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Das Coronavirus hat die Welt weiterhin im Griff. Nach Wochen strenger Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wagt Deutschland sich an Lockerungen und eine langsame Rückkehr zu einem Alltag.

4.8.2020, 12:58 Uhr – Nothilfe für Artenschutz in Corona-Zeiten

Um den Artenschutz auch während der Corona-Pandemie aufrecht zu erhalten, wollen Weltnaturschutzunion (IUCN), EU-Kommission und die Organisation afrikanischer, karibischer und pazifischer Staaten (OACPS) zusätzliche finanzielle Mittel bereitstellen. Die Nothilfe von sechs Millionen Euro soll Dorfgemeinschaften und Wildhütern zugutekommen, die ihre Schutzaufgaben wegen der Corona-Krise nicht mehr wahrnehmen können.

Mit dem Geld sollen unter anderem alternative Einnahmemöglichkeiten für die Menschen entwickelt werden, die sonst vom Tourismus etwa in Naturparks leben. Die EU-Kommissarin für Internationale Partnerschaften, Jutta Urpilainen, sagte, die Pandemie habe gezeigt, wie wichtig der Schutz von Wildtieren sei, um die Übertragung von Krankheiten auf Menschen zu verhindern.

4.8.2020, 11:43 Uhr – Eine halbe Million weniger offene Stellen

Die Zahl der offenen Stellen in Deutschland ist im zweiten Quartal um eine halbe Million gesunken. Wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mitteilte, sank sie um 36 Prozent auf 893.000. Weil zugleich die Arbeitslosigkeit zunahm, kam auf drei Arbeitslose nur noch eine offene Stelle. Die Corona-Pandemie verstärkte den Rückgang, der schon in der Konjunkturflaute vorher eingesetzt hatte. Im Vergleich zum ersten Quartal 2020 ging die Zahl der offenen Stellen im zweiten Quartal um 191.000 zurück.

4.8.2020, 11:19 Uhr – Proteste der Aborigines: Uluru wieder gesperrt

Der Besuch von Australiens bekanntestem Berg, dem Uluru, ist erneut verboten worden. Vorausgegangen waren Proteste der Aborigines-Ureinwohner. Sie hatten den Zugang zum Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark blockiert, nachdem ein Flugzeug mit Touristen aus der Stadt Brisbane – einem Covid-19-Hotspot – auf dem örtlichen Flughafen gelandet war. Bereits von März bis Juni war der Park wegen der Corona-Pandemie geschlossen worden. Erst im Juli hatte er wieder für inländische Besucher geöffnet. Im vergangenen Oktober hatten die Anangu-Ureinwohner bereits durchgesetzt, dass auf dem 348 Meter hohen Felsen mitten in der australischen Wüste, der früher unter dem Namen „Ayers Rock“ bekannt war, nicht mehr herumgeklettert werden darf.

4.8.2020, 10:49 Uhr – Zuwachs für Onlinehandel mit Möbeln

Die Corona-Krise hat dem Onlinehandel mit Möbeln einen kräftigen Wachstumsschub beschert. Allein in den Monaten März und April lag das Wachstum im Internethandel bei rund 25 Prozent, teilte das Kölner Wirtschaftsforschungsinstitut EHI mit. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2019 legte der E-Commerce mit Möbeln „nur“ um gut elf Prozent auf 4,7 Milliarden Euro zu. Der stationäre Möbelhandel musste dagegen im März und April coronabedingt Umsatzeinbußen von 30 bis 40 Prozent hinnehmen.

4.8.2020, 10:36 Uhr – Weitere Corona-Infizierte in Mamminger Konservenfabrik

Bei einem zweiten Reihentest bei einer Konservenfabrik in Mamming (Landkreis Dingolfing-Landau) sind 166 Corona-Infizierte festgestellt worden. Der gesamte Betrieb mit rund 600 Beschäftigten ist vorübergehend stillgelegt, alle Saisonarbeitskräfte und auch fest angestellten Mitarbeiter sind in Quarantäne, berichtet der BR. Landrat Werner Bumeder sagte: „Es war zwar zu erwarten, aber trotzdem sind es bittere Nachrichten.“

4.8.2020, 8:48 Uhr – Baerbock kritisiert Bildungspolitik in Corona-Zeiten

Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat von der Bundesregierung eine stärkere Koordinierung der Bildungspolitik in Corona-Zeiten gefordert. Die Regierung hätte längst einen Bildungsgipfel zwischen Bund und Ländern organisieren müssen, um die wichtigsten Fragen zu Kita- und Schulbesuch auch in der Pandemie zu klären, sagte sie im SWR. „Kinder haben ein Recht auf Bildung, verankert im Grundgesetz und den Menschenrechten.“

4.8.2020, 7:48 Uhr – CDU-Innenpolitiker Schuster: Härtere Auflagen für Demos

Der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster hat sich für eine Nachjustierung des Versammlungsgesetzes ausgesprochen. „In jedem Fall müssen wir darüber reden“, sagt er im ARD-Morgenmagazin. Es gebe eine pandemische Gefahr nach einer solchen Versammlung. Man müsse eine Güterabwägung machen. „Wir haben auf der einen Seite die Meinungsfreiheit, das ganz hohe Schutzgut Versammlungsfreiheit, und auf der anderen Seite sterben in diesem Land Menschen an dieser Pandemie, ihre Gesundheit ist schwer beeinträchtigt, wir verlieren Existenzen“, so Schuster.

„Der Staat muss irgendwann Autorität zeigen“, sagte er. „Die Freiheit zu demonstrieren behalten alle.“ Es könne allerdings die Teilnehmerzahl eingeschränkt werden, wobei dann alle Infektions-Schutzmaßnahmen eingehalten würden, sagte Schuster. Hintergrund sind die Proteste vom Wochenende, als in Berlin Menschen aus ganz Deutschland gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestierten – oft unter Missachtung des Abstandsgebots und der Maskenpflicht.

4.8.2020, 7:42 Uhr – Fraport: 182 Millionen Euro Verlust

Der Einbruch des Flugverkehrs hat den Flughafenbetreiber Fraport im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen gerissen. Unter dem Strich stand ein Verlust von rund 182 Millionen Euro nach 127 Millionen Euro Gewinn ein Jahr zuvor. Vorstandschef Stefan Schulte rechnet für das laufende Jahr mit Verkehrsrückgängen im hohen zweistelligen Prozentbereich. Auch im Gesamtjahr dürfte unter dem Strich ein deutlicher Verlust stehen. Fraport will deshalb wie angekündigt 3.000 bis 4.000 Jobs in Frankfurt abbauen.

4.8.2020, 6:52 Uhr – UN: „Katastrophe für eine ganze Generation“

Die Vereinten Nationen warnen wegen der Schulschließungen vor einer „Katastrophe für eine ganze Generation“. Dass die Schülerinnen und Schüler sicher zurück in den Unterricht gehen könnten, müsse oberste Priorität haben, sagte UN-Generalsekretär Antonio Guterres. Mitte Juli seien in rund 160 Ländern die Schulen geschlossen gewesen. Davon sei mehr als eine Milliarde Schüler betroffen, mindestens 40 Millionen Kinder hätten die Vorschule versäumt. „Jetzt stehen wir vor einer Katastrophe für eine ganze Generation, durch die unermessliches menschliches Potenzial verschwendet, jahrzehntelanger Fortschritt untergraben und tief verwurzelte Ungleichheiten verschärft werden könnten“, so Guterres.

4.8.2020, 6:39 Uhr – China feiert wieder „Oktoberfest“

In der ostchinesischen Stadt Qingdao hat trotz Corona das größte Bierfest des Landes planmäßig begonnen. Bis zum 23. August wollen die Organisatoren wie in jedem Jahr Hunderttausende Besucher auf das Gelände in der ostchinesischen Provinz Shandong locken. Die Veranstalter bezeichnen das Bierfest von Qingdao als „Chinas Oktoberfest“. Auf dem Bierfest in Qingdao sollen besondere Regeln gelten. Besucher müssen beim Betreten des Geländes Masken tragen, auch wird die Temperatur gemessen und eine Registrierung verlangt. Angestellte müssen wöchentlich einen Corona-Test machen. 

4.8.2020, 4:51 Uhr – Warn-App in fünf weiteren Sprachen

Die deutsche Corona-Warn-App soll in Kürze in weiteren fünf Sprachen zur Verfügung stehen. „Die Versionen Arabisch, Polnisch, Bulgarisch, Rumänisch und Russisch sind derzeit in der Entwicklung“, sagte Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) der "Rheinischen Post". Bisher gibt es die am 16. Juni in Deutschland gestartete App in Deutsch, Englisch und Türkisch. Die App soll helfen, die weitere Verbreitung des Virus zu unterbinden. Deutschland habe mit bisher mehr als 16,4 Millionen Nutzern mehr Downloads als ganz Europa mit seinen verschiedenen Apps zusammen, sagte Bär.

4.8.2020, 4:51 Uhr – Australien: Bis zu 3.000 Euro Geldstrafe für Verstoß gegen Quarantänepflicht

Der australische Bundesstaat Victoria geht hart gegen Verstöße gegen Corona-Auflagen vor. Wer mit dem Virus infiziert und nicht zu Hause in Quarantäne anzutreffen sei, könne mit bis zu 3.000 Euro Bußgeld belangt werden, kündigt der Premierminister von Victoria, Daniel Andrews, an. Die sofort fällige Geldstrafe sei notwendig, da fast ein Drittel der Personen, die sich in Selbstisolation begeben mussten, bei Kontrollbesuchen nicht anzutreffen waren. Victoria meldet 439 neue Coronavirus-Fälle in den vergangenen 24 Stunden.

3.8.2020, 21:23 Uhr – Mexiko kündigt Unterricht per TV an

Schüler in Mexiko sollen im kommenden Schuljahr per Fernsehen und Radio unterrichtet werden. Eine entsprechende Vereinbarung der Regierung mit vier privaten Sendergruppen wurde in der täglichen Pressekonferenz von Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador in Mexiko-Stadt unterschrieben. Für die rund 30 Millionen Schüler des Landes sei es wegen der Coronavirus-Pandemie nicht sicher, zu Beginn des neuen Schuljahres ab dem 24. August in die Klassenzimmer zurückzukehren, sagte Bildungsminister Esteban Moctezuma. Das nordamerikanische Land hat weltweit die drittmeisten Todesfälle nach einer Covid-19-Erkrankung registriert.

3.8.2020, 20:54 Uhr – London befürchtet Engpässe bei Medizinprodukten durch Brexit

Die Regierung in London hat Lieferanten von Medizinprodukten im Land wegen des bevorstehenden Auslaufens der Brexit-Übergangsphase dazu aufgerufen, Vorräte anzulegen. Ziel sei es, auf britischem Boden Medikamente und andere Medizinprodukte für sechs Wochen vorzuhalten, hieß es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums. Das sei umso wichtiger, weil durch die Coronavirus-Pandemie die Versorgung mit vielen Gütern bereits jetzt schon schwierig sei.

3.8.2020, 20:24 Uhr – Anstieg der Corona-Fälle: Grillverbot und Kontrollen in Offenbach

Nach einem starken Anstieg der Corona-Fälle in Offenbach hat die Stadt mit stärkeren Einschränkungen reagiert. Auf der Sitzung des Krisenstabes sei ein Grill- und Picknickverbot auf öffentlichen Flächen beschlossen worden, teilte die Stadt mit. Gemeinsamer Sport ist nur kontaktlos für maximal zehn Menschen oder Mitglieder eines gemeinsamen Haushaltes und mit anderthalb Metern Abstand erlaubt. Es solle mehr Kontrollen geben, um „Maskenverweigerer“ zu erreichen, sagte Gesundheitsdezernentin Sabine Groß nach der Sitzung des Krisenstabes.

3.8.2020, 19:13 Uhr – Betrugs-Versuch mit Corona-Hilfen aufgedeckt

In Schleswig-Holstein haben Ermittler einen mutmaßlichen Betrug mit staatlichen Corona-Hilfen in Millionenhöhe aufgedeckt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Lübeck richtet sich der Tatverdacht gegen einen 36-jährigen Unternehmensberater aus dem Kreis Pinneberg. Der Mann soll unrechtmäßig Sozialversicherungsdaten erworben und damit in mindestens 50 Fällen Kurzarbeitergeld und Corona-Soforthilfen beantragt haben. Insgesamt belaufe sich die Betrugssumme auf rund 15 Millionen Euro, davon seien 7,4 Millionen bereits ausgezahlt worden. Der Mann befinde sich derzeit in Untersuchungshaft.

3.8.2020, 19:00 Uhr – Urlaubsorte verschärfen Maskenpflicht

Bei Touristen beliebte Orte in Europa weiten die Maskenpflicht auch auf öffentliche Straßen und Plätze aus. Im französischen Nizza muss in Strandnähe bis auf weiteres zwischen zehn Uhr vormittags und ein Uhr nachts ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Bei Verstößen droht nach Angaben der Behörden ein Bußgeld. Wegen eines starken Wiederanstiegs der Corona-Infektionen haben zahlreiche französische Städte solche Verschärfungen erlassen. Frankreich Premierminister Jean Castex rief die Bevölkerung zu anhaltender Wachsamkeit in der Corona-Pandemie auf.

In Deutschland hat die Insel Helgoland ebenfalls entsprechende Maßnahmen getroffen. Dort gilt ab Mittwoch eine Maskenpflicht in mehreren öffentlich zugänglichen Bereichen zwischen elf Uhr am Vormittag und halb fünf am Nachmittag - unter anderem auf den Wegen von den Schiffen bis zur Hafenstraße. Auch Gaststätten seien betroffen, so die zuständige Kreisverwaltung Pinneberg. Der Bürgermeister von Helgoland, Jörg Singer, sprach von einer Vorsichtsmaßnahme, um die Wirtschaft der Insel zu schützen. Die Maskenpflicht gelte zunächst bis zum 17. August.

3.8.2020, 16:58 – Ausnahmen bei Testpflicht für Luxemburg-Pendler

Wer aus Luxemburg nach Rheinland-Pfalz einreist, muss sich nicht in jedem Fall auf Corona testen lassen. Die Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten gelte nicht für den so genannten kleinen Grenzverkehr. Das hat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) gesagt. Ausnahmen wird es vor allem für Berufspendler aus Luxemburg geben, die täglich über die Grenze müssen.

3.8.2020, 15:52 – Testpflicht soll mit Stichproben kontrolliert werden

Mit Stichproben will die Bundesregierung kontrollieren, ob die geplante Corona-Testpflicht für Reisende aus Risikoländern eingehalten wird. Flächendeckende und lückenlose Kontrollen halte man nicht für praktikabel, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht davon aus, dass die Pflicht noch in dieser Woche eingeführt werde. Seit heute können sich Reise-Rückkehrer an mehreren Flughäfen freiwillig auf das Corona-Virus testen lassen.

3.8.2020, 15:45 – Urteil zu Flugreisen mit Kindern: Beide Elternteile müssen einverstanden sein

Wenn getrenntlebende Eltern mit den Kindern zurzeit eine Flugreise machen wollen, muss der andere Elternteil zustimmen. Das hat das Oberlandesgericht Braunschweig entschieden. Mit der Begründung: Eine Flugreise sei in der Corona-Zeit keine Angelegenheit des täglichen Lebens. Geklagt hatte ein Vater, dessen Frau mit den beiden Kindern nach Mallorca fliegen wollte. Der Vater war damit nicht einverstanden.

3.8.2020, 14:14 – Panne: Testzentrum am Flughafen Stuttgart weist Rückkehrer ab

Seit heute können sich Reise-Rückkehrer am Stuttgarter Flughafen auf das Corona-Virus testen lassen. Doch gleich am ersten Tag gab es eine Panne. Weil nicht klar war, wer genau getestet werden soll, wurden nur Urlauber aus Risikogebieten zugelassen. Rückkehrer aus Mallorca sind abgewiesen worden. Das baden-württembergische Sozialministerium hat deshalb klargestellt, dass sich alle Urlauber am Flughafen testen lassen können.

3.8.2020, 13:57 – Scheuer fordert Bahn zur Durchsetzung der Maskenpflicht auf

Das Bundesverkehrsministerium hat die Bahn aufgefordert, auf die Einhaltung der Maskenpflicht zu achten. Das steht in einem Schreiben von Minister Andreas Scheuer (CSU) an das Unternehmen. Reisende, die keine Maske tragen, können demnach aufgefordert werden, den Zug zu verlassen. Das sei rechtlich möglich, heißt es in dem Schreiben, und könne mit Hilfe der Bundespolizei durchgesetzt werden.

3.8.2020, 13:49 – Mehr Sperrmüll in Baden-Württemberg

In der Corona-Krise haben die Menschen in Baden-Württemberg deutlich mehr Sperrmüll gesammelt. Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) hat gesagt, die Menschen hätten offenbar die Zeit genutzt, um ihren Keller ordentlich auszuräumen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sei deshalb bis zu 15 Prozent mehr Sperrmüll eingesammelt worden.

3.8.2020, 13:16 – Nordrhein-Westfalen: Maskenpflicht auch im Unterricht

In Nordrhein-Westfalen müssen Schüler nach den Ferien auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Das gelte für alle weiterführenden und berufsbildenden Schulen bis zum 31. August, teilte die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) mit. An Grundschulen soll die Maskenpflicht nicht gelten, wenn die Schüler an festen Plätzen sitzen. Auch andere Bundesländer, wie Baden-Württemberg, Bayern, und Hamburg wollen, dass Schüler in den Schulen eine Maske tragen. Allerdings nicht im Unterricht.

3.8.2020, 12:01 – Lockdown in Melbourne: Geschäfte, Pubs und Hotels müssen schließen

Der australische Bundesstaat Victoria verschärft wegen steigender Infektionszahlen seine Maßnahmen gegen das Coronavirus. Seit Sonntag gilt bereits für die fast fünf Millionen Einwohner Melbournes eine Ausgangssperre von 20 bis 5 Uhr. Einkäufe sind nur einmal am Tag im Umkreis von fünf Kilometern erlaubt. Ab Mittwoch sollen zudem die meisten Geschäfte, Pubs und Hotels schließen. Bürger sollen möglichst im Home-Office arbeiten, sagte der Premierminister von Victoria, Daniel Andrews. Die Maßnahmen sollen demnach für mindestens sechs Woche gelten.

Der Bundesstaat Victoria ist die am schlimmsten vom Coronavirus betroffene Region Australiens. 6,4 Millionen Menschen leben dort. Am Montag stieg die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen um 429. Derzeit gibt es nach Angaben der Gesundheitsbehörden etwa 6.500 aktive Fälle. 136 Menschen sind bisher im Zusammenhang mit dem Virus gestorben

3.8.2020, 11:51 – Bundeselternrat rechnet mir erneuten Schulschließungen

Der Bundeselternrat sieht die Schulen in Deutschland nicht optimal für den normalen Betrieb vorbereitet. Bei aller Freude der Eltern über den kommenden Schulstart habe man auch großes Bauchweh, sagte der Vorsitzende Stephan Wassmuth. Nach Ansicht des Elternrats hätten Lehrpläne entschlackt und mehr Ausweichräume gesucht werden müssen. In vielen Klassenzimmern ließen sich außerdem Fenster aus Sicherheitsgründen nur einen Spalt breit öffnen. Damit könne die Vorgabe, regelmäßig zu lüften, nicht erfüllt werden. Wassmuth rechnet bei steigenden Infektionszahlen wieder mit regionalen Schulschließungen. Um das zu vermeiden, fordert der Bundeselternrat eine Mischung aus Präsenz- und Fernunterricht.

3.8.2020, 11:37 – Gute Abi-Noten in Baden-Württemberg trotz Corona-Krise

Trotz erschwerter Bedingungen durch die Corona-Krise hat sich der Notendurchschnitt von vielen Abiturienten in diesem Jahr verbessert. In Baden-Württemberg liegt er laut einer Stichprobe des Instituts für Bildungsanalysen bei 2,31. Im Jahr davor waren es 2,36. Auch in Hessen, Bayern und im Saarland hatten Schüler im Durchschnitt einen besseren Abi-Schnitt als im Jahr davor.

3.8.2020, 8:41 – Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten soll diese Woche kommen

Die Corona-Tests für Menschen, die aus Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren, sollen noch in dieser Woche verpflichtend werden. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im ARD-Morgenmagazin angekündigt. Man habe erst die Test-Kapazitäten aufbauen müssen, deshalb komme die Pflicht erst jetzt. Spahn appellierte an die Menschen, auch im Urlaub die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Das Virus mache keinen Urlaub, so der Minister. Seit heute können sich Reise-Rückkehrer unter anderem am Stuttgarter Flughafen freiwillig auf das Corona-Virus testen lassen.

3.8.2020, 7:31 – Scholz will Mehrwertsteuersenkung nicht verlängern

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat sich gegen eine Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung ausgesprochen. Man wolle jetzt durch Kaufanreize den positiven Konjunktur-Effekt für die Wirtschaft erzielen, sagte Scholz im SWR. Wenn die Befristung der Mehrwertsteuersenkung wegfiele, würde auch der Effekt wegfallen. Es müsse klar sein, wann Schluss sei, so Scholz. Der Groß- und Außenhandelsverband hatte zuvor in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gefordert, die Mehrwertsteuer für ein ganzes statt ein halbes Jahr zu senken.

3.8.2020, 7:29 – Altmaier will Einzelhandel mit Digital-Geschäft helfen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will kleineren Geschäften dabei helfen, ihre Kundenbeziehungen digital zu gestalten. Wer im Internet einkaufe, müsse auch die Möglichkeit haben, den Artikel bei einem Einzelhändler vor Ort online zu bestellen, sagte Altmaier der Deutschen Presse-Agentur. Es müsse verhindert werden, dass wegen der Corona-Krise die Läden in den Innenstädten Pleite gehen. Anfang September will Altmaier über die wirtschaftlichen Chancen von Digitalisierung für Innenstädte, Einzelhandel und Gastronomie mit den Beteiligten sprechen.

3.8.2020, 7:05 – Schule in Mecklenburg-Vorpommern startet wieder

Mit Mecklenburg-Vorpommern startet heute das erste Bundesland unter Corona-Bedingungen ins neue Schuljahr. Mehr als 150.000 Mädchen und Jungen sollen wieder in den Schulen unterrichtet werden.

3.8.2020, 7:01 – Reaktionen auf Proteste in Berlin am Wochenende

Die Proteste gegen Corona-Beschränkungen am Wochenende in Berlin mit rund 20.000 Teilnehmern sorgen weiter für Kritik. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht von der SPD sagte in der Süddeutschen Zeitung, Demonstrationsfreiheit sei zwar ein wichtiges Gut. Ihr fehle aber jegliches Verständnis dafür, dass sich Demonstranten selbstherrlich über Corona-Regeln hinwegsetzen.

CDU-Innenexperte Armin Schuster forderte in der Rheinischen Post strengere Auflagen für Demos dieser Art. Der Deutsche Städtetag forderte härtere Strafen für diejenigen, die die Abstandsregeln nicht einhielten.

FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki zeigte Verständnis für die Demonstranten. Unter ihnen seien sicher viele gewesen, die einfach verzweifelt seien. Die Politik habe versäumt, den Menschen zu erklären, was eigentlich das Ziel der Corona-Maßnahmen sei, so Kubicki in einer Talkshow der Bild.

3.8.2020, 3:39 – Großbritannien führt neue Corona-Schnelltests ein

Großbritannien will neuartige Schnelltests einführen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Gesundheitsminister Matt Hancock sagte, dass diese in weniger als 90 Minuten Ergebnisse lieferten und so helfen würden, Übertragungsketten rasch zu unterbrechen. Ab der kommenden Woche würden in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Laboren die DNA- und Abstrichtests zur Verfügung stehen. Sie könnten neben Corona- auch Grippeviren nachweisen. Das sei gerade mit Blick auf den Winter wichtig, sagte Hancock.

3.8.2020, 1:07 – Grüne für schärfere Maskenkontrolle in Zügen

Die Grünen fordern schärfere Corona-Regeln in den Fernzügen der Bahn. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Die Bundespolizei müsse kontrollieren, ob Fahrgäste eine Schutzmaske tragen und auch Bußgelder verhängen können, zitiert die Zeitung aus einem Fünf-Punkte-Plan der Partei. „Notorische Maskenverweigerer“ müsse die Polizei des Zuges verweisen dürfen. Auch müsse das Reservierungssystem der Bahn Sitzplätze „möglichst auf Abstand“ zuteilen, heißt es in dem Plan. Hintergrund sind die Befürchtungen, es könnte eine zweite Infektionswelle geben.

2.8.2020, 22:37 Uhr – BGA: Mehrwertsteuersenkung zwölf statt nur sechs Monate

Der Groß- und Außenhandelsverband (BGA) fordert, die auf sechs Monate befristete Mehrwertsteuersenkung um ein halbes Jahr zu verlängern. Der designierte Verbandspräsident Anton Börner sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, ein halbes Jahr sei zu kurz. Die Umstellung koste viel Geld, und Ende des Jahres zögen viele Kunden möglicherweise geplante Käufe vor. Diese Umsätze fehlten dann im Januar und Februar: „Man sollte die Steuersätze also lieber ein Jahr lang unten lassen.“ Die Mehrwertsteuer wurde zum 1. Juli von 19 auf 16 beziehungsweise sieben auf fünf Prozent gesenkt, um den Konsum anzukurbeln und so die durch die Corona-Pandemie angeschlagene Konjunktur zu beleben.

2.8.2020, 18:30 Uhr – Kostenlose freiwillige Tests bei der Einreise nach Deutschland sind gefragt

Die freiwilligen Corona-Tests für Einreisende sind an den ersten beiden Tagen offenbar gut angenommen worden, meldet die Nachrichtenagentur dpa. An den bayerischen Test-Stationen haben sich bisher rund 18.000 Urlauber auf das Coronavirus testen lassen. Auch am Flughafen Hannover ist die Nachfrage groß. Am Frankfurter Flughafen wurden in dem seit Ende Juni geöffneten Testzentrum bisher mehr als 40.000 Menschen getestet. Seit Samstag können sich alle Einreisenden innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft in Deutschland auch ohne Krankheitsanzeichen kostenlos testen lassen.

2.8.2020, 18:00 Uhr – Mamming: Infizierten-Zahl in zweitem Betrieb steigt

Die Zahl der Ansteckungsfälle in einem zweiten Gemüsebetrieb im niederbayerischen Mamming (Landkreis Dingolfing-Landau) ist auf 43 gestiegen. Das haben die zuständigen Behörden mitgeteilt. Die Infizierten und ihre Kontaktpersonen seien umgehend isoliert worden, hieß es. Bei den Betroffenen soll es sich überwiegend um Frauen handeln. Sie hatten offenbar Kontakt zu den Erntehelfern auf dem Gemüsehof, auf dem es zuerst vor einer Woche einen Corona-Ausbruch gegeben hat. Dort wurden 232 Menschen positiv getestet.

2.8.2020, 15:50 Uhr – Söder für weitere Hilfen für Export-Unternehmen

Angesichts der wirtschaftlichen Rezession in der Corona-Krise hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) weitere Hilfen, und zwar für exportabhängige Unternehmen, ins Spiel gebracht. Im ARD-Sommerinterview sagte er, Deutschlands Hauptproblem sei, dass es unter den weltweiten Schwierigkeiten leide. Erwogen werden sollte daher ein Hilfsprogramm für Maschinenbauer, Automobilzulieferer sowie für die Luft- und Raumfahrt-Industrie. Außerdem ist Söder dafür, an der Kurzarbeit festzuhalten. Das könne Arbeitslosigkeit verhindern. „Ich befürchte, es kommen noch schwierige Zeiten auf uns zu“, so Söder.

2.8.2020, 15:20 Uhr – Göring-Eckardt wirft Bundesregierung Fahrlässigkeit und Versäumnisse vor

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, wirft der Bundesregierung schwere Versäumnisse beim Umgang mit der Corona-Pandemie vor. Es fehlten bundesweit einheitliche Regeln und ein verständliches Konzept. Das sei an Fahrlässigkeit kaum zu überbieten, heißt es in einem Schreiben an Kanzleramtschef Helge Braun (CDU). Nötig seien einheitliche Regeln für den Umgang mit Corona-Hotspots und ein verbindliches Konzept für bundesweite Tests.

Mit Blick auf den anstehenden Schulstart in mehreren Bundesländern schreibt Göring-Eckardt, für viele Eltern drohe eine kaum noch tragbare Belastung, falls im Herbst Kitas und Schulen im schlimmsten Fall wieder geschlossen werden müssten. Mecklenburg-Vorpommern startet morgen als erstes Bundesland ins neue Schuljahr.

Ausgelöst wurde die Diskussion durch Bekanntwerden von Fällen in Rheinland Pfalz, in denen Beamte Daten aus den Listen für Ermittlungszwecken genutzt hatten. Wegen der Corona-Krise müssen Gaststätten die Gästedaten abfragen, um mögliche Infektionswege nachverfolgen zu können.

2.8.2020, 14:29 Uhr – Nach Corona-Demo in Berlin: Polizei korrigiert Zahl der Verletzten

Nach mehreren Demonstrationen in Berlin hat die Polizei die Zahl der verletzten Beamten nach oben korrigiert. Insgesamt seien bei den Einsätzen gestern 45 Polizisten verletzt worden. Bei welcher Demonstration wie viele Beamte verletzt wurden, konnte eine Sprecherin nicht sagen. Unter anderem fand neben der Kundgebung gegen Corona-Auflagen in Neukölln eine Demo gegen Räumungen und Abschiebungen statt.

2.8.2020, 14:23 Uhr – Polizeigewerkschaften: Corona-Gästelisten dürfen weiter für Ermittlungszwecke benutzt werden

Polizeigewerkschaften sehen kein Problem darin, dass Corona-Gästelisten aus der Gastronomie für Ermittlungszwecke benutzt werden. Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sagte, die Verhältnismäßigkeit müsse geprüft werden. Wenn der Verdacht einer Straftat vorliege, müsse es aber möglich sein, die Daten auszuwerten. In einigen Bundesländern, darunter Rheinland-Pfalz, sind solche Daten schon für polizeiliche Zwecke genutzt worden. Baden-Württemberg verzichtet nach eigenen Angaben darauf.

2.8.2020, 14:07 Uhr – Trumps Nominierung als Präsidentschaftskandidat soll ohne Medien stattfinden

Die Nominierung von US-Präsident Donald Trump zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner soll offenbar unter Ausschluss der Medien stattfinden. Von den Republikanen heißt es, der Grund dafür seien Beschränkungen wegen des Coronavirus. Trump soll am 24. August im US-Staat North Carolina zum Kandidaten gewählt werden. Es wäre der erste Nominierungsparteitag in der modernen Geschichte der USA, bei dem keine Medien zugelassen sind.

2.8.2020, 12:36 Uhr – Belgien verbietet touristische Reisen in mehrere europäische Regionen

Weil sich immer mehr Menschen mit dem Corona-Virus anstecken, hat Belgien touristische Reisen in mehrere europäische Regionen verboten. Dazu gehören Corona-Hotspots in Spanien, Frankreich, Bulgarien, Rumänien, Großbritannien und der Schweiz. Wer aus den Gebieten zurückkehrt, muss für 14 Tage in Quarantäne. Zudem müssen alle, die aus dem Ausland nach Belgien zurückkehren und länger als 48 Stunden im Land bleiben, Formulare zur Identifizierung ausfüllen. Belgien ist von der Corona-Krise besonders stark betroffen. Fast 70.000 Menschen haben sich dort infiziert – etwa 10.000 sind seit Beginn der Pandemie gestorben.

2.8.2020, 11:58 Uhr – WHO befürchtet, dass junge Leute Corona-Gefahr auf leichte Schulter nehmen

Die Weltgesundheitsorganisation WHO befürchtet offensichtlich, dass junge Leute die Corona-Gefahr auf die leichte Schulter nehmen. Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte in Genf, Corona sei keine Krankheit, die nur ältere Menschen angreife. Junge Leute müssten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen treffen, um sich selbst und andere zu schützen. Sie können und sollten die Anführer sein und die Lenker des Wandels, so der Generaldirektor. Die WHO Regionaldirektion für Europa fordert die Staaten auf, in Alarmbereitschaft zu sein, um die Kapazitäten in den Kliniken bei einer erneuten Infektionswelle wieder hochfahren zu können.

2.8.2020, 10:03 Uhr – Karliczek hält Maskenpflicht in Schulen für sinnvoll

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hält kurz vor Ende der Sommerferien in sechs Bundesländern eine Maskenpflicht in Schulgebäuden für sinnvoll. Ein Unterricht in den Gebäuden könne nur funktionieren, wenn Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten und auch Corona-Schutzmasken getragen würden, sagte die CDU-Politikerin der Welt am Sonntag. Baden-Württemberg, Berlin und Bayern haben eine solche Maskenpflicht schon eingeführt.

2.8.2020, 9:29 Uhr – Städtetag RP fordert bessere Ausstattung für Ordnungsdienste

Der Städtetag Rheinland-Pfalz fordert eine bessere Ausstattung für die kommunalen Ordnungsdienste. Die Mitarbeiter seien an der Grenze der Belastbarkeit, sagt Geschäftsführer Fabian Kirsch. Seit Beginn der Corona-Krise werde mit den Kontrollen viel von ihnen gefordert. Inzwischen habe sich dabei der Fokus auf Feiern im öffentlichen Raum mit Alkohol verschoben. Der Städtetag will, dass die Ordnungsdienste unter anderem mit Tasern und Bodycams ausgerüstet werden.

2.8.2020, 8:32 Uhr – Mehr Schwarzarbeit wegen Corona-Krise

In der Corona-Krise hat die Schwarzarbeit in Deutschland nach den Berechnungen eines Wirtschaftswissenschaftlers zugenommen. Der Anteil der Schwarzarbeit am Bruttoinlandsprodukt habe sich von neun auf elf Prozent erhöht, sagte der Ökonom Friedrich Schneider von der Johannes-Kepler-Universität in Linz der Welt am Sonntag. Das entspreche einem Zuwachs von 32 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Gründe seien Kurzarbeit und teils deutliche Einkommenseinbußen. Das treibe die Leute in die Schattenwirtschaft, sagt Schneider.

2.8.2020, 7:54 Uhr – Mamming: Weitere Infektionen registriert

Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming haben die Behörden auf einem weiteren Betrieb in der Gemeinde 27 Corona-Infektionen registriert. Die Infizierten seien sofort von den negativ Getesteten Menschen getrennt und isoliert worden, teilt das Landratsamt Dingolfing-Landau mit. Offenbar habe es Kontakte zwischen den Saisonarbeitskräften der beiden Betriebe gegeben. Bei dem Ausbruch auf dem Gemüsehof hatten sich 232 Erntehelfer mit dem Corona-Virus infiziert.

2.8.2020, 6:22 Uhr – Zahl der Infektionen steigt weltweit auf über 17,85 Millionen

Weltweit haben sich einer Reuters-Zählung zufolge mittlerweile mehr als 17,85 Millionen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. 683.767​ Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben. Über 200.000 der Toten sind in lateinamerikanischen Ländern der Pandemie zum Opfer gefallen.

2.8.2020, 5:34 Uhr – Söder gegen weitere Lockerungen und für höhere Bußgelder

Nach der Demonstration von rund 20.000 Menschen in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen kommen aus der Politik klare Zeichen für die Fortsetzung der Bekämpfung der Pandemie: CSU-Chef Markus Söder sprach sich angesichts der steigenden Zahl an Neuinfektionen gegen weitere Lockerungen aus. „Wir müssen damit rechnen, dass Corona mit voller Wucht wieder auf uns zukommt“, sagte Bayerns Ministerpräsident der Bild am Sonntag. Viele Menschen seien im Umgang mit dem Virus leider leichtsinniger geworden. Die zweite Welle sei praktisch da, deshalb müsse man rasch und konsequent reagieren, forderte Söder. Wer beispielsweise in der Bahn gegen die Maskenpflicht verstoße, solle höhere Bußgelder zahlen.

2.8.2020, 3:47 Uhr – In Mexiko mit 9.556 Infizierten an einem Tag neuer Rekord

In Mexiko melden die Behörden mit 9.556 Infektionen einen neuen Tages-Rekord. Damit steigt die Zahl der Menschen, die sich an dem Virus angesteckt haben, auf 434.193. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben 784 Patienten, damit wächst die Zahl der Corona-Toten auf 47.472.

1.8.2020, 15:40 Uhr – Berlin: Abbruch der Demo gegen Corona-Regeln

In Berlin wurde die Demonstration gegen die Corona-Verordnungen vorzeitig beendet und Strafanzeige gegen den Leiter der Versammlung gestellt. Das teilte die Polizei mit. Unter den Demonstranten waren auch Vertreter der Stuttgarter Initiative "Querdenken 711". Mehrere Tausend Menschen haben sich am Samstag in Berlin zu einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen versammelt. Trotz steigender Infektionszahlen machen sie sich für ein Ende aller Auflagen stark.

1.8.2020, 14:28 Uhr – Berlin: Demo gegen Corona-Regeln

In Berlin läuft eine Demonstration gegen die Corona-Regeln. Laut Polizei sind es 15.000 Teilnehmer, angemeldet waren nur 10.000. Trotz der steigenden Zahl von Neuinfektionen fordern sie unter anderem ein Ende der Abstands- und Maskenpflicht. Die meisten Demonstranten tragen nach Berichten des rbb keinen Mund-Nase-Schutz und stehen dicht gedrängt beieinander. Die Demonstration angemeldet hatte die Stuttgarter Initiative „Querdenken“. Nach Angaben des Berliner Innensenators Andreas Geisel haben aber auch mehrere Neo-Nazi-Organisationen zur Teilnahme aufgerufen. Gegendemonstranten haben sich bereits angekündigt.

1.8.2020, 12:08 Uhr – Lehrer-Gewerkschaft verständnisvoll für BW-Drohung, Beamten das Geld zu streichen, wenn sie in Corona-Risikogebiete reisen

Die Lehrer-Gewerkschaft zeigt Verständnis für die Drohung der baden-württembergischen Landesregierung, Beamten nach Reisen in Corona-Risikogebiete unter Umständen das Gehalt zu streichen. Die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Doro Moritz, sagte, es sei nicht nachvollziehbar, dass jemand bewusst in einem Risikogebiet reise.

Erst am Freitag hatte das Landesinnenministerium angekündigt, dass Beamte und, die nach solchen Reisen in Quarantäne geschickt werden und nicht von zu Hause aus arbeiten können, unbezahlten Sonderurlaub nehmen müssen.

1.8.2020, 11:03 Uhr – RKI: 955 neue Infektionsfälle innerhalb eines Tages

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 955 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit bleiben die täglichen Fallzahlen weiterhin auf einem hohen Niveau.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 209.653 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Samstagmorgen im Internet meldete (Stand 1.8., 0.00 Uhr).

1.8.2020, 9:37 Uhr – Altmaier für härtere Strafen bei Corona-Verstößen

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) für härtere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Regeln ausgesprochen. Wer andere absichtlich gefährde, müsse mit gravierende Folgen rechnen. Das schließe Bußgelder und Strafen mit ein, wenn es sich um Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit handele. Man dürfe den gerade beginnenden Aufschwung nicht durch einen erneuten Anstieg der Infektionen gefährden. Altmeier betonte, der derzeitige Anstieg gehe im Wesentlichen zurück auf das achtlose und unverantwortliche Fehlverhalten einer sehr kleinen Zahl von Menschen.

1.8.2020, 8:37 Uhr – BW weitet Corona-Test-Strategie aus

Die Landesregierung in Baden-Württemberg weitet ihre Corona-Test-Strategie aus. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte, Stationen würden überall dort eingerichtet, wo viele Reisende aus dem Ausland zu erwarten seien. Sie können sich kostenlos testen lassen – unabhängig davon, ob sie aus Corona-Risikogebieten kommen oder nicht. Die Stationen werden ab kommender Woche unter anderem an der A5, der A8 und an den Bahnhöfen Stuttgart, Karlsruhe und Freiburg aufgebaut. Für Mannheim und Ulm wird das noch geprüft. Ursprünglich sollte nur an Flughäfen getestet werden.

1.8.2020, 7:54 Uhr – EU will 300 Mio Dosen Impfstoff kaufen

Die EU-Kommission will 300 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs gegen Corona vom französischen Pharmaunternehmen Sanofi kaufen. Vorgespräche für einen anvisierten Vertrag seien abgeschlossen worden, teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit. Geplant ist demnach ein Rahmenvertrag, wonach die Kommission vorab einen Teil der Entwicklungskosten des Unternehmens übernimmt. Dafür erhält sie das Recht, eine bestimmte Anzahl von Impfstoffdosen in einem bestimmten Zeitraum zu kaufen. Von der Leyen sagte, man führe weiterhin auch intensive Gesprächen mit anderen Unternehmen.

1.8.2020, 7:08 Uhr – „Einen zweiten Lockdown können wir uns nicht leisten“

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat vor der Verhängung einer erneuten Ausgangssperre gewarnt. „Einen zweiten Lockdown können wir uns nicht leisten“, sagte Haseloff den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Das würde unsere Wirtschaft kaum verkraften und sich letztendlich auch negativ auf den Sozialstaat und seine Stabilität auswirken“, sagte er. „Hilfsmaßnahmen wie im jetzigen finanziellen Rahmen ließen sich wohl nicht wiederholen.“

1.8.2020, 5:19 Uhr – In Deutschland 955 neue Coronavirus-Infektionen

In Deutschland steigt die Zahl der Infizierten um 955 auf 209.653. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts erhöht sich die Zahl der Corona-Toten um 7 auf 9.148.

1.8.2020, 3:53 Uhr – Ab heute kostenlose Tests für Reiserückkehrer

Urlauber, die aus dem Ausland zurückkehren, können sich ab heute kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Das legt eine entsprechende Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fest. Die Tests sind für alle Reiserückkehrer auch ohne Krankheitsanzeichen innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft in Deutschland möglich - zum Beispiel an Teststellen an Flughäfen, in Gesundheitsämtern und Arztpraxen. Bezahlt werden die Tests zunächst von den gesetzlichen Krankenversicherungen.

1.8.2020, 2:10 Uhr – Fast 70.000 Neuinfektionen in den USA

In den USA haben sich nach Angaben der Seuchenbehörde CDC 68.042 Menschen mit dem Virus angesteckt. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf 4.473.974. Im Vergleich zum Vortag sterben 1.216 Menschen. Damit sind insgesamt 150.283 Amerikaner dem Virus erlegen.

31.7.2020, 20:05 Uhr – WHO meldet Rekordinfektionen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet einen Rekordanstieg der weltweit gemeldeten neuen Infektionen: Deren Zahl sei innerhalb eines Tages um 292.527 angestiegen, die der Todesfälle um 6.812. Die größten Zunahmen bei der Fallzahl wurden demnach in den USA, Brasilien, Indien und Südafrika verzeichnet.

31.7.2020, 17:15 Uhr – Nürburgring: Gesundheitsministerium RP gegen Zuschauerkonzept bei Grand Prix

Das Gesundheitsministerium Rheinland-Pfalz ist gegen das Zuschauerkonzept für den Oldtimer Grand Prix am Nürburgring am kommenden Wochenende. Das teilte eine Ministeriumssprecherin auf Anfrage von „SWR aktuell Rheinland-Pfalz“ mit. Die Kreisverwaltung Ahrweiler hatte für den Oldtimer Grand Prix eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Demnach sollten zu der Veranstaltung 5.000 Zuschauer pro Tag zugelassen werden – unter Einhaltung der Corona-Abstands- und Hygieneregeln. Das Ministerium teilte mit, es habe erst durch die SWR-Anfrage davon erfahren. Die Zuschauerzahl halte man für zu hoch. Sie sei aktuell nicht im Sinne der Corona-Verordnung des Landes, die
eigentlich bei Veranstaltungen unter freiem Himmel nur 350 Zuschauer zulasse. Man habe deshalb dem Kreis am Nachmittag empfohlen, die Zuschauerzahl beim Oldtimer Grand Prix auf
höchstens 1.000 Zuschauer zu begrenzen. Der Kreis habe eine entsprechende Prüfung zugesagt.

31.7.2020, 16:55 Uhr – Nepal öffnet Mount Everest und andere Berge wieder für Touristen

Nepal hat den Zugang zum Mount Everest und anderen Bergen im Himalaya trotz der Corona-Pandemie wieder geöffnet. Kurz vor der Herbstsaison sind Bergsteiger, Kletterer und andere Touristen wieder in Nepal willkommen, wie die Tourismusbehörde mitteilte. Der höchste Berg der Welt und die anderen Gipfel waren seit dem Frühjahr gesperrt. Mit der Wiedereröffnung will Nepal seine stark angeschlagene Tourismusbranche retten.

31.7.2020, 15:27 Uhr – Johnson stoppt Corona-Lockerungen im Landesteil England

Der britische Premierminister Boris Johnson hat die geplanten Corona-Lockerungen für den Landesteil England gestoppt. Grund sind die steigenden Infektionszahlen und die Angst vor einer zweiten Corona-Welle. Eigentlich sollten ab morgen wieder kleine Hochzeitsempfänge stattfinden können, auch Casinos sollten wieder öffnen dürfen. Dies soll nun frühestens in zwei Wochen geschehen. Außerdem werden die bisherigen Maßnahmen verschärft. So sollen im Kino Schutzmasken getragen werden. Zuvor sind schon in Teilen von Nordengland die Kontaktbeschränkungen verschärft worden. Menschen verschiedener Haushalte sollen sich nicht mehr in Innenräumen, Privatgärten, Pubs oder Restaurants treffen.

31.7.2020, 14:14 Uhr – Auswärtiges Amt spricht Reisewarnungen für drei spanische Regionen aus

Wegen der stark steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Spanien warnt das Auswärtige Amt jetzt vor touristischen Reisen in drei Regionen. Betroffen von der formellen Reisewarnung sind Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava sowie die westlich davon im Landesinneren liegenden Regionen Aragón und Navarra – nicht aber Mallorca und auch nicht die Kanaren.

31.7.2020, 13:52 Uhr – Mehr als 50 Gäste nach Fest im Kreis Kleve positiv auf Corona getestet

Nach einem privaten Fest sind im Kreis Kleve mehr als 50 Gäste positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Kreisverwaltung mit. Bei der Veranstaltung habe es sich um eine Feier im benachbarten Kreis Wesel gehandelt, sagte eine Sprecherin. Als sich ein Gast nach dem Fest als Corona-Fall meldete, seien 111 Personen umgehend getestet und unter Quarantäne gestellt worden.

31.7.2020, 12:30 Uhr – Parlamentswahl in Hongkong wegen Corona verschoben

In Hongkong wird die für September geplante Parlamentswahl verschoben. Die peking-treue Regierungschefin Carrie Lam begründet das mit den gestiegenen Zahlen von Corona-Neuinfektionen. Vertreter der pro-demokratischen Parteien zeigen sich entsetzt. Sie sehen darin den Versuch der Regierung, einen möglichen Wahlsieg der Opposition zu verhindern. Zwölf Kandidaten der Opposition wurden zuvor von der Wahl ausgeschlossen, unter anderem, weil sie die Unabhängigkeit Hongkongs anstreben.

31.7.2020, 11:56 Uhr – Polizei: Viele Corona-Demonstrationen am Wochenende in Berlin

Berlin steht ein Wochenende mit vielen Demonstrationen bevor. Für die größte Kundgebung in Berlin am Samstag sind rund 10.000 Teilnehmer angemeldet, bestätigte eine Polizeisprecherin. Die Initiative „Querdenken 711“ aus Stuttgart will demnach auf der Straße des 17. Juni zwischen Großem Stern und Yitzhak-Rabin-Straße unter dem Motto „Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit“ demonstrieren.

Etwa 3.000 Teilnehmer sind laut Polizei für eine Kundgebung auf dem Platz des 18. März am Brandenburger Tor angemeldet. Deren Teilnehmer wollten sich für Frieden, Meinungsvielfalt und Demokratie stark machen.

31.7.2020, 11:25 Uhr – RKI erklärt Teile Spaniens zu Risikogebieten

Das Robert-Koch-Institut hat die spanischen Regionen Katalonien, Aragon und Navarra zu Corona-Risikogebieten erklärt. Dazu gehören auch Barcelona und die Costa Brava. Das Auswärtige Amt warnt inzwischen vor Reisen nach Katalonien, Aragon und Navarra. Für deutsche Urlauber, die aus offiziell eingestuften Risikogebieten zurückkehren, soll in der kommenden Woche eine Corona-Testpflicht eingeführt werden – über freiwillige Tests hinaus.

31.7.2020, 10:40 Uhr – Einzelhandel fordert mehr Maskendisziplin bei Kunden

Nachdem die Zahl der Corona-Infektionen wieder steigt, fordert der Verband der Einzelhändler mehr Disziplin bei den Kunden. Viele Kunden würden die Regeln nicht mehr konsequent einhalten. Bei einem zweiten Lockdown seien aber viele Händler nicht mehr zu retten, warnte ein Verbandssprecher. Er appellierte an das Verantwortungsgefühl der Menschen, das Erreichte nicht kaputt zu machen. Das Bundesverfassungsgericht hat heute den Antrag eines Saarländers gegen die Maskenpflicht abgewiesen.

31.7.2020, 9:50 Uhr – Onlinehandel wächst um rund 30 Prozent

Die Corona-Krise hat dem Onlinehandel einen enormen Schub verpasst. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichte die Umsätze des Einzelhandels im Juni. Der Onlinehandel verzeichnete demnach ein Plus von 30,7 Prozent im Vorjahresvergleich. Auch Möbelhäuser sowie der Handel mit Haushaltsgeräten und Baubedarf machten 14,6 Prozent mehr Umsatz. Mode- und Schuhläden sowie Kaufhäuser machten dagegen 16 Prozent weniger Umsatz.

31.7.2020, 9:21 Uhr – Einreiseverbote: Seehofer will unverheirateten Paaren helfen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will sich bei der EU-Kommission für Lockerungen von Corona-bedingten Einreisesperren für unverheiratete Paare einsetzen. "Ich bin dafür und setze mich dafür ein, dass wir die Einreiseverbote für unverheiratete Paare zeitnah lockern", sagte er der Passauer Neuen Presse. Viele unverheiratete Paare aus unterschiedlichen Staaten können sich wegen der Corona-Beschränkungen seit Monaten nicht sehen. Auch die SPD-Bundestagsfraktion hatte sich deshalb in dieser Woche an Seehofer gewandt.

31.7.2020, 6:51 Uhr - Tausende Studierende verschulden sich in Corona-Krise

In der Corona-Krise verschulden sich Tausende Studenten und Studentinnen und beantragen staatliche Hilfskredite. Das geht aus einem Schreiben des Bundesbildungsministeriums an den Bildungsausschuss des Bundestages hervor, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Demnach wurden im Mai, Juni und Juli mehr als 22.000 Anträge auf einen Studienkredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit einem Gesamtvolumen von 641,6 Millionen Euro gestellt. Seit Mai müssen für den KfW-Studienkredit, den es auch schon vor der Krise gab, keine Zinsen gezahlt werden. Das ist als Corona-Hilfsmaßnahme gedacht und gilt bis März 2021. Im Vergleich zum April habe es im Mai eine deutliche Steigerung bei der Beantragung des Kredits gegeben, schreibt das Ministerium.

31.7.2020, 6:34 Uhr - Amtsärzte: Gesundheitsämter für zweite Welle zu knapp besetzt

Die Amtsärzte sehen die Gesundheitsämter in Deutschland nicht für eine zweite Corona-Welle gerüstet. "Für eine zweite Pandemie-Welle sind die Gesundheitsämter viel zu knapp besetzt", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Mit den steigenden Infektionszahlen rollt ein riesiges Problem auf uns zu."

31.7.2020, 3:11 Uhr - Umfrage: Zwei Drittel für härtere Strafen bei Corona-Verstößen

Rund zwei der Drittel der Bundesbürger (65 Prozent) befürworten einer Umfrage zufolge härtere Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Regeln. 32 Prozent seien dagegen, zum Beispiel Verstöße gegen die Maskenpflicht oder das Nicht-Einhalten bestehender Abstandsregeln härter zu bestrafen, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar für das Nachrichtenmagazin "Focus" ergab.

Drei Prozent enthielten sich. Vor allem Anhänger der Union sind für eine Strafverschärfung (78 Prozent), dahinter folgen Anhänger der SPD (74 Prozent), der Grünen (64 Prozent) und der FDP (63 Prozent). Bei den Linken-Anhängern plädierten nur 38 Prozent der Menschen für eine Strafverschärfung, bei der AfD sind es 27 Prozent.

30.7.2020, 21:16 Uhr – Corona-Pflichttests kommen "zu spät für ganz Deutschland"

Die ab kommender Woche verpflichtenden Corona-Tests für Reiserückkehrerinnen und -Rückkehrer aus Risikogebieten kommen nach Ansicht des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) für die meisten Bundesländer zu spät. Bayern liege zwar noch gut in der Zeit, weil dort die Schulferien gerade erst begonnen hätten, sagt er in einem "ARD extra". "Aber Sie haben recht... Es ist meiner Meinung nach zu spät für ganz Deutschland." Man müsse aber auch die Risikogebiete noch einmal dahingehend überprüfen, ob der Stand noch aktuell ist.

30.7.2020, 20:32 Uhr – Bolsonaros Ehefrau positiv auf Coronavirus getestet

Kurz nachdem der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro seine Infektion mit dem Coronavirus eigenen Angaben zufolge überwunden hat, ist ein Corona-Test seiner Ehefrau positiv ausgefallen Das Präsidialamt teilte am Donnerstag mit, die 38-Jährige sei positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Zudem teilte Wissenschaftsminister Marcos Pontes per Twitter mit, auch er sei nach Auftreten von einer Erkältung ähnlichen Symptomen positiv auf das Virus getestet worden. Er ist das fünfte Kabinettsmitglied, bei dem das Coronavirus nachgewiesen worden ist.

30.7.2020, 19:00 Uhr – RKI meldet bundesweit 902 neue Corona-Infektionen

Es ist die höchste Zahl seit Wochen: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 902 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das ist die höchste Zahl seit Mai - abgesehen vom lokalen Corona-Ausbruch beim Fleischfabrikanten Tönnies im Juni.

30.7.2020, 18:22 Uhr – Frankreich: Maskenpflicht mancherorts auch draußen

Wegen des starken Anstiegs von Neuinfektionen mit dem Coronavirus verschärfen mehrere französische Städte wieder die Beschränkungen, darunter beliebte Touristenorte an der Küste. In der Hafenstadt Saint-Malo in der Bretagne muss zum Beispiel jede und jeder ab elf Jahren in der Altstadt und auf den Stadtmauern eine Maske tragen. Auch in den Innenstädten von Bayonne und Biarritz im Südwesten des Landes ist eine Maske ab kommender Woche vorgeschrieben. Die Zahl der Neuinfektionen ist in Frankreich zuletzt wieder deutlich gestiegen. Zuletzt wurden den Gesundheitsbehörden zufolge mehr als 1.000 Neuinfektionen pro Tag gezählt. Das Gesundheitsministerium meldete Mittwoch 15 neue Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden.

30.7.2020, 17:33 Uhr – Corona-Teststationen an bayerischen Autobahnen gestartet

Bayern hat Corona-Teststellen an Autobahnen in der Nähe zur österreichischen Grenze in Betrieb genommen. Seit dem Morgen laufe der Betrieb zum Beispiel an einer Rastanlage an der A8 bei Bergen, teilt das bayerische rote Kreuz mit. Die Tests sind vor allem für Urlaubsrückkehrer gedacht. Die bayerische Regierung hatte beschlossen, zusätzlich zu Teststationen an Flughäfen auch an Autobahnen und zwei Hauptbahnhöfen solche Zentren einzurichten.

30.7.2020, 17:10 Uhr – EU-Länder weiten Einreisebeschränkungen wieder aus

Die EU-Länder weiten die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen wieder leicht aus. Nach einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss der EU-Staaten werden von diesem Freitag an Reisende aus Algerien nur noch dann in die EU kommen dürfen, wenn dies zwingend notwendig ist. Lediglich Menschen aus elf Ländern dürfen demnach noch normal in die EU einreisen. Zu den Staaten gehören Australien, Kanada, Georgien, Japan, Marokko, Neuseeland, Ruanda, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay.

30.7.2020, 16:38 Uhr – Schweizer Behörden empfehlen Maskenpflicht

Die Schweizer Bundesbehörden empfehlen allen Kantonen die Einführung einer Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Räumen. Die Situation sei ernst und es sei notwendig „einen Gang höher zu schalten“. Bisher gibt es in der Schweiz eine landesweite Maskenpflicht nur in öffentlichen Verkehrsmitteln.

30.7.2020, 15:32 Uhr – Bruttoinlandsprodukt in den USA um 33 Prozent geschrumpft

In den USA ist das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal um fast 33 Prozent zurückgegangen. Das geht aus einer ersten Schätzung des US-Handelsministeriums hervor. Diese Schätzung ist aufgrund der Daten aus dem zweiten Quartal auf das gesamte Jahr hochgerechnet. Vor allem der Konsum ging danach in der Corona-Krise deutlich zurück. Experten hatten sogar mit einem noch größeren Einbruch gerechnet.

US-Präsident Donald Trump denkt unterdessen darüber nach, die Präsidentschaftswahl im November verschieben zu lassen. Er selbst kann das nicht, sondern nur der US-Kongress. Anlass ist, dass sich in der Corona-Krise vermutlich mehr Menschen per Briefwahl beteiligen werden. Auf Twitter behauptet Trump, dass es deswegen zu Wahlbetrug kommen könnte. Er liegt derzeit in Umfragen weit hinter seinem Herausforderer Biden. Experten hatten Trumps Reaktion für diesen Fall vorhersagt.

30.7.2020, 12:26 Uhr – Historischer Absturz der deutschen Wirtschaft wegen Corona

Die deutsche Wirtschaft ist wegen der Corona-Krise im zweiten Quartal stark eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt sank von April bis Juni um 10,1 Prozent im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres. Das hat das Statistische Bundesamt mitgeteilt. Es spricht vom stärksten Rückgang seit 50 Jahren. Für das laufende Quartal erwarten Volkswirte wieder ein Wachstum.

30.7.2020, 12:18 Uhr – Diakonie: Computer für Schüler „Teil des Existenzminimums“

Die Diakonie ruft dazu auf, im neuen Schuljahr besonders die Kinder aus einkommensschwachen Familien in den Blick zu nehmen. „Gerade Kinder aus einkommensarmen Familien haben unter dem Lockdown gelitten“, erklärte Diakonie-Vorstandsmitglied Maria Loheide.

Die während der Schulschließungen vielfach angewandten digitalen Lernformen hätten gerade von benachteiligten Kindern kaum genutzt werden können, da ihnen die technische Ausstattung gefehlt habe. Die Länder - aber auch der Bund - müssten jetzt Mittel bereitstellen, um das zu ändern. „Zumal ein erneuter Lockdown nicht auszuschließen ist.“ Ein Computer müsse als direkte Zahlung Teil des Existenzminimums sein. In einigen Bundesländern beginnt das neue Schuljahr bereits kommende Woche.

30.7.2020, 11:14 Uhr – Bahn stürzt in „schlimmste finanzielle Krise“ seit Bestehen

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie spiegeln sich auch in der Halbjahresbilanz der Deutschen Bahn wider. Der Konzern verbuchte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Verlust nach Steuern von 3,7 Milliarden Euro. Es ist das größte Minus in der Geschichte des Unternehmens.

Bahnchef Richard Lutz sprach von der „schlimmsten finanziellen Krise“ seit dem Bestehen des Konzerns. Im regulären Betrieb verzeichnete die Bahn im ersten Quartal einen Verlust von 1,8 Milliarden Euro. Für das gesamte Jahr rechnet die Bahn mit einem Betriebsverlust von 3,5 Milliarden Euro.

30.7.2020, 10:52 Uhr – Tönnies-Mitarbeiter fälschlicherweise in Quarantäne geschickt

Im Kreis Gütersloh werden zahlreiche Tönnies-Beschäftigte zu Unrecht in Quarantäne gehalten. Der Redaktion des ARD-Magazins Monitor liegen zahlreiche wortgleiche Quarantäne-Anordnungen an Beschäftigte des Fleischunternehmens vor, bei denen es sich offenbar um Musterschreiben des Kreisgesundheitsamts handelt. In den Schreiben ist etwa von positiven Corona-Tests und Krankheitssymptomen die Rede, die sich nach Monitor-Recherchen in vielen Fällen als falsch herausgestellt haben.

Bei Stichproben räumte das zuständige Gesundheitsamt die falschen Positiv-Bescheide in allen nachgefragten Fällen ein. In anderen Briefen wurde Beschäftigten mitgeteilt, dass sie aufgrund von Kontakten zu Infizierten in Quarantäne bleiben müssten, obwohl es sich bei den Adressaten um genesene Infizierte handelte, die als nicht mehr ansteckend gelten und bereits aus der Quarantäne entlassen worden waren.  

30.7.2020, 10:29 Uhr – Britischer Gesundheitsminister Hancock warnt vor zweiter Welle

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock sieht Europa durch eine zweite Corona-Welle gefährdet. Um zu verhindern, dass eine solche Welle auch Großbritannien erreiche, werde die britische Regierung nicht zögern, wieder Quarantäne-Maßnahmen einzusetzen. Erst in der vergangenen Woche hatte Großbritannien angeordnet, dass sich Reiserückkehrer aus Spanien für 14 Tage in Quarantäne begeben müssen.

30.7.2020, 10:11 Uhr – Deutsche Wirtschaft bricht weiter ein

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im zweiten Jahresquartal in Folge der Corona-Krise erheblich eingebrochen. Gegenüber dem ersten Quartal ging das Bruttoinlandsprodukt nach Angaben des Statistische Bundesamtes um 10,1 Prozent zurück. Das sei das stärkste Minus seit Beginn der BIP-Berechnungen für Deutschland im Jahr 1970. 

30.7.2020, 9:52 Uhr – Weniger Unternehmen greifen auf Kurzarbeit zurück

Die Zahl der Betriebe, die ihre Angestellten in Kurzarbeit beschäftigten geht bundesweit langsam zurück. Das zeigt eine Umfrage des Ifo-Institutes. Demnach griffen in diesem Monat 42 Prozent der befragten Unternehmen auf Kurzarbeit zurück. Im vergangenen Monat waren es noch 46 Prozent, im Mai hatten noch 53 Prozent der Firmen Kurzarbeit angeordnet.

Am häufigsten arbeiten derzeit noch Mitarbeiter der Industriebranche in Kurzarbeit, so das Institut. Hier betrug der Anteil der Konzerne, die für ihre Belegschaft Kurzarbeit angemeldet hatten, im Juli noch 57 Prozent.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit befanden sich im Mai bundesweit 6,7 Millionen Beschäftigte in Kurzarbeit. Im April waren es noch 6,1 Millionen gewesen. Der Wert vom Mai sei damit die höchste jemals von der Behörde ermittelte Zahl an Kurzarbeitern in der Bundesrepublik. Im Juli zeigten Unternehmen für 190.000 Menschen Kurzarbeit an. Damit ging die Zahl gegenüber März und April deutlich zurück.

30.7.2020, 7:02 Uhr – Polizeigewerkschaft: Reiserückkehrer notfalls zu Corona-Test zwingen

Aus Sicht der Polizeigewerkschaft GdP können Corona-Tests für Reiserückkehrer notfalls per Zwang durchgesetzt werden.

„Wir müssen letztlich Recht durchsetzen und am Ende auch mit Zwang“, sagte der Vize-Chef der GdP, Jörg Radek, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Und das sei Aufgabe der Polizei. Die Entscheidung müsse aber auf Landesebene getroffen werden.

„Grundsätzlich muss man zwischen der körperlichen Unversehrtheit des Einzelnen und den Interessen der Gesellschaft abwägen“, fügte Radek hinzu. Er rechne aber mit einem hohen Maß an freiwilliger Teilnahme von Reiserückkehrern.

30.7.2020, 6:15 Uhr – Corona-Stillstand senkt Stromverbrauch deutlich

Infolge der Corona-Krise und der damit verbundenen Schließung von Geschäften, Unternehmen und Fabriken wurde im ersten Halbjahr 2020 deutlich weniger Strom verbraucht als im Vorjahreszeitraum. Das ergibt sich aus vorläufigen Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft.

Demnach wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres rund 272 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht und damit etwa 26 Milliarden Kilowattstunden weniger als im ersten Halbjahr 2019. Das bedeutet laut Bundesverband ein Minus um 5,7 Prozent.

Da gleichzeitig Windräder und Solaranlagen besonders viel Strom erzeugten, hätten die erneuerbaren Energien mit 50,2 Prozent erstmals mehr als die Hälfte des Bruttostromverbrauchs in Deutschland gedeckt. Das entspreche einem Anstieg um sechs Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

30.7.2020, 3:57 Uhr – Dehoga verlangt Klarstellung, wie Gästedaten genutzt werden

Der Gaststättenverband Dehoga fordert von den Landesregierungen Klarheit darüber, ob und wie die Polizei die Corona-Gästelisten von Restaurants auswertet. Das sei hochgradig sensibel, sagte Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der Rheinischen Post. Es müsse dringend für Klarheit gesorgt werden. Restaurants müssen im Moment Daten ihrer Gäste registrieren, damit diese bei Corona-Infektionen kontaktiert werden können. Aus mehreren Bundesländern – darunter Hessen und Rheinland-Pfalz – sind zuletzt Fälle bekannt geworden, bei denen auch die Polizei die Daten genutzt hat.

30.7.2020, 3:39 Uhr – NBA setzt Saison fort

Die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA will in Orlando im US-Bundesstaat Florida ihre Spielzeit fortsetzen. Wegen der Corona-Krise hatte die Liga mehr als 20 Wochen Pause. Alle Spiele finden ohne Zuschauer auf dem Gelände von Disney World statt. Die 22 Mannschaften sind seit drei Wochen in mehreren Hotels untergebracht, täglich werden die Spieler getestet. Bisher gibt es in den Mannschaften keinen einzigen Fall. Als Favoriten werden die zwei Teams aus Los Angeles gehandelt, die Lakers und die Clippers, sowie die Milwaukee Bucks. Die Spieler wollen mit Fortführung der Spielzeit auf soziale Ungerechtigkeit und Rassismus aufmerksam machen.

SWR Aktuell, Logo (Foto: SWR, SWR)

US-Basketball-Liga NBA bringt Saison zu Ende

Dauer

29.7.2020, 20:55 Uhr – Monatshoch bei Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich melden die Behörden 1.392 neue Coronavirus-Fälle. Dies ist der höchste Anstieg seit über einem Monat. Insgesamt haben sich 185.196 Menschen mit dem Erreger angesteckt. 15 Menschen starben an der Krankheit Covid-19. Damit steigt die Zahl der tödlichen Verläufe auf 30.238.

29.7.2020, 20:21 Uhr – US-Abgeordneter und Maskengegner positiv auf Corona getestet

In den USA ist ein Kongressabgeordneter, der für seine Ablehnung von Masken bekannt ist, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Republikaner Louie Gohmert bestätigt in einem Video auf Twitter, ein Schnelltest während eines Besuchs im Weißen Haus am Mittwoch sei positiv ausgefallen, ebenso wie ein anschließender Test. Der Abgeordnete aus Texas hatte es in der Vergangenheit abgelehnt, eine Maske aufzuziehen. In den vergangenen zwei Wochen habe er aber häufig eine Maske getragen, sagt er nun.

My statement about today's diagnosis: https://t.co/qvf7zIcgdN

29.7.2020, 20:07 Uhr – Niederlande sagen Nein zur Maskenpflicht

Die niederländische Regierung will ihre Bevölkerung nicht dazu verpflichten in der Öffentlichkeit einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass es nicht genügend wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit der Maßnahme gebe. Stattdessen werde man auf Abstandsregeln setzen, sagte Gesundheitsministerin Tamara van Ark. Die Zahl der Neuinfektionen in den Niederlanden war in dieser Woche stark angestiegen.

29.7.2020, 19:51 Uhr – Erhöhte Sterberate in Europa

Auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie lag die Übersterblichkeit in Europa bei 50 Prozent. Wie das französische Statistikamt mitteilte, beziehen sich die Daten auf die Woche vom 30. März bis zum 6. April. Die höchste Zahl der Todesfälle verzeichnete demnach Spanien - dort lag die Übersterblichkeit bei 155 Prozent – gefolgt von Italien, Belgien und Frankreich. In Deutschland lag die Sterberate in dem Zeitraum vier Prozent über den üblichen Werten. Daten aus Großbritannien flossen in die Erhebung nicht mit ein, da das Land nicht mehr Mitglied der EU ist.

29.7.2020, 18:57 Uhr – Virus breitet sich zunehmend in Syrien aus

Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) breitet sich das Coronavirus in Syrien zunehmend aus. Inzwischen gebe es in fast allen Provinzen bestätigte Fälle, sagte der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock. Die Anzahl der gemeldeten Infektionen sei zwar relativ gering, doch es gebe wahrscheinlich eine hohe Dunkelziffer. Syrien befindet sich wegen des Bürgerkrieges und harter Wirtschaftssanktionen in einer schweren Krise. Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

29.7.2020, 18:28 Uhr – SPD will Einreiserecht für Unverheiratete

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert für unverheiratete Menschen in einer binationalen Partnerschaft ein Einreiserecht trotz Corona-Beschränkungen. In einem Schreiben an Innenminister Horst Seehofer (CSU) heißt es, eine zunehmende Anzahl europäischer Länder habe bereits entsprechende Regeln für Drittstaatsangehörige. Konkret geht es bei der Forderung um Drittstaatsangehörige, die ihre Partnerin oder ihren Partner in Deutschland besuchen möchten. Voraussetzung dafür soll aus Sicht der SPD-Fraktion sein, dass die Menschen einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden ist, und sich an die Quarantäneregeln des Zielbundeslandes halten. Die derzeitige Situation sei für viele unverheiratete binationale Paare eine „erhebliche Belastung“. Auch die FDP hatte Anfang Juli ein Ende der Einreisebeschränkungen für diese Menschen gefordert.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums hatte in der vergangenen Woche gesagt, das Anliegen sei bekannt, man wolle aber möglichst abgestimmt mit anderen europäischen Ländern reagieren.

29.7.2020, 18:06 Uhr – Italien verlängert Corona-Notstand

Die italienische Regierung will den Notstand wegen der Corona-Pandemie bis zum 15. Oktober verlängern. Nach dem Senat stimmte auch das Abgeordnetenhaus der Verlängerung zu. Der Notstand gilt in Italien seit knapp sechs Monaten. Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte vor der Abstimmung, man wolle ein „umsichtiges Niveau der Wachsamkeit“ beibehalten. Auch wenn die Auswirkungen eingedämmt und örtlich begrenzter seien, sei die Pandemie noch nicht vorbei.

Italien war in Europa mit am stärksten von der Corona-Krise betroffen. Mehr als 35.000 Menschen starben bisher an den Folgen einer Infektion.

29.7.2020, 17:29 Uhr – Mehr Corona-Fälle in St. Wolfgang

Die Zahl der Corona-Infektionen im österreichischen Touristenort St. Wolfgang ist um sechs Fälle auf 68 gestiegen. Die Behörden hätten die Infizierten durch Kontaktpersonen gefunden, teilte das Bundesland Oberösterreich mit. Inzwischen seien 18 Betriebe betroffen.

29.7.2020, 15:57 Uhr – Bund zahlt Corona-Tests für Reiserückkehrer

Die Kosten für die geplanten Corona-Tests für Reiserückkehrer werden vom Bund übernommen. Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums sagte, dies geschehe über einen erhöhten Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung. Die entsprechende Verordnung soll noch in dieser Woche in Kraft treten.

Die Kostenübernahme gilt der Ministeriumssprecherin zufolge für alle Urlauber, die sich nach der Rückkehr nach Deutschland testen lassen – egal ob die Tests freiwillig oder verpflichtend sind.

29.7.2020, 15:05 Uhr – Bundesregierung offen für Zuschauer in Stadien

Die Bundesregierung zeigt sich grundsätzlich offen dafür, eine begrenzte Zahl von Zuschauern bei Fußball-Bundesligaspielen zuzulassen. Voraussetzung seien entsprechende Schutzkonzepte, so ein Sprecher des Innenministeriums. Wenn sichergestellt werde, dass bei Stadionbesuchen keine Infektionsketten ausgelöst würden, gebe es gute Chancen, dass Fußball mit Zuschauern möglich sei.

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat ein Konzept für die Teilzulassung von Zuschauern zur neuen Saison in der ersten und zweiten Bundesliga vorgelegt. Es sieht unter anderem ein Stehplatz- und Alkoholverbot vor. Außerdem sind keine Gästefans bei den Spielen erlaubt. Die 36 Proficlubs wollen am kommenden Dienstag über das Konzept abstimmen.

29.7.2020, 13:17 Uhr – EU-Kommission bestellt Covid-19-Mittel Remdesivir

Die EU-Kommission hat beim US-Pharmakonzern Gilead eine Lieferung des Covid-19-Medikaments Remdesivir zur Behandlung von 30.000 Patienten mit schweren Symptomen bestellt. Eine Sprecherin teilte mit, dass ein Vertrag dazu im Volumen von 63 Millionen Euro unterzeichnet worden sei.

Ab Anfang August soll die Lieferung den Mitgliedsstaaten und Großbritannien zur Verfügung stehen. Diese erste Charge werde aber nur den unmittelbaren Bedarf decken. Die Kommission bereite daher auch eine weitere Lieferungen vor, um ab Oktober den zusätzlichen Bedarf zu decken.

29.7.2020, 10:53 Uhr – Ein Viertel der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern gestorben

In Deutschland sind 22 Prozent der von Ende Februar bis Mitte April in Krankenhäusern aufgenommenen Covid-19-Patienten verstorben. Das hat eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK ergeben, der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin und der Technischen Universität Berlin. Bei Patienten mit Beatmung lag die Sterblichkeit bei 53 Prozent, bei denen ohne Beatmung bei 16 Prozent. Am höchsten ist die Sterblichkeitsrate in der Altersgruppe von 70 bis 79 Jahren gewesen.

29.7.2020, 9:06 Uhr – Arthritis-Mittel bei Covid-19-Erkrankungen wirkungslos

Das Arthritis-Medikament Actemra des Schweizer Pharmakonzerns Roche ist bei einem Test zur Behandlung von Covid-19-Patienten durchgefallen. In einer klinischen Studie habe das Medikament keine Besserung bei stationär behandelten Patienten bewirkt. Die Patienten waren an einer durch das Coronavirus ausgelösten Lungenentzündung erkrankt. Auch die Zahl der Todesfälle ging nicht zurück. Damit wurde das primäre Studienziel verfehlt. Roche will Actemra weiterhin auf einen Einsatz gegen Covid-19 testen, auch in Kombination mit anderen Mitteln. Das Medikament hatte schon in einem früheren Test keine Wirkung gezeigt, ebenso wie das Arthritis-Mittel Kevzara von Sanofi.

29.7.2020, 7:20 Uhr – Höchste Zahl von Neuinfektionen seit drei Monaten in China

Trotz strenger Vorsichtsmaßnahmen erlebt China die höchste Zahl neuer täglicher Infektionen seit drei Monaten. Obwohl die Volksrepublik das Virus weitestgehend im Griff hat, meldete die Gesundheitskommission am Mittwoch in Peking rund 100 neue Fälle. Größere Ausbrüche gibt es in Ürümqi in der Nordwestregion Xinjiang und in Dalian. Von der nordostchinesischen Hafenstadt haben sich die Infektionen durch Reisende in neun andere Städte ausgebreitet - auch nach Peking, das den ersten Fall seit drei Wochen verzeichnete.

29.7.2020, 4:20 Uhr – RP gab für Pandemie bereits mindestens 177 Mio Euro aus

Rheinland-Pfalz hat seit Beginn der Corona-Pandemie mindestens 177 Millionen Euro für damit zusammenhängende Maßnahmen im Gesundheitsschutz ausgegeben. Dies geht aus einer Antwort des Finanzministeriums in Mainz auf eine Landtagsanfrage der Grünen-Fraktion zum Abfluss der Mittel aus dem im März verabschiedeten Nachtragshaushalt hervor. Die zum Einzelplan 06 für das Gesundheitsressort gehörenden Auszahlungen stehen damit an der Spitze der Zahlungen aus dem Nachtragshaushalt. Dazu gehören auch 102,4 Millionen Euro an Sonderzahlungen für Landkreise und kreisfreie Städte zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

29.7.2020, 2:43 Uhr – Altmaier bezeichnet Anstieg der Neuinfektionen als wichtiges Warnzeichen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat den Anstieg der Corona-Neuinfektionen als ein „wichtiges Warnzeichen“ bezeichnet. Dies gefährde die wirtschaftliche Erholung, machte der CDU-Politiker deutlich. Altmaier sagte in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur: „Wir waren wirtschaftlich in den letzten Wochen besser als viele erwartet haben. Der Aufschwung deutet sich bereits an und wird in der zweiten Jahreshälfte an Tempo gewinnen. Aber alles steht unter dem Vorbehalt der Gesundheit der Menschen. Und deshalb müssen uns die Fallzahlen beunruhigen.“

29.7.2020, 00:37 Uhr – Mehrere Länder verschärfen Corona-Regeln erneut

Weil es wieder immer mehr Neuinfektionen gibt, verschärfen mehrere Länder die Corona-Regeln. So gilt in Griechenland beispielsweise ab heute in Geschäften und anderen öffentlichen Gebäuden eine Maskenpflicht. In Spaniens Hauptstadt Madrid müssen die Menschen selbst im Freien eine Maske tragen. Auch Belgien reagiert auf steigende Corona-Zahlen mit strengeren Regeln, unter anderem verhängt die Stadt Antwerpen eine nächtliche Ausgangssperre. Außerdem dürfen Einkäufe nur alleine und in einem bestimmten Zeitfenster erledigt werden. In Italien hat die Regierung unterdessen den Corona-Notstand bis Mitte Oktober verlängert. Er gilt in dem Mittelmeerland seit rund sechs Monaten, das aktuell gültige Dekret läuft Ende Juli aus.

28.7.2020, 20:54 Uhr – Gesetzliche Krankenkassen sollen Tests zahlen

Die Kosten für die Corona-Tests für Urlaubsrückkehrer aus dem Ausland sollen offenbar die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen. Das schreibt der Spiegel und beruft sich auf einen Verordnungsentwurf aus dem Gesundheitsministerium. Demnach will Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Tests aus dem Gesundheitsfonds bezahlen. Dieser Fonds sammelt Steuern und verteilt das Geld dann an die Kassen. Das Ministerium rechnet offenbar mit Kosten von rund 51 Millionen Euro. Für alle Urlauber, die in Risikogebieten waren, soll der Test Pflicht sein. Alle anderen Rückkehrer können sich freiwillig testen lassen. Wie die Corona-Testpflicht genau umgesetzt werden soll, ist aber noch unklar. Sie soll ab nächster Woche gelten.

28.7.2020, 18:46 Uhr – Gericht stoppt bayerisches Beherbergungsverbot für Urlauber aus Risikogebieten

Das Bayerische Verwaltungsgericht hat das Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebieten in anderen Bundesländern gekippt. Es sei nicht verhältnismäßig, so das Gericht. Es gab damit einem Hotelier recht. Bayern hatte das Verbot im Juni nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischunternehmen Tönnies in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Es untersagt, Reisende aus einem Landkreis aufzunehmen, in dem es in den vorangegangenen sieben Tagen mehr als 50 neue Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner gab. Der Hotelier hatte in seiner Klage erklärt, dass er sich nicht in der Lage sehe, die Herkunft seiner Gäste zu überprüfen.

28.7.2020, 18:43 Uhr – Bahn fährt Milliardenverlust ein

Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr 3,7 Milliarden Euro Verlust gemacht. Das berichten mehrere Nachrichtenagenturen. Sie berufen sich auf Infos aus dem Bahn-Aufsichtsrat. Zu Beginn der Corona-Krise sind kaum Menschen mit dem Zug gefahren – die Bahn hat trotzdem einen Großteil ihres Angebots aufrechterhalten.

28.7.2020, 18:31 Uhr – Nun auch generelle Maskenpflicht in Madrid

Als letzte Region auf dem spanischen Festland gilt künftig auch in der Hauptstadt Madrid eine strengere Maskenpflicht. Das hat die Regionalpräsidentin angekündigt. Die Menschen dort müssen demnach jetzt auch im Freien einen Mund-Nasen-Schutz tragen – auch wenn sie Abstand halten können. Die spanischen Behörden haben heute 905 Neuinfektionen registriert – unter anderem in den Regionen Katalonien und Aragon. Das Auswärtige Amt rät inzwischen von Urlaubsreisen dorthin ab.

28.7.2020, 17:46 Uhr – Twitter löscht Trump-Tweets wegen "Falschinformationen"

Facebook und Twitter haben Posts von US-Präsident Donald Trump zur Corona-Pandemie gelöscht. Twitter teilte mit, Trump habe gegen die Richtlinien zu Falschinformationen verstoßen. Unter anderem hat der Präsident ein Video geteilt, in dem angebliche Ärzte behaupten, Schutzmasken seien in der Corona-Pandemie nicht notwendig.

28.7.2020, 15:53 Uhr – 58 Infizierte nach Trauerfeier in Schwäbisch Gmünd, 19 in Betrieb in Mühlacker

Die Zahl der Infizierten nach dem Corona-Ausbruch bei einer Trauerfeier im baden-württembergischen Schwäbisch Gmünd ist um elf auf 58 gestiegen. Unter den Betroffenen sind auch zwölf Kinder vom Säuglings- bis ins Teenageralter, wie die Behörden in Aalen mitteilten. Der Gesundheitszustand der Infizierten reicht demnach von minimalen Symptomen bis zu starken Krankheitserscheinungen, die einen Klinikaufenthalt erforderlich machen.

Die Trauerfeier mit mindestens 100 Teilnehmern hatte am 14. Juli in Schwäbisch Gmünd stattgefunden. In der Folge führte das Gesundheitsamt bislang rund 400 Corona-Tests durch.

In einem mittelständischen Unternehmen in Mühlacker im Enzkreis sind 19 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Angaben des Landratsamtes sind jetzt alle Mitarbeiter in Quarantäne. Die Produktion der Firma sei geschlossen. Um welche Firma es sich handelt, hat das Landratsamt nicht mitgeteilt, es würden dort aber kein Fleisch und keine Lebensmittel hergestellt. Der Landrat sagt, für die Einwohner bestehe keine Gefahr.

28.7.2020, 13:30 Uhr – Kretschmann droht mit härteren Strafen bei Corona-Verstößen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) droht bei Verstößen gegen die Corona-Regeln mit härteren Strafen – wenn die Infektionszahlen weiter steigen. Man müsse damit rechnen, dass das Virus unter anderem von Urlaubsrückkehrern verstärkt mit nach Deutschland gebracht werde. Das Virus verstehe keinen Spaß, sagte Kretschmann in Stuttgart. Daher müssten sich alle an die geltenden Schutzmaßnahmen und Regeln halten.

Das Robert-Koch-Institut hat bei einer Pressekonferenz drei Regeln formuliert, mit denen Urlaub in Corona-Zeiten mit so wenig Risiko wie möglich geschehen kann.

28.7.2020, 13:14 Uhr – DFL-Pläne für neue Bundesliga-Saison: Kein Alkohol, keine Gästefans

Ein Stehplatz- und Alkoholverbot bis zum 31. Oktober und keine Gästefans in den Stadien bis zum Jahresende – diese Maßnahmen will die Deutsche Fußball Liga (DFL) in der 1. und 2. Bundesliga durchsetzen, wenn zur neuen Saison wieder Zuschauer in eingeschränkter Zahl zugelassen werden. Entsprechende Anträge des DFL-Präsidiums stehen bei der virtuellen Außerordentlichen Mitgliederversammlung der 36 Proficlubs am kommenden Dienstag zur Abstimmung. Mit solchen Zugeständnissen hofft die DFL darauf, dass die Politik zulässt, dass zumindest ein Teil der Zuschauer wieder in die Stadien darf. Aus der Fan-Szene ist mit Kritik zu rechnen.

28.7.2020, 13:10 Uhr – Polizei-Gewerkschaft: Bei Test-Verweigerern notfalls auch Zwang

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, setzt bei den Corona-Pflichttests auf Einsicht bei den Urlaubern. Sollten Reisende, die aus einem Risikogebiet zurückkommen, sich jedoch einer Kontrolle widersetzen, werde die Bundespolizei „im äußersten Fall auch Zwangsmittel anwenden“, sagte Radek im SWR.

Für die Durchführung der Corona-Tests an den Flughäfen sieht der GdP-Vize die Bundespolizei nicht zuständig. Die Verantwortung liege bei den Gesundheitsämtern. Deren Beschäftigte sollten Tests übernehmen, die Bundespolizei werde logistisch unterstützen – etwa indem sie Räume zur Verfügung stelle.

28.7.2020, 12:50 Uhr – Infizierte in St. Wolfgang alle aus Österreich

Zu den 62 bekannten Coronafällen im österreichischen Urlaubsort St. Wolfgang sind keine neuen hinzugekommen. Wie der öffentlich-rechtliche ORF auf seiner Internetseite berichtet, sind alle 1183 durchgeführten Tests ausgewertet. Laut den Behörden des Bundeslandes Oberösterreich stammen alle Infizierten aus dem Inland.

Die Ausbreitung des Virus in St. Wolfgang weckt Erinnerungen an den Corona-Ausbruch im österreichischen Wintersportort Ischgl, der im März zum Hotspot für Corona-Infektionen geworden war. In Ischgl hatten sich auch viele Touristen aus Deutschland und vielen anderen Ländern angesteckt. Der Tourismusverein von St. Wolfgang verwahrte sich jedoch gegen den Vergleich: Die Gemeinde im Salzkammergut sei nicht „der Partyort in den Alpen“.

Die Behörden gehen davon aus, dass die Infektionen am Wolfgangsee vor allem auf Praktikanten zurückgehen, die sich teilweise Doppel- und Dreibettzimmer teilten und auch die Freizeit miteinander verbrachten. Die überwiegend sehr jungen Menschen seien „hier unverschuldet und völlig überraschend in eine sehr unangenehme Situation gekommen“, zitiert der ORF den Bürgermeister der Gemeinde.

28.7.2020, 12:22 Uhr – Nächtliche Ausgangssperre in Region Antwerpen erlassen

Die belgische Provinz Antwerpen führt eine nächtliche Ausgangssperre ein. Ab morgen müssen die Bewohner zwischen 23:00 und 6:00 Uhr zu Hause bleiben, wie der Krisenstab entschied. Restaurants und Kneipen müssen demnach um 23:00 Uhr schließen.

Individuelle Kontakt- und Teamsportarten werden für Menschen ab 18 Jahren verboten. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist an allen öffentlichen Plätzen sowie dort, wo der Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann, verpflichtend.

28.7.2020, 11:17 Uhr – RKI: Menschen sind nachlässig geworden

Das Robert-Koch-Institut hat dazu appelliert, sich weiter an die Verhaltensregeln zu halten. Nachdem die Corona-Infektionszahlen wieder ansteigen, seien Abstand, Händehygiene und Alltagsmasken weiter sehr wichtig. Die Entwicklung sei sehr beunruhigend, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Es gelte nun zu verhindern, dass sich das Virus wieder rasant und unkontrolliert ausbreitet.

„Das schaffen wir nur gemeinsam“, sagte Wieler. Menschen seien nachlässig geworden. Zu Tausenden wilde Partys zu feiern, sei „rücksichtlos“ und auch „fahrlässig“, sagte er. Und auch im Urlaub sei vernünftiges Verhalten gefragt.

Im Unterschied zur letzten Zeit mit einzelnen großen Ausbrüchen sei die Lage im Moment diffus, sagte RKI-Expertin Ute Rexroth. In unterschiedlichen Kommunen stiegen die Fallzahlen – deutschlandweit steckten sich wieder mehr Menschen an. Es bestehe die Sorge, dass sich eine Trendumkehr andeuten könne.

RKI-Chef Wieler sagte, ob es sich um den Beginn einer möglichen zweiten Welle handle, könne man nicht wissen – aber es könne sein.

28.7.2020, 10:26 Uhr – Auswärtiges Amt rät von Reisen nach Katalonien ab

Weil die Corona-Fallzahlen in Spanien wieder ansteigen, rät das Auswärtige Amt von nicht zwingend nötigen Reisen in drei Regionen von Spanien ab. Betroffen sind Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava sowie die westlich davon im Landesinneren liegenden Regionen Aragón und Navarra. Die Balearen mit der Ferieninsel Mallorca oder die Kanaren sind dagegen von dem Reisehinweis nicht betroffen.

Das Auswärtige Amt begründete den Schritt mit den „hohen Infektionszahlen und örtlichen Absperrungen“. Eine formelle Reisewarnung für die drei Regionen soll es aber erst einmal nicht geben. Ein solcher Schritt hätte Urlaubern die kostenlose Stornierung von Buchungen ermöglicht. Katalonien, Aragón und Navarra werden von der Bundesregierung auch nicht zu den Risikogebieten gezählt.

28.7.2020, 8:36 Uhr – Fast 50 Corona-Neuinfektionen nach Trauerfeier in Schwäbisch Gmünd

Nach einer Trauerfeier bei Schwäbisch Gmünd sind 47 Gäste positiv auf das Coronavirus getestet worden. Eine Sprecherin des Landratsamtes hat gesagt, es könnten noch mehr Menschen infiziert sein. Man gehe davon aus, dass mehr als hundert Gäste bei der Trauerfeier vor zwei Wochen waren. Eine Teilnehmerliste gebe es nicht.

28.7.2020, 7:12 Uhr – Belgien verschärft Kontaktbeschränkungen

Weil die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus schnell steigt, verschärft Belgien die Kontaktbeschränkungen. Ab Mittwoch werde unter anderem die maximale Zahl der Teilnehmer bei Veranstaltungen unter freiem Himmel auf 200 halbiert, kündigte Ministerpräsidentin Sophie Wilmés an. Mit den Maßnahmen solle ein allgemeiner Lockdown verhindert werden.

28.7.2020, 3:21 Uhr – Biontech und Pfizer kündigen weltweite Impfstoff-Studie an

Die Mainzer Biotech-Firma Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer haben eine Untersuchung zur Sicherheit und Wirksamkeit eines Impfstoffs gegen das Coronavirus angekündigt. Sie werde heute starten und 30.000 Teilnehmer umfassen, sagte Biontech-Chef Ugur Sahin. Bei einem Erfolg der neuen Studie sei geplant, im Oktober ein Zulassungsverfahren zu beantragen. Möglicherweise könnten dann bis Ende des Jahres bis zu 100 Millionen Impfdosen bereitgestellt werden, hieß es.

28.7.2020, 1:43 Uhr – Vertretung der Steuerberater fordern Fristverlängerung für Steuererklärung

Die Vertretung der Steuerberater fordert wegen der Corona-Krise, die Frist für die Abgabe der Steuererklärungen zu verlängern. Mit Überbrückungshilfen und der Mehrwertsteuersenkung hätten die Steuerberater-Büros so viel zu tun, dass sie bei den normalen Steuererklärungen für das vergangene Jahr erheblich im Rückstand seien, sagte ein Sprecher dem Handelsblatt. Eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums verwies laut Handelsblatt darauf, dass sowohl Steuerpflichtige als auch Steuerberater im Einzelfall eine Fristverlängerung beantragen könnten. Steuerpflichtige, die sich nicht beraten lassen, müssen ihre Steuererklärung für 2019 bis zum 31. Juli einreichen. Wer sich beraten lässt, hat bis Ende Februar 2021 Zeit.

27.7.2020, 17:19 Uhr – Corona-Tests bei Rückkehr aus Risikogebieten sollen Pflicht werden

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Coronavirus-Tests für Reisende aus Risikogebieten verpflichtend machen. Der Deutschen Presseagentur sagte Spahn, er werde eine Testpflicht anordnen. Das diene dem Schutz aller Bürger. „Wir müssen verhindern, dass Reiserückkehrer unbemerkt andere anstecken und so neue Infektionsketten auslösen“, so Spahn. Die Tests sollen kostenlos sein.

27.7.2020, 17:02 Uhr – Regierung: Tiefststand bis zum Herbst ist das Ziel

Die Bundesregierung hat die Bürger zu einem verantwortungsbewussten Handeln gerade auch im Urlaub aufgerufen, um die zuletzt gestiegenen Infektionszahlen wieder zu drücken. Am Ende der Sommerzeit müsse man möglichst einen „Tiefststand an Infektionen“ haben, um im Herbst und Winter gut durch die Pandemie kommen zu können, sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU).

Die steigenden Infektionszahlen gäben „Anlass zur Sorge“, so Braun weiter. Wer sich in der Freizeit oder auf Reisen nicht an die allgemeinen Kontakt- und Abstandsregeln halte, riskiere nicht nur seine eigene Gesundheit. Es gehe auch um das Verbreitungsrisiko des Virus.

27.7.2020, 16:48 Uhr – Asien kämpft gegen die zweite Infektionswelle

In mehreren Regionen steigen die Corona-Infektionszahlen wieder an. China verschärft die Restriktionen. In Vietnam werden 80.000 Menschen aus dem Urlaubsort Da Nang ausgeflogen. Die Regierung in Hongkong spricht von einer „außerordentlich ernsten Lage“.

27.7.2020, 16:37 Uhr – UN: 90 Prozent aller Infektionen in Ballungsräumen

Menschen in Städten und Ballungsräumen sind laut den Vereinten Nationen besonders stark von der Pandemie betroffen. Schätzungsweise 90 Prozent der bestätigten Fälle seien in urbanen Zonen aufgetreten, teilte UN-Generalsekretär António Guterres mit.

Viele Stadtbewohner seien wegen beengter Wohnverhältnisse einem großen Risiko ausgesetzt. Besonders gefährlich sei das Virus für Menschen, die in Slums wohnen. Den Angaben nach leben etwa 24 Prozent aller Städter in diesen Armenvierteln, die in der Regel keine oder nur unzureichende sanitäre Installationen und Gesundheitseinrichtungen aufweisen.

27.7.2020, 15:48 Uhr – Noch keine Entscheidung über Pflicht-Tests

Die Diskussion über eine Test-Pflicht für zurückgekehrte Urlauber geht weiter. Kanzleramts-Chef Helge Braun (CDU) sagte nach Gesprächen mit Vertretern der Länder, dass noch keine Entscheidung gefallen sei: „Ich bitte Sie da noch um ein bisschen Geduld.“ Bayern hatte sich für verpflichtende Tests für Urlauber ausgesprochen.

27.7.2020, 15:05 Uhr – Größte Impfstoff-Studie beginnt

In den USA hat die weltweit größte Studie mit einem Corona-Impfstoff begonnen. 30.000 Freiwillige sollen den experimentellen Impfstoff erhalten, den die US-Behörde National Institutes of Health mit dem Unternehmen Moderna entwickelt hat. Für andere Impfstoffe begannen diesen Monat bereits kleinere Studien für die letzte Phase vor einer Zulassung. Diese Impfstoffe wurden in China und der Oxford University in Großbritannien entwickelt.

Der US-Pharmakonzern Pfizer plant für diesen Sommer eine eigene Studie mit 30.000 Personen. Pfizer entwickelt gemeinsam mit der deutschen Firma Biontech einen Impfstoff.

27.7.2020, 13:38 Uhr – Streit über Kosten der Tests am Frankfurter Flughafen

Am größten deutschen Flughafen wird es noch dauern, bis kostenlose Corona-Tests für Reiserückkehrer angeboten werden. Der Flughafenbetreiber Fraport verwies darauf, dass noch nicht geklärt sei, wer die Tests übernehme und zahle. Man befinde sich in enger Abstimmung mit den Behörden, sagte ein Unternehmenssprecher. Das zuständige Sozialministerium in Wiesbaden prüft nach Angaben einer Sprecherin derzeit, welche Anbieter ausreichende Testkapazitäten auch kurzfristig zur Verfügung stellen können.

Wegen der höheren Passagierzahlen sei die Situation in Frankfurt nicht mit anderen Flughäfen vergleichbar. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten in der vergangenen Woche beschlossen, dass sich alle Reisenden aus Risikogebieten nach ihrer Rückkehr in Deutschland künftig kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Das ist an verschiedenen Flughäfen insbesondere in Bayern und Nordrhein-Westfalen bereits möglich.

27.7.2020, 13:03 Uhr – WHO-Chef lobt China, Deutschland, Kanada und Südkorea

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hat die Corona-Pandemie als schlimmste Gesundheitskrise seit Bestehen der Weltgesundheitsorganisation bezeichnet. Nur mit konsequenten Schutzmaßnahmen, wie dem Tragen von Masken und der Vermeidung von Menschenansammlungen, werde es der Welt gelingen, die Krise in den Griff zu bekommen.

„Wo die Maßnahmen befolgt werden, sinken die Zahlen, wo sie nicht befolgt werden, steigen die Zahlen“, so der WHO-Chef. Als Positivbeispiele für die Bekämpfung der Pandemie nannte er China, Deutschland, Kanada und Südkorea.

27.7.2020, 11:17 Uhr – Britische Behörden: Dicke Menschen haben höheres Sterberisiko

Fettleibigkeit erhöht nach Angaben der britischen Gesundheitsstaatssekretärin Helen Whately das Risiko, an dem neuartigen Coronavirus zu sterben. Die Briten sollten daher weniger essen, um abzunehmen, sagte sie. Wer einen Body-Mass-Index (BMI) von mehr als 40 habe, der sei doppel so stark gefährdet, an Covid-19 zu sterben.

In Großbritannien haben nach Regierungsangaben fast zwei Drittel der Erwachsenen ein Körpergewicht, das als nicht mehr gesund gilt. 36 Prozent von ihnen leiden demnach an Übergewicht und 28 Prozent an Fettleibigkeit. Jedes dritte Kind im Alter zwischen zehn und elf Jahren ist diesen Angaben zufolge übergewichtig oder fettleibig.

27.7.2020, 10:27 Uhr – Bayern fordert bundesweite Testlösung für Urlaubsrückkehrer

Bayern fordert, dass es einen nationalen Ansatz für Tests und Kontrollen von Urlaubsrückkehrern geben soll. Es müsse ein umfassendes Konzept für verpflichtende Tests nicht nur an Flughäfen geben, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Dafür brauche man im Infektionsschutzgesetz eine Grundlage. Söder ist auch dafür, die ausgewiesenen Risikogebiete in Europa noch einmal regionaler zu gestalten. Eine freiwillige Quarantäne der Rückkehrer sei nicht so wirkungsvoll wie wenn direkt ein Test gemacht werde. „Meine Sorge ist nicht, dass es ein großes Ischgl gibt, sondern viele Mini-Ischgls“, sagte Söder. „Corona kommt schleichend zurück, aber mit aller Macht.“

Bayern richtet Corona-Testzentren neben Flughäfen auch an drei großen Grenzübergängen und an den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg ein, sagte Söder. Die Tests dort sollen freiwillig sein. An den Flughäfen München und Nürnberg bietet Bayern schon kostenlose, freiwillige Tests an. Der Bund müsse es aber ermöglichen, die Tests zur Pflicht zu machen. „Wir brauchen verpflichtende Test an Flughäfen und zwar so schnell wie möglich.“

27.7.2020, 10:16 Uhr – Schärfere Kontrollen an bayerischen Höfen

Nach dem Corona-Ausbruch in einem landwirtschaftlichen Betrieb verschärft Bayern die Kontrollen an den Höfen. „Alle Betriebe werden in noch kürzeren Intervallen auf ihre Hygienekonzepte geprüft“, kündigte inisterpräsident Markus Söder (CSU) an. Die Kontrollen würden nicht angemeldet und könnten Tag und Nacht sein. Die Bußgelder bei Verstößen würden auf 25.000 Euro verfünffacht. Zudem werde man alle Saisonarbeiter verpflichtend testen. Sollte der Ausbruch im Betrieb in Mamming begrenzt bleiben, werde die Quarantäne-Pflicht und der Lockdown auf den Betrieb begrenzt bleiben.

27.7.2020, 7:19 Uhr – Corona-Testzelt für Einwohner von Mamming

Die Bayerische Staatsregierung will nach der Corona-Masseninfektion von 174 Erntehelfern auf einem Gemüsehof in Mamming im Laufe des Tages eine Covid-Teststation in der niederbayerischen Gemeinde aufbauen. Der örtlichen Bevölkerung werde die freiwillige Testung in einem mobilen Testzelt angeboten, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml. „Gerade in einer Situation wie dieser ist dies ein sehr wichtiges Angebot an die Bevölkerung.“ Am Wochenende hatte das Landratsamt Dingolfing-Landau bekannt gegeben, dass sich auf einem mittlerweile abgeriegelten großen Gemüsebauernhof in der 3300-Einwohner-Gemeinde mehr als ein Drittel der dort arbeitenden Erntehelfer mit dem Corona-Erreger infiziert hatte.

27.7.2020, 3:05 Uhr – Dobrindt ebenfalls für verpflichtende Tests bei Reise-Rückkehrern

Immer mehr Politiker wollen, dass Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten zur Pflicht werden. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte der Bild-Zeitung, möglicherweise müsse man das Recht so ändern, dass dies möglich sei. Nach Meinung Dobrindts sollte zudem nicht nur zwischen Risikogebieten und Nicht-Risikogebieten unterschieden werden. Es gebe auch Regionen mit regionalen Ausprägungen. Diese sollten als  „Gefahrenregionen“ definiert werden, für die ebenfalls entsprechende Maßnahmen ergriffen werden sollten. Rückkehrer aus dem Auslandsurlaub können sich seit dem Wochenende auf mehreren Flughäfen in Deutschland testen lassen. Zuvor hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigt, die Möglichkeit von verpflichtenden Untersuchungen für Reiserückkehrer aus Risikogebieten juristisch überprüfen zu lassen.

27.7.2020, 00:15 Uhr – Heil: Arbeitsschutzregeln sollen strenger werden

Nach den massenhaften Corona-Ausbrüchen in Schlachtbetrieben sollen die Regeln für den Arbeitsschutz in Deutschland verschärft werden. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will dabei nicht nur gegen Missstände in der Fleischindustrie vorgehen – strengere Regeln könnte es künftig auch in anderen Bereichen geben. Man werde sich Branche für Branche anschauen und jeweils geeignete Maßnahmen ergreifen, wenn es nötig sei, so der SPD-Politiker. Unter anderem ist ein Verbot von Werkverträgen in Großschlachtereien geplant. Das Bundeskabinett will in dieser Woche ein entsprechendes Gesetz des Ministers beschließen. Der Entwurf liegt dem ARD Hauptstadtstudio vor.

26.7.2020, 23:23 Uhr – Brasilien: Insgesamt 2,4 Millionen Infektionen

In Brasilien steigt die Zahl der bekannten Infektionen um 24.578 auf insgesamt 2,4 Millionen. Das Gesundheitsministerium gibt zudem 555 weitere Todesfälle - damit insgesamt 87.004 - bekannt.

26.7.2020, 17:36 Uhr – Amerika: Viele Infektionen auf ganzem Kontinent

Auf dem amerikanischen Kontinent ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den lateinamerikanischen Staaten erstmals größer als in den USA zusammen mit Kanada. In den Ländern südlich der USA summieren sich die Infektionen nach Reuters-Zählung auf über 4.327.160. In den USA und Kanada sind es 4.308.495.

In den USA steigt die Zahl der Infizierten um 64.582 auf 4.163.892. Die Zahl der Corona-Toten wächst nach Angaben der Seuchenbehörde CDC um 929 auf 145.942.

26.7.2020, 14:53 Uhr – Vietnam: Abstands-Regelungen wieder in Kraft

In Vietnam setzt die Regierung in der Touristenhochburg Danang Abstands-Regelungen wieder in Kraft. Zuvor hatten Behörden innerhalb von zwei Tagen vier Neufälle registriert, die auf örtliche Übertragung zurückzuführen sind. Touristen dürfen die nächsten 14 Tage die Stadt nicht besuchen. Sportliche und kulturelle Veranstaltungen werden abgesagt. Zudem besteht ab sofort eine Maskenpflicht und das Verbot von Versammlungen mit mehr als 30 Menschen.

26.7.2020, 14:03 Uhr – Süditalien: Maskenverstöße werden teurer

In der süditalienischen Region Kampanien rund um die Stadt Neapel sind die Strafen bei Verstößen gegen Corona-Auflagen verschärft worden. "Wenn unsere Mitbürger glauben, dass das Problem gelöst ist, heißt das, dass wir innerhalb weniger Wochen wieder einen schlimmen Notstand haben werden", erklärte der Gouverneur von Kampanien, Vincenzo de Luca.

Wer in geschlossenen Räumen oder im öffentlichen Nahverkehr keinen Mund-Nasen-Schutz trägt, riskiert eine Geldbuße von 1.000 Euro, wie mehrere italienische Medien berichten. Die ersten Bußgelder wurden demnach schon gestern unter anderem gegen die Betreiber einer Bar und eines Friseurgeschäfts in der Hafenstadt Salerno verhängt.

Einzelhändlern, die in ihren Geschäften die Maskenpflicht nicht durchsetzen, droht neben der Geldbuße zusätzlich eine Ladenschließung zwischen fünf und 30 Tagen. Für Wiederholungstäter kann die Schließung sogar auf bis zu 60 Tage ausgeweitet werden.

26.7.2020, 11:30 Uhr – Demo statt Party auf dem Frankfurter Opernplatz

Nach Auseinandersetzungen am vergangenen Wochenende ist es am Frankfurter Opernplatz in der Nacht ruhig geblieben. Nur etwa rund 400 Menschen trafen sich dort, während es an den Wochenenden zuvor mehrere Tausend gewesen waren. Um kurz nach 01.00 Uhr war der Platz dann menschenleer - abgesehen von den Polizisten, die dies überwachten.

Am Abend hatten sich etwa 150 Menschen zu einer Spontandemo versammelt, die am Opernplatz endete. Sie beklagen, dass Migranten vermehrt von der Polizei angehalten und kontrolliert worden seien.

26.7.2020, 09:03 Uhr – Bolsonaro offenbar wieder genesen

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat seine Covid-19-Erkrankung offenbar überstanden. Ein erneuter Corona-Test sei negativ ausgefallen, teilte Bolsonaro am Samstag (Ortszeit) via Twitter mit. Bolsonaro beendete danach seine häusliche Isolation, wie brasilianische Medien berichten. Der 65-Jährige hatte seine Corona-Infektion am 7. Juli bekanntgemacht. Nach eigenen Angaben hatte er keine gesundheitlichen Beschwerden und war weiter seinen Amtsgeschäften nachgegangen.

26.7.2020, 04:02 Uhr – Frankreich kündigt kostenlose Corona-Tests an

Frankreich will angesichts steigender Corona-Infektionen kostenlose Tests bereitstellen. Diese sollen zudem rezeptfrei erhältlich sein, wie die Regierung mitteilte. „Wir würden dies nicht als eine zweite Welle bezeichnen, aber es ist klar, dass wir seit einigen Tagen einen spürbaren Anstieg der Zahl der bestätigten Fälle beobachtet“, sagte Gesundheitsminister Olivier Veran der Zeitung "Le Parisien".

26.7.2020, 02:05 Uhr - Erster Corona-Verdachtsfall in Nordkorea

Mehr als ein halbes Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie hat Nordkorea erstmals einen Corona-Verdachtsfall gemeldet. Ein nordkoreanischer Staatsbürger, der illegal die Grenze überquert habe, stehe nach seiner Rückkehr unter dem Verdacht, „mit dem bösartigen Virus infiziert zu sein“, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Bisher hatte das extrem abgeschottete und autoritär geführte Nordkorea nach offiziellen Angaben keinen einzigen Fall des neuartigen Coronavirus registriert. Die Grenzen sind geschlossen.

26.7.2020, 01:40 Uhr - Briten sollen in Corona-Krise abnehmen

Die britische Regierung will die vielen übergewichtigen Briten zum Abnehmen in der Corona-Krise animieren. Eine entsprechende Kampagne plant Premierminister Boris Johnson, mit umgerechnet rund elf Millionen Euro zu unterstützen. Das berichtet die Zeitung "The Guardian". So soll bald auf Weinflaschen und Bierdosen der Kaloriengehalt stehen. Fernsehwerbung für Junkfood soll erst spätabends erlaubt sein. Untersuchungen zufolge steigt das Sterberisiko bei einer Covid-19-Erkrankung durch Übergewicht an.

26.7.2020, 00:40 Uhr - Karliczek rechnet nicht mit Engpässen bei Corona-Impfstoff

Sobald ein Corona-Impfstoff bereitsteht, wird sich nach Ansicht der Bundesregierung jeder, der möchte, auch impfen lassen können. Das hat Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) der "Bild am Sonntag" gesagt. Mit Engpässen bei der Bereitstellung wird nicht gerechnet. Man sei dabei, die Produktionskapazitäten in Deutschland zu erhöhen. Karliczek dämpfte allerdings Erwartungen, dass der Impfstoff bald auf dem Markt sein könnte. Einen zugelassenen Impfstoff werde es wohl frühestens Mitte nächsten Jahres geben.

26.7.2020, 00:35 Uhr - Weitere Corona-Infektionen am Wolfgangsee

Die Zahl der Corona-Infektionen in mehreren Tourismusbetrieben in St. Wolfgang in Oberösterreich ist auf mindestens 44 gestiegen. Bei den Betroffenen handelt es sich nach Medienberichten überwiegend um Mitarbeiter, allerdings sei auch bei einem Urlauber das Virus nachgewiesen worden. Die meisten Infizierten sind demnach Praktikanten. Ob sie sich in ihren Unterkünften oder beim Ausgehen angesteckt haben, sei unklar. Zwei Bars seien geschlossen worden.

25.7.2020, 23:20 Uhr - TUI streicht wegen Quarantäne Flüge von Großbritannien nach Spanien

Der Reiseveranstalter TUI streicht am Sonntag wegen einer von der Regierung in London angeordneten Quarantäne-Pflicht seine Flüge von Großbritannien auf das spanische Festland und zu den Kanarischen Inseln. „Wir sind unglaublich enttäuscht, dass wir nicht früher von dieser Ankündigung erfahren haben“, sagte der TUI-Geschäftsführer für Großbritannien und Irland, Andrew Flintham, am Samstagabend. Schließlich wollten viele Briten am Wochenende in den Urlaub starten. Die britische Regierung hat wegen steigender Corona-Zahlen abrupt eine Zwei-Wochen-Quarantäne für alle Reisenden aus Spanien angeordnet. Die Maßnahme soll ab Mitternacht britischer Zeit gelten (01:00 Uhr MEZ Sonntag).

25.7.2020, 22:02 Uhr – Telekom: Probleme mit Corona-Warn-App für iOs behoben

Die Probleme bei der Corona-Warn-App sind nach Angaben der Deutschen Telekom jetzt auch für Besitzer von iPhones beseitigt worden. Seit dem Nachmittag stehe ein Update für alle Apple-Nutzer mit dem iOS-Betriebssystem zur Verfügung, teilte das Unternehmen mit. Wenn dies installiert werde, gebe es keine Einschränkungen mehr bei der automatischen Aktualisierung der App.

Bislang gab es Fälle, in denen die App ihre Daten erst aktualisierte, wenn sie aufgerufen wurde. Zuvor hatten die Entwickler bereits ein Update für Handys der Hersteller Samsung und Huawei mit Android-Betriebssystem bereitstellen müssen. Auch bei diesen gab es ein Aktualisierungsproblem.

25.7.2020, 20:09 Uhr – Katalonien schließt Clubs für zwei Wochen

Katalonien hat wegen der steigenden Corona-Zahlen angeordnet, dass Diskotheken und Clubs in der gesamten Region für 15 Tage zu bleiben. Bars im Großraum Barcelona und Lleida müssen um Mitternacht schließen. Spanien hat in den vergangenen zwei Tagen jeweils mehr als 900 Neuinfektionen gemeldet, besonders viele davon in Katalonien.

25.7.2020, 15:31 Uhr – Brasiliens Präsident Bolsonaro negativ getestet

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat seine Corona-Infektion nach eigenen Angaben überstanden. Ein weiterer Corona-Test sei negativ gewesen, hat Bolsonaro getwittert. Wann er den Test gemacht hat, hat er nicht gesagt. Bolsonaro hatte vor zwei Wochen bekannt gegeben, dass er sich mit Corona angesteckt habe. Er hat das Virus mehrmals als leichte Grippe bezeichnet und Einschränkungen abgelehnt. Brasilien ist besonders schwer von der Pandemie betroffen – dort gibt es bisher mehr als zwei Millionen bestätigte Corona-Fälle.

25.7.2020, 13:28 Uhr – Spahn will rechtliche Test-Verpflichtung überprüfen lassen

Weil sich wieder mehr Menschen mit dem Coronavirus infizieren, will die Bundesregierung prüfen lassen, ob ein verpflichtender Corona-Test für Rückkehrer aus Urlaubsgebieten rechtlich zulässig ist. Generell gelte es zu verhindern, dass sich das Coronavirus in Deutschland wieder verstärkt ausbreite, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Deutschlandfunk. „Und ja, wir prüfen auch, ob es rechtlich möglich ist, das ist ja ein Eingriff in die Freiheit, jemanden zum Test zu verpflichten.“

Spahn und die Gesundheitsminister der Länder haben beschlossen, dass sich Rückkehrer aus dem Auslandsurlaub kostenlos auf das Virus testen lassen können – und zwar sofort nach ihrer Ankunft an Flug- und Seehäfen. Damit solle eine zweite Virus-Welle eingedämmt werden. „Wir werden es möglich machen, dass jeder Reiserückkehrer sich testen lassen kann“, betonte Spahn. Der Minister setzt dabei vor allem auf die Eigenverantwortlichkeit der Reisenden. „Ich bin sehr dafür, dass bei Reiserückkehrenden sich im Zweifel einer zu viel testen lässt als einer zu wenig, aber im Kern gilt das Gleiche wie auch zu Hause im Urlaub: Aufeinander aufpassen, darum geht’s.“

25.7.2020, 8:35 Uhr – 25.000 Corona-Tests am Frankfurter Flughafen

Das Corona-Testzentrum der Diagnostikfirma Centogene am Frankfurter Flughafen hat seit seinem Start Ende Juni etwa 25.000 Menschen auf eine Virus-Infektion überprüft. „Wir haben rund 25.000 Personen getestet, etwa 80 Prozent davon waren Reiserückkehrer. Insgesamt waren circa 70 Tests positiv“, sagte Centogene-Chef Arndt Rolfs der Zeitung Welt - das liege innerhalb der erwarteten Größenordnung. „Beunruhigend ist, dass fast alle positiv Getesteten aus Nicht-Risikoländern kommen.“ Rolfs ist daher überzeugt, dass die Strategie der flächendeckenden Tests der Passagiere auf Flughäfen die Zukunft sein wird.

25.7.2020, 3:22 Uhr – Ab heute verschärfte Corona-Vorschriften in Belgien

In Belgien gelten von heute an verschärfte Corona-Vorschriften. Zum Beispiel müssen auf allen öffentlichen Plätzen des Landes Schutzmasken getragen werden. Die Zahl der entdeckten Corona-Infektionen in Belgien war binnen einer Woche um 89 Prozent gestiegen. Seit Beginn der Epidemie verzeichnet das elf Millionen Einwohner zählende Land nun 64.847 diagnostizierte Corona-Infektionen und 9.812 Todesfälle.

25.7.2020, 2:35 Uhr – Erstes großes Kreuzfahrtschiff startet nach Zwangspause

In Hamburg hat am Abend nach monatelanger Zwangspause erstmals wieder ein großes Kreuzfahrtschiff von einem deutschen Hafen abgelegt. Für den dreitägigen Kurztrip auf der Nordsee sind rund 1.200 Passagiere an Bord. Platz hätten mehr als doppelt so viele. Auch die vorgeschriebene Kapazitätsgrenze wurde nicht ausgeschöpft. Auf dem Schiff gilt ein strenges Hygienekonzept.

25.7.2020, 2:28 Uhr – USA erteilen keine neuen Studentenvisa für Online-Kurse

Das Hickhack um Studentenvisa in den USA geht weiter. Die US-Einwanderungsbehörde hat mitgeteilt, dass keine neuen Einreisevisa mehr für Studierende ausgestellt werden, wenn deren Kurse ausschließlich online stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie dürften davon zahlreiche Unis und Studierende betroffen sein. Erst vergangene Woche hatte die US-Regierung Pläne zurückgenommen, ausländische Studierende auszuweisen, sollten sie wegen der Corona-Krise nur an Online-Kursen teilnehmen können.

25.7.2020, 1:26 Uhr – Bahn: Keine Strafe bei Verstoß gegen Maskenpflicht

Die Bahn hält nichts von Strafen für Fahrgäste, die sich nicht an die Maskenpflicht in den Zügen halten. Man setze auf Einsicht und die Kommunikation der Zugbegleiter mit Fahrgästen, die keine Maske tragen, sagte Unternehmenschef Richard Lutz den Funke-Zeitungen. Wenn dies nicht wirke, hole die Bundespolizei uneinsichtige Fahrgäste am nächsten Bahnhof aus dem Zug. Das sei bisher aber nur sehr selten vorgekommen, so Lutz. Wegen der Corona-Pandemie gilt im Nah- und Fernverkehr der Bahn die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

24.7.2020, 23:27 Uhr – Probleme mit Corona-Warn-App auch auf iPhones

Auch auf iPhones kommt es nach einem Medienbericht zu Problemen bei der Nutzung der Corona-Warn-App. Die Tagesschau berichtet, dass die Kontaktüberprüfung auch bei den Apple-Geräten nur lückenhaft funktioniere. Nutzer seien teilweise über Wochen nicht informiert worden, ob sie Kontakt zu Infizierten hatten oder nicht. Ähnliche Probleme sind zuvor bei Android-Geräten bekannt geworden. In beiden Fällen geht es darum, dass die Hintergrundaktualisierung nicht richtig arbeitet. Bei iPhones sei das Problem – anders als bei Android – noch nicht behoben.

24.7.2020, 23:17 Uhr – Paris St. Germain gewinnt vor 5.000 Fans

Paris St. Germain ist zum 13. Mal französischer Fußball-Pokalsieger. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel gewann im Finale gegen St. Etienne mit 1:0. Es war das erste Profispiel im französischen Fußball seit der Corona-Zwangspause. 5.000 Fans durften ins Stadion.

24.7.2020, 21:33 Uhr – Braun hinterfragt Aussagekraft von Corona-Tests der Heimkehrer

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) stellt infrage, wie aussagekräftig Corona-Tests von Reiserückkehrern sind. Wenn man mit frischen Infektionen aus einem Risikogebiet komme, brauche es zwei bis drei Tage bis zu einem positiven Test, sagte der CDU-Politiker der Neuen Osnabrücker Zeitung. Zuvor hatten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern auf Corona-Teststellen an Flughäfen geeinigt. Rückkehrer aus Risikogebieten sollen sich freiwillig und kostenlos testen lassen können. Diesen Beschluss kritisiert auch der Arbeitgeberverband Baden-Württemberg: Besser seien verpflichtende Tests.

24.7.2020, 19:07 Uhr – São Paulo verschiebt Karneval um mehrere Monate

Der traditionelle Karneval im brasilianischen São Paulo soll frühestens im Mai oder Juni nächsten Jahres stattfinden. Das hat die Stadt jetzt entschieden. Ein genaues Datum steht noch nicht fest. Sowohl die großen Samba-Paraden als auch der Straßenkarneval werden damit um mehrere Monate verschoben. Als Grund wurde genannt, dass sich die Samba-Schulen nicht ausreichend vorbereiten können. Auch der weltberühmte Karneval in Rio de Janeiro könnte verschoben werden: Schon vor einigen Tagen hatten viele Samba-Schulen bekannt gegeben, dass sie nicht auftreten werden. Bisher ist der Karneval für Februar geplant – der zuständige Verband will im September darüber entscheiden.

24.7.2020, 17:55 Uhr – Luftverkehrswirtschaft sieht noch offene Fragen bei Corona-Tests

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) sieht bei den an Flughäfen geplanten Corona-Tests für Reisende aus Risikogebieten noch einige Fragen ungeklärt. Eine Ausweitung der Tests erfordere eine ausreichende Infrastruktur, erklärte BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow. Die neue Teststrategie müsse die Besonderheit des Luftverkehrssystems mit Drehkreuzen und Zubringerflughäfen in der Fläche berücksichtigen, machte von Randow klar. „Damit die Passagiere nicht aufgrund der Tests ihre Anschlussflüge verpassen, und auch im Hinblick auf die begrenzte Platzkapazität an den beiden Drehkreuzflughäfen, sollten die Tests nicht beim Umsteigen, sondern am Zielflughafen gemacht werden.“ Denn die große Mehrheit der Passagiere aus Risikoländern komme an den Drehkreuzen Frankfurt und München an und fliege von dort aus in der Regel weiter.

24.7.2020, 16:56 Uhr – RKI nennt Entwicklung „sehr beunruhigend“

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat sich besorgt über den Anstieg der neu gemeldeten Coronavirus-Fälle in den vergangenen Tagen gezeigt. „Diese Entwicklung ist sehr beunruhigend und wird vom RKI weiter sehr genau beobachtet“, teilte eine RKI-Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. „Eine weitere Verschärfung der Situation muss unbedingt vermieden werden.“ Zuletzt habe die Zahl der neu übermittelten Corona-Fälle mit 815 deutlich höher als in den Vorwochen gelegen: „Zuvor lag die Zahl bei um die 500 übermittelten Fällen pro Tag, zeitweise auch deutlich darunter“, so die Sprecherin.

24.7.2020, 16:18 Uhr – Neue Premier-League-Saison beginnt am 12. September

Die Fußballsaison 2020/21 in der englischen Premier League beginnt am 12. September. Das gab die Liga bekannt. Demnach hätten sich alle Beteiligten auf diesen Termin geeinigt. Der 38. und letzte Spieltag soll am 23. Mai 2021 stattfinden. Die laufende Premier-League-Saison endet an diesem Sonntag.

Wegen der Corona-Krise hatte der Ligabetrieb vom 13. März bis 17. Juni pausiert. Derzeit finden alle Spiele ohne Publikum statt. Wann bei den Partien wieder Zuschauer im Stadion zugelassen werden, ist derzeit noch offen.

24.7.2020, 15:27 Uhr – Kramp-Karrenbauer lobt Corona-Projekt der Diensthundeschule

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat erste Ergebnisse von Corona-Forschungen an der einzigen Diensthundeschule der Bundeswehr als "sehr ermutigend" bezeichnet. Sie sei stolz auf die vierbeinigen "Kameraden" der Streitkräfte, sagte die CDU-Chefin bei ihrem ersten Besuch in der besonderen Dienststelle bei Ulmen in der Vulkaneifel. Soldaten und Hunde säßen hier "Seite an Seite auf der Schulbank".

Ein neues Forschungsprojekt zeigt, dass trainierte Hunde organische Substanzen der Zellen von coronainfizierten Menschen recht zuverlässig erschnüffeln können. Eine Woche Training reicht dafür nach Erkenntnissen der Tierärztlichen Hochschule Hannover, der Bundeswehr und weiterer Forschungspartner in der Regel aus. Danach konnten die Hunde unter 1012 Proben von Speichel oder Atemwegssekret 94 Prozent korrekt identifizieren, wie das Team im Fachblatt „BMC Infectious Diseases“ kürzlich berichtet hatte.

24.7.2020, 14:57 Uhr – Gesundheitsminister vereinbaren Corona-Tests an Flughäfen

Urlauber, die aus Risikogebieten zurückkehren, sollen künftig bei ihrer Ankunft an deutschen Flughäfen auf das Coronavirus auf eigenen Wunsch hin getestet werden. Das geht aus dem Beschluss hervor, auf den sich die Gesundheitsminister der Länder geeinigt haben. Ein negatives Testergebnis kann danach die ansonsten vorgesehene 14-tägige Quarantäne für Rückkehrer aus Risikogebieten beenden. Das Risiko soll so begrenzt werden, dass Urlauber das Virus wieder in Deutschland verbreiten. Die Zahl an Neuinfektionen ist in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen.

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24.7.2020, 14:55 Uhr – Britischer Premier Johnson kritisiert Impfgegner

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich inmitten der Corona-Pandemie über Aktivisten ausgelassen, die gegen Impfungen mobil machen. Sie seien „verrückt“, sagte er bei einem Besuch in einer Londoner Klinik. Dort fragte er das Personal, was es von „all diesen“ Impfgegnern halte. Die Visite stattete Johnson der Klinik im Osten der britischen Hauptstadt ab, um eine Kampagne für Grippeimpfungen vor dem Winter zu bewerben.

Auftrieb bekam die Bewegung der Impfgegner auf der Insel durch einen inzwischen in Verruf geratenen Artikel in einem medizinischen Fachmagazin. Darin behauptet der Arzt Andrew Wakefield, Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln stünden mit Autismus in Verbindung. Der Beitrag wurde später zurückgezogen, Wakefield verlor seine Zulassung.

24.7.2020, 13:51 Uhr – Umfrage: Geringe Impfbereitschaft gegen Corona

Nach einer Studie der Universität Heidelberg wollen sich nur 55 Prozent der Befragten im Fall eines verfügbaren Impfstoffes impfen lassen. Die Wissenschaftler befragten jüngst 1.350 Menschen. Je stärker die Verschwörungsmentalität ausgeprägt ist, desto größer ist der Widerstand gegen Schutzmaßnahmen wie die Warn-App oder Impfungen, wie das interdisziplinäre Forscherteam herausfand. Überdies war die Gruppe mit Tendenz zu Verschwörungstheorien auch weniger mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung zufrieden. Laut Mitautor und Psychologie-Professor Peter Kirsch ist bei Gegnern von Schutzvorkehrungen das Vertrauen in die Mitmenschen schwach ausgebildet.

24.7.2020, 13:36 Uhr – WHO: Noch keine Herdenimmunität

Zur Erreichung einer Herdenimmunität müssen nach einer Schätzung der Chefwissenschaftlerin der Weltgesundheitsorganisation, Dr. Soumya Swaminathan, etwa 50 bis 60 Prozent der Bevölkerung immun gegen das Coronavirus sein.

Eine Herdenimmunität liegt vor, wenn die Mehrheit der Bevölkerung immun gegen eine Krankheit ist, was deren Ausbreitung verhindert. Sie wird gewöhnlich durch Impfen erreicht. In einigen schwer von der Corona-Pandemie getroffenen Ländern hätten nun etwa fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung Antikörper, sagte Swaminathan. In manchen Ländern seien es 20 Prozent.

Andere Experten haben geschätzt, dass 70 bis 80 Prozent der Bevölkerung über Antikörper verfügen müssten, damit ein Herdenimmunitäts-Effekt auftritt.

24.7.2020, 13:17 Uhr – Laut Studie sind Meere in Italien sauberer geworden

Nach dem Corona-Lockdown zeigen Italiens Küsten eine deutlich bessere Wasserqualität. Durchgängig nahm die Sichttiefe zu, vor Ligurien etwa von zehn auf 15 Meter. Zugleich ging rings um die italienische Halbinsel der Nährstoffgehalt aus Düngemitteln zurück, der für ein überhöhtes Pflanzenwachstum im Meer verantwortlich ist. Das sind Ergebnisse einer Untersuchung des italienischen Umweltministeriums, die in Rom veröffentlicht wurden.

Umweltminister Sergio Costa erklärte, die Daten bestätigten, was bereits der Augenschein zeige: dass die Meere klarer und die Umwelt sauberer seien. Er sprach von neuen Standards für eine „neue grüne Normalität“.

Für die Studie wurden zwischen April und Juni Proben an 457 Stellen entlang der italienischen Küste vorgenommen und mit historischen Daten verglichen. Besondere Untersuchungen fanden in den Mündungsgebieten der Hauptflüsse Po und Etsch statt. Gründe für die größere Klarheit der Gewässer sind der Mitteilung zufolge eine verringerte menschliche Aktivität, aber auch geringere Niederschläge und andere metereologisch-klimatische Faktoren, die für eine geringeren Eintrag von Schwebstoffen sorgten.

24.7.2020, 12:21 Uhr – EU-Kommission will Finanzmarktregeln lockern

In der Corona-Krise will die EU-Kommission einige Regeln lockern, damit Firmen leichter frisches Kapital an den Märkten aufnehmen können. Dies kündigte Kommissionsvize Valdis Dombrovskis an.

Zum einen sollen Regeln für Kapitalmarktprospekte befristet vereinfacht werden. Diese Dokumente informieren Investoren über Geschäftsdaten von Unternehmen, die Aktien oder Anleihen ausgeben. Mit der Neuerung sollen die Prospekte von mehreren Hundert auf nur noch 30 Seiten eingedampft werden können. Darüber hinaus sollen einige Vorgaben aus der Finanzmarktrichtlinie Mifid II für professionelle Investoren gelockert werden. Das soll Investoren Bürokratie und Kosten ersparen. Der Schutz für weniger erfahrene Anleger wie Privatleute, die in ihre Altersvorsorge investieren, werde aber nicht angetastet, versicherte die Kommission.

Drittes Element ist eine Lockerung der Regeln für die Verbriefung. Gemeint ist die Bündelung von Krediten zur Schaffung von Finanzprodukten, die an den Kapitalmärkten gehandelt werden. Das soll nach Angaben der Kommission Banken helfen, die Kreditvergabe auszuweiten, indem sie „ihre Bilanzen von notleidenden Risikopositionen befreien“.

24.7.2020, 12:22 Uhr – „Fridays for Future“ plant wieder „realen“ Klimastreik

„Fridays for Future“ plant für den 25. September einen neuerlichen globalen Klimastreik. An dem Freitag sollten bundes- und weltweit erstmals seit dem Ausbruch der Coronakrise wieder reale Protestaktionen stattfinden, teilte die Klimaschutzbewegung in Berlin mit. Es handle sich um Demonstrationen, Menschenketten oder auch Kunstaktionen. Hygieneauflagen würden dabei eingehalten. „Fridays for Future“ hatte sich wegen der aktuellen Coronapandemie in den vergangenen Monaten auf rein virtuelle Proteste beschränkt.

24.7.2020, 12:01 Uhr – Gates weist Vorwürfe der Verschwörungstheoretiker zurück

Microsoft-Gründer Bill Gates hat gegen ihn kursierende Vorwürfe von Verschwörungstheoretikern zurückgewiesen. Zu im Internet verbreiteten Vorwürfen, dass er unter anderem für den Coronavirus-Ausbruch verantwortlich sei und damit noch reicher werden wolle, sagte er im US-Fernsehsender CNN: „Es gibt eine schlechte Kombination von einer Pandemie und Internet-Netzwerken und Menschen, die nach einer einfachen Erklärung suchen.“ Er hoffe sehr, dass sich am Ende die Wahrheit durchsetzen werde. „Unsere Stiftung hat mehr Geld für den Kauf von Impfstoff gegeben als jede andere Organisation, um Leben zu retten“, sagte Gates mit Blick auf die von ihm und seiner Frau gegründete Stiftung.

24.7.2020, 11:58 Uhr – 35.000 Bosch-Mitarbeiter verringern Arbeitszeit

Für 35.000 Mitarbeiter des Technologiekonzerns Bosch in den Bereichen Entwicklung, Forschung, Vertrieb und Verwaltung im Großraum Stuttgart endet nächste Woche die Kurzarbeit. Ab Anfang August verringert sich dann die wöchentliche Arbeitszeit, wie das Unternehmen mitteilte. Geschäftsführung und Arbeitnehmervertreter einigten sich auf eine entsprechende Regelung, um die Kosten weiterhin senken zu können.

Für Tarifbeschäftigte mit einer Arbeitszeit von mehr als 35 Stunden verringert sich die Wochenarbeitszeit infolge der neuen Regelung um zehn Prozent. Bei Arbeitsverträgen mit 35 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit und darunter sinkt die Arbeitszeit um 8,57 Prozent. Es kommt zu entsprechenden Gehaltskürzungen.

24.7.2020, 11:48 Uhr – Landsberg: Freiwillige Tests auch an Bahnhöfen und Häfen

Freiwillige Corona-Tests für Reiserückkehrer nicht nur an Flughäfen, sondern auch an Bahnhöfen und Seehäfen – dafür hat sich der Geschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, ausgesprochen. „Wir müssen eben die Testkapazitäten deutlich ausbauen, überall dort, wo die Reisenden zurückkehren“, sagte er im Interview mit NDR Info. Die Tests sollen laut Landsberg freiwillig und für die Reisenden kostenlos sein. Krankenkassen und die Länder sollten die Kosten tragen.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten heute über den Umgang mit Reiserückkehrern. Im Raum stehen verpflichtende Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten. „Das wird nicht umsetzbar sein", sagte Landsberg. "Das Ganze geht aus meiner Sicht nur freiwillig.“ Man müsse die Leute überzeugen.

24.7.2020, 11:40 Uhr – Corona-App: SPD fordert schnelle Aufklärung wegen Fehlermeldung

Nach einem Bericht über eine Panne in der Corona-Warn-App fordert der digitalpolitische Sprecher der SPD, Jens Zimmermann, umfassende Antworten aus dem Gesundheitsministerium.

Einem Bericht der Bild zufolge hatte die App auf Millionen Android-Smartphones wochenlang nur schlecht oder gar nicht funktioniert. Nutzer seien im Zweifel nicht oder zu spät gewarnt worden, hieß es, da sich die Anwendung im Hintergrund nicht immer automatisch aktualisiert habe. Das Gesundheitsministerium hatte dazu erklärt, das Problem sei seit längerem bekannt und auch Thema in den Fragen-und-Antworten (FAQ) der App. Zugleich betonte die Behörde, dass die App „zu jeder Zeit“ funktioniert habe. Bestimmte Android-Geräte hätten aber verhindert, dass Apps dauerhaft im Hintergrund laufen. In der neuesten Version sei das Problem der Hintergrundaktualisierung behoben.

Zimmermann sagte dem Handelsblatt: „Es ist mehr als ärgerlich, dass die zuständigen Fachpolitiker von dieser Sache aus den Medien erfahren. Ich hätte mir eine offene Kommunikation durch das Gesundheitsministerium gewünscht.“

24.7.2020, 11:32 Uhr – Wieder Neuinfektionen bei Tönnies

Im Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sind erneut Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies bestätigte eine Sprecherin des Kreises Gütersloh tagesschau.de. Zuvor hatte der Spiegel berichtet. Derzeit untersuchen die Behörden des Kreises Gütersloh, wo und wie sich die Mitarbeiter angesteckt haben.

Dem Unternehmen zufolge handelt es sich um insgesamt 30 Mitarbeiter. Sie seien bei routinemäßigen Kontrollen positiv getestet worden. Die meisten seien sogenannte Altfälle - bei denen das Virus schon früher festgestellt worden und noch immer nachweisbar sei. Bei 8 der 30 Mitarbeiter müsse noch geklärt werden, ob sie sich neu mit dem Virus angesteckt haben oder ob bei ihnen ebenfalls nur eine frühere Infektion noch nachweisbar sei.

24.7.2020, 11:12 Uhr – Vietnam verbietet Handel mit Wildtieren

Vietnam will den Wildtierhandel beenden: Künftig sind sowohl der Import bedrohter Arten wie Pangoline (Schuppentiere) und Zibetkatzen verboten als auch der Handel auf Wildtier-Märkten.

Regierungschef Nguyen Xuan Phuc habe ein entsprechendes Dekret erlassen, teilten Tierschutzorganisationen in dem südostasiatischen Land mit. "Dies ist das erste Mal, dass die Regierung Dutzende von Ministerien und Behörden mobilisiert hat, um das Problem des Wildtierhandels aktiv anzugehe", schrieb die Umwelt-NGO WildAid. Der Handel habe verheerende Auswirkungen gehabt und bereite seit Jahren Sorgen, „so zuletzt, als die Covid-19-Pandemie erneut Hinweise auf die Übertragung von Infektionskrankheiten zwischen Wildtieren und Menschen geliefert hat“, sagte WildAid-Experte Hoang Thi Minh Hong.

24.7.2020, 10:40 Uhr – Verschärfte Maskenpflicht auch in Österreich

Wegen der steigenden Corona-Infektionen gilt von heute an neben England auch in Österreich wieder eine verschärfte Maskenpflicht. In Supermärkten und anderen Lebensmittelgeschäften muss wieder Mund-Nasen-Schutz getragen werden, ebenso wie in Bank- und Postfilialen sowie beim Besuch von Krankenhäusern, Pflegeheimen und Arztpraxen. Zuletzt galt die Maskenpflicht nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln und Apotheken. Österreich verzeichnet jedoch seit Tagen wieder deutliche Anstiege bei den Neuinfektionen.

24.7.2020, 9:35 Uhr – Zweifel an verpflichtenden Corona-Tests für Reiserückkehrer

Der Leiter des Gesundheitsamtes Berlin-Reinickendorf, Patrick Larscheid, kritisiert verpflichtende Corona-Tests für zurückkehrende Urlauber. Das Problem sei, dass viele Leute in der Frühphase infiziert sein könnten, sagte Larscheid im Inforadio vom rbb. Sie könne man nicht erfassen, weil für sie keine positiven Testergebnisse geliefert würden. „Anschließend bewegen sie sich dann aber frei in der Stadt und genau das wollten wir eigentlich verhindern“, erklärte Larscheid. 

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen heute noch einmal über mögliche Corona-Tests für Reise-Rückkehrer aus Risikogebieten beraten. Dazu wird mit einem Beschluss gerechnet. Vorgestern hatten sich die Ressortchefs zwar grundsätzlich auf Teststellen an den Flughäfen geeinigt. Details waren aber noch offen geblieben. Dabei geht es vor allem darum, wer die Corona-Tests bezahlen soll.

24.7.2020, 6:31 Uhr – Aerosol-Belastung im Büro angeblich höher als im Kino

Die Konzentration der für die Übertragung von Corona-Viren relevanten Aerosole ist in Kinosälen deutlich geringer als in einem Büroraum. Zu diesem Ergebnis kommt eine der Deutschen Presse-Agentur vorliegende Studie des Hermann-Rietschel-Instituts der Technischen Universität Berlin für den Hauptverband Deutscher Filmtheater HDF Kino. Wird im Kino nur geatmet, liegt die Zahl der eingeatmeten Aerosole selbst bei einem Film mit Überlänge noch deutlich unter der in einem Büro, in dem gesprochen werde. Das hängt laut Studie auch mit der Lüftungsart in den Kinos zusammen.

24.7.2020, 5:59 Uhr – 815 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts 815 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 204.183 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Nach RKI-Angaben starben bislang 9.111 Infizierte - das bedeutet ein Plus von zehn im Vergleich zum Vortag. Bis zum Morgen hatten 189.400 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

24.7.2020, 5:28 Uhr – Fast 60.000 Neuinfektionen in Brasilien

Brasilien hat am Donnerstag 59.961 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Das sei der bislang zweithöchste Wert, wie die Behörden mitteilten. Die Zahl der insgesamt bestätigten Fälle kletterte damit auf fast 2,3 Millionen. Sie wird nur noch von den USA übertroffen. Dem Gesundheitsministerium zufolge starben weitere 1.311 Menschen an Covid-19, womit sich die Gesamtzahl der Todesopfer auf mehr als 84.000 erhöhte.

24.7.2020, 4:20 Uhr – Spanien befürchtet neue Corona-Welle

Die spanische Regierung befürchtet eine zweite Corona-Welle. Grund dafür sei die immer stärkere Zunahme von Neuinfektionen, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Binnen 24 Stunden seien fast 1.000 neue Ansteckungsfälle registriert worden. Das waren rund 240 mehr als am Vortag und 440 mehr als am Dienstag. Betroffen seien vor allem Saisonarbeiter in der Landwirtschaft und Partybesucher. Von den Behörden hieß es, möglicherweise gehe jetzt eine zweite Infektionswelle los.

24.7.2020, 3:19 Uhr – WHO: Müssen lernen, mit dem Virus zu leben

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Hoffnung gedämpft, dass das Coronavirus bald ausgerottet ist. Nothilfekoordinator Mike Ryan sagte am Abend in Genf, man müsse lernen, mit dem Virus zu leben und in eine gewisse Normalität zurückzukehren. Er rief die Länder weltweit auf, alle Mittel einzusetzen, um die Infektionsketten zu unterbrechen. Dazu gehöre auch, im Notfall Bars oder Clubs wieder vorübergehend zu schließen oder die Zahl der Besucher zu begrenzen.

24.7.2020, 1:12 Uhr – FDP fordert, Verkaufsverbot an Sonntagen zu lockern

Die FDP fordert, dass das Verkaufsverbot am Sonntag gelockert wird, um die Konjunktur in der Corona-Krise anzukurbeln. Parteichef Christian Lindner sagte den Funke-Medien, es würde schon reichen, wenn die Kommunen an zwölf Sonntagen im Jahr die Geschäfte öffnen könnten. Dabei müsse niemand sechs oder sieben Tage arbeiten, fügte Lindner hinzu. Bei den Beschäftigten könne das über Arbeitszeitmodelle abgefedert werden.

24.7.2020, 0:43 Uhr – Republikaner sagen Nominierungsparteitag ab

Die US-Republikaner haben den geplanten Nominierungsparteitag für Präsident Donald Trump abgesagt. Wie er selbst mitteilte, soll es statt einer großen Party in Florida nur eine kleine Veranstaltung in North Carolina geben. Seine Nominierungsrede werde er in anderer Form halten. Der Amtsinhaber soll bei der Veranstaltung offiziell zum Kandidaten der Republikaner für die Präsidentenwahl im November ernannt werden. Andere partei-interne Bewerber sind nicht mehr im Rennen.

24.7.2020, 0:01 Uhr – Deutsche haben sich an Corona-Auflagen gewöhnt

Für die große Mehrheit der Deutschen sind die Corona-Auflagen inzwischen zur Gewohnheit geworden. Das geht aus dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend hervor. 79 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich an das Abstandhalten und das Tragen einer Maske gewöhnt haben. 19 Prozent falle das schwer. Zwei Prozent der Befragten antworteten, dass die Maßnahmen sie nicht betreffen, sie sich nicht daran halten, sie nicht einkaufen gehen oder keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.

Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 1.7.2020 bis 23.7.2020

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Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 1.6.2020 bis 30.6.2020

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Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 17.5.2020 bis 31.5.2020

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Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 1.4.2020 bis 30.4.2020

Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 1.4. bis 30.4.2020.  mehr...

Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 19.3.2020 bis 31.3.2020

Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 21.3.-10.4.2020.  mehr...

Rückblick Corona Hier findest du die Entwicklungen vom 30.12.2019 bis 20.3.2020

Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken bis zum Dezember 2019, als das neue Virus in Wuhan auftrat.  mehr...

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  1. Ticker zum Coronavirus Australien: „Ayers Rock“ gesperrt wegen Touristen aus Covid-19-Hotspot

    Das Coronavirus hat die Welt weiterhin im Griff. Nach Wochen strenger Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wagt Deutschland sich an Lockerungen und eine langsame Rückkehr zu einem Alltag.  mehr...

  2. Das SWR3 Sommerradio auf Tour Finale am Bodensee: „Noch nie so viele Campingplatz-Anfragen wie in diesem Jahr“

    Du willst in diesem Jahr Urlaub in Deutschland machen? Das Sommerradio war auf Tour und hat die schönsten Hotspots in SWR3Land besucht – hier erfahrt ihr, was dort los ist.  mehr...

  3. Italien: Tödliches Unglück vor zwei Jahren Nach Einsturz: Neue Brücke in Genua in Rekordzeit fertig

    Im August 2018 passierte das Undenkbare: Die „Ponte Morandi“ in Genua stürzte ein. 43 Menschen kamen ums Leben. Nur zwei Jahre später ist der Neubau der Autobahnbrücke fertig.  mehr...

  4. Extremismus-Videos auf Youtube „Könntest du ein Terrorist sein?“

    Eine Reihe von Youtubern veröffentlicht unter #EXTREMLAND Videos zum Thema Extremismus. Spannende Einblicke von Links über Rechts bis Terrorismus – diese Videos solltest du dir anschauen.  mehr...

  5. Save Our Souls Riesiger Hilferuf: Drei Männer stranden auf Pazifikinsel und werden gerettet

    Eine einsame Insel stellt man sich eigentlich romantischer vor: Drei Bootsfahrer erlitten Schiffbruch an der Insel Pikelot im Südpazifik. Flugzeuge entdecken ihren riesiegen SOS-Ruf.  mehr...

  6. Veranstalter: „1,3 Millionen Demonstrierende“ Waren wirklich so viele Menschen bei der Demo in Berlin?

    Laut Polizei haben 20.000 Menschen in Berlin gegen die Corona-Beschränkungen protestiert. Auf der Demonstration und in den sozialen Netzwerken wurde von 1,3 Millionen Menschen gesprochen. Kann das hinkommen?  mehr...