 19:39 Uhr: Italien meldet verlangsamten Anstieg der Todesfälle

Italien ist eines der am stärksten betroffenen Länder Europas. Nun verlangsamt sich die Ausbreitung der Pandemie weiter. 604 neue Todesfälle werden aus Italien gemeldet, das ist die geringste Zunahme seit dem 13. März. Auch die Zahl der neuen bekannten Infektionen fiel. Sie liegt nach Angaben des Katastrophenschutzamtes bei 3.039. Insgesamt sind damit 17.127 Tote und 135.586 Infizierte gemeldet.

7.4.2020, 18:20 Uhr: Ausreiseverbot für Wuhan beendet

Dort soll die Corona-Pandemie vor Monaten ihren Ursprung genommen haben: Jetzt ist das Ausreiseverbot für die zentralchinesische Millionenstadt Wuhan ausgelaufen. Mit dem Ende der Maßnahme strömten tausende Menschen zu den Zügen am Bahnhof, beobachteten Reporter der Nachrichtenagentur AFP. Es ist das erste Mal seit dem 23. Januar, dass die Bewohner Wuhan verlassen dürfen. 

7.4.2020, 18:06 Uhr: Trump kritisiert Weltgesundheitsorganisation

US-Präsident Donald Trump hat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Umgang mit dem Coronavirus Versagen vorgeworfen. Obwohl die USA einen großen Teil des WHO-Budgets zahlten, sei die Organisation zu sehr auf China ausgerichtet. Zum Glück habe er früh die Empfehlung der Organisation verworfen, die Grenzen zu China offen zu lassen, so Trump auf Twitter.

Der US-Präsident wurde allerdings selbst schon wiederholt für seinen Umgang mit der Corona-Pandemie kritisiert. Er zählte zu den Politikern, die die Gefahr lange Zeit verharmlosten.

7.4.2020, 17:14 Uhr: Lufthansa stellt Betrieb von Germanwings ein

Als Reaktion auf die Corona-Krise will die Lufthansa den Flugbetrieb ihrer Kölner Tochter Germanwings schließen. Zudem sollten etliche Maschinen anderer Teilgesellschaften stillgelegt werden, teilte das Unternehmen in Frankfurt am Main mit. Die Lufthansa erwarte auch für die Zeit nach der Corona-Krise einen deutlichen Nachfragerückgang bei Flugreisen. Möglichst vielen Mitarbeitern solle eine Weiterbeschäftigung innerhalb der Gruppe angeboten werden, hieß es weiter. Darüber will das Unternehmen mit den Sozialpartnern verhandeln.

7.4.2020, 16:30 Uhr: NRW-Ministerpräsident Laschet fordert einheitliche Schul-Öffnung

Die 16 Bundesländer müssen nach Ansicht des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet einen Konsens finden, wann sie Schulen und Kitas wieder öffnen. Darauf werde Nordrhein-Westfalen bei den Beratungen der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel direkt nach Ostern drängen, sagte der CDU-Politiker. „Ich kann mir schwer vorstellen, dass wir in der Frage der Schulen und Kitas in Deutschland völlig unterschiedliche Regelungen haben.

7.4.2020, 16:25 Uhr: Schwer kranke Corona-Patienten dürfen nicht zugelassenes Mittel testen

Besonders schwer erkrankte Corona-Patienten dürfen auch in Deutschland künftig mit dem noch nicht zugelassenen Wirkstoff Remdesivir behandelt werden, wenn alle anderen Mittel versagt haben. Das hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte genehmigt.

Der Wirkstoff wurde von einem US-Pharmaunternehmen ursprünglich gegen Ebola-Infektionen entwickelt. Es gebe erste Anzeichen für eine Wirksamkeit auch gegen das Coronavirus, hatte die europäische Arzneimittelbehörde EMA vergangenen Freitag festgestellt und einen Einsatz des Mittel für Schwerkranke ohne Behandlungsalternative empfohlen. Dem folgte die deutsche Behörde.

Corona-Infos Wie du erkennst, wenn du das Virus hast – und wo du anrufen kannst

Woran merke ich, wenn ich mich infiziert haben sollte? Was unterscheidet das Coronavirus von einer normalen Grippe? Hier findest du Infos und Hotlines, wenn du unsicher bist.  mehr...

7.4.2020, 15:05 Uhr: Einstellung von Loveparade-Prozess vorgeschlagen

Das Landgericht Duisburg hat wegen der Corona-Krise die Einstellung des Loveparade-Strafprozesses vorgeschlagen. Aufgrund der dynamischen Entwicklung der Corona-Pandemie sei nicht absehbar, wann und wie die derzeit unterbrochene Verhandlung fortgesetzt werden könne. Die Verfahrensbeteiligten sollen bis zum 20. April Stellung nehmen. Einige Angeklagte sowie Schöffen und Ergänzungsschöffen gehören nach Angaben des Gerichts zu den Corona-Risikogruppen.

Bei der Loveparade waren am 24. Juli 2010 in einem Gedränge 21 Menschen getötet und mehr als 650 verletzt worden. In dem Verfahren sind noch drei Mitarbeiter des Loveparade-Veranstalters wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung angeklagt. Gegen sieben weitere Angeklagte hatte die Duisburger Strafkammer das Verfahren im Februar 2019 wegen geringer Schuld eingestellt.

7.4.2020, 14:24 Uhr: Spahn: „Partys und Volksfeste als letztes wieder möglich“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) appelliert an die Deutschen, sich gerade auch über Ostern an die Kontaktbeschränkungen zu halten. Die Entscheidung darüber, wann die Einschränkungen im Alltagsleben gelockert werden können, werde stark vom Verhalten der Bevölkerung an den bevorstehenden Feiertagen abhängen: „Ostern und auch die nächsten Tage werden sehr entscheidend sein, ob es uns gelingt, das, was wir jetzt im Trend sehen, fortzusetzen.“ 

Der Minister wollte sich nicht dazu äußern, wie die schrittweise Aufhebung der Beschränkungen im Detail aussehen könnte. Allerdings stellte er bereits jetzt in Aussicht: „Was als letztes wieder möglich ist, ist im Zweifel die Party und das Volksfest, weil hier das Ansteckungsrisiko am größten ist.“

7.4.2020, 13:22 Uhr: Von der Leyen plant europäische Exit-Strategie aus Corona-Sperren

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen will morgen über eine gemeinsame europäische Strategie zur schrittweisen Lockerung der Beschränkungen in der Corona-Krise informieren. Ziel sei ein koordiniertes und einheitliches Vorgehen in der Europäischen Union, sagte ihr Sprecher. Zugleich verwies er darauf, dass einige Länder – wie Österreich und Dänemark – schon damit begonnen hätten, erste Maßnahmen zur Lockerung anzukündigen. Es sei gut gewesen, dass diese Staaten nicht nur die Kommission, sondern auch die übrigen EU-Länder vorab informiert hätten, betonte der Sprecher.

7.4.2020, 12:24 Uhr: Paris verbietet tagsüber Sport im Freien

Die Stadt Paris verschärft die Ausgangsbeschränkungen und verbietet Sport an der frischen Luft zwischen 10 und 19 Uhr. Die neue Regelung gelte ab Mittwoch, teilten Bürgermeisterin Anne Hidalgo und die Polizeipräfektur mit. Zwischen 19 Uhr und 10 Uhr sei Sport im Freien weiterhin erlaubt, wenn der Andrang auf den Straßen am geringsten sei.

Der Pariser Großraum ist von der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus besonders stark betroffen. Vor drei Wochen hatte die Stadt bereits Parks und Grünflächen geschlossen. Im ganzen Land sind Spaziergänge und Sport nur noch im Radius von einem Kilometer zur Wohnung und eine Stunde am Tag erlaubt.

Für Nutzer von Fitnessarmbänder und Smartwatches So funktioniert die neue App „Corona-Datenspende“

Es ist eine Art Spende, um die das Robert-Koch-Institut bittet: eine Datenspende. Damit wollen die Wissenschaftler neue Erkenntnisse über die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland gewinnen. Wer kann dabei mitmachen und wie?  mehr...

7.4.2020, 10:58 Uhr: Robert-Koch-Institut veröffentlicht „Corona-Datenspende“-App

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat eine App veröffentlicht, die Informationen über die Ausbreitung des Coronavirus liefern soll. Sie heißt „Corona-Datenspende“ und kann auf Fitness-Armbändern und Smartwatches installiert werden. Die Nutzung der App ist freiwillig.

Diskussion um Mobilfunkdaten-Auswertung Wie eine App die Ausbreitung des Coronavirus bremsen könnte

Im Kampf gegen das Coronavirus wurde die flächendeckende Auswertung von Mobilfunkdaten ins Spiel gebracht. Die sogenannte Stopp-Corona-App ist momentan eines der am meisten diskutierten Themen. Doch was steckt eigentlich dahinter?  mehr...

RKI-Präsident Lothar Wieler sagte, die App sende anonymisierte Daten über Symptome wie höhere Temperatur oder auch schlechten Schlaf, die auf Atemwegserkrankungen hinwiesen. Man müsse lediglich einmalig die Postleitzahl eingeben. Die Teilnehmer würden auch gebeten, Geschlecht, Alter sowie ungefähre Größe und Gewicht anzugeben. Weiter betonte Wieler, je mehr Menschen sich beteiligten, desto genauer werde man Daten über die Verbreitung bekommen. Und weiter: Es sei nicht das Ziel mit der App Kontaktpersonen von Infizierten ausfindig zu machen.

Bei der App handelt es sich aber nicht um die vieldiskutierte Tracking-App, die derzeit von einem internationalen Team aus Wissenschaftlern, IT-Fachleuten und einzelnen Unternehmenunter der Federführung des Fraunhofer Instituts für Nachrichtentechnik entwickelt wird. Diese soll nach Angaben der Bundesregierung in den kommenden Tagen oder Wochen verbreitet werden.

7.4.2020, 9:29 Uhr: Neuseeländischer Minister hält sich nicht an Ausgehverbot

Der neuseeländische Gesundheitsminister David Clark hat mit seiner Familie gegen die wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten strengen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen verstoßen. Er sei knapp 20 Kilometer mit dem Auto gefahren, um mit seiner Familie an den Strand zu gehen, gestand Clark und gab sich zerknirscht. „Ich war ein Idiot und ich verstehe, weshalb die Leute wütend auf mich sind“, sagte er. Außerdem räumte er ein, schon früher mit dem Auto zu einem Park in der Nähe seines Hauses gefahren zu sein, um sich mit dem Mountainbike fit zu halten.

Premierministerin Jacinda Ardern sagte, unter normalen Umständen hätte sie Clark entlassen. Doch in der Corona-Krise könne sich Neuseeland keine Störung im Gesundheitssystem leisten. Deswegen habe sie ihn nur als stellvertretenden Finanzminister abgesetzt und innerhalb des Kabinetts degradiert.

7.4.2020, 9:00 Uhr: Altmaier warnt vor verfrühter Aufhebung von Maßnahmen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat davor gewarnt, sich in der Debatte über eine Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen nach Ostern unter Druck setzen zu lassen. Im ZDF-Morgenmagazin sagte der CDU-Politiker, „dass wir jetzt, so kurz vor dem Schluss, nicht schwach werden dürfen“. Die Bundesregierung werde „die Nerven behalten“ und dann über eine Lockerung der Maßnahmen entscheiden, wenn die Datengrundlage eine Entscheidung zulasse. „Das ist jetzt nicht der Fall.“

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält in der Corona-Krise am Zeitplan fest. "Wir haben immer gesagt, wir...Gepostet von ZDF Morgenmagazin am Dienstag, 7. April 2020

Für die Wirtschaft stellte der Minister indes eine stufenweise Aufhebung der Einschränkung nach Ostern in Aussicht. „Es wird Bereiche geben, wo man flexibler vorgehen kann, und andere, wo man vorsichtiger sein muss.“

7.4.2020, 8:35 Uhr: Studie: Start-ups vor Existenzkrise

Nach Rekordjahren mit üppigen Finanzierungen könnte die Corona-Krise laut einer Studie viele Start-ups in ihrer Existenz bedrohen. „2019 dürfte vorerst das letzte Rekordjahr für das europäische Start-up-Ökosystem gewesen sein“, teilte der Vorsitzende der Beratungsgesellschaft EY Deutschland, Hubert Barth, bei der Vorstellung des Start-up-Barometers mit. Die Corona-Pandemie werde zum einen die Investitionen einbrechen lassen und zum anderen bei vielen Jungfirmen zu Umsatzausfällen führen. Die Branche stehe vor der „größten Bewährungsprobe“ ihrer Geschichte, warnte Peter Lennartz von EY Deutschland.

7.4.2020, 7:12 Uhr: Baden-Württemberg will Ausgangsbeschränkungen für Altenheime

Baden-Württemberg will Ausgangsbeschränkungen für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen erlassen, um sie vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen. Das geht aus einem Papier des Sozialministeriumshervor, das dem SWR vorliegt. Danach sollen die Heimbewohner die Einrichtung nur noch für Arztbesuche oder andere dringende Angelegenheiten verlassen dürfen. Bewegung an der frischen Luft soll weiter möglich sein – allerdings nur wenn es dafür auf dem Heimgelände genügend Platz gibt. Nach Angaben der Gesundheitsämter der Länder haben sich bisher mehr als 98.000 Menschen nachweislich mit dem Krankheitserreger angesteckt. Mehr als 1.500 Menschen sind an den Folgen gestorben.

7.4.2020, 6:19 Uhr: Wuhans Bewohner dürfen Stadt wieder verlassen

Die Bewohner von Wuhan dürfen ab Mitternacht Ortszeit (18.00 Uhr MESZ) wieder ihre Stadt verlassen. Das chinesische Wuhan war am 23. Januar von der Außenwelt abgeriegelt worden. Von dort hatte sich das Corona-Virus weltweit verbreitet.

7.4.2020, 4:40 Uhr – Überfüllte Gefängnisse: Türkei will Häftlinge entlassen

Das türkische Parlament berät heute wegen der Corona-Krise über die Entlassung von zehntausenden Häftlingen. Die türkischen Gefängnisse sind überfüllt, das Virus könne sich dort besonders schnell ausbreiten, hieß es. Anwälte und Menschenrechtler kritisieren das Vorhaben scharf, weil zahlreiche wegen Terrorvorwürfen inhaftierte Regierungskritiker und Journalisten von der Regelung ausgenommen wären.

7.4.2020, 1:32 Uhr – Italien beschließt milliardenschweres Hilfspaket

Italiens Regierung hat am Abend ihr bisher größtes Hilfspaket über 400 Milliarden Euro in der Corona-Krise beschlossen. Es soll garantieren, dass die Betriebe im Land überleben können und investitionsfähig bleiben. Gleichzeitig erlässt die Regierung den Unternehmen mehrere Steuerzahlungen für die Monate April und Mai.

7.4.2020, 1:00 Uhr – Weltweit fehlen knapp sechs Millionen Pflegekräfte

Die UN verlangen von ihren Mitgliedsstaaten, ihr Pflegepersonal aufzustocken. Weltweit fehlten knapp sechs Millionen Pflegekräfte in Krankenhäusern und Heimen, warnte die Weltgesundheitsorganisation in einem Bericht.

6.4.2020, 21:58 Uhr – Ratingagentur Moody's bewertet EU-Hilfsprogramme kritisch

Die Hilfsprogramme der EU-Staaten werden der US-Ratingagentur Moody's zufolge nicht ausreichen, um komplett den wirtschaftlichen Schaden durch die Epidemie auszugleichen. Zwar würden sie dabei helfen, Haushalte und Geschäfte gegen die Krise zu wappnen. Es bestünden jedoch "erhebliche Unsicherheiten bezüglich der Wirksamkeit dieser Maßnahmen", heißt es in einer Analyse.

6.4.2020, 21:38 Uhr – Mehr als 800 Tote in Frankreich an einem Tag

Innerhalb von 24 Stunden sind so viele Menschen mit Coronavirus in Frankreich gestorben wie nie seit Beginn der Pandemie. Seit Sonntag hätten 833 Menschen mit Covid-19-Erkrankung in Krankenhäusern und Senioren- und Pflegezentren ihr Leben verloren, sagte der französische Gesundheitsminister Olivier Véran. In der Epidemie im Land sei das Ende des Anstiegs noch nicht erreicht. Einige hatten ein etwaiges Verlangsamen der Infektionsrate vorhergesagt.

Frankreich begann erst vor kurzem, auch die mit Covid-19 in Verbindung gebrachten Opfer in Alten- und Pflegeheimen zu zählen; zuvor waren lediglich die in Krankenhäusern verzeichnet worden. Die Zahl der Toten durch das Virus in Frankreich liegt laut Johns Hopkins Universität bei 8.911.

6.4.2020, 21:23 Uhr – Großbritanniens Premier auf Intensivstation

Der britische Regierungschef ist wegen seiner Coronavirus-Infektion auf die Intensivstation verlegt worden. Der Gesundheitszustand des 55-Jährigen habe sich im Verlauf des Nachmittags verschlechtert, teilte der Sprecher des Premierministers mit.

Johnson, der seine Coronavirus-Infektion Ende März öffentlich gemacht hatte, war gestern auf Anraten seiner Ärzte ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Mit Coronavirus infiziert Britischer Premier auf Intensivstation – so geht es Boris Johnson

Die Coronavirus-Symptome des britischen Premierministers Boris Johnson wurden zunächst als „milde“ beschrieben – jetzt hat sich sein Zustand dramatisch verschlechtert. Am Montag wurde er auf die Intensivstation verlegt.  mehr...

6.4.2020, 21:23 Uhr – Österreichs Kanzler Kurz: Beginnen mit volkswirtschaftlichen Notwendigkeiten

„Wir haben als eines der ersten Länder in Europa harte Maßnahmen ergriffen. Wir waren sehr restriktiv und sehr schnell in unseren Maßnahmen. Die Österreicher haben nun drei Wochen lang durchgehalten“, sagte Österreichs Kanzler Sebastian Kurz im ARD extra zu den geplanten Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Die Zahlen hätten sich verbessert. Nun könne man sehr behutsam und schrittweise das Land wieder hochfahren, so Kurz.

Das Land beginne demnach mit „volkswirtschaftlichen Notwendigkeiten“, indem kommende Woche wieder Teile des Wirtschaftslebens angekurbelt werden. Kleine Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte dürfen ab 14. April unter strengen Auflagen wieder öffnen. Ab dem 1. Mai sollen dann alle Geschäfte, Einkaufszentren und Friseure folgen dürfen, Hotels und die Gastronomie frühestens Mitte Mai.

Die Ausgangsbeschränkungen in Österreich werden allerdings bis Ende April verlängert, die Schulen bleiben bis Mitte Mai zu. Veranstaltungen sollen bis Ende Juni nicht stattfinden. Zudem wird das Tragen eines Mundschutzes künftig nicht nur in Supermärkten und Drogerien zur Pflicht.

6.4.2020, 20:41 Uhr – Dänemark lockert ebenfalls Corona-Maßnahmen

Auch Dänemark hat eine erste Lockerung seiner in der Corona-Krise ergriffenen Maßnahmen nach Ostern angekündigt. In einem ersten vorsichtigen Schritt sollten Kinderkrippen, Kindergärten sowie die unteren Jahrgangsstufen von Schulen am 15. April wieder geöffnet werden, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Es handele sich um „die erste vorsichtige Phase der Öffnung“, sagte Fredriksen. Die Dänen sollten sich jedoch darauf gefasst machen, dass sie noch über Monate wegen der Corona-Pandemie mit Einschränkungen leben müssten.

Zuvor hatte Österreichs Kanzler Sebastian Kurz angekündigt, dass ab dem 14. April kleine Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte unter strengen Auflagen wieder öffnen dürfen.

Auch Tschechien lockert seine restriktiven Corona-Maßnahmen etwas. Das Betreiben von Sportarten wie Tennis oder Golf werde wieder erlaubt, beschloss das Minderheitskabinett aus populistischer ANO und Sozialdemokraten.

6.4.2020, 16:52 Uhr – Pflegekräfte sollen wegen Corona-Krise 1500 Euro Prämie bekommen

Wegen der Zusatzbelastungen in der Corona-Krise sollen Vollzeitbeschäftigte in der Altenpflege mit dem Juli-Gehalt eine Prämie von 1.500 Euro bekommen. Für Azubis ist eine Extra-Zahlung von 900 Euro geplant. Teilzeitbeschäftigte sollen eine Prämie entsprechend ihrer tatsächlich geleisteten Stunden erhalten. Darauf haben sich die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) laut einer Mitteilung geeinigt. Festgehalten werden solle die Regelung in einem eigenen Tarifvertrag.

6.4.2020, 16:45 Uhr – Merkel: Europa entschlossen verteidigen

Die Europäische Union steht durch die Virus-Krise nach Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel "vor der größten Bewährungsprobe seit ihrer Gründung" - dies sagte sie während einer Pressekonferenz im Kanzleramt. Es müsse das Interesse aller sein, dass Europa gestärkt aus dieser Krise komme. Das gelte besonders auch für die Länder der Euro-Zone. "Deutschland wird es auf Dauer nur gut gehen, wenn es Europa gut geht", sagt Merkel.

Die Kanzlerin betonte, Deutschland und Europa müssten eigene Fähigkeiten zur Produktion von Schutzausrüstungen aufbauen. "Wir müssen hart arbeiten", damit das medizinische Personal mit den erforderlichen Produkten ausgestattet werden könne, sagte Merkel.

Es sei noch nicht die Zeit gekommen, über eine Lockerung der Corona-Regeln zu reden. Die Bundesregierung denke "intensiv" darüber nach, wie die Ausgehbeschränkungen schrittweise gelockert werden könnten. Es sei aber nicht angebracht, jetzt schon einen Zeitpunkt dafür zu nennen. Der Schutz der Gesundheit werde aber auf jeden Fall im Vordergrund stehen. Der Ausstieg aus den Auflagen werde mit Sicherheit schrittweise erfolgen.

6.4.2020, 16:20 Uhr – 14 Tage Quarantäne für Einreisende

Wer aus dem Ausland nach Deutschland zurückkehrt, soll künftig unabhängig von einem konkreten Corona-Verdacht für 14 Tage in Quarantäne geschickt werden. Auf diese Empfehlung an die Bundesländer einigte sich das Corona-Krisenkabinett. Die neue Regelung soll ab dem 10. April in Kraft treten und für Menschen gelten, die sich für mehrere Tage im Ausland aufgehalten haben – und damit nicht für Berufspendler. Außerdem gibt es Ausnahmen für bestimmte Gruppen wie etwa Lastwagenfahrer und medizinisches Personal.

Betroffen von der Regelung sind vor allem Deutsche, EU-Bürger und langjährig in Deutschland lebende Ausländer. Denn Menschen, die weder Deutsche noch dauerhaft hier ansässig sind, dürfen wegen der Corona-Pandemie ohnehin schon seit Mitte März nur noch aus einem „triftigen Reisegrund“ nach Deutschland kommen.

6.4.2020, 15:27 Uhr – Grenzen in Nordrhein-Westfalen bleiben geöffnet

Zwischen Nordrhein-Westfalen und den angrenzenden Ländern Belgien und Niederlande wird es keine Grenzkontrollen geben. Das habe das Corona-Kabinett in Berlin entschieden, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in einer Videobotschaft an der deutsch-niederländischen Grenze in Venlo. Laschet begrüßte die Entscheidung. In der „Euregio“ lebten die Menschen über Grenzen hinweg. Er verwies auf ein nahes Krankenhaus, in dem Patienten aus den Niederlanden und Deutschland behandelt würden.

„Der Kampf hat sich gelohnt, die Grenze bleibt offen - ein guter Tag für Nordrhein-Westfalen!“ Ministerpräsident @ArminLaschet begrüßt die Entscheidung des Bundes, die Grenzen zu den #Niederlanden 🇳🇱 und #Belgien 🇧🇪 nicht zu schließen. 🇪🇺#gemeinsamgegencorona #nrwkanndas https://t.co/OForogpHYs

6.4.2020, 15:20 Uhr – Boris Johnson twittert trotz Corona-Erkrankung

Der britische Regierungschef Boris Johnson ist trotz seiner Corona-Erkrankung in „guter Stimmung“. Wegen seiner anhaltenden Symptome habe er sich auf Anraten seines Arztes „für einige Routinetests“ ins Krankenhaus einweisen lassen, schrieb Johnson auf Twitter. Johnson war vor zehn Tagen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Wegen der anhaltenden Symptome des Premierministers habe ihm sein Arzt zu weiteren Untersuchungen in einer Klinik geraten, erklärte die Downing Street. Diese Untersuchungen sollen nun am Montag stattfinden.

6.4.2020, 15:06 Uhr – Steinmeier kündigt Rede an

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hält am Samstag eine Fernsehansprache zur Corona-Krise. Wie das Bundespräsidialamt mitteilte, soll die Rede am Abend nach den Hauptnachrichtensendungen von ARD und ZDF gesendet werden. Auch andere Sender können sie demnach ausstrahlen. Dass sich der Bundespräsident in dieser Form zu Wort meldet, ist ungewöhnlich. Zuletzt hatte Steinmeier bereits mehrmals Videobotschaften zur Corona-Krise veröffentlicht. Darin stimmte er die Bevölkerung auf weiter schwierige Zeiten ein und lobte zugleich Solidarität und Zusammenhalt. 

6.4.2020, 14:39 Uhr: Bundesregierung setzt auf Corona-App

Diskussion um Mobilfunkdaten-Auswertung Wie eine App die Ausbreitung des Coronavirus bremsen könnte

Im Kampf gegen das Coronavirus wurde die flächendeckende Auswertung von Mobilfunkdaten ins Spiel gebracht. Die sogenannte Stopp-Corona-App ist momentan eines der am meisten diskutierten Themen. Doch was steckt eigentlich dahinter?  mehr...

Die Entwicklung und freiwillige Nutzung einer Corona-App kann nach Auffassung der Bundesregierung entscheidend dazu beitragen, die Zahl der Neuinfektionen zu reduzieren. Eine entsprechende Anwendung für Smartphones sei ein „ganz zentraler Baustein“, wenn man die Ansteckungsquote senken wolle, sagte Regierungssprecher Seibert. Die deutsche App solle mit Software-Anwendungen in anderen europäischen Staaten kompatibel und in den nächsten Tagen oder Wochen zum Download verfügbar sein.

6.4.2020, 14:24 Uhr – Weitere Hilfe für Unternehmen

Die Bundesregierung hat die Erleichterungen für den Mittelstand bestätigt, damit kleinere Firmen in der Corona-Krise schneller an dringend benötigte Hilfskredite kommen. Banken müssten künftig nicht mehr prüfen, ob die Unternehmen als Kreditnehmer eine wirtschaftliche Perspektive hätten, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Die neuen Schnellkredite für Mittelständler sollen innerhalb weniger Tage kommen - womöglich schon ab Donnerstag.

6.4.2020, 13:24 Uhr – Auch Online-Handel leidet

Auch ein Großteil der Online-Händler leidet massiv unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Insgesamt lagen die E-Commerce-Umsätze im März um fast 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) mitteilte. „E-Commerce ist heute ein normaler Einkaufskanal. Deshalb wirkt sich solch eine Krise in der Konsumstimmung voll auf unsere Branche aus“, sagte der bevh-Präsident Gero Furchheim. Die Behauptung, der Online-Handel werde pauschal als Gewinner aus der Corona-Pandemie hervorgehen, sei „schlicht falsch“.

6.4.2020, 13:24 Uhr – Kein Termin für Lockerung von Einschränkungen in Deutschland

Die Bundesregierung wird nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert noch keinen Termin nennen, an dem es zu einer Lockerung der bestehenden Auflagen kommen könnte. Dafür sei es noch zu früh, sagte Seibert in Berlin.

6.4.2020, 12:28 Uhr – Quarantäne bei Rückkehr nach Deutschland?

Deutsche, EU-Bürger oder langjährig in Deutschland wohnhafte Personen, die nach mehrtägigem Auslandsaufenthalt in die Bundesrepublik zurückkehren, sollen offenbar künftig zwei Wochen in Quarantäne. Diese Maßnahme habe das sogenannte Corona-Krisenkabinett den Bundesländern empfohlen, berichtet die dpa.

6.4.2020, 12:20 Uhr – Künftig Meldepflicht für freie Intensivbetten in Kliniken

Kliniken mit Intensivstationen müssen freie Intensivbetten künftig täglich an ein zentrales Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) melden. Das sieht ein Verordnungsentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor. Bisher sind dort nach Ministeriumsangaben 1.119 von 1.160 entsprechenden Kliniken gemeldet.

6.4.2020, 11:19 Uhr – Österreich will die Anti-Corona-Maßnahmen ab 14. April lockern

Österreich will seine drastischen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus direkt nach Ostern langsam lockern. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) teilte mit, dass ab dem 14. April die Ausgangsbeschränkungen schrittweise gelockert werden sollen. Auch kleine Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte sollen wieder öffnen dürfen. Weitere Schritte sind bereits geplant. Ab dem 1. Mai könnten laut Kurz möglicherweise alle Geschäfte, Einkaufszentren und Frisöre den Betrieb wieder aufnehmen. Ob dies so komme, werde Ende April entschieden, teilte der Bundeskanzler mit. Schulen sollen bis Mitte Mai geschlossen bleiben, Veranstaltungen sind demnach bis mindestens Ende Juni gestrichen.

6.4.2020, 6:36 Uhr – Deutscher Lehrerverband rät: Schlechte Schüler sollen Klasse freiwillig wiederholen

Der Deutsche Lehrerverband rät schlechten Schülern wegen der Corona-Krise, freiwillig die Klasse zu wiederholen. Das sei besser, als mit massiven Wissenslücken ins nächste Schuljahr zu starten, sagte Präsident Heinz-Peter Meidinger der „Bild“-Zeitung. Das gelte vor allem für die Schüler, bei denen schon vor der Corona-Krise unklar war, ob sie es in die nächste Klasse schaffen. Meidinger ist dafür, dass die Schulen nach Ostern schrittweise wieder öffnen.

6.4.2020, 5:49 Uhr – Britischer Premier Johnson ist im Krankenhaus

Der britische Premierminister Boris Johnson ist wegen seiner Coronavirus-Infektion ins Krankenhaus gebracht worden. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, teilte sein Büro mit. Der 55-Jährige habe weiterhin Fieber. Der Guardian schreibt, ihm gehe es schlechter als offiziell bekannt. Die Ärzte seien wegen seiner Atmung besorgt. Die Regierung hat das dementiert.

We can beat this together. #StayHomeSaveLives https://t.co/uXZzNUXhJ8

6.4.2020, 3:47 Uhr – Fast 10.000 Corona-Tote in den USA

In den USA nähert sich die Zahl der Todesopfer der Coronavirus-Pandemie der Marke von 10.000 an. Binnen 24 Stunden starben weitere mehr als 1.200 Menschen an der Infektion, wie am Sonntag aus der Statistik der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorging. Die Gesamtzahl der Todesopfer in den USA stieg bis zum Abend (Ortszeit) auf 9.633. Die Zahl der verzeichneten Corona-Infektionsfälle wuchs auf mehr als 337.200.

We are learning much about the Invisible Enemy. It is tough and smart, but we are tougher and smarter!

6.4.2020, 3:15 Uhr – Vermutlich erstes Wildtier: New Yorker Tiger mit Coronavirus infiziert

In einem New Yorker Zoo ist ein Tiger positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Der leitende Tierarzt des Zoos sagte, seines Wissens nach sei es das erste Mal, dass ein wildes Tier sich durch einen Menschen mit Covid-19 angesteckt habe. Wahrscheinlich habe ein Pfleger das Virus weitergetragen, ohne selbst Symptome zu zeigen.

6.4.2020, 2:28 Uhr – Habeck fordert Investitionsprogramm von halber Billion Euro

Grünen-Chef Robert Habeck dringt auf ein zehnjähriges Investitionsprogramm im Umfang von einer halben Billion Euro, um die deutsche Wirtschaft nach der Corona-Krise wieder flottzumachen. Es brauche eine langfristige Investitionsoffensive, „um die Wirtschaft wieder aufzubauen und krisenfest zu machen“, sagte Habeck der Rheinischen Post. Wirtschaft und Gesellschaft müssten dabei konsequent auf Klimaneutralität umgestellt werden. „Sonst landen wird ungeschützt im nächsten Desaster.“

6.4.2020, 1:52 Uhr – Japan will wohl Ausnahmezustand verhängen

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe wird einem Medienbericht zufolge am Dienstag wegen der Corona-Krise den Ausnahmezustand ausrufen. Noch diesen Montag werde er dies voraussichtlich ankündigen, meldet die Zeitung Yomiuri. Mit dem Schritt würde Abe den Behörden in besonders betroffenen Teilen Japans zusätzliche Befugnisse verschaffen. So können sie weitgehende Ausgangssperren verhängen, Veranstaltungen absagen sowie Schulen und andere öffentliche Einrichtungen schließen.

5.4.2020, 22:31 Uhr – Britischer Premierminister im Krankenhaus

Der britische Premierminister Boris Johnson ist wegen seiner Covid-19-Erkrankung in ein Krankenhaus gebracht worden. Das teilte der Regierungssitz Downing Street mit.

Johnson hatte Ende März mitgeteilt, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Er hatte sich daraufhin in häusliche Quarantäne zurückgezogen, aber auch am Freitag noch über Fieber geklagt.

5.4.2020, 21:36 Uhr – Malta riegelt Flüchtlingslager ab

Malta hat ein Flüchtlingslager abgeriegelt, nachdem acht Migranten positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Rund 1.000 afrikanische Flüchtlinge würden in dem Lager Hal Far für 14 Tage unter Quarantäne gestellt, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die acht Infizierten würden isoliert.

5.4.2020, 20:54 Uhr – Anstieg der Corona-Todesfälle in Frankreich schwächt sich ab

Frankreich hat am Sonntag den niedrigsten Anstieg bei den Corona-Todesfällen seit einer Woche registriert. 357 Krankenhauspatienten starben binnen 24 Stunden an Covid-19, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Die Gesamtzahl der Todesfälle infolge einer Corona-Infektion erhöhte sich demnach auf 8.076.

5.4.2020, 20:08 Uhr – Auch Norwegen schickt Medizinerteam nach Italien

Auch Norwegen beteiligt sich an der inzwischen massiv angelaufenen Hilfewelle für das vom Coronavirus gezeichnete Italien. Gesundheitsminister Bent Hoie kündigte an, dass sein Land ein medizinisches Team nach Italien in Marsch setzen werde. "Wir haben die Infektion in Norwegen unter Kontrolle", sagte Hoie. Es sei der richtige Moment, einem Land zu helfen, das vor riesigen Herausforderungen stehe. Das etwa 25-köpfige Team aus Ärzten und Helfern, alles Freiwillige, soll in der Lombardei zum Einsatz kommen. Einige von ihnen haben bereits Erfahrungen beim Kampf gegen Ebola in Afrika gesammelt.

5.4.2020, 19:15 Uhr – Königin Elizabeth II.: „Bruch im Leben unseres Landes“

Die britische Königin Elisabeth II. wird ihre Landsleute zu Disziplin und Zusammenhalt aufrufen. Das geht aus vorab verbreiteten Auszügen ihrer Rede an die Nation hervor. Sie hoffe, dass die Briten mit Eigenschaften wie Selbstdisziplin, Entschlossenheit und Mitgefühl auch diese Krise überstehen könnten.

Die 93-jährige Monarchin, deren Rede auf Schloss Windsor aufgezeichnet wurde, spricht von einem „Bruch im Leben unseres Landes“. Abgesehen von ihren Weihnachtsansprachen wendet die Queen sich nur selten mit einer Rede an das britische Volk – bisher tat sie es 1991 zu Beginn des Golfkriegs, dann 1997 vor der Beisetzung Prinzessin Dianas und schließlich 2002 nach dem Tod ihrer Mutter, Queen Mum.

5.4.2020, 17:10 Uhr – Weißrussland ignoriert die Corona-Krise

Die Corona-Pandemie nur eine „Massenpsychose“? Das meint der weißrussische Herrscher Aljaksandr Lukaschenko und lässt Fabriken, Geschäfte und Restaurants in seinem Land geöffnet. Fußball gespielt wird auch, und zwar vor Zuschauern.

5.4.2020, 16:45 Uhr – Fast 5.000 Tote im Vereinigten Königreich

In Großbritannien sind weitere 621 Menschen am Coronavirus gestorben. Insgesamt gibt es schon knapp 5.000 Todesopfer, hat das Gesundheitsministerium in London mitgeteilt. Am Abend wendet sich die Queen an die Bevölkerung.

Der neue Chef der oppositionellen Labour-Partei, Sir Keir Stammer, hat die konservative Regierung scharf kritisiert. „Es sind schwere Fehler gemacht worden“, schrieb er in einem Gastbeitrag für die Sunday Times. Die Regierung habe zu spät eingestanden, dass das Land bei den Tests hinterherhinke. Vor allem Krankenhausmitarbeiter müssten getestet und mit der notwendigen Schutzkleidung ausgerüstet werden, forderte Starmer.

5.4.2020, 14:03 Uhr - Spanien: Ausgangssperre zeigt offenbar Erfolge

In Spanien scheint die dreiwöchige Ausgangssperre offenbar Erfolge bei der Corona-Eindämmung zu bringen. Madrid meldet den dritten Tag in Folge gesunkene Todeszahlen im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19. Auch die Zahl der täglichen Neuinfektionen sei in den vergangenen Tagen langsam zurückgegangen.

Auch in Italien scheint sich die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Das Land bereitet nach Angaben von Gesundheitsminister Roberto Speranza einen Plan zum kontrollierten Abbau der Corona-bedingten Beschränkungen vor. Es sei aber unverantwortlich, ein Datum für die Rückkehr zur Normalität zu versprechen.

5.4.2020, 14:00 Uhr - Berliner Polizei bekommt Ersatzmasken

Die Polizei in Berlin wird Ersatz für die bestellten 200.000 Schutzmasken bekommen, die nicht in der Hauptstadt angekommen sind. Das hat Polizeipräsidentin Barbara Slowik dem Tagesspiegel gesagt. Der Vertragspartner habe mitgeteilt, dass die Lieferung aufgekauft worden und nun in die USA unterwegs sei. Die Firma habe den Berlinern aber Ersatz versprochen.

5.4.2020, 13:14 Uhr - Infektionszahlen in Deutschland

In Deutschland gibt es nach Angaben der Gesundheitsbehörden inzwischen etwa 91.350 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Mehr als 1.300 Menschen starben. Kanzleramtsminister Helge Braun sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, die Zeit mit den höchsten Infektionszahlen stehe aber noch bevor. Deshalb müsse die Regierung die Bevölkerung auf den schwierigsten Teil der Krise jetzt vorbereiten.

Auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnte in der Bild am Sonntag vor einer schnellen Rückkehr zur Normalität. Die Vizechefin der FDP-Bundestagsfraktion, Katja Suding, sagte dem Spiegel dagegen, die Bundesregierung müsse schnell eine Ausstiegsstrategie vorlegen. Außenminister Heiko Maas (SPD) hat angesichts der weltweit anwachsenden Todeszahlen dazu aufgerufen, über Ostern zu Hause zu bleiben. Genauso wie Kanzlerin Angela Merkel.

5.4.2020, 8:39 Uhr - Britische Königin hält Ansprache

Die britische Königin Elisabeth II. will sich wegen der Corona-Pandemie mit einer Ansprache an die Briten und die Menschen im gesamten Commonwealth wenden. Sie wird am Sonntagabend im Fernsehen ausgestrahlt. Außergewöhnliche Ansprachen wie diese hielt die 93-Jährige bisher erst drei Mal, zum Beispiel 1991 zum Golfkrieg. In Großbritannien lag die Zahl der Corona-Infizierten am Samstag bei etwa 42.000. Mehr als 4.300 Infizierte starben.

5.4.2020, 8:20 Uhr - Bayern will Pflegekräften Sonderzahlung zukommen lassen

Bayern will in der Corona-Krise Pflegekräften eine Sonderzahlung zukommen lassen. In der Bild am Sonntag sprach Ministerpräsident Markus Söder (CSU) von „500 Euro als Bonus an alle Pflegekräfte“. Außerdem sei eingerichtet worden, dass die Beschäftigten in allen Kliniken sowie Pflege- und Seniorenheimen kostenloses Essen und Getränke bekämen.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte zuvor angekündigt, in der Corona-Krise Bonuszahlungen für Arbeitnehmer bis 1.500 Euro steuerfrei zu stellen. Pflegekassen und Arbeitgeber zeigten sich offen für Prämien dieser Art.

5.4.2020, 8:20 Uhr - Städtetag fordert Bundesregierung auf, Schutzausrüstung zu beschaffen

Der Deutsche Städtetag fordert die Bundesregierung auf, in der Corona-Krise flächendeckend für die nötige Ausrüstung zu sorgen. Viele Städte seien besorgt über den anhaltenden Mangel an Schutzkleidung, Masken und Beatmungsgeräten, sagte Städtetags-Präsident Jung. Am Abend ist ein Airbus-Flugzeug mit rund vier Millionen Atemschutzmasken aus China in Hamburg gelandet. Ein Teil der Masken bleibe in Deutschland - der Rest werde in die besonders schwer von Corona betroffenen Länder Spanien, Frankreich und Italien gebracht, teilte Airbus mit.

5.4.2020, 3:37 Uhr - New Yorks Bürgermeister erklärt Sonntag zum „D-Day“

In Anspielung auf die Landung der Alliierten während des Zweiten Weltkriegs hat New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio den Sonntag zum „D-Day“ erklärt. Wenn bis zum Abend nicht ausreichend Gesichtsmasken, Beatmungsgeräte und Personal in den Krankenhäusern der Stadt seien, müssten Menschen sterben, die eigentlich gerettet werden könnten. Gouverneur Andrew Cuomo sagte, er erwarte den Höhepunkt der Krise in wenigen Tagen.

4.4.2020, 23:35 Uhr - Kanzleramtschef: Höhepunkt ist noch nicht erreicht

Nach Ansicht von Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) ist der Höhepunkt der Corona-Krise noch nicht erreicht. Die Zeit mit den höchsten Infektionszahlen stehe Deutschland noch bevor, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Um das Gesundheitswesen nicht zu überfordern, dürfe sich die Zahl der Infizierten nur in einem Zeitraum von deutlich mehr als zehn Tagen verdoppeln.

4.4.2020, 22:40 Uhr - Mehr als 300.000 bestätigte Corona-Fälle in den USA

In den USA haben sich inzwischen mehr als 300.000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Landesweit stieg die Zahl der bestätigten Infektionsfälle am Samstag nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität auf 300.915. Mindestens 8.162 Menschen starben demnach an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

4.4.2020, 19:39 Uhr - Weniger Patienten auf Intensivstationen in Italien

Zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Krise ist in Italien die Zahl der Patienten auf Intensivstationen gesunken. Nach Angaben des Zivilschutzes werden derzeit knapp 4.000 Menschen auf Intensivstationen behandelt, 74 weniger als gestern. In der besonders schwer betroffenen Region Lombardei konnten demnach etwa 50 Patienten die Intensivstation verlassen. Zivilschutz-Chef Mauro Borelli sprach von einer wichtigen Neuigkeit, das verschaffe den Krankenhäusern eine Atempause.

4.4.2020, 19:24 Uhr - Deutsche Industrie fordert „Bürokratie-Pause“

Die deutsche Industrie fordert in der Corona-Krise eine "Bürokratie-Pause". Schon in normalen Zeiten kämen Unternehmen mit den vielen Melde-, Prüf- und Anzeigepflichten kaum zurecht, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Achim Dercks, der Welt am Sonntag. In der jetzigen Krise seien sie kaum zu schaffen. Bund und Länder sollten mit einer Allgemeinverfügung dafür sorgen, dass Fristen verschoben oder nicht angewendet werden.

4.4.2020, 19:02 Uhr - Grüne kritisieren Altmaiers Krisenmanagement

Wegen der Beschaffungsprobleme von Schutzkleidung und Medikamenten ist Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in die Kritik geraten. Die Grünen werfen ihm schwere Versäumnisse vor. Die Parteivorsitzende Annalena Baerbock sagte, Deutschland könnte mit europäischen Partnern eine Pandemiewirtschaft auf den Weg bringen. Es wäre eigentlich der Job des Bundeswirtschaftsministers, die Akteure dafür zusammenzutrommeln und ihre Initiativen zu unterstützen. Auch FDP Fraktionsvize Michael Theurer kritisiert, viele Unternehmen wollten helfen, scheiterten aber schon bei der Suche nach einem Ansprechpartner.

4.4.2020, 15:59 Uhr - Dubai will Expo verschieben

Die diesjährige Weltausstellung in Dubai soll nach dem Willen der Veranstalter wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben werden. Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) habe einen formalen Antrag auf Verschiebung eingereicht, teilte das zuständige Internationale Büro der Weltausstellung (BIE) mit.

Bereits am Montag hatte das Leitungsgremium in Dubai intern getagt. Die Expo soll demnach von Oktober 2021 bis März 2022 dauern, seinen Namen "Expo 2020" aber beibehalten. Eine endgültige Entscheidung der Mitgliedsstaaten des Expo-Büros steht aber noch aus. Die Weltausstellung in Dubai soll die erste in einem arabischen Land sein.

4.4.2020, 15:41 Uhr - Sachsen und Bayern nehmen mehr Patienten aus Frankreich auf

Sachsen hat drei weitere Corona-Patienten aus Frankreich aufgenommen. Ein Ambulanzflugzeug der "Luxembourg Air Rescue" landete in Dresden. Später wurden zwei weitere Patienten mit einem Hubschrauber aus Bourscheid in der Region Grand Est eingeflogen.

Nach Angaben des Universitätsklinikums Dresden, das für die Koordinierung zuständig ist, werden die drei Patienten auf die Uniklinik, das Fachkrankenhaus Coswig und das Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt aufgeteilt. Bereits am Donnerstag hatten die drei Krankenhäuser in Dresden und Coswig jeweils einen mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierten Franzosen aufgenommen. Zuvor hatte Sachsen in den vergangenen Tagen bereits acht Patienten aus Italien aufgenommen.

Bayern will zehn schwerkranke Covid-19-Patienten aus Paris zur Behandlung aufnehmen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei Twitter mit. Er habe der französischen Botschafterin Unterstützung zugesagt.

Twitter-Beitrag von Markus_Soeder: "In der Not helfen Freunde: Bayern wird auch 10 Corona-Patienten aus Paris aufnehmen und medizinisch versorgen. Das habe ich der französischen Botschafterin zugesagt. Europa muss zusammenstehen."

4.4.2020, 15:27 Uhr - Spanien will Ausgangssperre wieder verlängern

Zur Eindämmung der Corona-Krise will die spanische Regierung den Notstand und die strikte Ausgangssperre im ganzen Land um weitere zwei Wochen bis zum 26. April verlängern. Das erklärte Ministerpräsident Pedro Sánchez nach einer Videokonferenz mit dem wissenschaftlichen Komitee, das die Regierung berät. Das Kabinett werde dazu die Zustimmung des Parlaments beantragen.

Die seit Mitte März geltenden Maßnahmen waren bereits vor zehn Tagen zum ersten Mal verlängert worden. Seit Dienstag müssen zudem alle Arbeitnehmer, die in nicht wesentlichen Sektoren tätig sind, ebenfalls zu Hause bleiben. Diese Anordnung sollte eigentlich bis zum 9. April gelten. Es gilt als wahrscheinlich, dass sie ebenfalls verlängert wird.

4.4.2020, 15:00 Uhr – 70 Deutsche zurück in Deutschland

Mehr als 70 Deutsche, die auf Kreuzfahrtschiffen in Südamerika festsaßen, sind zurück in Deutschland. Sie mussten mehr als einen Monat auf den Schiffen „Zaandam“ und „Rotterdam“ bleiben, weil es unter den Passagieren mehrere Corona-Fälle gab. Vier Menschen starben. Viele Länder Südamerikas hatten den Kreuzfahrtschiffen das Anlegen verweigert. Am Freitag durften die Passagiere dann im US-Bundesstaat Florida an Land gehen und nach Hause fliegen.

4.4.2020, 13:54 Uhr – Droht Azubis im Gastgewerbe die Kündigung?

Vielen Auszubildenden im Gastgewerbe droht wegen der Corona-Pandemie die Kündigung. Das befürchtet der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag. Grund sei, dass die Azubis erst nach sechs Wochen Kurzarbeitergeld beziehen dürfen. Vor allem im Hotel- und Gastgewerbe sei das für die Betriebe eine zu große Belastung, weil die meisten Häuser und Restaurants geschlossen sind. Mehr als 5.000 Auszubildende seien allein in Baden-Württemberg betroffen.

Der Fraktionsvorsitzende der FDP im Stuttgarter Landtag, Hans-Ulrich Rülke, forderte eine rasche Lösung des Problems. Es könne nicht sein, dass eine ganze Generation von Nachwuchskräften durch die Corona-Krise ihre Lebensperspektive verliere, sagte er.

4.4.2020, 13:07 Uhr – Kritik an Aufnahmestopp in Alten- und Pflegeheimen in Bayern

Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, kritisiert den Aufnahmestopp in Alten- und Pflegeheimen. Dem Bayrischen Rundfunk sagte sie, das stelle die Angehörigen vor nahezu unlösbare Probleme.

In Bayern dürfen Pflegeheime seit Samstag keine neuen Bewohner aufnehmen. Dadurch wolle man weitere Corona-Ansteckungen verhindern, sagte die bayrische Gesundheitsministerin Melanie Huml. Für ältere Menschen sei die Gefahr einer schweren Covid-19-Erkrankung besonders hoch. Auch in Niedersachsen gilt zurzeit für Pflegeheime ein Aufnahmestopp, weil in Wolfsburg bisher 27 Bewohner eines Heims gestorben sind.

4.4.2020, 12:32 Uhr – Bundesregierung will Kredite an Firmen absichern

Die Bundesregierung will wegen der Corona-Krise Kredite an Firmen in größerem Umfang absichern, als bisher geplant. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Es soll vor allem um Verbesserungen bei Laufzeiten und der Haftungsfreistellung für Kredite gehen. So könnte der Staat für eine Kreditsumme von bis zu 500.000 Euro die hundertprozentige Haftung übernehmen. Das hat die EU-Kommission am Freitag genehmigt. Unternehmen haben sich wiederholt darüber beklagt, dass Geld aus dem laufenden KfW-Sonderkreditprogramm nicht bei ihnen ankomme.

4.4.2020, 10:00 Uhr – China und Hongkong gedenkt Corona-Toten

In China und Hongkong haben am Samstagmorgen die Menschen mit drei Schweigeminuten an die Toten durch das neue Coronavirus erinnert. In Peking blieben die U-Bahnen stehen. Die Menschen auf den Straßen hielten inne und trauerten um die Opfer. Die Nationalflaggen auf öffentlichen Gebäuden und in chinesischen Botschaften weltweit wehen auf Halbmast. Am Samstag ist in China traditionell Totengedenktag. Die Regierung in Peking hat die Menschen aber aufgefordert, nicht wie sonst üblich auf die Friedhöfe zu gehen, sondern zuhause der Toten zu gedenken. Damit will man eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindern.

4.4.2020, 9:32 Uhr – Giffey will Online-Plattform für Freiwilligendienste

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will kommende Woche eine Online-Plattform für Freiwilligendienste schalten lassen. Damit sollen Ehrenamtliche, die ihren Dienst wegen der aktuellen Situation gerade nicht ausüben können, unbürokratisch und schnell dahin wechseln, wo jetzt dringend Helfer gebraucht würden. Als Beispiele nannte Giffey in den Zeitungen der Funke Mediengruppe Krankenhäuser, Pflegeheime oder die Lebensmittelversorgung von Bedürftigen.

Auch Pflegekräfte sollen entlastet werden: Sie können wegen der hohen Belastung durch die Corona-Krise wohl bald mit einer steuerfreien Sonderzahlung rechnen. Der Vizepräsident des Arbeitgeberverbands Pflege, Friedhelm Fiedler, sagte der Bild-Zeitung, man sei offen für eine Einmalzahlung von bis zu 1.500 Euro. Jedes Unternehmen müsse allerdings selbst über eine solche Zahlung entscheiden. Auch der Caritasverband ist offen für Gespräche über zusätzliche Leistungen. Einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland zufolge ist die gesetzliche Pflegeversicherung bereit, für Altenpfleger eine Sonderzahlung zu finanzieren.

4.4.2020, 9:24 Uhr – Corona-Krise schädigt die Wälder in BW und RP

Durch die Corona-Krise finden Waldbesitzer in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg kaum noch Käufer für ihr Holz aus den letzten Stürmen. Einige Sägewerke sind schon geschlossen, in vielen ist Kurzarbeit angesagt. In Frankreich und Österreich gibt es keine Abnehmer mehr fürs Holz. Die Exporte nach China liegen seit Anfang des Jahres brach. Das war ein wichtiger Markt vor allem für die von Stürmen und Borkenkäfer geschädigten Fichten. Die umgeworfenen Bäume müssten dringend aus dem Wald gebracht werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sie Brutstätten für den im Frühjahr ausschwärmenden Borkenkäfer werden.

4.4.2020, 5:43 Uhr – Labore haben Corona-Testkapazität gesteigert

Deutsche Labore haben ihre Test-Kapazitäten im Kampf gegen das Coronavirus deutlich gesteigert. In der vergangenen Woche seien täglich 100.000 Proben auf das Virus getestet worden, heißt es in einem Bericht des Robert-Koch-Instituts, der dem SWR vorliegt. Damit wurden die deutschen Testmöglichkeiten in vier Wochen um das 14-fache gesteigert.

Virologen streben eine möglichst hohe Zahl an Tests an, um den Verlauf der Infektionen besser einschätzen zu können. Andere Länder haben noch höhere Kapazitäten. Zum Vergleich: In Südkorea werden täglich 400.000 Menschen getestet.

4.4.2020, 5:10 Uhr – Schäuble will mit Fraktionen über digitales Parlament sprechen

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) will mit den Fraktionsvorsitzenden über weitere Möglichkeiten sprechen, wie das Parlament in der Corona-Krise handlungsfähig bleiben kann. In einem Brief, über den die Süddeutsche Zeitung berichtet, bringt Schäuble virtuelle Plenarsitzungen ins Spiel. Auch über die Möglichkeit eines Notparlaments wie im Verteidigungsfall könne man reden. Der Bundestag hatte zuletzt die Grenze für seine Beschlussfähigkeit deutlich gesenkt.

3.4.2020, 22:00 Uhr – Bundesländer bekommen mehr Beatmungsgeräte

Bis Mitte kommender Woche sollen in einem ersten Schritt Hunderte zusätzliche Beatmungsgeräte an die Bundesländer verteilt werden. Das steht in einem Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums an die Abgeordneten von Union und SPD. Das Ministerium habe mit mehreren Anbietern Kaufverträge über mehr als 20.000 Beatmungsgeräte abgeschlossen. Da sie größtenteils noch hergestellt werden müssten, sei damit zu rechnen, dass sie über mehrere Monate hinweg schrittweise geliefert würden.

3.4.2020, 19:21 Uhr – Neue Zahlen aus BW und RP

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden der Länder sind in Deutschland mehr als 83.800 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 1.100 starben. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 15.900 bestätigte Infektionsfälle, in Rheinland-Pfalz mehr als 3.400.

3.4.2020, 19:06 Uhr – Neues Meldesystem soll Intensivbettenverteilung in BW besser koordinieren

In Baden-Württemberg soll ein neues elektronisches Meldesystem für eine bessere Koordinierung freier Intensivbetten sorgen. Das soll schwer erkrankten Patienten mit dem Coronavirus helfen. Zunächst melden Krankenhäuser online die einzelnen verfügbaren Betten. Daraufhin zeigt das Meldesystem des Sozial - und Innenministeriums in Echtzeit, wo es im Land noch freie Intensivbetten gibt. Im Augenblick sind in dem Steuersystem über 2.000 Betten mit Beatmungskapazitäten erfasst sowie zusätzlich etwa 1.100 Intensivbetten ohne sie.

3.4.2020, 16:54 Uhr – Fußball-Saison könnte verlängert werden

Der Deutsche Fußballbund hat eine mögliche Saisonverlängerung beschlossen. Je nachdem wie sich die Corona-Krise entwickelt, geht die Saison auch nach dem 30. Juni noch weiter. Das ist vor allem für Wechselfristen und Spielerverträge wichtig. Falls die Saison komplett abgebrochen wird, gibt es vom DFB Sonderregelungen für den Auf- und Anstieg.

3.4.2020, 15:04 Uhr – Bonuszahlungen bis 1.500 Euro bleiben steuerfrei

Bonuszahlungen an Beschäftigte, die in der Corona-Krise für besondere Leistungen belohnt werden sollen, bleiben dieses Jahr bis 1.500 Euro steuerfrei. Das hat das Bundesfinanzministerium mitgeteilt. Die Regel gelte für Sonderzahlungen ab 1. März. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte, mit der Steuer-Freistellung werde sichergestellt, dass Bonusleistungen zu 100 Prozent bei den Beschäftigten ankämen.

3.4.2020, 14:16 Uhr – Seehofer will deutschlandweite Quarantänepflicht für Flugreisende

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will eine deutschlandweite Quarantänepflicht für Flugreisende aus dem Ausland einführen. Darüber entscheiden soll am Montag das Corona-Krisenkabinett. Das hat eine Sprecherin bestätigt. Noch gebe es dazu keinen Konsens in der Bundesregierung, hieß es. Am Flughafen Berlin-Tegel gibt es bereits eine solche Quarantänepflicht.

Außerdem will Seehofer die strengen Kontrollen an den Grenzen zu einigen Nachbarländern Deutschlands auf alle ausweiten – also zum Beispiel auch auf Tschechien, Polen und die Niederlande. Seit Mitte März darf niemand mehr ohne triftigen Grund aus Österreich, Frankreich, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark einreisen. Berufspendler und der Lieferverkehr sind davon nicht betroffen.

Maskenstreit mit den USA Umgeleitet in die USA? Berlin soll Ersatzmasken bekommen

Greifen die USA die Schutzmasken anderer Länder ab? Diesen Vorwurf erhebt unter anderem Brasilien. Das Land ist in Sorge – die Befürchtung: Die Vereinigten Staaten könnten ihnen auch Beatmungsgeräte wegnehmen. Nach einem Medienbericht sollen die USA auch eine Lieferung an das Bundesland Berlin abgefangen haben. Jetzt soll es Ersatz geben.  mehr...

3.4.2020, 12:36 Uhr – Innenminister warnen vor Ausflügen am Wochenende

Die Behörden warnen vor Ausflügen am Wochenende. Die Polizei solle verstärkt an bekannten Ausflugszielen Präsenz zeigen und darauf achten, dass die Gesundheitsvorschriften eingehalten werden, sagte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD). Der baden-württembergische Tourismus-Minister Guido Wolf (CDU) sieht die Gefahr, dass zu viele Menschen attraktive Ausflugsziele besuchen und dabei die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Auch Vertreter von Städten und Gemeinden appellierten an die Bürger, an dem schönen Frühlingswochenende bekannte Ausflugsorte und Wanderwege zu meiden.

3.4.2020, 12:13 Uhr – Hartz-IV-Empfänger bekommen keine zusätzlichen Leistungen für Corona-Käufe

Hartz-IV-Empfänger bekommen wegen der Corona-Krise keine zusätzlichen Leistungen. Das Sozialgericht Konstanz hat den Antrag eines Mannes abgelehnt. Der hatte beim Jobcenter Zuschüsse oder ein Darlehen beantragt, um Lebensmittelvorräte, Mundschutz und Desinfektionsmittel zu kaufen. Das Gericht hat jetzt gesagt: Vorräte anzulegen, sei nicht „zwingend notwendig“.

3.4.2020, 12:02 Uhr – Merkel nicht mehr in Quarantäne

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre häusliche Quarantäne beendet. Sie kehre heute zurück an ihren Arbeitsplatz im Kanzleramt, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Merkel hatte sich vor zwei Wochen in Quarantäne begeben, weil ein Arzt aus ihrem Umfeld positiv auf das Corona-Virus getestet worden war.

3.4.2020, 11:44 Uhr – RKI hofft auf sinkende Zahl an Corona-Ansteckungen

Der Chef des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hofft in kommenden Tagen auf weiter sinkende Zahlen bei den Corona-Ansteckungen. Es sei bereits gelungen, die Reproduktions-Rate zu senken. Wieler hat außerdem betont, dass alle Menschen weiterhin den Sicherheitsabstand einhalten sollen. Im Moment melden die Gesundheitsbehörden der Länder rund 81.000 Corona-Infektionen in Deutschland und 1.044 Todesfälle.

3.4.2020, 11:32 Uhr – Keine Nachteile durch Corona-Krise: Giffey will Änderungen beim Elterngeld

Mütter und Väter, die jetzt Elterngeld beantragen, sollen durch die Corona-Krise keine Nachteile haben. Die Berechnung des Elterngeldes soll daher laut Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) geändert werden: So sollen Monate, in denen Eltern wegen der Corona-Krise weniger Einkommen hatten, nicht in die Berechnung einfließen. Eltern in systemrelevanten Berufen, die ihre Elterngeldmonate zurzeit nicht nehmen können, sollen diese nach den Plänen von Giffey nachholen können.

3.4.2020, 10:05 Uhr – Einhaltung der Beschränkungen prüfen: Google veröffentlicht Standortdaten

Google veröffentlicht jetzt anonymisierte Standortdaten seiner User. Regierungen aus 131 Ländern können so überprüfen, ob die Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wirken. Die Statistiken zeigen laut Google an, ob sich mehr oder weniger Menschen in Parks, Geschäften oder Gebäuden aufhalten. Andere Länder wie China oder Israel nutzen schon länger Handydaten. Datenschützer warnen seit Wochen vor zu starker Überwachung.

3.4.2020, 9:46 Uhr – UN-Vollversammlung verabschiedet Corona-Resolution

Die UN-Vollversammlung hat eine Resolution zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verabschiedet. Die Staatengemeinschaft ruft darin zu internationaler Solidarität und Zusammenarbeit auf, um die Pandemie einzudämmen, abzuschwächen und zu besiegen. Außerdem wird betont, dass die ärmsten Länder besonders von den Corona-Auswirkungen betroffen seien. Die Resolution ist für die 193 Mitgliedsstaaten nicht rechtlich bindend.

3.4.2020, 7:06 Uhr – Weltweit mehr als eine Million Corona-Infektionen

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle weltweit ist auf mehr als eine Million gestiegen. Mehr als 53.000 Menschen sind nach Angaben der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität gestorben. Die Dunkelziffern könnten höher liegen, weil es zum Beispiel unterschiedliche Zählweisen und Möglichkeiten zum Testen gibt.

3.4.2020, 6:55 Uhr – DHL: So viele Paketlieferungen wie im Weihnachtsgeschäft

In Deutschland werden so viele Pakete verschickt wie sonst vor Weihnachten. Das hat der Paket-Dienstleister DHL gesagt. Die Zahl der Sendungen nehme täglich zu, weil auch viele kleine Händler ihre Waren wegen der Zwangsschließung verschicken. Bei anderen Paketdiensten wie UPS oder DPD ist der Effekt nicht so stark zu spüren, weil bei diesen Geschäftskunden wie Autohersteller weggefallen sind.

3.4.2020, 5:22 Uhr – Kreuzfahrtschiffe mit deutschen Passagieren dürfen in Florida anlegen

Im US-Bundesstaat Florida haben zwei Kreuzfahrtschiffe mit Corona-Infizierten und Verdachtsfällen anlegen dürfen – nach tagelangem Hin und Her. An Bord der „Zaandam“ und der „Rotterdam“ sind auch viele deutsche Passagiere. Bis zum Abend sollen die meisten Menschen die Schiffe verlassen haben.

3.4.2020, 3:32 Uhr – US-Regierung will Kosten für unversicherte US-Amerikaner übernehmen

Die US-Regierung will die Behandlungskosten für unversicherte Amerikaner übernehmen, die wegen einer Erkrankung mit dem neuen Coronavirus zum Arzt müssen. Vizepräsident Mike Pence sagte im Weißen Haus, die Regierung wolle, dass sich niemand darüber Sorgen machen müsse, einen Test oder eine Behandlung zu bekommen. Es werde derzeit nach Wegen gesucht, wie Coronavirus-Hilfsgelder direkt an die Krankenhäuser fließen können. Etwa 30 Millionen US-Bürger haben keine Krankenversicherung.

2.4.2020, 22:06 Uhr – Baden-Württemberg hat mehr als 36 Millionen Euro Soforthilfe ausbezahlt

Das Land Baden-Württemberg hat diese Woche bereits mehr als 36 Millionen Euro Corona-Soforthilfe ausbezahlt. Das hat Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) bekannt gegeben. Rund 210.000 kleine Unternehmen und Selbstständige in Baden-Württemberg haben bislang einen Antrag auf Soforthilfe gestellt. In Rheinland-Pfalz soll die Unterstützung ab nächster Woche ausbezahlt werden.

2.4.2020, 19:32 Uhr – Mehr als 2.300 Ärzte und Pfleger mit Corona infiziert

In Deutschland infizieren sich immer mehr Ärzte und Pfleger mit dem Coronavirus. Nach Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung haben sich inzwischen mehr als 2.300 von ihnen angesteckt. Die Dunkelziffer liege vermutlich noch viel höher. Besonders betroffen sei Bayern.

2.4.2020, 19:02 Uhr – Immer mehr Corona-Patienten müssen beatmet werden

Immer mehr schwerkranke Patienten in Deutschland müssen wegen einer Corona-Infektion beatmet werden. Das zeigt eine SWR-Recherche. Im Moment benötigen mehr als 80 Prozenten der Patienten, die auf der Intensivstation behandelt werden, ein Beatmungsgerät. In Baden-Württemberg ist jedes dritte Bett auf der Intensivstation mit Corona-Patienten belegt. In Rheinland-Pfalz liegt der Anteil bei fast 20 Prozent.

2.4.2020, 17:20 Uhr – Putin erklärt April zum Urlaubsmonat

Russlands Präsident Wladimir Putin hat den April zum offiziellen Urlaubsmonat erklärt. In einer Fernsehansprache sagte Putin, die Lage sei ernst. Mit dem zusätzlichen bezahlten Urlaubsmonat solle die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden. Ursprünglich war nur eine Urlaubswoche ab dem 28. März geplant.

Die Situation um das Coronavirus hatte sich in den vergangenen Tagen in Russland massiv verschärft. Offiziell hat Russland mehr als 3.500 Coronavirus-Fälle. Bei Verstößen gegen Vorschriften der Quarantäne und Selbstisolation drohen harte Strafen – von hohen Geldsummen bis hin zu Gefängnis.

2.4.2020, 17:06 Uhr – Stuttgarter Flughafen schließt

Der Stuttgarter Flughafen wird wegen der Corona-Krise vorzeitig geschlossen. Das hat das baden-württembergische Verkehrsministerium beschlossen. Am 6. April wäre der Betrieb wegen Bauarbeiten sowieso eingestellt worden. An den Flughäfen Karlsruhe-Baden-Baden und Friedrichshafen soll es weniger Flüge geben. Der Frankfurter Flughafen schließt ab nächsten Dienstag sein Terminal 2.

2.4.2020, 16:21 Uhr – Einreiseverbot für Erntehelfer gelockert

Das Einreiseverbot für Erntehelfer wird nun doch gelockert. Darauf haben sich Innenminister Horst Seehofer (CSU) und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) geeinigt. Im April und im Juni dürfen jeweils 40.000 Saisonarbeiter nach Deutschland einreisen.

Für sie gelten strenge Regeln: Die Saisonarbeiter sollen ausschließlich per Flugzeug ein- und ausreisen. Bei der Einreise soll es dann einen Gesundheitscheck geben. Die Unterkünfte auf den Bauernhöfen dürfen nur mit halber Kapazität belegt werden. Die angereisten Helfer müssen in den ersten drei Wochen in Deutschland getrennt von anderen hier Beschäftigten arbeiten und dürfen den Betrieb nicht verlassen.

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Rukwied, hat der Deutschen Presse-Agentur gesagt, die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln sei während der #CoronaKrise nicht gefährdet. Mit Einschnitten müssen Verbraucher wohl aber trotzdem rechnen: https://t.co/iLhy1hvp57

2.4.2020, 15:00 Uhr – Hilfskredite sollen am Montag überwiesen werden

Wer Hilfskredite bei der KfW beantragt hat, soll ab Montag das Geld bekommen, das hat die staatliche Förderbank mitgeteilt. Bei Anträgen bis drei Millionen Euro verlasse sich die KfW auf die Kreditprüfungen der Hausbank, das Geld könne dann innerhalb von höchstens drei Tagen fließen. Seit das Programm gestartet wurde, seien rund 2.500 Anträge über insgesamt 10 Milliarden Euro eingegangen. Der größte Teil sei bereits bewilligt.

Laut Umweltministerin Schulze So könnte Umweltschutz Pandemien in Zukunft verhindern

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) fordert als Lehre aus der Corona-Krise einen weltweit verschärften Natur- und Artenschutz. Das könne die Menschen langfristig vor weiteren Pandemien schützen, so die Ministerin.  mehr...

2.4.2020, 14:39 Uhr – Altmaier rechnet mit schwereren Rezession als bei Finanzkrise

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rechnet wegen Corona mit einer schweren Rezession in Deutschland. Sie könnte härter werden als während der Finanzkrise 2009. Damals war die Wirtschaft um 5,7 Prozent eingebrochen.

Eine genaue Zahl für dieses Jahr will Altmaier nicht nennen, das wäre unverantwortlich, sagte er. Er rechnet damit, dass der Tiefpunkt im Mai erreicht wird, hofft aber, dass die Wirtschaft im zweiten Halbjahr wieder anzieht.

2.4.2020, 14:00 Uhr – Bundesregierung für Gutscheine statt Rückzahlung

Weil wegen Corona sind reihenweise Reisen, Kulturveranstaltungen oder Sportevents abgesagt. Das Bundeskabinett schlägt vor, dass die Kunden statt einer sofortigen Rückzahlung Gutscheine bekommen sollen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Durch das vorgeschlagene Aussetzen einer sofortigen Rückzahlpflicht sollen viele Veranstalter entlastet werden.

Die Gutscheine sollen für Tickets gelten, die vor dem 8. März gekauft wurden und bis Ende 2021 gültig sein. Löst der Kunde den Gutschein bis dahin nicht ein, soll der Veranstalter zahlen. Die EU-Kommission muss dieser Idee aber noch zustimmen.

2.4.2020, 13:43 Uhr – EU-Kommission bringt Milliardenpaket gegen Kurzarbeit auf den Weg

Die EU und ihre Mitgliedsstaaten haben bislang 2,7 Billionen Euro in die Hand genommen, um die aktuellen wirtschaftlichen Schäden durch Corona abzumildern. Die EU-Kommission will nun aber weiter dabei helfen, die Kurzarbeit in den EU-Mitgliedsstaaten zu finanzieren. Um die Beschäftigung in den Unternehmen am Laufen zu halten, sollen dafür 100 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Noch ist es nur ein Vorschlag – allerdings einer, von dem es in Brüssel heiße, er habe gute Chancen, Wirklichkeit zu werden, meint SWR-Brüssel-Korrespondent Holger Beckmann.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte in Brüssel, es müsse jetzt darum gehen, dass Europas Wirtschaft stabilisiert werde. Dafür brauche man jeden verfügbaren Euro im Budget der Union. Von der Leyen forderte außerdem, der kommende EU-Haushalt müsse die Grundlage für den Wiederaufbau der europäischen Volkswirtschaften nach der Corona-Krise sein.

2.4.2020, 12:53 Uhr – Steinmeier lobt Solidarität der Deutschen

Angesichts der Corona-Pandemie hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Einfallsreichtum und die Solidarität vieler Menschen gelobt. Die Krise wecke zwar tiefste Ängste, rufe aber auch das Beste hervor. Jeder könne helfen – so Steinmeier, etwa für ältere Nachbarn einkaufen oder Briefen an Menschen in Pflegeheimen schreiben. Geschlossene Geschäfte und Restaurant könne man mit dem Kauf von Gutscheinen unterstützen.

2.4.2020, 11:41 Uhr – Griechenland riegelt Flüchtlingslager ab

Griechenland hat ein Flüchtlingslager nahe Athen abgeriegelt, weil dort Menschen mit dem Coronavirus infiziert sind. Von 63 Tests waren 21 positiv. Der Zugang zu dem Lager in Ritsona wird jetzt für insgesamt zwei Wochen eingeschränkt, zusätzliches medizinisches Personal ist auf dem Weg. In dem Camp leben derzeit rund 2.500 Menschen. Es ist der erste Corona-Ausbruch in einem der griechischen Lager.

2.4.2020, 11:13 Uhr – Söder: Brauchen in Deutschland Milliarden Masken

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder prognostiziert im Kampf gegen das Coronavirus in Deutschland auf lange Sicht einen Bedarf von Milliarden Masken. „Wir werden auf Dauer enorm viel Masken brauchen. Ich glaube, dass wir am Ende in Deutschland Milliarden Masken brauchen“, sagte der CSU-Chef am Donnerstag im niederbayerischen Weng (Landkreis Landshut).

2.4.2020, 10:39 Uhr – Ifo-Umfrage: Deutschland könnte Shutdown elf Wochen durchhalten

Deutschland könnte flächendeckende Firmenschließungen wie in Italien oder Spanien laut einer Ifo-Umfrage unter 155 Ökonomen rund elf Wochen durchhalten. So lange könnte die Wirtschaft einen "Shutdown" abfedern, "bevor das Risiko einer wirtschaftlichen Destabilisierung zu groß wird", teilen die Münchner Forscher mit.

2.4.2020, 9:45 Uhr – Chinesische Metropole verbietet Verzehr von Hunden und Katzen

Die chinesische Metropole Shenzhen verbietet den Verzehr von Hunden und Katzen. „Hunde und Katzen als Haustiere haben eine viel engere Beziehung zum Menschen aufgebaut als alle anderen Tiere“, erklärt die Stadtverwaltung in einer Anordnung. „Dieses Verbot entspricht auch der Forderung und dem Geist der menschlichen Zivilisation.“

Chinas hatte bereits Ende Februar den Handel und Konsum von Wildtieren verboten. Der Ursprung des Corona-Virus wird in einem Tiermarkt in der Millionenmetropole Wuhan vermutet, auf dem auch Wildtiere verkauft worden sein sollen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das neuartige Virus von Tieren auf den Menschen übertragen wurde.

2.4.2020, 9:15 Uhr – Deutschland gut mit Intensivbetten ausgestattet

Deutschland verfügt im internationalen Vergleich über eine hohe Versorgungsdichte mit Intensivbetten in Krankenhäusern. Auf 100.000 Einwohner kommen 33,9 Intensivbetten, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Auch Österreich (28,9) und die Vereinigten Staaten (25,8) weisen demnach eine vergleichsweise hohe Dichte auf. Deutlich geringer sind die Kapazitäten in den besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Staaten Spanien mit 9,7 und Italien mit 8,6 Intensivbetten je 100.000 Einwohner.

Dazu ein Video der SWR-Wissensredaktion:

swr wissen intensivstationen fb

2.4.2020, 8:02 Uhr – Baerbock fordert im SWR: Schutzausrüstung wieder in Deutschland herstellen

Die Parteivorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Annalena Baerbock, setzt in der Corona-Krise darauf, Produkte für den Medizin-Bedarf wieder in Europa und Deutschland herstellen zu lassen. Baerbock lobte im Radioprogramm SWR Aktuell die Aufforderung der grün-schwarzen Landesregierung von Baden-Württemberg an Unternehmen, in die Produktion von Schutzausrüstung einzusteigen.

„Das muss es aus meiner Sicht jetzt auch von der Bundesregierung geben: eine Taskforce, die sicherstellt, dass die Produktion von Schutzausrüstung hier hochgefahren wird – in Europa, in Deutschland.“ Dasselbe gelte für Medikamente.

2.4.2020, 7:35 Uhr – Bundeswehr bereitet sich mit 15.000 Soldaten auf Hilfe vor

Die Bundeswehr hat ein 15.000 Soldatinnen und Soldaten starkes Team zur zivilen Hilfe in der Virus-Krise aufgestellt. Man bereite sich darauf vor, dann zu helfen, wenn zivile Kräfte erschöpft seien, sagt Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in der ARD.

Das "Einsatzkontingent Corona" solle etwa im Sanitätsbereich und der Logistik eingesetzt werden. Allerdings helfe die Bundeswehr bereits ganz allgemein, zum Beispiel durch die Versorgung ziviler Patienten in den Bundeswehr-Krankenhäusern. Die Kernaufgaben der Bundeswehr wie Einsätze im Ausland würden wie gewohnt weitergeführt.

2.4.2020, 7:30 Uhr – Zahl der Corona-Fälle in Deutschland steigt weiter

Die Zahl der Menschen, die sich in Deutschland mit dem Corona-Virus angesteckt haben, ist weiter gestiegen. Die Gesundheitsämter der Länder melden für Deutschland mehr als 72.500 bestätigte Fälle. Mehr als 840 Menschen sind an den Folgen der Ansteckung gestorben.

2.4.2020, 6:40 Uhr – Verstoß gegen Corona-Regeln: Geldstrafe für Jerome Boateng  

Der frühere Fußball-Nationalspieler Jerome Boateng hat von seinem Verein Bayern München eine Geldstrafe wegen Verstoßes gegen die Restriktionen in der Corona-Krise aufgebrummt bekommen. Der 31-jährige Innenverteidiger habe sich nicht an die "Verhaltensweisen" gehalten, die durch die in Bayern geltende Ausgangsbeschränkung vorgeschrieben seien und von den Gesundheitsämtern empfohlen würden, teilte der Verein am Mittwoch mit.

Die Höhe der Geldstrafe nannte der Club nicht. Auch Details zu Boatengs Verhalten, das zu der Geldstrafe führte, gab der FC Bayern nicht bekannt. 

2.4.2020, 6:31 Uhr – Trump rät: Schützt euch mit einem Schal

US-Präsident Donald Trump rät der Bevölkerung angesichts des Mangels an Atemschutzmasken in der Corona-Krise, sich stattdessen mit einem Schal vor einer Ansteckung zu schützen. Schals oder Tücher würden von Experten sehr empfohlen und seien je nach Material „in gewisser Weise“ sogar besser geeignet, sagte Trump am Mittwochabend im Weißen Haus in Washington. Genauer wurde er nicht. Er betonte aber: „Ich sehe nicht, wo das schadet.“

Experten Deutschland raten derweil zum – notfalls auch selbstgenähten – Mundschutz. Der schütze einen nicht selbst, wohl aber andere.

2.4.2020, 5:27 Uhr – Kretschmann: Die Freiheit kommt wieder – nach der Krise

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat der Befürchtung widersprochen, dass die Bundesregierung mit ihren Kontaktbeschränkungen die Freiheit der Gesellschaft aufs Spiel setzt: Es gehe darum, in „einer Katastrophensituation“ Leben zu retten, sagte Kretschmann am Mittwochabend in der ARD.

„Die Bevölkerung kann sicher sein, dass mit dem Ende dieser Krise die Freiheitsrechte radikal wieder hergestellt werden.“ Kretschmann hält es auch nicht für Denunziation, Menschen zu melden, die stark gegen die Auflagen verstoßen:

XXX

2.4.2020, 1:03 Uhr – Umweltministerin Schulze fordert: mehr Distanz zu exotischen Tieren

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat mehr Distanz zu exotischen Tieren gefordert, um die Verbreitung neuartiger Viren zu verhindern. „Die Menschen sind insgesamt in weiten Teilen der Welt den Tieren zu nahe gekommen, indem sie zum Beispiel in Urwälder vordringen und Ökosysteme zerstören“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Sie gab dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, recht, der deswegen eine Eindämmung des illegalen Tierhandels gefordert hatte. Der illegale Tierhandel sei aber „nur ein kleiner Teil des Problems“.

2.4.2020, 0:09 Uhr – Russland schickt Hilfslieferung an USA

In New York ist am Mittwoch ein russisches Militärflugzeug mit medizinischen Gütern gelandet. Wie die russische UN-Vertretung in New York mitteilte, hatte die angesichts der Coronavirus-Pandemie entsandte Maschine „medizinische Masken und medizinische Ausrüstung an Bord“. 

1.4.2020, 20:45 Uhr – Jetzt über 200.000 Fälle in den USA

In den USA hat die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle die Marke von 200.000 überschritten. Laut der Johns-Hopkins-Universität wurden bis Mittwoch mehr als 203.000 Infektionsfälle gemeldet. Die Zahl von 100.000 Infektionen war am vergangenen Freitag überschritten worden, damit hat sich die Zahl binnen fünf Tagen verdoppelt.

1.4.2020, 17:39 Uhr – EU erwägt 100 Mrd Euro für neues Kurzarbeiter-Modell

Das geplante neue Kurzarbeiter-Modell der EU-Kommission könnte mit einer Summe von 100 Milliarden Euro starten, verlautet aus EU-Kreisen. Allerdings könnte sich die Summe noch ändern, sagt der Insider. Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat das Modell nach deutschem Vorbild angekündigt, jedoch keine Einzelheiten zur Finanzierung genannt.

1.4.2020, 17:43 Uhr – Saudischer Gelehrter: Ehefrauen dürfen in Corona-Krise Sex verweigern

Ein Religionsgelehrter in Saudi-Arabien hat Ehefrauen teilweise von ihren „ehelichen Pflichten“ entbunden: Frauen hätten das Recht, „dem Ehebett fernzubleiben“, wenn sie durch ihren Ehemann eine Ansteckung mit dem Coronavirus befürchteten, erklärte ein Mitglied des saudischen Rats der Höchsten Religionsgelehrten im saudischen Fernsehen. Vor allem, wenn sich der Mann nicht an öffentliche Ausgangsbeschränkungen halte, um die Verbreitung des Virus zu verhindern.

1.4.2020, 17:08 Uhr – Auch Wimbledon fällt Coronavirus zum Opfer

Das für Ende Juni geplante Tennis-Turnier von Wimbledon ist für dieses Jahr abgesagt. Die Entscheidung sei „mit tiefem Bedauern“ wegen der Coronavirus-Pandemie getroffen worden, teilt der All England Lawn Tennis Club (AELTC) mit. Es ist das erste Mal seit 75 Jahren, dass das Turnier nicht stattfindet.

1.4.2020, 16:30 Uhr – Sattelzug mit Toilettenpapier fängt in Dallas Feuer

Ausgerechnet ein mit Toilettenpapier beladener Sattelzug hatte am frühen Mittwoch bei Dallas einen Unfall und fing Feuer, die derzeit auch in den USA heiße Ware wurde laut Behörden über eine Schnellstraße verteilt. Dem Fahrer geht es gut, wie das Verkehrsamt von Texas danach mitteilte. Die Ladung Toilettenpapier sei „weitgehend abgebrannt“, meldete der Fernsehsender WFAA in Dallas unter Berufung auf Behördenmitarbeiter:

No April Fools joke! A Semi carrying industrial size toilet paper overturned and caught fire WB I-20 at I-45 in Dallas. The driver is ok. https://t.co/CPCpwHTnqO

1.4.2020, 16:24 Uhr – Kontaktbeschränkungen bleiben auf jeden Fall über Ostern

Die bereits geltenden Kontaktsperren im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus werden bis nach Ostern verlängert. Wie Bund und Länder am Mittwoch in Berlin beschlossen, sollen die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes gemäß den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Zudem solle auf private Besuche über Ostern verzichtet werden. Dies teilt Bundeskanzlerin Angela Merkel nach eine Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder mit. Zudem solle auf private Besuche über Ostern verzichtet werden. Dazu Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU):

Telefonschalte mit der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten zu #Corona: Es herrscht ein einheitlicher Geist. Wir stellen uns gemeinschaftlich der Herausforderung. Es wird jetzt keine voreiligen Debatten über einen Exit geben. Nach Ostern werden wir die Lage neu beraten.

In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz findet indessen keine „Verlängerung“ statt, wie in anderen Bundesländern: Hier gelten die Regelungen jetzt schon bis zum 19. April.

1.4.2020, 15:20 Uhr – Adidas entschuldigt sich und zahlt jetzt doch Miete

Der Sportartikel-Hersteller Adidas  zahlt nach eigenen Angaben nun doch weiterhin die Miete für seine Geschäfte. Das Unternehmen habe die für April fälligen Mieten beglichen, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten offenen Brief von Adidas. Zugleich entschuldigte sich Adidas für sein Vorgehen. Damit reagierte das Unternehmen auf eine Welle der Kritik an der zuvor bekanntgewordenen Aussetzung der Mietzahlungen in der Corona-Krise. „Wir haben einen Fehler gemacht und damit viel Vertrauen verspielt“, heißt es in dem Schreiben, das am Donnerstag in mehreren Medien als Anzeige veröffentlicht werden soll.

1.4.2020, 15:20 Uhr – Auch wegen Corona-Krise: Benzinpreis auf Vierjahrestief

Die Corona-Krise und der abgestürzte Ölpreis machen Sprit deutlich günstiger: Benzin der Sorte E10 war im März mit durchschnittlich 1,283 Euro pro Liter so billig wie zuletzt im August 2016, wie der ADAC am Mittwoch in München mitteilte. Das waren 10 Cent weniger als im Februar. Der Dieselpreis sank im Monatsvergleich 8,5 Cent auf 1,154 Euro im Monatsdurchschnitt.

1.4.2020, 14:17 Uhr – Deutschland hat 187.000 Reisende aus dem Ausland zurückgeholt

Die Bundesregierung hat die Rückholung von 187.000 Reisenden in den vergangenen zwei Wochen organisiert. Unter den Rückkehrern seien auch 3.000 Bürger aus anderen EU-Ländern, sagt die Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Die Menschen seien aus 45 Ländern abgeholt worden. In Neuseeland befinde sich mit etwa 12.000 noch das größte deutsche Kontingent. Auch in Südafrika und Thailand seien noch Tausende. Dazu Außenminister Heiko Maas (SPD):

Danke allen, die mithelfen, unsere gestrandeten Urlauberinnen und Urlauber zurückzuholen. Auch wenn der Flugverkehr weitgehend zum Erliegen kommt: Wir kämpfen weiter für jeden einzelnen Flug, den wir möglich machen können! #COVIDー19 https://t.co/ghnYrxrRcK

1.4.2020, 14:01 Uhr – Auch Hoffenheimer Profis verzichten auf Teile des Gehalts

Auch der finanzstarke Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim hat als Folge der Coronakrise einen Sparkurs eingeleitet. Laut dem Klub hat „die Geschäftsführung mit den Lizenzspielern, dem Trainerteam und den Direktoren einen gemeinsamen Gehaltsverzicht“ beschlossen. Wie hoch dieser Verzicht ist, ließ die TSG offen. Zuvor hatte der Klub bereits einen Hilfsfonds aufgelegt, um bedürftige Partner in der Rhein-Neckar-Region zu unterstützen.

1.4.2020, 13:04 Uhr – Bundeswehr startet weiteren Evakuierungsflug aus Italien

Medevac (Foto: picture alliance/Kevin Schrief/Presse- und Informationszentrum Luftwaffe/dpa)
Rückkehr des Airbus A310 MedEvac, der fliegenden Intensivstation der Bundeswehr, aus Bergamo. picture alliance/Kevin Schrief/Presse- und Informationszentrum Luftwaffe/dpa

Die Bundeswehr startet einen weiteren Evakuierungsflug von Köln nach Italien. In Bergamo werden wieder sechs Covid-19-Intensivpatienten aufgenommen. Der „MedEvac“-A310 soll gegen 18 Uhr wieder in Köln landen. Die sechs Patienten werden auf zivile Krankenhäuser verteilt. Wohin genau, ist noch nicht bekannt. Es ist bereits der vierte Rettungsflug der Luftwaffe. Am Wochenende flog sie bereits zweimal nach Bergamo und nach Straßburg.

1.4.2020, 12:35 Uhr – Vorbild Südkorea: Über 120 Länder bitten um Hilfe bei Corona-Tests

Südkorea bekommt immer mehr Anfragen aus aller Welt für eine Unterstützung bei Coronavirus-Tests. Bislang hätten sich 121 Länder gemeldet, und die Zahl steige „von Tag zu Tag“, sagt ein Vertreter des Außenministeriums. Dabei gehe es um die Erfahrungen, die Südkorea als einer der als ersten betroffenen Staaten nach China gesammelt habe.

1.4.2020, 12:15 Uhr – Zahl der Virustoten in Spanien steigt sprunghaft an

In Spanien steigt die Zahl der Virus-Toten sprunghaft von 8.189 auf 9.053 an. Binnen eines Tages seien auch deutlich mehr Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden, teilt das Gesundheitsministerium mit.

1.4.2020, 11:55 Uhr – Heute tritt der Kündigungsschutz für Mieter in Kraft

Für Mieter und Verbraucher gelten ab diesem Mittwoch die neuen Regeln zum verbesserten Schutz in der Corona-Krise. „Mit den heute in Kraft getretenen zivilrechtlichen Vorschriften erhalten Mieter, Verbraucher und Kleinstgewerbetreibende eine wichtige Verschnaufpause, die sie benötigen, um staatliche Hilfen und Unterstützungsleistungen in Anspruch nehmen zu können“, erklärte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD).

Ein Arzt auf einer Intensivstation in Italien (Foto: picture alliance/Claudio Furlan/LaPresse/AP/dpa)
Ein Arzt auf einer Intensivstation in Italien: Medizinisches Personal leidet neben den Patientinnen und Patienten besonders unter Falschmeldungen über das Coronavirus. picture alliance/Claudio Furlan/LaPresse/AP/dpa

1.4.2020, 11:40 Uhr – Jetzt doch: Schweden schließt die größten Skigebiete

Schweden schließt seine größten Skigebiete, um die medizinischen Dienste nicht zu überlasten. Der Betreiber Skistar teilte mit, dass die Saison in den Anlagen in Sälen, Vemdalen und Åre am 6. April vorzeitig beendet werde. Damit folge man dem Rat der Gesundheitsbehörden. In Norwegen wurde die Schließung der Skistar-Gebiete in Trysil und Hemsedal bereits am 12. März angeordnet.

Berichte über Après-Ski-Partys mit bis zu 499 Personen hatten zuletzt für Kritik gesorgt, vor allem von lokalen Ärzten. Inzwischen wurden Versammlungen auf maximal 50 Teilnehmer begrenzt. In Schweden sind mehr als 4400 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 180 starben bislang. Die Haltung der schwedischen Behörden ist bisher deutlich weniger restriktiv als in anderen Ländern.

1.4.2020, 11:21 Uhr – So viele Arbeitslose in Österreich wie zuletzt 1946

In Österreich waren seit 1946 noch nie so viele Menschen arbeitslos wie aktuell. Wie der Arbeitsmarktservice (AMS) in Wien mitteilte, sind in der Alpenrepublik derzeit etwas mehr als 504.000 Menschen ohne Job - ein Anstieg um 52,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Hinzu kommen etwas mehr als 58.000 Menschen, die beim AMS derzeit eine Schulung machen. Allein zwischen dem 15. und dem 31. März stieg die Zahl der Arbeitslosen um fast 200.000.

Besonders drastisch waren die Anstiege in den Bereichen Beherbergung und Gastronomie sowie am Bau - also in Branchen, die durch die Einschränkungen im Zuge der Coronavirus-Pandemie besonders hart getroffen werden.

1.4.2020, 10:59 Uhr – Antikörper für Coronavirus-Medikamente gefunden?

Chinesische Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben mehrere Antikörper identifiziert, die für ein Medikament zur Behandlung von Covid-19 infrage kommen könnten. Die aus dem Blut genesener Patienten isolierten Antikörper könnten „äußerst wirksam“ die Fähigkeit des neuartigen Coronavirus zum Eindringen in Zellen blockieren, sagt Zhang Linqi von der Tsinghua-Universität in Peking. Ein daraus hergestelltes Medikament könne womöglich wirksamer gegen die Atemwegserkrankung eingesetzt werden als die derzeitigen Ansätze.

1.4.2020, 10:56 Uhr – Coronavirus-Krise macht Wetterdaten unsicherer

Weil der Flugverkehr wegen der Corona-Krise weitgehend eingestellt ist, werden Wettervorhersagen und Klimabeobachtungen schwieriger. Für die Wettermodelle fehlen Daten, die normalerweise von Sensoren an Flugzeugen stammen. „Wenn noch weniger Wetterdaten von Flugzeugen geliefert werden und dies über einen längeren Zeitraum, dürfte die Zuverlässigkeit von Wettervorhersagen abnehmen“, sagte Lars Peter Riishojgaard, Fachgruppenleiter bei der Weltwetterorganisation (WMO), in Genf. Auch Unwetter sind nach WMO-Angaben schwerer vorherzusagen. Das stellt ein Risiko für Länder dar, die Vorlauf brauchen, um sich auf Wetterkatastrophen vorzubereiten.

Die Wettermodelle brauchen möglichst viele Messdaten über den Ist-Zustand, um Vorhersagen zu machen. Sensoren an Flugzeugen liefern etwa Temperaturen sowie Windgeschwindigkeiten und -richtungen, sowie Angaben über Luftfeuchtigkeit und Turbulenzen.

1.4.2020, 10:42 Uhr – Auch Galeria Kaufhof zahlt offenbar keine Miete mehr

Wie andere Handelsketten zuvor stoppt laut einem Bericht des Spiegel nun auch der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof seine Mietzahlungen. Es bleibe „keine andere Wahl“, zitierte das Nachrichtenmagazin aus einem Brief des Unternehmens an seine Vermieter. Da die Vermieter den Kaufhäusern den „Gebrauch der Mietsache“ derzeit nicht gewähren könnten, hätten sie auch keinen Anspruch auf Gegenleistung. Die Kaufhauskette hat bereits Staatshilfen in der Krise beantragt.

1.4.2020, 10:33 Uhr – Studie: Ausgangssperre in Wuhan verhinderte 700.000 Ansteckungen

Forscher aus China, den USA und Großbritannien haben in der Fachzeitschrift Science eine Studie zu den Folgen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Wuhan veröffentlicht. Darin kommen sie zu dem Ergebnis, das die Ausgangssperren in der chinesischen Stadt 700.000 Ansteckungen verhindert haben.

Die Forscher verwendeten Fallberichte, Informationen der Gesundheitsbehörden und Handy-Daten, um die Verbreitung des Virus zu untersuchen. Die Ortung von Mobiltelefonen habe einen „faszinierenden“ neuen Datensatz geliefert, sagte ein Autor des Beitrags, der Biologe Ottar Bjornstad von der US-Universität Penn State. „Die Analyse ergab einen außerordentlichen Rückgang der Bewegungen nach dem Reiseverbot vom 23. Januar 2020.“

1.4.2020, 10:16 Uhr – Italien verlängert Ausgangsverbote, Deutschland diskutiert

Italiens Regierung verlängert die strengen Ausgangsbeschränkungen für die 60 Millionen Bürger wegen der Corona-Krise bis zum 13. April. Das kündigte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza laut dpa im Senat an. Diese Verlängerung hatte die Regierung bereits Anfang der Woche in Aussicht gestellt. Seit 10. März dürfen sich die Menschen im Land nicht mehr frei bewegen. Schulen sind zu, viele Fabriken ebenfalls. Die Beschränkungen galten bisher bis 3. April.

Bei einer Telefonkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten und -präsidentinnen der Länder geht es am Mittag darum, was die bisherigen Maßnahmen in Deutschland gebracht haben.

1.4.2020, 10:07 Uhr – Bitkom fordert schnellere Digitalisierung in Unternehmen

Der Branchenverband Bitkom fordert die deutschen Unternehmen auf, angesichts der Corona-Pandemie bei der Digitalisierung einen Schritt zuzulegen. Bisher habe man sich zu viel Zeit gelassen, sagte Bitkom-Chef Berg. Die Coronavirus-Krise habe die Bedeutung digitaler Technologien für Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft sehr klar vor Augen geführt. Die Krise sei ein Weckruf, die Digitalisierung nun massiv voranzutreiben. In einer Bitkom-Befragung sehen neun von zehn Unternehmen die Digitalisierung als Chance.

1.4.2020, 9:49 Uhr – Mehr als 40.000 Menschen bei der Lufthansa in Kurzarbeit

700 der 760 Flugzeuge des Lufthansa-Konzerns sind derzeit am Boden. Darauf reagiert die Fluggesellschaft und schickt insgesamt 87.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Für das Kabinen- und Bodenpersonal war der Schritt bereits zuvor gegangen worden.Damit verordnet die Lufthansa für zwei Drittel der insgesamt 135.000 Mitarbeiter Kurzarbeit. Wie viele Stunden tatsächlich noch gearbeitet werden, hängt von der Art der Beschäftigung ab. Die Reduzierung reiche vom Totalausfall der Arbeit bis hin zu nur geringen Stundenreduzierungen, sagte ein Konzern-Sprecher.

In Deutschland erhalten Betroffene für die ausgefallene Arbeit 60 Prozent bis 67 Prozent des Nettoentgelts. Lufthansa hat beim Bodenpersonal und den Flugbegleitern eine Aufstockung auf bis zu 90 Prozent zugesagt.

1.4.2020, 9:01 Uhr – Taiwan spendet zehn Millionen Schutzmasken

Taiwan ist der der zweitgrößte Schutzmaskenproduzent der Welt und will bald 15 Millionen chirurgische Masken pro Tag herstellen, wie Präsidentin Tsai Ing-wen sagte. Davon sollen die Länder profitieren, die am schwersten von der Corona-Pandemie betroffen sind - dank einer Spende: Sieben Millionen Masken will Taiwan in elf europäische Länder schicken, darunter Italien, Spanien und Deutschland, wie das Außenministerium in Taipeh bestätigte. Die USA werden demnach zwei Millionen Masken erhalten. Eine weitere Million Masken würden an diplomatische Verbündete Taiwans geschickt.

Dank einer frühzeitigen Abschottung vom Nachbarn China und eines gut aufgestellten Gesundheitssystems ist Taiwan bislang glimpflich durch die Krise gekommen. Bis Mittwoch wurden insgesamt 329 Coronavirus-Infektionen und fünf Todesfälle gemeldet.

1.4.2020, 8:29 Uhr – Plus 7,7 Prozent: Einzelhandel profitiert von der Krise

Eine starke Nachfrage nach Waren des täglichen Bedarfs hat den deutschen Einzelhändlern zu Beginn der Coronavirus-Krise einen Umsatzsprung beschert. Ihre Einnahmen wuchsen im Februar um 7,7 Prozent zum Vorjahresmonat und damit so kräftig wie seit knapp anderthalb Jahren nicht mehr. Das teilte das Statistische Bundesamt unter Berufung auf vorläufige Daten mit.

1.4.2020, 7:49 Uhr – Arbeitsminister Heil: „Leistungsträger sind nicht immer die in Anzug und Krawatte“

Arbeitsminister Hubertus Heil hat im ARD-Morgenmagazin Tarifverträge für unterbezahlte Berufe gefordert. In der Corona-Krise werde die Bedeutung vieler Jobs besonders deutlich - etwa von Altenpflegern und Supermarkt-Mitarbeitern. Heil regte höhere Lohnuntergrenzen an.

1.4.2020, 7:22 Uhr – Zoom wegen Hackerangriffen in der Kritik

Die Online-Plattform Zoom wird verdächtigt, sich nicht ausreichend gegen Hacker-Angriffe zu schützen. Der US-Bundesstaat New York ermittelt wegen möglicher Verstöße gegen den Datenschutz. Über die Zoom-App sind Videoschalten möglich. Diese werden gerade besonders stark genutzt. Mehrere Personen hatten sich beschwert, dass bei Videogesprächen plötzlich Pornos oder Hassbotschaften aufgetaucht sind.

Datenschutz Zoom, Skype, Houseparty und Co.: Wie gut sind die Videochat-Apps?

Lange Zeit gab es für Videochats mit Freunden und Bekannten nur Skype und Facetime. Durch die Coronavirus-Krise sind jetzt aber auch andere Apps wie Houseparty und Zoom beliebt. Was sie wirklich können, erklären wir hier.  mehr...

1.4.2020, 7:07 Uhr – Umweltbundesamt: Türgriffe regelmäßig abwischen

Viel Zeit zum Putzen - und das sei gerade jetzt wichtig, sagt Heinz-Jörn Moriske vom Umweltbundesamt. Wegen der Corona-Pandemie sei es besonders wichtig, Türgriffe und häufig angefasste Oberflächen regelmäßig abzuwischen und täglich zu lüften. Alles flächendeckend mit Desinfektionsmitteln zu reinigen, sei dagegen nicht nötig. Es sei sogar schädlich für Mensch und Umwelt, warnt Moriske.

1.4.2020, 6:58 Uhr – Saudi-Arabien rät Muslimen von Pilgerfahrt nach Mekka ab

Saudi-Arabien rät Muslimen weltweit von einer Pilgerfahrt nach Mekka in diesem Sommer ab. Sie sollten vorerst keine Verträge mit Reiseagenturen für die Wallfahrt abschließen, sagte der zuständige Minister. Man müsse abwarten, wie sich die Corona-Pandemie entwickle. Zu der einwöchigen Pilgerfahrt reisen jährlich etwa zweieinhalb Millionen Menschen nach Saudi-Arabien.

Ein gläubiger Muslim Anfang März in Mekka (Foto: picture alliance/Amr Nabil/AP/dpa)
Ein gläubiger Muslim Anfang März in Mekka picture alliance/Amr Nabil/AP/dpa

1.4.2020, 6:41 Uhr – 13-Jähriger stirbt nach Coronavirusinfektion

Ein 13-jähriger Junge ohne bekannte Vorerkrankungen ist in Großbritannien an Covid-19 gestorben. Der Jugendliche aus dem Süden Londons ist - soweit bekannt ist - das jüngste Todesopfer der Coronavirus-Pandemie in Großbritannien. Der 13-Jährige starb bereits am Montag. Wie seine Familie mitteilte, wurde er am Freitag positiv auf das Coronavirus getestet, das die Lungenerkrankung Covid-19 auslöst. Einen Tag später kam er in das King's College Hospital, wo er verstarb.

1.4.2020, 6:02 Uhr – Keine Aprilscherze über Coronavirus

Unter anderem das Bundesgesundheitsministerium bittet darum, „auf erfundene Geschichten zu der Coronavirus-Thematik zu verzichten“, um der Gefahr von Falschinformationen zu begegnen.

STAND
AUTOR/IN
  1. Ticker zum Coronavirus Lufthansa streicht noch mehr Stellen

    Das Coronavirus hat die Welt weiterhin im Griff. Viele Einschränkungen wurden seit dem Lockdown im Frühjahr gelockert. Inzwischen gehen die Infektionszahlen jedoch wieder nach oben. Alle Aktuellen Entwicklungen im Ticker.  mehr...

  2. Wenn ein Name unbeliebt wird Studie: Kevin und Alexa sind „verdorbene“ Vornamen

    Es gibt Ereignisse, die haben Einfluss auf die Namenswahl von Eltern. Tolle Kinofilme oder leuchtende Vorbilder aus der Politik zum Beispiel. Das funktioniert allerdings nicht nur im positiven, sondern auch im negativen Sinne, wie eine Studie zeigt. Diese Namen sind demnach gerade nicht hoch im Kurs.  mehr...

  3. Fernsehpreis in den USA Die virtuellen Emmys 2020: Kritik an Trump und eine deutsche Siegerin

    Drei große Abräumer und eine Menge Politik – so lassen sich die Emmys in diesem Jahr grob zusammenfassen. Den Abend über war die Zerrissenheit der USA ständiges Thema. Doch aus deutscher Sicht gab es Grund zum Jubeln.  mehr...

  4. Aufregung um Namensgebung X Æ A-XII Musk: So sprichst du den Namen korrekt aus

    Nach der Geburt des jüngsten Sohnes von Tesla-Chef Elon Musk gab es viele Diskussionen um die Namenswahl. Der kleine Junge solle auf den Namen X Æ A-12 hören. Jetzt hat Papa Elon verraten, wie man den Namen ausspricht.  mehr...

  5. Polizeiruf 110 Eine alte Geschichte wurde neu verpackt

    Alkohol trinken und dann Auto fahren – das ist eine der blödesten Ideen überhaupt. Und ausgerechnet der Magdeburger Kriminalrat Lemp macht das. Es rumst, es fließt Blut und dann ist auch noch jemand tot, der eigentlich schon tot war.  mehr...

  6. Ein etwas anderer Flitzer... Alpaka Oscar stürmt Fußballfeld und sorgt für Spielunterbrechung

    Ein Alpaka hat dem englischen Fußball-Siebtligisten Carlton Athletic zu weltweiter Berühmtheit verholfen. Der Vierbeiner entwischte von einer Farm und sorgte für Aufregung auf dem Fußballplatz.  mehr...