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Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 1.6. bis 30.6.2020.

30.6.2020, 16:17 Uhr – Kostenlose Corona-Tests für alle Bayern

Die bayerische Landesregierung hat kostenlose Corona-Tests für die gesamte Bevölkerung beschlossen. Das Testkonzept laute „schneller, kostenlos und für jedermann“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Die Regierung stelle dafür aufs Jahr gerechnet 200 Millionen Euro bereit.

Während Söder sein Land in einer Vorreiterrolle sieht, wollen nicht alle den bayerischen Weg mitgehen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) will zumindest mittelfristig diesen Weg einschlagen, NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) ist dagegen skeptisch: „Wir machen, was wir für Nordrhein-Westfalen für richtig halten“, so Laschet. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte das Vorhaben im Vorfeld massiv kritisiert. Er warnte vor einem trügerischen Sicherheitsgefühl.

30.6.2020, 12:25 Uhr – Laschet: Maskenpflicht in NRW über den 15. Juli hinaus

Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes soll in Nordrhein-Westfalen verlängert werden. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte, das Tragen von Masken werde auch „über den 15. Juli hinaus bleiben“. An diesem Tag läuft die aktuelle Corona-Schutzverordnung im bevölkerungsreichsten Bundesland aus. In NRW gilt unter anderem eine Maskenpflicht für den Handel und in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Laschet warnte außerdem, die Bundesländer müssten sich auf neue Corona-Wellen vorbereiten. Im Falle einer neuen Krankheitswelle im Oktober, November oder Dezember müssten sich die Länder abstimmen, um gezielter agieren zu können, sagte Laschet. Die Außengrenzen Deutschlands müssten aber offen bleiben. Einen pauschalen Lockdown solle es möglichst nicht geben. Deutschland werde mit der Pandemie leben müssen, bis ein Impfstoff oder ein Medikament gefunden sei.

30.6.2020, 10:06 Uhr – 20 Prozent der Beschäftigten in Kurzarbeit

Im Mai war in Deutschland etwa jeder fünfte Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit (IAB) teilte mit, dass bei den Betroffenen im Schnitt 58 Prozent der Arbeitszeit ausgefallen ist. Bei knapp der Hälfte der Kurzarbeiter stockte der Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld auf. Laut Befragungen waren Männer (22 Prozent) häufiger von Kurzarbeit betroffen als Frauen (19 Prozent). Ein Viertel der Kurzarbeiter hatten einen Arbeitsausfall von 100 Prozent („Kurzarbeit Null“). Auch bei ihnen stockte bei fast jedem zweiten Betroffenen der Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld auf.

30.6.2020, 2:04 Uhr - WHO will Ermittler-Team nach Wuhan schicken

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will in der kommenden Woche ein Team nach China schicken, das den Ursprung des Corona-Virus untersuchen soll. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, man könne das Virus besser bekämpfen, wenn man alles darüber wisse. Seit Wochen drängt die Organisation China dazu, WHO-Experten einzuladen, die bei der Ursachenfindung helfen. Wissenschaftler vermuten, dass das Virus vom Tier auf den Menschen übergesprungen sei. Als Ursprung gilt ein Wildtiermarkt im chinesischen Wuhan. Vor einem halben Jahr wurden dort die ersten Infektionen bekannt.

30.6.2020, 1:32 Uhr - Neuer Lockdown für britische Stadt Leicester

Die britische Regierung hat die Corona-Beschränkungen in der englischen Stadt Leicester wieder verschärft. Das teilte Gesundheitsminister Matt Hancock mit. Geschäfte müssen ab heute wieder schließen und Schulen im Laufe der Woche. Grund sind anhaltend hohe Infektionszahlen. Die neuen Fälle in Leicester machten Hancock zufolge in der vergangenen Woche zehn Prozent der Gesamtzahl in England aus.

29.6.2020, 15:28 Uhr – Laschet: Lockdown im Kreis Gütersloh wird verlängert

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies bleibt das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh für eine weitere Woche eingeschränkt. Für den Nachbarkreis Warendorf dagegen laufen Einschränkungen um 0 Uhr in der Nacht zu Mittwoch aus, wie der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte.

29.6.2020, 11:23 Uhr – „Walk-In“-Corona-Testzentrum am Flughafen Frankfurt

Am Frankfurter Flughafen ist ein „Walk-in“-Corona-Testzentrum eröffnet worden. Passagiere, die hier abfliegen oder landen, könnten dort ab sofort einen Corona-Schnelltest machen, teilte das Diagnostikunternehmen Centogene mit. Zurzeit könnten in dem Testzentrum etwa 300 Proben in der Stunde ausgewertet werden. Nach Centogene-Angaben soll das Testzentrum eine „Blaupause für die Öffnung des internationalen Reiseverkehrs“ sein. Denn in viele Länder können Passagiere derzeit nicht ohne einen maximal 72 Stunden alten Covid-19-Test direkt einreisen.

Passagiere können sich entweder am Tag vor der Abreise oder am Reisetag testen lassen. Alle Ergebnisse würden den Passagieren über eine sichere, digitale Plattform zur Verfügung gestellt und mit dem Flugticket verknüpft, sagte Centogene-Chef Arndt Rolfs. Das Proben-Entnahmezentrum ist in der Nähe des Hauptterminals und soll in dieser Form erst einmal bis 31. Juli 2021 in Betrieb bleiben.

29.6.2020, 11:01 Uhr – Keine flächendeckenden Corona-Tests in Baden-Württemberg

Die Landesregierung plant derzeit keine flächendeckenden Tests, wie Bayern sie angekündigt hat. „Die überwältigende Mehrheit aller namhaften Epidemiologen und Gesundheitsexperten hält nichts von einer flächendeckenden Testung ins Blaue hinein, sondern plädiert für eine gezielte und kluge Testung bestimmter Personengruppen und im Umfeld von lokalen / regionalen Ausbrüchen“, teilte das Gesundheitsministerium mit. Eine flächendeckende Testung aller Bürgerinnen und Bürger könne sich leicht als Mogelpackung entpuppen. Denn sie sei immer nur eine winzige Momentaufnahme und habe deshalb keinen nachhaltigen Nutzen. Wer sich vor zwei Tagen infiziert habe und heute getestet werde, erhalte mit großer Wahrscheinlichkeit einen negativen Befund und wiege sich dann womöglich in falscher Sicherheit.

29.6.2020, 9:53 Uhr – Johnson: Corona „Katastrophe für Großbritannien“

Die Coronavirus-Krise sei für Großbritannien eine Katastrophe gewesen, sagt der britische Premierminister Boris Johnson. „Das war ein absoluter Albtraum für das Land, und das Land hat einen tiefen Schock erlitten“, sagte Johnson Times Radio. Die Regierung schulde all jenen, die gestorben seien und gelitten hätten, eine genaue Prüfung dessen, was schiefgelaufen sei. Jetzt sei aber nicht die richtige Zeit, um Fehltritte zu untersuchen.

29.6.2020, 9:06 Uhr – EU will Liste der Covid-19-sicheren Länder vorlegen

Die EU legt nach Angaben aus Spanien bis spätestens Dienstag eine Liste der Covid-19-sicheren Länder vor. Die Liste werde 15 Staaten umfassen, in die man nach epidemiologischen Kriterien sicher reisen könne, sagt die spanische Außenministerin Arancha Gonzalez Laya dem Radiosender Cadena SER. Die Coronavirus-Pandemie lasse im größten Teil Europas nach.

29.6.2020, 7:40 Uhr – Streiks bei Amazon

Mitarbeiter des Online-Händlers Amazon haben mit Beginn der Nachtschicht zu Montag nach Angaben der Gewerkschaft Verdi an mehreren Standorten die Arbeit niedergelegt. Ein 48-stündiger Streik sei unter anderem in Bad Hersfeld und Koblenz sowie in Rheinberg und Werne gestartet worden, teilte die Gewerkschaft mit. Über die Beteiligung insgesamt lagen zunächst keine Angaben vor. Im Logistikzentrum in Rheinberg haben laut Verdi etwa 400 bis 450 Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt. Angesichts der jüngsten Coronavirus-Ausbrüche an mehreren Amazon-Standorten fordert Verdi den Abschluss eines Tarifvertrags, um den Gesundheitsschutz und die Sicherheit der Beschäftigten abzusichern. Außerdem verlangt die Gewerkschaft die Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels. Amazon hatte sich bei früheren Aktionen und Streikaufrufen der Gewerkschaft gelassen gezeigt. Ein Sprecher hatte in der Vergangenheit betont, Amazon sei auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsbewusster Arbeitgeber.

29.6.2020, 6:52 Uhr – Studie: Große regionale Unterschiede bei Kurzarbeit

Kurzarbeit durch die Corona-Krise hat vor allem Regionen mit einem hohen Anteil von Unternehmen aus der Metall- und Elektroindustrie sowie Urlaubsgebiete getroffen. Das hat eine Analyse für die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung ergeben. Insbesondere deutschen Städte und Kreise mit starker Autobranche wiesen hohe Kurzarbeitsquoten auf, heißt es in der Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Böckler-Stiftung. So seien im März und April an den VW-Standorten Emden (56,0 Prozent) und Wolfsburg (52,2 Prozent) für mehr als die Hälfte aller dort sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Kurzarbeit angezeigt worden. Der bundesweite Durchschnitt habe im April gut 31 Prozent betragen. Überdurchschnittlich viel Kurzarbeit sei auch in Fremdenverkehrsregionen angemeldet worden. Insgesamt seien vor allem Regionen mit unterdurchschnittlichen Beschäftigungsanteilen von Großbetrieben stark betroffen.

Die Forscher hatten Regionaldaten der Bundesagentur für Arbeit zur angemeldeten Kurzarbeit ausgewertet. Diese Zahlen dürften deutlich höher sein als die der tatsächlich kurzarbeitenden Beschäftigten. Die Unternehmen hätten oft vorsorglich für größere Gruppen Kurzarbeit angemeldet. Regionale Daten zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit würden erst in einigen Monaten vorliegen

29.6.2020, 6:49 Uhr – Antikörperstudie im Fußball soll bei Virus-„Dunkelziffer“ helfen

Eine Antikörper-studie im Fußball soll dabei helfen zu klären, wie hoch die Dunkelziffer beim Coronavirus ist. Die Stichprobe von Bundesliga-Spielern, Trainer und Betreuer sei flächendeckender als andere, erklärte Tim Meyer, der Chefmediziner des Deutschen Fußball-Bundes. „Wenn wir wissen, wie viele Menschen aus einer großen Stichprobe Antikörper-positiv sind, sich also bereits mit dem Virus auseinandergesetzt haben, dann können wir besser abschätzen, wie hoch die Infektionszahlen wirklich sind. Man kann somit bessere Aussagen zum Durchseuchungsgrad der Bevölkerung treffen“, sagte er.

29.6.2020, 6:34 Uhr – Australien führt Speicheltests ein

Australien will erstmals auch mit Speichelproben auf das Coronavirus testen. Der Speicheltest werde im Bundesstaat Victoria beginnen, sagte der stellvertretende leitende Gesundheitsbeamte Nick Coatsworth der Rundfunkgesellschaft ABC. Die Trefferquote muss demnach noch untersucht werden. Die unbequemere Entnahme von Proben in der Nase bleibe die bevorzugte Option und sei womöglich auch genauer, doch der Speicheltest werde insbesondere für Kinder „großartig“.

29.6.2020, 1:41 Uhr – Österreich ändert Einreisebestimmungen erneut

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies in Nordrhein-Westfalen hat Österreich erneut seine Einreisebestimmungen geändert. Menschen aus dem Landkreis Gütersloh müssen ab sofort einen negativen Corona-Test vorweisen, wenn sie nach Österreich reisen wollen. Das steht auf der Internetseite des deutschen Auswärtigen Amtes. In der vergangenen Woche hatte Österreich eine Reisewarnung für ganz Nordrhein-Westfalen ausgesprochen, mittlerweile aber wieder zurückgenommen.

29.6.2020, 1:41 Uhr – Bars in Teilen Kaliforniens müssen wieder schließen

Angesichts des rasanten Anstiegs der Corona-Infektionsfälle hat Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom erneut die Schließung der Bars in Los Angeles und sechs weiteren Bezirken des US-Westküstenstaats angeordnet. Neben Los Angeles müssen die Bars in Fresno, Imperial, Kern, Kings, San Joaquin und Tulare schließen, wie Newsom im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. In den sieben betroffenen Bezirken leben etwa 13,5 Millionen Menschen, was etwa einem Drittel der Bevölkerung Kaliforniens entspricht. Die Bars in Los Angeles – der zweitgrößten Stadt der USA - waren erst am 19. Juni wieder geöffnet worden. 

Auch in anderen Teilen der USA wurden wegen der weiterhin starken Ausbreitung des Virus erneut Beschränkungen verhängt. So untersagten die Behörden in Texas und Florida den Ausschank von Alkohol in Bars.  Die derzeit am stärksten betroffenen US-Bundesstaaten befinden sich im Süden und Westen der USA. Kritiker machen dafür eine zu rasche Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen verantwortlich. 

29.6.2020, 0:51 Uhr – Brasilien meldet 552 neue Todesfälle

In Brasilien wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in den vergangenen 24 Stunden 30.476 neue Infektionen und 552 weitere Todesfälle verzeichnet. Insgesamt gebe es damit mehr als 1,34 Millionen bekannte Fälle und 57.622 Todesfälle.

29.6.2020, 0:42 Uhr – Mehrere Bundesländer gegen Corona-Tests für alle

Mehrere Bundesländer haben sich gegen Corona-Tests für alle ausgesprochen. Aus dem Gesundheitsministerium in Sachsen-Anhalt hieß es, angesichts der vergleichsweise niedrigen Infektionszahlen dort sei es zielführender, weiterhin Infektionsketten sofort ausfindig zu machen, um Ansteckungen zu verhindern. Ein Sprecher des Hamburger Senats verwies auf das Robert-Koch-Institut. Dieses halte ungezielte Testungen nicht für sinnvoll. Bayern will allen Bürgern - unabhängig von Symptomen - Corona-Tests ermöglichen.

28.6.2020, 22:02 Uhr – Rekordwert bei weltweiten Neuinfektionen

Die Zahl der täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden innerhalb von 24 Stunden weltweit 189.000 neue Fälle registriert. Am deutlichsten sei der Anstieg erneut in Brasilien und den USA mit jeweils deutlich über 40.000 Infektionen gewesen. Die Johns-Hopkins-Universität meldet weltweit insgesamt mehr als 10 Millionen Infizierte.

28.6.2020, 13:36 Uhr – China verhängt Ausgehverbot für halbe Million Menschen

Wegen eines Wiederaufflammens von Corona-Infektionen hat China ein neues Ausgehverbot für eine halbe Million Menschen verhängt. Sie leben im Kreis Anxin in der Nähe der Hauptstadt Peking. Die Region sei vollständig abgeriegelt und unter Kontrolle, sagen die Behörden. Nur ein Bewohner pro Haushalt dürfe die Wohnung verlassen, um einzukaufen. Peking galt zwei Monate lang als Corona-frei. Seit gut zwei Wochen werden wieder Infektionen gemeldet. Ausgangspunkt soll ein Markt sein, auf dem der Großteil der frischen Waren für Peking gehandelt wird.

28.6.2020, 12:29 Uhr – Bayern führt Corona-Tests für alle ein

In Bayern soll sich künftig jeder auf das Coronavirus testen lassen können – ganz unabhängig davon, ob man Symptome hat. Die Tests sollen massiv ausgeweitet werden, teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) mit und kündigte eine Corona-Testoffensive an. „Allen Bürgerinnen und Bürgern Bayerns wird deshalb zeitnah angeboten, sich bei einem niedergelassenen Vertragsarzt auch ohne Symptome testen zu lasse“, sagte sie. Der Freistaat übernimmt die Kosten.


Im Kampf gegen das Virus sind deutschlandweit Tests auch ohne akute Krankheitsanzeichen möglich - besonders in sensiblen Bereichen wie Kliniken, Pflegeheimen, Schulen und Kitas. Bayern ist das erste Bundesland, das künftig Tests für jedermann vorsieht.

28.6.2020, 11:32 Uhr – Zahl der Infizierten in Grenzdurchgangslager Friedland steigt

Im Grenzdurchgangslager Friedland steigt die Zahl der Corona-Infizierten. Sie liegt jetzt bei 49. Es hätten sich Bewohner angesteckt, aber auch Mitarbeiter, teilte die niedersächsische Aufnahmebehörde für Asylbewerber mit. Eine Sprecherin sagte, man gehe davon aus, dass Einreisende schon mit Krankheitssymptomen in das Durchgangslager gebracht worden seien. In Friedland werden Asylsuchende registriert und dann auf andere Bundesländer verteilt. Im Moment sind dort 243 Bewohner, Mindestens 39 haben sich mit dem Coronavirus angesteckt.

28.6.2020, 8:14 Uhr – Spanien: Demos für gesellschaftlichen Neustart nach Corona-Krise

In Spanien haben Tausende Menschen für einen gesellschaftlichen Neustart nach der Corona-Krise demonstriert. Zu den Protesten in rund 60 Städten hatten mehrere Gewerkschaften aufgerufen. Sie fürchten, dass am Ende die einfachen Leute für die Krise zahlen müssen. In Spanien haben in den vergangenen Wochen Hunderttausende Menschen ihre Arbeit verloren. Im März stieg die Arbeitslosenquote auf über 14 Prozent, bis Ende des Jahres könnte sie sich nach Ansicht von Experten auf 19 Prozent erhöhen.

28.6.2020, 6:21 Uhr – Handwerk: Geschäfte ziehen wieder an

Das Handwerk meldet im Zuge der Lockerungen in der Corona-Krise weiter anziehende Geschäfte. Für eine Entwarnung ist es aus Sicht des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks aber zu früh. Eine Befragung von mehr als 1.500 Betrieben im Juni habe ergeben, dass nach dem Ende des Lockdowns pandemiebedingte Beeinträchtigungen des Geschäftsbetriebs zwar weiter nachgelassen hätten. Zudem seien Tendenzen für eine Aufwärtsbewegung erkennbar. Allerdings meldeten Betriebe weiter hohe Umsatzeinbußen, sagte Verbandspräsident Hans-Peter Wollseifer.

28.6.2020, 6:11 Uhr – USA: mehr als 2,5 Millionen Corona-Infizierte in den USA

Die Zahl der registrierten Corona-Infektionsfälle in den USA hat die Schwelle von 2.5 Millionen überschritten. Das hat die Johns-Hopkins-Universität am Abend mitgeteilt. Einen Tageshöchstwert an Neuinfektionen verzeichnete derweil der Bundesstaat Florida. Dort wurden binnen 24 Stunden fast 10.000 neue Infektionsfälle gezählt, wie die örtlichen Gesundheitsbehörden mitteilten.

28.6.2020, 3:54 Uhr – Irland: Reisende aus GB sollen in Quarantäne

Irland will einer Zeitung zufolge an einer 14-tägigen Quarantäne für Reisende aus Großbritannien festhalten. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass das Königreich auf einer Liste der sicheren Staaten geführt werde, zitierte die Sunday Times aus einem Memo des Kabinetts. Irland kündigte am Donnerstag an, ab dem 9. Juli die bisherige Quarantäne-Regelung für gewisse Staaten auszusetzen.

28.6.2020, 2:34 Uhr – 256 neue Infektionen in Deutschland

Die Zahl der bestätigten Infektionen in Deutschland steigt um 256 auf 193.499, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle steigt um drei auf 8957.

Weltweit sind nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters inzwischen fast zehn Millionen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bekannt. Mehr als 497.000 Menschen sind demnach gestorben.

27.6.2020, 22:46 Uhr – Kreis Gütersloh: Mehr positive Tests

Im Kreis Gütersloh ist die Zahl nachgewiesener SARS-CoV-2-Infektionen in der Bevölkerung ohne direkten Bezug zur Tönnies-Belegschaft „merklich“ gestiegen. Grund dafür seien wohl vor allem die deutlich umfangreicheren Tests, viele der Infizierten zeigten aber keine Symptome, erklärte der Kreis in einer Mitteilung am Abend. In den sieben Tagen bis einschließlich Freitag (20. bis 26. Juni) seien 75 Fälle ohne Bezug zur Fleischfirma Tönnies bekannt geworden. Das waren den Angaben zufolge 28 mehr als im Vergleichszeitraum einen Tag zuvor.

27.6.2020, 22:31 Uhr – „Corona-Rebellen“ legen Kretschmanns Facebook-Seite lahm

Nach zahlreichen Drohungen und Beleidigungen auf der Facebook-Seite von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat das Staatsministerium die Seite vorübergehend vom Netz genommen. Die Seite sei nach Veröffentlichung des jüngsten Podcasts des Politikers ununterbrochen von sogenannten „Corona-Rebellen und Verschwörungsideologen“ angegriffen worden, teilte die Pressestelle des Staatsministeriums mit.

„Im Sekundentakt posteten die Nutzerinnen und Nutzer zahlreiche Falschaussagen, Verschwörungserzählungen, Drohungen, Beleidigungen und andere strafrechtlich relevante Inhalte.“ Insgesamt gingen in 20 Stunden weit mehr als 4.000 Kommentare der "Störer" ein, wie es hieß. Zudem seien auch andere Nutzerinnen und Nutzer massiv attackiert worden. Ein normaler Betrieb der Seite sei daher nicht mehr möglich gewesen.

27.6.2020, 18:45 Uhr – 6,15 Milliarden Euro für den Kampf gegen Corona

Bei der virtuellen Geberkonferenz zur Corona-Pandemie sind neue Hilfszusagen von mehr als sechs Milliarden Euro zusammengekommen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) dankte den Geldgebern und sagte, um das Virus zu schlagen sei es noch ein langer Weg, aber zusammen werde man es schaffen. Die EU hatte zuvor weitere 4,9 Milliarden Euro zugesagt. Mit dem Geld sollen besonders verwundbare Länder unterstützt werden. Deutschland gibt weitere 383 Millionen Euro. Großspenden kamen zum Beispiel auch aus den USA und Kanada. Insgesamt sind bei der EU-geführten Kampagne seit Anfang Mai gut 16 Milliarden Euro zusammengekommen - etwa die Hälfte dessen, was laut Experten-Schätzungen für die Entwicklung eines Impfstoffes nötig ist.

27.6.2020, 14:35 Uhr – Grundschule in Göppingen geschlossen

In Göppingen in Württemberg haben die Behörden eine Grundschule wegen des Coronavirus geschlossen. Wie ein Sprecher der Stadt mitgeteilt hat, ist ein Kind mit dem Virus infiziert. Die Schule bleibe deshalb bis Mittwoch geschlossen. Heute noch sollten alle 250 Schüler und die Lehrer auf das Coronavirus getestet werden.

27.6.2020, 13:31 Uhr – EU bereitet Drittstaaten-Einreiseregeln vor

Die Europäische Union hat die Liste der Nicht-EU-Länder fast fertig, deren Bürger bald wieder einreisen dürfen. Für die Erlaubnis ist unter anderem entscheidend, ob es in den Drittstaaten eine ähnliche oder bessere Corona-Lage gibt als in der EU. Im Vorfeld wurde bekannt, dass das zum Beispiel für Neuseeland und Südkorea der Fall sein könnte - aber auch für China, was als umstritten gilt. Länder wie Russland und die USA könnten nach den EU-Kriterien im Juli noch nicht mit Einreise-Erleichterungen rechnen. Die USA haben erst gestern einen neuen Tages-Rekord an Corona-Neuinfektionen gemeldet. Es waren mehr als 43.000 innerhalb von 24 Stunden.

27.6.2020, 11:44 Uhr – Merkel: „Weiter vorsichtig bleiben“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat an die Deutschen appelliert, in der Coronakrise weiter vorsichtig zu bleiben. In ihrem wöchentlichen Video-Podcast sagte sie, die Gefahr, die von dem Virus ausgehe, sei weiterhin ernst. Merkel fordert zur Nutzung der Corona-Warn-App auf. Auch Mindestabstand, Mund-Nasen-Schutz und Händewaschen seien weiter einzuhalten. Das Robert-Koch-Institut meldet 687 Neuinfektion. Die Reproduktionszahl liegt bei 0,57. Das bedeutet, dass ein Infizierter weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Außerdem gab die Kanzlerin einen Einblick in die Ziele, die Deutschland während dem Vorsitz der EU-Ratspräsidentschaft ab dem 1. Juli verfolgen will.

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27.6.2020, 10:37 Uhr – GB will Quarantänepflicht lockern

Die britische Regierung will für Reisende aus einer Reihe von Ländern die 14-tägige Quarantänepflicht lockern. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Sie berufen sich auf Regierungskreise. Demnach brauchen sich Reisende aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Griechenland nach der Einreise nicht mehr in Isolation begeben. Dem Bericht nach wird die britische Regierung am Montag eine Länder-Liste vorlegen, die Regelung soll ab dem 6. Juli gelten.

27.6.2020, 8:52 Uhr – Volkswirte rechnen mit mehr Arbeitslosen

Volkswirte führender Finanzinstitute rechnen mit einer steigenden Arbeitslosenquote. Wegen der Corona-Krise werde es weitere Entlassungen geben, erwartet die Chefvolkswirtin der staatlichen Förderbank KfW, Fritzi Köhler-Geib. Zudem rechne sie damit, dass die Unternehmen in den kommenden Monaten weniger Arbeitskräfte einstellen. Besonders schwer werde die Situation für junge Leute ohne Berufsabschluss. Ähnlich sieht es die Volkswirtin der Allianz-Gruppe, Katharina Utermöhl. Sie rechnet geht davon aus, dass viele Firmen Insolvenz anmelden werden.

27.6.2020, 7:21 Uhr – Müller will, dass bestimmte Unternehmen mehr Steuern zahlen

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat Unternehmen weltweit aufgefordert, sich finanziell stärker am Kampf gegen die Corona-Pandemie zu beteiligen. Dem Bayerischen Rundfunk sagte der CSU-Politiker, es gebe Krisengewinner unglaublichen Ausmaßes und nannte als Beispiel den Internet-Händler Amazon. Das Unternehmen zahle aber kaum Steuern.

27.6.2020, 6:13 Uhr – Spendemarathon gegen Corona läuft

Der Spendenmarathon für den Kampf gegen die Corona-Pandemie geht heute mit einer internationalen Geberkonferenz zu Ende. Höhepunkt ist ein virtuelles Livekonzert am Abend mit Musikern wie Shakira, Coldplay oder Justin Bieber. Am Nachmittag (15 Uhr) sprechen unter anderem Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und UN-Generalsekretär António Guterres. Die Aktion wurde Anfang Mai von der EU-Kommission und der Initiative „Global Citizen“ gestartet. Bisher kamen rund zehn Milliarden Euro zusammen, die vor allem in die Entwicklung eines Impfstoffs fließen sollen.

Die ARD überträgt das Live-Konzert ab 20 Uhr im Ersten. Außerdem überträgt die EU-Kommission das Event live auf ihren YouTube-Kanal.

27.6.2020, 2:35 Uhr – UN-Chef Guterres fordert mehr Zusammenarbeit gegen Pandemien

Uno-Generalsekretär António Guterres hat angesichts der Corona-Krise zu mehr internationaler Zusammenarbeit gegen Pandemien aufgerufen. Er hoffe, die Krise sei ein Weckruf, sagte Guterres der Zeitung Die Welt. Sie könne nur gemeinsam bewältigt werden. Der Uno-Chef verteidigte zugleich die Weltgesundheitsorganisation gegen Kritik von US-Präsident Donald Trump, sie stehe China zu nahe. Guterres sagte, es habe Fehler gegeben. Aber die WHO werde sicher nicht von irgendeinem Staat kontrolliert.

27.6.2020, 2:30 Uhr – Europapolitiker Weber sieht verschärften Klimaschutz skeptisch

Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber hat sich skeptisch über schärfere Regeln für den Klimaschutz in der Corona-Krise geäußert. Die europäische Wirtschaft befinde sich im freien Fall, sie müsse stabilisiert werden, sagte der Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament den Funke-Zeitungen. Nötig sei eine Bewertung, was zusätzliche Auflagen für die Unternehmen bedeuten. Das Programm der EU-Kommission für ein klimaneutrales Europa bis 2050 einfach umzusetzen, wäre Gesetzgebung im Blindflug, sagte Weber.

27.6.2020, 2:00 Uhr – Rekord bei Neuinfektionen in den USA

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA hat einen neuen Tages-Rekord erreicht. Innerhalb von 24 Stunden meldeten die Behörden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 40.000 neue Fälle. Damit ist der bisherige Rekord von rund 36.400 bestätigten Neuinfektionen vom 24. April übertroffen. Der führende US-Immunologe Anthony Fauci erklärte, in bestimmten Gegenden stehe man vor ernsten Problemen. Laut der Johns Hopkins Universität haben sich in den USA mehr als 2,4 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Fast 125.000 sind mit oder durch Covid-19 gestorben. Die Gesundheitsbehörde CDC schätzt, dass bisher wahrscheinlich nur ein Bruchteil der Infektionen erfasst wurde.

27.6.2020, 1:30 Uhr – EU will Einreisebeschränkungen vorsichtig lockern

Die Europäische Union will ihre Einreisebeschränkungen für Reisende aus Drittstaaten offenbar nur vorsichtig lockern. Ab Mittwoch könnte sie gewissen Ländern eine Einreise ohne Quarantäne erlauben. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen Menschen aus Ländern wie den USA, Russland und Brasilien aber auch nach dem 1. Juli nur in Ausnahmefällen in die Union kommen dürfen. Lediglich für Reisende aus rund einem Dutzend Länder könnten die Beschränkungen aufgehoben werden, darunter Südkorea und Neuseeland, heißt es aus Diplomatenkreisen. Eine abschließende Einigung gibt es aber noch nicht. Viele Botschafter wollen zunächst mit ihren Regierungen Rücksprache halten.

26.6.2020, 23:00 Uhr – Bund und Länder bei Reise-Regeln einig, Thüringen schert aus

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, welche Regeln für Urlauber aus Gebieten mit starkem Corona-Ausbruch gelten. Menschen aus betroffenen Kreisen müssen demnach für die Unterbringung in einem Hotel durch ein ärztliches Zeugnis nachweisen, dass sie nicht infiziert sind. Grundlage für das Zeugnis ist ein Corona-Test, der höchstens zwei Tage vor der Anreise vorgenommen worden sein muss. Nach dem Corona-Ausbruch im westfälischen Kreis Gütersloh beim Fleischproduzenten Tönnies hatten die meisten Bundesländer Reise-Einschränkungen für Menschen aus Corona-Hotspots beschlossen. Thüringen stellt die neue Vereinbarung aber bereits wieder infrage und betont das Recht der örtlichen Gesundheitsämter auf andere Vorgehensweisen.

26.6.2020, 17:55 Uhr – Pharmakonzern Astrazeneca liegt bei Impfstoff-Entwicklung vorn

Der Pharmakonzern Astrazeneca ist nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation WHO wahrscheinlich führend bei den Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus. Dicht darauf folge das Biotechnologieunternehmen Moderna, erklärt WHO- Chefwissenschaftlerin Soumya Swaminathan. Über 200 mögliche Impfstoffe würden derzeit entwickelt. Bei 15 habe man mit klinischen Tests begonnen.

26.6.2020, 16:40 Uhr – Klöckner will gegen Dumpingpreise bei Fleisch vorgehen

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) will eine Tierwohlabgabe einführen und verstärkt gegen Dumpingpreise beim Fleisch vorgehen. Das Verbot, Güter unter Einstandspreis zu verkaufen, müsse von den Behörden durchgesetzt und möglicherweise verschärft werden, sagt Klöckner nach Beratungen in Düsseldorf mit Vertretern der Branche. Die Verbraucher würden vielfach durch Dumping-Preise für Fleisch und Wurst in die Märkte gelockt. Die Fleischindustrie ist im Zuge von vermehrten Coronavirus-Ausbrüchen in Großbetrieben verstärkt in die Kritik geraten. Auch Fleisch-Unternehmer Clemens Tönnies war zu der Konferenz zugeschaltet.

26.6.2020, 14:30 Uhr – Auch Brandenburg und Sachsen-Anhalt beschließen Beherbergungsverbot

Nach dem Saarland haben heute auch Brandenburg und Sachsen-Anhalt ein Verbot für die Unterbringung von Menschen aus Corona-Risikogebieten beschlossen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur verständigte sich das Kabinett in Brandenburg auf ein Beherbergungsverbot für Menschen aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Das gleiche gilt für Sachsen-Anhalt.

Nach einem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies im Kreis Gütersloh hatten mehrere Bundesländer Beherbergungsverbote für Gäste aus bestimmten Risikogebieten beschlossen.

26.6.2020, 13:40 Uhr – Arminia beendet Partnerschaft mit Tönnies

Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld wird die Partnerschaft mit dem Fleischkonzern Tönnies nach dem dortigen großen Corona-Ausbruch beenden. Das bestätigte der Fußball-Club auf Anfrage. „Der Werbevertrag mit dem Unternehmen Tönnies wird zum Ende dieser Spielzeit auslaufen“, hatte die Arminia zuvor der Neuen Westfälischen erklärt: „Aufgrund der aktuellen Ereignisse wird der DSC Arminia Bielefeld die werbliche Partnerschaft mit dem Unternehmen Tönnies nicht fortsetzen.“ Tönnies ist seit Juli 2019 offiziell Partner des Zweitliga-Meisters. Über das genaue Engagement des Unternehmens ist nichts bekannt.

26.6.2020, 11:35 Uhr – 40.000 Neuinfektionen in den USA am Tag

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn glaubt, dass der Höhepunkt der Corona-Pandemie noch nicht erreicht ist. Dass in den USA jeden Tag etwa 40.000 Neuinfektionen gemeldet würden, sei eine „eindringliche Warnung an uns in Deutschland, wachsam zu bleiben“, schrieb Spahn bei Twitter. „Wo das Virus eine Chance bekommt, breitet es sich aus“, schrieb der Gesundheitsminister weiter. Die USA sind das am schwersten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

Twitter

Im Gegensatz zu Europa und Ostasien haben die USA den Höhepunkt der Pandemie auch noch nicht erreicht. Im Gegenteil: In letzter Zeit sind die Fallzahlen wieder gestiegen. Ergebnisse von Antikörpertests deuten den Gesundheitsbehörden zufolge darauf hin, dass sich etwa 24 Millionen US-Bürger infiziert haben könnten. Das wären zehn Mal mehr als die offiziell gemeldete Zahl von etwa 2,4 Millionen Infektionsfällen.

26.6.2020, 9:35 Uhr – 800 Menschen in Magdeburg unter Quarantäne

Nach einem Corona-Ausbruch im Magdeburger Stadtteil Neue Neustadt befinden sich derzeit mehr als 800 Menschen in Quarantäne. Sie werden von Hilfsorganisationen versorgt. Mehrere Grundschulen mussten geschlossen werden, auch Spielplätze dürfen nicht mehr betreten werden. Vor der Fieberambulanz der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt bilden sich lange Warteschlangen.

26.6.2020, 5:01 Uhr – Nur noch jeder vierte hat Angst vor Coronainfektion

Nur noch jeder Vierte Mensch in Deutschland macht sich ernsthaft Sorgen über eine Infektion mit dem Coronavirus. Dreiviertel der Befragten machen sich darüber keine großen Sorgen mehr, ist bei einer Deutschlandtrend-Unfrage herausgekommen. Ende März waren nach einer Infratest-Dimap-Umfrage mit 55 Prozent noch mehr als doppelt so viele Bürger besorgt, sie selbst oder ein Familienmitglied könnten sich anstecken.

Außerdem wollen viel wieder in Urlaub fahren, am liebsten nach Deutschland, allenfalls noch in ein europäisches Land- aber nicht außerhalb unseres Kontinents. Da scheint es gefühlt zu gefährlich zu sein. Wie das zusammenpasst, hat der Göttinger Psychiater und Angstforscher Professor Borwin Bandelow im SWR erklärt:

„Das liegt einfach daran, dass wir auf der einen Seite ein vernünftig denkendes, intelligentes Gehirn haben – das Vernunftgehirn – und auf der anderen Seite ein Angstgehirn, das nicht sehr gebildet ist und auch nicht gut mit Statistiken umgehen kann.“

Diese beiden Gehirn-Systeme würden nicht notwendigerweise zusammenarbeiten: „Das ist wie bei einer großen Behörde. Die arbeiten auch teilweise gegeneinander.“

26.6.2020, 3:50 Uhr - Studie: Covid-19 bei Kindern weniger schlimm

Das Corona-Virus wirkt sich bei Kindern statistisch weniger schlimm aus als bei Erwachsenen. Das hat eine erste, europaweite Studie unter 582 Kindern, die an Covid-19 erkrankten, gezeigt. Das Magazin The Lancet berichtet darüber. Die Studie bestätigt, dass die Lungenkrankheit bei Kindern und Jugendlichen vorwiegend leicht verläuft und Todesfälle sehr selten sind. Wenn sie an Covid-19 erkrankten, mussten zwar gut 6 von 10 Kindern ins Krankenhaus - aber nur jedes zehnte auf die Intensivstation. Insgesamt leide die überwiegende Mehrheit der Kinder und Jugendlichen an leichten Erkrankungen, hieß es. Am häufigsten traten Fieber und Anzeichen einer Infektion der oberen Atemwege auf.

26.6.2020, 0:36 Uhr - Österreich nimmt Reisewarnung für Nordrhein-Westfalen zurück

Österreich will doch keine Reise-Warnung für ganz Nordrhein-Westfalen ausgeben. Das hat die Regierung bekanntgegeben, sie warnt nur noch vor Reisen in die Landkreise Gütersloh und Warendorf. Grund ist der Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies. Für deutsche Urlauber in Österreich soll es keine Einschränkungen geben. Ebenso ist ein Landeverbot für Flieger aus Nordrhein-Westfalen in Österreich vom Tisch, heißt es aus dem Gesundheitsministerium in Wien.

25.6.2020, 22:45 Uhr - Corona-Regeln in Portugal werden wieder verschärft

Auch in Portugal gelten ab 1. Juli wieder schärfere Corona Regeln. Betroffen sind Teile des Großraums Lissabon. Grund sind die vielen Infektionsfälle dort. Die Gegend um die portugiesische Hauptstadt ist mit 18.000 Covid-19-Infizierten der am schwersten betroffene Teil des Landes. Die Bewohner der 19 betroffenen Gemeinden im Großraum der Hauptstadt dürfen nur noch ihr Haus verlassen, um einzukaufen, zur Arbeit zu gehen oder einen Arzt aufzusuchen.

25.6.2020, 20:24 Uhr - Grimme Online Award für Corona-Podcast von Virologe Drosten

Der Virologe Christian Drosten wird für seinen Podcast „Das Coronavirus-Update“ mit dem Grimme-Online-Award ausgezeichnet. Die Produktion des NDR siegte in der Kategorie „Information“. Drosten ist Chef der Virologie an der Berliner Charité. Er hat mit seiner Forschungsgruppe den ersten SARS-Cov-2-Test entwickelt. Durch den Podcast wurde er zu einer der wichtigsten Stimmen aus der Wissenschaft in der Pandemie. Der Grimme Online Award ist die bedeutendste deutsche Auszeichnung für Veröffentlichungen im Netz.

25.6.2020, 17:50 Uhr – WHO erwartet baldigen Anstieg auf zehn Millionen Infizierte

Die Weltgesundheitsorganisation rechnet damit, dass die Zahl der Coronavirus-Infektionen in der nächsten Woche weltweit auf zehn Millionen steigen wird. Die Zahl der Todesfälle dürfte dann auf 500.000 zulegen, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Bislang gebe es rund um den Globus 9,2 Millionen nachweisliche Infektionen. Während sich die Lage in Europa gebessert habe, sei sie weltweit schlimmer geworden. „Wir können nach der Pandemie nicht zur Normalität zurückkehren, wir müssen eine neue Normalität schaffen, die gerechter und grüner ist“, sagt Tedros.

25.6.2020, 16:10 Uhr – EU-Arzneimittelbehörde empfiehlt Remdesivir-Zulassung für Covid-19

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt Remdesivir als ersten Wirkstoff zur Behandlung von Covid-19-Patienten - allerdings unter Auflagen: Mit dem Mittel dürften Erwachsene und Jugendliche ab zwölf Jahren mit Lungenentzündung behandelt werden, die zusätzlichen Sauerstoff benötigen - das teilte die Behörde mit. Die EU-Kommission muss noch zustimmen, was aber als Formsache gilt. Remdesivir ist bereits in einigen Ländern zur Notfall-Behandlung zugelassen - zum Beispiel in den USA.

25.6.2020, 14:30 Uhr – Tausende Verstöße gegen Corona-Regeln in BW

Seit dem Beginn der Corona-Beschränkungen wurden bei der Polizei Baden-Württemberg rund 29.000 Verstöße gegen die Verordnung angezeigt. Das hat das Innenministerium auf SWR-Anfrage mitgeteilt. Überwiegend waren es Verstöße, bei denen sich zu viele Menschen in der Öffentlichkeit getroffen haben. Dafür gab es fast 22.000 Anzeigen. Das Bußgeld betrug in diesen Fällen bis zu 1.000 Euro pro Person. In der gleichen Höhe fiel es bei Partys und anderen unzulässigen Privatveranstaltungen an, welche 2.000 Mal angezeigt wurden. Verstöße gegen die Maskenpflicht wurden 500 Mal gemeldet. Bei den meisten Verstößen handelte es sich um Ordnungswidrigkeiten. Nur in 1.000 Fällen wurde eine Strafanzeige verschickt.

25.6.2020, 13:05 Uhr – WHO warnt Europa vor steigenden Corona-Zahlen – und lobt Deutschland

Nach Monaten der abnehmenden Infektionszahlen in Europa ist das Coronavirus auf dem Kontinent laut dem Regionalbüro der WHO wieder auf dem Vormarsch. 30 Länder in der europäischen Region hätten im Laufe der vergangenen beiden Wochen wieder steigende Fallzahlen vermeldet, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Donnerstag auf seiner wöchentlichen Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. Dabei handele es sich um die ersten Anstiege wöchentlicher Neuinfektionen in Europa seit Monaten.

Länder wie Deutschland, Spanien, Polen und Israel hätten jedoch schnell auf die gefährlichen Ausbrüche reagiert, die mit Schulen, Kohlebergwerken und Lebensmittelproduzenten zusammenhingen, sagte Kluge. „Wo neue Cluster aufgetaucht sind, wurden diese durch schnelle und gezielte Eingriffe kontrolliert - das sind sehr gute Nachrichten.“ Ein Lob gehe an die beteiligten Behörden.

25.6.2020, 12:38 Uhr - Rheinland-Pfalz stellt Reisende aus Gütersloh und Warendorf unter Quarantäne

Rheinland-Pfalz stellt Reisende aus den nordrhein-westfälischen Landkreisen Gütersloh und Warendorf unter Quarantäne. Das habe die Landesregierung entschieden, sagte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) im SWR.

Baden-Württemberg hatte am Mittwoch entschieden, ein Beherbergungsverbot für Reisende aus den betroffenen Landkreisen zu verhängen.

25.6.2020, 12:07 Uhr - Ischgl hatte Rekord-Infektionsrate

Im österreichischen Skiort Ischgl ist ein großer Teil der Bevölkerung mit dem Coronavirus infiziert gewesen. Laut einer Studie der Medizinischen Universität Innsbruck haben 42,4 Prozent der untersuchten Bürger Antikörper auf das Coronavirus entwickelt. Das sei der weltweit höchste bisher publizierte Wert. Antikörper im Blut gelten als Nachweis für eine durchgemachte Infektion. Ischgl gilt als Brennpunkt für die Ausbreitung des Coronavirus in Österreich und Teilen Europas.

25.6.2020, 11:31 Uhr - Großbritannien: Wohl keine Quarantänepflicht mehr für Einreisende

Großbritannien will offenbar die Quarantänepflicht für Einreisende aus mindestens zehn europäischen Ländern aufheben. Britische Medien berichten, dass darunter auch Deutschland sei. Die Aufhebung solle ab dem 4. Juli gelten. Für dieses Datum hat die britische Regierung bereits zahlreiche Lockerungen angekündigt — unter anderem können Hotels und Restaurants dann wieder unter Auflagen aufmachen.

25.6.2020, 9:52 Uhr - Corona-Verdacht: Landtagssitzung in Mainz abgesagt

Die für heute geplante Plenarsitzung des rheinland-pfälzischen Landtags ist aufgrund eines Corona-Verdachtsfalls abgesagt worden. Eine Abgeordnete, die an der gestrigen Sitzung des Landtags in der Mainzer Rheingoldhalle teilgenommen hatte, soll Kontakt zu einer Infizierten Person gehabt haben. Die Abgeordnete wurde am Morgen auf das Coronavirus getestet. Sobald das Testergebnis vorliegt, soll entschieden werden, wann die Plenarsitzung nachgeholt wird.

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25.6.2020, 8:43 Uhr - Verbraucher geben wieder mehr Geld aus

Deutsche Verbraucher geben nach den Corona-Lockerungen langsam wieder etwas mehr Geld aus. Das Marktforschungsinstitut GfK geht davon aus, dass im Juli wieder mehr konsumiert wird. Im Vergleich zum Vorjahr werden die Zahlen aber weiter deutlich schlechter sein. Der GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl hat gesagt, das schwache Licht am Ende des Tunnels werde langsam etwas heller, aber man sei noch nicht über dem Berg.

25.6.2020, 6:39 Uhr - Umfrage: Urlaubsstimmung getrübt

Die Corona-Pandemie hat die Freude auf Urlaub bei neun von zehn Deutschen eingetrübt. Das hat eine YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergeben. Gut jeder Dritte sagt: „Ich bin dieses Jahr überhaupt nicht in Urlaubsstimmung“.

25.6.2020, 6:22 Uhr - Clans sollen Corona-Soforthilfe bekommen haben

In Nordrhein-Westfalen sollen kriminelle Familienclans Corona-Soforthilfen bekommen haben. Der Direktor des Landeskriminalamtes, Thomas Jungbluth, sagte der Rheinischen Post, man prüfe im Moment Hinweise. Grundsätzlich habe aber auch ein Clan-Mitglied Anspruch auf die finanzielle Hilfe. Ende April war bekannt geworden, dass in Berlin Mitglieder arabisch-stämmiger Clans Soforthilfe erhalten haben sollen.

25.6.2020, 4:25 Uhr - SPD signalisiert Zustimmung zu Immunitätsausweis

Die SPD ist möglicherweise doch dazu bereit, der Einführung eines Corona-Immunitätsausweis zuzustimmen. Auf das Virus getestete Menschen hätten einen Anspruch auf einen solchen Ausweis, sagte die stellvertretende Fraktionschefin Bärbel Bas der Neuen Osnabrücker Zeitung. Entscheidend sei aber, dass der Ausweis nicht zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft führe. Noch sei eine Immunität aber ohnehin nicht nachweisbar. Bisher gab es aus der SPD Widerstand gegen eine Bescheinigung der Immunität gegen das Coronavirus.

25.6.2020, 3:00 Uhr - CEPI: 4 Milliarden Impf-Dosen pro Jahr möglich

Die internationale Impfinitiative CEPI geht davon aus, dass sie die Menschen weltweit mit einem Corona-Impfstoff versorgen kann, sobald ein solcher entwickelt worden ist. Bis zu vier Milliarden Dosen könnten pro Jahr produziert werden, sagt ein Sprecher. Um das zu schaffen, seien regionale Vertriebsstandorte geplant. Derzeit unterstützt CEPI weltweit verschiedene Unternehmen, die an einem Impfstoff gegen das Corona-Virus arbeiten, darunter CureVac aus Tübingen.

25.6.2020, 1:50 Uhr Kanzleramtsminister: Nicht zu sorglos werden

Nach den neuesten Corona-Ausbrüchen wie etwa im Kreis Gütersloh hat Kanzleramtschef Helge Braun davor gewarnt, zu sorglos mit dem Virus umzugehen. In dem Moment, in dem man dem Virus eine Chance gebe, schlage es auch wieder zu, sagte er in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“. Deutschland habe nur dann die Möglichkeit, sich wirtschaftlich und sozial zu erholen, wenn die Infektionszahlen niedrig seien. Deshalb sei es wichtig, jeden Ausbruch schnell einzudämmen und nicht nachlässig zu werden.

24.6.2020, 21:33 Uhr - Österreich verteidigt Reisewarnung für NRW

Österreichs Innenminister Karl Nehammer hat die für Nordrhein-Westfalen geltende Reisewarnung seines Landes verteidigt. Eine solche Warnung sei immer Ausdruck einer aktuellen Bewertung der Situation, sagte er. Gleichzeitig betonte Nehammer, dass er Vertrauen in die Behörden vor Ort habe. Diese unternähmen jetzt alles, um den Corona-Ausbruch dort einzudämmen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte zuvor kritisiert, dass Österreich die Reisewarnung pauschal für ganz Nordrhein-Westfalen ausgesprochen hat. Er ist dafür, Warnungen auf regionale Hotspots zu beschränken.

24.6.2020, 21:17 Uhr - WHO rechnet mit zehn Millionen Corona-Infektionen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet damit, dass die Zahl der weltweit registrierten Corona-Infektionen in der kommenden Woche die 10-Millionen-Schwelle überschreiten wird. Aktuell sei vor allem Zentral- und Südamerika betroffen, sagte ein WHO-Experte. Viele Länder hätten in den vergangenen Wochen einen Anstieg der Fälle von bis zu 50 Prozent gemeldet. Weltweit sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 478.000 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

24.6.2020, 21:09 Uhr - Weitere Corona-Ausbrüche in der Fleischbranche

Bei fleischverarbeitenden Unternehmen in Deutschland kommt es weiterhin zu neuen Corona-Ausbrüchen. Heute sind 17 Mitarbeiter einer Dönerfleischproduktion in Moers positiv auf das Coronavirus getestet worden - weitere Ergebnisse stehen noch aus.

24.6.2020, 20:40 - Uhr Kritik an NRW-Reisewarnung

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat Österreich für die Reisewarnung für Nordrhein-Westfalen kritisiert. Reisewarnungen müssten nicht pauschal für ganze Bundesländer ausgesprochen werden, sondern beschränkt auf regionale Hotspots, so Seehofer.

Hintergrund ist der Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies in Nordrhein-Westfalen. Unterdessen suchen die Behörden in Bulgarien nach aus Deutschland zurückgekehrten Tönnies-Mitarbeitern. Das sei nur bedingt erfolgreich, hieß es, weil die Einreisenden selbst angeben müssten, woher genau sie kommen.

24.6.2020, 18:03 Uhr - IWF: Weltwirtschaft schrumpft mehr als erwartet

Die Weltwirtschaft könnte dieses Jahr wegen der Corona-Krise noch viel stärker schrumpfen als bisher befürchtet. Der Internationale Währungsfonds prognostiziert einen globalen Wirtschaftseinbruch um 4,9 Prozent. Im April war der IWF noch von einem Minus von 3 Prozent ausgegangen.

Die Welt erlebe in diesem Jahr die schlimmste Rezession seit der Weltwirtschaftskrise vor rund 90 Jahren, sagte IWF-Chefvolkswirtin Gita Gopinath. Kein Land bleibe verschont. Sie forderte unter anderem mehr Hilfe für ärmere Länder. Für kommendes Jahr erwartet der IWF, dass sich die Wirtschaft erholt, falls es keine zweite Corona-Welle mit neuen Beschränkungen gebe.

24.6.2020, 15:55 Uhr – Coronatests in Fleischbetrieben in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz soll es umfangreiche Corona-Tests in der Fleischbranche geben. Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler sagte im Landtag, ab der kommenden Woche werde es Reihentestungen in sechs Schlacht- und fleischverarbeitenden Betrieben mit Sammelunterküften geben. Bei den Testungen werden nicht unterschieden zwischen reinen Schlacht-, Zerlege- oder fleischverarbeitenden Betrieben. Neben zwei großen Betrieben mit mehreren hundert Beschäftigten gebe es in Rheinland-Pfalz vier weitere Betriebe der Fleischbranche mit 20 bis 100 Mitarbeitern - auch mit Gemeinschaftsunterkünften. Auch diese Betriebe würden "durchgetestet", sagte Bätzing-Lichtenthäler. Man sei hier schon in Kontakt mit den Gesundheitsämtern und den Landräten, so dass die Testungen nächste Woche für alle Mitarbeiter beginnen würden.

24.6.2020, 14:00 Uhr – Baden-Württemberg: Beherbergungsverbot für Gäste aus Gütersloh

Wer aus Corona-Hotspots wie Gütersloh in Baden-Württemberg Urlaub machen will, muss einen negativen Coronatest vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Ansonsten darf er/sie nicht in einem Hotel, Gasthof, Pension, Ferienwohnung oder auf Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen übernachten. Dies hat Sozialminister Manfred Lucha im SWR erklärt.

Dazu wird eine gemeinsame Verordnung von Sozial- und Wirtschaftsministerium erlassen. Darin steht: „Es ist untersagt, Personen zu beherbergen, die aus einem Land- oder Stadtkreis anreisen, in dem in den letzten sieben Tagen vor der Anreise die Zahl der Neuinfektionen laut der Veröffentlichung des Robert-Koch-Instituts pro 100.000 Einwohner höher als 50 ist.“ Das ist derzeit im Kreis Gütersloh der Fall.

24.6.2020, 11:53 Uhr – Laschet: „Negativ getestete Menschen willkommen heißen“

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die anderen Bundesländer dazu aufgerufen, negativ auf das Corona-Virus getestete Urlauber aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf willkommen zu heißen. Beide Kreise stehen nach dem Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück unter einem neuen Lockdown. Damit soll verhindert werden, dass sich das Virus in der Gegend unkontrolliert ausbreitet.

Bayern zum Beispiel will Gäste aus Landkreisen mit hohen Infektionszahlen nicht mehr übernachten lassen – ausgenommen Menschen, die einen negativen Corona-Test vorweisen können. Laschet habe in dieser Sache mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) telefoniert. Söder habe klar gemacht, dass Menschen aus Gütersloh willkommen seien, sagt Laschet im Landtag. Er erwarte das auch von anderen Bundesländern. Menschen aus Gütersloh dürften nicht stigmatisiert werden.

24.6.2020, 10:28 Uhr – Kurz verhängt teilweise Reisewarnung für Nordrhein-Westfalen

Österreich hat für Nordrhein-Westfalen eine partielle Reisewarnung verhängt. „Vor allem unser Nachbarland Deutschland mit der Region Nordrhein-Westfalen hat gezeigt, wie schnell es zu einer weiteren dramatischen Situation kommen kann“, sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz nach einer Kabinettssitzung der Regierung. Der konservative Politiker ergänzt, er hoffe, dass es zu keiner Ausbreitung auf ganz Deutschland komme. Für Österreich kündigte Kurz aufgrund der niedrigen Infektionszahlen weitere Lockerungsschritte unter anderem im Bereich der Gastronomie und bei Veranstaltungen an.

24.6.2020, 9:50 Uhr – Mediziner warnen vor zweiter Corona-Welle in Großbritannien

Führende britische Mediziner warnen vor einer zweiten Welle der Corona-Epidemie in dem Land. „Während der künftige Verlauf der Pandemie in Großbritannien schwer vorherzusagen ist, deuten die verfügbaren Hinweise an, dass lokale Ausbrüche immer wahrscheinlicher werden und eine zweite Welle ein echtes Risiko darstellt“, heißt es in dem am Mittwoch im "British Medical Journal" veröffentlichten offenen Brief.

24.6.2020, 8:30 Uhr – Corona-Ausbruch in Wiesenhof-Schlachterei in Oldenburg

Aus Niedersachsen wird ein weiterer Corona-Ausbruch in einem Schlachthof in Oldenburg gemeldet. Mitarbeiter der PHW-Gruppe, deren bekannteste Marken „Wiesenhof“ und „Bruzzler“ sind, wurden nach Angaben des Unternehmens positiv auf das Coronavirus getestet. Eine Reihentestung am Montag habe bei 23 von 50 Mitarbeitern eine Infektion ergeben, sagte ein Sprecher des Landkreises. Der PHW-Gruppe zufolge sollen nun alle mehr als 1.100 Mitarbeiter des Schlachthofes getestet werden.

24.6.2020, 6:40 Uhr – Jeder zweite Deutsche hat Angst vor einer zweiten Corona-Welle im Sommer

In einer Umfrage geben die Hälfte aller Befragten an, vor einer zweiten Corona-Welle während der Sommerferien Angst zu haben. Dies geht aus einer Befragung des Meinungsinstituts INSA im Auftrag der Bild-Zeitung hervor. Etwas mehr als ein Drittel der Befragten, 34 Prozent, teilen diese Sorge nicht. In der Umfrage zeigt sich, dass sich Frauen mit 55 Prozent häufiger vor einer zweiten Welle in den Ferien fürchten als Männer mit 45 Prozent. Während die Befragten zwischen 18 und 59 Jahren zu 46 bis 49 Prozent Angst vor einer zweiten Welle haben, steigt der Anteil bei den ab 60-Jährigen merklich auf 55 Prozent.

24.6.2020, 5:40 Uhr – Erster Corona-Toter in Australien seit einem Monat

Australien hat den ersten Coronavirus-Toten seit einem Monat verzeichnet. Ein mehr als 80 Jahre alter Mann im Bundesstaat Victoria sei über Nacht gestorben, teilten die dortigen Behörden am Mittwoch mit. Die Zahl der Toten mit dem Virus beläuft sich damit auf 103.

24.6.2020, 4:31 Uhr – 587 Neuinfektionen und 19 weitere Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt um 587 auf 191.449, wie Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) für Infektionskrankheiten zeigen. Weitere 19 Menschen sind nach offiziellen Angaben binnen 24 Stunden dem Virus erlegen, wodurch die Zahl der Todesopfer bei 8.914 liegt.

24.6.2020, 2:30 Uhr – Guterres kritisiert mangelnde internationale Kooperation

UN-Generalsekretär António Guterres kritisiert, dass es im Kampf gegen Corona zu wenige internationale Absprachen gebe. Mit der Politik der Alleingänge werde das Virus nicht bezwungen, warnte er. Vielmehr sei es nun nötig, die Staaten zu der Einsicht zu bringen, dass sie durch ein Handeln in Isolation erst eine „Situation schaffen, die außer Kontrolle gerät“. Kräfte zu bündeln und Kapazitäten zusammenzulegen sei wichtig, auch um Behandlungen, Testsysteme und Impfstoffe für jede und jeden verfügbar zu machen. Die Krankheit Covid-19 habe in China begonnen, sich dann in Europa ausgebreitet, dann in Nordamerika und nun in Südamerika, Afrika und Indien.

24.6.2020, 1:41 Uhr – Laschet warnt vor Stigmatisierung von NRWlern

Wer aus einem der nordrhein-westfälischen Kreise Gütersloh oder Warendorf kommt, muss sich in anderen Bundesländern auf Einschränkungen einstellen. Hintergrund sind die steigenden Corona-Zahlen beim Fleischverarbeiter Tönnies. Unter anderem Bayern und Mecklenburg-Vorpommern wollen keine Urlauber mehr aus den Hotspots ins Land lassen. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) warnte in einem ARD-Interview davor, die Bewohner zu stigmatisieren. Abgesehen von den Beschäftigten der Fleischindustrie vor Ort seien bisher so gut wie keine Fälle von Infizierten bekannt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bekräftigte den Vorstoß Bayerns dennoch: Der regionale Lockdown sei eine Sichereitsmaßnahme vor Ort – Bayern treffe seine eigene.

23.6.2020, 21:41 Uhr – Drosten warnt vor zweiter Welle

Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité warnt vor der Gefahr einer zweiten Corona-Welle. Bei Ausbrüchen wie aktuell in Nordrhein-Westfalen und Berlin sei zu befürchten, dass sich das Virus unbemerkt verbreite, sagte Drosten im Norddeutschen Rundfunk. Wenn jetzt nicht alle Sensoren angingen, habe Deutschland in zwei Monaten ein Problem. Drosten sagte auch, dass man am Beispiel der USA sehen könne, was bei zu frühen Lockerungen passiere. Die Situation in den Südstaaten sei furchtbar – trotz hoher Außentemperaturen.

23.6.2020, 21:19 Uhr – Mehrere Bundesländer reagieren auf Situation bei Tönnies

Wer aus einem der nordrhein-westfälischen Kreise Gütersloh oder Warendorf kommt, muss sich in anderen Bundesländern auf Einschränkungen einstellen. Hintergrund sind die steigenden Corona-Zahlen beim Fleischverarbeiter Tönnies und der Lockdown in der Region. Der Branchenverband Dehoga will, dass Menschen aus Gütersloh und Warendorf nicht mehr in rheinland-pfälzische Hotels und Gaststätten gelassen werden. Bayern und Mecklenburg-Vorpommern wollen keine Urlauber mehr aus den Hotspots ins Land lassen. Schleswig-Holstein schickt Leute von dort zwei Wochen lang in Quarantäne. In Münster müssen Menschen aus Gütersloh und Warendorf zwingend eine Maske aufsetzen.

23.6.2020, 20:22 Uhr – Ausbruch nach Gottesdienst in Frankfurt: Alle Infizierten genesen

Mitte Mai waren in sieben Landkreisen mehr als 200 Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt worden. Mittlerweile seien aber alle Betroffenen, die sich angesteckt hatten, wieder genesen, teilte das Frankfurter Gesundheitsdezernat mit. Gegen die Gemeinde oder deren Mitglieder seien auch keine Bußgelder verhängt worden, da sie sich zum Großteil an geltende Anordnungen zum Schutz gegen die Pandemie gehalten hätten.

23.6.2020, 17:13 Uhr – Mehrere Mitarbeiter eines Schlachthofs in Kreis Oldenburg infiziert

Im niedersächsischen Kreis Oldenburg haben sich mehrere Beschäftigte auf einem Schlachthof der Firma „Wiesenhof“ mit dem Coronavirus angesteckt, wie der NDR berichtet.

Bei 23 von bisher 50 getesteten Mitarbeitern wurde demnach eine Infektion nachgewiesen. Nun soll die gesamte Belegschaft von rund 1.100 Angestellten getestet werden.

23.6.2020, 16:52 Uhr – Fast 2.000 Infektionen im Kreis Gütersloh

Nach dem Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen im Kreis Gütersloh auf 1.952 gestiegen. Gestern waren es noch 1.696 Fälle gewesen. Nach Angaben des Kreises wird inzwischen in der Statistik nicht mehr zwischen Infektionen unter den Tönnies-Mitarbeitern und weiteren Ansteckungen im Kreis unterschieden, da es durch diese Zählweise zu Doppelungen gekommen sei.

Von den Betroffenen gelten demnach mehr als 700 bereits wieder als genesen, mehr als 1.200 seien noch infiziert.

23.6.2020, 16:29 Uhr – Lockdown jetzt auch für Landkreis Warendorf

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies verhängen die Behörden einen Lockdown auch für den Nachbarkreis Warendorf. Genau wie im Kreis Gütersloh gebe es Kontaktbeschränkungen, Sport in geschlossenen Räumen und viele Kulturveranstaltungen würden verboten, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag. Ab Donnerstag würden zudem Schulen und Kitas im Kreisgebiet geschlossen.

23.6.2020, 14:15 Uhr – Tennis-Profi Novak Djokovic positiv auf Corona getestet

Erst kritisiert, nun infiziert: Auch der Tennis-Weltranglisten-Erste Novak Djokovic ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 33 Jahre alte Serbe sagte, er zeige keine Symptome. Das Virus wurde auch bei seiner Frau Jelena festgestellt, jedoch nicht bei den Kindern des Paars. Am Montagabend hatte nach dem Bulgaren Grigor Dimitrow und dem Kroaten Borna Coric auch sein Landsmann Viktor Troicki einen positiven Test öffentlich gemacht. Alle vier spielten bei der Adria-Tour – dabei missachteten die Profis mehrfach die Hygieneregeln. „Jeder einzelne Fall tut mir extrem leid“, schrieb Djokovic.

23.6.2020, 10:51 Uhr – Laschet verhängt Lockdown über Region Gütersloh

Nach dem Ausbruch des Coronavirus in einem Schlachthof des Fleischbetriebs Tönnies im Kreis Gütersloh – sowie der Feststellung von 24 Infizierten außerhalb – will der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet einen Lockdown über den gesamten Kreis Gütersloh verhängen. Dies solle bis zum 30. Juni gelten: "Wir führen wieder eine Kontaktbeschränkung wie im März ein", sagt Laschet.

Die Behörden dort verbieten unter anderem auch wieder Sport in geschlossenen Räumen und zahlreiche Kulturveranstaltungen. Geschlossen würden auch Kinos und Bars, sagte Laschet. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat davor gewarnt, Menschen aus dem Kreis Gütersloh unter „Pauschalverdacht“ zu stellen. Man dürfe die Bewohner des Kreises „nicht stigmatisieren“. 

23.6.2020, 7:50 Uhr – China erlaubt Tests mit Impfstoffkandidaten an Menschen

Chinesische Behörden haben eine Testreihe an Menschen für einen Corona-Impfstoff genehmigt. Der Kandidat wird von den Firmen Zhifei Biological, Zhifei Longcom Biopharmaceutical und dem staatlichen Institut für Mikrobiologie entwickelt. Insgesamt befinden sich in China sechs verschiedene Impfstoffe in der Testphase. Weltweit haben mehr als ein Dutzend Corona- Medikamente die Zulassung für klinische Studien erhalten.

23.6.2020, 6:30 Uhr – Männer sterben doppelt so häufig wie Frauen an Covid-19 – Ursachen unklar

Männer erkranken oft schwerer an Covid-19 und sterben häufiger als Frauen. Nach Daten der Forschungsinitiative Global Health 50/50 aus mehr als 20 Ländern wie auch nach Zahlen des des Robert Koch-Instituts (RKI) für Deutschland infizieren sich Frauen ähnlich häufig wie Männer. Bei den Sterberaten liegt die Verteilung jedoch etwa bei einem Drittel zu zwei Dritteln. Nach dem Situationsbericht des RKI vom 21. Juni starben in fast allen Altersgruppen mindestens doppelt so viele Männer wie Frauen.

23.6.2020, 5:23 Uhr – 503 Neuinfektionen und 10 weitere Todesfälle in Deutschland

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt um 503 auf 190.862, wie Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) für Infektionskrankheiten zeigen. Weitere zehn Menschen sind nach offiziellen Angaben binnen 24 Stunden dem Virus erlegen, wodurch die Zahl der Todesopfer auf 8.895 klettert. Etwa 175.700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit
Datenstand 22.6., 0.00 Uhr, bei 2,76 (Vortag: 2,88).

23.6.2020, 4:30 Uhr – Weitere Wahlkampf-Mitarbeiter von Trump positiv auf Coronavirus getestet

Zwei weitere Mitglieder des Wahlkampfteams von US-Präsident Donald Trump, die seinen Auftritt am Samstag in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma vor Ort organisiert hatten, sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte der Kommunikationschef der Trump-Wiederwahlkampagne, Tim Murtaugh, mit. Die Gesamtzahl der positiv auf das neuartige Virus getesteten Wahlkampfmitarbeiter, die in Tulsa im Einsatz waren, stieg damit auf acht. 

Die Infektion der anderen sechs Mitarbeiter war schon am Samstag – vor der Kundgebung – festgestellt worden, so dass sie bei der Veranstaltung dann nicht dabei waren. Sie wurden laut Murtaugh sofort in Quarantäne geschickt. Die jetzt positiv getesteten Mitarbeiter waren hingegen bei der Kundgebung anwesend. Sie hätten aber während der ganzen Zeit Atemschutzmasken getragen, betonte Murtaugh. Nach den positiven Tests seien auch sie umgehend unter Quarantäne gestellt worden. Trump hatte Kritik dafür auf sich gezogen, ein Event mit Tausenden Menschen in einer geschlossenen Halle inmitten der anhaltenden Pandemie abzuhalten. Allerdings hätten es noch viel mehr Menschen sein können:

23.6.2020, 2:45 Uhr – Auch Golden Globes werden verschoben

Nach der Oscar-Gala soll auch die Verleihung der Golden Globes wegen der Coronavirus-Pandemie im kommenden Jahr später als bislang üblich stattfinden. Die feierliche Vergabe der Filmpreise sei für den 28. Februar 2021 geplant, teilten die Veranstalter mit. Bislang waren die Golden Globes stets Anfang Januar verliehen worden. Die glänzenden Weltkugeln, die in diesem Januar zum 77. Mal ausgegeben worden waren, sind nach den Oscars Hollywoods bedeutendste Filmpreise. Sie werden von der Hollywood Foreign Press Association (HFPA), dem Verband der Auslandspresse, in 25 Film- und Fernseh-Kategorien verliehen. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass die Oscars erst acht Wochen später vergeben werden.

22.6.2020, 22:57 Uhr – Deutschlands Vorsitz der EU-Ratspräsidentschaft soll im Zeichen für den Kampf gegen Corona stehen

Die Spitzen der Großen Koalition haben sich in einer Sondersitzung auf einen Kurs der deutschen EU-Ratspräsidentschaft geeinigt. Zentrale Aufgabe soll es demnach sein, die Corona-Pandemie zu überwinden und für eine wirtschaftliche Erholung zu sorgen. In einem Papier, dass der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es, mit der Covid-19-Pandemie stehe die Europäische Union vor einer schicksalshaften Herausforderung. Deutschland werde sich mit ganzer Kraft dafür einsetzen, diese Aufgabe zu meistern und Europa wieder stark zu machen. Deutschland übernimmt die EU Ratspräsidentschaft am 1. Juli für ein halbes Jahr.

22.6.2020, 19:17 Uhr – Landrat vom Kreis Gütersloh schließt Lockdown nicht aus

Nach dem massenhaften Corona-Ausbruch in der Tönnies-Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück hält jetzt auch Landrat Sven-Georg Adenauer einen Lockdown in der Region für vorstellbar. Es rieche quasi danach, sagt der CDU-Politiker. Es habe neue Corona-Tests gegeben in Wohnungen und Unterkünften von Personen, die bereits unter Quarantäne stehen. „Wir gehen stark davon aus, dass wir in den Unterkünfte positive Fälle haben, die noch nicht entdeckt waren und die Zahlen nach oben schnellen lassen.“

22.6.2020, 18:37 Uhr – Bundesliga-Saisonstart mit Zuschauern?

Die Fußball-Bundesliga hofft auf einen Start der nächsten Saison mit Fans in den Stadien. „Es ist nun mal der Wunsch, die Saison mit Zuschauern beginnen zu können. Wir versuchen, dafür die Rahmenbedingungen zu schaffen“, sagte Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga. Einen konkreten Termin für den Beginn der neuen Spielzeit gibt es noch nicht.

Die aktuelle Saison in der Bundesliga und 2. Liga wird nach einer Zwangspause wegen der Coronavirus-Pandemie derzeit mit Geisterspielen ohne Zuschauer zu Ende geführt. Großveranstaltungen mit vielen Zuschauern sind nach den Vorgaben der Politik bis Ende Oktober verboten, Ausnahmen sind aber möglich.

22.6.2020, 18:13 Uhr – Kommentar: Laschet muss hart durchgreifen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet müsse nach dem Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies hart durchgreifen, fordert Andreas Reuter in seinem Kommentar. Er solle sich daran halten, was er Anfang Mai versprochen habe und einen strengen Lockdown über den Kreis verhängen. „Denn wenn er zu lange damit zögert, droht dieses Schicksal dem ganzen Land“, so Reuter.

22.6.2020, 17:48 Uhr – Schärfere Strafe für Verstoß gegen Maskenpflicht in Israel

Nach einem starken Anstieg der Corona-Infektionen sollen Verstöße gegen die Maskenpflicht in Israel strenger geahndet werden: Wer es in der Öffentlichkeit versäumt, eine Maske zu tragen, der soll künftig umgerechnet rund 130 Euro zahlen müssen. Dies beschloss das Corona-Kabinett des Landes am Montag, wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach mehrstündigen Beratungen
mitteilte. Zuvor betrug die Strafe etwa 50 Euro.

22.6.2020, 16:29 Uhr – Scholz: Bei guter Konjunktur kann Deutschland schon 2022 wieder auf Vorkrisenniveau sein

Die Schuldenbremse kann nach den Worten von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bei guter konjunktureller Entwicklung möglicherweise schon 2022 oder 2023 wieder eingehalten werden. Scholz sagte am Montag in Berlin nach einer Sitzung des Stabilitätsrates von Bund und Ländern, wenn die Konjunkturprognosen gut seien, könne man wirtschaftlich spätestens Ende nächsten, Anfang übernächsten Jahres wieder auf einem Vorkrisenniveau sein und dann von der Aussetzung der Schuldenbremse wegkommen.

Der Stabilitätsrat zur Überprüfung der deutschen Staatsfinanzen rechnet in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Krise mit einem außergewöhnlich hohen Minus: Das strukturelle Defizit des Gesamtstaates dürfte sich 2020 auf 5,5 Prozent der Wirtschaftsleistung summieren, teilte
das Gremium am Montag nach einer Videokonferenz mit.

22.6.2020, 13:35 Uhr – WHO: Impfstoff für alle erst in Jahren realistisch

Bis alle Menschen auf der Welt Zugang zu einem Coronavirus-Impfstoff haben, braucht es nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation einen langen Atem: Zweieinhalb Jahre werde es wohl dauern, bis ein Mittel für alle verfügbar sei, sagte der WHO-Sondergesandte für Covid-19, David Nabarro, am Montag. „Selbst wenn es bis Jahresende einen (Impfstoff-)Kandidaten gibt, werden Tests auf Sicherheit und Wirksamkeit eine Weile dauern.“ Danach, so gab Nabarro zu bedenken, werde die Produktion der gewaltigen Mengen und das Organisieren von Impfprogrammen weitere Zeit in Anspruch nehmen.

22.6.2020, 13:35 Uhr – Bulgarien führt Maskenpflicht wieder ein

Nach dem mit 606 Fällen höchsten wöchentlichen Anstieg der Neuinfektionen vergangene Woche ordnet Bulgarien die Maskenpflicht wieder für alle geschlossenen öffentlichen Räume an. Erst zehn Tage zuvor hatte Gesundheitsminister Kiril Ananiew das Tragen von Mund- und Nasenschutz in Innenräumen als „sehr empfehlenswert“, aber nicht obligatorisch eingestuft. Ausgenommen waren Apotheken, der öffentliche Personennahverkehr und medizinische Einrichtungen. 

22.6.2020, 11:53 Uhr – Zweite Corona-Infektionswelle in Südkorea

Die Gesundheitsbehörden in Südkorea sprechen zum ersten Mal von einer zweiten Infektionswelle im Land. Man sei mitten drin, sagte Jeong Eun Kyeong, Direktorin des Koreanischen Zentrums für Krankheitskontrolle und Vorsorge (KCDC). Davor hatte ihr Institut immer davon gesprochen, dass die erste Welle im Land nie wirklich aufgehört habe. Jetzt sei klar geworden, dass das Feiertagswochenende Anfang Mai den Beginn der neuen Welle markiert habe, sagt Jeong. Die Infektionen werden vor allem im Großraum Seoul nachgewiesen.

22.6.2020, 9:35 Uhr – Spanien entscheidet über Einreiseerlaubnis

Spanien will diese Woche entscheiden, aus welchen Ländern Touristen einreisen dürfen. Das werde mit den Partnern in der EU besprochen, sagt Gesundheitsminister Salvador Illa dem Sender Cadena SER. Vergangene Woche durften die ersten deutschen Urlauber nach Mallorca fliegen. Es gebe einige kleinere neue Ausbrüche des Coronavirus, aber sie seien unter Kontrolle, sagt Illa. Mit 246.272 Infektionsfällen und 28.323 Toten ist Spanien eines der am meisten von der Pandemie betroffenen Länder.

22.6.2020, 02:03 Uhr – Auch Frankreich lockert weiter

Frankreich lockert ab heute weiter seine Corona-Beschränkungen. Die meisten Schüler müssen wieder zur Schule gehen. Camping-Plätze und Kinos dürfen öffnen, indem dort Hygieneregeln eingehalten werden müssen. Ab übermorgen dürfen außerdem Touristen den Eiffelturm besuchen. Schon seit einer Woche können Deutsche und die meisten anderen EU-Bürger wieder ohne Einschränkungen nach Frankreich reisen.

22.6.2020, 01:05 Uhr – WHO meldet Rekordanstieg bei Corona-Fällen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet einen Rekordanstieg bei den weltweiten Coronavirus-Fällen. Die Gesamtzahl der Neuinfektionen steigt nach offiziellen Daten innerhalb eines Tages um 183.020. Laut dem täglichen Bericht der WHO meldet Nord- und Südamerika mit über 116.000 den größten Teil der Neuinfektionen. Weltweit sind nach Angaben der WHO mehr als 8,7 Millionen Menschen an dem Virus erkrankt und mehr als 461.000 an den Folgen von Covid-19 gestorben. Bislang war am 18. Juni mit 181.232 Fällen der größte Anstieg seit dem Ausbruch des Virus verzeichnet worden.

22.6.2020, 00:39 Uhr – Schweiz hebt Corona-Regeln heute weitgehend auf

In der Schweiz werden die seit drei Monaten bestehenden Corona-Schutzregeln ab heute weitgehend aufgehoben. Die Schweizer Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga begründete die Lockerungen vor Schweizer Medien mit fallenden Infektionszahlen. Demnach gibt es ab jetzt keine Sperrstunde mehr – in Schweizer Restaurants kann dann wieder zeitlich unbegrenzt gegessen und getrunken, in Diskos und Nachtclubs bis in die Morgenstunden gefeiert werden. Versammlungen und Veranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl von maximal 1.000 Menschen sind ab sofort ebenfalls wieder erlaubt. Und: Theater, Konzerthallen und Kinos dürfen Vorstellungen anbieten. Allerdings muss jeder zweite Sitzplatz frei bleiben.

Das bislang geltende Notrecht auf der Basis des Epidemiegesetzes wurde aufgehoben. Abstandsregeln müssen nach wie vor eingehalten werden – die Mindestabstände wurden aber von bisher zwei auf nun eineinhalb Meter reduziert.

22.6.2020, 00:02 Uhr – Mehr als eine Million Corona-Infizierte in Brasilien

Brasilien verzeichnet nach offiziellen Angaben im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus mehr als eine Millionen Fälle und mehr als 50.000 Todesopfer. Die Zahl der Toten ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden um 641 auf 50.617 gestiegen. Weitere 17.459 Infektionen lassen die Gesamtzahl der bestätigten Fälle auf 1.085.038 klettern.

Brasilien verzeichnet nach den USA weltweit die meisten Covid-19-Infektionen und Todesfälle infolge der Atemwegserkrankung. Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer mangels breiter Testmöglichkeiten weitaus höher liegen könnte.

21.6.2020, 19:42 Uhr – Unruhen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Den Haag

Bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen hat es in Den Haag Unruhen gegeben. Mobile Einsatzkommandos der Polizei setzten Wasserwerfer und Polizeipferde ein, um die Menschenmenge auseinanderzutreiben. Mehrere hundert Demonstranten, darunter viele Hooligans, hätten bewusst die Konfrontation mit der Polizei gesucht. „Das hat nichts mehr mit einer normalen Demonstration zu tun“, sagte ein Polizeisprecher im Radio.

Fünf Menschen wurden festgenommen. Sie hatten nach Angaben der Polizei mit Steinen geworfen. Bürgermeister Johan Remkes hatte zunächst aus Sicherheitsgründen die Demonstration gegen Corona-Maßnahmen der Gruppe „Virus Waanzin“ verboten. Dennoch waren einige hundert Demonstranten zum Hauptbahnhof gekommen sowie auch noch mehrere hundert Fußball-Fans, wie die Polizei mitteilte.

Der Bürgermeister hatte daraufhin eine kurze Kundgebung gestattet. Als die Atmosphäre gewalttätig wurde und vor allem Hooligans Richtung City ziehen wollten, griff die Polizei ein. Ein Platz in der Nähe des Hauptbahnhofes wurde geräumt, nachdem mehrere hundert Demonstranten sich geweigert hatten, ihn zu verlassen. Mehrere Menschen seien festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Ein nahe gelegenes Einkaufszentrum war vorsorglich geschlossen worden.

21.6.2020, 16:52 Uhr – Kreis Gütersloh plant kostenlose Corona-Tests für Einwohner

Nach dem Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies will der Landkreis Gütersloh kostenlose Corona-Tests für die dort lebenden Anwohner bereitstellen. Das solle "in den nächsten Tagen" geschehen, kündigte Landrat Sven-Georg Adenauer an.

Für die Tests zahlen will nach eigener Aussage der Tönnies-Konzern. Adenauer hatte angeregt, „dass es für die Firma Tönnies möglicherweise interessant wäre, für diese Kosten aufzukommen. Das muss die Firma aber selber entscheiden.“

Kurz darauf kam die Bestätigung des Betriebs: „Zusage. Wir stehen zu unserer Verantwortung und übernehmen die Kosten für einen freiwilligen flächendeckenden Coronatest im Kreis Gütersloh. Die Details stimmen wir mit dem Kreis Gütersloh ab“, sagte ein Sprecher von Unternehmenschef Clemens Tönnies an.

21.6.2020, 16:18 Uhr – Göttingen: Behörden wollen Quarantäne für Hochhaus leicht lockern

Nachdem gestern mehrere Bewohner des unter Quarantäne stehenden Hochhauses in Göttingen versucht hatten, das Gelände entgegen der Auflagen zu verlassen und sogar Polizisten angegriffen wurden, reagiert die Stadt. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler kündigte an, dass Bewohner, die zwei Mal negativ auf das Coronavirus getestet worden seien, den Komplex maximal in Dreiergruppen und mit An- und Abmeldungen verlassen dürften.

Göttingens Sozialdezernentin Petra Broistedt sprach von einem „atmenden System“, durch das die Quarantäne teils gelockert werden könne. Die Stadt will alle Bewohner des Hochhauses testen, die Entscheidung ist aber freiwillig. Mit weiteren Testergebnissen rechnet Broistedt morgen Abend.

In dem Gebäude leben etwa 700 gemeldete Menschen, von denen bisher bei etwa 120 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen wurden.

21.6.2020, 14:17 Uhr – Schul-Lockerungen ab Montag

Einige Bundesländern lockern ab morgen ihre Corona-Regeln bezüglich Schulen und Kitas. In Berlin und Niedersachsen können dann beispielsweise alle Kinder wieder in eine Kita gehen. Auch alle Grundschüler in Hessen und Bremen bekommen dann wieder einen Präsenzunterricht. Trotzdem gelten weiterhin Einschränkungen. In der Hansestadt werden die Schüler erstmal nur in vier Unterrichtsstunden an vier Tagen in der Woche unterrichtet. Für Hessen gelten vier Stunden Unterricht pro Tag für die Klassen eins und zwei und fünf für die Klassen drei und vier.

21.6.2020, 13:45 Uhr – Zahl der Corona-Infektionen in Lateinamerika steigt auf über zwei Millionen

In Lateinamerika und der Karibik ist die Zahl der offiziell registrierten Coronavirus-Infektionen am Wochenende auf über zwei Millionen gestiegen. Aus der Region seien am Samstag insgesamt 2.007.621 bestätigte Fälle gemeldet worden, wie Agentur AFP berichtet. Über die Hälfte der Fälle wurde aus Brasilien gemeldet. Dort war am Freitag die Marke von einer Million Infektionen offiziell überstiegen worden.

21.6.2020, 12:30 Uhr – Corona-Notstand in Spanien nach 14 Wochen beendet

Im früheren Corona-Hotspot Spanien herrscht seit Sonntag die „neue Normalität“: Nach genau 14 Wochen ging um Mitternacht der Notstand zur Eindämmung der Pandemie zu Ende. Die 47 Millionen Bürger des Landes durften sich erstmals seit Mitte März wieder im ganzen Land frei bewegen. In der Hauptstadt Madrid und in anderen küstenfernen Gemeinden machten sich zahlreiche Menschen am ersten Tag bei Temperaturen von zum Teil weit über 30 Grad schon frühmorgens auf in den Badeurlaub. Dafür sei vor allem der eigene Wagen benutzt worden, berichteten Medien.

21.6.2020, 10:40 Uhr – Iran erwartet vor 2022 kein Ende der Corona-Krise

Im Iran ist nach offizieller Einschätzung der Regierung bis ins Jahr 2022 kein Ende der Corona-Krise in Sicht. Gesundheitsminister Saeid Namaki äußerte am Sonntag nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Isna die Erwartung, „dass wir noch weitere zwei Jahre mit Corona leben müssen“. Das Virus habe verschiedene Dimensionen, sei daher sehr kompliziert und quasi wie ein Tier, „das sowohl beißen als auch treten kann“.

21.6.2020, 9:50 Uhr – Bundesbank-Präsident: "Der Tiefpunkt dürfte hinter uns liegen"

Nach Ansicht von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann ist die schlimmste Phase der Wirtschaftskrise in der Corona-Pandemie vorüber: Zwar sei die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal sicher noch erheblich stärker gesunken als im ersten, sagte er in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Aber: „Der Tiefpunkt dürfte mittlerweile hinter uns liegen, und es geht wieder aufwärts. Auf den scharfen Einbruch folgt aber nur eine vergleichweise allmähliche Erholung.“

21.6.2020, 8:40 Uhr – Hofreiter ruft Supermärkte zum Tönnies-Boykott auf

Nach dem massiven Corona-Ausbruch in einem Schlachtbetrieb der Firma Tönnies im westfälischen Kreis Gütersloh hat sich der Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter für ein Boykott von Produkten des Fleisch-Konzerns ausgesprochen. „Es ist an der Zeit, dass die großen Supermarktketten sich nicht länger mitschuldig machen“, sagte Hofreiter in der „Bild am Sonntag“. „Sie sollten Tönnies-Produkte aus ihrem Angebot nehmen.“

21.6.2020, 5:03 Uhr – Reproduktionszahl in Deutschland steigt laut RKI-Schätzungen auf 1,79

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 687 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 189.822 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, bislang starben 8882 nachweislich mit dem Virus Infizierte.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 1,79 (Vortag: 1,06). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

21.6.2020, 4:03 Uhr – Erste Massenkundgebung von Trump – viel weniger Teilnehmer, als erwartet

US-Präsident Donald Trump hat zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Krise wieder eine Massenkundgebung abgehalten. Allerdings kamen statt der erwarteten eine Million Menschen nicht einmal 19.000. Teilnehmer mussten sich bei der Registrierung damit einverstanden erklären, dass die Organisatoren nicht für eine mögliche Covid-19-Erkrankung haftbar gemacht werden können. Vor der Kundgebung wurden sechs Mitarbeiter des Wahlkampfteams positiv auf das Corona-Virus getestet. Sie seien in Quarantäne genommen worden, hieß es. Trump selber trug wie üblich keine Maske bei seinem Auftritt.

21.6.2020, 1:17 Uhr – Weitere Sprachen für Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App soll in den kommenden Wochen auch in weiteren Sprachen zur Verfügung stehen. „In etwa vier Wochen wird es eine türkische Version geben, außerdem sind weitere Sprachen in Planung: Französisch, Arabisch und auch Russisch“, sagte SAP-Vorstand Jürgen Müller der "Bild am Sonntag". Auch Rumänisch sei in Planung.

21.6.2020, 0:00 Uhr – Spanien beendet Corona-Notstand

In Spanien ist der Corona-Notstand seit Mitternacht beendet. Heute ist damit der erste Tage nach 14 Wochen, an dem sich die 47 Millionen Bürger wieder im ganzen Land frei bewegen können. Auch die Grenzen für Urlauber aus Schengenstaaten sind seit einer Stunde wieder offen. Nur die Grenze zu Portugal bleibt auf Wunsch der Regierung in Lissabon noch bis zum 1. Juli für die meisten Reisenden geschlossen. Spanien war von der Corona-Pandemie besonders schwer betroffen.

20.6.2020, 21:11 Uhr – Sechs Mitarbeiter von Trump-Team in Tulsa positiv auf Coronavirus getestet

Sechs Mitglieder des Wahlkampfteams von US-Präsident Donald Trump, die seinen in wenigen Stunden geplanten Auftritt in Tulsa vor Ort organisiert haben, sind positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Dies teilte das Wahlkampfteam mit.

Bei Hunderten von Tests seien sechs Mitglieder des Voraus-Teams positiv getestet und sofort in Quarantäne geschickt worden, erklärte der Kommunikationschef für die Wiederwahlkampagne des US-Präsidenten, Tim Murtaugh. Keiner der positiv getesteten Mitarbeiter "oder jemand, der in direktem Kontakt mit ihnen stand" werde an der Veranstaltung teilnehmen.

Der Auftritt Trumps vor Zehntausenden Anhängern in einer Halle in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma ist aus mehreren Gründen umstritten: Die Gesundheitsbehörden befürchten eine Vielzahl neuer Coronavirus-Infektionen, wenn so viele Menschen zusammenkommen. Tulsa war zudem vor knapp 100 Jahren der Ort eines der schlimmsten Massaker an Schwarzen in der jüngeren US-Geschichte.

20.6.2020, 19:36 Uhr – Briten dürfen Quarantäne-frei nach Spanien reisen

Britische Staatsbürger dürfen ab morgen wieder nach Spanien einreisen, ohne sich dort zwei Wochen in Quarantäne begeben zu müssen. Das gab Außenministerin Arancha Gonzalez bekannt.

Man befinde sich in Verhandlungen darüber, ob dies bald auch für Spanier bei der Einreise ins Vereinigte Königreich gelten soll.

20.6.2020, 19:06 Uhr – Tönnies-Chef wehrt sich gegen Krisenstabs-Vorwürfe

Der Fleischkonzern Tönnies hat sich gegen Vorwürfe verteidigt, er habe nach dem Ausbruch zahlreicher Corona-Infektionen nicht ausreichend mit Behörden kooperiert. Firmenchef Tönnies sagte, aufgrund des Datenschutzes lägen dem Unternehmen bei Werksverträgen keine Adressen von Mitarbeitenden vor. Hintergrund sind Vorwürfe des behördlichen Krisenstabs, Tönnies habe es bisher nicht geschafft, die Adressen all seiner Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Deshalb hätten sich die Landes-Behörden selbst Zugang zu den Personalakten verschafft. Bei mehr als 1.000 Tönnies-Beschäftigten ist eine Coronainfektion festgestellt worden.

20.6.2020, 18:07 Uhr – Göttingen: Bewohner bewerfen und verletzen Polizisten

Bewohner des in Göttingen unter Quarantäne stehenden Gebäudekomplexes haben Polizisten mit Gegenständen beworfen und mehrere von ihnen verletzt. Nach ersten Erkenntnissen war der Missmut über die Quarantänemaßnahmen wegen des Coronavirus bei den Bewohnern am Nachmittag angestiegen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Mehrere Bewohner hatten demnach versucht, die Zäune, die die Stadt aufgestellt hatte, zu überwinden. Zudem sei die zur Amtshilfe eingesetzte Polizei aus dem Gebäude heraus mit Gegenständen beworfen worden. Dabei wurden Polizeiangaben zufolge mehrere Beamte verletzt, wie viele ist unklar.

20.6.2020, 14:40 Uhr – Fall Tönnies: Schon mehr als 1.000 Corona-Fälle

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies sind mittlerweile 1.029 Mitarbeiter positiv getestet worden. Dies teilte der Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer, am Samstag in Gütersloh mit. Insgesamt 3.127 Befunde lägen vor. Derweil erhöht die Bundesregierung den Druck auf die Fleischverarbeitungs-Branche: „Wir wollen die Kontrollen weiter verschärfen, noch bevor das neue Gesetz zur Arbeitssicherheit in der Fleischindustrie da ist“, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Samstag.

20.6.2020, 13:50 Uhr – Mehr als 8,69 Millionen Infizierte weltweit

Weltweit haben sich einer Reuters-Zählung zufolge inzwischen mehr als 8,69 Millionen Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. 459.604​ Menschen mit einer Ansteckung sind gestorben.

20.6.2020, 13:02 Uhr – Bundeswehr holt sich Verstärkung für Einsatz am Tönnies-Werk

Die Bundeswehr hat ihren Einsatz am Werk des Schlachtereibetriebs Tönnies in Rheda-Wiedenbück ausgebaut. „Wir haben noch 40 weitere Soldaten hinzu geholt“, sagte Bundeswehrsprecher Uwe Kort am Samstag. „20 davon helfen bei der Dokumentation und 20 helfen bei der Kontaktpersonen- nachverfolgung.“ Laut Kort sprechen die Soldaten osteuropäische Sprachen, um sich mit den Arbeitern verständigen zu können. Bereits am Freitag waren insgesamt 25 Soldaten in Rheda-Wiedenbrück eingetroffen.

20.6.2020, 10:50 Uhr – Söder über Corona-Zahlen: „Wir haben echt verdammtes Glück gehabt“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnt vor einer wieder stärkeren Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland. „Wir haben echt verdammtes Glück gehabt“, sagte er in einer am Samstag auf Twitter verbreiteten Videobotschaft. Jetzt gelte es den „Schatz einer niedrigen Zahl an Infektionen zu bewahren“:

Twitter

20.6.2020, 10:10 Uhr – Ansteckungen bei Familienfeiern: Australischer Bundesstaat nimmt Lockerungen zurück

Im australischen Bundesstaat Victoria werden wegen steigender Infektionszahlen einige Lockerungen wieder zurückgenommen. So sind ab Montag in der Öffentlichkeit nur noch Treffen von bis zu zehn Personen erlaubt. Zu Hause dürfen nur noch fünf Menschen zusammenkommen. Zuvor hatte die Grenze für Treffen in der Öffentlichkeit und zu Hause bei 20 Personen gelegen. Am Samstag waren in Victoria 25 neue Covid-19-Fälle gemeldet worden, darunter einige, die auf Familientreffen urückzuführen waren.

20.6.2020, 7:20 Uhr – Luxemburg testet gesamte Bevölkerung

Luxemburg will mit flächendeckenden Tests der gesamten Bevölkerung eine zweite Corona-Welle verhindern. Dazu seien die Einwohner und Beschäftigten in kleine Gruppen eingeteilt worden, deren Mitglieder abwechselnd und regelmäßig getestet werden: „Wenn es neue Infektionen gibt, dann wissen wir sehr genau, wo es passiert und können Ketten unterbrechen“, sagte der Direktor des Luxemburger Gesundheitsinstituts, Ulf Nehrbass.

20.6.2020, 6:20 Uhr – Asthmabund: Keine erhöhte Covid-19-Gefahr für therapierte Asthmatiker

Asthmatiker sind bei regelmäßiger Einnahme ihrer Medikamente nach Einschätzung des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) nicht besonders durch eine Covid-19-Erkrankung gefährdet. Das gelte für allergisches und auch für nicht-allergisches Asthma, erklärte eine Sprecherin des DAAB. Die cortisonhaltigen Sprays, die Asthma-Patienten nutzen, könnten demnach sogar schützend wirken.

20.6.2020, 5:08 Uhr – 601 Neuinfektionen und elf weitere Corona-Todesfälle in Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der Corona-Infizierten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts binnen eines Tages um 601 auf 189.135 gestiegen. Elf weitere Menschen seien gestorben, insgesamt liege die Zahl der Corona-Toten damit bei 8.883.

20.6.2020, 2:55 Uhr – Costa Rica stoppt Lockerungskurs

Costa Ricas Regierung stoppt nach Angaben von Gesundheitsminister Daniel Salas bis auf weiteres die begonnenen Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Grund sei der Anstieg der Infektionen in den letzten Tagen. So seien allein in den vergangenen 24 Stunden 119 neue Fälle bestätigt worden – so viele wie noch nie binnen eines Tages. Insgesamt seien nunmehr 2.058 Ansteckungen und zwölf Tote verzeichnet. Man könne angesichts dieser Zahlen nicht so tun, als ob alles in Ordnung sei und einfach mit der Wiedereröffnung der Wirtschaft fortfahren, sagt Salas.

20.6.2020, 0:05 Uhr – Mehr als eine Millionen Infektionen in Brasilien

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter unaufhaltsam aus: Das Gesundheitsministerium meldet 54.771 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 1,032 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 1.206 auf 48.954 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle aus.

19.6.2020, 22:54 Uhr – EU will schnelle Einigung über Wiederaufbaufonds

Die Europäer müssen auf das EU-Konjunkturprogramm zur Bewältigung der Corona-Krise noch warten. Nachdem der EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs ergebnislos zu Ende gegangen ist, macht die Ratspräsidentschaft Druck. Sie will, dass der Wiederaufbaufonds zügig beschlossen wird. „Die Brücken, die wir noch zu bauen haben, sind groß“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Es gebe noch eine ganze Reihe von Fragen. Mitte Juli werde weiter verhandelt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will mit dem Plan die Mitgliedstaaten schnell wieder aus der schweren Rezession in Folge der Corona-Krise helfen. Profitieren sollen vor allem die besonders hart von der Pandemie getroffenen Italien und Spanien.

19.6.2020, 22:45 Uhr – Brasilien: Mehr als eine Million Corona-Fälle

Nach den USA hat Brasilien als zweites Land der Welt mehr als eine Million bestätigte Corona-Fälle. Die Medien des Landes zählen inzwischen selbst, weil sie den offiziellen Angaben nicht trauen. Brasilien hat schon fast 50.000 Todesfälle. Innerhalb eines Tages wurden mehr als 23.000 Neuinfektionen gemeldet. Die tatsächlichen Zahlen dürften noch weit höher liegen, auch weil das Land sehr wenig testet. Präsident Jair Bolsonaro hat die Corona-Gefahr seit Beginn der Pandemie heruntergespielt. Das Gesundheitsministerium wird derzeit übergangsweise geführt, nachdem Bolsonaro den Arzt Luiz Henrique Mandetta des Ministerpostens enthoben hatte, weil dieser die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Abstands- und Hygieneregeln einführen wollte.

19.6.2020, 22:38 Uhr – EU-Parlament: Ausländische Arbeitskräfte besser schützen

Das EU-Parlament verlangt einen besseren Schutz saisonaler und ausländischer Arbeitskräfte vor dem Coronavirus. Dazu gehörten eine entsprechende Unterbringung und ein leichter Zugang zu Tests, heißt es in einer Resolution der Europa-Abgeordneten. Es sei Aufgabe der Mitgliedsstaaten, sich darum zu kümmern. In Deutschland sind aktuell die Mitarbeiter des Fleischproduzenten Tönnies von einem Corona-Ausbruch betroffen. In der Firma arbeiten viele Menschen aus Osteuropa. In der Region Gütersloh sind mehr als 800 Infektionen bestätigt. Alle Tönnies-Beschäftigen und ihre Familien stehen jetzt unter Quarantäne.

19.6.2020, 21:38 Uhr – Corona-Warn-App: Knapp zehn Millionen Downloads

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung ist bisher knapp zehn Millionen Mal heruntergeladen worden. Das sei ein Zeichen von hoher Akzeptanz in der Bevölkerung, sagt das Robert-Koch-Institut. Die Bundesregierung will die App weiterentwickeln, damit auch Nutzer von älteren Smartphones sie installieren können. An Verbesserungen werde gearbeitet, sagte eine Sprecherin.

19.6.2020, 21:00 Uhr – Tönnies: Alle Mitarbeiter müssen in Quarantäne

Nach dem Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies müssen alle Mitarbeiter am Standort Rheda-Wiedenbrück in Quarantäne. In einer Mitteilung des Landkreises Gütersloh heißt es, das betreffe auch die Verwaltung und das Management. Bei Tönnies haben sich 803 Mitarbeiter mit dem Coronavirus angesteckt. Die Staatanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Körperverletzung und Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz.

19.6.2020, 19:45 Uhr – Schweiz lockert Corona-Schutzmaßnahmen

Die Schweiz lockert ihre Corona-Schutzmaßnahmen. Das hat die Regierung beschlossen und mit niedrigen Infektionszahlen begründet. Hygienekonzepte müssen zwar im öffentlichen Raum weiter eingehalten werden, Demos sind aber beispielsweise ab morgen wieder mit Mundschutz erlaubt. Die Menschen sind aufgefordert anderthalb Meter Abstand zu halten, bisher waren es zwei. Ab Montag gibt es keine Sperrstunde mehr, in Theatern und Kinos gilt die Regel: ein freier Sitz zwischen den Besuchern: Das Verbot für Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern bleibt.

19.6.2020, 19:30 Uhr – Dividende trotz Kurzarbeit – ist das fair?

Viele Unternehmen haben Kurzarbeit angemeldet, die Gehälter für ihre Beschäftigten kommen teilweise von der Arbeitsagentur. Dennoch zahlen große Konzerne Dividenden. Ist das gerecht? Antworten liefert unserer Serie „Corona-Fairness“.

19.6.2020, 17:50 Uhr – WHO: Pandemie beschleunigt sich

Die Corona-Pandemie beschleunigt sich nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation. Innerhalb eines Tages seien weltweit mehr als 150.000 neue Infektionen gemeldet worden, sagte der Chef der Organisation. So viele wie nie zuvor. Knapp die Hälfte kämen aus Amerika. Aber auch in Südostasien und im Nahen Osten steigen demnach die Infektionsraten. Die Welt sei in einer gefährlichen Phase, weil viele die Nase voll von den Beschränkungen hätten.

19.6.2020, 17:13 Uhr – Uno geht Geld für Corona-Hilfstransporte aus

In den vergangenen Monaten hat die Uno in der Corona-Pandemie Ausrüstung, Hilfsgüter und Nothelfer in viele Länder geflogen. Diese Transporte sind jetzt aus Geldmangel in Gefahr, warnen die Verienten Nationen. Ohne sofortige finanzielle Unterstützung werde die Lieferung von Tausenden Tonnen Atemschutzmasken, Handschuhen und anderer wichtiger Ausrüstung an isgesamt 132 Länder in einigen Wochen eingestellt werden müssen.

19.6.2020, 15:58 Uhr – Corona-App knapp zehn Millionen Mal runtergeladen

Immer mehr Menschen nutzen die Corona-Warn-App – inzwischen haben knapp zehn Millionen Menschen in Deutschland sie heruntergeladen. Das hat das Robert-Koch-Institut bekannt gegeben. In dichtbesiedelten Regionen seien es mehr Nutzer, als in dünn besiedelten Gebieten. Die Grünen kritisieren, dass die App nur auf neueren Smartphones läuft.

19.6.2020, 13:23 Uhr – EZB-Präsidentin fordert schnelle Einigung auf EU-Konjunkturpaket

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, fordert eine schnelle Einigung auf ein europäisches Konjunkturprogramm. Die schlimmsten Folgen für den Arbeitsmarkt stünden noch bevor. Vor allem Jugendliche könnten hart getroffen werden, sagte sie nach Angaben von Teilnehmern bei der Videokonferenz der EU-Staats- und Regierungschefs. Sie beraten derzeit zum ersten Mal über das milliardenschwere Konjunkturpaket für die Wirtschaft. Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, 500 Milliarden Euro als Zuschüsse an die EU-Staaten fließen zu lassen, 250 Milliarden als Kredite.

19.6.2020, 10:58 Uhr – Studie: Coronavirus schon seit Dezember in Italien

Das Coronavirus ist in Italien schon viel länger aktiv als bisher angenommen. Italiens nationales Gesundheitsinstitut ISS teilte mit, dass Spuren des Sars-CoV-2-Virus in Abwässern der beiden Großstädte Mailand und Turin schon im Dezember nachgewiesen wurden. In Bologna seien die ersten Spuren im Januar nachgewiesen worden.

Der Ausbruch der Corona-Epidemie in Italien ist aber erst Mitte Februar offiziell geworden. Für die Studie wurden 40 Abwasserproben untersucht, die zwischen Oktober 2019 und Februar 2020 genommen wurden. Zwei Labore hätten die Proben unabhängig von einander untersucht und die Ergebnisse bestätigt, teilte ISS mit.

Nach dem Ausbruch der Pandemie im chinesischen Wuhan entwickelte sich der Norden von Italien zum Epizentrum der Krankheitswelle in Europa. Etwa 34.500 Infizierte starben in Italien.

19.6.2020, 9:03 Uhr – Restaurants und Hotels büßen Dreiviertel ihres Umsatzes ein

Restaurants und Hotels in Deutschland haben wegen der Corona-Pandemie im April drei Viertel ihres Umsatzes eingebüßt. Der Umsatz im Gastgewerbe brach um 75,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein, teilte das Statistische Bundesamt mit. Im Vergleich zum März fiel der Umsatz nach Kalender- und Saisonbereinigung real um 56,3 Prozent und nominal um 56,2 Prozent. Damit hatte die Pandemie im April noch stärkere Auswirkungen auf das Gastgewerbe als im März, als der Umsatz im Vorjahresvergleich um rund 45 Prozent eingebrochen war.

Die Hotels und sonstigen Herbergen erzielten im Vergleich zum April 2019 real 88,6 Prozent niedrigere Umsätze. In der Gastronomie fiel der Umsatz gegenüber April 2019 real um 68,5 Prozent.

Ursache waren die seit dem 18. März geltenden Verbote von Übernachtungen touristischer Gäste in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben. Ab dem 22. März folgten dann die Schließungen der Gaststätten mit Ausnahme von Abhol- und Lieferservices.

18.6.2020, 16:21 Uhr – Studie zu Blutgruppe und Corona

Ob eine Erkrankung mit Covid-19 besonders schwer verläuft, hängt wohl auch damit zusammen, welche Blutgruppe der oder die Betroffene hat. Dieses Ergebnis einer internationalen Studie hat ein internationales Forscherteam am Donnerstag veröffentlicht.

18.6.2020, 15:45 Uhr – Corona beeinflusst auch deutsche EU-Ratspräsidentschaft

Nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht die Europäische Union vor der größten Herausforderung ihrer Geschichte. Gleich zum Start der deutschen EU-Ratspräsidentschaft am 1. Juli stünden enorm schwierige Verhandlungen über das geplante milliardenschwere Programm zur wirtschaftlichen Erholung an, sagte Merkel in einer Regierungserklärung im Bundestag. Es gehe vor allem darum, die Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen und Europa widerstandsfähiger und zukunftsfähiger zu machen.

18.6.2020, 14:57 Uhr –Spanien: Vier Milliarden Hilfspaket für Tourismusbranche

Die spanische Regierung unterstützt die von der Corona-Pandemie besonders betroffene Tourismusbranche des Landes. Sie hat Hilfen von mehr als vier Milliarden Euro beschlossen. Den größten Teil machen Bürgschaften für Kredite aus. Außerdem bekommen Firmen im Tourismusbereich mehr Zeit, um Steuern und andere Abgaben zu bezahlen. Die Regierung will zusätzlich einen Millionenbetrag für Werbekampagnen bereitstellen, um wieder mehr Touristen anzulocken. Der Tourismussektor macht rund zwölf Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung Spaniens aus.

18.6.2020, 12:53 Uhr – 700 Menschen nach Corona-Ausbruch in Göttingen unter Quarantäne

In einem Hochhaus in Göttingen gibt es etwa 100 neue Corona-Fälle. Deswegen ist der Gebäudekomplex vollständig unter Quarantäne gestellt worden. Von der Entscheidung sind knapp 700 Bewohner betroffen, teilte die Stadt Göttingen mit. Mit der Maßnahme sollen die Übertragungswege des Virus unterbrochen werden, weil die Behörden davon ausgehen, dass es eine hohe Zahl an Kontaktpersonen ersten Grades in dem Wohnkomplex gibt. Ob der neue Fall die Rücknahme weiterer Lockerungen in Göttingen nach sich zieht, ist noch nicht klar. Die Zahl der Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner stieg für Stadt und Landkreis Göttingen jetzt auf 44,86.

18.6.2020, 10:30 Uhr – Maschinenbauer sehen optimistisch in die Zukunft

Die Maschinenbauer in Deutschland sehen optimistisch in die Zeit nach der Coronakrise. Die meisten Firmen setzten darauf, mittelfristig wieder auf das nominale Umsatzniveau von 2019 zurückzukehren, hat der Branchenverband VDMA in einer Umfrage unter den 658 Mitgliedsunternehmen herausgefunden. Die Auftragslage im Maschinenbau bleibt aber weiter „sehr angespannt“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. „Jeweils 40 Prozent der Unternehmen melden merkliche beziehungsweise gravierende Auftragseinbußen oder Stornierungen.“

18.6.2020, 8:47 Uhr – Britische Regierung macht China, Russland und Iran schwere Vorwürfe

Die britische Regierung erhebt schwere Vorwürfe gegen China, Russland und den Iran im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. „Wir wissen mit Sicherheit, dass Russland systematisch in Fehlinformationen und Propaganda verwickelt ist, durch Cyber- und andere Wege“, sagt Außenminister Dominic Raab dem Sender Sky. „Andere engagieren sich ebenfalls, China und der Iran.“ Er glaube aber nicht, dass das Einfluss auf den Wahlprozess in Großbritannien habe.

18.6.2020, 7:49 Uhr – Startups leiden besonders unter Coronakrise

Startup-Firmen werden einer Studie des Digitalverbandes Bitkom zufolge von der Coronakrise besonders hart getroffen. 47 Prozent der Unternehmen gaben an, dass die Krise ihre Existenz bedrohe, teilte Bitkom mit. 68 Prozent kommen zu der Einschätzung, dass sich die eigene Situation seit Beginn der Corona-Pandemie verschlechtert habe. An der Erhebung im Mai und Juni beteiligten sich dem Verband zufolge 112 Startups.

18.6.2020, 5:27 Uhr – Pariser Eiffelturm soll wieder öffnen

Arbeiter am Eiffelturm in Paris bereiten nach drei Monaten Pause die Wiedereröffnung für den 25. Juni vor. Allerdings nur für Sportliche: Die Aufzüge bleiben nach Angaben der Betreibergesellschaft wegen des erhöhten Infektionsrisikos weiter außer Betrieb. In den Treppenhäusern werde es zum Schutz der Besucher ein Einbahnstraßensystem geben und alle Personen über elf Jahren müssen einen Gesichtsschutz tragen.

18.6.2020, 2:16 Uhr – Drei Millionen Kinder haben nichts vom Kinderbonus

Rund drei Millionen Kinder in Deutschland werden vom Kinderbonus aus dem Corona-Konjunkturprogramm nicht profitieren. Das berichtet die „Rheinische Post“ und beruft sich auf eine Schätzung der Bundesregierung. Für die betroffenen Familien sei der Kinderfreibetrag weiterhin günstiger, heißt es aus dem Bundesfinanzministerium. Da der Bonus von 300 Euro pro Kind auf den steuerlichen Freibetrag angerechnet werden soll, haben nur Familien mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 90.000 Euro pro Jahr etwas davon.

18.6.2020, 1:48 Uhr – Gewerkschaft fordert sofortiges Ende von Werkverträgen

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert, dass Werkverträge in der Fleischindustrie sofort verboten werden. Hintergrund sind die neuen Infektionen mit dem Coronavirus in einem Schlachthof im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen. Der Beschluss der Bundesregierung müsse nun ohne Abstriche umgesetzt werden, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft, Freddy Adjan, der Funke Mediengruppe. In der Fleischwarenindustrie gibt es Zweifel, dass sich das Verbot nur für eine Branche durchsetzen lässt.

17.6.2020, 20:00 Uhr – Kontaktbeschränkungen gelten weiter - Großveranstaltungen bleiben verboten

Die Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen der Länder wollen bewährte Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beibehalten. Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln sollen weiterhin gelten, ebenso wie das Abstandsgebot. Darauf haben sich die Ministerpräsidenten bei ihrem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) verständigt.

Außerdem bleiben Großveranstaltungen vorerst verboten. In Sachen Schule wollen die Länder-Chefs gemeinsam vorgehen und nach den Ferien möglichst flächendeckend zum regulären Unterricht zurückkehren.


17.6.2020, 19:37 Uhr – 39 Prozent der Deutschen wollen Corona-App nicht nutzen

Vier von zehn Befragten wollen die neue Corona-App laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov für „Handelsblatt Inside Digital Health“ sicher nicht nutzen. 32 Prozent seien in dieser Frage noch unentschieden. 19 Prozent gaben an, die App nutzen zu wollen. Sieben Prozent sagten, sie würden dies bereits tun. Vier Prozent hatten keine Meinung zu dem Thema. Die Umfrage wurde am Dienstag durchgeführt, 585 Menschen nahmen daran teil.

17.6.2020, 15:18 Uhr – WHO stellt Hydroxychloroquin-Studie ein

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt ihre Studie mit dem Anti-Malaria-Mittel Hydroxychloroquin ein. Dies sei geschehen, nachdem andere Untersuchungen keine Wirkung gezeigt hätten, sagt die WHO-Expertin Ana Maria Henao-Restrepo. US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben das Mittel zeitweilig zur Vorbeugung eingenommen, obwohl Experten keine Wirksamkeit erkennen konnten.

17.6.2020, 10:31 Uhr – Atemschutzmaske erfunden, die per Handyladegerät desinfiziert

Israelische Forscher sagen, sie hätten eine wiederverwendbare Atemschutzmaske entwickelt, die das Coronavirus durch Wärmezufuhr über ein Handy-Ladegerät abtöten kann. Der Desinfektionsvorgang dauere etwa 30 Minuten, sagte Professor Yair Ein-Eli, der das Forschungsteam an der Technion-Universität in Haifa leitet. Die neue Maske habe einen USB-Anschluss, der an eine Stromquelle wie ein handelsübliches Handy-Ladegerät angeschlossen werden könne. Darüber werde eine innere Schicht aus Kohlenstofffasern auf bis zu 70 Grad Celsius erhitzt - hoch genug, um Viren abzutöten. Die neuen Masken seien damit wirtschaftlich und umweltfreundlich. Der Prototyp sieht aus wie eine medizinische Standard-Gesichtsmaske.

17.6.2020, 9:29 Uhr – Wirkstoff für Covid-19 gefunden?

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Ergebnisse einer britischen Studie im Kampf gegen Covid-19 begrüßt. Das sei ein lebensrettender wissenschaftlicher Durchbruch, sagte WHO-Chef Tedros. Wissenschaftler haben die Wirkung des Entzündungshemmers Dexamethason untersucht.

17.6.2020, 5:57 Uhr – Türkei, Ägypten und Thailand sind Corona-Risikogebiete

Die Bundesregierung hat die Türkei, Ägypten, Thailand und viele andere Länder als Corona-Risikogebiete eingestuft. Auf der Liste stehen auch Russland und knapp 30 US-Bundesstaaten. Wenn Reisende in einem der Risiko-Gebiete unterwegs waren, müssen sie bei ihrer Rückkehr nach Deutschland mit einer zweiwöchigen Quarantäne rechnen. Außerdem ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Bundesregierung die Reisewarnung für Risikogebiete aufhebt.

17.6.2020, 3:45 Uhr – Jeder zweite Reisebusbetrieb fürchtet das Aus

Drei Monate nach Beginn der Kontakt- und Reisebeschränkungen stecken viele Reisebusbetriebe in der Krise. Durchschnittlich liegt der Gesamtschaden je Unternehmen bei gut einer halben Million Euro, wie eine Branchenumfrage ergab, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Jeder zweite Anbieter fürchtet demnach das Aus. Weggebrochen seien vor allem Busreisen, Klassen- und Vereinsfahrten sowie Fahrten zu Konzerten.

17.6.2020, 2:35 Uhr – Steuerzahlerbund „entsetzt“ über neuen Corona-Nachtragshaushalt

Der Bund der Steuerzahler hat sich „entsetzt“ über den neuen Nachtragshaushalt von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) gezeigt. Scholz mache damit mehr Schulden als eigentlich notwendig, sagte Verbandspräsident Reiner Holznagel der Neuen Osnabrücker Zeitung (Mittwochsausgabe). Zudem könne „der Tilgungsplan ehrgeiziger sein, um die Schulden zügiger zurückzuzahlen“. Der neue Nachtragshaushalt sieht eine zusätzliche Neuverschuldung von 62,5
Milliarden Euro vor.
Sie kommt zu den bereits im ersten Nachtragshaushalt vom März vorgesehenen neuen Krediten von 156 Milliarden Euro hinzu.

Die Bundesregierung will heute den zweiten Nachtragshaushalt für dieses Jahr auf den Weg bringen. Eine Milliarde Euro sind für das Programm „Neustart Kultur“ eingeplant. Damit sollen nach Angaben von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) Kinos, Clubs, Museen, Galerien und Theater unterstützt werden, dass sie möglichst schnell wieder öffnen können. Die Kultureinrichtungen sollen zum Beispiel Geld für neue Lüftungsanlagen bekommen.

17.6.2020, 00:05 Uhr – Zahlen in Brasilien steigen weiter rasant

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter rasant aus. Das Gesundheitsministerium meldet 34.918 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 923.189. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 1.282 auf 45.241 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

16.6.2020, 22:30 Uhr – Conte will mit EU-Mitteln „ein besseres Italien entwerfen“

Italiens Regierungschef Giuseppe Conte will die Mittel aus dem EU-Wiederaufbaufonds nutzen, um langjährige Probleme seines Landes zu lösen. "Italien hat in den vergangenen Jahren im Vergleich zu anderen europäischen Ländern eine geringere Wachstumsrate verzeichnet. Heute bietet sich uns mit diesen Mitteln eine Gelegenheit aufzuholen", sagte der Ministerpräsident in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag.

16.6.2020, 20:29 Uhr – US-Open sollen ohne Zuschauer stattfinden

Eines der wichtigsten Tennisturniere der Welt, die US-Open in New York, soll trotz der Corona-Pandemie stattfinden - allerdings ohne Zuschauer. Der Gouverneur des Bundesstaates, Andrew Cuomo, hat dafür die Erlaubnis gegeben. Gespielt werden soll ab Ende August. Wie die Spieler reagieren, ist unklar. Bei den Frauen hat die Zweite der Weltrangliste, Simona Halep aus Rumänien, wohl schon angekündigt nicht teilzunehmen.

16.6.2020, 20:18 Uhr – Schon über eine Million Downloads der neuen Corona-App

Über eine Million Mal wurde die offizielle Corona-Warn-App bereits heruntergeladen. Das hat der Google-App-Store auf seiner Seite bekannt gegeben. Die App wurde am Morgen in Berlin vorgestellt.

Die App ist für die Nutzer anonym, freiwillig und kostenlos. Sie könnte bald mit ähnlichen Apps anderer EU-Länder Informationen austauschen und so Nutzer auch bei Auslandsreisen oder nach der Heimkehr warnen, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben.

16.6.2020, 19:04 Uhr – Chinas Hauptstadt fährt wieder runter

Peking reagiert mit weiteren Beschränkungen auf den erneuten Corona-Ausbruch. Schulen müssen schließen, der Unterricht findet vorläufig wieder online statt. Auch Universitäten bleiben geschlossen.

Bewohner der Stadt müssen auf nicht notwendige Reisen verzichten. In besonders betroffenen Gegenden wurde es ausdrücklich untersagt, die Stadt zu verlassen.

Zwei Monate lang war in Peking keine neue Ansteckung registriert worden. Vergangene Woche wurden wieder Fälle gemeldet. Inzwischen sollen sich mehr als 100 Menschen infiziert haben.

16.6.2020, 16:58 Uhr – Brinkhaus: Ministerpräsidenten sollten einheitlich vorgehen

CDU/CSU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus hat die Ministerpräsidenten vor dem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel am Mittwoch aufgefordert, möglichst einheitlich vorzugehen. Die Pandemie sei nicht überwunden. Wenn es medizinisch vertretbar sei, könne es aber weitere Lockerungen geben. „Ich würde mich freuen, wenn die Ministerpräsidenten sich zusammen entscheiden könnten“, sagte er zur Debatte über die Aufhebung der Mundschutzpflicht etwa in Geschäften in Sachsen.

16.6.2020, 15:17 Uhr – China: Impfstofftest am Menschen erfolgreich

Die chinesische Firma CNBG hat einen möglichen Corona-Impfstoff an Menschen getestet. Die Ergebnisse seien vielversprechend. Bei den Tests seien Antikörper gebildet worden. Mit Firmen und Forschungseinrichtungen mehrerer Länder seien jetzt Kooperationen geplant. Zurzeit gibt es weder einen Impfstoff gegen das Coronavirus noch gegen Covid-19, die vom Virus ausgelöste Atemwegserkrankung.

16.6.2020, 12:51 Uhr – Ungarn hebt Notstandsgesetz auf

In Ungarn hat das Parlament das Corona-Notstandsgesetz aufgehoben. Das Land war für das Gesetz international kritisiert worden, weil es Regierungschef Viktor Orban umfassende Vollmachten zugestanden hat. Er konnte seit Ende März per Dekret regieren – also am Parlament vorbei. Orban hat davon auch Gebrauch gemacht. Seine Kritiker sagen, er habe es dabei wiederholt auf rechtsstaatliche Prinzipien abgesehen gehabt.

16.6.2020, 12:31 Uhr – Mehr Armut wegen Corona

Zum ersten Mal seit 30 Jahren steigt die weltweite Armut wieder an. Das berichtet die Hilfsorganisation SOS Kinderdörfer und nennt als Grund die Corona-Krise. Mindestens 60 Millionen Menschen könnten demnach in extreme Armut abrutschen, weil viele Länder kein funktionierendes Sozialsystem hätten. Für Familien, die in Armut gerieten, habe das Konsequenzen wie Unterernährung und Krankheiten, so die Organisation.

16.6.2020, 11:43 Uhr – Meldepflicht für Haustiere soll kommen

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) bereitet eine Corona-Meldepflicht für Haustiere vor. Anfang Juli soll sich der Bundesrat damit beschäftigen. Weltweit soll es derzeit nur 15 bestätigte Infektionen bei Haus- und Zoo-Tieren geben. Mit einer Meldepflicht will Klöckner erreichen, dass Informationen über die Ausbreitung rechtzeitig gesammelt werden. Eine Corona-Test-Pflicht für Haustiere ist nicht geplant.

16.6.2020, 10:13 Uhr – Bundesregierung lobt Corona-App, aber es gibt auch Kritik

Seit heute Nacht können sich Menschen in Deutschland die Corona-Warn-App der Bundesregierung auf ihr Handy laden. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CDU) sagte bei der Vorstellung der App, sie erfülle höchste Ansprüche, was den Datenschutz angeht. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betonte, die App sei kein Allheilmittel – aber ein wichtiges Werkzeug zur weiteren Eindämmung der Pandemie. Kanzleramtsminister Helge Braun lobte die deutsche App als „nicht die erste, aber die beste Warn-App der Welt“.

Kritik kam dagegen von einigen Nutzern: Im App-Store und im Google Playstore kommentierten einige Nutzer, sie hätten Angst, dass der Staat sie über die App ausspioniere. Warum sie das glauben, erklären wir hier:

16.6.2020, 6:20 Uhr – Studierende können ab heute Geld beantragen

Studierende, die durch Corona in Not geraten sind, können ab heute Geld für Juni, Juli und August beantragen. Die Bundesregierung hatte einen Nothilfefonds mit 100 Millionen Euro aufgelegt. Am Mittag wird die Homepage Überbrückungshilfe-Studierende.de freigeschaltet. Zurückgezahlt werden muss das Geld nicht, es fließt allerdings auch erst frühestens Ende Juni.

Wer bekommt Geld? Betroffene, denen in der Krise beispielsweise der Studentenjob weggebrochen ist, können bis zu 500 Euro pro Monat bekommen. Gezahlt wird die Hilfe für maximal drei Monate (Juni, Juli, August). Der Antrag muss jeden Monat neu gestellt werden.

Um wie viel Geld geht es? Die Höhe bemisst sich nach dem aktuellen Kontostand, wie der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW) Achim Meyer auf der Heyde am Montag sagte. Wer weniger als 100 Euro auf dem Konto hat, bekommt die vollen 500 Euro. Der Betrag verringert sich dann schrittweise. Ab einem Kontostand von 500 Euro gibt es keine Finanzhilfe mehr.

16.6.2020, 6:10 Uhr – Virus breitet sich in Peking weiter aus, auch in USA steigende Zahlen

In Peking breitet sich das Coronavirus wieder aus. Die Zahl der bestätigten Infektionen in der chinesischen Hauptstadt ist seit Freitag auf mehr als 100 gestiegen. Das sind so viele wie seit zwei Monaten nicht mehr. Die Behörden haben deshalb rund 90.000 Menschen in mehreren Stadtvierteln isoliert.

Auch in den USA steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder an. Die meisten neuen Fälle meldet Kalifornien mit 150.000 in den vergangenen zwei Wochen, gefolgt von Texas und Florida. Die US-Regierung begründet den Anstieg bei damit, dass inzwischen mehr getestet und gründlicher dokumentiert werde. Wissenschaftler dagegen sehen als Gründe die wachsende Sorglosigkeit der Bevölkerung, die Massendemonstrationen der vergangenen Tage und das Wiederanlaufen der Wirtschaft nach dem Lockdown.

16.6.2020, 2:50 Uhr – Offizielle Corona-Warn-App steht zum Download bereit

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes ist in der Nacht zum Download bereitgestellt worden. Im App-Store von Google kann sie seit kurz nach 2 Uhr heruntergeladen werden. Auch bei Apple wurde sie kurze Zeit später angeboten.

Die App soll die Kontaktverfolgung von Infizierten ermöglichen und dadurch die Infektionsketten verkürzen. Die Bundesregierung will die App am Vormittag ab 10:30 Uhr offiziell vorstellen. Über die harte Vorarbeit an der App berichtet Haupstadt-Korrespondentin Birthe Sönnichsen im Audio:

16.6.2020, 1:40 Uhr – Impfstoff: Londoner Wissenschaftler beginnen mit Studien am Menschen

Wissenschaftler des renommierten Imperial College in London beginnen diese Woche mit ersten klinischen Studien eines potenziellen Covid-19-Impfstoffs. In Tierversuchen habe sich der Impfstoff als sicher erwiesen und „ermutigende Anzeichen einer wirksamen Immunantwort“ gezeigt, schreibt das Team um den leitenden Professor Robin Shattock. Er verwende synthetische Stränge des genetischen Materials des Virus (RNA), die in winzigen Fetttröpfchen verpackt werden.

15.6.2020, 23:15 Uhr – USA: Zahl der Infizierten steigt um fast 22.000

Die US-Seuchenbehörde CDC meldet einen Anstieg der Corona- Infektionen binnen eines Tages um 21.957 auf nunmehr insgesamt 2,085 Millionen Fälle. Die Zahl der Corona-Toten inden USA erhöhte sich demnach um 373 auf 115.644.

15.6.2020, 22:45 Uhr – Italien: Totenzahl steigt so langsam wie zuletzt Anfang März

Italien verzeichnet so wenige neue Corona-Tote binnen eines Tages wie zuletzt am 2. März. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 starben, sei im Vergleich zu Vortag um 26 auf nunmehr 34.371 gestiegen, teilte die Zivilschutzbehörde mit. Die Zahl der Infektionen kletterte demnach um 303 auf 237.290.

15.6.2020, 21:25 Uhr – US-Behörde nimmt Genehmigung für Malaria-Medikament zurück

Die US-Lebensmittel- und Medikamentenbehörde FDA hat die Genehmigung für die Behandlung von Coronavirus-Patienten mit von US-Präsident Donald Trump beworbenen Malaria-Medikamenten zurückgenommen. Die Medikamente Hydroxychloroquin und Chloroquin seien wahrscheinlich nicht wirksam gegen das neue Coronavirus, teilte die Aufsicht am Montag mit. Die FDA verwies auf Berichte über Herzkomplikationen. Die nicht bewiesenen Vorteile „überwiegen nicht die bekannten und potenziellen Risiken“, teilte die FDA mit.

15.6.2020, 20:17 Uhr – Kündigungsschutz für Mieter wird wohl verlängert

Die Große Koalition will Mieter nach Informationen der Madsack-Mediengruppe während der Corona-Krise länger vor einer Kündigung schützen. Darauf hätten sich Union und SPD geeinigt. Die Mieter müssten allerdings glaubhaft machen, dass ihre Mietschulden auf die Pandemie zurückgingen - und sie müssten die Schulden später begleichen. Seit April darf Mietern nicht gekündigt werden, wenn sie wegen Corona nicht oder weniger arbeiten und deshalb ihre Miete nicht zahlen können. Die Regelung sollte ursprünglich Ende des Monats auslaufen.

15.6.2020, 17:41 Uhr – Studenten können ab morgen Nothilfe beantragen

Studierende können ab morgen finanzielle Nothilfe beantragen, die nicht zurückgezahlt werden muss. Das teilten Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) und das Deutsche Studentenwerk mit. Bis zu 500 Euro werden Betroffenen monatlich für maximal drei Monate ausgezahlt. Das Geld soll Studierenden helfen, die durch die Corona-Pandemie ihre Nebenjobs verloren haben. Ab morgen Mittag können Anträge online eingereicht werden. Antragsteller müssen ihren Kontostand offenlegen. Davon ist abhängig, wieviel Geld ausgezahlt wird.

15.6.2020, 15:53 Uhr – Bundesregierung geht von Rekordverschuldung aus

Die Bundesregierung geht wegen der Corona-Krise von einer Rekord-Verschuldung in diesem Jahr aus. Nach Informationen aus dem Finanzministerium plant der Bund 218,5 Milliarden Euro neue Schulden ein. Dafür sei ein zweiter Nachtragshaushalt notwendig. Er soll mehr als 62 Milliarden Euro umfassen.

15.6.2020, 13:56 Uhr – Wo darf man was in der EU? Webseite soll Antworten liefern

Darf ich aktuell nach Italien reisen? Und kann ich in Frankreich ins Café gehen? Antworten auf diese und andere Fragen um geltende Corona-Regeln in der EU gibt es jetzt auf einer eigenen Website der EU-Kommission. Nach den in der Krise eingeführten Grenzkontrollen soll die Website „Re-open EU“ eine sichere Wiederaufnahme des Tourismus in ganz Europa unterstützen, so die Kommission.

15.6.2020, 12:54 Uhr – Bund beteiligt sich mit 300 Millionen an CureVac für Impfstoff

Der Bund steigt beim Biotech-Unternehmen Curevac ein, das unter anderem einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte am Montag, für 300 Millionen Euro übernehme die bundeseigene Förderbank KfW rund 23 Prozent der Anteile. Ziel sei, dem Unternehmen von Mehrheitseigner Dietmar Hopp finanzielle Sicherheit zu geben. Der Staat wolle keinen Einfluss auf geschäftspolitische Entscheidungen nehmen.

15.6.2020, 11:47 Uhr – Reisebranche verliert wohl 20 Mrd bis Ende August

Die Reisebranche fordert, die Reisewarnung für Nicht-EU-Länder so schnell wie möglich aufzuheben. Die Öffnung für Reisen innerhalb der EU sei nur ein erster Schritt, sagt der Präsident des Reiseverbandes DRV, Norbert Fiebig. Nach Berechnungen des Verbands würden die Reisebeschränkungen bis Ende August zu einem Verlust von knapp 20 Milliarden Euro führen. Dazu kämen noch die Rückabwicklungen von bereits gebuchten Reisen, die durch die Verlängerung der Reisewarnung für insgesamt 160 Länder notwendig würden.

15.6.2020, 7:42 Uhr – EU-Grenzöffnungen könnten wie Konjunkturpaket wirken

Wirtschaftsvertreter erwarten von den Grenzöffnungen in der EU Effekte auf die Weltwirtschaft. Das hat der Präsident des Industrie- und Handelskammertags, Eric Schweitzer, der Funke-Mediengruppe gesagt. Damit die deutsche Wirtschaft wieder Fahrt aufnehme, sei es wichtig, dass die Nachfrage nach deutschen Produkten weltweit wieder anspringe. Die Grenzöffnungen könnten somit wie ein zweites Konjunkturpaket wirken.

Sorgen bereitet Schweitzer, dass für 160 Länder Reisewarnungen weiter bestehen bleiben. Er forderte den Reiseverkehr schrittweise wieder hochzufahren. Nach drei Monaten hat die Bundesregierung die Reisewarnung für die meisten europäischen Länder aufgehoben. Damit gibt es auch keine Kontrollen mehr an den deutschen Grenzen zu den Nachbarländern wie Frankreich und der Schweiz.

15.6.2020, 4:42 Uhr – BW: Unterricht beginnt in rollierendem System

In Baden-Württemberg werden ab heute alle Klassen in einem rollierenden System in den Schulen unterrichtet. Es sieht den Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht vor – außerdem müssen die Klassen in der Regel in zwei Gruppen aufgeteilt werden. Rund 80 Prozent der Lehrkräfte stehen nach Angaben des Kultusministeriums für den Unterricht zur Verfügung, der Rest gehört zur Risikogruppe. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sieht die Schulen gut auf die Ausweitung des Präsenzunterrichts vorbereitet. Man habe sie früh über die Pläne informiert.

15.6.2020, 4:13 Uhr – Zahl der Infektionen in Peking wächst wieder

Nach dem Coronavirus-Ausbruch in Peking wächst die Zahl der Infektionen. Die chinesische Gesundheitsbehörde meldete innerhalb von 24 Stunden 49 neue bestätigte Fälle. Ein Großmarkt in der Stadt steht im Verdacht, den Ausbruch verursacht zu haben.

15.6.2020, 3:58 Uhr – Frankreich lockert Corona-Beschränkungen weiter

Im Großraum Paris dürfen ab heute wieder alle Restaurants und Cafés öffnen – bisher war das nur für die Außengastronomie erlaubt. Landesweit können wieder Alten- und Pflegeheime besucht werden. Präsident Emmanuel Macron sprach im Fernsehen von „einem ersten Sieg gegen das Virus“, die Pandemie sei aber noch nicht beendet. Mit mehr als 29.000 Coronavirus-Toten ist Frankreich eines der am stärksten betroffenen Länder in Europa.

15.6.2020, 3:50 Uhr – Frontex will „gesundheitspolitische Rolle“ an EU-Außengrenzen übernehmen

Der Chef der EU-Grenzschutzagentur Frontex, Fabrice Leggeri, fordert für seine Organisation künftig auch eine „gesundheitspolitische Rolle“ an den EU-Außengrenzen. „Zum Beispiel könnten die Beamten bei Einreisenden Fieber messen, wenn der Verdacht einer schwerwiegenden Virusinfektion besteht“, sagt Leggeri den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“ in einem Vorabbericht. Auch die Kontrolle von relevanten Gesundheitsdokumenten wie Medizin-Tests sei möglich.

15.6.2020, 2:00 Uhr – Der Grenzverkehr rollt – Spahn warnt: „Ballermann darf nicht Ischgl werden“

Die Deutschen können wieder in die meisten europäischen Länder reisen. Das Auswärtige Amt hat die Reisewarnung für 27 Länder aufgehoben - dazu zählen Italien, Österreich, Griechenland, Frankreich und Kroatien. Gleichzeitig sind letzten noch verbliebenen Kontrollen wegen der Corona-Pandemie an den deutschen Grenzen weggefallen.

Bundes-Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) forderte die Bürger auf, trotzdem Vorsicht walten zu lassen. Ballermann dürfe nicht Ischgl werden, so der Minister. Jeder müsse sich überlegen, ob es jetzt eine weite Reise sein müsse, sagte Spahn in der ARD. Für Schweden wird die Reisewarnung ohnehin wegen einer noch zu großen Zahl von Neuinfektionen aufrecht erhalten. Eine Einreisesperre besteht noch für Finnland, Norwegen und Spanien - nur Mallorca empfängt ab heute im Rahmen eines Pilotprojektes wieder erste Urlauber aus Deutschland. Hier Szenen aus der Nacht vom deutsch-französischen Grenzübergang in Kehl:

15.6.2020, 00:10 Uhr – Mehr als 17.000 Neuinfektionen in Brasilien

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter rasant aus. Das Gesundheitsministerium meldet 17.110  Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 867.624. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 612 auf 43.332 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

14.6.2020, 22:10 Uhr – WHO-Europa-Direktor warnt vor weiteren Lockerungen in England

WHO-Europa-Direktor Hans Kluge warnt vor weiteren Lockerungen der im Zuge der Coronavirus-Pandemie auferlegten Beschränkungen in England. Zuerst müsse sich das System zur Rückverfolgung von Infektionsketten der Regierung als „robust und effektiv“ erweisen, sagt Kluge in einen Interview mit dem Guardian. England verharre in einer „sehr aktiven Phase der Pandemie“. Der Europa-Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt zudem vor einer zu schnellen Wiederöffnung der Wirtschaft.

14.6.2020, 21:03 Uhr – Restaurants in Paris öffnen am Montag wieder

In Paris dürfen Restaurants am Montag wieder öffnen. Das teilt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer TV-Ansprache an die Nation mit. Die Franzosen konnten sich zuletzt über weitere Lockerungen freuen. Für die Hauptstadt gab es indes härtere Beschränkungen. Der Kampf gegen das Coronavirus sei noch nicht beendet, warnt Macron. Versammlungen würden weiterhin streng kontrolliert.

14.6.2020, 20:01 Uhr – US-Seuchenbehörde meldet 2,063 Millionen Infektionen

Die US-Seuchenbehörde CDC meldet einen Anstieg der Corona- Infektionen binnen eines Tages um 25.468 auf nunmehr insgesamt 2,063 Millionen Fälle. Die Zahl der Corona-Toten in den USA erhöhte sich demnach um 646 auf 115.271.

14.6.2020, 18:45 Uhr – Condor will bis zu 1000 Stellen streichen

Die Fluggesellschaft Condor will wegen der Coronakrise bis zu 1.000 Stellen streichen. Das sagte Firmenchef Ralf Teckentrup in einem Zeitungsinterview. Damit sei jeder vierte Arbeitsplatz bei der Fluggesellschaft in Gefahr. Condor könne außerdem das Kurzarbeitergeld ab dem Sommer nicht mehr aufstocken. Das Unternehmen wird derzeit mit rund 500 Millionen Euro durch staatliche Kredite unterstützt.

14.6.2020, 17:05 Uhr - Spanien plant Milliarden-Hilfspaket für heimische Autoindustrie

Spanien plant ein Hilfspaket über 3,7 Milliarden Euro für die heimische Autoindustrie. Details sollen am Montag präsentiert werden, kündigt Ministerpräsident Pedro Sanchez an. Mit dem Programm sollen Investitionen und Autokäufe angekurbelt werden, insbesondere im Bereich der Elektrofahrzeuge. Die Branche steht für zehn Prozent der Wirtschaftsleistung und für fast 20 Prozent der Exporte des Landes.

14.6.2020, 14:36 Uhr – Spanien öffnet Grenzen früher als geplant

Spanien öffnet seine Grenzen früher als geplant. Ministerpräsident Pedro Sanchez hat angekündigt, dass Reisende aus dem Schengen-Raum, also auch Deutsche, ab nächster Woche Sonntag wieder einreisen dürfen. Momentan gilt noch der Alarmzustand und auch die Spanier selbst dürfen nicht frei reisen.

14.6.2020, 12:23 Uhr – Azubi-Prämie für Unternehmen geplant

Unternehmen, die trotz der Corona-Krise weiter Azubis einstellen, sollen von der Bundesregierung gefördert werden. Wer genauso viele oder sogar mehr Lehrlinge ausbildet, soll dafür eine Prämie von 3.000 Euro pro Ausbildungsplatz bekommen.

14.6.2020, 11:58 Uhr – Papst feiert wieder Gottesdienst mit Publikum

Erstmal seit Beginn des Corona-Lockdowns hat Papst Franziskus wieder einen Gottesdienst mit Publikum gefeiert. Bei der Messe zum Fronleichnamsfest war eine größere Gruppe von Gläubigen im Petersdom persönlich anwesend. Anders als sonst gab es dieses Mal keine Fronleichnamsprozession. Fronleichnam war zwar schon am Donnerstag, weil der Tag in Italien aber kein staatlicher Feiertag ist, finden die meisten Fronleichnams-Gottesdienste erst am darauf folgenden Sonntag statt.

14.6.2020, 11:24 Uhr – Corona-Warn-App startet am Dienstag

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird am Dienstag vorgestellt und freigeschaltet. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

14.6.2020, 11:12 Uhr – Scheuer will Schutzmasken recyceln lassen

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will prüfen, ob sich weggeworfene Schutzmasken recyceln lassen. Der Bild am Sonntag sagte der Minister, Millionen Mund- und Nasenschutzmasken würde in Zügen und Bahnhöfen einfach weggeworfen. Dabei handele es sich eigentlich um Sondermüll. Das Verkehrsministerium prüfe, ob die Masken hygienisch entsorgt und wieder recycelt werden können.

14.6.2020, 8:43 Uhr – Bahn will wieder in alle Nachbarländer fahren

Die Deutsche Bahn will bis Ende Juni wieder in alle Nachbarländer fahren. Das Angebot werde nach und nach wieder hochgefahren, sagte der Fernverkehrschef des Unternehmens. Seit März waren wegen der Corona-Krise viele Auslandsverbindungen weggefallen. Vom 25. Juni an fährt wieder ein Eurocity von München über Innsbruck nach Italien. Neu ist eine Direktverbindung von Berlin über Dresden und Prag nach Wien.

14.06.2020, 7:27 - Kanzleramtschef warnt vor Risiken durch Reisen

Angesichts der bevorstehenden Grenzöffnungen warnt Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) vor Risiken durch Reisen: „Wenn Urlaubsrückkehrer aus einem Hotspot sich in ganz Deutschland verteilen würden und wir die Infektionsketten nicht erkennen könnten: Dann kommen wir sehr schnell wieder in eine Situation, in der wir bundesweite Maßnahmen ergreifen müssten“, sagte Braun in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Daher sei die Corona-App, die diese Woche vorgestellt werden soll, auch so wichtig.

14.6.2020, 6:50 Uhr – Verband: Lehrer einmal pro Woche testen

Lehrer sollten nach Ansicht des Deutschen Lehrerverbandes einmal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden. Verbandschef Heinz-Peter Meidinger sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Tests sollten auch durchgeführt werden, wenn keine Krankheitssymptome vorliegen. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) fordert dazu auch eine nationale Corona-Test-Strategie für Schulen und Kitas. Der Bild am Sonntag sagte die SPD-Politikerin, sobald an einer Schule oder einer Kita ein Corona-Fall auftrete, müsse auch sofort die gesamte Schule oder Kita durchgetestet werden.

14.6.2020, 5:02 Uhr – Erneute Fernsehansprache von Macron

In Frankreich will sich Präsident Emmanuel Macron am Abend erneut in einer Fernsehansprache an die Menschen wenden. Es wird damit gerechnet, dass er über sein weiteres Vorgehen in der Corona-Krise und die Rezession sprechen wird. Laut OECD könnte die französische Wirtschaft im schlimmsten Fall um mehr als 14 Prozent schrumpfen. Das Land ist mit mehr als 29.000 Corona-Toten schwer von der Pandemie betroffen.

14.6.2020, 4:40 Uhr – Zahl der Neuinfektionen in Peking steigt

Nach dem Coronavirus-Ausbruch rund um einen Großmarkt in Peking melden die Behörden 36 Neuinfektionen. Das ist die bislang höchste Zahl an Ansteckungen an einem Tag in der chinesischen Hauptstadt seit Beginn der Pandemie im Dezember. Bei allen Fällen handele es sich um lokale Ansteckungen. Um eine zweite Infektionswelle zu vermeiden, haben die Behörden unter anderem elf Wohnviertel abgeriegelt.

14.06.2020, 2:15 Uhr – Corona-Warn-App hätte laut Kanzleramtschef früher kommen können

Bei der Entwicklung der Corona-Warn-App hat Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) Versäumnisse eingeräumt. Aus heutiger Sicht hätte man die Entscheidung, die Unternehmen mit der technischen Umsetzung zu beauftragen, zehn Tage früher treffen sollen, sagte er der Welt am Sonntag. Differenzen im ursprünglichen Projektteam hätten einen schnellen Erfolg verhindert. Eigentlich sollte die Warn-App bereits Ende April starten, nun soll sie nächste Woche kommen. Umgesetzt wurde sie von den Unternehmen SAP und T-Systems.

14.06.2020, 2:00 Uhr – Chile hat offenbar geschönte Corona-Zahlen veröffentlicht

Chile hat offenbar seine offizielle Corona-Statistik schöngerechnet. Das berichtet die Recherche-Plattform CIPER. Das Gesundheitsministerium hat demnach die Zahl der Toten zuletzt mit weniger als 3.000 angegeben. An die Weltgesundheitsorganisation habe das Land hingegen mehr als 5.000 Tote gemeldet. In der Statistik der Regierung seien nur die Toten gezählt worden, bei denen die Diagnose Covid-19 durch einen PCR-Test bestätigt wurde. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt aber andere Kriterien vor. Nach ihrer Methode müssen auch Todesfälle hinzugezählt werden, bei denen Patienten zuvor Sympotome hatten, die sehr wahrscheinlich auf eine Covid-19 hindeuten. Denn andere Erreger seien nach WHO-Angaben momentan selten.

13.06.2020, 20:35 Uhr – Innenministerium: Grenzkontrollen enden jetzt doch zeitgleich

Die Corona-bedingten Kontrollen an den Grenzen zu Frankreich und der Schweiz enden jetzt doch auf beiden Seiten gleichzeitig – und zwar in der Nacht von Sonntag auf Montag um 24 Uhr. Ab dann werde nicht mehr kontrolliert, kündigte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums an. Ursprünglich sollte das erst 24 Stunden später der Fall sein.

13.06.2020, 19:58 Uhr – Für drei EU-Länder bleiben die Reisewarnungen bestehen

Die Reisewarnung für Touristen aus Deutschland bleibt wohl für drei EU-Staaten bestehen – neben Spanien hat auch Finnland den Einreisestopp verlängert. Außerdem gilt die Reisewarnung für Schweden über den 15. Juni hinaus. Reisen in die restlichen 23 EU-Länder sollen von Montag an dagegen wieder möglich sein.

13.06.2020, 17:10 Uhr – EU-Länder sichern 300 Millionen Corona-Impfdosen

Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande haben einen ersten Vertrag über 300 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus geschlossen. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Die Entwicklung eines Impfstoffs könne im günstigsten Fall schon Ende des Jahres abgeschlossen sein, hieß es. Die vier Länder haben sich demnach zu einer Impfallianz zusammengeschlossen und sind mit mehreren Unternehmen im Gespräch, die an aussichtsreichen Lösungen forschen. Profitieren sollen am Ende aber alle EU-Staaten, die dabei sein wollen. Die Impfdosen würden relativ zur Bevölkerungsgröße aufgeteilt, hieß es.

13.06.2020, 16:05 Uhr – Große Koalition debattiert über Corona-Schulden

In der Großen Koalition in Berlin bahnt sich ein Streit über den Schulden-Abbau nach der Coronavirus-Krise an. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hatte dem Handelsblatt gesagt, Ziel solle es sein, so schnell wie möglich wieder die schwarze Null, also einen Haushalt ohne Neuverschuldung, zu erreichen. Die Staatsverschuldung solle im Jahr 2030 wieder auf dem Stand der Vor-Corona-Zeit sein. SPD-Fraktionsvize Achim Post sagte dazu, man brauche im Moment sicher keine Theoriedebatten über eine Rückkehr zur Politik der schwarzen Null. Niemand könne derzeit absehen, welche weiteren Anstrengungen diese Krise noch erfordere.

13.06.2020, 15:30 Uhr – Peking: Wohngebiete von chinesischen Behörden abgeriegelt

Die chinesischen Behörden haben wegen neuer Corona-Infektionen Teile der Hauptstadt abgeriegelt. In elf Wohngebieten im Süden Pekings wurde den Bewohnern verboten, ihre Wohnung zu verlassen. Auch mehrere Schulen und Kindergärten wurden wegen des neuen Krankheitsausbruchs geschlossen. Die Neuinfektionen stehen laut den Behörden im Zusammenhang mit einem Fleischgroßmarkt. Es seien Massentests angeordnet worden, hieß es. Nach Informationen der Marktbetreiber sei das Corona-Virus auf Schneidebrettern nachgewiesen worden, auf denen importierter Lachs verarbeitet wurde. Laut der Zeitung Beijing Daily haben große Supermarktketten dort sämtliche Lachsprodukte aus ihrem Sortiment genommen.

13.6.2020, 13:22 Uhr – Studie: Masken haben Zehntausende Infektionen verhindert

Das Tragen von Schutzmasken hat einer Studie zufolge in Italien und New York jeweils Zehntausende Corona-Infektionen verhindert. In Italien habe die Maßnahme mehr als 78.000 Ansteckungen verhindert, sagen Forscher von Universitäten in Texas und Kalifornien. Demnach ist die Übertragung durch die Luft der dominante Infektionsweg.

13.6.2020, 12:36 Uhr – Zwei Millionen Kurzarbeiter erwartet

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) rechnet im Jahresverlauf mit einem deutlichen Rückgang der Kurzarbeit. Wahrscheinlich werde man im Jahresschnitt bei zwei Millionen Kurzarbeitern sein, sagte er im Deutschlandfunk. Das sei aber immer noch eine atemberaubende Zahl. In der Finanzkrise 2008/2009 seien es rund 1,3 Millionen gewesen. Die Ausgaben für Kurzarbeit sei nötig, um das Land aus der schwierigen Situation zu führen.

13.6.2020, 11:28 Uhr – Pandemie noch im Aufschwung

Die Corona-Pandemie hat nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihren Höhepunkt noch nicht erreicht. Das treffe vor allem auf den globalen Süden zu, sagt ein Sprecher. Aber auch Regionen wie Europa, in denen die Fallzahlen weniger würden, seien nicht sicher, weil das Virus wieder eingeführt werden könnte. Die Krankheit könne in jedem Land, das den Lockdown hinter sich lasse in Clustern wieder auftreten. Das sei aber nicht notwendigerweise eine zweite Welle.

13.6.2020, 11:19 Uhr – Corona-Warn-App hat TÜV-Prüfung bestanden

Die Corona-Warn-App hat eine Prüfung durch den TÜV bestanden. Sie laufe stabil und sicher, ohne die Anwender auszuspionieren. Das hat der Chef des IT-Dienstleisters TÜV Informationstechnik gesagt. Man habe auch kontrolliert, ob Unbefugte Daten abgreifen könnten, das sei aber nicht der Fall. Die Bundesregierung will die App kommende Woche auf den Markt bringen. Sie soll helfen, Infektionsketten zu unterbrechen. Nutzer werden gewarnt, wenn er sich in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben.

13.6.2020, 8:26 Uhr – Teile von Peking abgeriegelt

In der chinesischen Hauptstadt Peking gibt es einen größeren Coronavirus-Ausbruch. Die Behörden haben deshalb einzelne Wohngebiete abgesperrt. Auch mehrere Schulen und Kindergärten wurden geschlossen. Ausgangspunkt des Ausbruchs ist ein Großhandelsmarkt - auch dieser musste schließen. Bislang sei bei rund 50 Menschen, die den Markt besucht hätten, das Virus nachgewiesen worden. Insgesamt wollen die Behörden 10.000 Händler und Beschäftigte des Marktes testen.

13.6.2020, 7:53 Uhr – Polen und Frankreich öffnen Grenzen

Polen hat seine Grenzen nach knapp drei Monaten wieder für alle EU-Bürger geöffnet. Man kehre zum freien Reisen zurück, sagte eine Sprecherin des polnischen Grenzschutzes. Für Einreisende aus der EU gebe es weder Fieber-Kontrollen noch eine Quarantänepflicht. Kontrollen an den Grenzen zur Ukraine, Weißrussland und zur russischen Exklave Kaliningrad bleiben zunächst erhalten. Auch Frankreich will die Einreise von EU-Bürgern ab Montag wieder ohne Einschränkungen zu lassen. Das erlaube die günstige Entwicklung der Corona-Pandemie in der EU, teilten die Behörden mit. Ausgenommen seien Reisen von und nach Spanien und Großbritannien.

13.6.2020, 4:03 Uhr – Brasilien mit zweithöchster Todesrate weltweit

Brasilien ist nach neuesten Zahlen das Land mit den zweitmeisten Coronavirus-Toten weltweit, hinter den USA. Die Zahl der Opfer dort stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf mehr als 41.800. Damit zog Brasilien an Großbritannien vorbei. Knapp 830.000 Fälle sind in Brasilien offiziell erfasst. Nur in den USA sind noch mehr infizierte Menschen gestorben, nämlich mehr als 114.600.

13.6.2020, 2:19 Uhr – Ministerium verschickt Rechnungen für Rückholaktions-Flüge

Das Auswärtige Amt verschickt in Kürze Rechnungen für die Corona-Rückholaktion. Sie gehen an Reisende, die mit extra gecharterten Maschinen nach Deutschland gebracht wurden und dafür bislang noch nichts bezahlen mussten. Konkrete Summen hat das Ministerium noch nicht genannt.

13.6.2020, 1:34 Uhr – Ein Drittel bestellter Schutzmasken eingetroffen

Die Bundesregierung wartet offenbar noch auf rund 1,4 Milliarden Schutzmasken, die sie überwiegend in China bestellt hat. Von gut zwei Milliarden gekauften Masken seien erst 600 Millionen eingetroffen, berichtet die Zeitung Die Welt und beruft sich auf das Bundesgesundheitsministerium. Auch die bereits gelieferten Masken seien noch nicht vollständig an die Empfänger — die Bundesländer und ärztliche Vereinigungen — geliefert worden. Ein größerer Teil befindet sich demnach noch zur Qualitätsprüfung in Depots des Bundes.

12.6.2020, 17:35 Uhr – Magdeburg schließt sechs Schulen wegen Coronavirus

Wegen eines Ausbruchs des Coronavirus sind in Magdeburg von Montag an sechs Schulen und zwei Kinder- und Jugendeinrichtungen geschlossen. Die Infektionsketten seien noch nicht vollständig nachvollziehbar, teilte das Gesundheitsamt am Freitag mit. „Derzeit wissen wir noch nicht, warum es die neuen Erkrankungen in so vielen verschiedenen Familien gibt“, sagte der Amtsarzt Eike Henning. In Magdeburg sind den Angaben zufolge nun 132 Covid-19-Fälle gemeldet.

12.6.2020, 15:29 Uhr – EU-Kommission soll über Kauf von Corona-Impfstoff verhandeln

Die EU-Mitgliedsstaaten haben die Europäische Kommission beauftragt, in ihrem Namen über den Kauf erfolgsversprechender Corona-Impfstoffe zu verhandeln. Sie befürworten einen Plan der Kommission, einen mit 2,4 Milliarden Euro gefüllten Fonds für den Kauf zu verwenden, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande führen bereits separate Gespräche mit Pharmaunternehmen über Impfstoffe. Sämtliche Initiativen müssten zum Nutzen aller 27 Länder sein, sagt Kyriakides. „Hier geht es um Zusammenarbeit und nicht um Wettbewerb.“

12.6.2020, 14:50 Uhr – Lufthansa will Corona-Tests vor Abflug anbieten

Die Lufthansa will Passagieren vor Abflug in der Coronakrise die Möglichkeit von Tests auf das Virus anbieten. Nach Informationen des Spiegel will das Unternehmen noch im Juni oder spätestens Anfang Juli an den Flughäfen in Frankfurt und München zusammen mit Partnern Testcenter betreiben, in denen sich Passagiere auf das Virus untersuchen lassen können. Das Ergebnis liege binnen vier Stunden vor.

12.6.2020, 13:10 Uhr – Kaum jemand plant Flugreisen

Die Coronakrise dämpft einer Umfrage zufolge die Lust der Deutschen auf Flugreisen. Nur 13,4 Prozent haben vor, in den kommenden drei Monaten aus beruflichen oder privaten Gründen zu fliegen, wie eine Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Spiegel ergibt. 83,1 Prozent dagegen hätten keine derartigen Pläne. Selbst unter leitenden Angestellten wolle nur jeder Fünfte einen Flug buchen.

12.6.2020, 12:20 Uhr – Scholz glaubt: Deutschland kommt um zweite Welle herum

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht große Chancen, in Deutschland eine zweite Infektionswelle mit dem Coronavirus zu vermeiden. Der SPD-Politiker bezeichnet die Chance als „sehr, sehr groß, dass wir daran vorbeikommen, dass uns diese große Problematik erreicht“. Das Leben in der „neuen Normalität“ mit dem Virus müsse so organisiert werden, dass es nicht zu einer zweiten Welle komme.

12.6.2020, 10:55 Uhr – Kabinett beschließt Absenkung der Mehrwertsteuer

Das Bundeskabinett hat am Freitag die zeitweise Absenkung der Mehrwertsteuer ab Juli beschlossen. Ebenfalls gebilligt wurden laut Angaben aus Regierungskreisen Gesetzentwürfe für einen Kinderbonus von 300 Euro pro Kind für Familien sowie Überbrückungshilfen für kleinere und mittelgroße Unternehmen. Das Kabinett brachte demnach auch die Reform der Kfz-Steuer auf den Weg, die eine stärkere Ausrichtung der Besteuerung am CO2-Ausstoß
vorsieht.

12.6.2020, 9:58 Uhr – RKI warnt vor Legionellen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) warnt nach der wochenlangen Schließung von Hotels, Sportanlagen und Schwimmbädern vor einem möglichen erhöhten Legionellen-Risiko im Trinkwasser.

12.6.2020, 9:51 Uhr – Reisewarnung für Schweden bleibt erst mal noch

Deutschland will seine Reisewarnung für Schweden zunächst aufrechterhalten. Das Auswärtige Amt verweist auf seiner Internetseite darauf, dass bestimmte Pandemiekriterien erfüllt sein müssten, bevor die Reisewarnung aufgehoben werden könne. Das sei aktuell in Schweden nicht der Fall. Dort überschreite die Zahl der Neuinfizierten seit Tagen den festgelegten Grenzwert.

Schweden ist seit Beginn der Pandemie einen Sonderweg gegangen. Ausgangsbeschränkungen gab es dort nicht. Schulen für Kinder unter 16 Jahren, Restaurants, Bars und Geschäfte wurden nicht geschlossen. Für die meisten anderen europäischen Staaten gilt ab Montag keine deutsche Reisewarnung mehr.

12.6.2020, 9:19 Uhr – Wirtschaft in GB eingebrochen

In Großbritannien ist die Wirtschaft infolge der Corona-Pandemie stark eingebrochen. Das meldet das Statistikamt in London. Demnach lag das Bruttoinlandsprodukt im April 20,4 Prozent unter dem Niveau von März. Es handle sich um einen Einbruch in bisher ungekanntem Ausmaß. Rückgänge seien in allen Wirtschaftsbereichen registriert worden. Sowohl die Industrie, aber auch die Dienstleister und die Bauwirtschaft waren von den Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der Virus-Pandemie sehr stark betroffen.

12.6.2020, 8:10 Uhr – Bundesregierung will Milliardenhilfen heute auf den Weg bringen

Die Bundesregierung will noch am Freitag zusätzliche Milliardenhilfen für kleine und mittelständische Firmen auf den Weg bringen, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind. Damit werden auf der einen Seite erst mal Existenzen gesichert, Fragen wie die nach der Rente der zukünftigen Generationen aber weiter vertagt.

12.6.2020, 6:31 Uhr – Uno befürchet mehr Kinderarbeit, Bundesregierung stellt Initiative vor

Die Vereinten Nationen befürchten, dass die Kinderarbeit wegen der Corona-Pandemie erstmals seit dem Jahr 2000 wieder steigt. Millionen Kinder weltweit könnten betroffen sein, warnen zwei Uno-Organisationen. Die Pandemie führe zu wachsender Armut und sinkenden Familieneinkommen. In angespannten wirtschaftlichen Lagen sei häufig ein Anstieg der Kinderarbeit zu verzeichnen. Weltweit müssen nach Uno-Schätzungen noch immer 152 Millionen Mädchen und Jungen zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten.

Die Bundesregierung will den Kampf gegen Kinderarbeit und sexuelle Ausbeutung unterdessen zum Schwerpunkt der deutschen EU- Ratspräsidentschaft machen. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung, Deutschland strebe ein entsprechendes Gesetz an. Große Firmen müssten verpflichtet werden, die Arbeiter in ihren Lieferketten fair zu bezahlen und Kinderarbeit zu beenden. Täglich müssten 150 Millionen Kinder arbeiten gehen. Die Hälfte von ihnen seien dabei gefährlichen Bedingungen ausgesetzt.

12.6.2020, 3:12 Uhr – Einbruch der Kurse an US-Börsen

Düstere Konjunkturprognosen und die Sorge vor einer zweiten Corona-Welle haben die Kurse an den US-Börsen einbrechen lassen. Der Leitindex Dow Jones verlor im Vergleich zum Vortag 6,9 Prozent. Das war der größte Tagesverlust seit März. Analysten führten die Einbußen auch auf Äußerungen von Notenbankchef Jerome Powell zurück, wonach ein erheblicher Teil der Jobverluste durch Corona dauerhaft sein könnte. Hinzu kamen steigende Infektionszahlen in einigen Bundesstaaten.

12.6.2020, 0:10 Uhr – Quarantäne nach Türkei-Einreise fällt weg

Wer in die Türkei einreist, muss nicht mehr in Quarantäne zuhause oder im Hotelzimmer bleiben. Diese Pflicht sei seit heute aufgehoben, hat das türkische Gesundheitsministerium der ARD bestätigt. Deutschland hatte gestern seine Reisewarnung für 160 Länder bis Ende August verlängert, auch für die Türkei. Das Land hofft aber auf eine Ausnahmeregelung.

11.6.2020, 20:15 Uhr – EU-Kommission will Europäern Zugriff auf Impfstoff sichern

Im globalen Wettlauf um einen Corona-Impfstoff will sich die EU-Kommission durch Vorverträge raschen Zugriff auf ausreichende Mengen für die EU-Bürger sichern. Das ist Kern einer Impfstoff-Strategie, die EU-Beamte am Donnerstag in Brüssel skizzierten. Zugleich gab die Kommission bekannt, dass die deutsche Firma Biontech für die Impfstoff-Entwicklung bis zu 100 Millionen Euro als Kredit von der Europäische Investitionsbank bekommen soll:

Die Verfügbarkeit eines Impfstoffs gilt als Schlüssel, die Corona-Pandemie wirklich in den Griff zu bekommen. Die meisten Experten erwarten eine Entwicklungszeit von mindestens zwölf bis 18 Monaten. Schwierig ist nicht nur die rasche Entwicklung, sondern anschließend auch die Produktion des Impfstoffs für Milliarden von Menschen weltweit.

11.6.2020, 18:15 Uhr – Schweden verzeichnet Rekordanstieg bei Corona-Infektionen

Schweden verzeichnet die bislang höchste Anzahl von Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. 1.474 Erkrankungen seien hinzugekommen, teilt die Gesundheitsbehörde mit. Der Rekord-Anstieg sei eine „direkte Konsequenz vermehrter Tests“. Dadurch seien auch Fälle erfasst worden, bei denen die Betroffenen nur milde Symptome gezeigt hätten. Insgesamt seien nunmehr 48.300 Infektionen bestätigt. Die Zahl der Corona-Toten kletterte den Angaben zufolge um 19 auf 4.814. Pro Kopf sind das deutlich mehr als in den benachbarten nordeuropäischen Ländern, aber weniger als in den am schlimmsten betroffenen europäischen Staaten Spanien, Großbritannien und Italien. Schweden hat mehr auf freiwillige Maßnahmen statt auf Vorschriften gesetzt. Die Sterblichkeitsrate liegt aber höher als in anderen nordischen Staaten.

11.6.2020, 17:40 Uhr – Afrika: „Das Tempo der Ausbreitung wird immer schneller“

Afrika hat laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun mehr als 200.000 nachgewiesene Corona-Fälle. Zudem seien mehr als 5.600 Menschen gestorben, teilte die WHO am Donnerstag mit. Bisher hat sich das Coronavirus Sars-CoV-2 relativ langsam auf dem Kontinent verbreitet, die Gesamtzahl ist noch gering im Vergleich zu anderen Regionen. Die meisten Regierungen haben rasch strenge Maßnahmen verhängt. Aber: „Das Tempo der Ausbreitung wird immer schneller“, warnt WHO-Afrika-Chefin Matshidiso Moeti. Es habe 98 Tage gedauert, bis 100.000 Menschen nachweislich infiziert waren – aber nur weitere 18 Tage bis zur 200.000-Marke. Am stärksten ist bislang Südafrika mit 25 Prozent der Fälle betroffen.

11.6.2020, 16:04 Uhr – EU-Außenminister: noch kein Durchbruch bei gemeinsamen Reise-Sicherheitsstandards

Die europäischen Außenminister haben sich noch auf keine gemeinsamen Sicherheitsstandards beim Reisen geeinigt. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sagte nach einer Videokonferenz, man sei dem Ziel, sich abzustimmen aber ein großes Stück nähergekommen. Seit drei Wochen beraten sich die Außenminister. Ab nächster Woche wird die weltweite Reisewarnung für alle europäischen Staaten durch einzelne Reisehinweise ersetzt. Reisen innerhalb der EU soll dann wieder erleichtert möglich sein. Aus Berlin ARD-Hauptstadtkorrespondentin Isabel Reifenrath:

11.6.2020, 14:23 Uhr – EU-Kommission: Außengrenzen schrittweise ab Juli öffnen

Die EU-Kommission empfiehlt, ab Juli schrittweise die Außengrenzen der EU zu öffnen. Einreisen sollen aus solchen Drittstaaten ermöglicht werden, in denen die Corona-Lage ähnlich oder besser als in der EU ist. Die EU-Staaten sollen eine entsprechende Liste erarbeiten, sagte EU-Innenkommissarin Ylva Johansson. Ein gemeinsames Vorgehen der europäischen Länder sei entscheidend. Der Einreisestopp in die EU zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie gilt seit Mitte März. Die Grenzkontrollen innerhalb der EU sollten bereits am Montag überall aufgehoben werden, rät die Brüsseler Behörde. Die Bundesregierung hatte bereits entschieden, die Einschränkungen bis Dienstag aufzuheben.

11.6.2020, 14:07 Uhr – Biontech bekommt Millionen-Kredit für Impfstoff-Produktion

Das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech bekommt für die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs bis zu 100 Millionen Euro von der Europäische Investitionsbank. Mit dem Kredit will Biontech seine Produktionskapazitäten erweitern, um den Impfstoff schnellstmöglich zur Verfügung zu stellen, wenn die Testphase erfolgreich verlaufen sollte. Das teilte die EU-Kommission mit. Das Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben für Ende Juni oder Juli erste klinische Daten zu den Impfstoff-Tests.

11.6.2020, 13:37 Uhr – Zahl der akut Infizierten steigt erstmals wieder leicht an

In Deutschland ist die Zahl der akut mit dem Corona-Virus Infizierten erstmals seit rund zwei Monaten wieder gestiegen. Laut Robert-Koch-Institut haben die Gesundheitsämter heute 555 neue Infizierte gemeldet. Gleichzeitig wurde 400 weitere Genesene angegeben. Insgesamt sind damit im Moment rund 5.460 Menschen in Deutschland als infektiös erfasst.

11.6.2020, 12:18 Uhr – Studie: Home-Office reduziert Luftverschmutzung durch Pendlerverkehr

Der Personenverkehr könnte dauerhaft um acht Prozent reduziert werden, wenn Unternehmen in Deutschland weiterhin auf Home-Office und Videoschalten setzen würden. Das geht aus einer Studie hervor, die Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) vorgestellt hat. Die Daten basieren auf Erfahrungen aus dem Corona-Lockdown. Ein Viertel der Jobs sei währenddessen im Home-Office erledigt worden. Die Zahl der Videokonferenzen habe sich verdoppelt. Das habe zu einem Rekordwert an Datenverkehr gesorgt, der über den zentralen Internetknotenpunkt Frankfurt geleitet wird.

Gleichzeitig forderte Schulze, dass mehr auf Umweltschutz bei der digitalen Kommunikation geachtet werden müsse. Der benötigte Strom solle mehr aus erneuerbaren Energien gedeckt und der Datenverbrauch möglichst gering gehalten werden.

11.6.2020, 11:00 Uhr – DIW: Deutsche Wirtschaftsleistung sinkt um 9,4 Prozent

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) geht davon aus, dass die deutsche Wirtschaftsleistung in diesem Jahr wegen der Corona-Krise um 9,4 Prozent sinkt. So lautet die aktuelle Konjunkturprognose der Experten. Das DIW plädiert deshalb für ein weiteres milliardenschweres Konjunkturprogramm. In den nächsten zehn Jahren sollten rund 192 Milliarden investiert werden – beispielsweise in Kitas und Ganztagsschulen. Es sollte aber auch Unterstützung für Unternehmen geben, Investitionen in Schlüsseltechnologien oder eine Entschuldung der Kommunen.

11.6.2020, 7:21 Uhr – Baden-Württemberg beschafft keine Schutzkleidung mehr

Baden-Württemberg schafft keine weitere medizinische Schutzkleidung mehr an. Die Situation habe sich entspannt, die Lager seien gefüllt, erklärte das Sozialministerium in Stuttgart auf eine FDP-Anfrage. Die Notfall-Versorgung durch das Land sei nur vorübergehend geplant gewesen. Mittlerweile könne das Material wieder auf üblichem Wege beschafft werden.

11.6.2020, 5:34 Uhr – Maas bespricht Details der Grenzöffnungen in Europa

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) will heute mit seinen EU-Kollegen über die Grenzöffnungen sprechen. Reisen in Europa sind ab kommender Woche wieder nahezu uneingeschränkt möglich. Die Minister wollen sich abstimmen, wie das in Zeiten der Corona-Pandemie möglichst sicher erfolgen kann. Das Auswärtige Amt will ab kommende Woche auch seine Reisewarnungen für die EU-Länder aufheben. Die Warnungen für mehr als 160 Staaten außerhalb der EU werden laut einem Kabinettsbeschluss dagegen bis Ende August verlängert.

11.6.2020, 0:54 Uhr – Italiens Regierungschef wird von Staatsanwaltschaft befragt

In Italien hat der Umgang mit der Corona-Krise ein juristisches Nachspiel. 50 Angehörige von Opfern haben in Bergamo Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Die Nachrichtenagentur Ansa berichtet, dass Regierungschef Giuseppe Conte und Gesundheitsminister Roberto Speranza gehört werden sollen. Betroffene werfen ihnen vor, Sperrzonen zu spät eingerichtet zu haben. Außerdem hätten Kürzungen im Gesundheitswesen die Krise verschärft. Bergamo war besonders von der Epidemie betroffen.

11.6.2020, 0:00 Uhr – Gastronomie: Jedem dritten Betrieb droht die Pleite

Rund 70.000 gastronomische Betriebe in Deutschland stehen wegen der Corona-Krise vor dem Aus. In einer Umfrage des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga gaben vier von fünf Kneipen und Restaurants an, dass sie aufgrund der Corona-Auflagen nicht wirtschaftlich arbeiten könnten. Laut Dehoga fehlt der Branche wegen der wochenlangen Schließungen bereits ein Umsatz von 18 Milliarden Euro. Durch die Abstandsregeln und die dadurch geringeren Gästezahlen lägen die Umsätze auch jetzt deutlich unter den Vorjahreswerten.

10.6.2020, 21:14 Uhr – 22.000 Arbeitsplätze bei Lufthansa gefährdet

Bei der Lufthansa sind mehr Arbeitsplätze gefährdet als bisher bekannt. Man habe derzeit etwa 22 000 Stellen zu viel, sagte eine Sprecherin in Frankfurt. Bisher war von mehr als 10 000 Stellen die Rede. Lufthansa und Gewerkschaften wollen jetzt einen Weg finden, die Personalkosten zu senken, um Kündigungen zu vermeiden. Die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie hatten die Geschäfte der Lufthansa mit Ausnahme der Fracht nahezu zum Erliegen gebracht.

10.6.2020, 20:20 Uhr - WHO: Einfluss der Jahreszeiten auf Corona ist unklar

Der Einfluss der Jahreszeiten auf den Verlauf der Corona-Pandemie ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unklar. Bislang gebe es keine Daten, die auf eine veränderte Übertragung des Virus hindeuten. Man könne sich nicht darauf verlassen, dass die Jahreszeit oder die Temperatur die Lösung sein werde, sagte der zuständige WHO-Experte Mike Ryan.

10.6.2020, 19:34 Uhr - RKI beendet Untersuchungen im Corona-Hotspot Kupferzell

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat seine Untersuchungen im Corona-Hotspot Kupferzell beendet und wertet die Daten jetzt aus. Mit Ergebnissen ist in vier Wochen zu rechnen. Die Behörde hat mehr als 2.100 Menschen aus der Gemeinde befragt. Nach einem Kirchenkonzert hatten sich dort viele Menschen angesteckt. Die Forscher wollen herausfinden, wie viele Betroffene Antikörper gebildet haben und wie viele Infektionen ohne Symptome es gab.

10.6.2020, 19:21 Uhr - Verfassungsgericht lehnt Antrag gegen Schulschließungen ab

Das Bundesverfassungsgericht hat einen Eilantrag gegen die Schul- und Kitaschließungen wegen der Corona-Pandemie abgewiesen. Geklagt hatte ein Paar aus Bayern mit vier Töchtern, von denen drei zur Schule und die jüngste in die Kita geht. In der Entscheidung der Richter heißt es, die Kläger hätten nachvollziehbar auf die Belastungen ihres Berufs- und Familienlebens hingewiesen. Die Gefahren für Leib und Leben seien aber höher zu bewerten.

10.6.2020, 18:14 Uhr - Hälfte der Corona-Toten in Deutschland lebte in Pflegeheimen

Jeder zweite Corona-Tote in Deutschland ist in einem Pflegeheim gestorben - obwohl nur ein Prozent der Bevölkerung in einer solchen Einrichtung lebt. Das haben Forscher der Uni Bremen herausgefunden. Die Sterblichkeit unter Pflegebedürftigen ist somit mehr als fünfzigmal so hoch wie im Rest der Bevölkerung. Der Patientenschützer Eugen Brysch wirft der Bundesregierung vor, die Pflege in der Pandemie nicht ausreichend zu beachten.

10.6.2020, 18:06 Uhr - Alltours-Chef ist für Corona-Tests vor allen Flügen

Der Reiseveranstalter Alltours will, dass alle Passagiere vor dem Abflug einen Corona-Test machen. Der Chef des Unternehmens, Willi Verhuven, sagte der "Rheinischen Post", er glaube zwar, dass Fliegen relativ sicher sei, weil die Luft in der Kabine gut gefiltert werde, der Corona-Test würde aber mehr Sicherheit bringen.

10.6.2020, 17:42 Uhr - DFB und DFL kippen Maskenpflicht am Spielfeldrand

In der Fußball-Bundesliga müssen Trainer, Ersatzspieler und Schiedsrichter keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Und zwar sobald sie auf ihrem Platz sind und den Sicherheitsabstand einhalten. Das haben der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) bekannt gegeben. Die Lockerung gilt ab dem nächsten Spieltag auch für die Zweite Bundesliga, die Dritte Liga und die Frauen-Bundesliga.

10.6.2020, 16:40 Uhr - Wiederbeginn humanitärer Ausnahmen

Mit dem Ende der deutschen Grenzkontrollen zu anderen europäischen Ländern am kommenden Montag nimmt Deutschland wieder Flüchtlinge auf. Das hat das Bundesinnenministerium angekündigt. Aus griechischen Flüchtlingslagern sollen unter anderem rund 240 Kinder kommen, die ärztliche Hilfe brauchen - aus Italien und Malta 160 aus Seenot gerettete Migranten.

10.6.2020, 14:57 Uhr - Konstanzer Grenzzaun wird Museumsstück

Teile des wieder abgebauten Konstanzer Grenzzauns kommen ins Museum. Das hat das Landratsamt bestätigt. Der Zaun zwischen Konstanz und dem schweizerischen Kreuzlingen sei ein Stück außergewöhnliche Zeitgeschichte. Als Exponat im "Haus der Geschichte Baden-Württemberg" in Stuttgart soll er daran erinnern, dass während der Krise plötzlich wieder Barrieren zwischen befreundeten Nachbarländern existierten.

10.6.2020, 14:00 Uhr - Reisebranche kritisiert Verlängerung der Reisewarnung

Die deutsche Tourismusbranche hat die Verlängerung der Reisewarnung für viele Länder außerhalb der EU als nicht verhältnismäßig kritisiert. Die Bundesregierung schere damit rund 160 Staaten über einen Kamm, sagte der Präsident des Reiseverbandes DRV, Norbert Fiebig. Notwendig sei stattdessen ein differenzierterer Ansatz, um die wirtschaftliche Erholung und die Wiederaufnahme von Handel und Tourismus nicht zu gefährden. Das Bundeskabinett hatte beschlossen, die Reisewarnung für mehr als 160 Länder bis zum 31. August zu verlängern. Allerdings können Ausnahmen für einzelne Länder gemacht werden, in denen die Verbreitung des Virus ausreichend eingedämmt ist.

10.6.2020, 13:18 Uhr - Einreisemöglichkeiten für Erntehelfer werden erleichtert

Ausländische Saisonarbeitskräfte dürfen ab dem kommenden Dienstag wieder weitgehend ohne Beschränkungen nach Deutschland einreisen. Das Bundeskabinett hat einem entsprechenden Konzept von Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) zugestimmt. Ihr sei wichtig, dass Landwirte langfristig Planungssicherheit hätten, sagte Klöckner. Wer Erntehelfer beschäftige, müsse jedoch Hygiene-Vorgaben erfüllen, um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus zu verringern. Bisher hatte die Bundesregierung festgelegt, dass insgesamt höchstens 80.000 Saisonarbeitskräfte einreisen dürfen. Diese Regelung läuft Mitte Juni aus.

10.6.2020, 12:30 Uhr - Ab Dienstag fallen Grenzkontrollen weg

An den deutschen Grenzen wird es spätestens ab nächsten Dienstag keine Einreisekontrollen mehr geben. Das hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bestätigt. Wegen der Pandemie hatte Deutschland Kontrollen an den Grenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark eingeführt.

Die Binnengrenzkontrollen im Luftverkehr zu Spanien würden einige Tage später, am 21. Juni, beendet, erklärte Seehofer:

10.6.2020, 12:17 Uhr - Übernachtungszahlen im April um 90 Prozent eingebrochen

Der April ist für die deutsche Hotel-Branche der schlechteste Monat seit Jahrzehnten gewesen. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes lag die Gesamtzahl der Übernachtungen in den Beherbergungs-Betrieben bei rund 4,3 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war das ein Rückgang von fast 90 Prozent. Seit Mitte März ist die Unterbringung von Privat-Reisenden wegen der Corona-Krise untersagt gewesen. Für Geschäftsreisende galten Einschränkungen.

10.6.2020, 12:10 Uhr - Bistum Mainz wegen Corona auf Sparkurs

Das Bistum Mainz will wegen der Corona-Krise stärker sparen. Man rechne im laufenden Jahr mit bis zu 50 Millionen Euro weniger Kirchensteuer-Einnahmen, sagte ein Sprecher. Das genaue Ausmaß sei noch nicht klar. Das Bistum könne jedoch nicht dauerhaft über seinen Verhältnissen leben. Einnahmen fielen auch bei Bildungs- und Tagungshäusern weg, außerdem gebe es Ausfälle bei den Elternbeiträgen für kirchliche Kindergärten und Schulen.

10.6.2020, 11:40 Uhr - Reisewarnung für gut 160 Länder bis Ende August verlängert

Die Bundesregierung hat die Corona-Reisewarnung für gut 160 Länder außerhalb Europas bis Ende August verlängert. Allerdings kann es Ausnahmen für einzelne Länder geben, in denen die Verbreitung des Virus ausreichend eingedämmt ist. Für die meisten europäischen Länder läuft die Reise-Warnung am kommenden Montag aus. Das Bundeskabinett beschloss auch, Pauschalreisende bei einer Insolvenz des Veranstalters besser abzusichern. Für diesen Fall soll es einen Fonds geben, in den die Veranstalter einzahlen. Man wolle so einen umfassenden Schutz der Reisenden sicherstellen, sagte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD). Hintergrund der Pläne ist die Insolvenz des Reiseveranstalters Thomas Cook.

10.6.2020, 11:37 Uhr – Normaler Unterricht für Grundschüler in Hessen ab 22. Juni

Für Grundschüler in Hessen beginnt ab dem 22. Juni wieder normaler Schulunterricht. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte, Kitas sollen ab dem 5. Juli wieder für alle Kinder öffnen. Ab Donnerstag sind in Hessen auch Treffen von bis zu zehn Personen oder zwei Haushalten erlaubt. Hessen will außerdem ab dem 15. Juni wieder die Schwimmbäder, Badeseen und Saunen öffnen. Auch Kontaktsportarten sollen im Amateursport wieder erlaubt sein.

10.6.2020, 9:54 Uhr – Frankreich könnte Notfallvorschriften am 10. Juli auslaufen lassen

Die französische Regierung denkt darüber nach, die Notfall-Gesundheitsvorschriften am 10. Juli auslaufen zu lassen. Dies sei eine der Optionen, über die man zurzeit nachdenke, heißt es aus dem Büro von Ministerpräsident Edouard Philippe. Frankreich hat einen Großteil der strengen Beschränkungen aus der Zeit der Ausgangssperre bereits aufgehoben. Die Menschen sollen in der Öffentlichkeit aber weiter Schutzmasken tragen und mindestens einen Meter Abstand halten.

10.6.2020, 8:03 Uhr - Australien: Virus bis Juli fast ausgerottet

Australien rechnet damit, dass das Coronavirus bis Juli weitgehend ausgerottet sein wird. Man habe schon früher gehofft, dass das bis Juni oder Juli der Fall sein werde, sagte der Virologe Bill Rawlinson in New South Wales. „Also sind wir ziemlich auf Kurs.“ Am Montag hatte sich das Nachbarland Neuseeland schon für Coronavirus-frei erklärt.

10.6.2020, 7:09 Uhr – Neue Corona-Lockerungen in BW und RP

In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz werden ab heute weitere Corona-Regeln gelockert. In beiden Ländern dürfen sich ab sofort nicht mehr nur zwei sondern zehn Menschen im Freien treffen. Für Treffen privat zuhause gibt es unter Verwandten keine Obergrenze, für Treffen mit Freunden gilt in Baden-Württemberg die Obergrenze von 20, in Rheinland-Pfalz gibt es keine Grenze.

Die Landesregierung in Stuttgart hat außerdem die Konsequenzen aus einem Gerichtsbeschluss gezogen und die Regeln für Kundschaft in Läden nachgearbeitet. Ab sofort können sich mehr Menschen gleichzeitig in einem Geschäft aufhalten.

10.6.2020, 0:31 Uhr – Türkei lockert Corona-Ausgangssperren für Jugendliche und Senioren

Die Türkei hat ihre Corona-Beschränkungen für Jugendliche und Senioren gelockert. Menschen, die älter als 65 oder jünger als 18 Jahre sind, dürfen nun zwischen 10.00 und 20.00 Uhr wieder aus dem Haus gehen, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Seit dem 21. März durften rund 7,5 Millionen Senioren in der Türkei praktisch ihr Haus nicht mehr verlassen. Auch die Ausgangssperre für Kinder und Jugendliche, die seit dem 4. April nicht mehr vor die Tür gehen durften, wurde gelockert. Sie dürfen das Haus allerdings nur in Begleitung ihrer Eltern verlassen.

10.6.2020, 0:20 Uhr – 17.598 nachgewiesene Neuinfektionen in den USA

Die USA melden 17.598 bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus. 550 weitere Menschen seien im Zusammenhang mit der Pandemie gestorben, teilt die Seuchenschutzbehörde CDC mit. Die Gesamtzahl der Infektionen steigt damit auf 1.956.421, die der Todesfälle auf 110.925.

10.6.2020, 0:15 Uhr – Sechs EU-Staaten machen sich für gemeinsame Pandemie-Vorräte stark

Die Staats- und Regierungschef von sechs EU-Ländern rufen zum Aufbau eines europäischen Vorrats an wichtigen Medikamenten und medizinischer Ausrüstung auf, um die Gemeinschaft besser gegen Gesundheitskrisen zu wappnen. Die Vertreter Deutschlands, Spaniens, Dänemarks, Frankreichs, Belgiens und Polens plädieren in ihrem Schreiben an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zudem für die gemeinsame Forschung und Entwicklung von Impfstoffen und Arzneimitteln.

10.6.2020, 0:03 Uhr – Krankenkassen kündigen schnelle Einführung von Massentests an

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat eine schnelle Einführung von Massentests gegen das Coronavirus angekündigt. „Die gezielte Ausweitung von Corona-Tests ist der richtige Ansatz, und wir begrüßen, dass dafür jetzt der Weg freigemacht wird“, sagte GKV-Vorständin Stefanie Stoff-Ahnis dem Handelsblatt.

Die Kassen würden nun für eine rasche und reibungslose Umsetzung der Verordnung sorgen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte in einer Verordnung die Ausweitung der Corona-Tests angekündigt. Künftig soll in Krankenhäusern, Pflegeheimen sowie nach Ausbrüchen in Schulen oder Kitas breiter getestet werden – auch wenn Menschen keine Krankheitssymptome haben.

9.6.2020, 20:25 Uhr - Bundesregierung will Reisewarnung für Drittstaaten verlängern und warnt vor Kreuzfahrten

Die Bundesregierung will die Reisewarnung für Touristen für Drittstaaten außerhalb Europas prinzipiell bis zum 31. August verlängern – aber Ausnahmen für Staaten machen, in denen das Corona-Infektionsgeschehen weitgehend unter Kontrolle ist. Das Auswärtige Amt und das Innenministerium einigen sich nach Informationen von Reuters aus Regierungskreisen am Dienstag darauf, von Kreuzfahrten weiter dringend abzuraten. Das Bundeskabinett soll der Regelung am Mittwoch zustimmen.

9.6.2020, 18:50 Uhr - WHO: Bis zu 40 Prozent der Ansteckungen durch Symptomlose

Bis zu rund 40 Prozent der Ansteckungen in der Coronavirus-Pandemie erfolgen einer WHO-Expertin zufolge offenbar durch Infizierte, die selbst keine Symptome zeigen. Deren Anteil an allen Infizierten wird gegenwärtig auf zwischen sechs und 41 Prozent geschätzt, sagt die WHO-Epidemiologin Maria van Kerkhove. Wer Symptome zeige, sei offenbar dann am ansteckendsten, wenn diese zum ersten Mal auftreten – „also sehr früh“, sagt sie. Deswegen sei das Virus so schwer aufzuhalten.

9.6.2020, 18:09 Uhr - Brasilien muss doch wieder gesamte Fallzahlen veröffentlichen

Ein Richter des Obersten Gerichts in Brasilien hat die Regierung seines Landes aufgefordert, die Corona-Zahlen wieder komplett und auf der Seite des Gesundheitsministeriums zu veröffentlichen. Alexandre de Moraes sagte in einer Erklärung, dass der Staat verpflichtet sei, der Gesellschaft die notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen.

Seit dem Wochenende waren auf der Webseite des Gesundheitsministeriums für Corona-Statistiken nur noch täglich die in den vorherigen 24 Stunden neu registrierten Zahlen und nicht mehr die Gesamtzahlen von Infizierten und Todesopfern bekanntgegeben worden. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Regierung begonnen, die Corona-Zahlen statt um 19 Uhr um 22 Uhr zu veröffentlichen.

9.6.2020, 17:15 Uhr - Maskenpflicht am Frankfurter Flughafen

Am größten deutschen Flughafen – Frankfurt am Main – wird eine Maskenpflicht eingeführt. Sie gelte zunächst für drei Monate, teilte das Frankfurter Gesundheitsamt mit. Ausgenommen seien Kleinkinder oder Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Masken tragen könnten. Begründet wurde die Entscheidung mit der Aufhebung von Reisewarnungen und der deshalb erwarteten Zunahme des Flugverkehrs.

9.6.2020, 16:44 Uhr – Baden-Württemberg ändert Kunden-Limit für Geschäfte

Im Einzelhandel in Baden-Württemberg ist jetzt eine Person auf zehn Quadratmetern Verkaufsfläche erlaubt. Die Landesregierung hat ihre Corona-Verordnung geändert, nachdem der Verwaltungsgerichtshof gestern die 20-Quadratmeter-Regelung für unwirksam erklärt hatte.

9.6.2020, 15:33 Uhr – Frankreichs Justiz prüft mögliche Fehler während der Corona-Pandemie

In Frankreich untersucht die Justiz mögliche Versäumnisse von Dutzenden Politikern sowie Behörden- und Verbands-Mitarbeitern in der Corona-Krise. Es geht unter anderem um den Vorwurf der fahrlässigen Tötung und unterlassenen Hilfeleistung – zum Beispiel, weil noch Mitte März Kommunalwahlen abgehalten wurden. Die Pariser Staatsanwaltschaft sagt nicht, gegen wen genau ermittelt wird. Sie macht aber darauf aufmerksam, dass Anzeigen gegen Präsident Emmanuel Macron und Regierungsmitglieder wegen deren Immunität nicht verfolgt würden.

9.6.2020, 15:00 Uhr – Corona-Tests jetzt auch ohne Symptome möglich

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will mit einer Verordnung die Tests auf das Coronavirus deutlich ausweiten. Künftig sollen alle Patienten getestet werden, die im Krankenhaus aufgenommen werden. Außerdem können Ärzte und Gesundheitsämter Tests für Menschen ohne Symptome veranlassen. Die Kosten von 50 Euro übernimmt die Gesetzliche Krankenversicherung. Gesundheitsminister Spahn sagte, es sei viel teurer, zu wenig zu testen als zu viel zu testen. Um das Coronavirus zu bekämpfen, brauche es Reihentests – etwa in Pflegeheimen oder bei einem Ausbruch in einer Schule.

9.6.2020, 14:44 Uhr – Erntehelfer sollen weiterhin einreisen dürfen

Erntehelfer aus dem Ausland sollen auch weiterhin in Deutschland arbeiten dürfen. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) will heute ein Konzept vorstellen, das den Einsatz ausländischer Saisonarbeiter über den 15. Juni hinaus ermöglichen soll. An diesem Tag würde die bisherige Ausnahmeregelung auslaufen. Die Bundesregierung hatte Anfang April Erntehelfern die Einreise nach Deutschland unter bestimmten Auflagen erlaubt - trotz der allgemeinen Corona-Beschränkungen. Damit wollte sie drohende Ernteausfälle in der Landwirtschaft verhindern.

9.6.2020, 14:23 Uhr – Studie: Lockdown hatte kaum Einfluss auf Wohlbefinden

Die Menschen in Deutschland haben den Lockdown wegen der Corona-Krise offenbar besser verkraftet als erwartet. Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung haben sich Wohlbefinden und Lebenszufriedenheit kaum verändert – trotz der vielen Einschränkungen. Allerdings sei das Gefühl der Einsamkeit deutlich gestiegen. Außerdem sei es auch möglich, dass sich eventuelle psychische Folgen der Corona-Krise erst verzögert zeigen könnten.

9.6.2020, 13:12 Uhr – Bald keine Kontaktbeschränkungen mehr in Thüringen

Thüringen hebt wie angekündigt die Corona-Kontaktbeschränkungen auf. Ab dem 13. Juni soll nach dem heutigen Kabinetts-Beschluss eine neue Verordnung gelten. Darin wird unter anderem empfohlen, dass man sich nur mit Menschen aus einem weiteren Haushalt treffen sollte oder maximal zu zehnt. Thüringen war das erste Bundesland, das über deutliche Lockerungen diskutiert hat. Inzwischen haben auch andere Länder einige Corona-Auflagen zurückgenommen.

9.6.2020, 10:43 Uhr – Breitete sich Virus schon seit August 2019 in China aus?

Eine Untersuchung der Harvard-Universität deutet darauf hin, dass sich das Coronavirus bereits vor dem offiziellen Ausbruch der Pandemie im Dezember 2019 in China ausgebreitet haben könnte.

Die Wissenschaftler werteten für ihre Studie Satellitenbilder von Parkplätzen vor Kliniken in der Metropole Wuhan aus: Im Vergleich mit dem Vorjahr hätten demnach wesentlich mehr Menschen im Herbst 2019 die Krankenhäuser aufgesucht. Zudem sei bereits vor Dezember im Internet verstärkt nach Symptomen wie Husten oder Durchfall gesucht worden, die auch bei einer Covid-19-Erkrankung auftreten.

Die an der Studie beteiligten Forscher betonten jedoch, dass sich nicht eindeutig bestätigen lasse, dass diese Entwicklungen mit dem Coronavirus zu tun gehabt hätten.

9.6.2020, 9:36 Uhr – Rheinland-Pfalz schickt Schüler in Quarantäne

In Rheinland-Pfalz hat es an mehreren Schulen Coronavirusfälle gegeben. Betroffen sind nach Angaben des Rhein-Pfalz-Kreises fünf Schulen. Betroffene Schulklassen, Lehrer und Kontaktpersonen mussten sich in Quarantäne begeben.

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9.6.2020, 9:11 Uhr – 6.000 deutsche Touris dürfen zuerst auf die Balearen

Spanien erlaubt insgesamt 6.000 Deutschen schon ab dem 15. Juni Urlaub auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln zu machen – also zwei Wochen vor der offiziellen Öffnung der Grenzen. Das hat die Regierung in Madrid genehmigt. Damit will Spanien einen Probelauf starten und testen, ob die geplanten Corona-Sicherheitsmaßnahmen an den Flughäfen und in den Hotels funktionieren. Das Projekt werde mit Touristen aus Deutschland durchgeführt, weil hier die Infektionszahlen vergleichsweise niedrig seien, schreibt die Zeitung El País.

9.6.2020, 8:11 Uhr – Deutschlands Exporte brechen um mehr als 30 Prozent ein

Die deutschen Exporte sind wegen der Folgen der Corona-Epidemie vergangenen Monat um gut 31 Prozent zurückgegangen. Das hat das das Statistische Bundesamt mitgeteilt. Es spricht vom größten Rückgang seit 1950. Insgesamt verkauften die deutschen Unternehmen im April Waren im Wert von fast 76 Milliarden Euro ins Ausland, fast ein Drittel weniger als im Vorjahresmonat. Gründe sind unter anderem die Grenzschließungen auch innerhalb Europas wegen Corona und die weltweiten Handels- und Reisebeschränkungen. Auch die Einfuhren nach Deutschland gingen deswegen um gut ein Fünftel im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück.

9.6.2020, 7:08 Uhr – SPD-Gesundheitsexperte fordert strengere Regeln für Demos

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich im Interview mit dem Tagesspiegel für strengere Regeln für große Protestaktionen gefordert, wie sie am Wochenende bundesweit gegen Rassismus stattgefunden hatten. „Viel zu viele Leute, zu wenige Masken, zu wenig Abstand - das ideale Superspreading-Event", betonte Lauterbach. Gerade durch Sprechchöre würden Unmengen an Aerosolen – also kleinste flüssige oder feste Schwebeteilchen – auf engstem Raum verteilt. Daher bezeichnete der SPD-Politiker die Demos als „Sargnagel für die noch bestehenden Regeln" gegen die Ausbreitung des Coronavirus. „Für den Kampf gegen das Virus wäre es besser, nur mit Plakaten und Bannern zu demonstrieren", so Lauterbach.

9.6.2020, 6:49 Uhr – Kurz vor der Urlaubssaison: Zahlen in Griechenland steigen wieder

In Griechenland wächst die Sorge kurz vor Beginn der Urlaubssaison, weil die Zahl der Infektionen wieder steigt. Seit Donnerstag sind nach Regierungsangaben fast 100 neue Fälle registriert worden, fast ein Drittel davon sind Einreisende aus dem Ausland. Ab Montag sollen die Flughäfen von Athen und Thessaloniki wieder für Reisende aus 30 Ländern öffnen. Weltweit steigt die Zahl der Coronavirusinfektionen weiter stark an.

9.6.2020, 6:34 Uhr – Vorwürfe gegen italienische Behörden

Die Gruppe „Noi Denunceremo („Wir prangern an““) wirft den italienischen Behörden Missstände im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie vor. Zu viele Menschen seien durch Fahrlässigkeit und Inkompetenz gestorben, kritisieren Mitglieder der Gruppe, die sich aus Angehörigen zusammensetzt, die jemanden aus der Familie durch eine Covid-19-Erkrankung verloren haben.

Am Mittwoch will die Gruppe symbolisch 50 Strafanzeigen gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft in Bergamo einreichen. Die Stadt zählte zu den mit am schwersten betroffenen Hotspots während des Höhepunktes der Corona-Krise in Italien. Die für die Region Lombardei zuständige Staatsanwaltschaft ermittelt bereits in mehreren Fällen wegen des Vorwurfs von Missmanagement, beispielsweise in Altersheimen.

„Noi Denunceremo“ fordere keine Entschädigung für den Verlust von Angehörigen, betonte Stefano Fusco, ein Mitglied der Gruppe: „Es geht nicht um Rache, es geht um Gerechtigkeit.“ Es müsse jemand zurücktreten, es müsse sich jemand entschuldigen, so Christina Longhini, die sich ebenfalls in der Gruppe engagiert.

9.6.2020, 6:02 Uhr – EU berät: Wie den Wiederaufbau bezahlen?

Die EU-Finanzminister und -Finanzministerinnen beraten am Nachmittag über das 750-Milliarden-Euro-Paket zum Wiederaufbau nach der Coronavirus-Krise. Das Geld soll besonders den Ländern zu Gute kommen, die am stärksten von der Pandemie betroffen sind wie etwa Italien und Spanien. Es gibt aber mehrere Streitpunkte. Zum Beispiel hatte die EU-Kommission Ende Mai vorgeschlagen, dass zwei Drittel des Geldes als Zuschüsse fließen sollen, die die Länder nicht zurückzahlen müssen. Österreich, Schweden, Dänemark und den Niederlanden geht das zu weit. Sie wollen nur Kredite vergeben. Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen nächste Woche über die Milliardenpläne beraten. Eine Entscheidung wird dabei noch nicht erwartet.

9.6.2020, 4:18 Uhr – WHO meldet Rekordzahl an Neuinfektionen weltweit

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt weltweit weiter deutlich an. Am Wochenende seien innerhalb von 24 Stunden mehr als 136.000 Fälle gemeldet worden, so viele wie nie zuvor an einem Tag. Das hat die Weltgesundheitsorganisation mitgeteilt. Während sich die Lage in Europa verbessere, verschlechtere sie sich im weltweiten Maßstab, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. In Afrika, Zentral- und Südasien, Mittel- und Südamerika und in einigen Ländern in Osteuropa stiegen die Zahlen weiter. Die Länder mit sinkenden Infektionszahlen mahnt Ghebreyesus, bei den Vorsichtsmaßnahmen nicht nachzulassen.

9.6.2020, 1:23 Uhr – Erste Deutsche Touristen dürfen nächste Woche auf die Balearen reisen

Die Balearen-Inseln dürfen schon ab nächster Woche die ersten deutschen Touristen nach der Corona-Pause empfangen - zwei Wochen vor der offiziellen Öffnung der Grenzen. Die spanische Regierung hat ein Pilotprojekt genehmigt. Insgesamt dürfen 6.000 Deutsche auf die vier Inseln Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera reisen. Die Urlauber werden in bestimmten Hotels untergebracht. So wollen die Hoteliers unter anderem die Sicherheitsprotokolle für den offiziellen Neustart des Tourismus proben.

8.6.2020, 21:43 Uhr – Massentests in Bergamo: 57 Prozent haben Antikörper gebildet

57 Prozent der Menschen in der italienischen Stadt Bergamo, bei denen Blutproben entnommen wurden, haben Antikörper gebildet. Das ergab eine Auswertung der Proben von fast 10.000 Bürgern, teilten die Behörden mit. Die Stichprobe sei ausreichend repräsentativ, um Schlüsse auf die Gesamtzahl der Infizierten in der Stadt während der Pandemie zuzulassen. Separat zu dieser Stichprobe wurden Proben von etwa 10.400 Mitarbeitern im Gesundheitswesen untersucht. Nur bei gut 30 Prozent dieser Proben wurden nach Angaben der Behörden Antikörper nachgewiesen. Bergamo war besonders schwer von der Pandemie betroffen. In der Lombardei wurden bislang mehr als 16.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet.

8.6.2020, 20:58 Uhr – EU-Kommission fordert Corona-Berichte von sozialen Netzwerken

Online-Plattformen wie Facebook und Twitter sollen ihren Kampf gegen Desinformationen in der Corona-Krise nach Ansicht der EU-Kommission transparenter machen. Mehrere Medien berichteten über ein Papier mit Leitlinien, die vorsehen, dass die Netzwerke künftig monatlich über ihre Bemühungen berichten.

Die EU-Kommission fordert die Netzwerke demnach auch dazu auf, Faktencheckern und Wissenschaftlern mehr Zugang zu gewähren. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell und die Vize-Kommissionschefin Vera Jourova wollen das Papier am Mittwoch vorstellen. Seit Beginn der Corona-Krise hat die EU-Kommission regelmäßig Unmengen von Fake News beklagt. In den Leitlinien ist von einer Flut an Informationen die Rede, die falsch oder ungenau seien, und sich schnell verbreiteten. Dies könne schwere gesundheitliche Folgen haben, aber auch die demokratischen Institutionen schädigen.

8.6.2020, 20:54 Uhr – Corona-Beschränkungen haben laut Studie viele Leben gerettet

Die Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus haben möglicherweise mehr als drei Millionen Todesfälle in elf Ländern der Welt verhindert. Das steht in einer Studie des renommierten Imperial College in London. Die Lockdown-Schritte, die vor allem im März verhängt wurden, hätten eine erhebliche Wirkung gehabt, heißt es in der Studie.

Eine andere Studie, an der deutsche Wissenschaftler beteiligt waren, kam zu dem Ergebnis, dass sich die Maskenpflicht als wirksames Instrument zur Reduzierung von Neu-Infektionen erwiesen habe. Die Ansteckungsrate sei in den untersuchten Regionen nach Einführung der Maskenpflicht deutlich gesunken.

8.6.2020, 1:24 Uhr – Bis zu 200.000 Seeleute sitzen wegen des Virus auf Schiffen fest

Weltweit sitzen bis zu 200.000 Seeleute wegen Corona auf Schiffen fest. Das berichtet die Internationale Arbeitsorganisation ILO. Viele Betroffene hätten ihre Arbeit eigentlich schon vor Wochen beendet - müssten nun aber weitermachen, weil sie wegen der Reisebeschränkungen nicht von Bord könnten. Die ILO berichtet von Erschöpfungszuständen und psychischen Belastungen. Umgekehrt könnten viele Seeleute nicht vom Land an Bord kommen und verlören dadurch Einkommen.

8.6.2020, 19:35 Uhr – RP bessert Corona-Regeln nach

Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz hat ihre Corona-Regelungen nachgebessert. Bordelle dürfen nun doch nicht am Mittwoch wieder öffnen, wie eigentlich geplant. Zur Begründung hieß es, die strengen Auflagen würden vermutlich nicht eingehalten werden können. Es gelte auch, die mögliche Verlagerung von Sex-Dienstleistungen aus anderen Bundesländern zu vermeiden.

Außerdem ist das Tragen von Plastik-Visieren im Handel und der Gastronomie von Rheinland-Pfalz wieder erlaubt - nachdem Wirtschaftsverbände ein entsprechendes Verbot kritisiert hatten.

8.6.2020, 18:30 Uhr – Forderung nach Präsenzlehre an Unis

Rund 2.000 Professoren und Professorinnen fordern eine schrittweise Rückkehr zur Präsenzlehre an Universitäten und Hochschulen. Was an Schulen möglich sei, sollte auch an Unis machbar sein, heißt es. Außerdem könne es nicht sein, dass man morgens ins Schwimmbad gehen könne und mittags ins Restaurant - die Universitäten aber geschlossen blieben. Das laufende Sommersemester findet hauptsächlich über Online-Plattformen und Videokonferenzen statt.

8.6.2020, 16:45 Uhr – Gericht hebt Zugangsregel für Geschäfte in Baden-Württemberg auf

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat die Corona-Regel zur Anzahl von Kunden in Geschäften für unwirksam erklärt. Es geht um die Richtgröße von 20 Quadratmetern Verkaufsfläche pro Person im Laden. Tchibo hatte sich dagegen gewehrt und unter anderem mit erheblichen Umsatzeinbußen argumentiert. Das Gericht entschied nun, dass die aktuelle Regelung nicht eindeutig genug sei. Statt eines Richtwerts müsse eine verbindliche Größe gelten. Die Landesregierung will nun nachbessern und eine neue Verordnung erlassen – mit geringerer und verbindlicher Mindestfläche pro Kunde.

8.6.2020, 15:39 Uhr – Wegen Mehrwertsteuersenkung: Bahn-Tickets werden erneut günstiger

Die Deutsche Bahn senkt ihre Fahrpreise im Fernverkehr am 1. Juli um 1,9 Prozent. Damit gebe man die Mehrwertsteuersenkung an die Kunden weiter, teilte Vorstandsmitglied Huber mit. Das gelte für alle Sparpreis-, Super-Sparpreis- und Flexpreis-Tickets sowie für Bahncards und Zeitkarten im Fernverkehr. Die große Koalition hatte beschlossen, die Mehrwertsteuer ab 1. Juli zu reduzieren. Der ermäßigte Satz, der auch für Bahnfahrkarten im Fernverkehr gilt, soll bis zum Jahresende von sieben auf fünf Prozent sinken.

8.6.2020, 14:54 Uhr – BP streicht weltweit 10.000 Stellen

Der Ölkonzern BP will weltweit 10.000 von insgesamt 70.000 Stellen streichen – und zwar ausschließlich in der Verwaltung. Wie der Konzern mitteilte, sei davon vor allem die Führungsebene betroffen. Welche Standorte betroffen sind, sagte BP zunächst nicht. Außerdem sollen leitende Mitarbeiter in diesem Jahr keine Gehaltserhöhungen bekommen. Auch die Auszahlung von Boni sei sehr unwahrscheinlich, heißt es in der Mitteilung. Bei BP war im ersten Quartal der Gewinn zurückgegangen. Hintergrund ist der Absturz des Ölpreises sowie die gesunkene Nachfrage während der Corona-Pandemie.

8.6.2020, 14:32 Uhr – Alle Autobahn-Raststätten ab 15. Juni geöffnet

Ab kommendem Montag sollen an den deutschen Autobahnen wieder alle Raststätten öffnen. Das teilte das Unternehmen Tank & Rast mit. Man wolle dort die üblichen Hygienemaßnahmen der Gastronomie wie Abstandsregeln, Gebrauch von Gesichtsmasken und mehr Reinigungen umsetzen. Bereits jetzt seien rund 80 Prozent der Standorte wieder im Betrieb. Tank & Rast betreibt in Deutschland die meisten Autobahn-Raststätten.

8.6.2020, 12:40 Uhr – Närrische Saison 20/21 soll nicht komplett abgesagt werden

Der Bund Deutscher Karneval will die närrische Session 2020/21 trotz Corona nicht absagen. Die Entwicklung der Pandemie sei regional so unterschiedlich, dass jeder Karnevalsverein vor Ort selbst entscheiden müsse, wie er auf die Lage reagiere. Das sagte der Präsident der Organisation, Klaus-Ludwig Fess. Es gebe bereits einige Vereine, die ihre Veranstaltungen abgesagt hätten, wie beispielsweise in Ludwigshafen oder in Euskirchen. Das sei zu akzeptieren. Man könne aber statt einer Komplett-Absage auch überlegen, ob man Dinge in abgespeckter Form mache. Laut Fess sind dabei Ideenreichtum und Flexibilität gefragt. Der Bund Deutscher Karneval hat nach eigenen Angaben etwa 2,6 Millionen Mitglieder, die in mehr als 5.300 Vereinen und Zünften organisiert sind.

8.6.2020, 12:22 Uhr – Uni Mainz: Maskenpflicht senkt Infektionszahlen

Die Maskenpflicht scheint im Kampf gegen Corona zu wirken – dafür haben Wissenschaftler aus Deutschland und Dänemark neue Belege gefunden. Sie haben den Verlauf der Infektionen in Jena mit anderen deutschen Kommunen verglichen. Jena hatte Anfang April als erste größere Stadt in Deutschland die Maskenpflicht beim Einkaufen und im Nahverkehr eingeführt. Daraufhin war die Zahl der Neuinfektionen zurückgegangen. Dies sei tatsächlich eine Folge der Maskenpflicht, teilte die Universität Mainz nun mit. Sie hatte mit Forschern aus Darmstadt, Kassel und dem dänischen Sonderborg an der Studie gearbeitet.

8.6.2020, 11:03 Uhr – Deutsche produzieren in der Krise mehr Plastikmüll

Die Deutschen haben seit Beginn der Corona-Krise mehr Plastikmüll produziert. Seit März seien etwa zehn Prozent mehr Verpackungsabfälle in den gelben Tonnen von Privathaushalten gelandet, teilte das Recyclingunternehmen „Der grüne Punkt“ mit. Obwohl gleichzeitig im Gewerbebereich weniger Müll angefallen sei, habe die Gesamtmenge der Kunststoff-Abfälle zugenommen. Nach Angaben des Verbands kommunaler Unternehmen wurde von den Privathaushalten in den vergangenen Wochen auch mehr Bio-, Glas und Restmüll produziert.

8.6.2020, 10:56 Uhr – Neuseeland erklärt sich Coronavirus-frei

In Neuseeland gibt es nach offiziellen Angaben keine aktiven Corona-Infektionen mehr. In den vergangenen 17 Tagen seien bei Zehntausenden Tests keine neuen Fälle mehr entdeckt worden, sagte Premierministerin Jardicia Ardern. Das Kabinett habe daher eine weitere Phase der Normalisierung beschlossen, Abstandsregeln und Einschränkungen für öffentliche Versammlungen fielen weg.

Die strikten Grenzkontrollen werden laut Ardern allerdings beibehalten. Neuseeland hat bei etwa fünf Millionen Einwohnern etwas mehr als 1.500 Infektionen mit dem Virus registriert, 22 Infizierte starben. Die Regierung hatte sehr früh strenge Ausgangssperren verhängt und die Grenzen geschlossen.

8.6.2020, 10:47 Uhr – Deutsche Unternehmen drosseln Produktion im April stark

Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im April wegen der Corona-Krise stark gedrosselt. Das hat das Statistische Bundesamt mitgeteilt. Sie stellten wegen geschlossener Fabriken, unterbrochener Lieferketten und fehlender Nachfrage im April fast 18 Prozent weniger her als im März. Vor allem die Autoindustrie war betroffen. Deren Produktion brach um fast drei Viertel ein. Das Bundeswirtschaftsministerium sprach von einem konjunkturellen Tiefpunkt. Es rechnet damit, dass sich die Wirtschaft mit der schrittweisen Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen nun erholt.

8.6.2020, 6:23 Uhr – RP: Viele Schülerinnen und Schüler gehen wieder in die Schule

In Rheinland-Pfalz kehren heute rund 150.000 Schülerinnen und Schüler wieder in die Schulen zurück – zumindest wochen- oder tageweise. Der Unterricht fängt für die 7. und 8. Klassen und die Grundschulkinder der 1. und 2. Klassen wieder an. Alle anderen sind bereits seit Mitte Mai zeitweise wieder in den Schulen. Weil nach wie vor Abstände eingehalten werden müssen, sind die Klassen stark verkleinert. Deshalb wird immer wechselweise nur rund die Hälfte der Kinder und Jugendlichen in der Schule unterrichtet, die andere Hälfte lernt zu Hause. Erst nach den Sommerferien soll es laut Bildungsministerium wieder regulären Unterricht für alle Schüler geben.

8.6.2020, 6:21 Uhr – Müller: EU muss sich armen Ländern gegenüber solidarischer zeigen

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) fordert von der EU mehr Solidarität mit ärmeren Ländern in der Corona-Krise. In der ARD sagte Müller, Deutschland und Europa dürften Entwicklungsländer nicht sich selbst überlassen. Die Corona-Krise treffe besonders Länder wie Bangladesch oder auf dem afrikanischen Kontinent. Dort sei das nicht nur eine Gesundheitskrise, sondern eine Hungerkrise zwischenzeitlich gewaltigen, dramatischen Ausmaßes geworden. Die EU-Entwicklungsminister sprechen heute unter anderem über die Auswirkungen der Pandemie auf ärmere Länder.

8.6.2020, 3:01 Uhr – Spahn will Corona-Warn-App nächste Woche vorstellen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Corona-Warn-App in der nächsten Woche vorstellen. Das hat der CDU-Politiker der Rheinischen Post gesagt. Diese Zeit habe man für die Entwicklung gebraucht, weil die Anforderungen hoch seien. Zum Beispiel dürfe die App nicht zu viel Strom fressen und solle auf allen Endgeräten genutzt werden können, so Spahn.

8.6.2020, 2:40 Uhr – Spanien lockert weiter und öffnet Diskotheken

Spanien lockert heute seine Corona-Maßnahmen weiter. In vielen Landesteilen dürfen zum Beispiel Diskotheken wieder öffnen – allerdings nicht so wie üblich.

8.6.2020, 0:28 Uhr – Quarantänepflicht bei Einreise nach Großbritannien beginnt

Reisende nach Großbritannien müssen ab heute zwei Wochen in Quarantäne gehen, wenn sie ins Land kommen. Mit der Maßnahme soll eine zweite Welle von Coronavirus-Infektionen verhindert werden. Die neuen Vorschriften stoßen jedoch bei Unternehmen aus der Reisebranche auf heftige Kritik.

8.6.2020, 0:08 Uhr – Schulen und zwei Kitas in Göttingen bleiben geschlossen

Nach dem Coronavirus-Ausbruch in Göttingen bleiben dort die Schulen für eine weitere Woche - bis einschließlich Freitag - geschlossen. Das teilte die Stadt am Abend mit. Auch zwei Kindertagesstätten blieben noch zu. In Göttingen hatten sich zuletzt viele Menschen infiziert, die in einem Hochhaus am Rande der Innenstadt wohnen – darunter auch Schulkinder. Die Stadt hat unter den Bewohnern einen Massentest durchgeführt. Die abschließenden Ergebnisse sind noch nicht bekannt.

7.6.2020, 19:23 Uhr – Johns-Hopkins-University: Mehr als 400.000 Infizierte gestorben

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind nach Angaben der Johns-Hopkins-University weltweit mehr als 400.000 Menschen mit einer Covid-19 Infektion gestorben. Die meisten Toten im Zusammenhang mit dem Virus gibt es demnach in den USA - dort sind rund 110.000 Menschen gestorben. An zweiter Stelle liegt Großbritannien mit mehr als 40.000 Toten. Brasilien hat mehr als 35.000 Todesopfer zu beklagen. Experten gehen weiterhin von einer hohen Dunkelziffer aus.

7.6.2020, 13:42 Uhr – Kritik an Anti-Rassismus-Massendemos

Die dicht gedrängten Menschenmassen bei den Anti-Rassismus-Demonstrationen in Deutschland sorgen zunehmend für Kritik. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte, er teile den Anlass des Protests, aber die Abstände seien zu klein. Rassismus müsse bekämpft werden, aber ohne vermeidbare Corona-Tote. Auch in den sozialen Netzwerken wird das Thema kontrovers diskutiert. Viele sorgen sich wegen der Gesundheitsgefahr. Andere fordern, sich statt auf den Mindestabstand lieber auf das Wesentliche zu konzentrieren. Gestern hatten zehntausende in mehreren deutschen Städten gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstriert. Auslöser war der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem gewaltsamen Polizeieinsatz in den USA.

7.6.2020, 13:28 Uhr – Israel muss Schulen wegen Neuinfektionen wieder schließen

Wegen steigender Corona-Neuinfektionen müssen in Israel viele der kürzlich erst wiedereröffneten Schulen erneut schließen. Nach Angaben des Bildungsministeriums blieben am Sonntag, dem Wochenbeginn in Israel, fast 130 Schulen und Kindergärten zu. Bislang wurden knapp 350 Schüler und Lehrer positiv auf Corona getestet, rund 17.500 sind derzeit in häuslicher Quarantäne, mehr als die Hälfe davon in Jerusalem. Israel hatte im Zuge der Lockerungen bereits Anfang Mai begonnen, die Schulen für alle Klassen wieder vollständig zu öffnen.

7.6.2020, 13:11 Uhr – Spahn fordert „Gesundheits-Nato“

Um Pandemien künftig auf europäischer Ebene besser bekämpfen zu können, schlägt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine Art "Gesundheits-Nato" vor. Der Rheinischen Post sagte er, nötig seien gemeinsame Strukturen, die auf Experten, Ärzte und Ressourcen zugreifen könnten, wenn in einem Mitgliedstaat ein Virus ausbreche. Außerdem schlägt Spahn vor, die europäische Gesundheitsbehörde ECDC zu einer Art europäischem Robert Koch-Institut auszubauen. Das werde man auch im Zuge der deutschen EU-Ratspräsidentschaft besprechen, die im Juli beginnt. Insgesamt gehe es darum, Europa als Schutz- und Innovationsgemeinschaft für die 20er-Jahre zu definieren.

7.6.2020, 8:34 Uhr – Virologe Streeck: Mehr Mut im Sommer

Der Bonner Virologe Hendrick Streeck plädiert für einen mutigeren Umgang mit der Corona-Pandemie während der Sommermonate. Derzeit zeigten Studien, dass bis zu 81 Prozent der Fälle asymptomatisch verliefen, so Streeck. Die Infizierten haben keine oder kaum Symptome. Die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen sei rückläufig. Es bestehe daher die Chance, über den Sommer die Anzahl der Personen mit Teilimmunität zu erhöhen. Dadurch könnte der weitere Verlauf der Pandemie abgeschwächt werden.

7.6.2020, 7:23 Uhr – Maas: Deutsche Urlauber nicht wieder zurückholen

Die Bundesregierung wird im Sommer keine Urlauber mit Coronavirus-Infektionen nach Deutschland zurückholen. Das hat Außenminister Heiko Maas (SPD) in der Bild am Sonntag gesagt. Natürlich seien in akuten Notfällen die Auslandsvertretungen bereit, konsularisch zu unterstützen. Es könnten aber nicht erneut Flieger geschickt werden, um deutsche Touristen heimzuholen. Maas hatte am Mittwoch angekündigt, dass die Reisewarnung wegen der Coronavirus-Pandemie für viele europäische Länder ab dem 15. Juni aufgehoben werden soll.

7.6.2020, 6:44 Uhr – Welterbetag wird digital gefeiert

Der UNESCO-Welterbetag heute wird wegen der Corona-Pandemie digital gefeiert. Zahlreiche der 46 deutschen Stätten beteiligen sich auf der neuen Plattform unesco-welterbetag.de. Dort sind virtuelle Spaziergänge möglich. Es gibt aber auch Livestreams sowie weitere Aktionen. Unter anderem können Trier, der Speyrer Dom, das Kloster Maulbronn und die Eiszeitkunst aus Höhlen der Schwäbischen Alb digital entdeckt werden.

7.6.2020, 6:22 Uhr – Spahn mahnt: Abstandsregeln bei Floyd-Protesten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bereiten die dichten Menschenmengen bei den Floyd-Protesten während der Corona-Pandemie Sorgen. Der Kampf gegen Rassismus brauche unser gemeinsames Engagement, schreibt Spahn auf Twitter. Aber auch bei wichtigen Anliegen müsse man Abstand halten und eine Schutzmaske tragen. In ganz Deutschland haben gestern Zehntausende Menschen in zahlreichen Städten gegen Rassismus und Polizeigewalt protestiert. Unter anderem in Stuttgart, Mainz und Freiburg.

Twitter

7.6.2020, 5:01 Uhr – RKI meldet 301 bestätigte Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut meldet 301 bestätigte Neuinfektionen für Deutschland. Die Gesamtzahl der Fälle liegt damit bei 183.979. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus erhöht sich um 22 auf 8.668.

7.6.2020, 3:55 Uhr – Brasilien nimmt Zahl der Corona-Fälle und -Toten aus dem Netz

Die brasilianische Regierung veröffentlicht im Internet keine Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle und der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 in dem Land mehr. Das Gesundheitsministerium entfernte auch die Datensammlung, die die Entwicklung der vergangenen Monate aufzeigte, aus dem Netz. „Die kumulativen Daten spiegeln nicht wider, wo sich das Land gerade befindet“, twittert Präsident Jair Bolsonaro. „Andere Bemühungen laufen für die Berichterstattung über die Fälle und die Bestätigung der Diagnosen.“ Zuletzt hatte Brasilien mehr als 672.000 Fälle gemeldet - mehr als jedes andere Land abgesehen von den USA. Die Zahl der Toten steuerte bis Samstag auf 36.000 zu.

6.6.2020, 22:41 Uhr – Lufthansa kündigt Rückflug-Garantie an

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat eine Rückkehr-Garantie seines Unternehmens angekündigt, um Bedenken von Reisenden in der Corona-Krise entgegenzutreten. Man werde eine "Home-Coming-Garantie" einführen, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Wer nach Deutschland zurück wolle, den bringe man auch zurück. Dies gelte etwa für Passagiere, die erhöhte Temperatur hätten und deswegen nicht am Zielort einreisen dürften oder dort in Quarantäne müssten - oder wenn im Gastland das Virus ausbreche.

6.6.2020, 21:12 Uhr – Schleswig-Holstein plant Strandbesuch per App

An der Küste von Schleswig-Holstein sollen Besucherinnen und Besucher ihren Strandbesuch in der Corona-Zeit per App anmelden. Das hat Ministerpräsident Daniel Günther in der Zeitung Tagesspiegel am Sonntag angekündigt. So könnten Gäste bestimmte Zeiträume buchen. Wenn an den Strandabschnitten noch Platz sei, erhalte man eine Zugangsberechtigung. Die App wurde nach Günthers Angaben von der Gemeinde Scharbeutz entwickelt und kann nun auch von anderen Orten genutzt werden.

6.6.2020, 19:09 Uhr – Opec verlängert Drosselung der Öl-Produktion

Die großen Ölförderländer drosseln ihre Ölproduktion noch bis mindestens Ende Juli. Sie verlängern damit eine entsprechende Vereinbarung um einen Monat. Damit soll der Ölpreis stabil gehalten werden. Irans Ölministerium teilte mit, es gehe davon aus, dass andere wichtige Förderländer sich der Entscheidung anschließen werden. Mitte April hatte sich das Kartell der Erdöl produzierenden Länder (Opec) darauf verständigt, die Ölproduktion um rund zehn Millionen Barrel pro Tag zu kürzen. Das entspricht etwa einem Zehntel der weltweiten Fördermenge. Grund war der Preisverfall wegen der Corona-Krise.

6.6.2020, 18:12 Uhr – 108-jährige Italienerin übersteht Corona-Infektion

Fatima Negrini aus Mailand hatte sich im April im Alter von 107 Jahren mit dem Coronavirus infiziert - und wurde im Mai negativ getestet. Seit vielen Jahren lebt sie in einem Pflegeheim, wo auch mehrere Bewohner in Zusammenhang mit dem Coronavirus starben. Gott habe sie aber vergessen, zitiert sie die Zeitung "Corriere della Sera". Vor wenigen Tagen feierte Negrini ihren 108. Geburtstag mit einer Schokoladentorte.

6.6.2020, 12:41 Uhr – Corona-App in Frankreich knackt 1-Million-Marke

In Frankreich haben die Menschen die neue Corona-Warn-App bereits mehr als eine Million Mal heruntergeladen. Das teilte die Regierung mit. Die kostenlose App mit dem Namen "Stop Covid" ist seit Dienstag auf dem Markt. Die Regierung hatte zuvor erklärt, damit die App wirksam sei, müsste sie von mehreren Millionen Bürgern genutzt werden. Anders als die geplante App in Deutschland werden die Daten in Frankreich auf einem zentralen Server speichert. Datenschützer haben das bereits kritisiert.

6.6.2020, 9:08 Uhr – Hubig zu Schulöffnungen: Kein Normalzustand möglich

Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Stefanie Hubig (SPD) schließt bei der Wiederöffnung der Schulen eine vollständige Rückkehr zum Normalzustand aus. Man könne keinen Regelbetrieb wie vor Corona haben, sagte die SPD-Politikerin im Deutschlandfunk. Ein Verzicht auf die Abstandsregeln bedeute, dass andere Hygieneregeln gelten müssten. Das wären beispielsweise Unterricht in festen Gruppen, getrennte Pausen, regelmäßiges Lüften und die Möglichkeit, Infektionsketten nachzuverfolgen, erläuterte die rheinland-pfälzische Kultusministerin. Eine Maskenpflicht im Unterricht lehnt sie ab. Die hat der Deutsche Lehrerverband in der Bild-Zeitung erneut gefordert. Die Bundesländer wollen so bald wie möglich wieder zu einem normalen Schulbetrieb zurückkehren.

6.6.2020, 6:37 Uhr – Innenminister wollen sich für mögliche zweite Corona-Welle rüsten

Die Innenminister von Bund und Länder wollen sich für eine mögliche zweite Corona-Infektionswelle im Herbst rüsten. Das hat der Chef der Innenministerkonferenz, Georg Maier (SPD), gesagt. Zum Beispiel soll geschaut werden, ob es genügend Reserven von Schutzkleidung und Medikamenten gibt. Jetzt habe man Zeit, die Vorräte aufzufüllen, so Maier. Die Innenminister treffen sich das nächste Mal in rund zwei Wochen - dann soll es auch um kursierende Verschwörungstheorien über das Corona-Virus gehen.

6.6.2020, 6:30 Uhr – BW: Kirchensteuer bricht ein

Die Kirchen in Baden-Württemberg befürchten wegen der Corona-Krise finanzielle Einbußen in Millionenhöhe. Die Erzdiözese Freiburg geht davon aus, dass die Einnahmen aus Kirchensteuern in diesem Jahr zwischen 23 und 63 Millionen Euro niedriger ausfallen werden. Es wurde deshalb eine vorläufige Haushaltssperre erlassen, teilte ein Sprecher mit. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart will mit externen Experten eine Finanzstrategie erarbeiten. Da Gottesdienste verboten waren, fehlten auch die Einnahmen durch die Kollekte. Das seien bis zu 60 000 Euro pro Sonntag, sagte die Evangelische Landeskirche in Baden.

6.6.2020, 5:25 Uhr – Filmproduktion in Hollywood soll bald wieder anlaufen

In Hollywood könnten bald wieder Filme gedreht werden. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom will die Produktion von Filmen und Fernsehshows ab dem 12. Juni wieder erlauben. Allerdings müssten an den Drehorten Auflagen erfüllt werden. Etwa dürfe eine kritische Schwelle von Covid-19-Fallzahlen in den Bezirken nicht überschritten werden. Außerdem müsse es ausreichende Testkapazitäten geben und die Produktionsteams sollten strikte Hygieneregeln befolgen. In den letzten Monaten wurden in den USA wegen der Corona-Krise Film- und TV-Produktionen gestoppt.

6.6.2020, 3:31 Uhr – Brasilien droht mit WHO-Austritt

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro droht damit, dass sein Land aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) austreten könnte. Er sagte, seine Regierung analysiere gerade den Austritt der USA. Entweder arbeite die WHO ohne ideologisch voreingenommen zu sein, oder Brasilien gehe auch. US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag vergangener Woche den Bruch seines Landes mit der WHO verkündet. Er wirft der Organisation Missmanagement sowie Einseitigkeit zugunsten Chinas vor.

6.6.2020, 3:24 Uhr – WHO ändert Masken-Empfehlungen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihren Standpunkt zum Mund-Nasen-Schutz in der Corona-Krise geändert. Sie empfiehlt nun, ihn in überfüllten öffentlichen Einrichtungen zu tragen. Regierungen sollten dort zum Maskentragen ermutigen, wo die Virusübertragung weit verbreitet sei und wo es schwierig sei, Abstand zu anderen Menschen zu halten. Gleichzeitig warnte die UNO-Sonderorganisation allerdings, Masken könnten das Erkrankungsrisiko sogar erhöhen, wenn Menschen diese mit schmutzigen Händen berührten und so kontaminierten. Bisher war die Haltung der WHO, dass Mundschutz nur für Kranke und Menschen, die Kranke pflegten, sinnvoll sei.

6.6.2020, 2:16 Uhr – Seehofer zu Bundesliga: Zuschauer in neuer Saison?

In der neuen Saison der Fußball-Bundesliga könnte es nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auch wieder Spiele vor Zuschauern geben. Der CSU-Politiker sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, er gehe zunächst von reduzierten Zuschauerzahlen aus. Außerdem müssten die Abstände zwischen den Stadionbesuchern eingehalten werden. Erst sollte jedoch die laufende Saison zu Ende gespielt werden. Seit dem Wiederbeginn der Bundesliga sowie der 2. und der 3. Liga finden sämtliche Spiele vor leeren Rängen statt.

5.6.2020, 20:32 Uhr – RP: Schutzvisiere sind kein Masken-Ersatz

Schutzvisiere gelten in Rheinland-Pfalz nicht als Ersatz für Masken. Das hat das Gesundheitsministerium klargestellt. Außerdem müssten Mitarbeiter im Einzelhandel unter Umständen keine Maske tragen. Das gelte bei fehlendem Kundenkontakt und wenn es stattdessen andere Schutzvorrichtungen wie eine Trennscheibe gebe. 

5.6.2020, 20:24 Uhr – Spanien: Lage laut Behörden unter Kontrolle

Im von der Krise stark gezeichneten Spanien ist die aktuelle Corona-Ausbruchswelle nach Angaben der Behörde für Gesundheitliche Notfälle inzwischen weitgehend unter Kontrolle. Die Zahl der Neuinfektionen sei niedrig, die Zahl der Patienten auf Intensivstationen sinke und es werde weiter massiv auf Sars-CoV-2 getestet, zitierte die Nachrichtenagentur Europa Press den Chef der Behörde, Fernando Simón. Inzwischen stellten eher importierte Infektionsfälle ein Risiko dar, sagte Simón. Deshalb sei es wichtig, die Kontrollen bei der Einreise „so gut wie möglich“ vorzunehmen.

Dies dürfte vor allem ab dem 1. Juli relevant werden, wenn Europas beliebtestes Urlaubsland wieder ausländische Touristen einreisen lassen will. Anfang April, zum Höhepunkt der Pandemiewelle in Spanien, wurden mehr als 900 Tote pro Tag im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 registriert. Mit mehr als 27.000 Covid-19-Toten und rund 240.000 Infektionsfällen ist Spanien bisher eines der am schwersten betroffenen Länder. Das Land hatte deshalb mit einer wochenlangen strengen Ausgangssperre gegengesteuert, die inzwischen langsam gelockert wird.

5.6.2020, 17:36 Uhr – Spanien lockert Einschränkungen in Madrid und Barcelona

Spanien lockert die Corona-Einschränkungen in den besonders stark betroffenen Metropolen Madrid und Barcelona weiter. Ab Montag dürfen Besucher von Restaurants und Bars auch wieder in die Innenräume der Gaststätten, teilte Gesundheitsminister Salvador Illa mit. Außerdem dürften Kinder den gesamten Tag über draußen spielen und müssten sich nicht mehr an bestimmte Zeiten halten.

5.6.2020, 17:12 Uhr – Trump kündigt Wirtschaftsboom an

US-Präsident Donald Trump geht davon aus, dass die Vereinigten Staaten bald einen rasanten Aufschwung erleben werden. Die Wirtschaft gehe schon bald wie eine Rakete los, sagte Trump vor Journalisten. Hintergrund sind die neuen Arbeitsmarktdaten vom Mai. Nach Angaben der Trump-Regierung ist die Zahl der Arbeitslosen von 14,7 Prozent im April auf 13,3 Prozent zurückgegangen. Trump hält die Corona-Pandemie in den USA für weitgehend überstanden. Mit Blick auf die Zahl von mehr als 100.000 Toten sagte der US-Präsident, ohne die Arbeit seiner Regierung wären noch viel mehr Menschen gestorben.

5.6.2020, 16:55 Uhr – Ostfriesische Inseln bleiben Tagestouristen vorerst verschlossen

Während in der neuen Woche weitere Corona-Lockerungen in Niedersachsen in Kraft treten, wollen die Ostfriesischen Inseln am Zugangsverbot für Tagestouristen festhalten. Der Landkreis Wittmund veröffentlichte eine Allgemeinverfügung, wonach auf Langeoog und Spiekeroog bis 22. Juni der Aufenthalt von Touristen für nur einen Tag ohne Übernachtung untersagt bleibt. Die Inseln seien sich da einig, sagte Bürgermeister Jürgen Akkermann auf Borkum. „Das Problem beim Tagestourismus ist, dass Infektionsketten nicht nachvollziehbar sind“, erklärte der Bürgermeister der Stadt Norderney, Frank Ulrichs. Bei gutem Wetter kommen sonst mitunter rund 10.000 Tagestouristen auf die Insel.

5.6.2020, 16:50 Uhr – Schweizer Grenzen ab 15. Juni wieder offen

Die Schweiz öffnet ab Mitte des Monats wieder ihre Grenzen und das auch zu Deutschland und Frankreich. Das teilte die Regierung in Bern mit. Neben Menschen aus EU-Staaten dürfen auch Einwohner von Island, Liechtenstein und Norwegen ohne Weiteres einreisen.

5.6.2020, 15:51 Uhr – Göttingen: 100 Kinder in Quarantäne und Massen-Coronatest

Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen müssen wohl mehrere hundert Schulkinder für zwei Wochen in Quarantäne. Das kündigte die Sozialdezernentin der Stadt an. Bei einer Privatfeier zum muslimischen Zuckerfest hatten sich nach bisherigen Erkenntnissen mindestens 120 Menschen mit dem Virus angesteckt – darunter knapp 40 Schüler. Von der Quarantäne betroffen seien die Klassen dieser Kinder. Alle Schulen und mehrere Kitas sind bereits geschlossen worden. Um mögliche weitere Infizierte zu finden, führt die Stadt derzeit einen Massentest in der Hochhaus-Anlage durch, in der das Virus ausgebrochen war. Die Stadt will zur Not mithilfe der Polizei durchsetzen, dass alle Bewohner zu den Tests erscheinen.

5.6.2020, 14:39 Uhr – Seehofer: Grenzkontrollen in Europa fallen bis Ende des Monats weg

Die Grenzkontrollen innerhalb Europas sollen nach dem Willen fast aller EU-Staaten bis zum Monatsende wieder abgeschafft werden. Das hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nach einer Videokonferenz mit seinen EU-Kollegen angekündigt. Auch die Quarantäne-Regelungen wegen Corona sollen demnach beendet werden. Deutschland will die Grenzkontrollen zu seinen Nachbarländern bereits Mitte des Monats komplett einstellen, wenn die Corona-Ansteckungszahlen das zulassen - Frankreich, Belgien und Dänemark ebenso. Wer nach Dänemark reisen will, muss allerdings eine mindestens sechstägige Ferienbuchung nachweisen.

5.6.2020, 13:08 Uhr – Organspende steigt – trotz Corona

Die Zahl der Organspenden ist in Deutschland nach einer Statistik der Deutschen Stiftung Organtransplantation trotz Corona nicht eingebrochen – anders als in anderen Ländern. Das Interesse am Thema Organspende ist laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gestiegen. Bis Ende April seien fast 2,5 Millionen Organspendeausweise und Flugblätter bestellt worden - das sei eine halbe Million mehr als im Vorjahreszeitraum.

5.6.2020, 12:59 Uhr – Bundesrat beschließt nächstes Hilfspaket

Das nächste Hilfspaket in der Corona-Krise ist beschlossen. Der Bundesrat hat den Regelungen zugestimmt. Unter anderem wird die Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants und Gaststätten gesenkt und die Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld bleiben in diesem Jahr größtenteils steuerfrei. Die Länder plädierten zudem dafür, dass auch selbstständige Künstler stärker unterstützt werden. Sie schlugen einen pauschalen monatlichen Zuschuss für sie vor. Auch Kinos sollte mit Zuschüssen geholfen werden. Die Bundesregierung kann nun entscheiden, ob sie die Vorschläge aufgreift.

5.6.2020, 12:18 Uhr – WHO: Pandemie noch lange nicht überstanden

Die Coronavirus-Pandemie ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO noch lange nicht überstanden. „Es ist nicht vorbei, solange es das Virus noch an irgendeinem Ort der Welt gibt“, sagt WHO-Sprecherin Margaret Harris. In einigen Ländern, in denen Einschränkungen zurückgenommen worden seien, steige die Zahl der Neuinfektionen wieder. Sie rede dabei aber nicht speziell über Europa.

5.6.2020, 11:31 Uhr – Bundesrat: Berufstätige Eltern bekommen länger Geld

Der Bundesrat hat zugestimmt, dass berufstätige Eltern länger Geld vom Staat bekommen, wenn sie wegen Corona-bedingter Kita- und Schulschließungen nicht arbeiten können. Der Lohnersatz kann künftig bis zu 20 Wochen gezahlt werden.

Außerdem hat der Bundesrat ein Gesetz endgültig beschlossen, das es möglich macht, Menschen, die Konversionstherapien für Homosexuelle anbieten, zu bestrafen.

5.6.2020, 10:40 Uhr – Lebensmittel sind teuerer geworden

Frische Lebensmittel in Deutschland sind deutlich teurer geworden – um knapp echt Prozent. Das geht aus Zahlen der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft hervor. Besonders betroffen sind Gemüse und Schweinefleisch: Das kostet im Schnitt fast 15 Prozent mehr als vor einem Jahr, Gemüse knapp acht Prozent mehr.

Auch für Obst, Eier, Geflügel und Milchprodukte mussten die Verbraucher teils deutlich mehr ausgeben als vor einem Jahr. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Gemüse ist wohl wegen der erhöhten Nachfrage während der Corona-Pandemie sowie Problemen mit Erntehelfern teurer geworden. Beim Schweinefleisch gilt vor allem die erhöhte Nachfrage aus China als Preistreiber.

5.6.2020, 10:21 Uhr – Tschechien öffnet Grenzen

Tschechien öffnet nach fast drei Monaten am Mittag wieder seine Grenzen für Menschen aus Deutschland, Österreich und Ungarn. Das hat das Kabinett am Morgen auf einer Sondersitzung beschlossen. Die Öffnung soll ab 12 Uhr gelten. Ein negativer Corona-Test muss nicht mehr vorgelegt werden. Regierungschef Babis sagte, es sei gut, wenn Touristen wieder Geld in Tschechien ausgäben. Das Land hatte wegen der Corona-Pandemie Mitte März einen weitgehenden Einreisestop für Ausländer verhängt.

5.6.2020, 10:11 Uhr – Tuifly will Flotte verkleinern

Der Reisekonzern Tui will den deutschen Ferienflieger Tuifly wegen der Corona-Krise um rund die Hälfte verkleinern. Ein Sprecher hat erklärt, das Management habe gestern den Mitarbeitern die Pläne vorgestellt. Ziel sei es, die Flotte von 39 Jets zu halbieren und mehrere Standorte wie Bremen, Köln und Münster-Osnabrück zu schließen. Wie viele Arbeitsplätze wegfallen, werde nun in Gesprächen zwischen Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretern verhandelt. Bei Tuifly gibt es nach eigenen Angaben bisher rund 2.000 Vollzeitstellen. Wie bei anderen Fluggesellschaften auch ist das Geschäft bei dem Unternehmen wegen der Corona-Krise weitgehend eingebrochen.

5.6.2020, 09:26 Uhr – Spritpreise schwanken immer stärker

Die täglichen Schwankungen der Spritpreise in Deutschland werden immer größer. Das hat nach Angaben der Deutsche Presse-Agentur eine Untersuchung des ADAC ergeben. Im Mai hat Superbenzin der Sorte E10 demnach am Morgen durchschnittlich elf Cent mehr gekostet als am Abend desselben Tages. Bei Diesel sind es rund 10 Cent pro Liter. Vor einem Jahr war die Schwankung laut ADAC mit siebeneinhalb Cent noch deutlich niedriger. Der Verkehrsclub hat die Preise an mehr als 14.000 Tankstellen untersucht.

5.6.2020, 09:12 Uhr – Brasilien Land mit dritthöchster Infizierten-Zahl

Brasilien ist jetzt weltweit das Land mit der dritthöchsten Zahl an Corona-Toten. Gestern waren dort innerhalb eines Tages 1.473 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden. Insgesamt sind laut Gesundheitsministerium mehr als 34.000 Menschen in Brasilien an den Folgen einer Infektion gestorben.

Mehr Tote gibt es offiziell nur in den USA und in Großbritannien. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat die Gefahr des Coronavirus immer wieder als gering bezeichnet und sich gegen Ausgangssperren ausgesprochen.

5.6.2020, 04:35 Uhr – Merkel weist VdK-Kritik zurück

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Kritik zurückgewiesen, das Konjunkturpaket biete neben dem Kinderbonus von 300 Euro zu wenig für Familien. In einem ARD-Interview verwies Merkel am Abend darauf, dass die Steuerlast für Alleinerziehende verringert werde. Auch die Ganztagsbetreuung und das Kita-Programm würden verbessert. Der Sozialverband VdK hatte gestern den Kinderbonus als Strohfeuer kritisiert. Bedürftige Familien müssten mehr unterstützt werden.

5.6.2020, 03:28 Uhr – Corona-App wird skeptisch bewertet

Die geplante Corona-Warn-App wird in der Bevölkerung skeptisch bewertet. 42 Prozent würden die Anwendung auf dem Handy nutzen, 39 lehnen sie ab. Das geht aus dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend hervor. Mit der App soll den Nutzern angezeigt werden, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben.

5.6.2020, 01:47 Uhr – Sachverständigenrat korrigiert Konjunkturprognose

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung will seine Konjunkturprognose für dieses Jahr weiter nach unten korrigieren. Das berichtet die Funke Mediengruppe und beruft sich auf den Chef des Gremiums, Lars Feld. Der Lockdown wegen des Corona-Virus habe die Außenwirtschaft härter getroffen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt werde deshalb voraussichtlich um bis zu sieben Prozent zurückgehen. Im März waren die sogenannten Wirtschaftsweisen noch davon ausgegangen, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr im schlimmsten Fall um 5,4 Prozent schrumpft.

5.6.2020, 00:38 Uhr – Studie zu Corona-Medikament zurückgezogen

Das Medizin-Journal The Lancet hat eine Studie zum Einsatz des Malaria-Mittels Hydroxychloroquin gegen das Coronavirus zurückgezogen. Nach Angaben der Zeitschrift haben mehrere Autoren Zweifel an verwendeten Daten nicht ausräumen können. Die Studie war Ende Mai veröffentlicht worden. Sie hatte ergeben, dass sich das Malaria-Mittel nicht gegen Covid-19 eigne, sondern sogar das Sterberisiko erhöhen könne. Daraufhin hatte die Weltgesundheitsorganisation Tests mit dem Mittel ausgesetzt.

4.6.2020, 23:00 Uhr – Casinos in Las Vegas öffnen wieder

Der Rubel rollt wieder: Nach fast dreimonatiger Schließung wegen der Corona-Krise haben im Spielerparadies Las Vegas die Casinos wieder geöffnet. Berühmte Etablissements wie das Bellagio öffneten am Donnerstag ihre Pforten für Gäste. Mit strikten Hygiene-Maßnahmen soll das Ansteckungsrisiko so weit wie möglich reduziert werden. So wurde die Besucherkapazität auf die Hälfte reduziert, Plexiglasscheiben trennen Spieler von Croupiers, die Jetons werden regelmäßig desinfiziert. Die Mitarbeiter der Casinos müssen Schutzmasken tragen, die Gäste aber nicht. Nachtclubs und großen Shows in den Casinos sind vorerst untersagt.

4.6.2020, 20:16 Uhr – Mehrheit der Deutschen findet Lockerungen richtig

Die Mehrheit der Deutschen findet, dass die Lockerungen der Corona-Regeln alles in allem genau richtig sind. Das hat eine Umfrage von infratest-dimap für den "ARD Deutschlandtrend" gezeigt. 29 Prozent gehen die Lockerungen zu weit. 13 Prozent sagen, dass ihnen die Lockerungen nicht weit genug gehen. Trotzdem würde sich über die Hälfte der Deutschen wünschen, dass die Bundesländer hier einheitlich vorgehen und nicht jedes Land einzeln über die Lockerungen entscheiden darf.

4.6.2020, 17:03 Uhr – EU-Kommission unterstützt Konjunkturpaket

Die EU-Kommission unterstützt das 130 Milliarden Euro schwere Konjunkturpaket der Bundesregierung. Man habe daran nichts auszusetzen, sagte ein Sprecher. Die Kommission stehe hinter Mitgliedsstaaten, die in der Corona-Krise Arbeitsplätze schützten und Wachstum schaffen würden. Besonders, wenn es dabei auch um eine stärkere Digitalisierung und mehr Nachhaltigkeit gehe. Mit dem Konjunkturpaket soll unter anderem die Mehrwertsteuer von Juli bis Ende des Jahres von 19 auf 16 Prozent gesenkt werden. Außerdem wurde vereinbart, dass Familien einen einmaligen Zuschuss von 300 Euro pro Kind bekommen und der Zuschuss für E-Autos verdoppelt wird.

4.6.2020, 15:15 Uhr – Virologe gegen Abschaffung von Maskenpflicht in der Gastronomie

Der Virologe Martin Stürmer lehnt einen Verzicht auf den Mund-Nasen-Schutz in Hotels und Gaststätten ab. Ein Verzicht auf die Maske komme zu früh, sagte er im SWR. Gerade in geschlossenen Räumen sei neben der Abstandsregelung das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes die beste Möglichkeit, sich nicht mit dem Coronavirus zu infizieren. Im Zuge der Lockerungen habe sich herausgestellt, dass die Maske einen zusätzlichen Schutz biete, weil wieder mehr Menschen unterwegs seien. Der rheinland-pfälzische Hotel- und Gaststättenverband hat die Landesregierung gebeten, die Maskenpflicht im Land weitgehend aufzuheben. Gäste und Touristen kämen nicht, weil mit der Maske kein Urlaubsfeeling aufkomme.

4.6.2020, 11:49 Uhr – Bahn will Mehrwertsteuersenkung an Kunden weitergeben

Die Deutsche Bahn stellt ihren Fahrgästen günstigere Tickets in Aussicht. Durch die geplante Mehrwertsteuersenkung prüfe man mit Hochdruck, wie das an die Kunden weitergegeben werden könne, sagt Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla. Nach der Senkung der Mehrwertsteuer für Fernverkehrstickets von 19 auf sieben Prozent vor einem halben Jahr hatte die Bahn das vollständig an die Kunden weitergegeben. Die Bundesregierung hat mit ihrem Corona-Konjunkturpaket unter anderem beschlossen, die Mehrwertsteuersätze in der zweiten Jahreshälfte generell zu senken: den normalen Satz von 19 auf 16 Prozent, den ermäßigten Satz von sieben auf fünf Prozent.

4.6.2020, 06:21 Uhr – Umfrage: Viele Familien machen gute Erfahrungen mit Homeschooling

Die Mehrheit der Familien in Deutschland hat die Zeit der Schulschließungen laut einer Umfrage positiv erlebt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit. Demnach sind mehr als 80 Prozent der befragten Eltern und Jugendlichen mit der Homeschooling-Situation zufrieden oder sogar sehr zufrieden gewesen. Fast die Hälfte der Eltern empfand aber auch oft oder sogar sehr oft Stress. Die Kinder und Jugendlichen stellten ihren Eltern für das Homeschooling ein gutes Zeugnis aus: 91 Prozent sagten, dass sie mit der elterlichen Hilfe sehr zufrieden oder eher zufrieden gewesen seien.

4.6.2020, 05:00 Uhr – Kinokette AMC möglicherweise vor dem Aus

Die Corona-Krise könnte dazu führen, dass eine der größten Kinoketten weltweit, AMC, schließen muss. Das US-Unternehmen hat der Börsenaufsicht mitgeteilt, dass es in finanzielle Schieflage geraten sei. Für das erste Quartal rechnet das Unternehmen demnach mit einem Verlust von 2,4 Milliarden Dollar. In den USA müssen die Kinos ihre Kapazitäten teilweise auf 25 Prozent reduzieren. Hollywood hat Corona-bedingt viele Filmstarts auf den Herbst verschoben. Teil des Konzerns sind auch die UCI-Kinos in Deutschlands.

4.6.2020, 02:03 Uhr – Impfallianz tagt virtuell

Auf Einladung Großbritanniens findet heute eine virtuelle Geberkonferenz für die globale Impfallianz Gavi statt. Der Kampf gegen das Corona-Virus dürfte das beherrschende Thema sein. Die Organisation hofft heute auf Spendenzusagen von mindestens 7,4 Milliarden US-Dollar für die Zeit bis 2025. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte der Impfallianz im Januar 600 Millionen Euro zugesagt.

4.6.2020, 00:54 Uhr – Tourismusverbände begrüßen Aufhebung der Reisewarnung

Tourismusverbände haben den Beschluss der Bundesregierung begrüßt, die Reisewarnung für die meisten europäischen Staaten aufzuheben. Der Deutsche Reiseverband sprach von einem wichtigen Schritt für Touristen und hunderttausende Beschäftigte. Damit gebe es wieder mehr Planungssicherheit für die Branche. Das Bundeskabinett hatte gestern beschlossen, dass die Reisewarnung für 29 europäische Staaten Mitte Juni aufgehoben wird.

4.6.2020, 00:32 Uhr – Österreich öffnet wieder seine Grenzen

Österreich öffnet ab heute wieder seine Grenzen zu fast allen Nachbarstaaten. Die Corona-bedingten Reisebeschränkungen für Deutschland, Liechtenstein, die Schweiz, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn werden aufgehoben. Das kündigte Außenminister Alexander Schallenberg in Wien an. Einzige Ausnahme ist Italien. Dort bleiben die vor drei Monaten erlassenen Beschränkungen zunächst bestehen.

3.6.2020, 22:34 Uhr – Bundesregierung einigt sich auf Konjunkturpaket

Die Bundesregierung will die schwerste Rezession der Nachkriegszeit mit einem 130 Milliarden Euro schweren Konjunkturpaket bekämpfen. 120 Milliarden Euro davon entfielen auf den Bund, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin nach zweitägigen Verhandlungen der großen Koalition. Die Mehrwertsteuer werde befristet auf sechs Monate von 19 auf 16 Prozent gesenkt. Damit solle schnell der Konsum angeregt werden. Familien bekämen einen Zuschuss von 300 Euro pro Kind. Für Zukunftsinvestitionen seien 50 Milliarden Euro vorgesehen, unter anderem zur Förderung von E-Autos und für mehr Ladestationen.

3.6.2020, 20:52 Uhr – WHO nimmt Studie zu Hydroxychloroquin wieder auf

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt klinische Studien zur Wirksamkeit des Medikaments Hydroxychloroquin im Kampf gegen das Coronavirus fort. Bei diesen Tests werden mehrere Medikamente, die eigentlich für andere Krankheiten entwickelt wurden, auf ihre Wirksamkeit gegen das neuartige Coronavirus hin getestet. Darunter auch das aus der Malaria-Therapie bekannte Mittel Hydroxychloroquin. Die Tests waren letzte Woche jedoch wegen der Ergebnisse einer anderen Untersuchung ausgesetzt worden. Sie besagten, dass Hydroxychloroquin nicht nur keinen Nutzen habe, sondern Covid-19-Patienten gefährden könnte. Dutzende Wissenschaftler hatten jedoch die Methodik bei der Untersuchung massiv kritisiert.

3.6.2020, 19:19 Uhr – Göttingen nimmt Lockerungen wieder zurück

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus-Ausbruch in Göttingen nach privaten Feiern einiger Großfamilien ist die Zahl der Infizierten inzwischen auf 105 gestiegen. Das teilte die Stadt bei einer Pressekonferenz mit. Da viele der Kontaktpersonen im Sportverein sind, werden Mannschafts- und Kontaktsport wieder eingeschränkt. Beides war gerade erst gelockert wurden. Außerdem bleiben alle Schulen in Göttingen in dieser Woche geschlossen.

3.6.2020, 15:12 Uhr – Hessen startet große Corona-Kinder-Studie

Hessen will herausfinden, welche Rolle Kinder bei der Verbreitung des Corona-Virus spielen. Dazu sollen in 60 Kindergärten jeweils 25 Kinder und ihre Erzieherinnen wöchentlich auf das Virus getestet werden, sagt Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Die sogenannte Safe-Kids-Studie solle möglichst in der kommenden Woche beginnen und sei auf acht bis zwölf Wochen ausgelegt. Im Moment sei nicht klar, welche Rolle Kinder bei der Übertragung des Virus spielen und wie gefährdet die Kinder und das Personal in den Kindergärten seien.

3.6.2020, 13:42 Uhr – Coronavirus in zweithöchster Risikostufe für Arbeiter

Die EU-Kommission ordnet das neuartige Coronavirus in die zweithöchsten Risikostufe für Arbeiter ein. Nach Beratungen mit der Wissenschaftlern und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird die dritte von insgesamt vier Stufen ausgewählt. Die Entscheidung hat Auswirkungen auf die Schutzmaßnahmen, die Arbeitgeber am Arbeitsplatz ergreifen müssen.

3.6.2020, 11:47 Uhr – Österreich hebt fast alle Grenzkontrollen auf

Österreich hebt ab Donnerstag alle Grenz- und Gesundheitskontrollen zu den Nachbarländern auf – mit Ausnahme zu Italien. Für Deutschland, Liechtenstein, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn werde es dann keine Quarantäne oder Test-Erfordernisse bei der Einreise nach Österreich geben, sagt Außenminister Alexander Schallenberg. Eine Öffnung zu Italien werde es geben, „wenn die Zahlen es zulassen“.

3.6.2020, 8:36 Uhr – Bundesregierung beendet Reisewarnungen am 15. Juni

Die Bundesregierung will Reisen innerhalb Europas wieder möglich machen. Am 15. Juni sollen die weltweit bestehenden Reisewarnungen für die meisten europäische Länder fallen. Das hat Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) angekündigt. Bei Staaten, in denen zu diesem Zeitpunkt noch Einreiseverbote bestehen, könnte es allerdings Verzögerungen geben. Das betrifft nach aktuellem Stand Spanien und Norwegen.

3.6.2020, 8:36 Uhr – Lufthansa macht Verlust von gut zwei Milliarden

Die Lufthansa meldet wegen der Corona-Krise einen Verlust von gut zwei Milliarden Euro im ersten Quartal. Wegen der Reisebeschränkungen standen zuletzt rund 90 Prozent der Maschinen der Fluggesellschaft am Boden. Vorstandschef Carsten Spohr rechnet damit, dass sich die Lage nur langsam ändert. Deshalb soll die Lufthansa mit staatlichen Finanzhilfen von bis zu neun Milliarden Euro unterstützt werden.

3.6.2020, 6:49 Uhr – Die Deutschen sind im Heimurlaubmodus

In Deutschland kaufen seit der Corona-Krise mehr Menschen Freizeitmöbel und Hängematten. Hersteller melden außerdem eine gestiegene Nachfrage nach Pools und Produkten zur Renovierung der Wohnung in diesem Frühjahr. Die Unternehmen fürchten aber, dass der Effekt nicht lange andauert. Wenn sich das Reiseverhalten wieder normalisiere, werde die Nachfrage auch wieder zurückgehen.

3.6.2020, 6:38 Uhr – Italien öffnet Grenzen für EU-Bürger, Briten, Norweger und Schweizer

Italien öffnet heute nach rund drei Monaten mit strengen Corona-Beschränkungen wieder seine Grenzen. Die Reisefreiheit gilt für Menschen aus den anderen 26 EU-Ländern, aus Großbritannien, Norwegen und der Schweiz.

Auch die Italiener dürfen wieder ungehindert reisen. Die Regierung in Rom hatte am 10. März strenge Corona-Beschränkungen erlassen. Diese Regeln wurden in den vergangenen Wochen schrittweise gelockert. Jetzt wirbt Italien verstärkt um deutsche Touristen. Allerdings gilt in Deutschland bis 15. Juni noch eine weltweite Reisewarnung.

3.6.2020, 4:10 Uhr – Brasilien: Neuer Rekordwert an Corona-Infektionen

Brasilien hat einen neuen Rekordwert bei Corona-Infektionen erreicht. Binnen 24 Stunden wurden fast 29.000 neue Fälle registriert, rund 1.260 Menschen starben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigte sich alarmiert: Der Direktor für Infektionskrankheiten im Regionalbüro für Amerika erklärte, das anhaltende Wachstum sei besorgniserregend. Ohne Kontaktbeschränkungen könne die Zunahme in Brasilien wohl kaum eingedämmt werden. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hält allerdings weiterhin nichts von Corona-Beschränkungen. Nach Angaben der Johns-Hopkins Universität sind in Brasilien mehr als eine halbe Million Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Damit befindet sich das Land demnach auf dem zweiten Platz hinter den USA.

3.6.2020, 1:52 Uhr – Kosten für Krankengeld steigen massiv

Wegen zunehmender Krankmeldungen müssen die Arbeitgeber in diesem Jahr rund 1,6 Milliarden Euro zusätzlich für die Lohnfortzahlung bereitstellen. Das berichtet die Rheinische Post und beruft sich auf eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft. Der festgestellte Krankenstand sei von 4,5 Prozent der Versicherten Anfang März auf 6,5 Prozent Anfang April gestiegen. Grund sei die Corona-Krise. Im gesamten Jahr würden deshalb die Kosten für die Entgeltfortzahlung auf knapp 69 Milliarden Euro zusteigen.

3.6.2020, 0:55 Uhr – Medienbericht: Offenbar Betrug bei Corona-Soforthilfen

In mehreren Bundesländern gibt es Tausende Verdachtsfälle auf Betrug im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen. Das berichtet die Bild-Zeitung und beruft sich auf die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen. Demnach sind in den vergangenen neun Wochen insgesamt rund 4.100 Hinweise auf Betrugsfälle bei Corona- Soforthilfen eingegangen. Allein in Niedersachen ermittle die Polizei derzeit in 70 Fällen. Der Schaden belaufe sich auf knapp 450.000 Euro.

2.6.2020, 17:10 Uhr – CDU-Wirtschaftsmann: „Kleine Firmen bekommen Fixkosten-Zuschuss“

Der CDU-Wirtschaftspolitiker Carsten Linnemann sagt, kleinere Unternehmen werden im Rahmen des Konjunkturpakets einen Zuschuss zu den Fixkosten bekommen. Es gehe um eine Erstattung von bis zu 80 Prozent, maximal aber 50.000 Euro pro Monat. Voraussetzung sei, dass Firmen zum Vorjahr einen Umsatzeinbruch von mindestens 60 Prozent nachweisen könnten.

2.6.2020,15:17 Uhr – Keine neuen Covid-19-Fälle in Wuhan

Bei einem Massentest in der chinesischen Stadt Wuhan sind nach Behördenangaben keine neuen Covid-19-Fälle gefunden worden. Von Mitte Mai bis Montag seien 9,9 Millionen Einwohner getestet worden, dabei seien lediglich 300 Menschen identifiziert worden, die zwar infiziert seien, aber keine Symptome aufwiesen. Sie seien nicht ansteckend. Die Stadt mit insgesamt etwa elf Millionen Einwohnern in der Provinz Hubei wurde vom 23. Januar bis zum 8. April abgeriegelt. Hier wurden die meisten der 83.022 in China offiziell gemeldeten Infektionen und 4634 Todesfälle verzeichnet.

2.6.2020, 12:14 Uhr – WHO: Corona-Schwerpunkt hat sich nach Osteuropa verlagert

In Europa hat sich der Schwerpunkt der Coronavirus-Pandemie nach WHO-Angaben in den Osten verlagert. Zurzeit gingen die Infektionszahlen im Westen Europas immer weiter zurück, während sie in Russland und Osteuropa immer noch anstiegen, sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris. In Russland gibt es mittlerweilemehr als 423.000 nachgewiesene Infektionen. Nur in den USA und in Brasilien gibt es mehr.

2.6.2020, 10:44 Uhr – Wird Göttingen ein neuer Corona-Hotspot?

Der Corona-Ausbruch in Göttingen hat Konsequenzen für 13 Schulen in der Stadt. Mehrere Hundert Schüler dort müssen einen Mund-Nasenschutz tragen, wenn sie ihre Klassenräume verlassen – also etwa in der Pause oder wenn sie sich innerhalb des Schulgebäudes bewegen. Sollte ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet werden, müssten alle Mitschüler und deren Lehrer in Quarantäne.

Nach mehreren privaten Familienfeiern wurden in Göttingen bisher fast 70 Menschen positiv auf den Krankheitserreger getestet – unter ihnen mehr als 50 Kinder und Jugendliche. Bisher ist es den Behörden aber noch nicht gelungen, alle Menschen ausfindig zu machen, die mit den Infizierten Kontakt hatten.

2.6.2020, 10:16 Uhr – Kassen wehren sich gegen Massentests

Die geplanten Corona-Massentests könnten bis zum Jahresende rund 7,6 Milliarden Euro kosten – das schätzt der Verband der gesetzlichen Krankenkassen GKV. Die Kassen wollen diese Kosten nicht übernehmen und verlangen, dass der Staat das komplett finanziert. Sollte das nicht passieren, drohen sie mit Beitragssteigerungen für die Versicherten von 0,8 Prozentpunkten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will systematische Corona-Tests in Schulen, Kitas, Pflegeheimen und Krankenhäusern durchsetzen. Das wären geschätzt viereinhalb Millionen Tests pro Woche.

2.6.2020, 8:25 Uhr – Ifo: So viel Kurzarbeit wie nie

Nach Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts waren im Mai 7,3 Millionen Beschäftigte wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit – so viele wie noch nie nach Aussage der Arbeitsmarktexperten. Ursprünglich hatten Unternehmen sogar für mehr als zehn Millionen Beschäftigte Kurzarbeit beantragt. Zum Vergleich: Während der Finanzkrise 2008/2009 lag die Zahl der Kurzarbeiter bei maximal 1,5 Millionen.

2.6.2020, 7:56 Uhr – Viele Studenten haben Job verloren

Rund 40 Prozent der Studierenden in Deutschland haben wegen der Corona-Krise Jobs verloren, mit denen sie ihr Studium finanzieren. Das meldet die Funke Mediengruppe und beruft sich auf die repräsentative Umfrage eines Personaldienstleisters. 22 Prozent der Befragten mussten sich demnach Geld von Verwandten oder Freunden leihen, um Miete und Rechnungen bezahlen zu können.

2.6.2020, 6:43 Uhr – Corona-App geht in Frankreich an den Start

Heute geht die französische Corona-App an den Start. Anders als in Deutschland hat sich Frankreich bei seiner App für die zentrale Variante entschieden. Das heißt: Die Daten werden sowohl auf dem Smartphone, als auch auf einem nationalen Server gespeichert.

Die Tracing App startet gleichzeitig mit Lockerungen in Frankreich: Restaurants und Cafés dürfen wieder öffnen, ebenso Theater und Strände – allerdings gelten überall Einschränkungen. Auch Reisebeschränkungen innerhalb Frankreichs werden gelockert.

2.6.2020, 1:53 Uhr – Krankenkassen drohen finanzielle Probleme

Die Bundesregierung rechnet wegen der Corona-Krise mit einem Defizit bei der gesetzlichen Krankenversicherung GKV. Insgesamt würden vier bis fünf Milliarden Euro weniger eingenommen als gedacht, heißt es in einer Antwort auf eine Anfrage der Linken von der die "Rheinische Post" berichtet. Gründe seien auch Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit. Gleichzeitig seien die Ausgaben aus dem Gesundheitsfonds der GKV um rund fünf Milliarden Euro erhöht worden. Damit drohe die Reserve von derzeit gut zehn Millionen Euro bis Jahresende aufgebraucht zu werden. Der Bund müsse jetzt zuschießen, fordert Linken-Gesundheitspolitiker Achim Kessler. Sonst würden in den kommenden Monaten etliche Krankenkassen in Zahlungsnot geraten.

1.6.2020, 16:03 Uhr – Lufthansa-Aufsichtsrat akzeptiert Auflagen der EU-Kommission

Der Lufthansa-Aufsichtsrat hat die Auflagen der EU-Kommission für das staatliche Rettungspaket akzeptiert. Das teilte die Fluggesellschaft mit. Sie soll in Frankfurt und München Landerechte abgeben. Jetzt fehlt noch die Zustimmung der Hauptversammlung.

1.6.2020, 11:42 Uhr – Steinmeier lobt Kinder und Eltern

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Kindern und ihren Eltern für ihr Verhalten während der Corona-Krise gedankt. Kinder hätten auf vieles verzichten müssen, sagte Steinmeier im Kinderkanal KIKA. Anlass ist der internationale Kindertag. Auch für Eltern sei es momentan nicht einfach, sie müssten vieles erklären. Neben ihrer Arbeit, ob im Betrieb oder im Homeoffice, hätten sie außerdem unter anderem auch Hausarbeiten betreut. Davor habe er viel Respekt, so Steinmeier.

1.6.2020, 9:58 Uhr – BW: Ab heute sind Kinos und Theater wieder auf

In Baden-Württemberg kann man ab heute wieder ins Kino, Theater oder auf Konzerte gehen. Allerdings sind bei den Veranstaltungen nur weniger als 100 Besucher erlaubt – außerdem müssen Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. In Rheinland- Pfalz haben Kultureinrichtungen seit Mittwoch wieder unter Auflagen geöffnet.

1.6.2020, 9:46 Uhr – Jeder Zweite in Deutschland würde sich impfen lassen

Jeder zweite Bürger in Deutschland würde sich einer Umfrage zu Folge gegen das Coronavirus impfen lassen, wenn es einen Impfstoff gäbe. Das geht aus einer repräsentativen Online-Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor. Jeder Fünfte Teilnehmer der Studie lehnt eine Impfung ab. Erste zugelassene Impfstoffe gibt es laut Experten frühestens im kommendem Jahr.

1.6.2020, 9:15 Uhr – Türkei, UK und Russland lockern Beschränkungen

In der Türkei dürfen Restaurants, Cafés und Parks ab heute wieder öffnen. Das gilt ebenfalls für Fitness-Studios, Schwimmbäder, Museen, Büchereien und Strände. Die Regierung hat erklärt, die Corona-Pandemie sei unter Kontrolle.

Auch Russland lockert heute trotz steigender Infektionszahlen einige Corona-Beschränkungen. Nach mehr als zwei Monaten strenger Ausgangssperren dürfen die Menschen in Moskau an einzelnen Tagen wieder spazieren gehen. Allerdings muss nun auch im Freien ein Mund- und Nasenschutz getragen werden.

Auch in Großbritannien gibt es immer noch viele Neuinfektionen. Trotzdem dürfen sich dort ab heute bis zu sechs Personen im Freien treffen, einige Schulen haben wieder geöffnet.

1.6.2020, 9:03 Uhr – DIHK legt Fünf-Punkte-Plan für Aufschwung vor

Vor den Beratungen der Koalition über ein Konjunkturpaket hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag einen Fünf-Punkte-Plan für den Aufschwung vorgelegt. Darin werden unter anderem weitere Hilfen in der Corona-Krise für besonders belastete Firmen sowie sinkende Stromkosten gefordert. Außerdem solle der Wirtschaftsstandort Deutschland gestärkt werden. Die Spitzen der Koalition wollen morgen über ein Konjunkturpaket entscheiden.

1.6.2020, 4:28 Uhr – EU-Hilfspaket tritt heute in Kraft

Das bisher größte finanzielle EU-Hilfspaket in Höhe von 540 Milliarden Euro tritt heute in Kraft. Es war im April wegen der Corona-Pandemie beschlossen worden. Kleine und mittlere Unternehmen in der EU können ab sofort günstige Kredite erhalten. Dafür stehen insgesamt 200 Milliarden Euro zur Verfügung. Zudem sollen insbesondere hochverschuldete Staaten wie Italien, Spanien und Griechenland mit Geld aus dem Hilfspaket im Kampf gegen das Corona-Virus unterstützt werden.

1.6.2020, 3:12 Uhr – USA liefern umstrittenes Anti-Malaria-Mittel

Die USA beliefern Brasilien mit dem umstrittenen Anti-Malaria-Mittel Hydroxy-Chloroquin. In einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Länder heißt es, Mitarbeiter des Gesundheitssystems sollten das Medikament vorbeugende einnehmen. Außerdem sei es für die Behandlung von Infizierten gedacht. Medizinier warnen vor Nebenwirkungen des Medikaments bei der Behandlung von Corona-Infizierten. Zuletzt hatte die Weltgesundheitsorganisation klinische Studien aus Sicherheitsgründen gestoppt.

1.6.2020, 2:18 Uhr – Göring-Eckardt will wissenschaftliches Gremium für Corona-Krise

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt fordert die Gründung eines wissenschaftlichen Gremiums, um die Bundesregierung in der Corona-Krise zu beraten. In dem Rat sollten Experten aus verschiedenen Bereichen sitzen und über den Sommer ein Gutachten mit Empfehlungen erarbeiten, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das Gutachten müsse danach im Bundestag diskutiert werden.

1.6.2020, 0:34 Uhr – Deutschland holt Polizisten aus Afghanistan zurück

Nach einem Corona-Ausbruch unter deutschen Ausbildern in Afghanistan hat das Bundesinnenministerium neun Polizisten nach Deutschland zurückgeholt. Mindestens zwei der Beamten waren positiv auf das Virus getestet worden. Die anderen hatten eng mit ihnen zusammengearbeitet. Die Polizisten gehören zu einer Einheit, die in Kabul und Masar-e-Sharif einheimische Polizisten ausbildet. Mit an Bord einer der beiden Maschinen war auch ein infizierter Bundeswehrsoldat.

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