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Viel Spott und Häme hat die Polizei Oppenau nach der Entwaffnung von vier Beamten und der mehrtägigen Suche nach Yves R. erfahren. Nun haben Google-Nutzer auch noch den Eintrag der Oppenauer Polizeidienststelle geändert.

Besonders in Netzwerken wie Facebook haben viele Nutzer und Nutzerinnen die Polizei verspottet, nachdem Yves R. im Schwarzwald nahe Oppenau Mitte Juli vier Polizisten entwaffnet hatte. Die tagelange Suche nach ihm hat bundesweit für Aufsehen gesorgt. Vielen schien offenbar nicht erklärlich, wie eine einzelne Person vier bewaffnete Personen dazu bringen konnte, ihre Dienstwaffen abzulegen.

Google-Nutzer treiben die Häme nun noch weiter: Sie haben den Eintrag der Polizeidienststelle Oppenau in der Suchmaschine geändert. Wer seit einigen Tagen nach der Polizei Oppenau googelt, findet den Eintrag „Polizeipfosten Oppenau“.

Google-Nutzer haben den Eintrag der Polizeidienststelle Oppenau geändert. (Foto: SWR3, Screenshot: Google)
Google-Nutzer haben den Eintrag der Polizeidienststelle Oppenau geändert. Screenshot: Google

Wie ist das möglich?

Jede und jeder kann bei Einträgen zu Unternehmen und auch Polizeidienststellen bei Google Änderungen des Eintrags vorschlagen. Tun das genügend Leute, geschieht die Umbenennung durch einen Algorithmus. „Wir haben darauf keinen Einfluss“, sagte Yannik Hilger von der Pressestelle der Offenburger Polizei, zu der die Dienststelle Oppenau gehört, den Badischen Neuesten Nachrichten. „Da entscheidet das Quantitätsprinzip.“

Da der Eintrag für die Polizeibeamten und -Beamtinnen sehr unbefriedigend sei – wie auch beleidigende Kommentare bei Facebook und Co – bemüht sich das Polizeipräsidium mit Hilfe von Kollegen aus dem Bereich Technik, Logistik und Service um eine Änderung.

Yves R. weiterhin in U-Haft

Der 31-Jährige Yves R. sitzt derweil in Untersuchungshaft. Ihm wird unter anderem schwere räuberische Erpressung vorgeworfen. Da er bei seiner Festnahme einen Polizisten mit einer Axt verletzt haben soll, wird zudem wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Dass Yves R. die Polizisten entwaffnen könnte, ist womöglich einfach erklärt: „Er war zu Beginn sehr kooperativ, was bedeutet, dass es für die Kollegen völlig unvorhersehbar war, dass er plötzlich eine Waffe zieht und alle vier in einen Lauf schauen mit gespanntem Bügel“, sagte Polizeisprecher Yannik Hilger dem SWR. Nach den Worten von Polizeipräsident Reinhard Renter haben die Beamten „alles richtig gemacht“. „Das höchste Gut ist unser Leben.“

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