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Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 1.5. bis 16.5.2020.

16.5.2020, 17:30 Uhr – Kein Andrang an geöffneten Grenzen

Trotz der erstmals gelockerten Kontrollen ist es an den deutschen Grenzen heute relativ ruhig geblieben. Es habe keine großen Vorkommnisse gegeben, teilt die Bundespolizei mit. Seit dem Morgen werden die Übergänge zu den meisten Nachbarländern schrittweise wieder geöffnet. Die Polizei kontrolliert nur noch stichprobenartig. Bis Mitte Juni dürfen trotzdem weiterhin nur Menschen mit einem triftigen Grund einreisen – so etwa Pendler.

16.5.2020, 17:06 Uhr – Debatte um geplanten Corona-Rettungsschirm

Der von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) geplante Corona-Rettungsschirm für Kommunen sorgt für Streit. Der haushaltspolitische Sprecher der Union, Eckhardt Rehberg, sagte, die Pläne des SPD-Ministers seien reine Parteipolitik und hätten keine Chance auf Umsetzung. Bayerns Finanzminister Albert Füracker bezeichnet die Pläne von Scholz als „Unverschämtheit“. Der Grund: Bund und Länder sollen sich die Kosten für das 57-Milliarden-Paket teilen. Das sei so nicht abgesprochen. Der Schutzschirm sieht vor, Milliarden an die Städte und Gemeinden zu zahlen, weil ihnen durch Corona Gewerbesteuern fehlen. Außerdem will er besonders verschuldeten Kommunen die Schulden erlassen. Der Deutsche Städtetag würde diese Pläne begrüßen – ebenso die Länder Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Baden-Württemberg fürchtet Nachteile für nicht so hoch verschuldete Kommunen, weil sie weniger Geld vom Bund bekommen würden.

16.5.2020, 14:49 Uhr – Maas ruft Polen und Tschechien zu Grenzöffnung auf

Außenminister Heiko Maas (SPD) appelliert an Polen und Tschechien, die Grenzen wieder vollständig zu öffnen. Bei einem Treffen mit seinem Luxemburger Kollegen Jean Asselborn auf der Moselbrücke bei Perl anlässlich der Wiederzulassung des ungehinderten Grenzverkehrs zwischen beiden Ländern sagte der deutsche Außenminister, er würde sich wünschen, dass auch die Grenzkontrollen von Polen und Tschechien „in absehbarer Zeit“ eingestellt würden. Mass verwies darauf, dass in den kommenden Tagen die Grenzkontrollen zu Dänemark eingestellt werden. Ab dem 15. Juni soll es dann keine Kontrollen mehr zu Österreich, der Schweiz und Frankreich geben.

16.5.2020, 14:47 Uhr – Spanien verlängert Alarmzustand

Spanien will den wegen der Corona-Pandemie verhängten Alarmzustand um rund einen Monat verlängern. Er werde noch "etwa einen Monat" andauern, bis die stufenweise Lockerung der Corona-Beschränkungen beendet sei, kündigte Ministerpräsident Sánchez in einer Fernsehansprache an. Nach seinen Worten soll es sich um die letztmalige Verhängung des Ausnahmezustands handeln.

16.5.2020, 13:04 Uhr – DPD schließt Standort im Kreis Heinsberg

Der Paketzulieferer DPD hat einen Standort im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen wegen eines Corona-Ausbruchs vorübergehend geschlossen. Bislang seien 42 Beschäftigte positiv auf das Virus getestet worden, sagte ein Unternehmenssprecher. Alle rund 400 Mitarbeiter des Standorts in Hückelhoven seien in zweiwöchiger Quarantäne. Die Zustellung von Paketen und die Abholung von Sendungen bei Kunden werde von benachbarten Standorten übernommen und sei sichergestellt. Das Depot soll nun gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Der Kreis Heinsberg gilt als besonders betroffen vom Coronavirus – in der Gemeinde Gangelt hatten sich nach einer Karnevalssitzung Mitte Februar viele Bürger mit dem neuartigen Virus infiziert.

16.5.2020, 12:39 Uhr – Bereits 38 indigene Völker in Brasilien von Corona betroffen

Die Corona-Pandemie bedroht zunehmend Brasiliens Ureinwohner. Von der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in dem südamerikanischen Land seien bereits 38 indigene Völker betroffen, meldete die Vereinigung der Ureinwohner Apib am Freitag. Das Virus erreiche mit "beängstigender Geschwindigkeit" alle Gebiete der Ureinwohner, warnte Apib. Diese seien schon in der Vergangenheit durch eingeschleppte Krankheiten schwer getroffen worden. Laut Apib haben sich mehr als 440 Ureinwohner mit dem Virus angesteckt, 92 seien bereits an den Folgen gestorben. Betroffen sind demnach vor allem die Stämme im Bundesstaat Amazonas wie etwa die Parque das Tribos, deren Chef Messias Kokama an Covid-19 starb. Aber auch bei den Stämmen im Süden des Landes seien Infektionsfälle aufgetreten

16.5.2020, 12:36 Uhr – Offene Grenze zu Luxemburg „wichtiges Zeichen“

Außenminister Heiko Maas (SPD) hat die Öffnung der Grenze zu Luxemburg als wichtiges Zeichen für eine schrittweise Normalisierung des Reiseverkehrs gewürdigt. Europa lebe davon, dass es ein Europa ohne Grenzen sei, sagte Maas bei einem Besuch an der Grenze auf der Moselbrücke zwischen dem deutschen Perl und dem luxemburgischen Schengen. Dort traf er den luxemburgischen Außenminister Jean Asselborn. Laut Bundespolizei werden die Grenzen nach Luxemburg nicht mehr kontrolliert. Gelockert sind auch die Grenzkontrollen zu Österreich, Frankreich und der Schweiz. Reisende dürfen zum Beispiel für Familienbesuche wieder in diese Nachbarländer, nicht aber als Touristen.

16.5.2020, 10:11 Uhr –Erster Geister-Spieltag in der Fußball-Geschichte

Seit 13 Uhr rollt der Fußball wieder - nach fast zehn Wochen Zwangspause durch die Corona-Pandemie. Den Anfang macht die 2. Bundesliga: Vier Partien sind für den 26. Spieltag heute angesetzt, die baden-württembergischen Vereine Heidenheim, Karlsruhe und Sandhausen kommen zum Einsatz. Die Bundesliga hat ihren „Geisterspieltag“-Anfang dann um 15:30 Uhr. Freiburg muss nach Leipzig, Hoffenheim empfängt die Hertha. Im Mittelpunkt steht aber das Revierderby Dortmund-Schalke, doch dieses Mal ganz ohne Derbystimmung.

Bundesliga geht weiter Diese Vorteile haben Geisterspiele für Schiedsrichter

Es geht endlich wieder mit der Fußball-Bundesliga los. Wegen der Corona-Krise wird es aber kein normaler Spieltag werden. Für Schiedsrichter sind Geisterspiele aber super.  mehr...

16.5.2020, 7:03 Uhr – RKI gegen Temperaturkontrollen an Flughäfen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat sich gegen Temperaturmessungen an Flughäfen in der Corona-Krise ausgesprochen. Diese seien ineffektiv, um Covid-19 zu bewältigen, schreiben RKI-Experten in einem Bericht. Grund sei, dass viele Infizierte überhaupt kein Fieber hätten. Außerdem könnten Reisende ihre Temperatur mit fiebersenkenden Mitteln verschleiern. Die Experten sind stattdessen dafür, Kontaktdaten der Reisenden elektronisch zu erfassen, damit diese notfalls schnell von Gesundheitsämtern kontaktiert werden könnten.

16.5.2020, 4:30 Uhr –RKI meldet 620 Neuinfektionen und 57 weitere Todesfälle

In Deutschland ist die Zahl der registrierten Infizierten um 620 auf 173.772 gestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut mitteilt, werden mittlerweile 7881 Covid-19-Todesfälle gezählt und damit 57 mehr als am Vortag.

16.5.2020, 4:21 Uhr –Ökonomen: Corona leert Rentenkasse - Milliardenlast für Bund absehbar

Die Rentenkasse steuert in der Corona-Krise nach Einschätzung von Ökonomen auf ein großes Finanzloch zu. Ursachen sind der rasante Anstieg der Kurzarbeit und die wachsende Arbeitslosigkeit, die die Beitragseinnahmen sinken lassen werden. Da die Renten nicht gekürzt werden dürfen und die Bundesregierung die Höhe des Beitrags auf maximal 20 Prozent deckeln will, wird nach Einschätzung des Rentenexperten Axel Börsch-Supan der Bund die Lücke füllen müssen. „Die Bundeszuschüsse müssen wahrscheinlich schon 2022/23 in zweistelliger Milliardenhöhe steigen“, sagte der Direktor des Munich Center for the Economics of Aging.

16.5.2020, 3:19 Uhr –Jeder zehnte Einzelhändler sieht sich von Insolvenz bedroht

Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) sieht sich trotz erster Lockerungsmaßnahmen jeder zehnte Einzelhändler aktuell von einer Insolvenz bedroht, wie die Zeitung Rheinische Post berichtet. Auch sechs Prozent der Großhändler hätten angegeben, kurz vor der Pleite zu stehen.

16.5.2020, 2:49 Uhr – Italien erlaubt Auslandsreisen ab 3. Juni

Italien wird ab dem 3. Juni wieder sowohl Reisen ins Ausland als auch Einreisen erlauben. Das sieht eine nun erlassene Verordnung der Regierung in Rom vor.

16.5.2020, 1:56 Uhr – Kanzleramtschef Braun: Jeder soll über Impfung selbst entscheiden

Eine Impfpflicht gegen das Coronavirus soll es nach dem Willen von Kanzleramtschef Helge Braun in Deutschland nicht geben. Eine mögliche Impfung solle freiwillig sein, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es wäre natürlich gut, "wenn sich viele impfen lassen - aber das entscheidet jeder selbst". Er hoffe auf einen Impfstoff für die breite Bevölkerung zwischen Anfang und Mitte nächsten Jahres. Dann sei auch das Ende der Pandemie erreicht: "Wenn Impfstoff verfügbar ist, dann wird es keine Beschränkungen mehr geben, und wir kehren endlich zum normalen Leben zurück", sagte Braun.

16.5.2020, 00:00 Uhr – Grenzen zu Österreich, Frankreich und der Schweiz passierbar

Deutschland, Österreich und die Schweiz lockern kurzfristig die Beschränkungen im grenzüberschreitenden Verkehr. Wie das Bundesinnenministerium in Berlin mitteilte, ist es seit Mitternacht möglich sein, Lebenspartner oder Verwandte zu besuchen oder an wichtigen Familienanlässen teilzunehmen. Außerdem dürften Personen die Grenzen überqueren, die etwa zu Schrebergärten wollten oder Tiere zu versorgen hätten. Wer einen Grenzübertritt wahrnehmen will, muss allerdings eine Formular ausdrucken und die ausgefüllte Selbsterklärung am Grenzübergang vorweisen. Das Formular kann auf der Website der Bundespolizei heruntergeladen werden. Grenzübergänge aus touristischen Gründen oder zum Einkaufen sind weiterhin nicht gestattet. Es muss mit stichprobenartigen Kontrollen gerechnet werden.

Die Kontrollen an der Grenze zu Luxemburg fallen komplett weg. Die Grenzkontrollen zu Dänemark werden vorerst fortgeführt. Innenminister Horst Seehofer (CSU) hatte die Schritte zur stufenweisen Grenzöffnung am Mittwoch angekündigt. Demnach sollen die Grenzkontrollen zu Österreich, Frankreich und der Schweiz ab dem 15. Juni ganz beendet werden.

15.5.2020, 17:30 Uhr – 55 Prozent der Deutschen wollen baldige völlige Grenzöffnung

55 Prozent der Deutschen sind nach Angaben des neuen ZDF-Politbarometers dafür, dass die Grenzen bald wieder vollständig geöffnet werden. 41 Prozent lehnen dies ab. Eine knappe Mehrheit sagt, dass die Corona-Krise ihre Sommerurlaubsplanung bereits beeinträchtigt habe.

15.5.2020, 16:50 Uhr – Österreich öffnet Theater und Kinos schrittweise

Österreich will Theater und Kinos schrittweise wieder öffnen. In zwei Wochen sollen kulturelle Veranstaltungen mit Bestuhlung bis 100 Personen erlaubt werden. Ab 1. August sollen dann auch wieder Veranstaltungen bis zu 1.000 Personen möglich sein.

15.5.2020, 15:45 Uhr – BW will Laptops und Tablets für 300.000 Schüler anschaffen

300.000 Laptops und Tablets sollen für Schüler in Baden-Württemberg angeschafft werden. Diese sollen dann ausgeliehen werden können, wie Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Freitag in Stuttgart mitteilte. Es dürfe nicht sein, dass ein Kind benachteiligt sei, weil es zu Hause keinen Computer zur Verfügung habe. Insgesamt stehen für den Kauf der Geräte, Zubehör und Lehrerfortbildung 130 Millionen Euro zur Verfügung. 65 Millionen Euro kommen davon vom Bund und noch einmal die gleiche Summe vom Land. Ein genauer Zeitplan für die Beschaffung der Geräte im Südwesten war zunächst nicht bekannt.

15.5.2020, 14:50 Uhr – Bislang keine Übersterblichkeit

Eine Auswertung zeigt, dass Deutschland gerade noch rechtzeitig auf die Pandemie reagiert haben könnte. Zwar sind bereits Tausende Menschen in Deutschland durch das Coronavirus gestorben. Eine Übersterblichkeit zeigt sich bislang nicht. Hier die Auswertung der SWR-Datenreporter:

Datenanalyse zur Übersterblichkeit Sterben mehr Menschen als sonst?

Wir analysieren die Fakten zur Übersterblichkeit in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.  mehr...

15.5.2020, 12:28 Uhr – 3. Fußball-Liga startet doch nicht am 26. Mai

Die 3. Fußball-Liga wird die Saison nicht wie angedacht am 26. Mai fortsetzen. Grund dafür ist nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), dass es dafür bislang keine Genehmigung gibt. Am grundsätzlichen Ziel, die Saison zu Ende zu spielen, ändert sich nichts. Der DFB hatte seine Statuten bereits dahingehend angepasst, dass die Saison auch über den 30. Juni hinaus laufen könnte.

15.5.2020, 12:01 Uhr – Auch Rheinland-Pfalz hebt Quarantäne für EU-Bürger auf

Auch Rheinland-Pfalz hat die Quarantäneregelungen für Menschen aus anderen EU-Ländern aufgehoben. In einer Änderung der Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes heißt es nun, dass nur noch Menschen, die aus einem Staat außerhalb der EU, der Europäischen Freihandelsassoziation, Großbritannien oder Nordirland nach Rheinland-Pfalz einreisen, verpflichtet sind, sich unverzüglich in die eigenen Häuslichkeiten oder eine andere Unterkunft zu begeben und dort 14 Tage zu bleiben. Die Verordnung mit dieser Regelung trat am Freitag um 0:00 Uhr in Kraft, wie eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Mainz sagte.

Die Bundesländer wollen in den nächsten Tagen ihre wegen der Corona-Pandemie eingeführten allgemeinen Quarantäne-Regeln für Einreisende aus den Nachbarstaaten aufheben.

Weltweite Reisewarnung Coronavirus: Das müsst ihr bei Flügen ins Ausland beachten

Es gilt immer noch eine weltweite Reisewarnung – kein Verbot. Fakt ist: Es gibt Flüge ins Ausland. Das solltet ihr wissen, wenn ihr wieder fliegen wollt.  mehr...

15.5.2020, 11:46 Uhr – Bundesrat verabschiedet Corona-Paket

Der Bundesrat hat wegen der Corona-Krise Schritte beschlossen, denen am Donnerstag bereits der Bundestag zugestimmt hatte. Damit bekommen etwa Kurzarbeiter bis zum Jahresende mehr Geld. Durch Sonderregeln sollen außerdem werdende Mütter und Väter bei der Berechnung des Elterngeldes keine Nachteile erleiden, etwa wegen Einkommensverlusten.

Beschäftigte in der Altenpflege erhalten einen Bonus von bis zu 1.000 Euro. Länder und Arbeitgeber können den Betrag auf bis zu 1.500 Euro aufstocken. Unter bestimmten Bedingungen wird auch der Anspruch auf Arbeitslosengeld verlängert. Zudem werden die Gesundheitsämter stärker unterstützt. Tests und Meldepflichten sollen ausgeweitet werden.

15.5.2020, 10:30 Uhr – Stuttgart erlaubt Demo mit Tausenden Teilnehmern

In Stuttgart dürfen sich morgen bis zu 5.000 Menschen auf einer Kundgebung gegen Corona-Maßnahmen versammeln. „Es war eine Abwägung von Infektionsschutz und der Versammlungsfreiheit", erklärte Ordnungsbürgermeister Martin Schairer (CDU) zur Entscheidung der Stadt. Das Gesundheitsamt mahnte an, dass Teilnehmer die Mindestabstände einhalten und bei der An- und Abreise im öffentlichen Nahverkehr Masken tragen müssten. Verstöße gegen die Maskenpflicht würden mit 300 Euro Bußgeld geahndet. Bundesweit hatte es bereits mehrfach Proteste gegen die Corona-Maßnahmen gegeben. Auch in Stuttgart hatten am vergangenen Wochenende schon Tausende Menschen demonstriert.

Umfrage Große Mehrheit lehnt Proteste gegen Corona-Politik ab

In Stuttgart haben sich bis zu 5.000 Menschen auf einer Kundgebung gegen Corona-Maßnahmen versammelt. Die Bevölkerungsmehrheit vertreten sie offenbar nicht.  mehr...

15.5.2020, 10:09 Uhr – Deutsche Wirtschaft seit Jahresbeginn um 2,2 Prozent geschrumpft

Die deutsche Wirtschaft ist durch die Belastungen der Corona-Krise im ersten Quartal stark eingebrochen. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Das Bruttoinlandsprodukt ging demnach gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,2 Prozent zurück. Der Rückgang sei im Quartalsvergleich der mit Abstand stärkste seit der Finanzkrise 2009 und der zweitstärkste seit der deutschen Wiedervereinigung.

15.5.2020, 8:30 Uhr – Wird die Mehrwertsteuer in der Gastronomie gesenkt?

Heute geht es im Bundestag erstmals um das Corona-Steuerhilfegesetz. Unter anderem auch um die Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie von 19 auf 7 Prozent. Wenn die Steuer gesenkt wird, könnte das die schwer gebeutelten Gastronomen entlasten. Warum Bars, Clubs und Kneipen aber wahrscheinlich davon nicht profitieren, lesen Sie hier.

15.5.2020, 5:41 Uhr – Mehr Anrufe bei Kinderschutzhotline in der Corona-Krise

Bei der vom Bundesfamilienministerium initiierten Kinderschutzhotline nimmt die Zahl der Anrufe in der Corona-Krise stark zu. Allein in den ersten beiden Mai-Wochen nutzte medizinisches Personal in mehr als 50 Verdachtsfällen das Hilfsangebot – fast so häufig wie im gesamten April. Das sagte Teamleiter und Kinderarzt Oliver Berthold im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung. „Wir werden teilweise wegen Verletzungen kontaktiert, die sonst nur bei Zusammenstößen mit Autos auftreten. Da geht es um Knochenbrüche oder Schütteltraumata.“ Betroffen seien besonders Kleinstkinder, die noch nicht selbst laufen können. „Da liegt der Verdacht nahe, dass den Kindern massive Gewalt zugefügt wurde.“

So leiden Kinder unter der Sucht ihrer Eltern „Mutter erzählte mir, dass ich schuld bin.“

Jedes sechste Kind in Deutschland lebt in einer Suchtfamilie, hat Eltern mit Alkohol- oder Drogenproblemen – so die Schätzungen. Wir haben mit einer Frau gesprochen, die als Kind genau das durchleben musste: den Alkohol- und Medikamentenrausch im Elternhaus.  mehr...

15.5.2020, 5:11 Uhr – RKI: 913 Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der gemeldeten Infektionen hat sich um 913 auf 173.152 erhöht, wie das Robert-Koch-Institut mitteilte. Die Zahl der registrierten Covid-19-Todesfälle stieg demnach um 101 auf 7824.

Informationen zum Coronavirus Corona-Karten: Wie viele sind infiziert, wie viele wieder gesund?

Wie viele Menschen wurden positiv auf Corona getestet? Und wie genau ist die Lage in Deutschland? Hier findest du Karten, die ständig aktualisiert werden.  mehr...

15.5.2020, 5:01 Uhr – Schätzung: Weltwirtschaft könnte bis zu 8,8 Billionen Dollar einbüßen

Die Corona-Krise wird der Weltwirtschaft in diesem Jahr Einbußen von 5,8 bis 8,8 Billionen Dollar bringen, wie aus einer aktualisierten Schätzung der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) hervorgeht. Das wären 6,4 bis 9,7 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts. Die Prognose ist pessimistischer als noch im April. Damals hatte die ADB noch globale Verluste von zwei bis 4,1 Billionen Dollar vorhergesagt. Inzwischen haben die Experten die Folgen der weitreichenden Corona-Restriktionen in ihre Rechnungen miteinbezogen.

15.5.2020, 3:32 Uhr – Ironman verschoben, zwei Weltmeister 2021

Der legendäre Ironman auf Hawaii findet wegen der Corona-Krise in diesem Jahr nicht statt und ist auf Februar 2021 verschoben worden. Damit gibt es im kommenden Jahr zwei Weltmeisterschaften im Triathlon über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen. Geplant war der Wettkampf für den 10. Oktober, der neue Termin ist nun der 6. Februar 2021. Als Begründung für die Verschiebung nannten die Veranstalter in ihrer Mitteilung die geltenden Richtlinien auf Hawaii und die weltweiten Reisebeschränkungen wegen der Pandemie.

15.5.2020, 1:12 Uhr – Augsburg-Trainer Herrlich bricht Quarantäne-Regeln

Nach einem offensichtlichen Regelverstoß gegen das Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga hat Augsburgs neuer Trainer Heiko Herrlich angekündigt, das morgige Training seiner Mannschaft nicht zu leiten. Er werde auch am Samstag nicht beim Spiel gegen den VfL Wolfsburg im Stadion sein. Herrlich räumte ein: „Ich habe einen Fehler gemacht, indem ich das Hotel verlassen habe“. Zur Begründung sagte der 48-Jährige, er habe Zahnpasta und Hautcreme in einem Supermarkt besorgt. Im DFL-Konzept zur Fortsetzung des Spielbetriebs in der Corona-Krise steht, dass die letzten sieben Tage vor Saisonbeginn als Trainingslager in Quarantäne verbracht werden müssen.

15.5.2020, 00:32 Uhr – Umfrage: Viele sehen weitere Lockerungen kritisch

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland hält die Beschränkungen wegen der Corona-Krise für richtig und will an den bestehenden Maßnahmen festhalten. Das ergab eine Umfrage von infratest-dimap für den neuen ARD-Deutschlandtrend. Demnach sehen 56 Prozent der Bürger weitere Normalisierungsschritte kritisch. 40 Prozent der Befragten befürworten dagegen eine Lockerung der Maßnahmen in den kommenden Wochen. Vor allem Anhänger der FDP (63 Prozent) und der AfD (61 Prozent) sind für eine weitere Öffnung. Unmittelbar bevor die Lockerungen in der vergangenen Woche beschlossen wurden, hatten sich noch 54 Prozent der Bürger für eine Lockerung ausgesprochen, 41 Prozent wollten an den Maßnahmen festhalten, hieß es.

Lockerungen an den Grenzen Was ist erlaubt – und was nicht?

Die Grenzen zu den Nachbarländern werden schrittweise geöffnet. Innenminister Horst Seehofer (CSU) hat angekündigt, dass es Lockerungen an den Grenzen geben wird. Was heißt das genau?  mehr...

14.5.2020, 22:19 Uhr – Baden-Württemberg: Feste mit 100 Personen ab 1. Juni erlaubt

In Baden-Württemberg sollen private Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern, Hochzeiten oder Taufen mit bis zu 100 Personen ab dem 1. Juni wieder erlaubt werden. Nach Informationen der "Südwest Presse" und der "Badischen Zeitung" sollen auch öffentliche Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen wie Vereinsversammlungen oder Theateraufführungen in dieser Größenordnung zulässig sein. Schrittweise sollen im Laufe der Zeit auch größere Veranstaltungen wieder erlaubt werden. Darauf habe sich eine von der Landesregierung eigens dafür eingesetzte interministerielle Arbeitsgruppe verständigt. Das Konzept sei mit den kommunalen Landesverbänden abgestimmt und müsse noch vom Kabinett abgesegnet werden.

In Rheinland-Pfalz sind Veranstaltungen mit größeren Gruppen ab Ende Mai wieder erlaubt. Zunächst im Freien und mit bis zu 100 Personen. Ab Anfang Juni sollen dann auch Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit bis zu 75 Teilnehmern möglich sein. Allerdings müssen auch bei diesen Veranstaltungen die Abstandsregeln eingehalten werden. Ob es eine Maskenpflicht geben wird, ist noch unklar. Die genauen Vorgaben, werden noch von der Landesregierung ausgearbeitet.

14.5.2020, 17:51 – Verkehrsminister fordern Rettungsschirm für ÖPNV

Die Verkehrsminister der Länder fordern vom Bund einen Rettungsschirm für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Hintergrund sind erhebliche Verluste in der Corona-Krise.

In dem Beschluss der Minister heißt es, die Fahrgastzahlen seien um 70 bis 90 Prozent zurückgegangen. Allein in diesem Jahr sei mit Verlusten von mindestens fünf Milliarden Euro zu rechnen. Dieses Defizit zu decken sei eine gemeinschaftliche öffentliche Aufgabe. Die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Anke Rehlinger (SOPD), wies darauf hin, dass weite Teile der Branche Pleite gingen, wenn nicht schnell geholfen würde.

14.5.2020, 17:27 – Dreyer will Quarantänepflicht teilweise aufheben

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) will die Quarantänepflicht für Rückkehrer aus dem EU-Ausland aufheben. Sie würde dann nur noch für Einreisende aus Drittstaaten gelten, sagte Dreyer. Außerdem will sie sich dafür einsetzen, dass die Grenzkontrollen zu Frankreich nach und nach aufgehoben werden.

14.5.2020, 15:46 – Mehr als 80 Milliarden weniger Steuereinnahmen

Das Bundesfinanzministerium rechnet für dieses Jahr mit deutlich niedrigeren Steuereinnahmen. Im Vergleich zu 2019 müssten Bund, Länder und Kommunen mit mehr als 80 Milliarden Euro weniger auskommen. Das entspreche einen Minus von mehr als zehn Prozent. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte in Berlin, dank der guten Haushaltspolitik der vergangenen Jahre sei die Corona-Krise finanziell zu bewältigen.

Als nächstes wolle die Bundesregierung Anfang Juni ein Konjunkturpaket beschließen. Nach Angaben von Scholz` Ministerium sinken die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen erstmals seit der Finanzkrise 2009.

14.5.2020, 15:17 – Steinmeier appelliert an Vernunft

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat angesichts der Verbreitung von Verschwörungstheorien an die Vernunft der Bürger appelliert. Seine Hoffnung sei, dass "wir uns weiterhin an Tatsachen und Fakten orientieren", sagte Steinmeier. Er sei selbst medizinischer Laie. "Trotzdem traue ich mich zu behaupten, dass unter den Gesichtspunkten des Virusschutzes der vielleicht manchmal unbequeme und lästige Mundschutz empfehlenswerter ist als der Aluhut."

Virologe Christian Drosten warnt vor vermeintlichen Experten, die häufig falsche oder irreführende Informationen rund um Corona verbreiten. Sein Tipp, um zu überprüfen, ob es sich um eine sichere Quelle handelt: Auf welchem Gebiet ist die Person spezialisiert? Was hat sie in der Vergangenheit zu diesem Thema schon veröffentlicht? Gibt es einen Hinweis, dass die Fachcommunity in Deutschland oder international diese Person als Experten respektiert? „Wenn das nicht der Fall ist, dann sollte man davon die Finger lassen und nicht seine Zeit damit verschwenden, eine Viertelstunde oder halbe Stunde in ein YouTube-Video zu investieren, das voller irreführender Meinungen ist und nicht auf wissenschaftlicher Kenntnis basiert“, so Drosten in seinem Podcast. . . . #fakenews #irreführend #falschnachrichten #vorsicht #christiandrosten #virologe #experten #viralevideos #akademiker #corona #coronavirus

14.5.2020, 14:39 – Telefonische Krankschreibung bis Ende Mai möglich

Telefonische Krankschreibungen sind noch bis Ende Mai möglich. Ab Juni sei dann wieder ein Arztbesuch nötig, teilte der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen mit. Die Sonderregelung der telefonischen Krankschreibungen war aufgrund der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus eingeführt und mehrmals verlängert worden. Das Ende der Ausnahmeregel passe zur aktuellen Gefährdungslage, sagte der Vorsitzende des Gremiums.

14.5.2020, 12:05 Uhr – Bundestag beschließt deutlich höheres Kurzarbeitergeld

Der Bundestag hat weitere Maßnahmen beschlossen, um die Folgen der Corona-Pandemie abzufedern: So wird unter anderem das Kurzarbeitergeld erhöht. Für diejenigen deren Arbeitszeit um mindestens die Hälfte reduziert ist, steigt es stufenweise auf 80, für Eltern auf 87 Prozent. Bisher beträgt das Kurzarbeitergeld 60 beziehungsweise 67 Prozent des Nettoeinkommens. Die jetzt beschlossene Erhöhung soll bis Ende des Jahres gelten.

Außerdem soll das Arbeitslosengeld für diejenigen um drei Monate verlängert werden, deren Anspruch zwischen dem 1. Mai 2020 und dem 31. Dezember 2020 enden würde. Auch der Bonus für Altenpfleger soll auch heute noch beschlossen werden. Eine Pflegefachkraft soll danach 1.000 Euro aus Mitteln der Pflegeversicherung bekommen. Finanziert werden soll die Prämie zunächst von den Gesetzlichen Pflegekassen.

14.5.2020, 10:50 Uhr – EZB erwartet starken Konjunktureinbruch im zweiten Quartal

Die EZB rechnet wegen der Virus-Pandemie mit einem massiven Einbruch der Konjunktur im Euro-Raum im zweiten Quartal. Im ersten Jahresviertel, als die Wirtschaft lediglich in den letzten Quartalswochen von der Virus-Ausbreitung und den Eindämmungsmaßnahmen betroffen war, schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,8 Prozent im Quartalsvergleich. Die Dauer der Pandemie sei ungewiss. Länge und Ausmaß der Rezession und der anschließenden Erholung ließen sich daher nur schwer vorhersagen.

14.5.2020, 9:10 Uhr – Bundestag will weitere Corona-Maßnahmen beschließen

Der Bundestag will sich unter anderem mit den Themen Pflegebonus, Covid-Tests und der Ausstattung der Gesundheitsämter beschäftigen. Darum geht es:

14.5.2020, 8:50 Uhr – WHO: Coronavirus verschwindet vielleicht nie wieder

Der Nothilfekoordinator der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist skeptisch, dass das neue Coronavirus nach der rasanten Ausbreitung rund um den Globus noch eliminiert werden kann. „Dieses Virus kann in der Bevölkerung heimisch werden. Es kann sein, dass es nie mehr verschwindet“, sagte Michael Ryan am Mittwochabend in Genf.

Auch HIV, das Virus, das die Immunschwächekrankheit Aids auslöst, sei nie wieder verschwunden. Im Fall von HIV sei es der Welt gelungen, Medikamente und Präventionsmaßnahmen zu schaffen, so dass das Virus seinen Schrecken verloren habe. „Ich will die Krankheiten nicht vergleichen, aber wir müssen realistisch sein“, sagte Ryan.

14.5.2020, 6:15 Uhr – Spahn fordert Nachsicht bei Corona-Protesten

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Sicherheitsbehörden bei friedlichen Demonstrationen im Zusammenhang mit den Corona-Einschränkungen zur Nachsicht angehalten, selbst wenn Abstandsregeln nicht eingehalten werden. „Für alle größeren Menschenansammlungen gilt: Wer Abstandsregeln nicht einhält, gefährdet sich und andere, denn gerade dort breitet sich das Virus verstärkt aus. Sollte man deshalb eine friedliche Demonstration auflösen? Ich habe große Zweifel, ob das verhältnismäßig wäre“, sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Die Demonstrationen sind in die Kritik geraten, weil Verschwörungstheoretiker wie Ken Jebsen und andere die Atmosphäre gezielt aufheizen. Hier ein Faktencheck dazu:

SWR3-Faktencheck „Gates kapert Deutschland!“: Was ist dran am KenFM-Video?

Bill Gates habe die WHO gekauft und bestimme die Maßnahmen in der Corona-Krise, bald würde es eine Impfpflicht geben – wenn man den Aussagen des Videos auf dem Youtube-Kanal KenFM glaubt. Was ist dran an den angeblichen Fakten und wer ist Ken Jebsen?  mehr...

14.5.2020, 5:28 Uhr – 933 Neuinfektionen und 89 weitere Todesfälle in Deutschland

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt um 933 auf 172.239, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Infektionskrankheiten zeigen. Die Zahl der Todesopfer steigt um 89 auf 7.723.

14.5.2020, 2:40 Uhr – Institut rechnet mit ersten Impfstoffkandidaten Ende 2020

Der Präsident des für die Zulassung von Medikamenten zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, ist zuversichtlich, dass bis Ende des Jahres konkret über die Zulassung eines Impfstoffes gesprochen werden könne. „Ich gehe davon aus, dass es in Deutschland drei weitere klinische Prüfungen von Impfstoffkandidaten geben wird“, sagt Cichutek in einem Interview mit dem Mannheimer Morgen. Ab Herbst könne es bereits Prüfungen zur Sicherheit und zur Wirksamkeit des Impfstoffes geben.

14.5.2020, 1:08 Uhr – Viele Gesundheitsämter erfüllen Corona-Vorgaben nicht

Viele deutsche Gesundheitsämter haben nicht genügend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um die Kontaktpersonen von Corona-Infizierten nachzuverfolgen. Das hat eine Umfrage von NDR und WDR ergeben. Bund und Länder hatten sich darauf verständigt, dass jeder Landkreis pro 20.000 Einwohner zur Kontaktnachverfolgung ein fünfköpfiges Team bilden muss. Für Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kommen die Umfrage-Ergebnisse nach Angaben seines Sprechers überraschend. Sie seien Folge jahrelanger Vernachlässigung der Ämter. Getestet werden müssten den Vorgaben nach alle Personen, die mindestens 15 Minuten lang direkten Gesichtskontakt zu einem Corona-Infizierten hatten. Die Testkapazität wäre laut RKI ausreichend, hieß es.

14.5.2020, 00:59 Uhr – Seehofer: „Rücknahme der Lockerungen nicht ausgeschlossen“

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) schließt nicht aus, dass die Lockerung der Grenzkontrollen zurückgenommen wird. Das könnte dann der Fall sein, wenn die Corona-Infektionszahlen stark steigen, sagte er am Abend in der ARD-Sendung „Maischberger“. Sollte es im grenznahen Raum mehr als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche geben, müssten die Lockerungen zurückgenommen werden. Das würde "in vollkommener Übereinstimmung mit unseren Nachbarn" erfolgen. Die Bundesregierung hatte gestern angekündigt, dass die Kontrollen an den Grenzen zu den deutschen Nachbarstaaten schrittweise bis 15. Juni wieder entfallen. Die Grenze zu Luxemburg werde schon am kommenden Samstag vollständig wieder geöffnet.

13.5.2020, 23:42 Uhr – Italien präsentiert milliardenschweres Hilfspaket

Die italienische Regierung hat ein milliardenschweres Corona-Hilfspaket beschlossen. Das teilte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Abend mit. „Wir haben Tag und Nacht daran gearbeitet“, sagte der parteilose Politiker. Die Hilfen seien für die Wirtschaft und die Bevölkerung bestimmt. Das Paket habe einen Umfang von 55 Milliarden Euro. Damit soll unter anderem dem Tourismus, dem Gesundheitswesen und der Landwirtschaft geholfen werden. Außerdem gebe es Zuschüsse für Arbeitslose und Familien – beispielsweise für Babysitter, da Schulen und Kitas weiter geschlossen sind. Das Hilfspaket war schon im April angekündigt worden. Es verzögerte sich aber, weil die Koalitionspartner lange um die genauen Inhalte stritten.

13.5.2020, 23:32 Uhr – Maas für Aufhebung von EU-Quarantänebestimmungen

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) will sich dafür einsetzen, dass die Quarantänebestimmungen in der EU teilweise aufgehoben werden. Selbst wenn Grenzen geöffnet werden, müsse man sich nach dem Überschreiten in vielen Ländern in Quarantäne begeben, sagte Maas in der ARD. Diese Regelungen sollten innerhalb der EU gegenüber Ländern mit einer positiven Pandemieentwicklung aufgehoben werden. „Es gibt ein ganzes Paket von Fragen, die entschieden werden müssen“, so Maas. Es sei beispielsweise nach wie vor nicht so einfach, grundlos nach Frankreich zu fahren, erklärte er. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht unterdessen bei den Grenzöffnungen keine Gefahr, wenn die Lage in den Nachbarstaaten vergleichbar ist.

13.5.2020, 20:28 Uhr – Zahl der Coronavirus-Toten in Frankreich steigt auf über 27.000

Die Zahl der Virus-Toten in Frankreich steigt nach amtlichen Angaben um 83 auf 27.074. Die Rate liege damit bei 0,3 Prozent und sei erstmals seit drei Tagen wieder rückläufig, erklärt das Gesundheitsministerium. Die Zahl der bestätigten Infektionen sei um 0,4 Prozent auf 140.374 gestiegen.

13.5.2020, 20:13 Uhr – UN befürchtet eine „extreme Armut“

Die Virus-Krise wird nach Einschätzung der Vereinten Nationen zum Anstieg der bittersten Armut in der Welt beitragen. Etwa 34,3 Millionen Menschen würden wegen der Virus-Folgen in diesem Jahr wohl zusätzlich unter die Grenze für „extreme Armut“ fallen, heißt es in einem UN-Bericht. „Extreme Armut“ hängt laut UN-Definition nicht nur am Einkommen, sondern auch am Zugang zu Nahrung, sauberem Trinkwasser, Sanitäranlagen, einem Dach über dem Kopf und Dienstleistungen zu Gesundheit und Bildung.

Armut: Vier Menschen, vier Geschichten „Ich kann nicht mehr und will nicht mehr.“

Wie fühlt es sich an, in Armut zu leben? Welche Geschichte steckt hinter Menschen, die zu wenig Geld haben, um sich das Mindeste leisten zu können? Betroffene erzählen von ihren Erfahrungen – vom Weg in die Armut und teilweise von den Auswegen, die sie gefunden haben.  mehr...

13.5.2020, 19:03 Uhr – Heil will in der Fleischindustrie „aufräumen“

Die Bundesregierung will Anfang kommender Woche strengere Vorschriften für die Fleischindustrie beschließen. Das kündigten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) im Bundestag an. Auslöser sind die vielen Corona-Infektionen bei Arbeitern in mehreren Schlachtbetrieben.

13.5.2020, 18:10 Uhr – Mehr Tote in Italien als am Vortag - Neuinfektionen rückläufig

Die Zahl der neuen Virus-Toten in Italien steigt auf 185 von 172 am Vortag. Die Zahl der Neuinfizierten sinkt dagegen auf 888 von 1.402, wie die Zivilschutzbehörde mitteilt. Damit gibt es in Italien nun 31.106 Todesfälle, die mit Corona-19 in Verbindung stehen. Dies ist – gemessen an den amtlich vorgelegten Daten – die dritthöchste Zahl weltweit nach den USA und Großbritannien.

13.5.2020, 16:32 Uhr – Wintersportort Ischgl ist angeblich wieder coronafrei

Der in den vergangenen Wochen als Corona-Hotspot kritisierte Wintersportort Ischgl in Österreich ist wieder coronafrei. Wie aus einer Informationssammlung des Landes Tirol hervorgeht, gibt es in der kleinen Gemeinde derzeit keinen aktiven Fall der Lungenkrankheit Covid-19. Auch in den weiteren Gemeinden im Paznauntal gibt es kaum noch Erkrankte. Von Ischgl aus dürfte sich das Virus durch die vielen internationalen Gäste weit verbreitet haben.

13.5.2020, 15:20 Uhr – Südwest-Industrie droht „dramatischer Stellenabbau“

Rund 40 Prozent der Industriebetriebe in Baden-Württemberg planen, wegen der Auswirkungen der Corona-Krise Stellen abzubauen. Das ist das Ergebnis einer Blitzumfrage des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK). Immerhin rechnet demnach noch mehr als die Hälfte der Betriebe mit gleichbleibenden Beschäftigtenzahlen, aber nur zwei Prozent wollen mehr Personal einstellen.

Um einen „dramatischen Stellenabbau“ zu vermeiden, brauche die Industrie im Land ein differenziertes Maßnahmenpaket, forderte Johannes Schmalzl, Hauptgeschäftsführer der IHK Region Stuttgart, am Mittwoch in Stuttgart: „Die Soforthilfen löschen das Feuer, aber wir brauchen in den nächsten Monaten längerfristig wirksame Instrumente.“

13.5.2020, 15:20 Uhr – EU verständigt sich auf abgestimmte Entwicklung von Corona-Apps

Die EU-Mitgliedstaaten haben sich auf ein koordiniertes Vorgehen bei der Entwicklung von Handy-Apps zur Kontaktverfolgung bei Corona-Infektionen verständigt. Wie die EU-Kommission am Mittwoch weiter mitteilte, soll erreicht werden, dass die verschiedenen nationalen Apps miteinander kompatibel sind. Ziel ist es demnach, dass „Bürger vor einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus gewarnt werden können, auch wenn sie innerhalb der EU reisen“.

13.5.2020, 14:15 Uhr – Großbritannien: Viele Tote im Gesundheits- und Sozialwesen

In Großbritannien sind nach Angaben von Premierminister Boris Johnson inzwischen 144 Mitarbeiter im Gesundheitswesen und 131 Sozialarbeiter im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Insgesamt hat das Vereinigte Königreich mehr als 40.000 Corona-Tote bestätigt - so viele wie in keinem anderen europäischen Land.

3.5.2020, 13:10 Uhr – Wien spendiert allen Haushalten Restaurant-Gutscheine

In der Corona-Krise spendiert die Stadt Wien allen 950.000 Haushalten einen Gutschein für Restaurantbesuche in Höhe von bis zu 50 Euro. Das kündigte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) am Mittwoch an. Ein-Personen-Haushalte erhalten einen Bon von 25 Euro, Mehr-Personen-Haushalte einen 50-Euro-Gutschein. Dieser könne in allen teilnehmenden Restaurants und Kaffeehäusern bis Ende September eingelöst werden. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings:
Alkoholische Getränke können mit Steuergeld nicht bezahlt werden.

13.5.2020, 11:40 Uhr – Grenzkontrollen sollen gelockert werden 

An ersten deutschen Grenzen sollen die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen ab dem Wochenende gelockert werden. Das gab Bundesinnenminister Horst Seehofer bekannt und bestätigte damit Berichte der Deutschen Presseagentur. An der Grenze zu Luxemburg sollen die Kontrollen am 15. Mai, also am Freitag, auslaufen. Mit Dänemark liefen derzeit noch die Abstimmungen, prinzipiell sei aus seiner Sicht aber auch hier die Öffnung der Grenze möglich, so der CSU-Politiker.

Mit Frankreich, der Schweiz und Österreich habe die Bundesregierung eine Übereinkunft getroffen, die Kontrollen noch bis zum 15. Juni fortzusetzen. Allerdings sollen ab dem Wochenende alle Grenzübergänge geöffnet und nur noch stichprobenartige Kontrollen durchgeführt werden. Ab dem 15. Juni sollen demnach an allen deutschen Grenzen die Kontrollen enden, sofern das Infektionsgeschehen in Deutschland und in den Nachbarstaaten dies zulasse, so Seehofer weiter. Ab dann sollen auch Einreisen aus Drittstaaten wieder möglich sein.

13.5.2020, 10:05 Uhr – Lehrerverband: Schichtbetrieb bis weit ins nächste Schuljahr

Der Deutsche Lehrerverband rechnet damit, dass in Deutschlands Schulen auch noch lange nach den Sommerferien nur Unterricht im Schichtbetrieb möglich sein wird. Zwar habe man die Ferien, um sich organisatorisch besser aufzustellen, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger am Dienstag im Sender n-tv. Den Schichtbetrieb zwischen Präsenzunterricht an der Schule und
Lernen zu Hause werde man aber mit Sicherheit auch im nächsten
Schuljahr noch haben.

13.5.2020, 9:35 Uhr – Kemmerich lässt Amt im FDP-Bundesvorstand ruhen

Nach dem umstrittenen Auftritt bei einer Anti-Corona-Demonstration lässt Thüringens FDP-Chef Thomas Kemmerich seine Funktion im Bundesvorstand der Liberalen vorerst ruhen. Das teilte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, am Mittwoch nach einer Sondersitzung des FDP-Bundesvorstandes mit. Daran habe auch Kemmerich teilgenommen. Dieser habe der FDP «schweren Schaden» zugefügt, sagte Buschmann. In der Sitzung des Bundesvorstands und auch am Tag zuvor
der FDP-Bundestagsfraktion habe es erhebliche Kritik an Kemmerich gegeben.

13.5.2020, 8:06 Uhr – Grenzen zu Österreich öffnen am 15. Juni

Die Grenzen zwischen Deutschland und Österreich sollen am 15. Juni wieder öffnen. Das hat Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger gesagt. Kanzler Sebastian Kurz und Bundeskanzlerin Angela Merkel hätten sich in einem Gespräch am Dienstag geeinigt, sagt die Ministerin. Schon am Freitag soll es zu Erleichterungen im Grenzverkehr kommen.

13.05.2020, 7:05 Uhr – Chinesische Stadt Jilin verhängt neue Einschränkungen

Um das Coronavirus einzudämmen, vehängt die nordostchinesische Stadt Jilin neue Reiserestriktionen. „Die aktuelle Covid-19-Lage ist recht komplex und ernst und es besteht das gewaltige Risiko, dass das Virus sich weiter ausbreiten wird“, teilten die Behörden in der Stadt mit. Von den Einschränkungen ist der Zugverkehr betroffen. Davor hatte Jilin sechs neue Corona-Fälle gemeldet. Fünf davon konnten direkt zurückverfolgt werden zu einem Fall in dem nahe gelegenen Shulan. Dort war die Corona-Warnstufe am Wochenende von „mittel“ wieder auf „hoch“ heraufgesetzt worden.

13.5.2020, 6:04 Uhr – CDU-Mann Schuster verteidigt Grenzkontrollen

Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Innenexperte Armin Schuster will die Grenzkontrollen in Deutschland noch beibehalten. „Ich unterstütze ausdrücklich den Kurs des Bundesinnenministeriums“, sagt er der Mediengruppe Madsack. „Wir sollten die Grenzkontrollen nicht sofort beenden, weil das nicht synchron laufen würde zu den inländischen Lockerungen. Außerdem behalten andere Länder ihre Grenzkontrollen ebenfalls bei. Würden wir die Kontrollen komplett aufheben, wäre es Gesundheitsämtern in bestimmten Landkreisen nicht mehr möglich, Infektionsketten nachzuvollziehen.“ Auch die Quarantäne-Regelung sollte seiner Meinung nach beibehalten werden.

13.5.2020, 5:01 Uhr – Mehr als 170.000 Covid-19-Infektionen in Deutschland

In Deutschland sind zurzeit 171.306 Menschen mit dem Covid-19-Virus infiziert. Das Robert-Koch-Institut teilte mit, dass die Neuinfektionen im Vergleich zum Montag damit wieder leicht rückläufig seien. Nach offiziellen Angaben sind bisher 7.634 Menschen an den Folgen einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben.

13.5.2020, 1:11 Uhr – Mehr Infizierte in Brasilien als in Deutschland

Das brasilianische Gesundheitsministerium hat einen Rekordanstieg mit 9.258 neuen Coronavirus-Fällen und 881 Toten in den letzten 24 Stunden verzeichnet. Damit übersteigt die Zahl der Infizierten mit 177.589 die Zahl der Fälle in Deutschland.

13.5.2020, 0:56 Uhr – Bis August deutlich mehr Corona-Tote in USA

In den USA werden nach den neuesten Hochrechnungen bis Anfang August mehr Menschen an den Folgen des Sars-CoV-2-Virus sterben, als bisher angenommen. Das medizinische Institut IHME an der Universität in Washington geht in einer überarbeiteten Simulation davon aus, dass mehr als 147.000 Amerikaner an Covid-19 sterben werden. Das sind 10.000 mehr als bei der letzten Prognose. Das liege daran, dass die Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie immer weiter gelockert würden, sagten Forscher des IHME.

12.5.2020, 21:06 Uhr – USA: Pence will sich von Trump fernhalten

US-Vize-Präsident Mike Pence wird einige Tage lang einen großen Bogen um seinen Chef machen. In Pences Stab gab es einen Coronavirus-Fall. Wann Pence die Distanz zu Trump wieder aufgeben werde, sei seine Entscheidung. Bei Pence' Sprecherin Katie Miller wurde das Coronavirus nachgewiesen. Trump sagte, Pence sei am Sonntag und Montag allerdings negativ getestet worden.

12.5.2020, 20:25 Uhr – EU-Konservative für Grenzöffnungen

Die europäischen Konservativen nachen Medienbrichten zufolge mehr Druck auf die EU-Kommission, die Grenzen in der EU wieder zu öffnen. In einem Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) forderten Abgeordnete der Europäischen Volkspartei (EVP) aus der ganzen EU ein Ende der eingeführten Grenzkontrollen, berichtet die Mediengruppe Madsack vorab. Auch die Quarantänevorschriften für EU-Bürger, die in ein anderes EU-Land reisen, sollten aufgehoben werden.

12.5.2020, 19:20 Uhr – Ansteckungsrate in Deutschland sinkt wieder

In Deutschland ist die Virus-Ansteckungsrate wieder unter den kritischen Wert von eins gesunken. Das Robert-Koch-Institut schätzt die Rate in seinem aktuellen Lagebericht auf 0,94 – am Montag lag sie noch bei 1,07. Jeder Infizierte steckt damit statistisch wieder weniger als eine weitere Person an. „Von einem erneut ansteigenden Trend gehen wir bisher nicht aus“, heißt es in dem RKI-Bericht.

12.5.2020, 17:50 – Cosa Nostra sucht nach „Corona-Schnäppchen“: Italienische Polizei nimmt Dutzende fest

Weil sie die Folgen der Corona-Pandemie ausgenutzt haben, hat die italienische Polizei 91 mutmaßliche Mitglieder der sizilianischen Cosa Nostra festgenommen. Bei Razzien in Palermo waren am Dienstag Hunderte Beamte der Finanzpolizei im Einsatz, dem mutmaßlichen Zentrum der Cosa Nostra, und in norditalienischen Regionen.

Ermittlern zufolge waschen Mafiosi Lösegelder und Rauschgifteinnahmen, indem sie Firmen aufkaufen, die wegen der Corona-Sperrmaßnahmen vor der Insolvenz stehen. Der Richter in Palermo, der die Haftbefehle erließ, Piergiorgio Morosini, sagte, der Lockdown habe eine Liquiditätskrise geschaffen, die für viele Unternehmen nur schwer umzukehren sei. Schon länger warnen Experten davor, dass die Mafia das ausnutzt:

Warten auf das große Corona-Geld Die Mafia sitzt schon in den Startlöchern

Die Corona-Pandemie hat die italienische Wirtschaft in den Abgrund gestürzt, viele Firmen werden die Krise nicht überleben. Die italienische Mafia aber könne Bedrohungen in Chancen verwandeln, sagt Giuseppe Governale, Leiter der Anti-Mafia-Behörde (DIA) und erklärt, wie das läuft.  mehr...

12.5.2020, 17:28 – Keine weiteren Coronavirus-Infektionen bei Dynamo Dresden

Bei Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden gibt es keine weiteren Corona-Fälle. Alle Untersuchungen der vierten Testreihe seien negativ gewesen, teilte der Verein am Dienstag mit. Am vergangen Samstag wurden zwei Dynamo-Profis positiv auf das Coronavirus getestet. Die Spieler seien noch immer symptomfrei, wie auch der eine Woche zuvor positiv getestete Akteur, hieß es.

12.5.2020, 17:04 – Giffey will Lohnfortzahlung für Eltern

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) fordert eine Verlängerung der Lohnfortzahlung für Eltern, die wegen der Betreuung ihrer Kinder in der Corona-Krise nicht zur Arbeit gehen können. „Wenn Eltern keinen Platz in der erweiterten Notbetreuung bekommen und sie nicht arbeiten gehen können, weil der Regelbetrieb noch nicht in Sicht ist, müssen sie eine Entschädigung erhalten“, sagte Giffey den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland

12.5.2020, 16:30 – Coronavirus könnte Banken hart treffen

Die Banken der Euro-Zone könnten von der Coronavirus-Krise deutlich getroffen werden, wie aus Berichten von EU-Vertretern an Regierungen der Mitgliedsländern hervorgeht. Dies gelte für den Fall, wenn die Rezession den Druck auf Kreditnehmer kräftig erhöht. In einer jüngsten Analyse kommen Vertreter der Europäischen Kommission zum Ergebnis, dass „ein Risiko für die finanzielle Stabilität der Eurozone“ bestehe.

12.5.2020, 15:40 – Italiens Strände bald wieder geöffnet

Mehrere norditalienische Regionen in Italien wollen Strände so schnell wie möglich wieder öffnen. Die Emilia-Romagna will ab kommenden Montag neben Bars, Restaurants und Friseuren auch den Zugang zum Meer erlauben. Eine zu lange Blockade der Wirtschaft hätte "schwerwiegende soziale Auswirkungen", sagte der Tourismusbeauftragte Andrea Corsini.

12.5.2020, 14:30 – Hoher Krankenstand: Gebäudereiniger fordern Ende der telefonischen Krankschreibung

Die Gebäudereiniger fordern wegen eines hohen Krankenstandes in der Branche ein rasches Ende der telefonischen Krankschreibung in der Corona-Krise. Diese Möglichkeit für Beschäftigte dürfe „nicht zum Dauerzustand werden“, sagte der
Geschäftsführer des Bundesinnungsverbandes des Gebäudereiniger-Handwerks, Johannes Bungart. Einer Umfrage des Verbands unter den Mitgliedsunternehmen zufolge habe sich der Krankenstand bei den Gebäudereinigern seit Beginn der Corona-Krise auf knapp zwölf Prozent nahezu verdoppelt. 

12.5.2020, 14:10 – Thüringen erlaubt wieder Versammlungen ohne Teilnehmerbegrenzung

In Thüringen sollen ab Mittwoch Demonstrationen wieder ohne Beschränkungen der Teilnehmerzahl möglich sein. Das sieht eine Verordnung vor, auf die sich das Kabinett geeinigt hat, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag in Erfurt bekannt gab.

12.5.2020, 13:30 – Spanien: Geringste Zahl an Neuinfektionen seit mehr als zwei Monaten

In Spanien ist die Zahl der Neuinfektionen auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Monaten gesunken. Das Gesundheitsministerium meldet 594 Ansteckungen binnen 24 Stunden. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus auf 228.030. Die Zahl der Todesfälle legt um 176 und damit wieder etwas stärker auf 26.920 zu.

12.5.2020, 11:57 – Corona-Fallzahlen nähern sich Plateau-Phase

Die Zahlen der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland nehmen laut Robert-Koch-Institut weiter ab. „Der Abfall der Fallzahlen wird zunehmend flacher und wir nähern uns einem Plateau der täglichen Fallzahlen an“, sagte RKI-Vize-Präsident Lars Schaade. Das hätte auch Auswirkungen auf die Reproduktions(R)- oder Ansteckungsrate. Die könnte sich demnach bei etwa 1,0 einpendeln. Das bedeutet, dass ein Infizierter einen weiteren Menschen ansteckt. Regionale Ausbrüche könnten die R-Zahl aber schnell wieder steigen lassen. Trotzdem halte das RKI es für vertretbar, zum Beispiel die Grenzen in andere EU-Staaten wieder zu öffnen:

12.5.2020, 10:04 – Zweiwöchige Quarantäne bei Einreise nach Spanien

Die Regierung von Spanien ordnet eine zweiwöchige Quarantäne für alle Menschen an, die ab dem 15. Mai ins Land kommen. Die Einreisenden dürften nur zum Einkaufen von Lebensmitteln, zu Arztbesuchen und im Falle einer „Notlage“ aus dem Haus, heißt es in der amtlichen Anordnung. Die Quarantäne gelte für alle Menschen, die zwischen dem 15. und dem bislang geplanten Ende des Ausnahmezustands am 24. Mai nach Spanien kommen.

12.5.2020, 8:23 Uhr – Fauci: Corona-Beschränkungen in USA nicht zu früh aufheben

Der US-Regierungsberater Anthony Fauci wird laut New York Times in einer Anhörung vor dem Senat in Washington am Dienstag davor warnen, die Corona-Beschränkungen für die Wirtschaft zu früh wieder aufzuheben. Das könne zu „unnötigem Leid und Tod“ führen, zitiert die Zeitung aus einer E-Mail.

12.5.2020, 6:37 Uhr – Fernunterricht auch nach den Sommerferien?

Der Fernunterricht nach den Schulen geht möglicherweise auch nach den Sommerferien weiter. „Es wäre klug, wenn sich Lehrerinnen und Lehrer während der Ferien auch darüber Gedanken machen“, sagte die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig bei n-tv. Inwiefern dann ein normaler Schulunterricht möglich sein werde, konnte Hubig nicht sagen. „Das hängt ganz maßgeblich davon ab, ob die Infektionszahlen weiterhin so stabil bleiben und ob die Abstandsregeln mit 1,50 Meter weiter gelten.“ Dass die Schüler nächstes Jahr unverhältnismäßig viel Stoff nachholen müssen, glaubt die Kultusministerin von Rheinland-Pfalz aber nicht. „Ich denke, die Lücke wird nicht so groß sein, dass es ein hartes Schuljahr wird“.

12.5.2020, 2:37 Uhr – Stars sammeln Millionen für Bedürftige in New York

Stars wie Alicia Keys, Billy Joel, Sting und Jennifer Lopez haben mit einer Benefiz-Aktion Geld für Bedürftige in New York gesammelt. Die Metropole ist besonders von der Corona-Pandemie betroffen. Insgesamt sind nach Angaben der Organisatoren umgerechnet etwa 106 Millionen Euro zusammengekommen. Sie sollen an die Wohltätigkeitsorganisation Robin Hood gehen. Die Spendensammlung fand im Rahmen einer Gala statt, die im US-Fernsehen ausgestrahlt wurde.

12.5.2020, 1:49 Uhr – IWF gibt Milliardenhilfe an Ägypten

Ägypten bekommt in der Corona-Krise Hilfen vom Internationalen Währungsfonds. Wie der IWF mitteilte, sollen umgerechnet 2,5 Milliarden Euro fließen. Die Unterstützung solle helfen, dringend benötigte Ausgaben für den Gesundheitssektor und Sozialprogramme zu ermöglichen. Der IWF knüpft die Hilfen an Auflagen. Nach der Krise müsse das Land seinen Haushalt konsolidieren und wirtschaftliche Reformen vorantreiben.

12.5.2020, 22:29 Uhr – Opposition fordert Transparenz bei Bahn-Rettung

Oppositionspolitiker fordern mehr Transparenz beim möglichen Milliarden-Rettungspaket für die Deutsche Bahn. In einem Papier von Verkehrs- und Finanzministerium heißt es Medienberichten zufolge, die Corona-bedingten Umsatzeinbrüche bei der Bahn könnten mit bis zu 8,4 Milliarden Euro aufgefangen werden. Die Grünen haben Verkehrsminister Andreas Scheuer (CDU) aufgefordert, die Pläne umgehend dem Parlament vorzulegen. Die FDP will prüfen, ob die Geldnot bei der Bahn wirklich nur auf die Corona-Krise zurückzuführen ist.

12.5.2020, 21:13 Uhr – EU-Kommission nicht mehr gegen Gutschein-Lösungen

Die EU-Kommission ist offenbar nicht mehr gegen eine Gutschein-Lösung für Reisen, die wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich auf EU-Kreise. Die Gutscheine müssten mindestens ein Jahr lang gültig sein, laute die Empfehlung der Kommission. Reisende sollen zudem das Recht auf vollständige Rückzahlung haben. Außerdem empfiehlt die EU-Kommission Medienberichten zufolge die eingeführten Grenzkontrollen schrittweise zu lockern, weil sich die Gesundheitssituation allmählich verbessere.

11.5.2020, 18:25 Uhr – WHO-Chef lobt Deutschland, China und Südkorea

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, lobt die Vorsichtsmaßnahmen in Deutschland, Südkorea und China bei den Lockerungen. Die schrittweise Aufhebung der Schutzmaßnahmen sei komplex und schwierig, sagt er in Genf. Die drei Länder hätten aber Vorkehrungen gegen ein Wiedererstarken der Pandemie getroffen.

11.5.2020, 17:10 Uhr – DFB-Pokal soll im Juni fortgesetzt werden

Der Spielbetrieb im DFB-Pokal soll in der derzeitigen Corona-Krise im Juni fortgesetzt werden. Vorbehaltlich einer politischen Erlaubnis sind die beiden Halbfinals für den 9. und 10. Juni geplant und das Finale in Berlin für den 4. Juli, wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montag nach einer Präsidiumssitzung mitteilte. Die aufgrund der Coronakrise unterbrochene Saison der Frauenfußball-Bundesliga soll wenn möglich am 29. Mai fortgesetzt werden. In der dritten Liga soll der Spielbetrieb am 26. Mai weitergehen.

📅 Neue Termine für die noch ausstehenden Spiele im #DFBPokal: Die beiden Halbfinalspiele sollen am 9. und 10. Juni ausgetragen werden, das Endspiel ist für den 4. Juli vorgesehen. Alles vorbehaltlich der behördlichen Verfügungslagen. Alle Infos ➡ https://t.co/AZTomIim2C https://t.co/IbMNa4gWv7

11.5.2020, 16:40 Uhr – BW-Grüne fordern Krisengipfel zur Zukunft des Tourismus

Die Grünen im baden-württembergischen Landtag fordern den zuständigen Minister Guido Wolf (CDU) auf, einen Krisengipfel für die Tourismusbranche einzuberufen. „Wir müssen jetzt zügig alle relevanten Akteure der Branche an einen Tisch bekommen. Es geht darum, Existenzen und Arbeitsplätze zu sichern“, sagte der Tourismusexperte der Fraktion, Reinhold Pix, der Schwäbischen Zeitung vom Dienstag.

11.5.2020, 15:25 Uhr – Merkel: "Neue Phase der Pandemie"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich nach einer Videokonferenz mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Harz zur Corona-Situation in Deutschland geäußert: Das Land trete nun „in eine neue Phase der Pandemie“ ein, in der besonders wichtig sei, „dass wir bei all den Lockerungen auch wirklich Sicherheit haben, dass die Menschen sich an die Grundgebote halten.“

11.5.2020, 14:37 Uhr – Bundesregierung will bis zu 750 Mio Euro für Impfstoff-Entwicklung geben

Die Bundesregierung will bis zu 750 Millionen Euro in ein Sonderprogramm für die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs investieren. Das hat Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) angekündigt. Dabei gehe es einerseits um die Entwicklung, aber auch um die Produktion eines Impfstoffes. Mit dem Geld sollen Studien mit einer größeren Anzahl von Versuchsteilnehmern ermöglicht werden als sonst üblich. Dies verspreche viel schnellere Fortschritte. Gleichzeitig solle eine Produktion von großen Mengen vorbereitet werden, etwa durch die Beschaffung von Inhaltsstoffen. Die CDU-Politikerin sagte, sie rechne damit, dass es frühestens Mitte nächsten Jahre Impfstoffe gebe, die im großen Stil eingesetzt werden könnten.

11.5.2020, 14:09 Uhr – Seibert: Debatte ist Zeichen eines freien Landes

Die Bundesregierung hat die bei den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen verbreiteten kruden Theorien scharf verurteilt. „Wer so etwas verbreitet, der will unser Land spalten und die Menschen gegeneinander aufbringen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Zudem verurteilte er die „hohe Aggressivität“ sowohl gegen Polizisten als auch Journalisten bei den Demonstrationen, die bis hin zu Angriffen auf beide Berufsgruppen geführt habe.

Gleichzeitig betonte Seibert, jeder in Deutschland habe die Möglichkeit, sich in der freien und unabhängigen Medienlandschaft über alle Aspekte zur Corona-Pandemie zu informieren. Etwas anderes seien abstruse Behauptungen, hasserfüllte Stereotype oder Theorien, die auf einen Sündenbock oder „Welt-Bösewicht“ herauslaufen, sagte Seibert.

Coronavirus-„Infodemie“ Gesundheitswesen kämpft gegen Falschmeldungen

Sie sind den Menschen, die an Covid-19 erkranken, besonders nahe – und leiden darum auch besonders an gefährlichen Falschmeldungen zum Coronavirus: Beschäftigte im Gesundheitswesen warnen jetzt vor einer „Infodemie“.  mehr...

11.5.2020, 13:12 Uhr – Deutsche Bahn nimmt Zugverkehr nach Frankreich wieder auf

Die Deutsche Bahn hat den grenzüberschreitenden Zugverkehr nach Frankreich wieder aufgenommen. Auf der Strecke von Frankfurt über Saarbrücken bis nach Paris verkehre nun wieder täglich ein ICE-Zugpaar, teilte ein Bahn-Sprecher mit.

In Frankreich trat heute die erste Phase der Lockerungen in der Corona-Pandemie in Kraft: Die Menschen dürfen nun ohne Passierschein das Haus verlassen. Geschäften ist es erlaubt, unter Auflagen zu öffnen - Schulen und Kitas schließen schrittweise wieder auf. Die Einreise nach Frankreich ist zurzeit aber nur aus wichtigem Gründen wie für die Arbeit oder den Schulbesuch möglich.

11.5.2020, 12:14 Uhr – BW plant weiteres Hilfsprogramm

Die baden-württembergische Landesregierung plant ein weiteres Corona-Hilfsprogramm für die Wirtschaft. Das geht aus einem Schreiben von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne)an die Landesminister hervor, das dem SWR vorliegt. Für besonders betroffene Bereiche seien weitere spezifische Hilfen nötig, die Minister sollten bis Mitte der Woche Vorschläge und Konzepte aus ihren Ressorts vorlegen, so Kretschmann. Das Bundesland hatte bereits im März ein Rettungspaket in Höhe von fünf Milliarden Euro aufgelegt.

11.5.2020, 11:23 Uhr – VW verkauft im April zwei Drittel weniger Autos

Wegen der Corona-Krise hat VW im April in Deutschland zwei Drittel weniger Fahrzeuge verkauft. Damit habe sich die Hauptmarke des Auto-Konzerns auf ihrem Heimatmarkt im Vergleich zu anderen europäischen Ländern noch einigermaßen gut gehalten, sagte Marken-Vertriebschef Jürgen Stackmann.

Europaweit sei der VW-Absatz um mehr als 83 Prozent eingebrochen. In den am stärksten von der Pandemie betroffenen Ländern Großbritannien, Italien, Spanien und Frankreich wurden laut Stackmann im vergangenen Monat fast gar keine Autos verkauft. Um den Vertrieb anzukurbeln, wolle man unter anderem besonders günstige Leasing- und Finanzierungskonditionen beim Kauf von Neu- oder Gebrauchtwagen bieten.

11.5.2020, 10:38 Uhr – Hochschulverband fordert Corona-Noten-Bonus

Der Deutsche Hochschulverband fordert einen Corona-Noten-Bonus für Abiturienten. Und zwar dann, wenn das Abi im Schnitt schlechter ausfällt als in den Jahren davor. Verbands-Präsident Bernhard Kempen hat den Funke-Zeitungen gesagt, dass das Virus nicht den Lebenslauf eines ganzen Jahrgangs abwerten dürfe. Deshalb müsse man die besonderen Bedingungen berücksichtigen.

11.5.2020, 10:08 Uhr – Ifo: Corona trifft Arbeitsmarkt im Südwesten am härtesten

Die Corona-Krise trifft nach einer Umfrage des Ifo-Instituts den Arbeitsmarkt in Süddeutschland am härtesten. Demnach haben bereits ein Fünftel der Unternehmen beschlossen, Stellen abzubauen. Konkret seien es 22 Prozent der Betriebe in Baden-Württemberg und 20 Prozent in Bayern.

Bundesweit hat der Befragung nach im April mehr als die Hälfte der Gastronomie-Betriebe beschlossen, Beschäftigte zu entlassen oder befristete Verträge auslaufen zu lassen. Das gelte auch für die Hälfte der befragten Hotels und 43 Prozent der Reisebüros. Auch die Autobranche ist laut Ifo-Statistik stark betroffen. Ein Ifo-Sprecher erklärte, von nun an schlage die Krise auf den deutschen Arbeitsmarkt durch.

11.5.2020, 7:57 Uhr – Bund will offenbar Bahn mit großem Hilfspaket unterstützen

Der Bund plant offenbar, die Deutsche Bahn mit einem milliardenschweren Hilfspaket zu unterstützen, um Schäden aus der Coronavirus-Krise auszugleichen. Die schreibt die Funke Mediengruppe und beruft sich auf ein Konzept, das die Bahn zusammen mit dem Verkehrs- und dem Finanzministerium ausgearbeitet habe. Zum einen solle die Verschuldungsgrenze erhöht werden, damit die Bahn mehr Schulden machen dürfe. Zum anderen schlage die Regierung vor, finanzielle Schäden durch eine Eigenkapitalerhöhung auszugleichen. Dem müssten aber sowohl der Bundestag als auch die EU-Kommission zustimmen.

11.5.2020, 6:43 Uhr – US-Vizepräsident Pence verweigert offenbar Quarantäne

US-Vizepräsident Mike Pence will sich trotz der bestätigten Coronavirusinfektion seiner Pressesprecherin offenbar nicht dauerhaft in Quarantäne begeben. Nach Angaben des Senders CNN teilte sein Büro mit, dass Pence am Montag im Weißen Haus an seinem Arbeitsplatz sein werde. Tägliche Coronavirus-Tests seien bei ihm negativ ausgefallen.

Am Freitag war bekanntgeworden, dass Pence' Sprecherin Katie Miller positiv auf Corona getestet worden war. Drei ranghohe Mitglieder der von Pence geleiteten Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses erklärten daraufhin US-Medien zufolge, dass sie sich vorsichtshalber zuhause isolieren würden. Betroffen waren der Immunologe und Trump-Berater Anthony Fauci, der Chef der US-Gesundheitsbehörde CDC, Robert Redfield, und der Leiter der Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde, Stephen Hahn. Auch Pence hatte sich am Wochenende zunächst in Selbstisolation begeben.

11.5.2020, 6:08 Uhr – Fleischindustrie wehrt sich gegen Kritik

Nach zahlreichen Infektionen in Schlachthöfen wehrt sich der Verband deutscher Fleischindustrie gegen Kritik. Die Arbeitsbedingungen seien nicht der Grund, warum sich der Virus in den Firmen ausgebreitet habe, sagte die Hauptgeschäftsführerin Heike Harstick, der Süddeutschen Zeitung. Anders als etwa die Autobranche habe man weitergearbeitet, um die Versorgung zu sichern. Harstick warnte vor härteren Auflagen, viele Betriebe seien dann nicht mehr wettbewerbsfähig.

11.5.2020, 4:21 Uhr – Linke kritisieren Ende der RKI-Pressekonferenzen

Die Linken im Bundestag haben die Entscheidung des Robert-Koch-Instituts kritisiert, die regelmäßigen Pressekonferenzen zur Coronavirus-Lage einzustellen. Das sei ein falsches Signal, sagte Fraktionschef Dietmar Bartsch der Neuen Osnabrücker Zeitung. Man sei in einer gefährlichen Phase des Übergangs. Über die Auswirkungen der Lockerungen müssten die Menschen regelmäßig und umfassend von der Bundesebene informiert werden.

11.5.2020, 4:16 Uhr – Spanien und Belgien lockern Ausgangsbeschränkungen

Mit Spanien und Belgien lockern zwei der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas ihre strikten Ausgangssperren. Wegen sinkender Infektions- und Todeszahlen wollen die beiden Staaten nach fast zwei Monaten einen Schritt in Richtung Normalität wagen.

In Spanien darf die Hälfte der 47 Millionen Einwohner in einer ersten Phase der Lockerung unter strikten Abstandsvorkehrungen wieder auf die Straße.  Restaurants sollen für beschränkten Betrieb im Freien öffnen dürfen. Im Freundes- und Familienkreis dürfen sich bis zu zehn Menschen treffen. Aus Angst vor einer zweiten Infektionswelle werden die Ausgangssperren in den besonders betroffenen Regionen Madrid und Barcelona jedoch noch nicht aufgehoben. In Belgien werden die Geschäfte wiedereröffnet. Restaurants, Bars und Cafés bleiben jedoch weiterhin geschlossen.

11.5.2020, 2:47 Uhr – Spahn fordert Verantwortung von Kommunen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Behörden in Ländern und Kommunen aufgefordert, im Falle zunehmender Coronavirusinfektionen konsequent durchzugreifen. Im ZDF sagte der Politiker, man brauche das beherzte und umfassende Vorgehen vor Ort. Nur so könne man verhindern, dass möglicherweise auch bundesweit wieder andere Entwicklungen zu sehen sind. Jedem müsse die eigene Verantwortung klar sein, sagte Spahn.

11.5.2020, 2:13 Uhr – Studie: Darum sind Männer wohl anfälliger für das Virus

Eine europäische Studie hat herausgefunden, warum Männer anfälliger für eine Coronavirus-Erkrankung sind. Grund dafür sei ein Enzym, das verstärkt im Blut von Männern zu finden ist. Das Coronavirus brauche dieses Enzym, um in die Zellen einzudringen, sich zu vermehren und in die Lunge zu gelangen, heißt es in der Studie, die im European Heart Journal veröffentlicht wurde.

11.5.2020, 1:32 Uhr – Südwest-Grüne im Bundestag fordern Öffnung der Grenzen

Die Südwest-Grünen im Bundestag fordern in einem Brandbrief an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die Öffnung der Grenzen. In dem Brief heißt es, Grenzschließungen als Mittel zur Eindämmung der Pandemie seien als erste Reaktion nachvollziehbar gewesen. Doch auch in Zeiten der Krise müsse der Grenzübertritt innerhalb Europas möglich sein - wenn der Infektionsschutz gewahrt werde. Wegen der andauernden Kontrollen gerät Seehofer zunehmend unter Druck. Mehrere Ministerpräsidenten haben bereits gefordert, die Übergänge zu öffnen.

10.5.2020, 14:08 Uhr – US-Chef-Virologe Fauci in Quarantäne

In den USA ist Chef-Virologe Anthony Fauci in häuslicher Quarantäne, weil er Kontakt zu einem Corona-infizierten Mitarbeiter des Weißen Hauses hatte. Fauci sagte, er werde sicherheitshalber von zu Hause weiter arbeiten und sich täglich testen lassen.

Neben Fauci sind auch der Leiter der US-Gesundheitsbehörde und der Leiter der Arzneimittel-Behörde in häuslicher Isolation. Am Donnerstag hatte das Weiße Haus mitgeteilt, dass ein Mitarbeiter von Präsident Donald Trump infiziert sei. Der Präsident sei aber gesund und seitdem negativ auf das Virus getestet worden.

10.5.2020, 13:48 Uhr – Lindner kritisiert Kemmerich für Protestteilnahme

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat sich der Kritik an Parteikollege Thomas Kemmerich angeschlossen. Die Aktion Kemmerichs schwäche die Argumente der FDP im Hinblick auf die Corona-Krise – dafür habe Lindner kein Verständnis.

Wer sich für Bürgerrechte und eine intelligente Öffnungsstrategie einsetzt, der demonstriert nicht mit obskuren Kreisen und der verzichtet nicht auf Abstand und Schutz. Die Aktion von @KemmerichThL schwächt unsere Argumente. Ich habe dafür kein Verständnis. CL (2/2)

Der ehemalige Thüringer Ministerpräsident Kemmerich war zuvor bereits dafür angegangen worden, dass er am Samstag an einem Protest gegen die Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Gera teilgenommen hatte.

10.5.2020, 13:27 Uhr – Türkei bereitet sich auf Touristen vor

Die Türkei bereitet sich mit Corona-Auflagen für Hotels und Restaurants auf die Öffnung für den Tourismus vor. Ab Ende Mai werde man schrittweise den inländischen Reiseverkehr aufnehmen, sagte Tourismusminister Mehmet Ersoy dem Sender CNN Türk. Hotels und Restaurants können sich beispielsweise ein Corona-Zertifikat ausstellen lassen, wenn sie bestimmte Kriterien garantieren. Das Personal soll regelmäßig geschult werden. All-Inklusiv-Hotels und Buffets soll es weiter geben, allerdings ohne Selbstbedienung.

Urlauber aus dem Ausland sollen im Juni schrittweise wieder kommen dürfen – in Absprache mit den jeweiligen Ländern. Deutschland sei aufgrund seiner guten Corona-Strategie eines der ersten Länder, mit dem man Kontakt aufnehmen werde. Turkish Airlines bietet dementsprechend ab 28. Mai wieder Flugverbindungen beispielweise von Frankfurt oder München an. Tourismus ist in der Türkei ein Topthema im Rahmen der Corona-Krise. Das Land braucht dringend die Devisen.

Pfingsten und Sommer kommen Coronavirus: Tipps für Urlaubsplanung und Reisen

Pfingsten steht an, Sommerferien ebenfalls. Viele Leute haben ihre Urlaube schon gebucht oder wollen planen. Corona macht vielen einen Strich durch die Rechnung. Wir klären, was Reisende wissen sollten – für den Urlaubsantritt oder -rücktritt.  mehr...

10.5.2020, 12:45 Uhr – Mehr als 200 Infizierte in Fleischfabrik in NRW

In einer Fleischfabrik in Coesfeld in Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Corona-infizierten Arbeiter auf mehr als 200 gestiegen. Nach Angaben des Kreises lag bis zum Mittag knapp die Hälfte der rund 950 Corona-Tests vor. Der Betrieb hat insgesamt rund 1.200 Beschäftigte. Im Kreis Coesfeld liegt die Zahl der Neuinfektionen weiterhin über der von Bund und Ländern vereinbarten Obergrenze von 50 pro 100.000 Einwohner in der Woche. Laut Robert-Koch-Institut lautet der Wert heute 85. Der Kreis wird einen Großteil der Corona-Einschränkungen in Abstimmung mit der NRW-Landesregierung deshalb nicht am Montag lockern, sondern damit erst in einer Woche beginnen.

10.5.2020, 10:12 Uhr – Bundespolizei aktzeptiert Muttertag als triftigen Grund für Einreise

Um Besuche am Muttertag zu ermöglichen, sind die wegen der Corona-Pandemie verhängten strengen Regeln an den Grenzen für einen Tag etwas gelockert worden. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) stimmt einer entsprechenden Entscheidung der Bundespolizei zu.

Der Besuch der eigenen, in Deutschland lebenden Mutter, werde an diesem Sonntag als sogenannter triftiger Einreisegrund anerkannt, teilte die Bundespolizei mit. Allerdings müssten die bei der Einreisekontrolle dazu gemachten Angaben glaubhaft und überprüfbar sein. Die an der Grenze eingesetzten Beamten seien informiert und würden als Geschenk für die entsprechenden Mütter Mund-Nasen-Schutzmasken vor Ort ausgeben, erklärte ein Sprecher.

Seit Wochen darf nur nach Deutschland einreisen, wer einen wichtigen Grund vorweisen kann. Das sind beispielsweise Lastwagenfahrer, Angehörige medizinischer Berufe oder Berufspendler aus der Grenzregion. Außerdem gibt es an den Grenzen zu Dänemark, Frankreich, Luxemburg, der Schweiz und Österreich stationäre Grenzkontrollen.

10.5.2020, 10:12 Uhr – Bundesregierung plant umfangreiches Hilfsprogramm für Kulturszene in Deutschland

Die Bundesregierung plant für die deutsche Kulturszene wegen der Coronakrise ein umfangreiches Hilfsprogramm, das über die bisherigen Schritte hinausgehe. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) schrieb in einem Gastbeitrag in der Welt am Sonntag, sie arbeite derzeit daran. Die Verhandlungen mit dem Bundesfinanzminister und dem Parlament liefen auf Hochtouren.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Samstag Künstlerinnen und Künstlern Unterstützung zugesagt. In ihrem wöchentlichen Podcast sagte sie, die Bundesregierung habe bei ihren Hilfsprogrammen die Bedürfnisse von Künstlern und der Kreativwirtschaft immer mitgedacht.

10.5.2020, 9:43 Uhr – Verschwörungstheorien: Distanz zu Corona-Schreiben

Die Deutsche Bischofskonferenz hat sich von einem Schreiben gegen die Corona-Beschränkungen distanziert, das von mehreren Bischöfen mitunterzeichnet worden ist. Man bewerte die Pandemie anders, sagte der Vorsitzende Georg Bätzing. In dem Schreiben wird die Corona-Krise als Vorwand bezeichnet, um Bürgerrechte zu verletzen. Außerdem wird darin von einem „beunruhigendem Auftakt zur Schaffung einer Weltregierung“ gesprochen. Der Aufruf ist eine Initiative des früheren Päpstlichen Botschafters in den USA, Erzbischof Carlo Maria Vigano. Zu den Unterzeichnern gehört unter anderem der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller. Die Bischofskonferenz hatte erklärt, dass die Einschränkungen – auch bei den Gottesdiensten – vernünftig und verantwortungsvoll gewesen sei.

Auch die katholische Laien-Bewegung „Wir sind Kirche“ hat das Schreiben kritisiert, in dem vor den Corona-Einschränkungen gewarnt wird. Die Bewegung sei entsetzt darüber, wie verantwortungslos bekannte Kirchenmänner wie der ehemalige Regensburger Bischof, Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller, sich zu Handlangern von Verschwörungstheoretikern machen ließen. Auch die katholischen Bischöfe in Deutschland distanzieren sich von dem Brief.

10.5.2020, 8:58 Uhr – Deutschland unterstützt Äthiopien mit 120 Millionen Euro

Deutschland unterstützt Äthiopien in der Coronakrise mit 120 Millionen Euro. Das Geld sei zweckgebunden und diene zum Beispiel dazu, die Gesundheitsversorgung auszubauen, sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) den Funke Zeitungen.

In dem nordostafrikanischen Land mit 110 Millionen Einwohner gebe es nur 150 Intensivbetten. Deutschland und Europa müssten eine Katastrophe in Afrika verhindern. Durch die Corona-Pandemie könnten ganze Länder bankrottgehen und sich Unruhen und Bürgerkriege entwickeln, warnte der CSU-Politiker.

10.5.2020, 6:06 Uhr – Altmaier will mehr Atemmasken herstellen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat bekannt gegeben, wie in Deutschland mehr Atemschutzmasken produziert werden sollen. Der Staat werde den Kauf von Maschinen für sichere Masken mit bis zu 30 Prozent bezuschussen, sagte Altmaier den Funke Zeitungen.

Außerdem laufe ein Projekt, mit dem die Produktion von Vlies steigen solle. Insgesamt sei das Ziel, jährlich bis zu 2,5 Milliarden Masken herzustellen. Deutschland will unabhängiger von Lieferungen aus dem Ausland werden. Vor rund zwei Wochen transportierte die Bundeswehr mehr als zehn Millionen medizinische Schutzmasken aus China nach Deutschland.

10.5.2020, 5:38 Uhr – In BW finden wieder erste Gottesdienste statt

In Baden-Württemberg werden nach acht Wochen Pause wegen der Corona-Beschränkungen wieder die ersten Gottesdienste gefeiert – zum Beispiel im Freiburger Münster. Dabei müssen allerdings besondere Vorgaben eingehalten werden, etwa ein Mindestabstand. Außerdem ist die Zahl der Besucher begrenzt und die Gläubigen dürfen wegen der Ansteckungsgefahr nicht singen. Ähnliche Regeln gelten auch in Rheinland-Pfalz. Dort dürfen Gottesdienste bereits seit vergangenem Sonntag wieder stattfinden.

10.5.2020, 1:58 Uhr – Weltweit mehr als 4 Millionen Corona-Infizierte

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist weltweit auf mehr als vier Millionen gestiegen. Das zeigen Daten der US-amerikanischen Johns-Hopkins Universität. Demnach sind mehr als 278.000 Menschen an den Folgen einer Infektion gestorben.

10.5.2020, 1:53 Uhr – Staatstrauer für 11.000 Corona-Tote in Brasilien

Brasilien hat für die Opfer des Corona-Virus eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Die Nationalflagge vor dem Kongress in der Hauptstadt Brasília wurde auf halbmast gesetzt. Das südamerikanische Land gehört weltweit zu den acht Ländern, die am stärksten von der Pandemie betroffen sind. Dort sind nach Zahlen der Johns-Hopkins Universität mehr als 156.000 Corona-Infektionen bestätigt - fast 11.000 Menschen sind gestorben.

10.5.2020, 0:32 Uhr – Tourismusbranche fürchtet den Kollaps

Die Tourismuswirtschaft in Deutschland fürchtet wegen der Corona-Pandemie zahlreiche Insolvenzen und Massenarbeitslosigkeit. Bis zu einer Million Menschen sei von Arbeitslosigkeit bedroht, schätzt der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) nach einem Bericht der "Welt am Sonntag". Laut einer Umfrage stehen zwei Drittel der Reisebüros und Veranstalter kurz oder mittelfristig vor der Insolvenz. Neben fehlenden Umsätzen kommen auf die Unternehmen auch noch Rückerstattungsansprüche der Kunden zu. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) forderte einen Zuschuss von 1.000 Euro pro Mitarbeiter in der Tourismusbranche. Kaum ein Wirtschaftszweig sei so schwer getroffen und müsse noch eine Weile mit Einschränkungen leben, sagte Schwesig der "Bild am Sonntag".

9.5.2020, 20:15 Uhr – Robert Koch-Institut: Reproduktionszahl steigt auf über 1

In Deutschland ist die sogenannte Reproduktionszahl (R-Wert) des Coronavirus wieder auf über 1 gestiegen. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) mit. Die Zahl liege aktuell bei 1,1. Das bedeutet, dass 10 Infizierte 11 weitere Menschen anstecken. Das RKI hat immer wieder betont, um die Epidemie abflauen zu lassen, müsse der R-Wert unter 1 liegen. Am Mittwoch lag er noch bei 0,65. Seitdem ist er stetig gestiegen. Ob nun ein erneuter Anstieg der Fallzahlen bevorstehe, könne jedoch wegen möglicher statistischer Schwankungen noch nicht bewertet werden, so das RKI. Die Entwicklung der kommenden Tage müsse deswegen aufmerksam beobachtet werden.

9.5.2020, 19:49 Uhr – Mannschaft von Dynamo Dresden muss in Quarantäne

Wegen mehrerer Corona-Fällen ist die komplette Mannschaft des Fußball-Zweitligisten SG Dynamo Dresden in häuslicher Quarantäne. Wie der Club auf seiner Homepage schreibt, hat das zuständige Gesundheitsamt darüber entschieden. Die betroffenen Profis haben laut Verein derzeit keine Symptome. Beim geplanten Neustart der Liga in einer Woche wird Dresden nicht dabei sein. Die Deutschen Fußball-Liga will das weitere Vorgehen nach eigenen Angaben Anfang kommender Woche festlegen.

9.5.2020, 18:30 Uhr – Demos gegen die Corona-Regeln in deutschen Städten

In mehreren deutschen Städten sind heute wieder Menschen gegen die Corona-Beschränkungen auf die Straße gegangen, darunter in Berlin, München und Frankfurt. Eine der größten Demonstrationen fand auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart statt. Dort versammelten sich Tausende Menschen, darunter Rechtsextremisten mit Deutschlandfahnen, Impfgegner und Kritiker der Maskenpflicht.

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In Rheinland-Pfalz demonstrierten hunderte in Städten wie Mainz und Koblenz.

In München und Berlin wurde die maximale Teilnehmerzahl überschritten, in der Hauptstadt nahm die Polizei deshalb rund 30 Menschen fest.

9.5.2020, 17:46 Uhr – Testzentrum im Straßburger Parlament ab Montag

Im Europäischen Parlament in Straßburg soll ab Montag ein neues Corona-Testzentrum öffnen. Dort sollen pro Tag bis zu 2.000 Menschen getestet werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der zuständigen Präfektur, der Stadt, der Gesundheitsbehörde und des Parlaments. Gedacht ist das Testzentrum nur für Menschen ohne Symptome, die als Kontaktfälle identifiziert wurden. Die Region Grand-Est an der Grenze zu Deutschland ist vom Coronavirus besonders heftig getroffen.

9.5.2020, 17:28 Uhr – Kramp-Karrenbauer will neuen Schuman-Plan

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) fordert einen neuen Schuman-Plan für Europa. Dieser solle Grundlage sein für ein Europa, das aus der Krise neu aufersteht und widerstandsfähig ist gegen kommende Pandemien, Krisen und Schocks, sagte die CDU-Vorsitzende in Berlin. Vor genau 70 Jahren hatte der damalige französische Außenminister Robert Schuman vorgeschlagen, die Kohle- und Stahlindustrie von Deutschland und Frankreich zusammenzulegen. Diese sogenannte Montanunion gilt als Urzelle der EU.

9.5.2020, 14:33 Uhr – BW-Kabinett beschließt Corona-Lockerungen

In Baden-Württemberg hat die grün-schwarze Landesregierung angekündigte Lockerungen der Corona-Auflagen beschlossen. Ab Montag können sich Menschen im Freien auch mit Angehörigen eines weiteren Haushalts treffen. In privaten Räumen sind Treffen mit Geschwistern und deren Familien sowie Personen aus einem weiteren Haushalt möglich. Außerdem dürfen unter anderem Tennis- und Golfplätze, Reitanlagen sowie Kosmetik- und Nagelstudios wieder öffnen. Gaststätten sollen noch bis zum 18. Mai geschlossen bleiben. Auch die Besuchsverbote in Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen bleiben zunächst in Kraft.

9.5.2020, 14:28 Uhr – Dritte Liga soll am 26. Mai wieder starten

Der Deutsche Fußball-Bund plant vorbehaltlich der Zustimmung der Politik die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der 3. Liga am 26. Mai. Wie die Sportschau berichtet, wurden die Vereine mit einem Schreiben über den detaillierten Terminfahrplan des DFB informiert. Demnach sollen die Spieler und Betreuer der Clubs bereits vom 10. bis zum 12. Mai im Rahmen einer ersten Testreihe auf das Coronavirus geprüft werden. Zwischen dem 13. und 15. Mai könnten die Mannschaften das Teamtraining wieder aufnehmen, sofern die Freigabe dafür durch die Politik erfolgt.

9.5.2020, 12:24 Uhr – BW-Verfassungsschutz beobachtet Corona-Demos

Der innenpolitische Sprecher der Grünen in Baden-Württemberg, Uli Sckerl, hat Verständnis für Demonstranten geäußert, die heute in Stuttgart und anderen Städten gegen die Corona-Beschränkungen protestieren. Er könne nachvollziehen, dass sich Bürgerinnen und Bürger Sorgen machen. Es sei tief in Grundrechte eingegriffen worden, sagte Sckerl dem SWR. Wenn Verunsicherung sich breit mache, suche man oft nach einfachen Antworten. Es sei aber ein sehr gemischtes Bündnis, das sich am Nachmittag in Stuttgart versammeln wolle. Unter den Demonstranten seien auch Verschwörungstheoretiker, Antisemiten, Rechtsextremisten und Impfgegner. Das sei gefährlich. Der Verfassungsschutz sei beunruhigt und werde sich das sicher anschauen, so Sckerl.

9.5.2020, 11:05 Uhr – Merkel sichert Künstlern Unterstützung zu

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sichert in ihrem aktuellen Podcast Künstlerinnen und Künstlern angesichts der Corona-Pandemie die Unterstützung der Bundesregierung zu.

„Ich weiß, was wir alles vermissen und wie viele Bürgerinnen und Bürger darauf warten, endlich wieder live Ihre kulturellen Angebote erleben zu können“, sagte die Kanzlerin. Deshalb sei die Bundesregierung zusammen mit den Ländern daran interessiert, dass das kulturelle Leben auch in Zukunft eine Chance habe und Künstlern Brücken gebaut würden.

Die Bundesregierung habe bei ihren Hilfsprogrammen die Bedürfnisse von Künstlern und der Kreativwirtschaft immer mitgedacht, so Merkel weiter. So helfe das Programm für Solo-Selbstständige auch denjenigen, die permanente Ausgaben für Atelierkosten, Mieten und anderes haben. Der Zugang zur Grundsicherung sei gerade für solche Solo-Selbstständigen einfacher gestaltet worden. Ziel sei, dass die „kulturelle Landschaft auch nach der Überwindung der Pandemie, nach der Überwindung dieses tiefen Einschnitts weiterexistieren kann“.

9.5.2020, 8:36 Uhr – China bietet Nordkorea Hilfe an

China ist nach den Worten von Präsident Xi Xinping bereit, Nordkorea im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu unterstützen. Dies habe Xi dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un in einem Schreiben mitgeteilt, berichtet das staatliche chinesische Fernsehen. Xi sei sehr besorgt über die Situation in Nordkorea und die Gesundheit der Menschen dort.

9.5.2020, 7:32 Uhr – Offenbar Quarantänepflicht für Einreisende in Großbritannien geplant

Großbritannien plant laut Medienberichten die Einführung einer zweiwöchigen Quarantänepflicht für Einreisende aus dem Ausland. Von der Maßnahme ausgenommen werden sollen lediglich Menschen, die aus dem Nachbarland Irland ins Vereinigte Königreich kommen, wie die Zeitung The Times berichtete. Laut dem Sender BBC soll die Quarantänepflicht Ende Mai in Kraft treten. 

Dem Times-Bericht zufolge will Premierminister Boris Johnson die Quarantänepflicht bei der Vorstellung eines Fahrplans für Lockerungen von den Corona-Einschränkungen am Sonntag offiziell ankündigen. Durchgesetzt werden soll die Quarantänepflicht demnach durch strichprobenartige Überprüfungen. Zudem drohen Geldstraßen von bis zu 1.000 Pfund (1.100 Euro) sowie die Abschiebung. 

Großbritannien ist das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land in Europa. Mehr als 31.000 Menschen starben bereits an der vom neuartigen Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Weltweit verzeichnen nur die USA mehr Corona-Tote. 

9.5.2020, 5:01 Uhr – Fast 10.000 Corona-Todesfälle in Brasilien

Die Zahl der Corona-Todesopfer in Brasilien steigt weiter rasant an. Binnen 24 Stunden seien 751 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Es war die bislang höchste Zunahme der Sterbefälle innerhalb eines Tages. Insgesamt gibt es nach Angaben des Ministeriums inzwischen 9897 Corona-Todesfälle in Brasilien. Die Zahl der bestätigten Infektionen habe sich innerhalb eines Tages um mehr als 10.000 auf gut 145.000 erhöht.

9.5.2020, 4:46 Uhr – Ministerium: Corona-Soforthilfe wird nicht auf Hartz-IV angerechnet

Wenn Freiberufler oder Selbstständige mit Hartz-IV-Bezügen auch „Corona-Soforthilfen“ bekommen, darf diese Sonderzahlung in der Regel nicht auf ihr Arbeitslosengeld II angerechnet werden. Darauf weist das Bundesarbeitsministerium in einer Antwort auf eine Anfrage der Linken hin. Wenn „Corona-Soforthilfen“ anderen Zwecken dienten als das Arbeitslosengeld II, „sind sie demnach nicht als Einkommen zu berücksichtigen. Dies trifft nach Kenntnis der Bundesregierung auf die Mehrzahl der 'Corona-Soforthilfen' zu“, heißt es darin.

9.5.2020, 4:12 Uhr – Magier Roy Horn an Covid-19 gestorben

„Siegfried & Roy“-Magier Roy Horn ist tot. Er sei am Freitag in Las Vegas an den Folgen von Covid-19 gestorben, sagte Sprecher Dave Kirvin der Deutschen Presse-Agentur. Horn wurde 75 Jahre alt. Der in Nordenham bei Bremen geborene Dompteur und sein Partner Siegfried Fischbacher waren für ihre Auftritte mit weißen Tigern und Löwen weltbekannt. Ihre Karriere endete im Oktober 2003, als ein Tiger Roy Horn bei einer Vorstellung schwer verletzte. Von dem schwerem Blutverlust, Schlaganfällen und einer Gehirnoperation nach dem Unfall konnte sich Horn nie mehr vollständig erholen.

8.5.2020, 17:55 Uhr – Auch Schleswig-Holstein testet Schlachtbetriebe

Schleswig-Holstein lässt die Belegschaft aller Schlachtbetriebe im Land auf das Coronavirus testen. Dies teilte das Gesundheitsministerium mit. In einem Schlachthof in Bad Bramstedt (Kreis Segeberg) waren zuvor insgesamt 109 Beschäftigte positiv getestet worden.

8.5.2020, 17:34 Uhr – EU empfiehlt Verlängerung der Einreisebeschränkungen

Die EU-Kommission empfiehlt die Einreisebeschränkungen in europäische Länder bis zum 15. Juni zu verlängern. Die Lage in Europa und weltweit bleibe instabil. Daher sollten Maßnahmen an den Außengrenzen fortgesetzt werden, um das Risiko einer weiteren Ausbreitung der Krankheit durch Reisen in die EU zu verringern, teilte die EU-Kommission mit. Mitte März hatten fast alle EU-Staaten und die Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island beschlossen, nicht zwingend notwendige Reisen nach Europa zu beschränken. Ausgenommen sind EU-Bürger und bestimmte Berufsgruppen wie medizinisches Personal.

8.5.2020, 16:34 Uhr – Rheinland-Pfalz lockert Kontaktbeschränkungen ab Mittwoch

In Rheinland-Pfalz werden die Kontaktbeschränkungen ab Mittwoch gelockert. Nach einem Beschluss des Mainzer Kabinetts dürfen sich wieder Menschen aus zwei Haushalten treffen, zum Beispiel zwei Familien. Bisher dürfen sich Rheinland-Pfälzer nur mit Menschen aus dem eigenen Haushalt oder einem Menschen aus einem anderen Haushalt treffen. Die Lockerung wird zusammen mit der Öffnung von Kneipen, Restaurants und Cafés in Rheinland-Pfalz in Kraft treten. Baden-Württemberg plant eine ähnliche Lockerung der Kontaktbeschränkungen: Sie soll ab Montag gelten, ist aber noch nicht vom Kabinett beschlossen.

8.5.2020, 15:48 Uhr – Schlachtbetrieb in NRW muss schließen

Nach dem gehäuften Auftreten von Corona-Infektionen im Landkreis Coesfeld im Münsterland sollen dort die Lockerungen um eine Woche auf den 18. Mai verschoben werden. Das hat der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Laumann mitgeteilt. Gleichzeitig ordnete er die vorläufige Schließung des Schlachtbetriebs an, in dem die gehäuften Infektionen auftraten. Nach Angaben der Landesregierung sollen außerdem Mitarbeiter sämtlicher Schlachtbetriebe Nordrhein-Westfalens auf Corona getestet werden. In einem Fleischbetrieb im Landkreis Coesfeld haben sich 130 Mitarbeiter mit Corona infiziert. Das hat die Zahl der Neu-Infektionen in dem Landkreis auf mehr als 50 pro 100.000 Einwohner hochgetrieben - also über die von Bund und Ländern festgelegte Obergrenze.

8.5.2020, 14:37 Uhr – Arbeitslosenquote in den USA bei 14,7 Prozent

Die Arbeitslosenquote in den USA ist im April wegen der Coronavirus-Pandemie auf 14,7 Prozent angestiegen. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen nach dem Zweiten Weltkrieg, wie die US-Regierung mitteilte. Vor Beginn der Krise im Februar hatte die Quote noch bei 3,5 Prozent gelegen.

8.5.2020, 14:09 Uhr – Spahn: „Wir werden weiter mit diesem Virus leben müssen“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) appelliert an jeden Einzelnen, sich an die Abstands- und Hygieneregeln sowie das Tragen von Alltagsmasken zu halten. Im Moment könne man mit der Zahl der Infizierten umgehen. Spahn lobte auch das entstandene Gemeinschaftsgefühl unter den Bürgern.

8.5.2020, 14:05 Uhr – Proben aus Kläranlagen sollen Dunkelziffer aufdecken

Wissenschaftler wollen das Abwasser in Kläranlagen in Deutschland untersuchen, um Hinweise auf den Corona-Infektionsgrad der Bevölkerung zu erhalten. Ab Mitte Mai würden täglich Proben aus etwa 20 Kläranlagen entnommen, teilte das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig mit. Man wolle so mehr über die Dunkelziffer der Infizierten erfahren. Das Helmholtz-Zentrum hat die Federführung bei dem Projekt, beteiligt sind unter anderem Kläranlagen-Betreiber aus Köln, der Region Eifel-Rur und mehreren ostdeutschen Städten. Ähnliche Forschungen gibt es auch schon in anderen Ländern, zum Beispiel in den Niederlanden und in Israel.

8.5.2020, 13:01 Uhr – Zahl von 50 Neuinfektionen ist Ärzten schleierhaft

Ärzte kritisieren die von Bund und Ländern beschlossene Infektions-Obergrenze für die Rücknahme von Lockerungen. Die Zahl von 50 Corona-Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche sei viel zu hoch angesetzt. Das sagte die Chefin des Bundesverbandes der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert den Zeitungen der Madsack-Gruppe. Ihr sei schleierhaft, wo die Zahl 50 herkomme. Und auch wie die Gesundheitsämter damit klarkommen sollten, sei ihr ein Rätsel – das sei nicht zu schaffen. Die Ämter haben die Aufgabe, bei einem Corona-Fall die Infektionsketten nachzuverfolgen.

8.5.2020, 12:43 Uhr – Australien kehrt zur Normalität zurück

Australien beendet bis Ende Juli die meisten Corona-Beschränkungen. Die Regierung in Canberra hat einen Drei-Stufen-Plan vorgestellt, mit dem schrittweise zur Normalität zurückgekehrt werden soll. Reisestopp und Versammlungsverbot werden aufgehoben; Geschäfte dürfen wieder öffnen. In Australien gab es bisher rund 7.000 Corona-Infizierte; rund 100 Menschen sind gestorben. Schwer geschadet hat die Pandemie der australischen Wirtschaft. Mehr als eine Million Menschen verloren ihren Arbeitsplatz.

8.5.2020, 12:12 Uhr – NRW testet Mitarbeiter in allen Schlachtbetrieben

Die Mitarbeiter sämtlicher Schlachtbetriebe Nordrhein-Westfalens sollen auf Corona getestet werden. Das hat die Landesregierung in Düsseldorf bekannt gegeben. Anlass ist ein gehäuftes Auftreten des Virus in einem Fleischbetrieb im Landkreis Coesfeld. Die Zahl der dort Infizierten wird mit 130 angegeben. Das hat die Zahl der Neu-Infektionen in dem Landkreis auf mehr als 50 pro 100.000 Einwohner hochgetrieben – also über die von Bund und Ländern festgelegte Obergrenze.

8.5.2020, 12:01Uhr – Rechtsextremismus-Expertin vor Demo in Stuttgart: Verschwörungstheorien sind "brandgefährlich"

Judith Rahner, Rechtsextremismus-Expertin der Amadeu-Antonio-Stiftung, hat im SWR vor der Gefahr von Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie gewarnt. „Wenn solche Verschwörungstheorien exzessiv verbreitet werden, so wie gerade auch von Prominenten, Sängern oder Köchen, ist das brandgefährlich“, sagte Rahner – auch mit Blick auf die für Samstag angekündigte Demo der Protestbewegung „Widerstand 2020“ in Stuttgart:

8.5.2020, 11:10 Uhr – Sterbezahlen liegen deutlich über dem Durchschnitt

Die Sterbezahlen in Deutschland liegen dem Statistischen Bundesamt zufolge seit Ende März über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Die Entwicklung sei auffällig, weil die Sterbefallzahlen in dieser Jahreszeit üblicherweise wegen der ausklingenden Grippewelle von Woche zu Woche abnähmen. Dies deute daher auf einen Zusammenhang mit dem Coronavirus hin. In der Woche vom 6. bis 12. April beispielsweise habe die Sterbezahl mit knapp 2.000 Fällen oder elf Prozent über dem vierjährigen Durchschnitt gelegen.

8.5.2020, 10:29 Uhr – Experten: Deutsche Wirtschaft hat schlimmsten Absturz bereits hinter sich

Nach den ersten Lockerungen gibt es laut IfW-Institut positive Signale für die Konjunktur. „Die deutsche Wirtschaft hat den schlimmsten Absturz hinter sich, und es zeichnet sich nun eine Bodenbildung auf niedrigem Niveau ab“, teilten die Kieler Forscher am Freitag mit. Ähnlich sei die Situation in den Krisenländern Italien und Spanien, beim internationalen Handel allerdings halte „der Zusammenbruch“ an. „Während des harten Lockdowns vom 23. März bis zum 19. April dürfte die deutsche Wirtschaftsleistung insgesamt um etwa 15 bis 20 Prozent unter ihrem normalen Niveau gelegen haben und ging dabei immer weiter zurück, je länger der Lockdown dauerte“, sagte IfW-Präsident Gabriel Felbermayr. „Deutschland operiert zwar weiter deutlich unter dem Normalniveau, aber die Situation verschlechtert sich zumindest derzeit nicht weiter.“ Das IfW will das anhand des Stromverbrauchs errechnet haben:

#DatenmonitorCorona: Stromverbrauch legt nahe, Wirtschaft in #Deutschland hat schlimmsten Absturz hinter sich, nun zeichnet sich Bodenbildung ab. Während hartem #Lockdown lag #BIP minus 15-20 Prozent unter Normal. Mehr Daten https://t.co/oMfQB3gTt4 #coronadeutschland #Covid_19 https://t.co/SIlMogNuak

8.5.2020, 10:05 Uhr – Coesfeld überschreitet „Notbremsen“-Wert

Dem besonders vom Coronavirus betroffenen Kreis Coesfeld drohen als erstem in Nordrhein-Westfalen neue Beschränkungen in der Pandemie. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) ist der Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche – die sogenannte „Notbremse“ – überschritten worden. Er lag am Freitag (Stand: 0:00 Uhr) bei 52,7.

8.5.2020, 9:16 Uhr – Montgomery erwartet neue Infektionswellen

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery zweifelt dran, dass sich die Menschen in der Corona-Krise noch monatelang an die Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen halten werden. Den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte er, die zweite Infektionswelle werde mit Sicherheit kommen, möglicherweise auch eine dritte. Die von Bund und Ländern verabredeten Lockerungen sieht er skeptisch. Mit dem gleichen Mut, mit dem die Ministerpräsidenten die Lockerungen durchgesetzt hätten, müssten sie diese dann auch wieder zurücknehmen, fordert der Weltärztepräsident.

8.5.2020, 8:45 Uhr – Deutschlands Exporte im März um 7,9 Prozent eingebrochen

Deutschlands Außenhandel ist im Zuge der Corona-Krise im März eingebrochen: Die Exporte gingen um 7,9 Prozent zum Vorjahresmonat zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Demnach waren die Importe um 4,5 Prozent geringer als im März vergangenen Jahres.

8.5.2020, 7:50 Uhr – Experten gehen angeblich von 100 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen aus

Einem Bericht des Handelsblatt zufolge gehen Finanzexperten davon aus, dass durch die Auswirkungen der Corona-Krise bis zu 100 Milliarden Euro weniger Steuern in den Kassen von Bund, Ländern und Kommunen landen. Das Bundesfinanzministerium ging zuletzt von einem Minus über 82 Milliarden Euro aus.

8.5.2020, 6:55 Uhr – "Darauf achten, mit wem man demonstriert"

Bundesweit gab es bereits mehrere Demonstrationen gegen die geltenden Corona-Auflagen. Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Georg Maier (SPD), hat die Menschen dazu aufgerufen, bei solchen Protesten genau hinzuschauen, mit welchen politischen Akteuren sie zusammen auf die Straße gehen. Als Beispiel nannte er im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa Rechtsextreme, deren „gängige Strategie“ es sei, solche Demonstrationen „zu instrumentalisieren“. Andere Teilnehmer der Proteste müssten prüfen, ob sie mit Menschen demonstrieren, die ihre Meinung äußern wollten oder ob demokratiefeindliche Bestrebungen dahinter steckten. Man müsse dabei immer hinterfragen: „Was wird da gerade skandiert?“

8.5.2020, 6:05 Uhr – Mexiko geht das Bier aus

Mexiko geht in der Corona-Krise das Bier aus. Es bleibe nur noch das, was von dem Bier übrig sei, das vor dem 6. April gebraut wurde, sagte die Chefin des mexikanischen Brauereiverbands, Karla Siqueiros. Damals wurde die Bierproduktion in dem nordamerikanischen Land eingestellt, nachdem die Regierung die Industrie als „nicht unerlässlich“ eingestuft hatte. Mexiko ist der viertgrößte Produzent und größte Exporteur von Bier der Welt. Im vergangenen Jahr wurden dort 124,5 Millionen Hektoliter gebraut und gut 40 Millionen Hektoliter in rund 180 Länder exportiert. Die beliebteste mexikanische Marke – im In- wie im Ausland – ist beanntlich Corona.

8.5.2020, 5:55 Uhr – Immer mehr Eilanträge gegen Corona-Auflagen

Immer mehr Bürger klagen gegen die Corona-Auflagen in Deutschland. Bundesweit seien inzwischen rund tausend Eilanträge im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bei den Gerichten eingegangen, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Richterbundes, Sven Rebehn, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Täglich kämen neue Eilanträge hinzu. Dies zeige, dass „die allgemeine Akzeptanz für tiefgreifende Corona-Einschränkungen allmählich schwindet und der Wunsch nach Lockerungen wächst“.

8.5.2020, 5:10 Uhr – WHO erwartet bis zu 190.000 Corona-Tote in Afrika

In Afrika könnten einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge bis zu 190.000 Menschen im ersten Jahr der Corona-Pandemie sterben, falls „die Maßnahmen zur Eindämmung scheitern“. Bis zu 44 Millionen Menschen könnten sich mit dem neuartigen Coronavirus im ersten Jahr infizieren, erklärte das WHO-Regionalbüro in Brazzaville im Kongo. Die Schätzung der WHO bezieht sich auf 47 Länder mit insgesamt einer Milliarde Einwohnern. Die WHO geht davon aus, dass sich das Virus in Afrika langsamer ausbreiten wird als in anderen Teilen der Welt.

8.5.2020, 4:35 Uhr – RKI meldet 1209 Neuinfektionen, 147 weitere Tote

Das Robert-Koch-Institut meldet 1.209 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit steigt die Zahl der Fälle auf insgesamt 167.300. Die Zahl der Toten wächst um 147 auf 7.266. Laut RKI sind inzwischen rund 141.700 Menschen wieder genesen. Das sind etwa 1800 mehr als am Vortag.

8.5.2020, 3:13 Uhr – China meldet einen einzigen Neu-Infizierten

China meldet eine neue Coronavirus-Infektion, wie die Gesundheitsbehörde mitteilt. Damit liegt die Zahl der Fälle insgesamt bei 82.886. Gestorben sind 4.633 Menschen.

7.5.2020, 21:52 Uhr – Schwesig: Keine Einreise nach Mecklenburg-Vorpommern aus Risikogebieten

Menschen aus deutschen Hochrisikogebieten für die Covid-19-Erkrankungen dürfen auch nach dem 25. Mai nicht nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Dies sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in Schwerin. Sie hatte die Öffnung des Nordostens für die Touristen aus den anderen Bundesländern ab dem 25. Mai bereits zuvor erklärt.

7.5.2020, 20:12 Uhr – Infizierte Crew von "Mein Schiff 3" kommt in Klinik

Die mit dem Coronavirus infizierten Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffs „Mein Schiff 3" sind auf die Quarantänestation eines Krankenhauses gebracht worden. „Sie werden dort in Isolation untergebracht und versorgt“, teilte Tui Cruises mit. Den acht Patienten gehe es in der Klinik in Geestland im Kreis Cuxhaven gut, sie seien ohne Symptome.

Tui Cruises zufolge hat auch das am 30. April als erstes positiv getestete Crewmitglied, das auf der Isolierstation einer Klinik in Cuxhaven liegt, keine Symptome mehr. Die Mitarbeiter werden demnach vom Psychosozialen Dienst der Deutschen Seemannsmission betreut. Das Kreuzfahrtschiff liegt seit dem 28. April in Cuxhaven. An Bord sind rund 2900 Besatzungsmitglieder.

Nach einem Covid-19-Fall wurden alle Menschen getestet, acht weitere Infektionen wurden so erkannt. Üblicherweise sind auf der „Mein Schiff 3“ rund 2.500 Gäste und rund 1000 Besatzungsmitglieder. Dass nun 2.900 Besatzungsmitglieder an Bord sind, liegt daran, dass Crewmitglieder von anderen Schiffen der Tui-Cruises-Flotte dazukamen. Sie sollten von Deutschland aus in ihre Heimatländer geflogen werden. Nach Angaben von Tui Cruises war dies wegen der Reisebeschränkungen bislang nicht möglich.

Inzwischen sind Rückflüge für rund 1.200 Besatzungsmitglieder etwa nach Indonesien, in die Ukraine, nach Tunesien, in die Türkei und nach Mauritius geplant. Die ersten von ihnen sollen am Freitag in ihr Heimatland gebracht werden. Busse mit Besatzungsmitgliedern sollen am frühen Morgen vom Terminal in Cuxhaven Richtung Flughafen fahren.

7.5.2020, 19:45 Uhr – Französisches Grenzgebiet zu Deutschland weiter Risikogebiet

Die französische Regierung hält an einer Lockerung der strikten Ausgangssperre ab dem kommenden Montag fest. Die weniger schnell steigenden Infektionszahlen erlaubten eine „schrittweise Aufhebung“ der Beschränkungen, sagte Premierminister Edouard Philippe. Eine „schlechte Nachricht“ sei aber das weiter hohe Risiko unter anderem im Pariser Großraum und dem französischen Grenzgebiet zu Deutschland.

Im Grenzverkehr zwischen Frankreich und seinen Nachbarländern soll es noch mehrere Wochen lang Einschränkungen geben. Mindestens bis 15. Juni werde es an den Grenzen zu den Staaten des Schengen-Raums und zu Großbritannien bestimmte Reisevorgaben geben, kündigte Innenminister Christophe Castaner nach einer Regierungssitzung an.

Die Grenze zu Nicht-EU-Ländern bleibe bis auf weiteres noch ganz geschlossen, erklärte Castaner. Mit den europäischen Ländern werde die Freizügigkeit der Grenzarbeiterinnen und -arbeiter erhalten bleiben, sagte Castaner. Eine zweiwöchige Quarantäne bei Einreise nach Frankreich gebe es vorerst nicht, erklärte der Minister. Die Grenzübertritte sollten jedoch nur aus triftigen Gründen wie für die Arbeit oder den Schulbesuch gemacht werden.

7.5.2020, 18:50 Uhr – Mysteriöse Kinder-Erkrankung jetzt auch in den USA

Nach einigen Fällen in Europa sind nun auch bei mehreren Kindern in den USA ungewöhnlich schwere Erkrankungen festgestellt worden, die möglicherweise in Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. 64 Kinder im Bundesstaat New York zeigten Symptome wie entzündete Blutgefäße, Fieber und Hautausschlag, teilte die zuständige Gesundheitsbehörde mit. Auch aus anderen US-Bundesstaaten wurden Fälle gemeldet.

Zuvor waren unter anderem aus Spanien, Italien, Großbritannien, der Schweiz und Deutschland solche Fälle aufgetaucht. Ob ein Zusammenhang mit dem Coronavirus besteht, ist noch nicht abschließend geklärt.

Die Symptome ähneln denen des Kawasaki-Syndroms, das vor allem kleine Kinder betrifft und von dem Ärzte bislang nicht wissen, wie es ausgelöst wird. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und Ärzteverbände warnten Eltern bereits vor Panik - die überwiegende Zahl der Kinder, die sich mit dem Coronavirus infizierten, habe einen sehr milden Verlauf der Krankheit und erhole sich komplett.

7.5.2020, 18:39 Uhr – Freibäder in Berlin dürfen ab 25. Mai wieder öffnen

In Berlin dürfen die Freibäder und Strandbäder am 25. Mai wieder öffnen. Das hat der Berliner Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur beschlossen. Voraussetzungen sind demnach ein Hygieneplan und die Einhaltung von Abstandsregeln.

7.5.2020, 18:02 Uhr – Betrug bei Corona-Soforthilfen - Ermittlungen in mehr als 500 Fällen

Bundesweit häufen sich die Betrugsfälle bei Corona-Soforthilfen. Nach Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung haben Staatsanwaltschaften in ganz Deutschland 536 Ermittlungsverfahren wegen Subventionsbetrugs eingeleitet. Die meisten Verdachtsfälle gibt es demnach in Nordrhein-Westfalen. Der möglich Schaden soll geschätzt bei 3,5 Millionen Euro liegen.

7.5.2020, 18:00 Uhr – Umfrage: Geschlossene Schulen bereiten vielen Sorgen

Den meisten Deutschen bereitet es Sorge, dass viele Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen in Deutschland seit Wochen geschlossen sind. Wie aus einer Umfrage für den ARD DeutschlandTrend hervorgeht, haben 63 Prozent sehr große oder große Sorge, dass Kinder wegen eingeschränkter Betreuungs- und Schulangebote in ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden. Bei einem Drittel ist diese Sorge weniger groß oder klein.

Die am Mittwoch von der Politik angekündigten Corona-Lockerungen entsprechen dem Wunsch einer knappen Mehrheit der Deutschen. 54 Prozent haben sich am Montag und Dienstag größere Lockerungen gewünscht. 41 Prozent hätten lieber an den bisherigen Beschränkungen festgehalten.

7.5.2020, 17:42 Uhr – Hamburg: Studie zu weiteren Symptomen von Covid-19

Covid-19 verursacht offenbar gehäuft Thrombosen und Lungenembolien. Das vermuten Rechtsmediziner der Uniklinik Hamburg-Eppendorf (UKE), die 170 Patienten obduziert haben, die an Covid-19 gestorben sind. Von näher untersuchten 12 Toten hätten 7 diese Symptome gehabt, vier seien an einer Lungenembolie gestorben. Die Chefs von Pathologie und Intensivmedizin des UKE gehen deswegen davon aus, dass sich grundsätzlich die Behandlung mit Medikamenten lohnen könnte, die das Blut verdünnen.

7.5.2020, 16:40 Uhr – Ab Montag: Frankreich lockert Ausgangsbeschränkungen

Frankreich lockert seine Ausgangsbeschränkungen ab Montag. Unter anderem sind keine Passierscheine mehr nötig und Geschäfte dürfen wieder öffnen. Die Einschränkungen im Grenzverkehr mit anderen europäischen Ländern bleiben aber bis 15. Juni bestehen. Das hat Premier Philippe bekanntgegeben. Künftig werden Départements je nach Verbreitung des Virus in grüne und rote Zonen eingeteilt. Zu letzterer gehört aktuell auch das Elsass.

7.5.2020, 17:06 Uhr – Abgeordnete verzichten auf Diätenerhöhung

Die Abgeordneten des Bundestags verzichten wegen der Corona-Krise auf eine Erhöhung ihrer Diäten. Sie stimmten einstimmig dafür, dass die automatische Erhöhung in diesem Jahr ausgesetzt wird. Die sogenannte Abgeordnetenentschädigung soll die Verdienstausfälle der Parlamentarier ausgleichen und gleichzeitig deren Unabhängigkeit garantieren. Sie liegt im Moment bei knapp 10.100 Euro. Darauf fällt aber noch Einkommenssteuer an.

7.5.2020, 15:52 Uhr – Lufthansa und Bund verhandeln über neun Milliarden Euro Rettungspaket

Die Lufthansa hat offiziell bestätigt, dass sie mit dem Bund über ein Rettungspaket in Höhe von neun Milliarden Euro verhandelt. Danach strebt der Bund einen Anteil von bis zu 25 Prozent plus einer Stimme an, wie es in einer Pflichtmitteilung an die Börse hieß. Auch werde eine Vertretung im Aufsichtsrat angestrebt. An Auflagen sei zudem der Verzicht auf künftige Dividendenzahlungen vorgesehen. Die Lufthansa betonte, die Verhandlung und der politische Willensbildungsprozess dauerten an.

7.5.2020, 14:48 Uhr – Seehofer verteidigt Grenzkontrollen

In der Corona-Krise wächst der Druck auf Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), die Grenzen zu europäischen Nachbarstaaten wieder zu öffnen. Doch der Politiker sperrt sich: Die Grenzkontrollen seien „Teil unseres bisherigen Erfolgs bei der Eindämmung des Infektionsgeschehens“, sagte Seehofer der Bild-Zeitung. In der Bundesregierung bestehe Einvernehmen, die Kontrollen zunächst bis 15. Mai fortzusetzen.

Zuvor hatten zwölf CDU-Bundestags- und Europaabgeordnete, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und FDP-Chef Christian Lindner die rasche Öffnung der Grenzen zu europäischen Nachbarstaaten gefordert.

Die WHO lehnt Reisebeschränkungen zur Pandemie-Bekämpfung ab. Dass sei kein wirksames Instrument seien, hätten Erfahrungen in der Vergangenheit gezeigt.

7.5.2020, 14:46 Uhr – Bundestag berät erstmals über Pandemie-Gesetz

Der Bundestag hat erstmals über das geplante Gesetz zum besseren Schutz der Bevölkerung in der Corona-Pandemie beraten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, ein belastbares Gesundheitswesen sei der „Stabilitätsanker eines funktionierenden Staates“. Bestandteil des Gesetzes ist auch die geplante Sonderzahlung für Pflege-Beschäftigte: Sie soll von den Pflegekassen bezahlt und von den Bundesländern und Arbeitgebern auf 1.500 Euro aufgestockt werden. Linke und Grüne bezeichneten die Prämie als unzureichend. Sie ist Teil eines Gesetzespakets, über das die Ausschüsse nun weiter beraten. Es sieht auch vor, dass die Gesundheitsämter besser ausgestattet und die Corona-Tests ausgeweitet werden. Die FDP nannte den Gesetzentwurf in Teilen richtig, insgesamt aber zu mager.

7.5.2020, 13:42 Uhr – Fußball-Bundesliga geht am 16. Mai weiter

Die Fußball-Bundesliga nimmt die Saison am 16. Mai wieder auf. Die 36 Profivereine entschieden sich auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga dafür, den Spielbetrieb wie von Bund und Ländern vorgegeben erst in der zweiten Mai-Hälfte fortzusetzen und nicht schon am 15. Mai, wie zuvor vom Präsidium beschlossen. Zuerst hatte der Sportbuzzer darüber berichtet.

Die Coronavirus-Krise im Sport DFL: 1. und 2. Bundesliga sollen am 16. Mai weitergehen

Die Welt steht momentan Kopf wegen des Coronavirus. Diverse Großveranstaltungen wurden deshalb abgesagt – auch im Sport. So geht es die nächsten Monate weiter.  mehr...

7.5.2020, 11:48 Uhr – RKI: Zweite Infektionswelle könnte vor Herbst kommen

Nach den Entscheidungen der Politik, die Corona-Beschränkungen zu lockern, beginnt eine neue Phase in der Krise. Allerdings bedeutet diese Phase noch keine Sicherheit, sagt Lars Schaade, Vizepräsident des Robert-Koch-Instituts. Sollten die Hygiene- und Abstandsvorschriften nicht konsequent eingehalten werden, drohe eine zweite Infektionswelle noch vor dem Herbst. „Wir haben das alle selbst in der Hand, ob und wann es diese zweite Welle geben wird“, so Schaade.

7.5.2020, 9:03 Uhr – Patientenschützer kritisieren Tests für Profifußballer

Patientenschützer in Deutschland fordern für die Altenpflege ein Schutzkonzept wie in der Fußball-Bundesliga. Um die Hochrisikogruppe zu schützen, müssten 800.000 Pflegebedürftige und Hunderttausende Mitarbeiter jede Woche auf das Coronavirus getestet werden, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Aktuell reichten die Labor-Kapazitäten nicht aus. Deshalb habe die Sonderregelung für die Spitzenfußballspieler zurückzustehen, die sogar zweimal die Woche getestet werden.

7.5.2020, 7:09 Uhr – Zweifel an den Ergebnissen der Heinsberg-Studie

Um die Sterblichkeitsrate durch das Coronavirus zu ermitteln, hatten Wissenschaftler der Universität Bonn die Ausbreitung des Erregers im besonders stark betroffenen Ort Gangelt im Kreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) untersucht. Doch die Ergebnisse der Studie sind laut SWR-Recherche offenbar fehlerhaft.

Heinsberg-Studie Coronavirus-Dunkelziffer fehlerhaft berechnet

Die Dunkelziffer für Deutschland wurde nach SWR-Recherchen grob falsch berechnet. Damit ist die Schätzung nicht aussagekräftig.  mehr...

7.5.2020, 6:33 Uhr – Söder kritisiert „Überbietungswettbewerb“ der Länder

Nach den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz zu Lockerungen in der Coronavirus-Krise hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Kritik an seinen Kollegen in anderen Bundesländern geübt. Die Lockerungen gingen ihm persönlich viel zu schnell – Söder sieht darin einen „Überbietungswettbewerb“, sagte er im ZDF.

Mit Blick darauf, dass beispielsweise in manchen Ländern schon wieder Veranstaltungen mit 100 Teilnehmern erlaubt würden, rief der bayerische Ministerpräsident zu mehr Geduld auf. Auch Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sieht es ähnlich:

„Wenn ich mir anschaue, wie einzelne Ministerpräsidenten im Vorfeld dieses Gipfels reagiert haben, hat man den Eindruck: Da wird ein Wettbewerb ausgeführt, wer ist am schnellsten mit den Lockerungen. Da geht es um ganz andere Interessen – um Kanzlerkandidaturen.“

Anton Hofreiter

Anderen Politikern ging es mit den Lockerungen allerdings nicht schnell genug: „Die Politik in Deutschland ändert sich um Fünf nach Zwölf“, kritisiert FDP-Chef Christian Lindner.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hatte zuvor angekündigt, Veranstaltungen mit 100 Teilnehmern wieder zulassen zu wollen. Nach den gestern vorgestellten bundesweiten Lockerungen bleibt es den Ländern nun selbst überlassen, ab wann sie weitere Öffnungen genehmigen.

Neue Corona-Regeln ab 1. Juli Corona-Lockerungen ab 1. Juli für Feiern, Sportvereine und Pflegeheime

Ab dem 1. Juli werden in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz weitere Corona-Einschränkungen gelockert. Viele Vereine freuen sich, außerdem die Veranstalter und auch, wer Angehörige in Pflegeheimen hat.  mehr...

7.5.2020, 5:49 Uhr – Umfrage: Viele Verbraucher wollen Verhalten wegen Corona ändern

Viele Verbraucher wollen ihr Verhalten im Alltag aufgrund der Coronavirus-Krise ändern: Sie wollen auch nach Abflauen der Pandemie weniger ins Kino oder in Konzerte gehen, seltener reisen und einen Bogen um öffentliche Verkehrsmittel machen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens McKinsey hervor.

Solange kein Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung steht, wollen rund 40 Prozent der Umfrage zufolge seltener öffentliche Verkehrsmittel wie Busse, Züge oder Flugzeuge nutzen. Stattdessen wollen sie häufiger zu Fuß gehen oder auf das Fahrrad oder das eigene Auto zurückgreifen.

7.5.2020, 4:27 Uhr – Deutsche Kommunen erwarten Einnahmeausfälle von bis zu 60 Milliarden Euro

Wegen aktuellen Krise rechnet der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) mit Einnahmeausfällen für die Kommunen in Höhe von insgesamt 40 bis 60 Milliarden Euro. „Die Steuereinnahmen, etwa bei der Gewerbesteuer, brechen dramatisch ein“, warnte DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg in der Bild-Zeitung. Zudem fielen wichtige Einnahmen etwa von Schwimmbädern, Museen und des öffentlichen Nahverkehrs weg. Zugleich stiegen die Ausgaben, etwa bei den Gesundheitsämtern. Landsberg forderte einen Rettungsschirm von Bund und Ländern für die Kommunen. Die fehlenden Milliardenbeträge könnten die Kommunen nicht aus eigener Kraft ausgleichen.

7.5.2020, 3:55 Uhr – Bericht: Bundeswehr leistete bereits mehr als 200 Mal Amtshilfe

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie hat die Bundeswehr laut einem Zeitungsbericht bereits mehr als 200 Mal Amtshilfe für andere Behörden im Kampf gegen die Krise geleistet. Wie die Düsseldorfer Rheinische Post unter Berufung auf eine interne Aufstellung der Bundesregierung berichtet, reichen die Hilfen vom Transport von Masken über die Verantwortung für die Zugangsschleuse einer Klinik bis hin zur Herstellung von Desinfektionsmitteln durch Soldaten der ABC-Abwehr.

7.5.2020, 3:38 Uhr – Auch die Niederlande lockern die Einschränkungen

Ebenso wie in Deutschland werden auch in den Niederlanden die Corona-Restriktionen weiter gelockert. Restaurants, Cafés, Museen und Theater dürfen ab dem 1. Juni wieder öffnen, wie Ministerpräsident Mark Rutte ankündigte. Allerdings dürfen sich dort nicht mehr als 30 Menschen gleichzeitig inklusive Angestellten aufhalten. Auch muss ein Abstand von 1,50 Metern zwischen den Menschen gewahrt werden. Sex-Clubs bleiben hingegen bis September geschlossen. Auch die berühmten Coffee Shops, die Cannabis verkaufen, dürfen bis dahin weiterhin nur Produkte zum Mitnehmen anbieten.

6.5.2020, 20:58 – Fußball-Bundesliga startet wieder am 15. Mai

Der Saison-Neustart der 1. und 2. Fußball-Bundesliga soll am 15. Mai ohne Publikum stattfinden. Darüber hat die Deutsche Fußball-Liga die 36 Vereinen in einem Schreiben informiert. Vor Spielbeginn müssen die Fußballprofis für zwei Wochen in Quarantäne. Neun Spieltage der Saison stehen noch aus.

Die Coronavirus-Krise im Sport DFL: 1. und 2. Bundesliga sollen am 16. Mai weitergehen

Die Welt steht momentan Kopf wegen des Coronavirus. Diverse Großveranstaltungen wurden deshalb abgesagt – auch im Sport. So geht es die nächsten Monate weiter.  mehr...

6.5.2020, 20:42 Uhr – UN: Menschen mit Beeinträchtigungen leiden besonders

In der weltweiten Coronavirus-Pandemie warnen die Vereinten Nationen (UN) vor einer besonderen Gefährdung von Menschen mit Behinderungen. „Der Anteil der Covid-19-bezogenen Todesfälle in Pflegeheimen – in denen ältere Menschen mit Behinderungen überrepräsentiert sind - reicht von 19 Prozent bis zu überraschenden 72 Prozent“, teilte UN-Generalsekretär António Guterres zur Veröffentlichung eines Berichts mit. Darin fordert die UN einen behindertengerechten Umgang mit der Coronavirus-Krise. Die Pandemie verschärfe die Ungleichheiten, denen die rund eine Milliarde Menschen mit Behinderungen auf der Welt ausgesetzt seien, sagte Guterres.

6.5.2020, 20:24 Uhr – Demo in Berlin gegen Corona-Maßnahmen aufgelöst

In Berlin hat die Polizei eine Demo vor dem Parlament aufgelöst. Die Polizei spricht von 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Sie waren demnach der Auffassung, dass ihre Grundrechte während der Pandemie eingeschränkt werden. Laut Polizei wurden Menschen in Gewahrsam genommen und Platzverweise durchgesetzt. Ein Demonstrant hat ein ARD-Kamerateam angegriffen. Er wurde festgenommen.

6.5.2020, 19:35 Uhr – Kretschmer ruft zur Besonnenheit auf

Nach den neuen Lockerungsbeschlüssen von Bund und Ländern in der Corona-Krise hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zur Besonnenheit aufgerufen. Die Menschen sollten nun „Maß halten“, sagte Kretschmer. Die Politik setze auf „die Eigenverantwortung des Einzelnen“. „Wir wollen die Situation so organisieren, dass möglichst viel möglich wird“, sagte Kretschmer. Deutschland müsse aber mit dem Coronavirus leben, bis es einen Impfstoff gebe. 

6.5.2020, 18:57 Uhr – Deutsches Handwerk: Erfolgreicher Balanceakt bei Lockerungen

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat die beschlossenen Lockerungen der Corona-Maßnahmen als erfolgreichen Balanceakt bezeichnet. „Die Beschlüsse von Bund und Ländern zeugen einmal mehr von großer politischer Verantwortung in dem Bemühen, Gesundheitsschutz und die inzwischen dringend nötige wirtschaftliche Wiederbelebung in Einklang zu bringen“, sagte ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer. Die Lockerungen seien für viele Handwerksbetriebe existenziell, da sie sonst nicht mehr lange durchgehalten hätten. „Jetzt können sie endlich wieder arbeiten.“

6.5.2020, 18:49 Uhr – WHO mahnt zur Vorsicht bei Lockerungen

Die Staaten sollten ihre Coronavirus-Beschränkungen aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nur extrem vorsichtig lockern. Die politisch Verantwortlichen sollten Lockerungen dann zustimmen, wenn die bestätigten Infektionen zurückgehen und stabile Schutzvorkehrungen gegen neue Virus-Wellen getroffen worden seien, betonte der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus.

So sollten die Staaten ein funktionsfähiges und weitreichendes Kontroll- und Überwachungssystem zur Entdeckung neuer Fälle installiert haben. Tedros betonte weiter, die Gesundheitssysteme müssten über ausreichend Kapazitäten für den Fall eines Wiederanstiegs der Coronavirusfälle verfügen.

6.5.2020, 17:57 Uhr – Giffey appelliert an Bundesländer wegen Kitas

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat die Länder aufgefordert, jetzt zügig Konzepte zur Öffnung ihrer Kitas vorzulegen. Wenn jetzt Geschäfte, Hotels, Restaurants und viele andere Bereiche wieder öffneten und mehr Eltern wieder arbeiten gingen, bräuchten diese auch eine gute Betreuung für ihre Kinder. „Sonst funktioniert das Gesamtsystem nicht“, sagte die SPD-Politikerin nach der Schaltkonferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise.

Sie appelliere deshalb an die Länder, nun zeitnah Regelungen für die Aufnahme des eingeschränkten Regelbetriebs an den Kitas zu treffen und konkrete Daten zu nennen, wann welche Kinder wieder ihre Kita oder ihre Kindertagespflege besuchen könnten, auch wenn das nur mit Einschränkungen gehen könne.

6.5.2020, 17:33 Uhr – Hessen will Events mit bis zu 100 Menschen zulassen

Veranstaltungen in Hessen mit bis zu 100 Teilnehmern sollen unter Auflagen wieder zugelassen werden. Diese Zahl solle die Richtschnur sein, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in Wiesbaden. Das hessische Corona-Kabinett will an diesem Donnerstag über konkrete Lockerungen der Corona-Regeln beraten.

6.5.2020, 17:28 Uhr – Gaststätten rechnen mit Umsatzeinbrüchen

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hat erste Lockerungen für die Branche in der Coronavirus-Krise in manchen Bundesländern begrüßt. Nach rund acht Wochen Zwangsschließung bei hohen Fixkosten sei die Lage vieler Betriebe dramatisch, teilte Dehoga-Präsident Guido Zöllick mit. „Es ist deshalb richtig und gut, dass die Ministerpräsidenten in einer Balance zwischen Verantwortung für die Gesundheit der Menschen in diesem Land, aber auch in der Verantwortung für die Wirtschaft jetzt handeln.“

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass die Bundesländer in eigener Verantwortung eine schrittweise Öffnung von Hotels und Gaststätten zulassen können. Dabei müssen Auflagen mit Blick auf Sicherheit und Hygiene beachtet werden, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Die Wirtschaftsminister der Länder hatten sich auf einen Korridor vom 9. bis zum 22. Mai für eine bundesweite kontrollierte Öffnung des Gastgewerbes verständigt. „Es gilt, die Abstandsgebote und noch strengere Hygienevorschriften einzuhalten“, teilte Zöllick mit. All das sei mit Mehrkosten für die Betriebe verbunden. Er gehe außerdem davon aus, dass aufgrund der Abstandsregeln nur 30 bis 50 Prozent des Vorjahresumsatzes erzielt werden könnten.

6.5.2020, 17:16 Uhr – Antikörper-Studie im Saarland geplant

Als erstes Bundesland will das Saarland in den nächsten Wochen eine Corona-Antikörperstudie durchführen. Dafür soll das Blut von rund 2300 Bewohnern untersucht werden. Mit der Studie wolle man Gewissheit erhalten, wie viele Saarländer sich mit dem Virus infiziert hätten und Antikörper gebildet hätten, sagte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU). Das sei wichtig, um Klarheit über das Ausbruchsgeschehen zu erhalten.

6.5.2020, 17:12 Uhr – Schüler in Rheinland-Pfalz dürfen wieder zur Schule

Ab dem 25. Mai sollen in Rheinland-Pfalz die dritten Klassen der Grundschulen sowie die 5. und 6. Klassen starten, ab 8. Juni dann auch die restlichen Klassen. Allerdings werden nicht alle Kinder gleichzeitig zur Schule kommen, sondern abwechselnd. Vor den Sommerferien sollen auch alle Kita-Kinder zumindest stunden- oder tageweise in die Einrichtungen gehen können.

6.5.2020, 15:49 Uhr – Merkel: „allererste Phase“ vorbei

Deutschland habe „die allererste Phase“ der Pandemie hinter sich, aber „noch eine lange Auseinandersetzung mit dem Virus“ vor sich, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einer Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder. Das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sei erreicht worden. Daher habe man weitere Öffnungsschritte beschließen können.

6.5.2020, 14:48 Uhr – Geisterspiele wieder erlaubt

Bund und Länder haben die Erlaubnis für eine Wiederaufnahme von Spielen ohne Zuschauer in der Fußball-Bundesliga ab der zweiten Mai-Hälfte erteilt. Darauf einigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder.

Damit erhält die Deutsche Fußball Liga als Dachorganisation der 36 Proficlubs der 1. und 2. Liga die lange erhoffte Genehmigung für Geisterspiele. Womöglich könnte ab dem Wochenende am 16. und 17. Mai wieder der Ball in den Stadien rollen.

Die Coronavirus-Krise im Sport DFL: 1. und 2. Bundesliga sollen am 16. Mai weitergehen

Die Welt steht momentan Kopf wegen des Coronavirus. Diverse Großveranstaltungen wurden deshalb abgesagt – auch im Sport. So geht es die nächsten Monate weiter.  mehr...

6.5.2020, 14:21 Uhr – Eisenmann will Schulen zeitweise ab Mitte Juni öffnen

Nach den Pfingstferien Mitte Juni sollen alle Schüler in Baden-Württemberg zumindest wieder zeitweise zur Schule gehen. Der Präsenzunterricht werde dann mit dem Lernen zu Hause kombiniert, sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). Sie legte einen Plan zur schrittweisen Öffnung von Schulen und Kitas in Corona-Zeiten vor. Ein normaler Betrieb sei erst wieder möglich, wenn keine Abstandsregeln mehr eingehalten werden müssen. Wann das sei, könne man heute noch nicht sagen.

6.5.2020, 14:15 Uhr – Alle Geschäfte dürfen unter Auflagen öffnen

Alle Geschäfte in Deutschland sollen unter Auflagen wieder öffnen dürfen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder verständigten sich darauf, die bisherige Öffnungsbeschränkung auf eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern aufzuheben.

6.5.2020, 13:45 Uhr – Kontaktbeschränkungen bis 5. Juni verlängert

Bund und Länder haben die Kontaktbeschränkungen in Deutschland grundsätzlich bis 5. Juni verlängert. Allerdings einigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder auch auf eine Lockerung – zum Beispiel in der Gastronomie.

Neue Corona-Regeln ab 1. Juli Corona-Lockerungen ab 1. Juli für Feiern, Sportvereine und Pflegeheime

Ab dem 1. Juli werden in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz weitere Corona-Einschränkungen gelockert. Viele Vereine freuen sich, außerdem die Veranstalter und auch, wer Angehörige in Pflegeheimen hat.  mehr...

6.5.2020, 12:12 Uhr – Mehrwertsteuer wird für Gastronomie gesenkt

Das Kabinett hat zur Unterstützung der Gastronomie eine Senkung der Mehrwertsteuer für die Branche beschlossen. „Damit Restaurants und Gaststätten bei Öffnung besser durchstarten können, wird die Umsatzsteuer auf Speisen befristet auf sieben Prozent gesenkt“, teilte das Bundesfinanzministerium mit. Der von 19 Prozent ermäßigte Steuersatz soll damit ab Juli für ein Jahr gelten. Die Spitzen von Union und SPD hatten sich am 22. April auf die Mehrwertsteuersenkung geeinigt.

Der Branchenverband Dehoga kritisierte allerdings bereits, dass Kneipen, Bars oder Clubs, die ausschließlich Getränke anbieten, nicht von der Steuerentlastung profitieren. Der Gesetzentwurf schließt die Getränkeabgabe explizit aus.

Außerdem soll es Steuererleichterungen bei Kurzarbeit geben. Zuschüsse der Arbeitgeber zum Kurzarbeitergeld für Lohnausfälle zwischen März und Dezember sollen von der Lohnsteuer befreit werden. „Die Beschäftigten haben dadurch mehr vom Zuschuss und die Unternehmen einen höheren Anreiz, ihre Beschäftigten zu unterstützen“, teilte das Ministerium mit.

Gastronomie (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Wolfgang Kumm/dpa)

Nachrichten Kabinett beschließt Steuersenkung für Speisen

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6.5.2020, 11:39 Uhr – Rheinland-Pfalz erlaubt wieder Besuche in Alten- und Pflegeheimen

Nach Wochen eines Besuchsverbots können Bewohner rheinland-pfälzischer Alten- und Pflegeheime wieder Besucher empfangen. Für zumindest eine Stunde am Tag ist der Besuch einer Person von Donnerstag an wieder gestattet, wie Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) ankündigte. Die neue Regelung gilt der Ministerin zufolge zunächst für 14 Tage. Der Besuch müsse sich anmelden.

6.5.2020, 11:23 Uhr – Campingverband rechnet mit steigender Nachfrage

Infolge der Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie könnten auf Campingplätze bundesweit mehr Buchungsanfragen zukommen. Besonders für die Monate Juli und August rechnet der Bundesverband der Campingwirtschaft mit einer steigenden Nachfrage.

Geschäftsführer Christian Günther rät daher, frühzeitig zu buchen und, wenn möglich, auch außerhalb der Haupturlaubszeit zu verreisen. Leichte Preissteigerungen auf den Campingplätzen seien wegen der Kosten für Schutzmaßnahmen nicht auszuschließen.

6.5.2020, 10:34 Uhr – Gericht in Hessen bestätigt Maskenpflicht

Der Verwaltungsgerichtshof in Kassel hat die Maskenpflicht für das Bundesland Hessen per Eilbeschluss als rechtmäßig bestätigt. Ein Antragssteller war mit der Begründung gegen die Pflicht vorgegangen, sie verletze sein Grundrecht auf persönliche Entfaltung. Die Richter urteilten jedoch, die Maskenpflicht diene „einem legitimen Zweck, nämlich dem Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und insbesondere einer Verhinderung der Überlastung des Gesundheitssystems“.

6.5.2020, 10:27 Uhr – Zeitung: Mehr als 10.000 Fälle im Gesundheitswesen

Einem Bericht der Augsburger Allgemeine zufolge haben sich bundesweit mittlerweile mehr als 10.100 Mitarbeiter im Gesundheitswesen mit dem Coronavirus angesteckt. Damit sei die Zahl innerhalb von zwei Wochen um mehr als ein Drittel angestiegen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Angaben des Robert-Koch-Institutes. Seit Mitte April sind demnach 16 Beschäftigte im medizinischen Bereich nach einer Infektion gestorben.

6.5.2020, 10:06 Uhr – Linken-Fraktionschefin kritisiert „Überbietungswettbewerb“

Die Fraktions-Chefin der Linken im Bundestag, Amira Mohamed Ali, hat das Vorpreschen einiger Bundesländer bei den Corona-Lockerungen kritisiert. Es gebe einen „Überbietungswettbewerb“, mit dem sich einzelne Ministerpräsidenten profilieren wollten – möglicherweise auch für eine Kanzlerkandidatur, sagte sie im SWR2-Tagesgespräch. Namen nannte sie dabei nicht. Mohamed Ali betonte, dass bei den Lockerungen nicht die Branche mit der lautesten Lobby Priorität haben dürfe. Ihr gehe es darum, was sozial überhaupt noch aushaltbar sei. Die Linken-Politikerin hat dabei vor allem Familien und Bewohner von Pflegeheimen im Blick.

Amira Mohamed Ali (Linke) (Foto: dpa Bildfunk, Foto: Michael Kappeler)

Tagesgespräch Amira Mohamed Ali (Linke): Es darf sich nicht "die stärkste und lauteste Lobby" durchsetzen

Dauer

6.5.2020, 9:15 Uhr – DGB: Warnung vor „Corona-Crash“

Der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB warnt vor einem „Corona-Crash“ auf dem Ausbildungsmarkt. Politik und Wirtschaft müssten sich stärker für die Berufsausbildung einsetzen, fordert die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack. „Wir erwarten von Bundesregierung und Arbeitgebern, dass sie um jeden Ausbildungsplatz kämpfen“, sagte Hannack der Nachrichtenagentur dpa.

Der DGB schlägt einen Bonus für Unternehmen vor, die Auszubildende aus insolventen Betrieben übernehmen. Die Corona-Krise wirkt sich schon auf den Ausbildungsmarkt aus: Die IG-Metall berichtet, dass Betriebe Verträge für das kommende Ausbildungsjahr gekündigt haben. Zahlen aus Rheinland-Pfalz zeigen, dass bis Ende April deutlich weniger Ausbildungsverträge geschlossen worden sind als im Vorjahr.

6.5.2020, 8:01 Uhr – Corona-Lockerungen: Was heute beschlossen werden soll

Viele Bundesländer sind bereits vorgeprescht bei der Wiedereröffnung von Gaststätten, der Lockerung von Ausgangsbeschränkungen und der Wiederaufnahme des Tourismus. Dabei sollte heute eigentlich erst in einer Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten darüber beraten werden.

Aus einer Beschlussvorlage für die Gespräche, die mehreren Nachrichtenagenturen vorliegt, geht hervor, dass die Bundesregierung die weiteren Lockerungen der Corona-Einschränkungen weitgehend den Bundesländern überlassen will. Sie besteht aber auf eine Obergrenze von Neuinfektionen, ab der die Beschränkungen wieder härter werden müssen. Das heißt: Wenn in einem Landkreis oder in einer Stadt innerhalb der vergangenen sieben Tage mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet werden, sollen die härteren Beschränkungen wieder greifen.

Neue Corona-Regeln ab 1. Juli Corona-Lockerungen ab 1. Juli für Feiern, Sportvereine und Pflegeheime

Ab dem 1. Juli werden in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz weitere Corona-Einschränkungen gelockert. Viele Vereine freuen sich, außerdem die Veranstalter und auch, wer Angehörige in Pflegeheimen hat.  mehr...

Solch eine Regelung sei wichtig, denn mit weiteren Öffnungen in Gastronomie und Hotellerie komme wieder Bewegung ins Reise-Geschäft – was wiederum die Gefahr von neuen Infektionsausbrüchen berge. Die Öffnung aller Geschäfte unabhängig ihrer Größe sowie Konzepte für Schulen und Kitas werden die Politikerinnen und Politiker ebenfalls beraten.

Ein weiteres Thema, das auf der Agenda steht, ist der Sport. Offenbar können Fußballfans darauf hoffen, dass die Bundesliga noch im Mai mit Geisterspielen wieder aufgenommen wird. Auch der Breiten- und Freizeitsport kann auf Lockerungen hoffen, zumindest unter freiem Himmel und natürlich unter Auflagen.

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Die Corona-Schutzmaßnahmen sind weiter gelockert worden – wir sagen Euch, was erlaubt ist und was nicht.  mehr...

6.5.2020, 3:01 Uhr – Regierung rechnet mit Anstieg bei Bezug von Hartz-IV-Leistungen

Die Bundesregierung rechnet infolge der Coronavirus-Krise mit einem starken Anstieg beim Bezug von Hartz-IV-Leistungen. Aufgrund der Pandemie geht das Bundesarbeitsministerium davon aus, dass es in den kommenden sechs Monaten bis zu 1,2 Millionen zusätzliche Bedarfsgemeinschaften geben wird, wie das Ministerium auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion im Bundestag mitteilte. Die Antwort der Regierung liegt den Zeitungen der Funke Mediengruppe vor. Bei einem sechsmonatigen Bezug der Leistungen rechnet das Ministerium laut eigenen Angaben mit staatlichen Mehrausgaben in Höhe von 9,6 Milliarden Euro.

6.5.2020, 2:55 Uhr – Bundestag nächstes Jahr per Brief wählen?

Die Große Koalition will offenbar das Wahlrecht ändern, um die Bundestagswahl auch bei neuen Corona-Wellen im Herbst nächsten Jahres durchführen zu können. Das berichtet die Rheinische Post und beruft sich auf Innen- und Rechtsexperten von Union und SPD. Demnach solle es möglich sein, in Notfällen über die Zusammensetzung des nächsten Bundestages allein durch Briefwahl zu entscheiden.

5.5.2020, 22:02 Uhr – Airbnb entlässt ein Viertel seiner Belegschaft

Die Unterkünfte-Vermittlung Airbnb kündigt in der Coronavirus-Pandemie einem Viertel seiner Belegschaft. 1.900 von 7.500 Mitarbeiter werden entlassen, wie Chef Brian Chesky mitteilte. Es würden außerdem Geschäfte aufgegeben, die nicht direkt etwas mit dem Vermitteln von Unterkünften zu tun hätten – etwa Investitionen in die Hotel- und Filmproduktionsbranche. Die Einnahmen von Airbnb könnten dieses Jahr den Erwartungen nach um mehr als die Hälfte fallen. Reisen und Tourismus werde es am Ende zwar wieder geben, aber in anderer Optik, sagte Chesky. Künftig suchten Reisende vermutlich nach Unterkünften näher am Zuhause und für kleineres Geld. Daher werde der Konzern auch seine Investitionen in Luxus-Anwesen zurückfahren.

5.5.2020, 21:02 Uhr – Wirtschaftsminister wollen Gastro ab 9. Mai öffnen

Die Wirtschaftsministerinnen und -minister der Länder wollen am Mittwoch bei den Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfehlen, dass Gastronomiebetriebe ab dem 9. Mai wieder öffnen können – allerdings unter Auflagen. Darauf haben sie sich nach Informationen der Deutschen Presseagentur in einer Videokonferenz mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geeinigt. Die Restaurants und Gaststätten müssen Hygienevorschriften und Abstandsregeln einhalten sowie Pläne zum Schutz von Beschäftigten vorlegen. Kneipen und Restaurants waren Mitte März geschlossen worden, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

5.5.2020, 20:50 Uhr – Söder hält Richtwert für Neuinfektionen für sehr gute Idee“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich in der Debatte um Lockerungen für einen Richtwert für Neuinfektionen ausgesprochen. „Ich glaube, das ist eine sehr gute Idee, so einen Messwert mal festzulegen“, sagte er im ARD Extra. „Da hätten wir deutschlandweit eine Kennzahl, die uns Orientierung gibt.“

Im Falle einer zweiten Infektionswelle könnten dann beim Überschreiten von Obergrenzen Lockerungen regional – zum Beispiel auf Landkreisebene – zurückgenommen werden. „Wir brauchen ein atmendes Konzept.“ Eine genaue Zahl nannte Söder nicht. Laut Bild-Zeitung hatte Kanzleramtschef Helge Braun gefordert, dass, wenn binnen einer Woche in einem Landkreis die Obergrenze von 50 Neu-Infektionen auf 100.000 Einwohner erreicht ist, dort zu den Beschränkungen vom 20. April zurückgekehrt werden müsse.

5.5.2020, 20:27 Uhr – Leidet die konservative Rollenverteilung unter der Virus-Krise?

Die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB), Jutta Allmendinger, sieht in der Coronavirus-Krise „Anzeichen für eine Rolle rückwärts“ in der Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen. Die Antworten von Tausenden von Frauen und Männern auf eine Umfrage der WZB zeigten eindringlich, dass die Zufriedenheit mit der Arbeit und dem Leben insgesamt bei Müttern noch stärker zurückgegangen sei als bei Vätern und kinderlosen Personen, sagte Allmendinger der Welt.

Auch hätten Frauen, speziell Mütter, ihren Erwerbsumfang bereits in den ersten Wochen der Krise deutlich stärker reduziert als Männer. Die meisten hätten zuvor schon in Teilzeit gearbeitet – „weil es nicht anders geht, weil sie zurückstehen müssen“, sagte Allmendinger weiter. Die betreffenden Frauen arbeiteten also „wie in früheren Zeiten viel mehr für das Wohlergehen der Familie, eine wichtige, aber unbezahlte Arbeit“, sagte die WZB-Präsidentin.

5.5.2020, 20:11 Uhr – Hamburger Richter urteilen gegen 800-Quadratmeter-Regel

Das Verwaltungsgericht Hamburg hat dem Eilantrag der Betreiberin von zwei Sportgeschäften gegen die Begrenzung der Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter stattgegeben. Die Richter sähen die Berufsfreiheit der Antragstellerin verletzt, da die Stadt Hamburg ihr Vorgehen nicht ausreichend begründet habe, teilt das Gericht mit. „Weder den Materialien zu der Coronavirus-Eindämmungsverordnung noch den Angaben der Freien und Hansestadt Hamburg im Verfahren lässt sich entnehmen, welches Gesamtkonzept, an dem sich die einzelnen von ihr ergriffenen Maßnahmen zu messen hätten, sie verfolgt.“ Die Stadt habe gegen die Entscheidung Beschwerde beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht erhoben.

5.5.2020, 18:01 Uhr – Schulze will Staatshilfen für Luftfahrt an Umweltauflagen knüpfen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) fordert, staatliche Hilfen für die Luftfahrt an konkrete Auflagen zu knüpfen. „Staatshilfen müssen so eingesetzt werden, dass sie nicht nur eine kurzfristige Unternehmenssicherung erreichen, sondern auch längerfristig zu einer modernen, ökologisch tragfähigen Unternehmensstrategie führen“, sagte die SPD-Politikerin dem Handelsblatt. Andere Länder machten Vorgaben für effizientere Flotten oder die Reduzierung von Kurzstreckenflügen, dies halte sie für richtig. Denkbar sei auch, dass Fluggesellschaften verbindlich zusagen, über die verpflichtende Quote hinaus mehr Kerosin aus grünem Wasserstoff abzunehmen.

5.5.2020, 17:59 Uhr – Gericht: Maskenpflicht an Schulen in Jena nicht okay

Jenaer Schülerinnen und Schüler brauchen keinen Mund-Nasen-Schutz im Unterricht mehr zu tragen. Das hat das Verwaltungsgericht Gera per Eilverfahren entschieden. Die Vorschrift in der jüngsten Allgemeinverfügung der Stadt wurde für rechtswidrig erklärt, wie Gerichtssprecher Bernd Amelung der Nachrichtenagentur dpa sagte. Aufgrund der aktuell geringen Infektionszahlen in der Stadt sei keine Notwendigkeit für eine solch verschärfte Hygienevorkehrung im Unterricht gegeben, hieß es zu Begründung.

Die Stadt hatte mit der seit Wochenbeginn geltenden Maskenpflicht im Unterricht einen Sonderweg beschritten. Dagegen war die Freie Waldorfschule Jena juristisch vorgegangen.

5.5.2020, 17:15 Uhr – Schleswig-Holstein zieht mit Lockerungen für Tourismus nach

Auch Schleswig-Holstein plant nun Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Gastronomie und Tourismus ab Mitte Mai. „Wir wollen eine klare Perspektive für alle Bereiche geben“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Am Montag hatten bereits Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern angekündigt, Urlaub an der See wieder möglich machen zu wollen.

Günther (CDU) kritisierte zugleich das Vorpreschen einer Reihe von Bundesländern bei den Lockerungen der Maßnahmen. Er finde, dass „ein Wettlauf in diesen Zeiten nicht angemessen ist“. Er wolle zunächst die Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch abwarten und dann am Donnerstag im Detail darlegen, wie sein Bundesland vorgeht. Zuvor hatten bereits die Fraktionschefs von Union, SPD und Grünen die vereinzelten, uneinheitlichen Lockerungen der Bundesländer kritisiert.

5.5.2020, 16:50 Uhr – Großbritannien meldet mehr als 32.000 Corona-Tote

Großbritannien hat bei der Zahl der Todesfälle in Folge des Coronavirus Italien überholt: Die Zahl der Menschen, die im Vereinigten Königreich nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 starben, stieg auf über 32.313, wie die britische Statistikbehörde mitteilte. Damit ist Großbritannien das in Europa am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land und weltweit das am zweitstärksten betroffene Land nach den USA.

5.5.2020, 15:20 Uhr – Wirtschaftsminister beraten über 18. Mai für Gastronomieöffnung

Die Bundesländer wollen sich am Abend in einer Videokonferenz auf einen konkreten Zeitpunkt für eine Öffnung von Gastronomiebetrieben verständigen. In einer Beschlussvorlage stehe der 18. Mai als Datum, sagte die Vorsitzende der Wirtschaftsministerkonferenz, Bremens Senatorin Kristina Vogt (Linke). Sie sei zuversichtlich, dass der Vorschlag angenommen werde. An der Konferenz nimmt auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) teil.

Großes Unverständnis zeigte Vogt für das Vorpreschen Niedersachsens in der Frage. Das sei überraschend gekommen. Das Konzept des Bundeslandes sei in einigen Punkten unausgegoren. So würden einige Regelungen für Gaststätten und Restaurants gelten, aber nicht für Kneipen, die aber auch oft Speisen im Angebot hätten, betonte Vogt, die selbst einmal Wirtin war. In Niedersachsen sollen vom kommenden Montag an Restaurants, Gaststätten, Cafés und Biergärten mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent wieder öffnen.

In Sachsen-Anhalt soll ab dem 15. Mai an der Übernachtungstourismus wieder starten. Ferienhäuser und -wohnungen sollen dann wieder an Einheimische vermietet werden können. In weiteren Stufen sollen Hotels für Touristen und später alle touristischen Betriebe und Angebote geöffnet werden, wie das Landeskabinett entschied.

5.5.2020, 14:00 Uhr – Israelische Wissenschaftler entwickeln Corona-Frühwarnsystem für die Kanalisation

Israelische Wissenschaftler haben eine Methode vorgestellt, die möglicherweise als Frühwarnsystem für Corona-Hotspots dienen kann. Durch die Untersuchung menschlicher Fäkalien aus der Kanalisation habe man herausfinden können, in welchen Gegenden oder Stadtvierteln gehäuft Infektionen aufträten. Die israelischen Forscher wiesen darauf hin, dass das Virus im Kot bereits drei Tage nach der Ansteckung nachweisbar ist – zwei Tage, bevor erste Symptome auftreten.

5.5.2020, 12:22 Uhr – Bayern öffnet Gaststätten und Hotels

Nach der wochenlangen Corona-Zwangspause dürfen in Bayern Gaststätten und Hotels schrittweise wieder öffnen: Biergärten am 18. Mai, Innenbereiche von Speiselokalen am 25. Mai und Hotels am 30. Mai. Nach Informationen des BR wird außerdem ab morgen die Ausgangsbeschränkung in Bayern aufgehoben. Die Menschen sollen weiter Abstand halten, dürfen aber wieder Verwandte besuchen. Auch die Regierungen anderer Bundesländer, darunter Baden-Württembergs, beraten über ihr weiteres Vorgehen in der Corona-Krise.

5.5.2020, 11:45 Uhr – Großbritannien verzeichnet die meisten Todesfälle in Europa

In Großbritannien sind mehr als 32.000 Menschen mutmaßlich an der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben - so viele wie sonst nirgends in Europa. Das nationale Statistikamt ONS teilte mit, dass in England und Wales 29.648 Verstorbene gezählt wurden, bei denen Covid-19 im Totenschein genannt ist. Nimmt man die im Zusammenhang mit dem Virus in Schottland und Nordirland verstorbenen Patienten hinzu, ergeben sich 32.313 Tote. Das sind mehr als in Italien, das bislang die meisten Todesfälle in der Pandemie verzeichnet hat.

5.5.2020, 10:11 Uhr – RKI bewertet Infektionsverlauf sehr positiv

Das Robert-Koch-Institut (RKI) beurteilt die Entwicklung der Zahl der Infektionen positiv. „Die Zahl der übermittelten Infektionsfälle sinkt weiter. Das ist eine sehr gute Nachricht“, sagt RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin. In der vergangenen Woche seien täglich zwischen 700 bis 1.600 Fälle an das RKI gemeldet worden. Am Montag waren es 685. Die Reproduktionsrate werde auf 0,71 geschätzt – das heißt jede infizierte Person überträgt die Krankheit durchschnittlich auf
0,71 Personen.

5.5.2020, 8:28 Uhr – Klingbeil gegen Kaufprämien für Autos mit alter Technologie

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil knüpft mögliche staatliche Unterstützungen für die Autoindustrie an die Bedingung, "dass keine Technologien der Vergangenheit gefördert werden". Eine Kaufprämie für Verbrennungsmotoren will er vor dem Autogipfel unter Federführung des Kanzleramts nicht explizit ausschließen. Er habe damit aber große Probleme, sagt er im Deutschlandfunk. Klingbeil kritisiert zudem, dass in der Branche zuletzt von Bonizahlungen und Dividendenausschüttungen geredet worden sei. Die Gewinne, die die Autokonzerne im letzten Jahr gemacht hätten, könnten "natürlich auch eingesetzt werden, um Kaufanreize zu setzen".

5.5.2020, 7:10 Uhr – Lehrerverband: Schulstart hat sehr gut geklappt

Der Deutsche Lehrerverband ist zufrieden mit dem Unterrichtsstart gestern für hunderttausende Schülerinnen und Schüler. An den meisten Grundschulen habe das sehr gut geklappt. Das zeige, dass auch Zehnjährige sehr wohl in der Lage seien, die Regeln einzuhalten, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Passauer Neuen Presse. In einigen Bundesländern – zum Beispiel Rheinland-Pfalz – sind gestern die Viertklässler in die Schulen zurückgekommen, außerdem Schüler mit Abschlussprüfungen im nächsten Schuljahr. Das Schuljahr sei noch nicht gelaufen, so Meidinger. Man wollen in allen Jahrgangsstufen noch einen ordentlichen Abschluss mit Zeugnissen hinkriegen.

5.5.2020, 4:50 Uhr – RKI gibt neue Corona-Zahlen für Deutschland bekannt

In Deutschland ist die Zahl der festgestellten Infektionen um 685 auf 163.860 gestiegen, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle legt um 139 auf 6.831 zu.

5.5.2020, 4:10 Uhr – Neustart der Bundesliga am 15. Mai?

Bund und Länder wollen bei ihren morgigen Corona-Beratungen den Weg für Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga freimachen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich auf Verhandlungskreise. Demnach wird der Neustart der Saison ab dem 15. Mai möglich sein.  Gleichzeitig solle für den Amateurbereich der Sport unter freiem Himmel wieder erlaubt werden.

5.5.2020, 2:42 Uhr – Was ist dran an den Anschuldigungen der USA gegen China? – Dazu Jan Philipp Burgard im nachtmagazin:

5.5.2020, 2:10 Uhr – Mehr als 250.000 Corona-Todesopfer weltweit

An der Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sind inzwischen weltweit mehr als 250.000 Menschen gestorben. Das geht aus einer Zahlen der Johns-Hopkins-Universität hervor. Davon entfielen mehr als 145.000 Todesopfer auf Europa, das damit weiterhin am stärksten betroffen ist. Hier gibt es bislang rund 145.0200 Todesopfer und 1,572 Millionen Infektionsfälle. Die höchste Zahl von Todesfällen in einem einzelnen Land gibt es in den USA mit fast 68.700 Verstorbenen bis Montagabend. 

5.5.2020, 1:10 Uhr – Mecklenburg-Vorpommern lässt Urlauber an die Ostsee

Mecklenburg-Vorpommern will in der Woche vor Pfingsten wieder Urlauber an die Ostsee reisen lassen. Die Landesregierung und das Gastgewerbe haben am Abend einen Stufenplan vereinbart. Demnach dürfen ab diesem Samstag Gaststätten für Einheimische öffnen, ab 18. Mai auch die Hotels. Ab 25. Mai ist das Reisen nach Mecklenburg-Vorpommern wieder uneingeschränkt möglich. Als Grund für die Lockerung wurde die geringe Zahl an Corona-Neuinfektionen genannt.

5.5.2020, 0:41 Uhr – „Bedeutender Druchbruch“: Israelische Forscher isolieren Antikörper

In Israel haben Forscher Coronavirus-Antikörper isoliert. Der Schritt sei ein "bedeutender Druchbruch" in Richtung einer möglichen Behandlung der COVID-19-Pandemie, sagte Verteidigungsminister Naftali Bennett. Der am Israel Institute for Biological Research (IIBR) entwickelte "monoklonale neutralisierende Antikörper" könne das krankheitserregende
neuartige Coronavirus in den Körpern der Träger neutralisieren",
erklärt Bennett.

4.5.2020, 22:09 Uhr – Seehofer verlängert Grenzkontrollen bis 15. Mai

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die wegen der Coronavirus-Pandemie eingeführten Grenzkontrollen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg, und Dänemark bis zum 15. Mai verlängert. Auch für Flüge aus Spanien und Italien gilt die Verlängerung. So sollen die Infektionsgefahren durch das Coronavirus weiter erfolgreich eingedämmt werden, hieß es in einem Schreiben des Ministeriums

Die Kontrollen waren Mitte März bis zunächst zum heutigen Montag angeordnet worden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Menschen, die weder Deutsche noch dauerhaft hier ansässig sind, dürfen seither nur noch aus einem „triftigen Reisegrund“ nach Deutschland kommen. Einreisen dürfen etwa EU-Bürger, die durch Deutschland in ihr Heimatland reisen oder Lastwagenfahrer. Die Einreise ist zudem auf bestimmte Grenzübergänge beschränkt.

4.5.2020, 22:00 Uhr – Pfingsturlaub in Mecklenburg-Vorpommern wahrscheinlich möglich

Mecklenburg-Vorpommern will angesichts geringer Coronavirus-Neuinfektionen schon in der Woche vor Pfingsten auch Auswärtigen wieder Urlaub an der Ostsee erlauben. Das sieht ein Stufenplan zum Neustart des Gastgewerbes im Nordosten vor, auf den sich am Montagabend in Schwerin Vertreter von Landesregierung und Gastgewerbe in der gemeinsamen "Task Force Tourismus" verständigten.

Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach den Beratungen mitteilte, sollen dem Plan zufolge zunächst die Gaststätten im Land vom Samstag, dem 9. Mai, an unter strikten Hygieneauflagen für Einheimische öffnen dürfen, am 18. Mai auch Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Zum 25. Mai soll dann das seit Mitte März geltende Einreiseverbot für Touristen aus anderen Bundesländern aufgehoben werden. Damit wäre nach dem verpassten Ostergeschäft Pfingsturlaub Ende Mai an der Ostsee oder in der Mecklenburgischen Seenplatte wieder für alle Bundesbürger möglich.

4.5.2020, 21:50 Uhr –Esken: Normaler Unterricht womöglich erst mit Impfstoff möglich

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hält normalen Unterricht auch zu Beginn des neuen Schuljahrs für „undenkbar“. „Das würde ja bedeuten: volle Klassen, unkontrollierbare Kontakte, im Bus, in Pausen, in Sportstunden und Kursen mit wechselnden Fachlehrern“, sagte Esken der Süddeutschen Zeitung. Trete dann eine Covid-19-Infektion auf, müsse die ganze Schule in Quarantäne gehen. Sie rechne vielmehr auch nach den Sommerferien mit einem Schichtunterricht in kontrollierbaren kleinen Gruppen, unterstützt durch digitale Lernangebote. „Wie lange das so bleibt, hängt womöglich davon ab, wann ein Impfstoff kommt."

Die Eltern von Schülern bräuchten jetzt klare Strukturen, auf die sie sich verlassen könnten, um Kinder und Beruf in der Corona-Krise zu vereinbaren. Daher müssten die Schulen ein System aufbauen, das im neuen Schuljahr Bestand haben könne. Für den Präsenzunterricht schlägt die SPD-Vorsitzende halbe Klassen mit viel Klassenlehrerunterricht und wenigen unterschiedlichen Lehrkräften vor. Zugleich müssten aber alle Fächer inhaltlich zum Zug kommen, etwa durch Projektarbeit. „Dafür müssen die Schulen jetzt Konzepte entwickeln.“

4.5.2020, 19:47 Uhr – Auto-Bundesländer setzen sich gemeinsam für Kaufprämien ein

Die Ministerpräsidenten der "Autoländer" Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen fordern eine Kaufprämie für Neuwagen, um die durch die Coronavirus-Krise geschwächte Automobil- und Zuliefererindustrie zu stützen. So soll es 4.000 Euro geben für Pkw mit Batterie- oder Brennstoffzellenantrieb oder Plug-In-Hybride. Der Kauf eines Autos mit modernem Verbrennungsmotor (ab Schadstoffklasse 6d-Temp) soll mit 3.000 Euro unterstützt werden. Wer ein älteres Auto mit Euro-3- oder Euro-4-Norm abgibt, soll zusätzlich 1.000 Euro Recycling-Prämie bekommen.

Es gehe darum, Arbeitsplätze zu sichern, Wertschöpfung im Land zu halten, den Klimaschutz zu fördern und damit die Basis des Wohlstands zu sichern, sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

4.5.2020, 19:27 Uhr – Probe zeigt: Erste Viruserkrankung in Frankreich schon Ende 2019

In Frankreich hat es nach Angaben eines Mediziners schon Ende 2019 und damit knapp einen Monat früher als bislang bekannt eine erste Coronavirus-Infektion gegeben. Man habe alte Proben von damaligen Patienten mit Atembeschwerden nochmals ausgewertet, sagte Yves Cohen von der Klinik-Gruppe Avicenne Jean-Verdier im Norden von Paris, dem Sender BFM TV. Dabei habe eine Probe mit dem Datum 27. Dezember nun angeschlagen. Bislang waren die ersten positiven Tests in Frankreich auf den 24. Januar datiert worden.

Die Probe Ende 2019 sei einem Mann entnommen worden, der Symptome gehabt und über 15 Tage hinweg krank gewesen sei. Wo er sich angesteckt habe, sei unklar. Man habe zurückverfolgen können, dass er nicht gereist sei. „Den einzigen Kontakt, den er hatte, war zu seiner Frau“ , sagte Cohen. Diese habe neben einem Sushi-Stand in der Nähe von Kollegen mit chinesischer Herkunft gearbeitet. Es sei aber unklar, ob diese Kollegen nach China gereist seien. Dort war das Auftreten des neuartigen Virus Ende 2019 erstmals gemeldet worden.

4.5.2020, 19:11 Uhr – Apple und Google wollen eine App pro Land unterstützen

Apple und Google wollen ihre Schnittstellen für Coronavirus-Warn-Apps grundsätzlich für jeweils eine Anwendung pro Land verfügbar machen. Das solle dafür sorgen, dass mehr Nutzer sie installieren sowie einen Flickenteppich aus verschiedenen Apps verhindern, wie die Unternehmen am Montag erklärten. Wenn jedoch ein Land beschließt, verschiedene Apps für einzelne Regionen aufzusetzen, sei man bereit, sie dabei zu unterstützen.

4.5.2020, 18:34 Uhr – Islamverbände legen Plan für Moscheeöffnung vor

Der Koordinationsrat der Muslime hat seine Pläne für eine schrittweise Wiedereröffnung der Moscheen in Deutschland vorgelegt. Danach sollen Gemeinschaftsgebete in den Moscheen voraussichtlich ab kommendem Samstag unter Auflagen wieder möglich sein - allerdings nur zu weniger frequentierten Gebetszeiten, also morgens, mittags und nachmittags. Die meist stärker besuchten Nachtgebete im Fastenmonat Ramadan sowie die Freitags- und Festtagsgebete finden vorerst nicht statt.

4.5.2020, 18:14 Uhr – Spahn: Vorerst keine Regelung zum Immunitätsausweis

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will vorerst doch keine gesetzliche Einführung eines Immunitätsausweises nach einer überstandenen Coronavirusinfektion. Auch sprach er sich gegen eine Impfpflicht aus, falls ein Impfstoff gegen das Covid-19-Virus gefunden werden sollte. „Die Frage, ob im Falle von Corona zusätzlich ein Immunitätsausweis sinnvoll ist, sollten wir als Gesellschaft in Ruhe abwägen und debattieren“, erklärte der Minister. „Deshalb habe ich den Deutschen Ethikrat um eine Stellungnahme gebeten. Dieser laufenden Debatte wollen wir nicht vorgreifen und regeln dazu vorerst gesetzlich nichts.“

In einem Gesetzentwurf, den das Kabinett am Mittwoch verabschiedet hatte und der am Donnerstag im Bundestag debattiert werden soll, hatte Spahn ursprünglich einen Immunitätsausweis vorgesehen. Ein solches Dokument wäre nach Angaben des Ministers insbesondere im Gesundheitswesen wertvoll, weil Ärzte und Pflegekräfte dann ohne Einschränkungen Corona-Patienten versorgen könnten.

4.5.2020, 17:21 Uhr – Bundesregierung nimmt Schutz von Lehrstellen in den Fokus

Die Bundesregierung will Ende dieses Monats mit Gewerkschaften und Wirtschaft über den Schutz von Lehrstellen beraten. Man werde auch Maßnahmen finden, um Ausbildung zu sichern, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Es gelte zu verhindern, dass Lehrstellen auf breiter Front wegbrächen. Zuvor hatte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag DIHK einen Ausbildungsbonus gefordert. Er soll für Betriebe gelten, die zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen. Wegen fehlender Einnahmen und geschlossener Berufsschulen wird es laut DIHK von Tag zu Tag schwieriger, Ausbildung aufrechtzuerhalten.

4.5.2020, 17:15 Uhr – Arbeitslosigkeit in Österreich auf historischem Höchststand

Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist wegen der Corona-Krise auf einen historischen Höchststand gestiegen. Im April seien 571.477 Menschen arbeitslos gemeldet gewesen, teilte die Arbeitsagentur AMS mit. Die Arbeitslosenquote liege bei 12,8 Prozent. Damit waren Ende April mehr als 210.000 mehr Österreicher ohne Job als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Auch die Kurzarbeit nahm deutlich zu: Es seien 104.000 Kurzarbeitsanträge für 1,2 Millionen Menschen gestellt worden, erklärte die AMS.

4.5.2020, 16:15 Uhr – Bundesregierung will Lehrstellen schützen

Die Bundesregierung will Ende dieses Monats mit Gewerkschaften und Wirtschaft über den Schutz von Lehrstellen beraten. Man werde auch Maßnahmen finden, um Ausbildung zu sichern, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Es gelte zu verhindern, dass Lehrstellen auf breiter Front wegbrächen. Zuvor hatte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag DIHK einen Ausbildungsbonus gefordert. Er soll für Betriebe gelten, die zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen. Wegen fehlender Einnahmen und geschlossener Berufsschulen wird es laut DIHK von Tag zu Tag schwieriger, Ausbildung aufrechtzuerhalten.

4.5.2020, 16:28 Uhr – Deutschland gibt 525 Millionen Euro für Impfstoffentwicklung

Deutschland will 525 Millionen Euro für die internationale Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten gegen das Coronavirus bereitstellen. Das sagte Kanzlerin Angela Merkel bei einer Online-Geberkonferenz, zu der EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen eingeladen hatte.

Von der Leyen sagte eine Milliarde Euro für die gemeinsame Entwicklung und Verteilung eines Corona-Impfstoffs, wirksamer Arzneien und Tests zu. Insgesamt sollen bei der Geberkonferenz 7,5 Milliarden Euro zusammenkommen. Ziel ist, die Entwicklung von Impfstoffen und Arzneien zu beschleunigen und diese anschließend der gesamten Menschheit zu erschwinglichen Preisen zugänglich zu machen.

4.5.2020, 16:15 Uhr – Studie: Gibt es bis zu 1,8 Millionen Corona-Infizierte in Deutschland?

Forscher der Uni Bonn haben die Ausbreitung des Coronavirus im Örtchen Gangelt im Kreis Heinsberg, NRW, untersucht. Die Studie ergibt unter anderem eine Hochrechnung, die besagt, dass bundesweit bis zu 1,8 Millionen Menschen das Virus haben oder hatten. Doch lassen sich diese Ergebnisse nicht einfach auf die ganze Republik übertragen.

Studie über Heinsberg Gibt es bis zu 1,8 Millionen Corona-Infizierte in Deutschland?

Die Uni Bonn hat ihre Studie zum Kreis Heinsberg in NRW vorgestellt. Dort hatten sich in kurzer Zeit viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Eine Dunkelziffer-Schätzung besagt demnach, dass bis zu 1,8 Millionen Menschen bundesweit infiziert sind oder waren. Experten wiegeln jedoch ab: Die Ergebnisse ließen sich nicht einfach übertragen.  mehr...

4.5.2020, 16:10 Uhr – Zehn Bundesliga-Fußballer und Betreuer positiv getestet

Zehn Spieler und Betreuer aus der 1. und 2. Fußball-Bundesliga sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilt der Liga-Veband DFL nach einer Testreihe mit allen gut 1.700 Spielern, Trainern und anderen Personen aus dem Umfeld der Mannschaften mit.

4.5.2020, 15:59 Uhr – Polizei in Baden-Württemberg bekommt Zugriff auf Corona-Daten

Die Polizei in Baden-Württemberg darf ab Dienstag auf die Daten der Gesundheitsämter über Coronavirusinfizierte zugreifen. Mit einer neuen Verordnung gebe es eine sichere rechtliche Grundlage, erklärte der stellvertretende baden-württembergische Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl (CDU). „Damit kann die Polizei Personen identifizieren, die sich nicht an die Auflagen halten und andere gefährden“, erklärte Strobl. Daten von Menschen, die nicht mehr ansteckend sind, würden arbeitstäglich aus dem Abfragesystem gelöscht.

4.5.2020, 15:27 Uhr – Faktencheck: Hat das Bundeskabinett einen „Impfzwang“ beschlossen?

Am Samstag hochgeladen und schon an der Millionenmarke: Dieses Video behauptet, aus offiziellen Quellen zu wissen, dass in Deutschland eine Impfpflicht beschlossen wurde. Was ist da dran? Mit einem Klick auf den Link geht's direkt zu unserem Faktencheck.

4.5.2020, 14:55 Uhr – Bundesregierung ist weiterhin für einheitliches Vorgehen

Gelockerte Kontaktbeschränkungen in Sachsen-Anhalt, bald geöffnete Restaurants in Niedersachsen: Die Bundesländer schlagen in der Corona-Politik zunehmend unterschiedliche Wege ein. Dennoch strebt die Bundesregierung weiterhin ein gemeinsames Vorgehen an. Bei der Lockerung der Auflagen könne es „natürlich regionale und lokale Nuancen“ geben, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Das Wichtige sei dabei, dass Bund und Länder „auf einem gemeinsamen Pfad“ unterwegs seien und eine „gemeinsame Strategie“ verfolgten.

In der Bundespressekonferenz gab Seibert einen Einblick, um welche Themen es bei den nächsten Beratungen zwischen Bund und Ländern am Mittwoch gehen wird:

4.5.2020, 13:50 Uhr – Auch Niedersachsen prescht bei Lockerungen vor

Vor der nächsten Bund-Länder-Abstimmung am Mittwoch drängen mehrere Bundesländer auf weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Niedersachsen hat jetzt einen Fünf-Stufenplan für die nächsten Wochen vorgestellt.

Darin plant die Landesregierung unter anderem, die Gastronomie ab nächsten Montag mit Einschränkungen wieder zu öffnen. Restaurants, Gaststätten, Cafés und Biergärten sollen dann zunächst maximal die Hälfte der Plätze anbieten, sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU). Dafür solle es eine Reservierungspflicht geben. In weiteren Schritten sollen Hotels, Pensionen und Jugendherbergen mit der Hälfte ihrer Kapazitäten öffnen. Bars und Diskotheken sollen geschlossen bleiben. Dieser Stufenplan soll nach den Beratungen am Mittwoch endgültig für Niedersachsen beschlossen werden.

Nordrhein-Westfalen will die Kindertagesstätten notfalls auch im Alleingang öffnen – falls die Bund-Länder-Abstimmung am Mittwoch keinen einheitlichen Kurs beschließt. Man lasse sich nicht noch eine weitere Woche vertrösten, so NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP).

4.5.2020, 13:15 Uhr – Pharmakonzern Roche will Millionen Antikörpertest liefern

Der Schweizer Pharmakonzern Roche will seinen Test zum Nachweis von Coronavirus-Antikörpern noch in diesem Monat an Einrichtungen in Deutschland ausliefern. Es gehe zunächst um drei Millionen Tests im Mai, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei einem Besuch des Roche-Standortes im bayerischen Penzberg. Die Antikörpertests würden dabei helfen, den Prozentsatz der Bevölkerung zu bestimmen, der mit dem Virus infiziert worden sei.

Um Tests in großer Menge bereitstellen zu können, will Roche die Produktionskapazität in Penzberg für 170 Millionen Euro ausbauen. Der Antikörpertest ist auch in den USA zugelassen worden.

4.5.2020, 11:50 Uhr – Reisebranche: Zwei von drei Firmen in Corona-Krise direkt von Insolvenz bedroht

Die wirtschaftliche Lage der deutschen Reiseunternehmen hat sich dem Branchenverband DRV zufolge weiter verschärft. Der Verband rechnet inzwischen mit Umsatzeinbußen von mindestens 10,8 Milliarden Euro bis Mitte Juni. Das Geschäft von Reisebüros und Reiseveranstaltern sei durch die staatlichen Beschränkungen fast vollständig zum Erliegen gekommen, sagte Verbandspräsident Norbert Fiebig in Berlin. Eine Besserung sei nicht in Sicht. Hinzu kämen die Belastungen durch die Rückabwicklung gebuchter Reisen.

4.5.2020, 10:45 Uhr – Experte glaubt: Ausgangsbeschränkungen kosten jeden im Schnitt 60 Euro pro Tag

Der Ökonom und Wirtschaftswissenschaftler Jens Südekum geht davon aus, dass die Beschränkung des öffentlichen Lebens jeden Bundesbürger täglich 60 Euro kostet. „Eine Woche Lockdown kostet etwa 35 Milliarden pro Woche. Das sind fünf Milliarden pro Tag – und im Durchschnitt 60 Euro pro Bundesbürger pro Tag“, sagt Südekum Bild. Südekum zufolge wirkt sich die Krise deutlich schlimmer aus als erwartet. „Die ersten Prognosen, die gemacht wurden, waren zu optimistisch. Es wird dramatisch nach unten gehen. Es ist jetzt schon klar, dass wir die stärkste Rezension seit Ende des 2. Weltkriegs bekommen.“

4.5.2020, 10:28 Uhr – Zahlen in Russland steigen stark an

In Russland ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den letzten 24 Stunden um 10.581 Fälle gestiegen. Am Vortag hatte das Land einen Rekordwert an 10.633 neuen Fällen gemeldet. Insgesamt gibt es nunmehr in Russland 145.268 Infizierte, wie das Coronavirus-Krisenreaktionszentrum des Landes mitteilt. Es werden 76 neue Todesfälle durch Covid-19 gemeldet, die Gesamtzahl der Todesopfer in Russland steigt auf 1.356.

4.5.2020, 9:23 Uhr – NRW droht mit Alleingang bei Kitas

Bei der Öffnung von Kindertagesstätten droht der nordrhein-westfälische Familienminister Joachim Stamp (FDP) mit einem Alleingang seines Bundeslandes, sollte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei ihrem Treffen mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch keinen einheitlichen Öffnungskurs beschließen. "Ich möchte jetzt gerne unseren Weg gehen. Wir lassen uns nicht noch eine Woche vertrösten", sagte der stellvertretende NRW-Ministerpräsident im Podcast "Morning Briefing" von Gabor Steingart. 

4.5.2020, 8:26 Uhr – Auch Italien lockert heute

In Italien sind die strikten Beschränkungen heute gelockert worden. Die 60 Millionen Italiener durften wieder spazieren gehen und Verwandte besuchen. Auch die Industrie und die Bauwirtschaft nehmen den Betrieb wieder auf. Restaurants dürfen Essen zum Abholen verkaufen und weitere Geschäfte öffnen. Von der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel wird aber weiterhin abgeraten. In öffentlichen Gebäuden herrscht Maskenpflicht. In Italien, das mit fast 29.000 Toten die höchste Opferzahl in Europa zu beklagen hat, trat am 9. März eine strikte Ausgangssperre in Kraft.

4.5.2020, 6:30 Uhr – Der Tag der Lockerungen ist da

In den Bundesländern werden ab heute die Corona-Schutzmaßnahmen weiter gelockert: Vielerorts dürfen die Menschen wieder zum Friseur gehen. Auch Museen, Bibliotheken und Zoos werden wieder geöffnet. Viele Spielplätze dürfen wieder genutzt werden. Auch Gottesdienste sollen wieder zugänglich sein. In Rheinland-Pfalz (diese Lockerungen treten hier in Kraft) und Baden-Württemberg (diese Lockerungen gelten in Baden-Württemberg) geht der Schulalltag schrittweise weiter. Nach den Abschlussklassen kommen nun jene zurück, für die im nächsten Schuljahr Abschlussprüfungen anstehen, sowie die obersten Grundschulklassen. Der Unterricht darf aber nur in kleinen Gruppen stattfinden und überall gelten Hygieneregeln. Auch große Geschäfte im Südwesten dürfen wieder öffnen. Zudem wird die Ausgangssperre für Heimbewohner in Baden-Württemberg wird aufgehoben.

4.5.2020, 5:56 Uhr – Die jüngsten Corona-Zahlen für Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der festgestellten Infektionen um 679 auf 163.175 gestiegen, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle legt um 43 auf 6692 zu.

4.5.2020, 3:01 Uhr – So sieht es weltweit aus

Die Zahl der weltweiten Fälle von neuartigen Corona-Infektionen liegt nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters bei über 3,5 Millionen. An COVID-19 sind demnach fast eine Viertelmillion Menschen gestorben. Der Anstieg der Todesfälle und der Neuinfektionen hat sich von den im letzten Monat erreichten Höchstständen verlangsamt. Die meisten Fälle treten in Nordamerika und europäischen Ländern auf. In Lateinamerika, Afrika und Russland steigen die Zahlen. Weltweit gab es laut der Reuters-Statistik binnen 24 Stunden 84.004 neue Fälle, womit sich die Gesamtzahl auf etwas mehr als 3,5 Millionen beläuft.

4.5.2020, 00:13 Uhr – Jetzt über 65.000 Tote in den USA

Die US-Zentren für Seuchenbekämpfung und -prävention (CDC) melden 1.122.486 Fälle des neuen Coronavirus, ein Anstieg von 29.671 Fällen gegenüber dem Vortag. Die Zahl der Todesfälle steigt um 1452 auf 65.735.

3.5.2020, 18:59 Uhr – Merkel: Impfstoff gegen das Coronavirus muss allen Menschen zugutekommen

Wirkliche Erleichterung und eine Lösung der Coronavirus-Krise wird es weltweit erst mit einem wirksamen Medikament oder einem Impfstoff geben. In einer Geberkonferenz will die EU-Kommission nicht nur auf den Weg bringen, dass die Milliarden für die nötige Forschung zusammenkommen, sondern auch, dass die Ergebnisse allen Menschen zugutekommen. Es müsse schnell geforscht werden nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Das müsse gemeinsam passieren, und dieser müsse dann allen Menschen zur Verfügung stehen, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in ihrem Video-Podcast.

3.5.2020, 18:52 Uhr – Einreisende können sich am Wiener Flughafen testen lassen

Der Flughafen Wien bietet ab morgen Coronavirus-Tests an, um bei der Einreise in Österreich eine Quarantäne zu vermeiden. Passagiere könnten für 190 Euro getestet werden – das hat der Flughafen mitgeteilt. Das Ergebnis gebe es dann innerhalb von zwei bis drei Stunden. Bisher müssen Einreisende Österreich zwei Wochen in Quarantäne oder einen negativen Corona-Befund dabei haben, der nicht älter als vier Tage ist.

3.5.2020, 18:32 Uhr – Immer mehr Kritik an Spahns Vorschlag des Immunitätsausweises

Der Gesetzentwurf zu einem Corona-Immunitätsausweis sorgt für Kritik. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat den Ethikrat um eine Stellungnahme gebeten. Wer solch einen Ausweis über eine Art „zertifizierte Immunität“ hätte, für den könnten Kontaktverbote nicht mehr gelten. Doch viele fürchten eine Stigmatisierung der Nicht-Inhaber.

Noch ist unklar, ob Menschen nach einer Corona-Erkrankung immun sind. Im Fall einer wissenschaftlichen Bestätigung will die Bundesregierung nach Angaben der Süddeutschen Zeitung einen solchen Ausweis einführen. Sie beschloss demnach am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf.

3.5.2020, 16:03 Uhr – Gespräche über Staatshilfen: Lufthansa erwartet „baldigen Abschluss“

Die Lufthansa rechnet mit „einem baldigen Abschluss“ der Verhandlungen über Staatshilfe in Milliardenhöhe. „Die Unterstützung durch den deutschen Staat wäre für uns ein entscheidender Schritt für unsere Zukunftsfähigkeit“, schrieb der Vorstand um Konzernchef Carsten Spohr in einer internen Mitteilung an die Belegschaft. Der Austausch mit der Bundesregierung sei „intensiv und konstruktiv“.

Die Lufthansa verhandelt mit der Bundesregierung über Hilfen in Höhe von rund zehn Milliarden Euro, die zum Teil als stille Beteiligung fließen könnten. Im Gegenzug ist auch eine staatliche Beteiligung im Gespräch. Spohr lehnt zu großen staatlichen Einfluss etwa in Form von Aufsichtsratsmandaten aber ab. Morgen will der Vorstand mit dem Aufsichtsrat die Lage beraten, am Dienstag folgt die Hauptversammlung.

3.5.2020, 15:31 Uhr – Früherer Ethikrat-Vorsitzender gegen Bundesliga-Neustart

Der langjährige Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Peter Dabrock, lehnt eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga aktuell vehement ab. „Ich halte diese Idee medizinisch und epidemiologisch für unverantwortlich – sowohl mit Blick auf die Teams, aber auch mit Blick auf die abertausenden zu erwartenden Fantreffen, lauter Mini-Ischgls. Praktisch halte ich sie für undurchführbar und juristisch für problematisch. Vor allen Dingen hielte ich es für gesellschaftlich fatal, sogar verheerend, sollte jetzt wieder gespielt werden“, sagte der Theologie-Professor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg der Montagsausgabe der Nürnberger Nachrichten. Wenn es hier eine Vorzugsbehandlung geben sollte, „wäre das gegenwärtig das völlig verkehrte Signal - auch im Blick auf die Corona-Testkapazitäten, die in anderen Bereichen dringend notwendig sind“, sagte Dabrock weiter.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte zuletzt ein Konzept zum Neustart des Spielbetriebs in den kommenden Wochen vorgestellt. Die DFL hofft nun auf eine Bewilligung durch die Politik.

3.5.2020, 14:35 Uhr – EU prüft offenbar Zulassung von Malaria-Medikament

Die EU prüft offenbar, ob das Medikament Remdesivir zur Behandlung von Coronavirus-Infektionen zugelassen wird. Eine Entscheidung darüber könne in einigen Tagen fallen, sagte eine Sprecherin der schwedischen Arzneimittelbehörde. In den USA ist Remdesivir bereits zugelassen, um die Genesungsdauer von Patienten zu verkürzen. Das Medikament war ursprünglich von einem amerikanischen Hersteller für die Behandlung von Ebola entwickelt worden.

3.5.2020, 14:02 Uhr – Gewerkschaften: Schulen kommen an ihre Grenzen

Viele Schulen in Baden-Württemberg kommen mit der Öffnung am Montag nach Einschätzung der Bildungsgewerkschaften an ihre Grenzen. Unter den strengen hygienischen Vorgaben sei Präsenzunterricht über die zwei Abschluss-Jahrgänge hinaus meist nicht möglich, teilte der Landes-Philologenverband mit. Für die Klassen fünf bis zehn sei momentan an den Gymnasien schlicht kein Platz vorhanden.

Die Gewerkschaft GEW wies auf die herausfordernde Situation der beruflichen Schulen hin. Viele Lehrkräfte gehörten zu Risikogruppen und dürften nicht in die Schulen. Zwei Drittel der Lehrkräfte könnten jedoch nicht gleichzeitig Abschlussprüfungen, Notbetreuung, Unterricht in zu vollen Klassenzimmern und Lernen zu Hause organisieren. Die Sicherheit aller müsse an erster Stelle stehen, betonte die Gewerkschaft. Auch in Rheinland-Pfalz beginnt morgen nach wochenlangem Behelfsunterricht für zehntausende Schüler wieder der Schulalltag.

3.5.2020, 13:33 Uhr – Stiftung Patientenschutz fordert verbindlichen Infektionsschutz

Die Stiftung Patientenschutz will für den Infektionsschutz in den Krankenhäusern verbindliche Kriterien. In der Coronavirus-Epidemie sollten sich besonders alte und kranke Menschen darauf verlassen können, dass der Infektionsschutz stehe, sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch.

Die bisherigen Empfehlungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) enthielten dazu bislang aber nichts Konkretes. Wegen leerer Betten und ausgefallener Therapien drohten den Krankenhäusern zudem Ausgaben von mehr als 20 Milliarden Euro, warnte Brysch. Die viel zu vielen Leerbetten machten alle bisherigen Planungen zunichte. So könne das Vertrauen der Patienten kaum zurückgewonnen werden.

Seit Mitte März haben die Kliniken bundesweit unter anderem alle medizinisch nicht zwingend notwendigen planbaren Operationen verschoben, um für die Behandlung von Coronavirus-Infizierte vorbereitet zu sein. Inzwischen wird aber die schrittweise Rückkehr zum Normalbetrieb vorbereitet.

3.5.2020, 13:06 Uhr – Regierung nannte falsche Infektionszahl

Die Bundesregierung hat während des Bund-Länder-Gipfels am Donnerstag zu hohe Infektionszahlen genannt. Die Zahl von 40.000 akut Infizierten sei wohl nicht korrekt gewesen, räumte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums ein. Tatsächlich waren auf Basis der Zahlen der Robert-Koch-Instituts nur gut 29.000 Menschen infektiös.

Die falsche Zahl tauchte in einem Gastbeitrag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf und wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf der Pressekonferenz nach dem Treffen genannt.

3.5.2020, 12:32 Uhr – Sachsen für Restaurant-Öffnung ab 15. Mai

Die seit Wochen wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossenen Cafés, Kneipen und ‎Restaurants sollen nach dem Willen von Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) schnell Klarheit ‎haben, wann sie wieder öffnen können. Sollte es die Entwicklung der Infektionszahlen zulassen, ‎schlägt er eine Öffnung der Außenbereiche unter strengen Auflagen für den 15. Mai vor.

„Man könnte testen, ob die ‎Sicherheitsvorkehrungen funktionieren, bevor sich alles am Pfingstwochenende ballt“, sagte der SPD-Politiker. Zu Pfingsten könnten dann weitere Lockerungen – etwa für den Innenbereich in der Gastronomie – folgen. ‎Den 15. Mai will Dulig dem Ministerpräsidenten mit Blick auf die nächste Bund-Länder-Schalte am 6. ‎Mai vorschlagen.

3.5.2020, 12:28 Uhr – Maas fordert von China „Aufklärung über den Ursprung“

Außenminister Heiko Maas (SPD) hat China zu Transparenz in der Coronakrise aufgerufen. Die ganze Welt hat ein Interesse, dass der genaue Ursprung des Virus geklärt wird", sagte Maas den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Fundierte Antworten darauf müsse aber die Wissenschaft geben, nicht die Politik. China könne hier unter Beweis stellen, wie transparent es mit dem Virus tatsächlich umgehen wolle.

3.5.2020, 11:18 Uhr – Erste öffentliche Gottesdienste seit sechs Wochen

In Rheinland-Pfalz wurden am Vormittag die ersten Gottesdienste mit Gläubigen in den Kirchen seit sechs Wochen gefeiert. Dabei galten strenge Hygienevorschriften: In den Domen in Speyer und Trier mussten die Menschen einen Mund-Nase-Schutz tragen und den Mindestabstand einhalten.

Im Dom zu Speyer waren maximal 50 Menschen nach vorheriger telefonischer Anmeldung erlaubt, im Trierer Dom war die Zahl auf 120 begrenzt. Gemeinsames Singen sollte aus Hygienegründen ebenso ausfallen wie Händeschütteln beim Friedensgruß.

In der Wallfahrtskirche in Klausen in der Eifel ist am Abend ein Gottesdienst geplant, zu dem auch der Trierer Bischof Stephan Ackermann erwartet wird.

Auch im Kölner Dom wurde nach langer Pause der erste öffentliche Gottesdienst gefeiert. In den vergangenen Wochen habe man sich wegen der Corona-Pandemie mit der Üvirusbertragung von Gottesdiensten im Internet beholfen, sagte Kardinal Rainer Maria Woelki zur Begrüßung. „Viele haben einfach als Corona-Engel gearbeitet und alte und gefährdete Menschen im Blick gehabt.“ Es sei schön, jetzt auch wieder gemeinsam die heilige Messe feiern zu können. „Zum Heulen schön“ sei es gewesen, berichtet eine Frau nach der Messe.

3.5.2020, 7:29 Uhr – Braun: Lockerungen nicht für alle gleich

Kanzleramtschef Helge Braun hat um Verständnis dafür geworben, dass es bei den Lockerungen der aktuellen Beschränkungen zu Ungleichbehandlungen kommen kann. Beim schrittweisen Öffnen des Alltagslebens könne es nicht immer eine absolute Gleichbehandlung geben, sagte er der Welt am Sonntag. Es sei rechtlich unproblematisch gewesen, aus Infektionsschutzgründen viele gesellschaftliche und wirtschaftliche Bereiche zu schließen. Bei der schrittweisen Lockerung müsse die Regierung aber abwägen.

3.5.2020, 7:22 Uhr – Bahngewerkschaft nennt Lage dramatisch

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat die Lage der Deutschen Bahn in der Corona-Krise als dramatisch bezeichnet. Der kommissarische Vorsitzende der Gewerkschaft, Klaus-Dieter Hommel, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Die Einbrüche bei den Fahrgastzahlen sind fatal, die Fixkosten aber hoch. Es wird lange dauern, bis das Vorkrisen-Niveau erreicht ist.“

Die Bahn hat ihr Angebot in der Coronavirus-Krise zurückgefahren, der größte Teil des Fahrplans wurde aber aufrechterhalten - um eine Grundversorgung aufrechtzuerhalten. Die Fahrgastzahlen im Fernverkehr sind jedoch eingebrochen, auf 10 bis 15 Prozent des Niveaus vor der Krise.

3.5.2020, 4:52 Uhr – Maas wirbt für kontrolliertes Vorgehen bei Reisewarnung

Außenminister Heiko Maas (SPD) wirbt für Bedacht bei der Aufhebung der weltweiten Reisewarnungen. „Wenn Leute nicht nur wieder ins Ausland fliegen können, sondern auch mit hinreichender Sicherheit zurückkommen, dann können wir die Reisewarnung schrittweise zurückfahren“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Es darf dabei aber keine Schnellschüsse geben. Wir können und werden im Sommer nicht noch einmal eine Viertelmillion Menschen aus dem Urlaub zurückholen."

Maas betonte, die Grenzen in Europa dürften „keinen Tag länger als nötig“ geschlossen bleiben. Aber auch bei den Grenzöffnungen müsse die Bundesregierung „kontrolliert und koordiniert vorgehen, um nicht die Fortschritte im Kampf gegen das Virus aufs Spiel zu setzen, für die wir alle in den letzten Wochen einen Teil unseres normalen Lebens geopfert haben“.

3.5.2020, 4:38 Uhr – Ein Drittel will bald zum Friseur oder zur Friseurin

Jeder dritte Bürger und jede dritte Bürgerin wollen bald nach Wiederöffnung zum Friseur. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. „Ich habe mir schon einen Termin besorgt“, sagen zehn Prozent. Vier Prozent wollten sich einen Termin besorgen, konnten aber keinen mehr bekommen. Weitere 18 Prozent sind zwar noch terminlos, wollen aber „bald nach Öffnung zum Friseur gehen“.

2.5.2020, 18:30 Uhr – Antikörper-Studie: Fast 20 Prozent der getesteten New Yorker positiv

In Teilen der Millionenmetropole New York könnte bereits mehr als jeder vierte Mensch mit dem neuen Coronavirus infiziert gewesen sein. Das geht aus neuen vorläufigen Zahlen einer ersten Antikörper-Studie hervor, die der Gouverneur des Bundesstaats, Andrew Cuomo, vorgestellt hat. Demnach seien im besonders heftig betroffenen und eher ärmeren Stadtteil Bronx bei Stichproben bei 27,6 Prozent der Getesteten Antikörper festgestellt worden. Im reicheren Manhattan war dies bei 17,3 Prozent der Stichproben der Fall.

Today we are releasing additional preliminary results from our statewide antibody survey. The survey shows that 12.3% of the state population is positive for COVID-19 antibodies, from an expanded sample size of 15,000. (Results are weighted.)

Insgesamt wurden in der Stadt New York bei fast jedem Fünften der Überprüften die Antikörper gefunden, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus entstehen. Für den Bundesstaat New York lag dieser Wert bei 12,3 Prozent von 15.000 zufällig Getesteten.

In der rund 8,4 Millionen Einwohner großen Stadt New York waren bis Freitag laut Zahlen des Gouverneurs offiziell rund 170.000 positiv getestete Fälle festgestellt worden. Die Daten der Studie deuten darauf hin, dass die tatsächliche Zahl rund zehnmal so hoch gelegen haben könnte.

2.5.2020, 15:31 Uhr – Ausgangssperre in Spanien gelockert

Die spanische Regierung hat die Einschränkungen des öffentlichen Lebens weiter gelockert. Erstmals seit sieben Wochen durften Erwachsene wieder draußen Sport treiben. Ministerpräsident Pedro Sánchez rief die Bevölkerung auf, sich an die Abstandsregeln zu halten und mit Bedacht zu handeln. Um zu vermeiden, dass zu viele Menschen gleichzeitig auf den Straßen sind, hat die Regierung strenge Ausgangsregeln eingeführt. Zudem gilt ab Montag eine Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. Bislang war das Tragen von Schutzmasken nur eindringlich empfohlen.

Wer wann wie lange auf die Straße darf, ist klar geregelt. Erwachsene dürfen zwischen 6 und 10 Uhr eine Stunde spazieren gehen - im Umkreis von einem Kilometer um die eigene Wohnung. Sportler dürfen sich auch weiter entfernen und länger als eine Stunde unterwegs sein, allerdings nur innerhalb der Gemeinde. Am Vormittag sind die Rentner dran, am Nachmittag die Kinder - und ab 20 Uhr dürfen auch die Erwachsenen nochmal raus.

2.5.2020, 13:26 Uhr – Sachsen-Anhalt und Saarland lockern Kontaktbeschränkungen

Die Landesregierung in Sachsen-Anhalt lockert die Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen. Ab Montag dürfen sich wieder bis zu fünf Menschen zusammen in der Öffentlichkeit aufhalten, auch wenn sie nicht in einem Haushalt leben. Seit rund sechs Wochen durften in Sachsen-Anhalt, wie auch in den anderen Bundesländern, nur höchstens zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten draußen unterwegs sein.

Sachsen-Anhalt setzt sich damit über die Bund-Länder-Vereinbarung vom Donnerstag hinweg, wonach die Kontaktbeschränkungen vorerst bis zum 10. Mai verlängert werden sollten. Über das weitere Vorgehen sollte eigentlich bundesweit erst bei einem neuen Spitzengespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch entschieden werden.

Auch das Saarland lockert einige der Corona-bedingten Beschränkungen. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat angekündigt, dass ab Montag wieder alle Geschäfte öffnen können - unabhängig von Größe und Sortiment. Allerdings dürfe sich in den Läden nur ein Kunde pro 20 Quadratmeter aufhalten. Das könne auch ein Modell für ganz Deutschland sein, so Hans.

2.5.2020, 12:15 Uhr – Umfrage: Viele haben Bedenken vor Friseurbesuch

Erstmals seit mehr als sechs Wochen dürfen die Friseurinnen und Friseure in Deutschland am kommenden Montag wieder öffnen – die Hälfte der Menschen in Deutschland macht sich einer Umfrage zufolge allerdings Gedanken wegen Hygiene und Ansteckungsrisiken. 25 Prozent haben zwar geringe Bedenken, wollen aber trotzdem einen Salon aufsuchen. Dies ermittelte das Meinungsforschungsinstitut Yougov bei einer Umfrage unter 2.034 Personen im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa.

2.5.2020, 12:13 Uhr – Weitere Grenzöffnungen nach Luxemburg und Frankreich

Das Bundesinnenministerium lässt ab Montag weitere Grenzübergänge nach Luxemburg und ins Elsass öffnen. Im Bereich Trier sind das die Übergänge Ralingen, Gemünd, Übereisenbach und Tintesmühle. In Baden wird der Grenzübergang Wintersdorf-Beinheim freigegeben. Viele Bürgermeister und Politiker aus den Grenzregionen fordern seit längerem, mehr Übergänge zu öffnen und die Kontrollen wieder aufzuheben.

Weitere 13 Prozent der Befragten wollen trotz großer oder sehr großer Bedenken (acht beziehungsweise fünf Prozent) zum Frisör. Elf Prozent dagegen haben die feste Absicht, wegen des Coronavirus auf Distanz zu bleiben: „Ich habe große Bedenken und würde deshalb vorerst nicht zum Frisör gehen“, beantworteten sie mit Ja.

2.5.2020, 11:42 Uhr – Reporter ohne Grenzen: Pandemie verschlechtert Lage für Journalismus

Die Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie wird nach Einschätzung der Organisation Reporter ohne Grenzen missbraucht, um unabhängige Journalistinnen und Journalisten zu unterdrücken, zu verfolgen und zu bedrängen. Die Pandemie werde zum Anlass genommen, unabhängige Stimmen zum Schweigen zu bringen, sagte Geschäftsführer Christian Mihr dem Radiosender B5 aktuell. Diese Entwicklung werde global und zeitgleich beobachtet. Besonders deutlich werde das in China, wo die Kommunistische Partei lediglich ihre Lesart in Sachen Covid-19 zulasse und Kritiker plötzlich verschwunden seien, sagte Mihr.

In der EU steht dem jüngsten Bericht der Organisation zufolge auch in Ländern wie Ungarn, Bulgarien und Polen nicht alles zum Besten in Sachen Pressefreiheit. Vorbildlich seien dagegen die skandinavischen Länder, sagte Mihr. Die Lage in Deutschland sei gut, Abstriche gebe es allerdings wegen Gewalt von rechts und zu vielen Überwachungswünschen aus der Politik.

2.5.2020, 11:18 Uhr – Merkel will Geld geben für Impstoff für alle

Die Coronavirus-Pandemie kann nach Meinung von Bundeskanzlerin Merkel nur von allen Staaten gemeinsam bekämpft werden. Es gehe darum, für alle Menschen auf der Welt Impfstoffe zu entwickeln und Medikamente sowie gute Diagnosemöglichkeiten bereitzustellen, sagte Merkel in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. Sie äußerte sich zwei Tage vor dem Beginn der internationalen Geber-Videokonferenz zur Coronavirus-Krise. Dabei soll Geld unter anderem für die Impfstoffforschung zusammenkommen.

„Heute fehlen für die Entwicklung eines Impfstoffes noch geschätzt etwa acht Milliarden Euro“, sagte Merkel. Deshalb sei es wichtig, dass sich jetzt ein großes Bündnis dieser Arbeit verpflichte und sich möglichst viele Akteure auch mit finanziellen Beiträgen engagierten. Dies solle auch für die Entwicklung und Herstellung von Medikamenten ermöglichen. „Deutschland wird sich mit einem deutlichen finanziellen Beitrag beteiligen“, kündigte Merkel an. Es gehöre „zu den vornehmsten Aufgaben, Millionen von Menschenleben zu retten auf dieser Welt“.

2.5.2020, 10:41 Uhr – 250.000 bestätigte Infektionen in Moskau

In Moskau haben sich nach Angaben von Bürgermeister Sergej Sobjanin schon mehr als eine Viertelmillion Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Reihentests in der russischen Hauptstadt hätten bei rund zwei Prozent der Einwohner - also bei mehr als 250.000 Menschen - eine Infektion nachgewiesen, schrieb Sobjanin am Samstag in seinem Blog. In ganz Russland waren zuvor offiziell 114.000 Infektionsfälle gemeldet worden - darunter 57.300 Fälle in Moskau. Sobjanin erklärte, die russische Hauptstadt habe die Ausbreitung des Virus durch die Ausgangssperre und andere Maßnahmen bisher eindämmen können. Auch die Test-Kapazitäten seien in den vergangenen Wochen stark ausgebaut worden. Der Höhepunkt der Infektionswelle stehe der Stadt aber noch bevor.

Russland hatte wegen des Coronavirus im Februar seine Landgrenzen zu China geschlossen und danach wochenlang nur sehr niedrige Infektionszahlen gemeldet, während die Zahlen in Westeuropa rasant stiegen. Seit Mitte März steigen die Zahlen aber auch in Russland unaufhörlich an. 1.169 Menschen sind bislang gestorben. Moskau, das offiziell 12,7 Millionen Einwohner hat, ist am schwersten betroffen.

2.5.2020, 9:52 Uhr – Organisationen fordern 100 Euro mehr für arme Menschen

Zahlreiche Vertreter deutscher Organisationen fordern wegen der Coronavirus-Krise mehr Geld für Menschen, die existenzsichernde Sozialleistungen bekommen. Sie sollten monatlich 100 Euro zusätzlich erhalten, heißt es in einem Aufruf, den beispielsweise Spitzenvertreter des Sozialverbands VdK und des Deutschen Gewerkschaftsbunds unterzeichneten. Zur Begründung heißt es unter anderem, Grundnahrungsmittel würden spürbar teurer und Hilfsangebote von Tafeln seien nicht oder nur eingeschränkt möglich. Außerdem belasteten Produkte zum Schutz vor einer Coronavirusinfektion die Haushalte.

2.5.2020, 9:48 Uhr – Schäuble: Es kann nicht ewig Geld ausgegeben werden

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat angesichts der Coronavirus-Krise davor gewarnt, die wirtschaftliche Stärke des Staats zu überschätzen. Menschen dürften nicht den Eindruck gewinnen, dieser könne jetzt für alles aufkommen, sagte Schäuble den Zeitungen des badischen Reiff Verlags. Für Hilfe und Sozialleistungen könne nur ausgegeben werden, was erwirtschaftet werde. Deshalb müsse man gemeinsam entscheiden, was für die wirtschaftliche Erholung in Deutschland und Europa notwendig sei. Schäuble geht davon aus, dass es einen starken Schub in Richtung Digitalisierung geben wird. Das werde Deutschland helfen, die bisherige Schwerfälligkeit auf diesem Gebiet zu überwinden.

2.5.2020, 9:36 Uhr – Erste Berliner Ausstellungen sind wieder zugänglich

Nach Wochen ohne öffentlich sichtbare Kunst öffnen erste Ausstellungen in der Coronavirus-Krise wieder ihre Türen für Besucher in Berlin. Zunächst sind es Galerien, die in der Hauptstadt zugänglich sind. Sie gelten nicht nur als Präsentationsräume für die Arbeiten meist von Gegenwartskünstlern und -künstlerinnen, sondern sind auch Verkaufsräume wie andere Shops. Deswegen können Galeristen bereits Interessierte in ihre Räume lassen - sofern die allgemein geltenden Regeln von Abstand und Hygiene eingehalten werden können.

Als eine der ersten meldet sich die Galerie Konrad Fischer mit Werken des Künstlers Thomas Schütte aus der Abschottung zurück. Die König Galerie sich den Künstlern Jorinde Voigt und Jeppe Hein gewidmet. In der kommenden Woche sollen weitere Ausstellungen folgen.

2.5.2020, 8:30 Uhr – Marktforschung: Gerade die Jüngeren haben gehamstert

In der Coronavirus-Krise haben laut einer Umfrage des Marktforschers Nielsen vor allem junge Leute Arzneien, Lebensmittel und Hygieneartikel gehamstert. In der Umfrage im Auftrag des Bundesverbands der Arzneimittel-Hersteller (BAH) mit 1.000 Befragten gaben 43 Prozent der 18- bis 29-Jährigen an, Arzneien über die in normalen Zeiten beschaffte Menge hinaus gekauft zu haben. Bei den 30- bis 39-Jährigen waren es 34 Prozent. Dagegen hamsterten nur 15 Prozent der 50- bis 59-Jährigen sowie 9 Prozent der über 60-Jährigen Medikamente. Damit lagen die älteren Menschen deutlich unter dem Durchschnitt von 23 Prozent.

Nicht nur bei Arzneien zeigte sich, dass gerade jüngere Menschen auf Vorrat kauften: So gaben 53 Prozent der 18- bis 29-Jährigen an, Produkte des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Seife oder Toilettenpapier über das gewöhnliche Maß beschafft zu haben und 51 Prozent der 30- bis 39-Jährigen. Das waren weit mehr als in der Gruppe zwischen 50 und 60 und bei den über 60-Jährigen (24 bzw. 19 Prozent). Große Haushalte mit drei bis vier sowie über fünf Personen hamsterten demnach besonders, ebenso solche mit einem hohen Bildungsgrad. Haushalte mit wenig Einkommen hielten sich zurück.

Ende März erklärte Marktcheck das Phänomen der Hamsterkäufe in diesem Video:

Eine Ursache für das Einkaufsverhalten sei, dass Eltern Vorräte auch für ihre Kinder angelegt hätten, vermuten die Marktforschenden. Das könne erklären, warum relativ junge Menschen bei Lebensmitteln und Arzneien verstärkt zuschlugen. Sie fühlten sich verantwortlich für andere Personen im Haushalt – etwa, wenn diese an Krankheiten litten.

2.5.2020, 8:26 Uhr – Homeoffice: Versicherungen warnen vor „Cheftrick“-Betrugsmails

Vorsicht bei Mail vom Chef: Die pandemiebedingte Arbeit im Homeoffice verstärkt die Welle des Trickbetrugs im Internet. Versicherungen und IT-Sicherheitsfirmen warnen vor einer zunehmenden Zahl betrügerischer Mails, bei denen Cyberkriminelle sich als Vorgesetzte ausgeben und Firmengelder auf die eigenen Konten überweisen lassen. „Um die 90 Prozent aller Cyber-Attacken beginnen mit einer E-Mail“, sagt Martin Kreuzer, der Cybersicherheitsexperte der Munich Re und ehemaliger Ermittler.

Die Methode ist unter Cyberfachleuten als „CEO Fraud“ bekannt, zu Deutsch: Vorstandschefbetrug. Die Betrüger stehlen E-Mailadressen und Online-Identität leitender Manager und ihrer Mitarbeiter, um sich anschließend Geld auf ihre Konten überweisen zu lassen. In einer gängigen Variante werden die Daten von Lieferanten gestohlen, um in deren Namen falsche Rechnungen zu schicken.

2.5.2020, 6:32 Uhr – Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz können jetzt leichter einstellen

In Rheinland-Pfalz können die Gesundheitsämter der Kreise nun leichter zusätzliches Personal langfristig einstellen. Das Landesinnenministerium habe die dafür notwendigen Haushaltsregeln verändert, steht in einem Rundschreiben an die Kreise. Unklar ist, wie das finanziert werden könnte. Dem Gesundheitsministerium zufolge soll es bei der jährlichen Pauschale von etwa 42 Millionen Euro für die Gesundheitsämter bleiben. Der Landkreistag fordert hingegen mindestens 70 Millionen Euro, da die zusätzlichen Stellen sonst nicht bezahlbar seien.

2.5.2020, 6:20 Uhr – Lockerungen: Österreich startet Phase II

Von diesem Samstag an dürfen alle Geschäfte sowie viele Dienstleistungsbetriebe wie Friseure in Österreich wieder öffnen. Es gelten aber weiter strenge Hygiene-Vorschriften. So soll möglichst ein Mindestabstand von einem Meter eingehalten und ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. In einem ersten Schritt waren am 14. April alle Bau- und Gartenmärkte sowie kleine Geschäfte geöffnet worden. Als nächste Schritte sind die Öffnung von Lokalen und Restaurants Mitte Mai sowie von Hotels Ende Mai geplant.

2.5.2020, 5:04 Uhr – Über 550.000 EU-Bürgerinnen und -Bürger aus Ausland zurückgeholt

Bis zum 1. Mai wurden wegen der Coronavirus-Pandemie mehr als 550.000 EU-Bürgerinnen und -Bürger aus dem Ausland zurückgeholt. „Als der Gesundheitsnotstand weltweit seinen Höhepunkt erreicht hatte, waren viele Europäerinnen und Europäer im Ausland gestrandet und konnten nicht nach Europa zurückkommen. Davon waren rund 600.000 unserer Bürger betroffen“, sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell der Zeitung Welt. Rund 50.000 sitzen den Angaben zufolge noch fest. Die Rückkehr der verbliebenen Europäer sei besonders schwierig. So erteile Marokko beispielsweise bis heute kaum Landegenehmigungen. Auf den Philippinen, in Kamerun und in Indien könnten die EU-Bürgerinnen und -Bürger nur schwer zum Flughafen gelangen, weil weiterhin sehr strenge Ausgangsbeschränkungen gelten.

2.5.2020, 3:45 Uhr – UN: Afrika droht humanitäre Katastrophe wegen Corona

In vielen afrikanischen Staaten droht nach Einschätzung der Vereinten Nationen (UN) eine humanitäre Katastrophe wegen der Coronavirus-Pandemie. Der Geschäftsführer der Uno-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer, sagte der Saarbrücker Zeitung, in West- und Zentralafrika hätten sich Tausende weitere Menschen mit dem Virus angesteckt. Es gehe um eine von Gewalt, Dürre und Hunger geprägte Region. Zu nennen sei hier vor allem die Ausbreitung von Armut, Kriminalität, Terrorismus und des Waffenhandels. „Wird das nicht unterbunden, droht eine humanitäre Katastrophe, deren Folgen auch Europa zu spüren bekommen wird“. Europa müsse schnell aktiv werden und beim Aufbau staatlicher Strukturen helfen.

1.5.2020, 22:54 Uhr – Drei Tests positiv beim 1. FC Köln

Direkt die ersten flächendeckenden Coronavirus-Tests haben in der Bundesliga für unerfreuliche Nachrichten gesorgt: Drei Ergebnisse beim 1. FC Köln waren positiv. Die drei Betroffenen müssen nach Angaben des Klubs in eine 14-tägige Quarantäne. Funktion und Namen der positiv Getesteten, die allesamt symptomfrei seien, wurden nicht genannt. Getestet wurden wie bei allen anderen Erst- und Zweitligisten die Mannschaft sowie der Trainer- und Betreuerstab. Vom Klub hieß es zudem, der Trainingsbetrieb in Gruppen könne aufgrund der bislang praktizierten Infektionsschutzmaßnahmen weiterlaufen.

1.5.2020, 22:40 Uhr – USA erlauben Wirkstoff Remdesivir

Die USA erlauben den begrenzten Einsatz des Wirkstoffs Remdesivir bei Covid-19-Patienten in Krankenhäusern. Die Ausnahmegenehmigung sei angesichts der Coronavirus-Pandemie in Lichtgeschwindigkeit zustande gekommen, sagte der Chef der Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde, Stephen Hahn, am Abend im Weißen Haus. Eine klinische Studie hatte zuvor gezeigt, dass der ursprünglich für Ebola entwickelte Wirkstoff bei Covid-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung um mehrere Tage verkürzen kann. Der Chef des Arzneimittelherstellers Gilead, Daniel O'Day, erklärte, das Unternehmen werde US-Behörden 1,5 Millionen Dosen Remdesivir spenden.

1.5.2020, 20:40 Uhr – EU-Regierungschefs sammeln Geld für Impfstoff

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und andere Staats- und Regierungschefs erhoffen sich von einer Geberkonferenz viel Geld für Impfstoffe und Arzneien gegen das Coronavirus. In einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist von 7,5 Milliarden Euro die Rede. In dem Beitrag heißt es:

Die Mittel, die wir mobilisieren, werden eine beispiellose globale Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Regulierungsbehörden, Industrie und Regierungen, internationalen Organisationen, Stiftungen und Vertretern des Gesundheitswesens in Gang setzen.

Unterzeichnet haben neben Merkel unter anderem der französische Präsident Emmanuel Macron, der italienische Regierungschef Guiseppe Conte, die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg und EU-Ratschef Charles Michel.

1.5.2020, 15:40 Uhr – Auch die Deutsche Bahn braucht Finanzhilfen

Die Deutsche Bahn braucht zusätzliche Finanzhilfen – und zwar acht bis zehn Milliarden Euro bis zum Jahr 2024. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Der Grund: Die Fahrgastzahlen im Fernverkehr sind in der Corona-Krise eingebrochen. Ein Teil der Hilfen soll der Bund übernehmen. Die Hälfte könnte die Bahn selbst finanzieren, allerdings muss dafür die Schuldenobergrenze von derzeit 25 Millionen Euro ausgeweitet werden.

1.5.2020, 14:40 Uhr – Spanien schließt Corona-Klinik

Spanien schließt ein eigens für Corona-Patienten eingerichtetes Krankenhaus wieder. In der Klinik gab es 1.350 Betten, insgesamt wurden dort 4.000 Patienten behandelt. Die Einrichtung bleibe aber ausgestattet. Sollte eine zweite Welle kommen, könne man jederzeit wieder Patienten aufnehmen, teilen die Behörden mit.

1.5.2020, 13:06 Uhr – WHO will bei Untersuchung zu Herkunft von Corona helfen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist für eine Untersuchung der Herkunft des Coronavirus in China und hat der chinesischen Regierung ihre Mitarbeit angeboten. China gerät bei der Frage nach dem Ursprung des Virus zunehmend unter Druck. Mehrere Regierungen weltweit haben Aufklärung gefordert.

US-Präsident Donald Trump beharrt darauf, dass das Coronavirus aus einem Labor in der chinesischen Stadt Wuhan stamme. Dazu lägen ihm Informationen vor, erklärte er. Der US-Geheimdienst hatte sich davor gegen Spekulationen gestellt, wonach das Coronavirus vom Menschen geschaffen sein könnte. Die chinesischen Behörden weisen das zurück. Ihnen zufolge ging das Virus von einem Wildtiermarkt in Wuhan auf den Menschen über.

1.5.2020, 11:56 Uhr – Bund will wohl Lufthansa retten

Der Bund plant angeblich einen Direkteinstieg bei der angeschlagenen Lufthansa. Das schreibt der Spiegel. Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Bericht nicht bestätigt. Ein Sprecher sagte dem ARD-Hörfunk, die Verhandlungen liefen noch. Dem Magazin zufolge geht es um Hilfen im Gesamtvolumen von rund zehn Milliarden Euro. Der Spiegel beruft sich auf Angaben aus Verhandlungskreisen. Demnach sollen 5,5 Milliarden Euro in Form einer stillen Beteiligung des Bundes an die Lufthansa fließen. Im Gegenzug verlange die Bundesregierung dafür eine Garantie-Dividende von neun Prozent.

1.5.2020, 11:56 Uhr – Steinmeier betont Wichtigkeit des Kulturlebens

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in der Corona-Krise die Bedeutung des Kulturlebens hervorgehoben. Kunst und Kultur seien in einem sehr buchstäblichen Sinn „Lebensmittel“, sagte Steinmeier in einer Ansprache anlässlich des Europakonzerts der Berliner Philharmoniker in Berlin.

1.5.2020, 11:40 Uhr – Japan vor Verlängerung des Ausnahmezustandes

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hat eine Verlängerung des Ausnahmezustandes um etwa einen Monat angedeutet. Abe sagt, er werde am Montag darüber entscheiden und neige zu einer Ausweitung.

1.5.2020, 11:04 Uhr – Amazon verlängert Home-Office für Mitarbeiter bis Oktober

Amazon verlängert seine Home-Office-Regelungen bis zum Herbst. Wer in seinem Job die Möglichkeit habe, von Zuhause aus zu arbeiten, könne das bis 2. Oktober tun, sagt ein Amazon-Sprecher. Wie viele Mitarbeiter die Möglichkeit haben, hat Amazon nicht mitgeteilt.

1.5.2020, 10:30 Uhr – Australien: Keine Beweise für Corona-Labor-Verschwörung

Australien hat keine Beweise dafür, dass das neue Coronavirus aus einem Forschungslabor in der chinesischen Stadt Wuhan stammt. „Wir haben nichts vorliegen, was darauf hindeuten würde, dass dies der wahrscheinliche Ursprung ist", sagte Ministerpräsident Scott Morrison. „Aber man kann in dieser Situation nichts ausschließen.“

1.5.2020, 9:14 Uhr – Deutlich mehr Krankschreibungen im April

In Deutschland haben sich im April deutlich mehr Menschen krankschreiben lassen - 43 Prozent mehr als im Vergleich zum März. Das berichtet die Augsburger Allgemeine Zeitung. Ein Grund: Wegen der Corona-Pandemie müssen Arbeitnehmer mit Erkältungsbeschwerden zurzeit nicht persönlich zum Arzt, um sich krankschreiben lassen - das geht bis zum 18. Mai auch per Telefon.

1.5.2020, 7:23 Uhr – Opposition unzufrieden mit Lockerungen

Bund und Länder haben beschlossen, Museen, Zoos und Spielplätze wieder zu öffnen. Vielen reichen die Lockerungen nicht: FDP und AfD fordern, dass noch mehr Bereiche freigegeben werden. Der Chef des Städte- und Gemeindebundes, Landsberg, verlangt mehr Planungssicherheit. Die Kommunen müssten wissen, wann sie Freibäder und Sportanlagen wieder aufmachen dürfen, hat er der Funke Mediengruppe gesagt.

1.5.2020, 5:37 Uhr – DGB warnt vor Missbrauch der Corona-Krise für Jobabbau

Die Gewerkschaften warnen die Unternehmen davor, die Corona-Krise dafür zu missbrauchen zusätzlich Arbeitsplätze abzubauen. Wenn es wieder bergauf gehe, würden diese Fachkräfte fehlen, hat DGB-Chef Hoffmann der Nachrichtenagentur dpa gesagt. Wegen der Corona-Pandemie verzichten die deutschen Gewerkschaften heute auf die traditionellen Mai-Kundgebungen. Der Tag der Arbeit soll aber unter dem Motto "Solidarisch ist man nicht alleine" im Internet gefeiert werden.

1.5.2020, 2:51 Uhr – Portugal startet Geisterspiele, Frankreich bricht ab

In Portugal kann die Fußball-Liga am 30. Mai ihre Saison - ohne Zuschauer - fortsetzen. Das hat Ministerpräsident António Costa bekanntgegeben. Die Gesundheitsbehörden müssen die Hygiene-Pläne noch absegnen. In Frankreich haben die Vereine die Saison abgebrochen. Paris Saint-Germain von Trainer Thomas Tuchel ist damit vorzeitig Meister.

Chronik Coronavirus: Rückblick bis zur Entdeckung des Virus in Wuhan 2019

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