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Das Coronavirus hat die Welt weiterhin im Griff. Viele Einschränkungen wurden seit dem Lockdown im Frühjahr gelockert. Inzwischen gehen die Infektionszahlen jedoch wieder nach oben. Alle aktuellen Entwicklungen im Ticker.

19.10.2020, 12:13 Uhr – Österreich verschärft Corona-Maßnahmen

Österreich verschärft wegen steigender Infektionszahlen die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Dazu gehörten Obergrenzen von sechs Menschen bei privaten Treffen in Gebäuden und zwölf bei Treffen im Freien, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Außerdem sei bei Kultur- und Sportveranstaltungen ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben. Bei genehmigten Veranstaltungen soll es demnach ein Besucherlimit von 1.000 in Gebäuden und 1.500 im Freien geben.

19.10.2020, 11:24 Uhr – Söder: Länder sollen Kompetenzen abgeben

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) macht sich dafür stark, dass die Länder zur Bekämpfung der Corona-Pandemie Kompetenzen auf den Bund übertragen. Dies solle über ein beschleunigtes Parlamentsverfahren im Infektionsschutzgesetz verankert werden. Er sei zwar ein überzeugter Föderalist, sagte Söder vor einer Videokonferenz des CSU-Parteivorstands. Aber der Föderalismus stoße zunehmend an seine Grenzen. Söder forderte außerdem eine bundesweit einheitliche Maskenpflicht für Regionen mit hohen Corona-Zahlen.

19.10.2020, 9:18 Uhr – Corona-Warn-App bekommt neue Funktionen

Die offizielle Corona-Warnapp bekommt heute Mittag zwei neue Funktionen. Wer positiv getestet ist, kann dann in einer Art Tagebuch regelmäßig seine Krankheitssymptome aufschreiben. Das soll helfen, abzuschätzen, wie ansteckend die Menschen noch sind, um mögliche Kontaktpersonen noch genauer zu warnen. Außerdem funktioniert die App nach dem Update dann auch in vielen weiteren europäischen Ländern.

Update soll Risikowarnung verbessern Corona-Warn-App: Diese neuen Funktionen gibt es jetzt

Die Corona-Warn-App bekommt neue Funktionen. Eine Neuerung soll helfen, mögliche Kontaktpersonen noch besser zu warnen. Außerdem funktioniert die App dann auch in anderen Ländern.  mehr...

19.10.2020, 8:41 Uhr – Chef der Bundesärztekammer warnt vor Panikmache

Der Chef der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hält die aktuellen Kontaktbeschränkungen für sinnvoll, warnt aber vor Panikmache. Reinhardt sagte im Deutschlandfunk, die steigenden Infektionszahlen seien nicht überraschend. Man müsse lernen auch mit einer Durchseuchung der Bevölkerung umzugehen und zu leben. Es seien noch rund 8.800 Intensivbetten nicht belegt und es gebe nicht so viele schwere Verläufe wie im Frühjahr. Weitere Maßnahmen, die die Bewegungsfreiheit der Menschen noch mehr einschränken würden, halte er im Moment definitiv nicht für angebracht. Das Robert-Koch-Institut hat heute 4.325 neue Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet.

Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Ärztepräsident Reinhardt: Wir haben einen großen Überhang an Intensivkapazitäten

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19.10.2020, 6:43 Uhr – Telefonische Krankschreibung wieder bundesweit möglich

Wegen der verschärften Corona-Lage sind von heute an wieder bundesweit telefonische Krankschreibungen bei Erkältungsbeschwerden möglich. Die Regelung gilt vorerst bis zum Jahresende - das hatte der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen am Donnerstag beschlossen. Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen müssen somit nicht in eine Praxis gehen, nur um eine Krankschreibung zu bekommen. Stattdessen können Ärzte die Arbeitsunfähigkeit per telefonischer Befragung feststellen. So sollen volle Wartezimmer und Ansteckungsrisiken vermieden werden. Die entsprechenden Krankschreibungen gibt es jeweils für sieben Tage.

Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden. Bundesweit waren telefonische Krankschreibungen bereits in der Anfangsphase der Pandemie möglich. Später war entschieden worden, diese nur noch abhängig vom Infektionsgeschehen auf Antrag regional und zeitlich befristet per Ausnahmeregelung zuzulassen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hatte sich zuletzt dafür stark gemacht, die Regelung angesichts steigender Corona-Infektionszahlen im Herbst und Winter wieder auszudehnen. Das Instrument habe die Praxen bereits im März und April erheblich entlastet.

19.10.2020, 6:03 Uhr – Robert-Koch-Institut meldet 4325 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages mehr als 4.300 neue Corona-Infektionsfälle gemeldet worden. Wie das RKI am Morgen unter Berufung auf die Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden am Sonntag insgesamt 4.325 neue Fälle registriert, nach 5.587 neuen Fällen am Vortag. Die Wochenendwerte sind vergleichsweise niedrig, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln.

Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland registrierten Infektionsfälle stieg demnach auf 366.299, die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus im Zusammenhang stehenden Todesfälle auf 9.789 – 12 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 294.800.

19.10.2020, 5:14 Uhr – Abgeordnete kritisieren Spahns Sondervollmachten

Bundestagsabgeordnete mehrerer Parteien kritisieren, dass sich die Regierenden in der Corona-Krise immer mehr Vollmachten verschaffen. Der SPD-Rechtsexperte Florian Post sagte der Bild-Zeitung, seit fast einem Dreivierteljahr erlasse die Regierung entsprechende Verordnungen. Die Freiheiten der Menschen würden in noch nie dagewesener Weise beschränkt, ohne dass ein Parlament darüber abgestimmt habe. Laut Bild-Zeitung geht es vor allem um Sondervollmachten für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Auch Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann (CDU) sprach von einer beunruhigenden Entwicklung. Das Parlament müsse „wieder selbstbewusster seine Rolle als Gesetzgeber einfordern und dann aber auch ausfüllen“.

19.10.2020, 4:12 Uhr – Pflegeheimbesuche: Regierung arbeitet an Konzept

Die Bundesregierung arbeitet an einem Konzept, um während der Corona-Pandemie Besuche in Pflegeheimen sicherer zu machen. Das sagte der Pflegebevollmächtigte Andreas Westerfellhaus den Funke-Medien. Das Konzept solle bundesweit gelten und die Einrichtungen beim Besucherverkehr unterstützen. So sollen den Mitarbeitern Corona-Schnelltests zur Verfügung stehen. Eine Garantie, dass Bewohner mit ihren Familien Weihnachten feiern können, wollte Westerfellhaus nicht geben. Isolation um jeden Preis bezeichnete er aber als falsch.

19.10.2020, 2:21 Uhr – Italien verschärft die Maßnahmen schon wieder

Italien hat zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit die Corona-Maßnahmen verschärft: Wie Ministerpräsident Giuseppe Conte mitteilte, dürfen in Lokalen nur noch höchstens sechs Menschen an einem Tisch sitzen. Restaurants und Bars müssten ihren Service um 18 Uhr einstellen. Vor knapp zwei Wochen hatte Italien eine nationale Maskenpflicht beschlossen, die auch im Freien gilt. Kurz darauf folgten ein Party-Verbot und eine Sperrstunde ab Mitternacht. Trotzdem stiegen die Infektionszahlen weiter - auf inzwischen fast 12.000 neue Fälle pro Tag.

19.10.2020, 00:43 Uhr – CDU-Wirtschaftsrat: lieber durchgreifen, statt sich beim Schließen überbieten

Der CDU-Wirtschaftsrat fürchtet vor dem Hintergrund einer zweiten Corona-Infektionswelle neue Einschränkungen für Unternehmen und hat das unterschiedliche Vorgehen der Länder kritisiert. „Ich vermisse eine stringente bundesweite Strategie“, sagte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, der Düsseldorfer Rheinischen Post. Vor dem Hintergrund der neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse warne er davor, „den Überbietungswettbewerb der Bundesländer fortzuführen“, sagte Steiger. „Einen zweiten Shutdown oder gar Grenzschließungen wie im Frühjahr wird sich auch unser reiches Land nur sehr schwer leisten können...“ Anstatt die Wirtschaft zu verunsichern, sollte bei Verstößen gegen Abstandsgebote, Maskenpflicht und Quarantäneauflagen wesentlich härter und konsequenter durchgegriffen werden, forderte Steiger.

18.10.2020, 23:27 Uhr – Altmaier warnt vor Partys

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat die jungen Menschen in Deutschland ermahnt, auf Partys zu verzichten. „Wenn die Zahlen nicht runtergingen, dann würden wir viel größere Probleme bekommen“, sagte Altmaier am Abend in der ARD. Deswegen sei jetzt ein Kraftakt nötig. Im Frühjahr sei es bereits gelungen, hohe Infektionszahlen nach unten zu kriegen. Dafür müssten nun aber Partys und private Feiern hintenanstehen. Sie seien der Hauptgrund für die zuletzt gestiegenen Fälle. Schulen und Kitas könnten dafür geöffnet bleiben, Geschäfte auch. Dort gebe es kaum Ansteckungen.

18.10.2020, 18:10 Uhr – Auch zweiter Corona-Test bei Steinmeier negativ

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist zum zweiten Mal negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das hat eine Sprecherin mitgeteilt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die häusliche Isolation solle aber erst nach Absprache mit dem Gesundheitsamt aufgehoben werden. Steinmeier hatte sich in Quarantäne begeben, nachdem ein Personenschützer positiv auf das Virus getestet wurde.

18.10.2020, 18:08 Uhr – Mehr als Tausend Menschen demonstrieren in Dortmund

In Dortmund haben mehr als 1.000 Menschen gegen die Corona-Beschränkungen demonstriert. Die Polizei berichtet, viele Teilnehmer hätten keine Schutzmasken getragen. Der Veranstalter habe sich darauf berufen, dass sehr viele durch ärztliches Attest von der Maskenpflicht befreit seien. Bereits am Samstag hat es in Stuttgart eine "Querdenken"-Demo gegeben mit bis zu 2.000 Teilnehmern.

18.10.2020, 17:20 Uhr – Pflegebevollmächtigter warnt vor Pflegepersonal-Mangel

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Andreas Westerfellhaus warnt vor den Folgen des Personalmangels in Kliniken. Werde ein Mensch beatmet und es sei niemand da, außer einer Maschine, könne es durch Komplikationen zu eigentlich vermeidbaren Todesfällen kommen, sagte er den Funke-Zeitungen. Das Risiko sei um ein Vielfaches höher. Westerfellhaus forderte für Pflegekräfte höhere Löhne sowie flächendeckende Tarifverträge. Er habe es gut gefunden, dass Abgeordnete im Bundestag den Pflegekräften für ihre Arbeit in der Corona-Krise applaudiert hätten. Das reiche jedoch nicht.

18.10.2020, 15:40 Uhr – Städtetag fordert mehr Helfer für Gesundheitsämter

Der Deutsche Städtetag fordert zusätzliche Helfer für die Gesundheitsämter, um die Kontakte von Corona-Infizierten nachzuverfolgen. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte der "Rheinischen Post", der Personalbedarf sei immens und steige mit den Infektionszahlen. Je schneller die Kontaktnachverfolgung durch zusätzliches Personal verbessert werde, desto wirksamer könne die Pandemie eingedämmt werden. Auch das Kanzleramt geht davon aus, dass weitere Helfer in den Gesundheitsämtern gebraucht werden. Es will versuchen auch Studierende für die Aufgabe zu gewinnen.

18.10.2020, 14:25 Uhr – Schweiz verschärft Corona-Maßnahmen ab Montag

Die Schweiz verschärft ihre Maßnahmen. Von Montag an seien Versammlungen von mehr als 15 Menschen auf öffentlichen Plätzen untersagt, teilte die Regierung nach einer Sondersitzung mit. In allen öffentlichen Gebäuden müssten Mund-Nase-Bedeckungen getragen werden. Die Pflicht, eine solche Maske im öffentlichen Personenverkehr zu tragen, wird auf Bahnhöfe, Flughäfen sowie Bus- und Straßenbahnhaltestellen ausgeweitet. Dies gilt auch für Geschäfte, Schulen, Kirchen und Kinos. Am Freitag hatte das Land, in dem 8,6 Millionen Menschen leben, mit 3.105 die bislang höchste Zahl an Neuinfektionen an einem Tag gemeldet.

18.10.2020, 14:08 Uhr – Mehr als 200.000 Covid-19-Tote im Europäischen Wirtschaftsraum

In der EU und ihren wichtigsten europäischen Partnerstaaten sind inzwischen mehr als 200.000 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das geht aus aktuellen Zahlen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten hervor. Demnach gab es im Europäischen Wirtschaftsraum einschließlich Großbritannien bei nunmehr knapp 4,8 Millionen bestätigten Corona-Infektionen bisher 200.587 gemeldete Todesfälle.

18.10.2020, 12:11 Uhr – Coronatest bei Strobl negativ, weiter Quarantäne

Nach dem Kontakt mit einem infizierten Personenschützer ist Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) negativ auf das Coronavirus getestet worden. Strobl bleibe aber weiter in der Quarantäne, sagte ein Sprecher des Ministers. Er sei zu Hause voll arbeitsfähig. Über das weitere Vorgehen, inwieweit weitere Tests und Quarantänemaßnahmen notwendig seien, werde nun mit den Ärzten beraten. Strobl hatte sich in Quarantäne begeben und alle Termine abgesagt, nachdem ein Personenschützer, der mit ihm zusammen im Auto unterwegs war, positiv getestet worden war.

18.10.2020, 11:42 Uhr – Stadt Heilbronn hat höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg

Die Stadt Heilbronn hat derzeit den höchsten Coronawert in Baden- Württemberg. Nach den aktuellen Zahlen des Landesgesundheitsamtes liegt die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner bei 82,9 Infizierten. Damit überholt Heilbronn den bisherigen Hotspot Esslingen, der auf 74,9 gesunken ist. Die Landeshauptstadt Stuttgart liegt bei 69,2. Auch der Kreis Schwäbisch Hall bleibt mit einer Inzidenz von 55,9 Risikogebiet, der Landkreis Heilbronn und die Kreise Hohenlohe und Main-Tauber liegen darunter.

18.10.2020, 9:16 Uhr – Erste Lockerungen nach einem Monat Lockdown in Israel

Nach einem Monat Corona-Lockdown sind in Israel am Sonntag die ersten Lockerungen in Kraft getreten. Kindergärten und Vorschulen haben zu Beginn der israelischen Arbeitswoche für Hunderttausende Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren wieder geöffnet. Auch Einrichtungen ohne Publikumsverkehr dürfen ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Die Auflage, dass Bürger sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause entfernen dürfen, wurde aufgehoben. Auch Naturparks und Strände können wieder besucht werden. Restaurants dürfen Mahlzeiten zur Abholung verkaufen. Die Klagemauer, die Grabeskirche sowie der Tempelberg in Jerusalem sollen unter Auflagen für Besucher zugänglich sein. Es gelten jedoch weiterhin Versammlungsbeschränkungen.

18.10.2020, 5:02 – Mehr als 5.500 neue Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland sind 5.587 neue Corona-Infektionen in den vergangenen 24 Stunden gemeldet worden. Das hat das Robert-Koch-Institut am Morgen mitgeteilt. Zehn Menschen starben im Zusammenhang mit Virus. Im Vergleich zum Vortag sank die Zahl der neuen Infektionen um mehr als 2.000. Allerdings sind die Zahlen an Sonntag häufig niedriger, weil nicht alle Gesundheitsämter an Wochenenden ihre Daten ans RKI übermitteln.

18.10.2020, 4:34 – Kretschmer: Soldaten sollen bei Infektionsketten-Nachverfolgung helfen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) will im Kampf gegen die Corona-Pandemie verstärkt Soldaten und Beamte einsetzen. Bei der Nachverfolgung von Infektionsketten müsse die Bundeswehr stärker eingebunden und Mitarbeiter aus den Landesministerien abgeordnet werden, sagte der CDU-Politiker der Bild am Sonntag. Es sei damit zu rechnen, dass sich die Zahl der Neuinfektionen im Drei- oder Vier-Tage-Rhythmus verdoppele. Das bringe die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Kontakten an ihre Grenzen. Infektionsketten könnten dann nicht mehr unterbrochen werden. Zuvor hatte schon Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) vorgeschlagen, dass Studenten vermehrt mithelfen sollten, die Infektionsketten nachzuverfolgen.

18.10.2020, 3:15 – Söder unterstützt Merkels Corona-Appell

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekommt Unterstützung für ihren Appell an die Bevölkerung, soziale Kontakte zur Bekämpfung der Corona-Pandemie weiter einzuschränken. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte der Bild am Sonntag, die Lage sei ernst. Nie seien Umsicht, Vorsicht und Solidarität so wichtig gewesen wie jetzt. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte den Funke-Zeitungen, nur die Bevölkerung könne einen erneuten Lockdown noch abwenden. Es müsse gelingen, einen Großteil der Menschen zu überzeugen. Sonst seien lokale Shutdowns die Folge.

18.10.2020, 1:10 Uhr – Bericht: Halbe Milliarde Euro Soforthilfen zurückgezahlt

Soloselbstständige und Kleinstunternehmen haben nach einem Medienbericht Corona-Soforthilfen von mehr als einer halben Milliarde Euro an den Staat zurückgezahlt. Das ergab eine Nachfrage der Zeitung Welt am Sonntag bei Bund und Ländern. Demnach gaben Soforthilfe-Empfänger bis Ende September 560 Millionen Euro an ungerechtfertigt gezahlten Zuschüssen zurück. Allein über den Bund wurden fast 14 Milliarden Euro an Antragsteller verteilt.

18.10.2020, 0:02 Uhr – Frankreich meldet neuen Höchstwert an Corona-Neuinfektionen

Frankreich verzeichnet einen neuen Höchststand an Corona-Neuinfektionen. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Abend 32.427 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Das ist die höchste Zahl seit Beginn der großflächigen Corona-Testung in dem Land. Es habe zudem 90 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gegeben.

17.10.2020, 20:13 Uhr – Baden-Württembergs Innenminister Strobl in Quarantäne

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) ist in Corona-Quarantäne. Der Minister habe alle Termine für das Wochenende abgesagt, teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Samstagabend mit. Ein Beamter aus seinem Personenschutzkommando habe zuvor ein positives Testergebnis erhalten. Strobl zeige keine Symptome. „Es geht ihm gut und er ist voll arbeitsfähig“, erklärte der Sprecher. Das Ergebnis von Strobls Corona-Test stand zunächst noch aus.

17.10.2020, 17:55 Uhr – Italien: So viele Neuinfektionen wie nie zuvor

In Italien hat das Gesundheitsministerium 10.925 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert - so viele wie nie zuvor. Zudem seien 47 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Ministerpräsident Giuseppe Conte will am Sonntag weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus verkünden.

17.10.2020, 17:35 Uhr – Großbritannien meldet 150 Tote an einem Tag

In Großbritannien sind nach Angaben der Regierung an nur einem Tag 150 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das sind so viele wie noch nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Am Freitag waren noch 136 Todesfälle registriert worden.

17.10.2020, 17:16 Uhr – Außenminister von Belgien und Österreich positiv getestet

Nach dem österreichischen Außenminister Alexander Schallenberg ist nun auch die belgische Außenministerin Sophie Wilmès positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte sie per Twitter mit. Vermutlich habe sie sich in ihrer Familie angesteckt. Beide Politiker hatten Anfang der Woche am EU-Außenminister-Treffen teilgenommen.

17.10.2020, 17:11 Uhr – Erster Test des Bundespräsidenten fällt negativ aus

Der erste Corona-Test von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist negativ ausgefallen. Steinmeier befindet sich seit heute Quarantäne. Wie das Bundespräsidialamt in Berlin mitteilte, ist einer seiner Personenschützer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei dem Mann aus dem Kommando des Bundeskriminalamtes handele es sich um eine direkte Kontaktperson.

17.10.2020, 14:50 Uhr – Höchste Corona-Warnstufe in Baden-Württemberg ab Montag

Die baden-württembergische Landesregierung hat die höchste Corona-Warnstufe ausgerufen. Das hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nach der Sondersitzung des Kabinetts mitgeteilt. Damit gelten ab Montag strengere Regeln – etwas eine verschärfte Maskenpflicht und weitere Kontaktbeschränkungen. In mehreren Kreisen im Land ist die 7-Tage-Inzidenz zuletzt auf über 50 gestiegen.

Neue Corona-Regeln Pandemiestufe 3 in Baden-Württemberg: Diese Maßnahmen gelten ab heute

Bundesweit infizieren sich immer mehr Menschen mit dem Coronavirus. In Baden-Württemberg wurde ein kritischer Wert überstiegen. Ab Montag gilt deswegen die Pandemiestufe 3. Was bedeutet das und welche Maßnahmen gibt es dann?  mehr...

17.10.2020, 14:41 Uhr – Bundespräsident Steinmeier in Quarantäne

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich heute in Quarantäne begeben. Wie das Bundespräsidialamt in Berlin mitteilte, ist einer seiner Personenschützer positiv auf das Coronavirus getestet worden.

17.10.2020, 13:23 Uhr – Mecklenburg-Vorpommern schwächt Beherbergungsverbot ab

Mecklenburg-Vorpommern lenkt beim Beherbergungsverbot für Gäste aus innerdeutschen Corona-Risikogebieten ein. Ab dem kommenden Mittwoch werden die Regeln abgeschwächt. Wer aus einem Risikogebiet kommt und in Mecklenburg-Vorpommern Urlaub machen möchte, muss dann lediglich einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen. Die bisher geforderte mehrtägige Quarantäne und ein folgender zweiter Test entfallen. Die Regelung in Mecklenburg-Vorpommern war bisher die bundesweit schärfste und hatte Kritik ausgelöst. Andere Bundesländer verzichten inzwischen auf Gesundheitsnachweise.

17.10.2020, 12:12 Uhr – Maas: Deutschland zur Aufnahme von Patienten aus dem Ausland bereit

Deutschland ist bereit wieder Corona-Patienten aus anderen EU-Staaten aufzunehmen. Das hat Außenminister Heiko Maas (SPD) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt. Europa könne das wegen eines neuen Frühwarnsystems jetzt viel besser koordinieren als im Frühjahr. Mehrere Bundesländer hatten sich schon bereit erklärt, Patienten aus EU-Nachbarstaaten aufzunehmen.

17.10.2020, 12:01 Uhr – Verband warnt: Hälfte der Freiberufler von Krise betroffen

In Deutschland ist wohl die Hälfte aller Freiberufler stark oder sehr stark von der Corona-Krise betroffen. Jedes achte Unternehmen fürchtet, das kommende Jahr nicht zu überstehen. Das steht in einer Studie des Instituts für Freie Berufe, über die die Rheinische Post berichtet. Der Präsident des Bundesverbands Freier Berufe, Wolfgang Ewer, sagte dem Blatt, weitere 180.000 Stellen seien in Gefahr. Er fordert weitere Zuschüsse, speziell für Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen.

17.10.2020, 11:26 Uhr – Dreyer: „Je weniger Mobilität, umso besser“

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat Menschen aus Corona-Hotspots dazu aufgerufen, wenn möglich nicht in den Urlaub zu fahren. Der Süddeutschen Zeitung hat Dreyer gesagt, je weniger Mobilität desto besser. Das gelte auch für Menschen aus anderen Gegenden. Sie empfiehlt Spaziergänge im Wald und rät von Feten ab.

17.10.2020, 11:08 Uhr – Kramaric und Adams bei TSG Hoffenheim positiv getestet

Bei der TSG Hoffenheim sind mehreren Medien zufolge Torjäger Andrej Kramaric und Verteidiger Kasim Adams positiv auf das Coronavirus getestet worden. Beide Spieler seien jetzt in Quarantäne, hätten aber nach ihrer Länderspiel-Rückkehr keinerlei Kontakt zu Teamkollegen gehabt, so der Verein. Am Nachmittag empfängt Hoffenheim in der Bundesliga Borussia Dortmund.

17.10.2020, 10:50 Uhr – Merkel: „Ich bitte Sie, verzichten Sie auf jede nicht notwendige Reise und Feier“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat an die Bürger appelliert, zur Eindämmung der Corona-Pandemie beizutragen. Sie sollten auf jede nicht zwingend notwendige Reise und Feier verzichten, sagte Merkel in ihrem heute veröffentlichen wöchentlichen Podcast. Es müsse alles getan werden, damit sich das Virus nicht unkontrolliert ausbreite und dabei zähle jeder Tag.

17.10.2020, 10:04 Uhr – Rheinland-Pfalz: Sprunghafter Anstieg der Neuinfektionen in zwei Landkreisen

In zwei rheinland-pfälzischen Landkreisen ist die Corona-Warnstufe von „Weiß“ direkt auf „Rot“ hochgestuft worden. Im Kreis Altenkirchen und im Kreis Birkenfeld wurde die Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner überschritten. Im Kreis Birkenfeld habe es 17 Neuinfektionen vom US-Stützpunkt Baumholder und 18 in der Bevölkerung gegeben, teilte die Kreisverwaltung mit. Die meisten neuen Fälle seien auf eine Geburtstagsfeier in der Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen zurückzuführen. Auch im Kreis Altenkirchen war eine private Feier der Auslöser: Bisher seien 50 Gäste einer mehrtägigen Hochzeitsfeier positiv getestet worden.

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17.10.2020, 6:00 Uhr – Politiker fordern: Weihnachtsgeld früher auszahlen

Mehrere Politiker rufen Firmen dazu auf, Weihnachtsgeld-Zahlungen vorzuziehen, um Weihnachtseinkäufe zu entzerren. Der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionschef Christian Baldauf sagte der Bild-Zeitung, viele Menschen könnten ihre Weihnachtseinkäufe schon in den nächsten Wochen erledigen. Der Handel müsste sich vor einem möglichen Lockdown dann nicht mehr ganz so stark fürchten. Ähnlich äußerten sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Post und FDP-Fraktionsvize Michael Theurer. Auch sie sehen in vorgezogenen Weihnachtsgeld-Auszahlungen eine Hilfe für den stationären Handel.

17.10.2020, 5:35 Uhr – Brinkhaus fordert einheitliche Regeln in Deutschland

Der Chef der Bundestagsfraktion von CDU und CSU, Ralph Brinkhaus (CDU), kritisiert die unterschiedlichen Corona-Bestimmungen in den Bundesländern und fordert eine einheitliche Linie. Alles andere sorge nur für große Irritationen in der Bevölkerung – es behindere ein konsequentes, gebündeltes Vorgehen. So heißt es in einem Schreiben an die Abgeordneten von CDU und CSU, das mehreren Medien vorliegt.

17.10.2020, 4:52 Uhr – RKI meldet wieder neuen Rekordwert an Neuinfektionen

Deutschland verzeichnet den dritten Tag in Folge einen Rekordwert bei den Corona-Neuinfektionen. Das Robert-Koch-Institut hat am Morgen 7.830 neue Fälle binnen 24 Stunden gemeldet. 33 Menschen starben an oder mit dem Virus. Obwohl die Zahl der Neuinfektionen so hoch ist wie nie, ist sie nicht direkt mit dem Rekordwert von Ende März zu vergleichen. Das liegt auch daran, dass heute deutlich mehr Menschen getestet werden.

17.10.2020, 3:58 Uhr – Weitere Corona-Reisewarnungen seit Mitternacht in Kraft

Wegen steigender Corona-Zahlen gelten seit Mitternacht Reisewarnungen der Bundesregierung für weitere Länder und Regionen in Europa. Dazu zählen die kompletten Niederlande, Frankreich, Malta und die Slowakei. Auch beliebte Urlaubsregionen in Italien wie Ligurien sind jetzt Risikogebiete. Betroffen sind außerdem unter anderem Regionen in Polen, der Schweiz, Schweden und Finnland. Urlauber können eine gebuchte Reise dorthin stornieren. Für Rückkehrer gelten Quarantäne-Regeln.

17.10.2020, 3:12 Uhr – USA sind so hoch verschuldet wie noch nie

Die USA sind so hoch verschuldet wie noch nie in ihrer Geschichte. Das hat das US-Finanzministerium mitgeteilt. Wegen der massiven staatlichen Corona-Hilfen hat sich das Haushaltsdefizit im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht und liegt nun bei 3,1 Billionen Dollar (ca. 2,65 Billionen Euro). Durch Corona brachen der Regierung Einnahmen weg, es waren aber vor allem die höheren Ausgaben etwa durch Konjunkturpakete, die zum hohen Defizit beitrugen. In Washington wird momentan um ein weiteres Konjunkturpaket gerungen, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufedern. Derzeit erholt sich die Wirtschaft und auch die Arbeitslosenquote ist gesunken.

17.10.2020, 2:55 Uhr – Tausende Helfer zur Nachverfolgung gesucht

Die Bundesregierung versucht wegen der stark ansteigenden Corona-Zahlen zusätzliche Helfer für die Nachverfolgung von Infektionsketten zu verpflichten. Der Bedarf sei enorm. Es werde eine fünfstellige Zahl an Helfern benötigt, sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) der Rheinischen Post. Die Regierung bemühe sich unter anderem um Studenten und sei im Gespräch mit den Hochschulen, damit Freiwillige im Studium keine Nachteile hätten. Hinzu kämen bis zu 15.000 Bundeswehrsoldaten und weitere mögliche Personalreserven bei den Bundesbehörden, die man mobilisieren könnte. Braun erneuerte auch seinen Vorschlag vom Sommer, einen Staatsakt für die Corona-Opfer abzuhalten.

17.10.2020, 1:00 Uhr – Auch in Brandenburg kippt das Beherbergungsverbot

Auch in Brandenburg ist das umstrittene Beherbergungsverbot vorerst gestoppt. Das hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg entschieden und damit zwei Eilanträgen stattgegeben. Zur Begründung hieß es, das Verbot sei voraussichtlich unverhältnismäßig. Bereits am Donnerstag hatten Gericht die Beherbergungsverbote in Baden-Württemberg und Niedersachsen gekippt. In Bayern wird das Verbot nicht weiter verlängert und läuft aus. Hessen plant, das Verbot wieder abzuschaffen. Weiterhin gültig bleibt es künftig noch in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt.

16.10.2020, 23:43 Uhr – EU-Staaten wollen enger zusammenarbeiten

Im Kampf gegen Corona wollen sich die EU-Staaten in Zukunft regelmäßig über Entwicklungen austauschen und noch enger zusammenarbeiten. Nach dem EU-Gipfel in Brüssel hieß es, die Staats- und Regierungschefs planten etwa alle zehn Tage Videokonferenzen. Dabei soll es um Erfahrungen etwa mit Quarantänezeiten, Nachverfolgung von Infektionsketten oder Fortschritten bei der Entwicklung der Impfstoffe gehen. Derzeit steigt die Anzahl der Corona-Neuinfektionen fast überall in Europa stark an. So meldet beispielsweise Frankreich mehr als 25.000 Neuinfektionen in 24 Stunden, in Italien wurden erstmals mehr als 10.000 neue Fälle registriert und Belgien schließt ab Montag Cafés und Restaurants für vier Wochen.

16.10.2020, 20:32 Uhr – Belgien schließt Cafés und Restaurants für vier Wochen

Angesichts steigender Corona-Zahlen werden in Belgien ab Montag Cafés und Restaurants für vier Wochen geschlossen. Das kündigte der stellvertretende Regierungschef Georges Gilkinet nach einem Treffen des Krisenstabs der belgischen Regierung an. Zuvor hatten Medien bereits über die Maßnahme berichtet. Für die Brüsseler Stadtregion wurden ähnliche Maßnahmen bereits in der vergangenen Woche verhängt.

16.10.2020, 19:16 Uhr – Berliner Senat scheitert vorerst mit Sperrstunden-Widerspruch

Der Berliner Senat ist zunächst mit dem Versuch gescheitert, die Sperrstunde in der Hauptstadt weiter flächendeckend durchzusetzen. Das teilte eine Sprecherin des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg mit. Der Senat hatte eine sogenannte Zwischenverfügung beantragt. Die Entscheidung in der Hauptsache steht noch aus.

Zuvor hatte das Verwaltungsgericht Berlin entschieden, dass unter anderem Bars und Kneipen wieder nach 23.00 Uhr öffnen dürfen, jedoch weiterhin ab diesem Zeitpunkt keinen Alkohol mehr ausschenken dürfen. Gegen die Sperrstunde waren elf Gastronomen mit Eilanträgen vorgegangen.

16.10.2020, 17:58 Uhr – Viele Länder Europas führen neue Einschränkungen ein

Angesichts sprunghaft steigender Corona-Zahlen führen viele europäische Länder in Europa am Samstag strengere Beschränkungen des öffentlichen Lebens ein: In Frankreich verhängt die Regierung erneut den Gesundheitsnotstand. In mehreren französischen Städten, darunter in Paris, gelten ab Samstag zudem von 21.00 Uhr abends bis 6.00 Uhr morgens Ausgangssperren. In London dürfen sich ab Samstag Angehörige verschiedener Haushalte in Innenräumen nicht mehr treffen. Auch Treffen in Pubs oder Restaurants sind nicht erlaubt.

In Polen werden mehr als 150 Regionen im ganzen Land, darunter die Hauptstadt Warschau und mehrere andere Großstädte, zu sogenannten roten Zonen deklariert, in denen schärfere Auflagen gelten. Dort sind Hochzeitsfeiern künftig verboten, Schwimmbäder und Fitnessclubs werden geschlossen. Und in Tschechien beginnt die Armee am Samstag mit dem Aufbau eines Feldkrankenhauses. Es soll als Reserve mit einer Kapazität von bis zu 500 Betten gehalten werden, falls die Plätze in den Krankenhäusern nicht mehr ausreichen. Und so sieht es in Deutschland aus:

16.10.2020, 17:25 Uhr – 15.650 Neuinfektionen und 136 Virus-Tote in Großbritannien

In Großbritannien verzeichnen die Behörden 15.650 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind deutlich weniger als am Donnerstag, als die Regierung fast 19.000 neue Ansteckungsfälle gemeldet hat. Zudem starben 136 weitere Menschen mit oder an dem Coronavirus.

16.10.2020, 15:40 Uhr – Südwestländer gegen Einschränkungen im Grenzverkehr mit Frankreich

Die Landesregierungen von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind gegen Einschränkungen im Grenzverkehr. Trotz der Einstufung der französischen Region Grand Est als Corona-Risikogebiet soll es an keiner Außengrenze einen Lockdown geben, heißt es. Die drei Länder haben beschlossen, dass die so genannte 24-Stunden-Regelung gelten soll. Dadurch ist sichergestellt, dass sich Bürger innerhalb eines Tages ohne Einschränkungen zwischen Deutschland und Frankreich hin- und herbewegen können.

Die Furcht vor Einschränkungen an der Grenze - wie im März, zu Beginn der Pandemie - begünstigt offenbar wieder das Hamstern von Vorräten: In der badischen Grenzstadt Kehl beispielsweise gab es gestern und heute großen Andrang in Läden, Tankstellen und Drogeriemärkten:

Staus, Andrang in Drogeriemärkten, Schlangen vor Läden: Gerüchte über Grenzschließung führt zu Ausnahmezustand in Kehl. https://t.co/9pXCqUx9Jl

16.10.2020, 15:00 Uhr – Merkel sagt EU-Gipfel wegen Corona ab

Die Europäische Union hat ihren für November geplanten Gipfel in Berlin zur China-Politik wegen der dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen abgesagt. „Im Sinne der Kontakte ist das glaube ich eine notwendige Botschaft“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag in Brüssel.

16.10.2020, 14:15 Uhr – Spahn rechnet mit Ende des Beherbergungsverbots

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass das umstrittene Beherbergungsverbot bald annähernd flächendeckend vom Tisch ist. „Ich habe den Eindruck, wir kommen zu einer Einheitlichkeit, die bedeutet, so gut wie kein Beherbergungsverbot mehr in Deutschland“, sagte er am Freitag in Berlin. Gerichte hatten zuletzt die Regelung in einigen Bundesländern aufgehoben. Zudem haben immer mehr Bundesländer, zuletzt Bayern und Hessen, angekündigt, sie auslaufen zu lassen.

16.10.2020, 13:15 Uhr – Auch Hessen plant die Abschaffung des Beherbergungsverbots

Auch Hessen plant die Abschaffung des Beherbergungsverbots. Das kündigte die Staatskanzlei in einer Mitteilung vom Freitag an. Die geplante Abschaffung stehe auf der Tagesordnung für eine Sitzung des Corona-Kabinetts am kommenden Montag.

16.10.2020, 12:30 Uhr – Elsässer stürmen Läden in Kehl

Die Angst vor Grenzschließungen hat in der badischen Kleinstadt Kehl zu einem Ansturm von Einkäufern aus dem Elsass geführt. Wie eine Rathaussprecherin am Freitag mitteilte, gab es am Donnerstag deshalb in der Stadt nahe dem französischen Straßburg einen „Ausnahmezustand“. Es habe meterlange Schlangen vor den Läden und Tabakgeschäften gegeben, unzählige Autos an Tankstellen und bis zu 100 Menschen gleichzeitig in den lokalen Drogeriemärkten.

Ein Supermarkt an der Grenze zu Frankreich in Schweigen und ein Schild an einem in Kehl am Rhein https://t.co/R5QZ4dQ1Mo

16.10.2020, 11:40 Uhr – Ab Klasse 5: Baden-Württemberg weitet Maskenpflicht auf den Unterricht aus

Angesichts stark steigender Infektionszahlen in Baden-Württemberg wird die Maskenpflicht dort an weiterführenden Schulen ab kommender Woche auch auf den Unterricht ausgeweitet. „Die Erweiterung der Maskenpflicht ab Klasse 5 auf den Unterricht gilt ab einer landesweiten 7-Tages-Inzidenz von über 35“, teilte eine Sprecherin des Kultusministeriums am Freitag mit. „Wir werden heute die Schulen darüber informieren, dass dies dann ab kommenden Montag zu beachten ist.“

Neue Corona-Regeln Pandemiestufe 3 in Baden-Württemberg: Diese Maßnahmen gelten ab heute

Bundesweit infizieren sich immer mehr Menschen mit dem Coronavirus. In Baden-Württemberg wurde ein kritischer Wert überstiegen. Ab Montag gilt deswegen die Pandemiestufe 3. Was bedeutet das und welche Maßnahmen gibt es dann?  mehr...

16.10.2020, 11:28 Uhr – Gericht kippt Berliner Sperrstunde

Das Berliner Verwaltungsgericht hat die wegen der Corona-Pandemie vom Senat beschlossene Sperrstunde in der Hauptstadt gekippt. Das sagte ein Gerichtssprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Wegen der Corona-Pandemie galten bislang eine nächtliche Sperrstunde und strengere Kontaktverbote für drinnen und draußen. Die meisten Geschäfte sowie alle Restaurants und Bars mussten von 23:00 Uhr bis 6:00 Uhr schließen. Der Alkoholausschank in dieser Zeit bleibt allerdings verboten.

Berlin: Gericht setzt Sperrstunde außer Kraft https://t.co/o1J1q6JRru #Sperrstunde #Berlin #Coronavirus

16.10.2020, 11:11 Uhr – In Bayern gibt es ab Samstag kein Beherbergungsverbot mehr

Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in Bayern an diesem Freitag aus. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, „wir belassen es dabei“, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München.

16.10.2020, 10:19 Uhr – Stöhr: Corona als Pandemie nicht zu stoppen

Der Epidemien-Experte Klaus Stöhr glaubt nicht daran, dass sich das Coronavirus durch einen Impfstoff aufhalten lässt. Dafür werde die Zahl der Serum-Dosen zu gering sein und nicht überall zur Verfügung stehen, sagte der Ex-Direktor des Influenza-Programms der Weltgesundheitsorganisation WHO dem SWR. Die Pandemie werde erst dann zu Ende gehen, wenn das Virus alle Menschen gefunden habe, Man müsse vielmehr lernen, mit dem Virus zu leben. Deshalb hält es Stöhr für richtig, die Risiken zu minimieren. Nach seiner Einschätzung sind zurzeit noch etwa 85 Prozent der Bevölkerung empfänglich für das Virus. Wenn es wichtig sei, das öffentliche Leben weiterlaufen zu lassen, sei es notwendig, die Sensiblen zu schützen.

Corona-Pandemie Auch Bayern schafft Beherbergungsverbot ab

Bayern lässt das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots auslaufen. Das teilte die Landesregierung mit. Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hing…  mehr...

16.10.2020, 9:21 Uhr – EU-Staats- und Regierungschef wollen Regeln vereinheitlichen

Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen weiter an einer Harmonisierung der Corona-Regeln in Europa arbeiten. Die spät in der Nacht veröffentlichte gemeinsame Erklärung nach dem ersten Tag des EU-Gipfels in Brüssel nennt dabei etwa „Quarantänevorschriften, die grenzüberschreitende Ermittlung von Kontaktpersonen (und) Teststrategien“ der 27 EU-Länder. Beschränkungen für Einreisen aus Drittstaaten in die EU sollen demnach fortgesetzt werden. EU-Ratspräsident Charles Michel forderte die EU-Staaten auf, enger in der Corona-Krise zusammenzuarbeiten. Besonders beim Testen und bei Quarantäne-Regeln seien engere Abstimmungen notwendig, sagt er vor Beginn der Beratungen am zweiten EU-Gipfel-Tag in Brüssel.

Wie zu Beginn der Pandemie im Frühjahr gehen die EU-Staaten derzeit unterschiedlich bei Reisebeschränkungen und anderen Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus vor. Anfang der Woche verständigten sich die Mitgliedstaaten erstmals auf eine einheitliche Kennzeichnung von Risikogebieten. Allerdings ist es den einzelnen Ländern weiterhin freigestellt, ob und wie sie darauf basierend Maßnahmen beschließen.

16.10.2020, 8:01 Uhr – Sonderrechte für Spahn könnten verlängert werden

Die große Koalition will nach einem Medienbericht im Eilverfahren die Sonderrechte für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der Corona-Bekämpfung über den 31. März 2021 hinaus verlängern. Eine entsprechende Vorlage werde derzeit zwischen den Ministerien abgestimmt, berichtete die Rheinische Post vorab. Der Gesetzentwurf räume dem CDU-Politiker weitgehende Befugnisse ein. So dürfe Spahn eigenmächtig Verordnungen erlassen, soweit dies „zum Schutz der Bevölkerung vor einer Gefährdung durch schwerwiegende übertragbare Krankheiten erforderlich ist“.

16.10.2020, 4:53 Uhr – RKI meldet 7.334 neue Corona-Infektionen

Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist weiter gestiegen: Das Robert-Koch-Institut meldet 7.334 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Das sind knapp 700 Fälle mehr aös gesterm. 24 weitere Menschen sind an den Folgen einer Infektion gestorben. Auch die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten steigt. Laut RKI-Lagebericht wurden am Donnerstag 655 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 329 davon wurden beatmet. Eine Woche zuvor waren es noch 487 (239 beatmet), Anfang Oktober waren es 362 (193 beatmet). Rund 8.700 Intensivbetten sind in Deutschland derzeit jedoch noch frei.

16.10.2020, 2:01 Uhr – Umfrage: Deutsche wollen einheitliche Corona-Regeln

Die meisten Bundesbürger wünschen sich ein deutschlandweit einheitliches Vorgehen gegen die Corona-Pandemie. Das geht aus dem neuesten Deutschland-Trend im Auftrag des ARD-Morgenmagazins hervor. Gut zwei Drittel der Befragten sagen, sie seien für einheitliche Regeln, ein knappes Drittel spricht sich für regionale Unterschiede aus. Trotz stark gestiegener Neuinfektions-Zahlen ist die Sorge, sich selbst mit dem Coronavirus anzustecken, nur ein bisschen gewachsen – 37 Prozent sagen, sie machten sich große oder sehr große Sorgen um sich selbst oder Familienmitglieder. Im März und April, in der Frühphase der Pandemie, war die Besorgnis erheblich größer.

15.10.2020, 23:05 Uhr – Rekordwert: 30.000 Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich meldet mehr als 30.000 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages. Das ist ein neuer Höchstwert. Wegen der massiv steigenden Corona-Zahlen hatte Frankreichs Regierung am Mittwoch erstmals seit dem Frühjahr wieder Ausgangssperren in großen Städten angekündigt. Die Bundesregierung stuft jetzt auch die französischen Grenzgebiete zu Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland als Corona-Risikogebiete ein.

15.10.2020, 17:55 Uhr – Ganz Frankreich gilt ab Samstag als Risikogebiet

Die Bundesregierung erklärt ab kommendem Samstag ganz Frankreich zum Risikogebiet. Neu hinzugekommen ist unter anderem die gesamte Grenzregion zu Deutschland. Das hat das Robert-Koch-Institut auf seiner Internetseite mitgeteilt.

Ebenfalls als Risikogebiete innerhalb der EU gelten die ganzen Niederlande, Teile Irlands, zwei Regionen in Italien, mehrere Gebiete Kroatiens, ganz Malta, mehrere Regionen in Polen, die gesamte Slowakei, Teile Sloweniens sowie Regionen in Portugal, Ungarn und Großbritannien. Auch mehrere Kantone der Schweiz werden inzwischen als Risikogebiete eingestuft. Nicht notwendige Reisen in all diese Gebiete sollen damit künftig vermieden werden.

15.10.2020, 15:35 Uhr – Bayern will Beherbergungsverbot prüfen

Nach der gerichtlichen Aufhebung des Beherbergungsverbots in Baden-Württemberg will auch Bayern die Regelung prüfen. Er wolle prüfen lassen, wie genau die Begründung für die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs im Nachbarbundesland laute, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag im Anschluss an eine Kabinettsitzung vor Journalisten. Bis auf Weiteres solle das Beherbergungsverbot aber in Bayern in Kraft bleiben. Söder verwies dabei darauf, dass Urlauber mit einem negativen Corona-Test auch aus innerdeutschen Risikogebieten einreisen können.

15.10.2020, 15:20 Uhr – Gericht setzt Niedersachsens Beherbergungsverbot aus

Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat das Beherbergungsverbot des Landes für Reisende aus deutschen Corona-Hotspots in einem Eilverfahren für rechtswidrig erklärt. Der Beschluss sei unanfechtbar, teilte das Gericht am Donnerstag in Lüneburg mit. Geklagt hatte der Betreiber eines Ferienparks.

Zuvor hatte ein Mannheimer Gericht das Beherbergungsverbot in Baden-Württemberg gekippt. In Sachsen hob die Landesregierung das Verbot selbst auf.

Ein Schild «Zimmer frei» und «Ferienwohnung frei» hängt an einem Gästehaus in Braunlage (Foto: dpa)
Ein Schild «Zimmer frei» und «Ferienwohnung frei» hängt an einem Gästehaus in Braunlage dpa

15.10.2020, 14:50 Uhr – Telefonische Krankschreibung bis Ende des Jahres möglich

Angesichts bundesweit wieder steigender Covid-·19-Infektionszahlen hat sich der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) erneut auf eine Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung verständigt. Befristet vom 19. Oktober vorerst bis 31. Dezember können sich Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, telefonisch bis zu sieben Kalendertage krankschreiben lassen, wie der G-BA am Donnerstag in Berlin mitteilte. Die niedergelassenen Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand des Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen.

15.10.2020, 14:10 Uhr – Umweltbundesamt: Schulen alle 20 Minuten lüften

Das Umweltbundesamt (UBA) hält zum Corona-Schutz in den Schulen ein regelmäßiges Lüften für notwendig. Klassenräume sollten regelmäßig alle 20 Minuten für etwa fünf Minuten bei weit geöffneten Fenstern gelüftet werden, sagte UBA-Präsident Dirk Messner am Donnerstag in Dessau-Roßlau. Die Behörde hat für die Kultusministerkonferenz (KMK) eine entsprechende Handreichung zum richtigen Lüften in Schulen erarbeitet, die nun über die Länder an alle Schulen in Deutschland verteilt werden soll.

Schutz vor Corona in Schulen Alle 20 Minuten lüften

Die Schulen sollen offen bleiben - aber wie, wenn bundesweit die Corona-Zahlen steigen? Ein Baustein: regelmäßiges Lüften. Das Umweltbundesamt empfiehlt alle 20 Minuten für etwa f…  mehr...

15.10.2020, 13:20 Uhr – Nach Baden-Württemberg: Beherbergungsverbot fällt auch in Sachsen

Sachsen hebt das Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Risikogebieten auf. Das kündigte die Regierung am Donnerstag nach einem Gespräch mit Landräten und Bürgermeistern aus dem Freistaat an. Die Regelung soll ab Samstag gelten.

Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht und Sperrstunde Es wird wieder strenger: Die neuen Corona-Regeln im Überblick

Stundenlang haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten beraten. Am Ende einigten sie sich auf weitere Kontaktbeschränkungen, Sperrstunden in Corona-Hotspots und viele weitere Maßnahmen. Die neuen Regeln im Überblick.  mehr...

15.10.2020, 12:40 Uhr – Frankreich: Durchsuchungen bei Gesundheitsminister

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie haben französische Ermittler die Wohnung und das Büro von Gesundheitsminister Oliver Véran durchsucht. Der Regierung wird vorgeworfen, in der Corona-Krise versagt und Tests sowie Schutzausrüstung zu spät bereitgestellt zu haben. In den vergangenen Monaten hatten unter anderem Covid-19-Patienten, Ärzte und Polizisten insgesamt 90 Beschwerden eingereicht. Seitdem wird gegen mehrere Regierungsmitglieder ermittelt. Am Nachmittag will sich Premierminister Jean Castex zu den nächtlichen Ausgangssperren in Paris und acht anderen Städten äußern. Die hatte Präsident Emmanuel Macron verhängt, um die steigenden Neuinfektionszahlen zu bewältigen

15.10.2020, 11:50 Uhr – Gericht stoppt Beherbergungsverbot in Baden-Württemberg

Der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim hat das Beherbergungsverbot gestoppt. Es sei unverhältnismäßig und nicht zumutbar, dass Gäste aus deutschen Risikogebieten nur mit negativem Corona-Test in Baden-Württemberg Urlaub machen dürften, hieß es. Geklagt hatte ein Mann aus Nordrhein-Westfalen, der im Kreis Ravensburg mit seiner Familie Urlaub machen wollte. Kurz vor der Entscheidung hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) noch mitgeteilt, dass das wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg geltende Beherbergungsverbot gelockert werde. Im Stuttgarter Landtag sagte er, man werde grundsätzlich daran festhalten - mit einer Ausnahme: „Für Geschäfts- und Dienstreisende werden wir das Beherbergungsverbot aufheben“, so Kretschmann. „Reisende, die sich nicht aus dienstlichen oder beruflichen Gründen wo hinbewegen, müssen ein negatives Testergebnis vorlegen. Das gilt ab einer Inzidenz von 50.“

15.10.2020. 10:35 Uhr – Umweltbundesamt veröffentlicht Handreichung fürs Lüften in Schulen

Das Umweltbundesamt hat Empfehlungen für die Belüftung von Schulen vorgelegt. In der kalten Jahreszeit soll demnach während des Unterrichts alle 20 Minuten mit weit geöffneten Fenstern für drei bis fünf Minuten gelüftet werden – sogenanntes Stoßlüften. Zudem solle während der gesamten Pausen gelüftet werden. Das Amt rät davon ab, nur die Tür zum Lüften zu öffnen, weil sich kleine virushaltige Schwebeteilchen (Aerosole) dann von einem Raum über den Flur in andere Klassenräume verbreiten könnten. Auch von Lüften mit nur einem offenen oder mit gekippten Fenstern wird abgeraten.

Zum „Einstudieren“ des richtigen Lüftungsverhaltens schlagen die Experten den Einsatz von CO2-Messgeräten vor. Diese seien bereits für 50 bis 100 Euro zu erhalten. Die Geräte zeigen an, wann die Luft verbraucht ist. Sie geben damit einen Hinweis, wann wieder gelüftet werden sollte. Für Klassenzimmer, in denen sich die Fenster nicht öffnen lassen – das ist zum Teil aus Sicherheitsgründen der Fall – seien „stationäre, in die Fensterbereiche eingebaute Zu- bzw. Abluftanlagen als baulich schnell realisierbare Option denkbar“.

15.10.2020, 9:23 Uhr – Spahn: Ob und wie Weihnachten in der Familie stattfinden kann, das entscheiden wir jetzt

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) appelliert an die Bevölkerung, die verschärften Corona-Schutzmaßnahmen wegen der sprunghaft gestiegenen Infektionszahlen mitzutragen. „Wir haben es selbst in der Hand, jetzt die Zahlen wieder runterzubringen“, sagte er im SWR. Mit Blick auf die kommenden Wochen betonte der Gesundheitsminister: „Die Frage, ob und wie Weihnachten in der Familie stattfinden kann, das entscheiden wir jetzt.“ Im Deutschlandfunk erklärte er, eine Situation wie an Ostern, wo man habe empfehlen müssen, nicht die Verwandtschaft zu besuchen, „würde ich eigentlich gerne vermeiden wollen.“

Spahn: Ob und wie Weihnachten in der Familie stattfinden kann, das entscheiden wir jetzt (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Bundesgesundheitsmininster Spahn: Ob und wie Weihnachten in der Familie stattfinden kann, das entscheiden wir jetzt

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15.10.2020, 8:23 Uhr – Neue Teststrategie gilt ab heute

Ab heute gilt in Deutschland die neue Corona-Teststrategie. Bundesgesundheitsminister Spahn will wieder mehr im Inland testen lassen. Im Fokus stehen dabei Massen-Schnelltests, die innerhalb weniger Minuten Ergebnisse liefern. Sie sollen unter anderem in Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäusern angewendet werden, um Personal, Patienten und Bewohner regelmäßig auf Corona zu testen.

15.10.2020, 7:43 Uhr – Millionen für Tübinger Impfforscher

Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt die Uni Tübingen bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs. Das Institut für Zellbiologie bekommt 18 Millionen Euro. Ein Forscherteam arbeitet an einer aufwendigen Methode um verschiedene Arten des Coronavirus zu bekämpfen. Erste Tests könnten im Frühjahr starten.

15.10.2020, 7:10 Uhr – Kretschmann und Dreyer zufrieden mit Corona-Beschlüssen

Die Landeschefs von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, Kretschmann und Dreyer sind zufrieden mit den neuen Corona-Beschlüssen. Kretschmann sagte dem SWR, man habe sich in den wichtigsten Fragen geeinigt, das sei ein großer Fortschritt. Ähnlich äußerte sich Dreyer. Für sie kommt es jetzt auf die Solidarität der Bürgerinnen und Bürger an.

Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht und Sperrstunde Es wird wieder strenger: Die neuen Corona-Regeln im Überblick

Stundenlang haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten beraten. Am Ende einigten sie sich auf weitere Kontaktbeschränkungen, Sperrstunden in Corona-Hotspots und viele weitere Maßnahmen. Die neuen Regeln im Überblick.  mehr...

15.10.2020, 5:00 Uhr – Rekord-Infektionszahlen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldet 6.638 Neuinfektionen innerhalb eines Tages – das ist ein Rekord und ein Anstieg um mehr als 1.500 im Vergleich zum Vortag. Bislang waren Ende März mit knapp 6.300 Neuinfizierten die meisten registriert worden.Allerdings sind die jetzigen Werte nicht mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. Die Zahl der Coronatests schwankt seit Mitte August zwischen rund 1,1 Millionen und 1,2 Millionen pro Woche. Die Rate der positiven Tests ist nach RKI-Angaben vom Mittwochabend jedoch deutlich gestiegen: von 0,74 Prozent Ende August auf 2,48 Prozent in der Woche vom 5. bis 11. Oktober. 

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 341.223 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9.710. Das waren 33 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 284.600 Genesene.

15.10.2020, 4:31 Uhr – Mehr als 900.000 Coronavirus-Infektionen in Spanien registriert

Spanien hat als erstes Land der Europäischen Union die Marke von 900.000 Coronavirus-Infektionen überschritten. Seit Beginn der Pandemie seien mehr als 908.000 Infektionen registriert worden, teilte das spanische Gesundheitsministerium mit. Spanien hat knapp 45 Millionen Einwohner. In Frankreich mit seinen knapp 67 Millionen Einwohnern wurden bisher 750 000 Infektionen registriert. Die genaue Zahl der registrierten Fälle hängt auch damit zusammen, wie viel getestet wird. In Spanien wurden offiziellen Angaben zufolge mehr als 33 000 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus registriert. Gesundheitsexperten glauben, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt, jedoch nicht ausreichend getestet wird.

15.10.2020, 1:24 Uhr – Rekord-Infektionszahlen in Italien und Spanien

Italien verzeichnet nach Angaben des Gesundheitsministeriums einen Rekord von 7.332 Neuinfektionen. So hoch war der tägliche Anstieg noch nicht einmal im Frühjahr, während der bislang schlimmsten Corona-Phase in Italien. Führende Politiker zeigen sich besorgt. Von „ernsten Zahlen“ spricht der Chef der mitregierenden demokratischen Partei, Nicola Zingaretti. Er appelliert an die Menschen, sich an die Hygiene-Regeln zu halten.

15.10.2020, 1:03 Uhr – Bund und Länder beschließen strengere Corona-Regeln

Weil die Corona-Zahlen wieder steigen, soll es auch wieder strengere Regeln geben. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt. Das hat Kanzlerin Merkel nach Gesprächen mit den Ministerpräsidenten bekannt gegeben.

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Stundenlang haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten beraten. Am Ende einigten sie sich auf weitere Kontaktbeschränkungen, Sperrstunden in Corona-Hotspots und viele weitere Maßnahmen. Die neuen Regeln im Überblick.  mehr...

14.10.2020, 19:48 Uhr – Frankreich führt nächtliche Ausgangssperren ein

Frankreich führt wegen steigender Corona-Zahlen ab Samstag den Gesundheitsnotstand wieder ein. Das hat die Regierung in Paris mitgeteilt. Sie bekommt damit die Möglichkeit, im Schnellverfahren Schritte zur Unterstützung der Wirtschaft zu beschließen.

Präsident Emanuel Macron sagte am Abend in einer Fernsehansprache, dass in Paris und anderen Städten in Frankreich ab Samstag zwischen 21:00 Uhr abends und 6:00 Uhr morgens eine nächtliche Ausgangssperre gelten solle.

14.10.2020, 17:56 Uhr – Negativrekorde in Polen und Italien

In Polen sind an einem Tag so viele Menschen am oder mit dem Coronavirus gestorben, wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie. Das Gesundheitsministerium in Warschau spricht von 116 weiteren Toten.

In Italien gibt es 7.332 neue Corona-Fälle – so viele wie noch nie in 24 Stunden. Das hat das Gesundheitsministerium in Rom mitgeteilt. Gestern wurden noch 5.900 neue Corona-Fälle gemeldet. 43 Menschen sind an Covid-19 gestorben.

14.10.2020, 16:37 Uhr – Telefonische Krankschreibungen sollen wieder möglich sein

Telefonische Krankschreibungen beim Arzt wegen Erkältung sollen wegen der Corona-Lage bald wieder möglich sein. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte am Mittwoch in Berlin einen entsprechenden Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen für Donnerstag an. Das Gremium ist mit Vertretern von Ärzten, Kliniken und gesetzlichen Krankenkassen besetzt. „Wir wollen natürlich mögliche Infektionen im Gesundheitswesen selbst und in der Arztpraxis bei Grippe sowie bei Corona vermeiden“, sagte Spahn.

14.10.2020, 15:53 Uhr – Wieler: Corona und Grippe parallel werden nicht einfach

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, erinnert daran, dass beide Erkrankungen, die Grippe und Covid-19, besonders für Ältere und chronisch Kranke gefährlich seien. Niemand könne vorhersagen, wie stark die Grippewelle in jedem Jahr verläuft. Was aber sicher sei: Durch Covid-19 wird in diesem Jahr auch eine besonders schwierige Situation entstehen, weil beide Krankheiten parallel auftreten, so Wieler.

14.10.2020, 12:09 Uhr – Erste Regelvorschläge für das Treffen von Merkel und den Länderchefs

Der Bund will eine ergänzende Maskenpflicht und eine Sperrstunde in der Gastronomie schon dann einführen, wenn die Zahl der Neuinfektionen 35 pro 100.000 Einwohner in einer Region innerhalb einer Woche überschreitet. Diese Maskenpflicht soll dort eingeführt werden, wo Meschen dichter oder länger zusammenkommen, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf für die Beschlussvorlage der Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder am Mittwochnachmittag. Auch zu den Themen Wirtschaftshilfen, Kontaktbeschränkungen und private Feiern gibt es Regelvorschläge in dem Entwurf. Wir haben sie hier zusammengefasst.

Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht und Sperrstunde Es wird wieder strenger: Die neuen Corona-Regeln im Überblick

Stundenlang haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten beraten. Am Ende einigten sie sich auf weitere Kontaktbeschränkungen, Sperrstunden in Corona-Hotspots und viele weitere Maßnahmen. Die neuen Regeln im Überblick.  mehr...

14.10.2020, 12:04 Uhr – Spahn wirbt für Grippeschutzimpfungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wirbt für Grippeschutzimpfungen. Damit könne das Gesundheitssystem in der Corona-Krise vor einer Überlastung geschützt werden, sagt Spahn, der sich am Vormittag selbst gegen Grippe impfen ließ. Dem Minister zufolge wurden für diese Saison bislang 26 Millionen Impfdosen beschafft. Diese würden aber nicht auf einen Schlag zur Verfügung gestellt. Deshalb könne es zu lokalen Lieferengpässen kommen. „Wir haben aber keine Versorgungsengpässe“, betont Spahn.

Auf die Frage, ob er eine Impflicht ausschließt, hat der Minister bestimmt mit „Ja“ geantwortet. Es werde keine Impfpflicht geben.

Herr Minister Spahn, weil es immer noch durch die Sozialen Medien geistert: Können Sie eine Impf-Pflicht ausschließen? #Corona #Impfung @ZDF https://t.co/yVFKK2Zmym

14.10.2020, 11:41 Uhr – Nordirland führt strengste Regeln im Vereinten Königreich ein

Im Kampf gegen steigende Infektionszahlen führt Nordirland die strengsten Regeln im Vereinigten Königreich ein. Schulen werden für zwei Wochen geschlossen, Restaurants für vier, wie die nordirische Regierungschefin Arlene Foster ankündigt. Die Schulferien im Oktober werden damit um eine Woche verlängert. Gaststätten dürfen Speisen und Getränke nur außer Haus anbieten. Nicht dringende Reisen sollten vermieden und wenn möglich von zu Hause aus gearbeitet werden.

In Großbritannien strebt Premierminister Boris Johnson unterdessen keinen landesweiten Lockdown an, wie Arbeitsministerin Thérèse Coffey dem Sender Sky sagt. Sie reagiert damit auf Forderungen vom Chef der oppositionellen Labour-Partei, Keir Starmer, für zwei bis drei Wochen einen solchen Lockdown zu verhängen.

14.10.2020, 11:08 Uhr – In Polen so viele Tote wie seit Ausbruch des Virus nicht

In Polen sind binnen eines Tages so viele Menschen am oder mit dem Coronavirus gestorben wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie. Das Gesundheitsministerium meldet 116 weitere Todesfälle. Damit steigt die Gesamtzahl auf 3.217. Auch bei den Neuinfektionen verzeichnet Polen einen Rekord. Es gibt 6.526 positive Testergebnisse, insgesamt 141.804. Immer mehr Covid-19-Patienten müssen im Krankenhaus behandelt werden. Ärzte warnen bereits vor einer Überlastung des Gesundheitssystems.

14.10.2020, 10:43 Uhr – Russland meldet Rekord an Neuinfektionen

Russland meldet einen Rekord an Neuinfektionen: Binnen der letzten 24 Stunden gibt es 14.231 weitere Coronavirus-Fälle. Die Gesamtzahl der Infektionen steigt damit auf 1,34 Millionen. Weitere 239 Menschen starben, wodurch sich die Zahl der Todesfälle auf 23.205 erhöht.

14.10.2020, 9:41 Uhr – Medienbericht: Bundesregierung will Unternehmen länger unterstützen

Die Bundesregierung will Unternehmen in der Corona-Krise offenbar länger unterstützen als bisher geplant. Das berichtet die Funke Mediengruppe. Demnach will Wirtschaftsminister Peter Altmeier vorschlagen, die Überbrückungshilfe, die im Dezember ausläuft, um sechs Monate zu verlängern. So sollen vor allem die Veranstaltungsbranche, die Messe- und Ausstellungswirtschaft sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe unterstützt werden. Konkret seien unter anderem verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten und Zuschüsse für Renovierungen während der auftragslosen Zeit im Gespräch. Darüber hinaus ist laut dem Bericht auch ein sogenannter Unternehmerlohn für Freiberufler und Solo-Selbstständige geplant.

14.10.2020, 6:09 Uhr – Maskenpflicht in Stuttgarter Innenstadt

In der Stuttgarter Innenstadt gilt ab heute eine Maskenpflicht. Ausgeschlossen davon sind Kinder unter 6 Jahren. Mit den neuen Regeln reagiert die Stadt auf die steigenden Corona-Neuinfektionen. Außerdem darf man an bestimmten Orten in Stuttgart von donnerstags bis samstags abends keinen Alkohol mehr kaufen und trinken. Damit will die Stadt Menschen Ansammlungen vermeiden.

14.10.2020, 5:28 Uhr – Erstmals seit April über 5.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen erstmals seit Mitte April mehr als 5.000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt belief sich die Zahl laut RKI auf 5.132. Das waren mehr als 1000 Fälle mehr als noch am Vortag. Der letzte Höchstwert seit April waren 4.721 neu nachgewiesene Fälle am Samstag gewesen. Am Mittwoch vergangener Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 2.828 Neuinfektionen mitgeteilt.

Darüber hinaus haben die Gesundheitsämter in Deutschland mindestens 40 weitere Todesfälle registriert. Einen Tag vorher waren es 13 gewesen. Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten beraten heute über die Pandemielage.

14.10.2020, 2:11 Uhr – Bundesärztekammer gegen Beherbergungsverbot

Am Nachmittag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Coronakrise beraten. Beim Treffen im Kanzleramt dürfte es unter anderem um das umstrittene Beherbergungsverbot gehen. Der Präsident der Bundesärztekammer Klaus Reinhardt beispielsweise hält es für untauglich, um das Pandemiegeschehen einzugrenzen. Obwohl im Sommer innerhalb Deutschlands viel gereist worden sei, habe sich die Infektionsdynamik nicht beschleunigt, sagte Reinhardt den Funke-Zeitungen.

14.10.2020, 1:36 Uhr - Medien: Wirtschaftsministerium plant weitere Finanzhilfen

Das Bundeswirtschaftsministerium bereitet nach Angaben der Funke-Zeitungen neue Corona-Hilfen für Firmen vor. Der Fokus solle dabei auf der Hotel- und Gastronomiebranche liegen, heißt es unter Berufung auf Angaben aus dem Ministerium. Weitere Unterstützung wird demnach aber auch für die Veranstaltungsbranche sowie die Messe- und Ausstellungswirtschaft ins Auge gefasst. Die laufenden Überbrückungshilfen für Unternehmen sollen den Plänen zufolge um ein halbes Jahr bis zum 30. Juni 2021 verlängert werden. Darüber hinaus ist dem Bericht zufolge ein bundesweiter sogenannter Unternehmerlohn für Freiberufler und Soloselbstständige im Gespräch. In einigen Bundesländern wird diese Form der Corona-Hilfe bereits praktiziert.

13.10.2020, 21:49 – Mehr Covid-Patienten in deutschen Krankenhäusern

Zurzeit werden wieder deutlich mehr Patienten mit Covid-19-Erkrankungen in deutschen Krankenhäusern behandelt als noch im Sommer. Das hat der NDR bei einer Umfrage in 15 größeren Städten herausgefunden. In Berliner Kliniken beispielsweise hätten sich Ende August noch weniger als 40 Covid-Patienten befunden. Ende September seien es rund 100 gewesen und aktuell würden etwa 200 von ihnen stationär behandelt - ein Viertel davon auf Intensivstationen.

13.10.2020, 17:33 Uhr – Bericht: Lage in einigen Gesundheitsämtern kritisch

Die Lage der Gesundheitsämter in deutschen Corona-Hotspots spitzt sich einem Bericht zufolge weiter zu. Zwei Drittel der Ämter sind bei der Nachverfolgung der Kontakte von Corona-Infizierten an der Belastungsgrenze, wie die TV-Sender RTL und ntv unter Berufung auf eigene Recherchen berichteten.  Die Sender hatten den Angaben zufolge die Gesundheitsämter in den derzeit 43 Corona-Risikogebieten im Inland angefragt, 23 antworteten bislang. Acht davon stufen die Lage bei der Kontaktnachverfolgung demnach als „machbar“ ein, 15 als „kritisch“.

In der zweiten Gruppe sind den Sendern zufolge die Berliner Bezirke Spandau und Steglitz-Zehlendorf, die Städte Leverkusen, Essen, Mainz, Duisburg, Offenbach, Esslingen, Stuttgart und Rosenheim und die Landkreise Main-Taunus, Bitburg-Prüm, Recklinghausen, Groß-Gerau und Wesermarsch. Die Landkreise Groß-Gerau und Wesermarsch erklärten demnach, die Belastungsgrenze sei bereits erreicht. Die Gesundheitsämter im Landkreis Vechta, in Essen, Stuttgart und Esslingen betonten, die Nachverfolgung sei zwar gerade noch machbar, allerdings nur auf Kosten einer sehr hohen Arbeitsbelastung.  Besonders kritisch ist die Situation dem Bericht zufolge im bayerischen Rosenheim.

13.10.2020, 17:03 Uhr – Impfstoff-Test auch an Jugendlichen

Der US-Pharmakonzern Pfizer will den mit der Mainzer Biotechfirma Biontech entwickelten Corona-Impfstoff auch an Jugendlichen testen. Von der US-Gesundheitsbehörde FDA erhielten die Unternehmen die Genehmigung, dass an der entscheidenden Wirksamkeitsstudie Jugendliche ab zwölf Jahren teilnehmen können, wie aus einem Update zu der Studie auf der Internetseite von Pfizer hervorgeht. Dadurch könne die potenzielle Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs bei Personen unterschiedlichen Alters und Hintergrunds besser verstanden werden.

Biontech und Pfizer hatten die Zulassungsstudie mit dem Impfstoff Ende Juli gestartet. Ursprünglich sollte sie bis zu 30.000 Probanden im Alter von 18 bis 85 Jahren umfassen. Um aber mehr Daten zu erlangen, beschlossen die Unternehmen im September, die Studie auf etwa 44.000 Teilnehmer auszuweiten.

13.10.2020, 16:32 Uhr – Fußballer Cristiano Ronaldo hat Coronavirus

Fußballstar Cristiano Ronaldo ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat der portugiesische Fußballverband erklärt. Hintergrund ist ein Routinetest vor dem geplanten Nation- League-Spiel morgen Abend gegen Schweden. Daran darf Ronaldo wegen des Testergebnisses jetzt nicht mehr teilnehmen.

13.10.2020, 16:00 Uhr – Merkel besorgt über Pandemie-Lage in Europa

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich besorgt über die Entwicklung der Corona-Pandemie in Europa geäußert. Die Infektionszahlen nähmen in fast allen Teilen Europas wieder zu, sagte die CDU-Politikerin im europäischen Ausschuss der Regionen. „Die Lage ist unverändert ernst.“ Man müsse nun alles tun, das Erreichte nicht zu verspielen und Sorge dafür tragen, dass ein weiterer Lockdown nicht nötig werde. „Wir müssen zeigen, dass wir unsere Lektion gelernt haben“, mahnte die Kanzlerin. „Und wir müssen die Menschen in Europa bitten, vorsichtig zu sein, die Regeln einzuhalten.“ Es müsse das getan werden, „was wir tun können, um das Virus einzudämmen und trotzdem unsere wirtschaftliche Tätigkeit aufrecht  zu erhalten“. 

Die Kanzlerin forderte, die geplanten EU-Wiederaufbauhilfen für die von der Coronakrise geschädigten Länder rasch voranzubringen. Nun gelte es, „das Paket auf den Weg zu bringen, damit die Mittel ab Anfang 2021 auch wirklich eingesetzt werden können“, sagte sie. „Dazu arbeiten wir mit Hochdruck an einer Einigung mit dem Europäischen Parlament.“

13.10.2020, 14:28 Uhr – Söder: "Wir müssen jetzt Corona ausbremsen"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert vor dem Treffen mit Kanzlerin Merkel eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Im Kampf gegen die sich wieder verschärfende Corona-Pandemie sind nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident die kommenden vier Wochen entscheidend für Deutschland. „Wir müssen jetzt Corona ausbremsen, bevor wir eine echte Notbremsung machen müssen“, sagte der CSU-Chef. Söder sprach sich für eine erweiterte Maskenpflicht in ganz Deutschland aus, so könne die Pandemie besser unter Kontrolle gehalten werden. Auch private Feiern müssten in den kommenden Wochen runtergefahren werden.

Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht und Sperrstunde Es wird wieder strenger: Die neuen Corona-Regeln im Überblick

Stundenlang haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten beraten. Am Ende einigten sie sich auf weitere Kontaktbeschränkungen, Sperrstunden in Corona-Hotspots und viele weitere Maßnahmen. Die neuen Regeln im Überblick.  mehr...

13.10.2020, 14:09 Uhr – RKI sieht bisherige Corona-Strategie bestätigt

Der Alltag in Deutschland wird nach Ansicht des Robert Koch-Instituts auch mit Einführung eines Corona-Impfstoffs zunächst eingeschränkt bleiben - einschließlich Maskentragen und Abstandsgeboten. Darauf weist das RKI in einem neuen Strategiepapier hin. In dem Papier bekräftigt das Institut seine bisherige Strategie – inklusive Kontaktverfolgung.

RKI-Strategiepapier Masken wohl auch mit Impfstoff nötig

Das RKI dämpft Hoffnungen, dass die Verfügbarkeit eines Corona-Impfstoffs in Deutschland eine schnelle Rückkehr zur Normalität bringen wird. Maskentragen und Abstandhalten seien a…  mehr...

13.10.2020, 13:46 Uhr – Kommentar: Ferien-Debatte ist realitätsfern

Wegen der gestiegenen Corona-Infektionszahlen wird derzeit darüber diskutiert, ob die Winterferien an Schulen um mehrere Wochen verlängert und dafür die kommenden Sommerferien entsprechend gekürzt werden sollen. Bundestagsabgeordnete der Union hatten zuvor eine deutliche Verlängerung der Weihnachtsferien und eine Verkürzung der Sommerferien vorgeschlagen. Der CDU-Abgeordnete Christoph Ploß, der auch Landesvorsitzender seiner Partei in Hamburg ist, sagte der Bild-Zeitung, Ziel sei es, Schülerinnen und Schüler besser zu schützen. SWR-Berlin-Korrespondentin Evi Seibert findet die Debatte um „Sommerferien im Winter“ realitätsfern – gerade auch im Hinblick auf die Eltern. Im Video kommentiert sie die Idee.

Die Bildungsministerinnen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind gegen eine mögliche Verlängerung der Weihnachtsferien wegen des Coronavirus. Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) zum Beispiel sagt aber, dass eine solche Regelung die Prüfungspläne durcheinander bringen könnte. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) hat darauf hingewiesen, dass in Rheinland-Pfalz Ende Januar schon die schriftlichen Abi-Prüfungen beginnen.

13.10.2020, 12:42 Uhr – In der EU kommt eine Corona-Ampel-Karte

In der EU kommt eine Corona-Ampel. Sie soll Risikogebiete in einer Karte farblich kennzeichnen und übersichtlich machen. Die Europa-Minister der Mitgliedsstaaten haben das grundsätzlich vereinbart. Je nach Infektionsrate werden einzelne Regionen als grüne, orange oder rote Zonen eingestuft. Gibt es keine verlässlichen Informationen, bleibt das betreffende Gebiet grau. Wenn innerhalb von zwei Wochen im Schnitt weniger als 25 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus gemeldet werden, wird das entsprechende Gebiet grün gefärbt. Das heißt: Reisebeschränkungen gibt es nicht. Sind es mehr als 25 Fälle, springt die Ampel auf orange – bei 50 oder mehr neuen Fällen gilt die Stufe rot. 

Bei der Bewertung der Regionen spielt außerdem die Quote der positiven Tests eine Rolle. Für Reisende aus gelben und roten Zonen soll jedes Land selbst entscheiden können, ob und welche Einschränkungen gelten. Allerdings müssen die betroffenen Staaten und die EU-Kommission möglichst schnell darüber informiert werden. Die Corona-Landkarte wird von der Europäischen Gesundheitsagentur erstellt und wöchentlich aktualisiert. Allerdings wollen einige Länder beim Pflegen der Karte nicht mitmachen.

13.10.2020, 12:29 Uhr – Skisaison an der Zugspitze soll im November starten

Als erstes Skigebiet Deutschlands will die Zugspitze am 13. November in die Saison starten – unter strikten Corona-Auflagen. Auf den Erfahrungen im Sommerbetrieb gründend seien die Maßnahmen für den Winter erarbeitet worden, teilte die Bayerische Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen mit. Zum Liftfahren – egal ob in der Seilbahn, im Sessel – oder im Schlepplift - müssen alle außer Kinder bis sechs Jahre Masken tragen. Auf den Pisten dürfen die Wintersportler dann ohne Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs sein. Sie müssen allerdings stets mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Gästen einhalten. Erster Schnee ist auf Deutschlands höchstem Berg (2.962 Meter) schon gefallen.

13.10.2020, 11:25 Uhr – Niederlande vor zweiter Runde Einschränkungen

Die Niederlande stehen vor einer neuen Runde von Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Für 19:00 Uhr ist eine Pressekonferenz von Ministerpräsident Mark Rutte und Gesundheitsminister Hugo de Jonge angesetzt. Der staatliche Sender NOS berichtet unter Berufung auf Regierungskreise, dass es zu Café- und Restaurantschließungen kommen soll. Außerdem solle der Alkoholverkauf am Abend verboten werden. Menschen ab 18 Jahren dürften bis auf weiteres keine Mannschaftssportarten mehr ausüben. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel solle auf notwendige Fahrten beschränkt werden. Private Einladungen würden auf drei Personen pro Haushalt begrenzt. Die Vorgaben sollen zunächst für zwei Wochen gelten, wie der Sender berichtet. Am Montag hatten die Behörden den Rekordwert von fast 7.000 neuen Positiv-Tests bekanntgegeben. Das sind viel mehr als im deutlich größeren Deutschland.

13.10.2020, 10:26 Uhr – RKI: Keine schnelle Normalität mit Impfstoff

Das Robert-Koch-Institut glaubt nicht, dass mit Verfügbarkeit eines Impfstoffs eine schnelle Rückkehr zur Normalität möglich wird. In einem neuen Strategiepapier bezeichnen die RKI-Experten die Impfung zwar als „wichtigen Teil der Pandemiebekämpfung“. Das allein werde aber nicht ausreichen, da der oder die Impfstoffe anfangs nur in begrenzten Mengen verfügbar sein werden. Daher seien dann auch Vorgaben wie Abstandhalten, Maskentragen und die Verlegung von Freizeitaktivitäten nach draußen weiterhin erforderlich.

13.10.2020, 9:07 Uhr – Bild: Merkel zitiert Ministerpräsidenten nach Berlin

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Ministerpräsidenten der Länder nach einem Bericht der Bild-Zeitung für die Konferenz morgen nach Berlin zitiert. Zum ersten Mal seit sieben Monaten werden sich die Kanzlerin und die Länderchefs auf Merkels Wunsch zu einem „physisches Präsenzformat“ treffen. Das letzte Mal hat sich die Runde persönlich getroffen, als am 12. März der Shutdown beschlossen wurde.

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) habe in einer Videokonferenz mit den Staatskanzleichefs die Notwendigkeit physischer Anwesenheit mit der dramatischen Infektionslage in Deutschland begründet. Man müsse eine offene Debatte führen, die „historische Dimensionen“ haben könne, wird Braun laut Teilnehmern in Bild zitiert.

13.10.2020, 7:49 Uhr – Trump: USA haben sich großartig von Pandemie erholt

US-Präsident Donald Trump hat die Corona-Pandemie bei seinem ersten großen Wahlkampfauftritt nach seiner eigenen Corona-Infektion als überwunden dargestellt. „Kein Land in der Welt hat sich so erholt, wie wir uns erholt haben“, behauptete Trump in Sanford in Florida. Hunderte Menschen in den USA sterben weiterhin jeden Tag mit dem Virus. „Unter meiner Führung werden wir einen sicheren Impfstoff liefern und eine schnelle Erholung, wie es niemand glauben kann“, erzählte der Präsident weiter.

Seine Stimme war etwas kratzig, ansonsten schien er bei guter Gesundheit zu sein. Er selbst erklärte sich als „immun“. Die USA gehören zu den weltweit am schwersten von der Pandemie getroffenen Ländern.

13.10.2020, 7:03 Uhr – Wieder mehr als 4.000 Neuinfektionen in Deutschland

Nach einem Rückgang der Zahlen am Sonntag und Montag haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen wieder mehr als 4.000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt beläuft sich die Zahl laut RKI auf 4.122. Am Donnerstag hatte die Anzahl neuer Infektionen mit 4.058 erstmals seit April die 4.000er-Grenze überschritten. Am Samstag waren es sogar 4.721 neu nachgewiesene Fälle.

13.10.2020, 2:33 Uhr - Längere Weihnachtsferien wegen Corona?

Unionspolitiker schlagen vor, wegen des Coronavirus die Weihnachtsferien zu verlängern. Das könne Schülerinnen und Schüler vor dem Virus schützen, sagte der Hamburger CDU-Landesvorsitzende Christoph Ploß der Zeitung "Bild". Es solle über zwei bis drei Wochen längere Weihnachtsferien nachgedacht werden. Die Ferien im Sommer könnten seiner Ansicht nach entsprechend gekürzt werden. Ähnlich äußerte sich der CSU-Abgeordnete Stephan Pilsinger.

13.10.2020, 2:22 Uhr - Diskussion über Beherbergungsverbot geht weiter

In der Politik wird weiter über das Beherbergungsverbot für Menschen aus deutschen Risikogebieten diskutiert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fordert dabei eine einheitliche Linie. Ansonsten untergrabe das die Akzeptanz, sagte Spahn bei einer Videokonferenz des ifo-Instituts. Auch die deutschen Städte und Gemeinden fordern gleiche Regeln bundesweit. Der Städte und Gemeindebund zeigte in der "Rheinischen Post" Verständnis dafür, wenn Reisende aus Risikogebieten einen negativen Coronatest vorweisen müssen. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hingegen teilte der "Saarbrücker Zeitung" mit, das Beherbergungsverbot sei unverhältnismäßig und damit rechtswidrig.

13.10.2020, 0:36 Uhr - Trump negativ auf Corona-Virus getestet

US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben seines Leibarztes negativ auf das Coronavirus getestet worden. Schnelltests an aufeinanderfolgenden Tagen seien negativ ausgefallen, hieß es in einer Mitteilung. Trump hatte am 2. Oktober bekannt gegeben, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert habe. Wegen der Erkrankung wurde er drei Tage lang in einem Militärkrankenhaus behandelt.

12.10.2020, 20:46 Uhr - Proteste gegen Corona-Politik in Spanien

In mehreren spanischen Städten haben Menschen gegen den Umgang ihrer Regierung mit Corona demonstriert. Sie bildeten Auto-Korsos, schwenkten Nationalflaggen und forderten den Rücktritt der Regierung von Ministerpräsident Pedro Sanchez. Die hatte am Freitag den Ausnahmezustand ausgerufen. Zwei Wochen lang gelten für die Menschen in Madrid und acht angrenzenden Städten teilweise Ausgangssperren: Sie dürfen die Städte nicht verlassen, sich aber frei darin bewegen.

12.10.2020, 19:35 Uhr – Innenministerium schließt Grenzschließungen zu Nachbarländern nicht aus

Das Bundesinnenministerium denkt anscheinend wieder über Grenzschließungen zu Nachbarländern nach. Ein Sprecher hat gesagt, dass das zwar vermieden werden soll – es könne aber nicht ausgeschlossen werden. Auch in den an Deutschland grenzenden Ländern nehmen die Corona-Neuinfektionen zum Teil stark zu, in Frankreich waren es zuletzt über 25.000 am Tag.

12.10.2020, 17:35 Uhr – Rheinland-Pfalz verzichtet vorerst auf Beherbergungsverbot

Das umstrittene Beherbergungsverbot für Urlauber aus deutschen Corona-Risikogebieten tritt morgen in Rheinland-Pfalz doch nicht in Kraft. Das teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) mit. Bund und Länder hatten sich vergangene Woche darauf geeinigt, dass Hotels und Pensionen keine Urlaubsgäste aus Corona-Hotspots innerhalb Deutschlands aufnehmen dürfen, es sei denn sie hätten einen aktuellen, negativen Coronatest.

12.10.2020, 16:30 Uhr – In Ischgl sind Fehler und Fehleinschätzungen passiert

Wie konnte sich der österreichische Ski-Ort Ischgl zu einem Corona-Hotspot in Europa entwickeln? Das hat eine Expertenkommission untersucht und ihre Ergebnisse vorgestellt.

Das sagt die Expertenkommission Beim Corona-Ausbruch in Ischgl sind schwere Fehler gemacht worden

Bei dem großen Coronavirus-Ausbruch im österreichischen Skiort Ischgl haben die verantwortlichen Behörden schwere Fehler gemacht. Das sagt eine Expertenkommission. Ischgl gilt als einer der Orte, von dem aus sich das Virus über Europa verbreitet hat.  mehr...

12.10.2020, 15:01 Uhr – Frankfurter Buchmesse doch komplett ohne Publikum

Die Frankfurter Buchmesse wird in diesem Jahr auf dem Messegelände nun doch völlig ohne Besucher stattfinden. Grund seien steigende Corona-Infektionszahlen in Frankfurt am Main und bundesweit, teilten die Veranstalter mit.

12.10.2020, 14:06 Uhr – Mehr als 7.000 Straftaten mit Corona-Bezug in NRW

In Nordrhein-Westfalen sind mehr als 7.000 Straftaten mit Bezug zur Corona-Pandemie registriert worden. Darunter seien über 1.000 mutmaßliche Fälle von Subventionsbetrug mit Hilfe von Fake-Seiten, sagte der Chef des NRW-Landeskriminalamts der Deutschen Presse-Agentur. Mit den Seiten waren im Internet Daten von Unternehmen abgezweigt worden, um die Coronahilfe umzuleiten.

Es gebe aber auch Bereiche, in denen die Pandemie zu einem deutlichen Rückgang der Straftaten geführt habe, etwa bei Wohnungseinbrüchen und Taschendiebstählen.

12.10.2020, 12:03 Uhr – Hausärzte warnen wegen Reise-Beschränkungen vor Chaos

Die innerdeutschen Reise-Beschränkungen führen dem Hausärzteverband zufolge zu einer Verschwendung von Ressourcen. Die Praxen seien mit der Versorgung ihrer Patienten voll ausgelastet, doch führten die Regelungen dazu, dass in der Ferienzeit nun auch Reisende um schnelle Corona-Tests nachsuchten, sagt der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt. Dadurch steige das Ansteckungsrisiko in den Praxen, zudem gebe es kaum Kapazitäten für die Tests. Dabei würden diese vor allem für Risikopatienten und Mitarbeiter des Gesundheitswesens gebraucht. „Es braucht dringend einheitliche Bund-Länder-Strategien, insbesondere zum Umgang mit Hotspots und Testungen“, fordert Weigeldt.

12.10.2020, 11:03 Uhr – Städtebund: Ohne Kontaktverfolgung läuft Corona aus dem Ruder

Großstädte sind die Hauptquelle der Corona-Verbreitung – so sieht das Gerd Landsberg, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. „Wenn wir irgendwann zu dem Punkt kommen, dass wir die Infektionsketten nicht mehr nachvollziehen können, dann läuft das Infektionsgeschehen aus dem Ruder“, sagte Landsberg dem SWR. Deshalb gebe es das Angebot des Bundes, Bundeswehrsoldaten bei der Kontaktermittlung einzusetzen.

In Großstädten lebten Menschen eng zusammen, dort gebe es auch die berühmten Partyszenen, erläuterte sagte Landsberg. Entwicklungen im ländlichen Raum wie im Eifelkreis Bitburg-Prüm wiesen allerdings darauf hin, dass sich das Infektionsgeschehen auch über die Großstädte hinaus verstärken könnte. Noch seien die Städte in der Lage, die Kontakte Infizierter zu verfolgen. Um das weiterhin zu ermöglichen, sollten zusätzlich beispielsweise Medizinstudenten oder Verwaltungsangestellte eingesetzt werden, sagte Landsberg.

12.10.2020, 10:59 Uhr – Ministerpräsident: Lokale Lockdowns in Frankreich möglich

Frankreichs Ministerpräsident Jean Castex schließt lokale Lockdowns nicht aus. Nichts dürfe ausgeschlossen werden, sagt Castex dem Radiosender Franceinfo. Das Land sei mit einer starken zweiten Infektionswelle konfrontiert.

12.10.2020, 10:11 Uhr – GB-Kultusminister: Weitere Beschränkungen nötig

In Großbritannien sind nach Worten von Kulturminister Oliver Dowden weitere Beschränkungen notwendig. „Der Zweck dieser Maßnahmen ist es, das Virus unter Kontrolle zu bringen“, sagt Dowden dem Sender Sky. Er hoffe, dass das bis Weihnachten oder sogar früher gelingen werde. Die Gefahr der Virus-Ausbreitung ist Dowden zufolge in Kneipen, Restaurants und Nachtclubs besonders hoch.

12.10.2020, 9:17 Uhr – Ifo-Institut: Frühjahreszahlen nicht mit den jetzigen vergleichbar

Die steigende Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Deutschland ist nach Berechnungen des Ifo-Instituts auf mehr Ansteckungen zurückzuführen, aber auch auf zusätzliche Tests. „Die Zahlen vom Oktober können nicht direkt mit denen vom April verglichen werden“, sagt Ifo-Präsident Clemens Fuest. Deshalb sollten Politik und Wirtschaft weder mit zu rigiden Beschränkungen noch mit zu laxen Maßnahmen reagieren. Nötig seien Beschränkungen, die wirtschaftliche Aktivität ermöglichen, statt sie zu verhindern. „Wäre im April so viel getestet worden wie heute, dann wären damals auf dem Höhepunkt gut 10.000 Fälle mehr entdeckt worden.“

12.10.2020, 7:24 Uhr – Giffey: Bei jungen Menschen mehr für Corona-Regeln werben

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) spricht sich dafür aus, vor allem bei jungen Menschen stärker für die Corona-Regeln zu werben. Es gehe darum, für die Gefahren des Virus zu sensibilisieren und den Dialog zu suchen, sagte Giffey in der ARD. Bei „massiven Verstößen“ müsse es aber ein konsequentes Vorgehen geben. „Ich glaube, dass wir wieder zurückkehren zu einer Unbeschwertheit, aber da sind wir noch nicht“, sagte sie. „Es ist jetzt nicht die Zeit für große Partys.“

12.10.2020, 5:15 Uhr – Fast 2.500 Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 2.467 Neuinfektionen in Deutschland. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Fälle binnen 24 Stunden auf 325.331. Die Zahl der an oder mit dem Virus verstorbenen Menschen klettert um sechs auf 9.621. Zuletzt waren mehrere Tage in Folge jeweils mehr als 4.000 neue Infektionsfälle registriert worden. Allerdings fallen die Daten am Wochenende häufig niedriger aus als während der Woche, da die Gesundheitsämter dann oft nicht alle Daten an das RKI übermitteln.

12.10.2020, 4:45 Uhr – Millionen-Metropole will in einer Woche alle Bewohner testen

In der chinesischen Metropole Qingdao sollen Regierungsangaben zufolge innerhalb von fünf Tagen alle rund neun Millionen Bewohner auf Covid-19 getestet werden. Die Stadt verzeichnet in den vergangenen 24 Stunden sechs neue sowie sechs asymptomatische Fälle. Die meisten Infektionen sind im Zusammenhang mit dem Qingdao Chest Hospital aufgetreten, das infizierte Rückkehrer nach China behandelt.

12.10.2020, 4:17 Uhr – Coronaviren überleben länger als Grippeviren

Sars-CoV-1-Viren können auf glatten Oberflächen länger überleben als Grippeviren. Das ist in einer Studie der australischen Forschungseinrichtung Csiro herausgekommen. Der Covid-19-Erreger könne bei 20 Grad bis zu 28 Tage beispielsweise auf Banknoten oder Glas ansteckend bleiben, heißt es in der im Virology Journal veröffentlichten Studie. Der Grippe-Erreger Influanza-A überlebe im Vergleich 17 Tage.

12.10.2020, 4:10 Uhr - Städtebund: Corona-Kontrollen durch Privatfirmen

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat sich dafür ausgesprochen, die Einhaltung der Corona-Regeln von privaten Sicherheitsfirmen kontrollieren zulassen. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte der "Bild"-Zeitung, die Kontrollen seien nötig. Die Ordnungsämter hätten aber dafür nicht genug Personal. Deshalb müssten Privatfirmen hinzugezogen werden. Der juristische Aufwand dafür in den Ländern sei gering. Die Kosten schätzt Landsberg auf etwa eine Milliarde Euro.

12.10.2020, 2:10 Uhr - Bund und Länder debattieren Beherbergungsverbote

Über die Beherbergungsverbote vieler Bundesländer soll bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch noch einmal beraten werden. Das hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Abend im ZDF angekündigt. Die Beherbergungsverbote machten keinen Sinn, kritisierte Müller. Hunderttausende Pendler begegneten sich täglich im Einzelhandel, im Nahverkehr und auf Arbeit. Gegenwärtig dürfen Menschen aus Orten mit hohen Infektionszahlen nur dann beherbergt werden, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen können.

11.10.2020, 19:02 Uhr – Kanzleramtschef Braun verteidigt schärfere Einschränkungen

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) verteidigt schärfere Einschränkungen. Die Bundesregierung wolle, dass die Wirtschaft weiterlaufe und dass Schulen und Kindergärten offen blieben, damit das Land gut durch die Krise komme, sagte Braun in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". "Und deshalb müssen wir da, wo die Infektionsketten sich hauptsächlich ausbreiten, nämlich bei Feiern und eben leider auch beim Reisen, etwas strenger sein."

Auch das Beherbergungsverbot verteidigte er. Braun sagte, Mecklenburg-Vorpommern gebe es im Schnitt fünf Corona-Neuansteckungen und Berlin über 60. Da sei es klar, dass jeder sich schützen wolle. Es handle sich um eine unvermeidliche Notfallmaßnahme, so der CDU-Politiker. Wirtschaftsverbände laufen Sturm gegen das Beherbergungsverbot. Der Industrie- und Handelskammertag sprach von unkoordinierten Regeln, die nur für Verunsicherung sorgten.

11.10.2020, 17:30 Uhr – Spanische Regionen Katalonien und Navarra verschärfen Corona-Maßnahmen

Die spanischen Regionen Katalonien und Navarra verschärfen ihre Corona-Maßnahmen. In Katalonien sollen Firmen ihre Mitarbeiter auffordern, für die kommenden 15 Tage von zuhause aus zu arbeiten. „Ohne neue Maßnahmen könnten wir in zwei oder drei Wochen in die Lage von Madrid gelangen“, sagt der Gesundheitsminister der autonomen Region, Josep Maria Argimon. Madrid gilt als einer der größten Corona-Hotspots in Europa. Seit Freitag gilt dort der Notstand. In der nordspanischen Region Navarra sollen Treffen von mehr als sechs Personen verboten werden, Restaurants müssen ihre Gästekapazität halbieren und um zehn Uhr abends schließen.

11.10.2020, 17:20 Uhr – Auch Mainz reißt Corona-Wert

Auch Mainz hat jetzt den Corona-Grenzwert überschritten. Das hat das rheinland-pfälzische Sozialministerium mitgeteilt. Die Stadt hat in den vergangenen Tagen schon Einschränkungen beschlossen, etwa ein nächtliches Alkoholverbot. Weitere Corona-Regeln hat die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt erst mal nicht angekündigt.

64 Fälle pro 100.000 Einwohner Mainzer Corona-Warnampel steht bald auf Rot

Die Corona-Zahlen in Mainz steigen weiter deutlich an. Es gibt jetzt 64 Fälle pro 100.000 Einwohner. Deshalb will die Stadt am Nachmittag neue Maßnahmen bekannt geben.  mehr...

11.10.2020, 17:01 Uhr – Ab Mittwoch Maskenpflicht in Stuttgarter Innenstadt

Wegen der steigenden Infektionszahlen in Stuttgart hat Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) weitere Beschränkungen angekündigt. Ab Mittwoch soll in der Innenstadt eine Maskenpflicht auch im Freien gelten. Der Unterrichtsbeginn von Schulen wird entzerrt, damit Busse und Bahnen nicht so voll sind. Neue Regeln kommen auch für Feiern. In privaten Räumen dürfen nur noch zehn Menschen teilnehmen, in öffentlichen und angemieteten Gebäuden 15. Kuhn sagte, man müsse jetzt entschieden handeln, um die Zahl der Neuinfektionen wieder runter zu bekommen. Nur so könnten Schulen, Kitas, Wirtschaft und Handel offenbleiben.

Neuinfektionen in der Landeshauptstadt Corona-Hotspot Stuttgart: Hilfe der Bundeswehr angefordert, neue Beschränkungen angekündigt

Die Stadt Stuttgart ist am Samstag durch eine hohe Zahl an Neuinfektionen zum Corona-Hotspot geworden. Voraussichtlich ab Mittwoch werden stärkere Einschränkungen in Kraft treten. Am Sonntag stiegen die Zahlen erneut.  mehr...

11.10.2020, 16:05 Uhr - Laschet: Maximal 50 Personen bei privaten Feiern

Auch in Nordrhein-Westfalen steigen die Infektionszahlen weiter. Viele Städte und Kreise überschreiten die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, darunter auch Köln und Essen. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kündigte deswegen nach einer Sondersitzung des Landeskabinetts an, dass private Feiern in Gaststätten überall im Land auf maximal 50 Menschen beschränkt werden sollen. In den Hotspots sollen sich nur noch fünf Personen gemeinsam im öffentlichen Raum aufhalten dürfen. Laschet sprach sich außerdem für mehr bundeseinheitliche Regeln im Kampf gegen das Corona-Virus aus.

11.10.2020, 14:53 Uhr – Mediziner: Großbritannien „am Wendepunkt“

Großbritannien steht im Kampf gegen die Virus-Pandemie am Wendepunkt, sagt Englands stellvertretender Chefmediziner Jonathan Van Tam. Die Verbreitung von Covid-19 verlagere sich in den am schlimmsten betroffenen Gebieten nun von den jüngeren Altersgruppen der Erwachsenen auf ältere Menschen. Und „so wie die Nacht auf den Tag folgt, wird nun auch die Zahl der Todesfälle zunehmen“, warnt der Epidemiologe. „In unserem nationalen Kampf gegen Covid-19 befinden wir uns an einem ähnlichen Wendepunkt wie im März. Aber wir können verhindern, dass sich die Geschichte wiederholt, wenn wir alle jetzt handeln.“

11.10.2020, 13:00 Uhr – Großbritannien will lokale Beschränkungen verstärken

Die britische Regierung will im Kampf gegen das Corona-Virus lokale Beschränkungen verstärken. „Zusätzlich zu den einfachen Grundregeln, die für das ganze Land gelten, entwerfen wir einen Rahmen für die Orte, die stark vom Virus betroffen sind“, sagt Wohnungsbauminister Robert Jendrick dem Sender Sky News. Man strebe eine möglichst enge Arbeitsbeziehung zwischen der Zentralregierung in London und den Kommunalverwaltungen an. Konkreter will sich Jendrick allerdings nicht zu den Maßnahmen äußern, die Premierminister Boris Johnson voraussichtlich am Montag vorstellt. Der Chef des Stadtrats von Manchester, Richard Leese, sagte im Times Radio, dass es derzeit eine „große Kluft“ gebe „zwischen uns und der Regierung“.

11.10.2020, 9:25 Uhr – Essen übersteigt kritische 50er-Marke

Die Stadt Essen hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert für die knapp 600.000 Einwohner große Ruhrgebietsstadt mit 57,3 an. In Essen gelten nun unter anderem strenge Grenzen für Partys.

11.10.2020, 8:47 Uhr – Indien knackt Sieben-Millionen-Marke

In Indien ist die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf über sieben Millionen gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 74.383 Neuinfektionen registriert worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Todesfälle legte demnach um 918 auf 108.334 zu. Indien verzeichnet nach den USA die meisten Ansteckungsfälle weltweit, bei den Todesfällen liegt das Land hinter den USA und Brasilien. Innerhalb von nur 13 Tagen stieg in Indien die Zahl der Infektionsfälle um eine Million.

11.10.2020, 7:25 Uhr – Fast acht Millionen Infizierte in den USA

In den USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden einer Reuters-Erhebung zufolge mindestens 52.209 Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden stieg die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle damit auf 7,75 Millionen. 592 weitere Menschen starben mit oder an dem Coronavirus, insgesamt sind es damit 214.375.

11.10.2020, 7:01 Uhr – US-Präsident Trump offenbar nicht mehr ansteckend

Zehn Tage nach seinem positiven Corona-Test ist US-Präsident Donald Trump seinem Leibarzt zufolge nicht mehr ansteckend. Das habe ein Test am Samstag gezeigt. Der Präsident erfülle jetzt alle Voraussetzungen, um die geltenden Isolationsregeln komplett aufzuheben, so der Mediziner.

Trump war kurz zuvor zum ersten Mal seit seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus öffentlich aufgetreten. Von einem Balkon des Weißen Hauses sprach er vor hunderten Anhängern. Eine Atemschutzmaske trug Trump dabei nicht. Die Rede dauerte 20 Minuten - deutlich kürzer als sonst bei solchen Anlässen. Trumps Wahlkampfteam kündigte für die nächsten Tage große Wahlkampfauftritte in Florida, Pennsylvania und Iowa an.

11.10.2020, 4:21 Uhr – Mehr als 150.000 Corona-Tote in Brasilien

Die Zahl der Corona-Toten in Brasilien ist auf über 150.000 gestiegen. 150.198 Patienten seien im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 gestorben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus kletterte unterdessen auf über fünf Millionen. Weltweit liegt das größte Land Lateinamerikas bei den Todesopfern damit an zweiter Stelle nach den USA und bei den Infektionen an dritter Stelle hinter den USA und Indien. Die tatsächlichen Zahlen in Brasilien dürften allerdings weit höher liegen. Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass sich mindestens siebenmal so viele Menschen infiziert haben wie bislang bekannt, und doppelt so viele wie erfasst gestorben sind.

11.10.2020, 1:45 Uhr – Söder will härtere Strafen für Maskenverweigerer

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert bundesweit höhere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Regeln. In mehreren Zeitungsinterviews sagte der CSU-Politiker, er halte für Verstöße gegen die Maskenpflicht ein einheitliches Bußgeld in Höhe von 250 Euro für sinnvoll. In Bayern gilt dieser Satz bereits. Der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte Söder: „Das ständige Kleinreden der Herausforderung hat leider Wirkung. Die Geduld und die Mitmachbereitschaft der Bevölkerung sind dadurch gesunken.“ Corona sei genauso gefährlich wie im Frühjahr. „Und wenn wir jetzt nicht rasch umsteuern, kann dieselbe Entwicklung wie in Frankreich oder Spanien mit explodierenden Zahlen und nicht mehr beherrschbaren Fällen eintreten“, warnte der CSU-Chef.

11.10.2020, 1:05 Uhr – Fast 27.000 neue Corona-Fälle in Frankreich

In Frankreich haben sich binnen 24 Stunden 26.896 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das sind so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Infektionen macht damit am Samstag im Vergleich zum Vortag noch mal einen deutlichen Sprung nach oben. Am Freitag wurden 20.339 Neuinfektionen gemeldet. Die Corona-Lage in Frankreich ist damit weiter sehr angespannt. In mehreren Städten mussten Bars und gastronomische Einrichtungen, die keine Speisen verkaufen, für vorerst zwei Wochen schließen. Betroffen sind Paris, Lyon, Lille und Marseille. Auch in Österreich, den Niederlande, Polen und Tschechien wurden so viele neue Corona-Fälle wie noch nie gemeldet.

10.10.2020, 19:31 Uhr – Corona-Infektion auf Sylt: Superspreader-Event befürchtet

Kein ruhiges Wochenende für die Gesundheitsbehörden des Landkreises Nordfriesland in Schleswig-Holstein: Bei der Suche nach Kontaktpersonen eines positiv auf das Coronavirus getesteten Mannes stellte sich heraus, dass er vor wenigen Tagen auch ein Lokal in Westerland auf Sylt besucht hat. Dort sind womöglich Abstands- und Hygieneregeln nicht richtig eingehalten worden. Die Betreiber des Lokals konnten nur unvollständige und größtenteils fehlerhafte Kontaktdatenlisten vorlegen.

Das Gesundheitsamt in Husum bittet daher dringend alle Personen sich zu melden, die sich in der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober 2020 ab 23.30 Uhr in dem Lokal American Bistro in der Paulstraße in Westerland aufgehalten haben. "Diese Party könnte ein Superspreader-Ereignis werden. Deshalb ist es so wichtig, dass wir alle Beteiligten schnellstmöglich erreichen", erklärte Nina Rahder, Leiterin des Fachbereichs Sicherheit, Gesundheit und Veterinärwesen der Kreisverwaltung Nordfriesland.

10.10.2020, 19:30 Uhr – Bericht: Zehntausende verlassen Madrid

In Spanien haben viele Menschen eine kurze Unterbrechung der Abriegelung der Hauptstadt Madrid genutzt und den Corona-Hotspot verlassen. Die Regierung hatte die Stadt und acht weitere Gemeinden im Umland weitgehend abgeriegelt, weil die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus stark angestiegen war. Am Donnerstagnachmittag hatte ein Gericht die Abriegelung allerdings für rechtswidrig erklärt. Bevor die Regierung Madrid auf anderer Rechtslage erneut abriegeln konnte, haben laut der Zeitung La Vanguardia knapp 80.000 Fahrzeuge die Stadt verlassen. Allerdings sei die Zahl der registrierten Fahrzeuge nur halb so hoch wie in den Vorjahren gewesen – am Montag ist ein spanischer Feiertag.

10.10.2020, 19:10 Uhr – Stadt Stuttgart überschreitet kritische 50er-Marke

Die Stadt Stuttgart hat die kritische Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen überschritten. Die Sieben-Tage-Inzidenz für die Landeshauptstadt liegt bei 50,5, wie das Landesgesundheitsamt (Stand: 16 Uhr) mitteilte. Insgesamt ist die Zahl der Neuinfektionen in Baden-Württemberg weiter gestiegen: um 520 auf 53.853 Fälle seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg um 2 auf insgesamt 1.902. Als genesen gelten 284 weitere und damit insgesamt 46.054 Menschen. Damit sind 5.898 Personen im Land akut mit Corona infiziert. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt für Baden-Württemberg bei 25,8 (gestern: 23,6).

10.10.2020, 17:43 Uhr – Corona-Lage in Deutschlands Nachbarländern verschärft sich

Die Corona-Lage in Deutschlands Nachbarländern verschärft sich. In den Niederlanden haben die Behörden 6.500 Neuinfektionen gemeldet – mehr als je zuvor. Die Zahl der Patienten in Krankenhäusern und Intensivstationen steigt seit Tagen. Vergangene Woche wurden in den Niederlanden im Schnitt 16 Tote am Tag gemeldet. Auch in Polen hat das Gesundheitsministerium einen Rekordwert gemeldet: 5.300 neue Ansteckungen in den letzten 24 Stunden. In Österreich, Tschechien und Frankreich stiegen die Zahlen ebenfalls stark an.

10.10.2020, 14:53 Uhr – Eifelkreis Bitburg-Prüm erreicht kritischen Wert

In Rheinland-Pfalz hat der Eifelkreis Bitburg-Prüm den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten, teilte die Kreisverwaltung mit. Nach zwei privaten Feiern sei es zu zahlreichen Coronainfektionen gekommen. Den Bürgern wird geraten, auch draußen eine Maske zu tragen. Wird der Wert an fünf aufeinanderfolgenden Tagen überschritten, müssten im Eifelkreis weitere Maßnahmen ergriffen werden. Das ist in mehreren Großstädten in Deutschland mittlerweile der Fall. Köln, Frankfurt und Berlin gelten als Corona-Risikogebiete.

10.10.2020, 14:17 Uhr – Bericht: US-Regierung verhinderte Maskenpflicht in Verkehrsmitteln

Die US-Regierung hat einem Bericht der New York Times zufolge eine Anordnung zur Maskenpflicht in allen öffentlichen und kommerziellen Verkehrsmitteln verhindert. Die von der Gesundheitsbehörde CDC vorbereitete Regelung sollte in Bussen, Zügen, U-Bahnen und Flugzeugen sowohl für Passagiere als auch Bedienstete gelten, wie die Zeitung erläuterte. US-Präsident Donald Trumps Regierung habe den Vorschlag der Behörde aber abgelehnt. Die Anordnung einer Maskenpflicht sei Sache der Bundesstaaten und Kommunen, wurde ein Vertreter des Weißen Hauses zur Begründung zitiert.

Die praktische Relevanz der Blockade des Weißen Hauses dürfte sich aber in Grenzen halten, denn in den meisten Verkehrsmitteln und öffentlichen Gebäuden gibt es eine Maskenpflicht - auch wenn es dazu keine einheitliche Regelung für alle 50 Bundesstaaten gibt.

10.10.2020, 14:12 Uhr – Hamburg verschärft Maskenpflicht

Ab Montag wird in Hamburg die Maskenpflicht verschärft. In öffentlichen Gebäuden und in Gastronomiebetrieben müsse grundsätzlich ein Mund-Nase-Schutz getragen werden, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD). Auf öffentlichen Plätzen mit starkem Menschenandrang und auf Demonstrationen werde ebenfalls eine Maskenpflicht gelten. Senatssprecher Marcel Schweitzer kündigte an, im Internet werde eine Karte mit den jeweils betroffenen Straßen und Plätzen zu sehen sein.

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) erklärte, der Senat wolle schärfere Maßnahmen wie Sperrstunden nach Möglichkeit vermeiden. Die Gastronomie sei aber ein Bereich, in dem sich besonders viele Menschen ansteckten.

10.10.2020, 13:11 Uhr – Machthaber Kim: Kein Corona in Nordkorea

Nach Angaben von Machthaber Kim Jong Un gibt es in Nordkorea bislang keine Corona-Fälle. Er sei dankbar, dass sich keine Nordkoreaner infiziert hätten, sagte Kim bei einer im Staatsfernsehen übertragenen Rede zum 75. Gründungstag der herrschenden Arbeiterpartei. Angaben der kommunistischen Staatsführung lassen sich nicht überprüfen. Das Land ist international weitgehend abgeschottet.

Die Corona-Pandemie hatte vermutlich in China ihren Ursprung - einem Nachbarland Nordkoreas. Allerdings haben nur sehr wenige Nordkoreaner Kontakt zu Menschen aus anderen Ländern.

10.10.2020, 11:14 Uhr – NRW will kostenfreie Corona-Tests für Urlauber aus Hotspots

Das Land Nordrhein-Westfalen will in den Herbstferien kostenlose Testmöglichkeiten für Deutschland-Reisende aus nordrhein-westfälischen Risikogebieten ermöglichen. Das Gesundheitsministerium habe gestern einen entsprechenden Erlass an die Kommunen versendet, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit.

Wer aus einer Region komme, in der der Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche erreicht oder überschritten sei und für eine innerdeutsche Reise einen negativen Test brauche, solle sich kostenfrei testen lassen können. Die Laborkosten werden aus dem Gesundheitsfonds des Bundes übernommen, das Land trägt die Abstrichkosten der Ärzte, hieß es weiter.

10.10.2020, 9:41 Uhr – Kretschmann rät von allen Reisen ab

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat den Bürgern nahe gelegt, angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen auf den Urlaub im Herbst zu verzichten. Vielleicht sollten die Bürger in den Herbstferien nicht groß in der Gegend herumreisen. Weder im Inland, noch im Ausland - und schon gar nicht in Risikogebiete, sagte der Grünen-Politiker im Interview mit der Heilbronner Stimme, dem Mannheimer Morgen und dem Südkurier. Weil die Infektionszahlen in Berlin so hoch seien, sei er am Freitag auch nicht zur Bundesratssitzung gereist.

10.10.2020, 7:40 Uhr – Köln überschreitet Warnstufe

Die Stadt Köln hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert für die Millionenstadt am Samstag mit 54,8 an. In Köln gelten nun unter anderem ein nächtliches Alkoholverbot im öffentlichen Raum sowie eine Maskenpflicht in Fußgängerzonen.

10.10.2020, 4:50 Uhr – Polen: Maskenpflicht im Freien tritt in Kraft

Wegen der steigenden Corona-Zahlen tritt heute in Polen eine Pflicht zum Maskentragen auch im Freien in Kraft. In 38 besonders stark betroffenen Gemeinden gelten dann zudem weitere Beschränkungen für Veranstaltungen und Familienfeiern. Die Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus waren in Polen zuletzt rapide gestiegen; landesweit wurden seit Pandemie-Beginn mehr als 110.000 Ansteckungen gezählt.

10.10.2020, 3:05 Uhr – Chef der Arbeitsagentur: Jobmarkt läuft erstaunlich gut

Trotz Corona-Krise rechnet der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, nicht mit einer deutlichen Erhöhung der Arbeitslosigkeit. Der Arbeitsmarkt überstehe die Pandemie erstaunlich gut, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Bisher hätten 150.000 Menschen wegen Corona ihren Arbeitsplatz verloren. Das sei für jeden Betroffenen schlimm, aber bei 33,5 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten kein „Erdrutsch“. So lange die Infektionszahlen nicht massiv hochschnellten, werde die Politik lokal eingreifen und nicht mehr flächendeckend. Das werde der Arbeitsmarkt aushalten.

10.10.2020, 1:20 Uhr – Jetzt fast 150.000 Tote in Brasilien

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 27.444 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 5,055 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 682 auf 149.639 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

10.10.2020, 00:10 Uhr – WHO meldet Tagesrekord an Neuinfizierten in Europa und weltweit

Die Weltgesundheitsorganisation WHO registriert in Europa zum ersten Mal mehr als 100.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Allein Frankreich meldet mit mehr als 20.0000 Neuinfektionen einen neuen Höchstwert. Es wurden 62 neue Todesfälle gezählt.

Auch in anderen europäischen Ländern steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen zum Teil wieder deutlich - vielerorts werden deshalb die Maßnahmen verschärft. So gilt zum Beispiel in Polen und Italien eine generelle Maskenpflicht in der Öffentlichkeit. In Spanien hat die Regierung für die Hauptstadt Madrid am Nachmittag den Notstand verhängt. Auch weltweit meldete die WHO einen Tagesrekord von 350.766 Neufinizierten.

9.10.2020, 16:12 Uhr – Schweiz erklärt deutsche Städte erstmals zu Risikogebieten

Die Schweiz hat erstmals deutsche Städte zu Risikogebieten erklärt. Wer aus Berlin oder Hamburg in die Schweiz reisen will, muss dort für zehn Tage in Quarantäne. Die Bestimmung soll ab Montag gelten.

9.10.2020, 15:04 Uhr – Merkel und OBs größter deutschen Städte haben sich getroffen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) haben eindringlich an die Menschen appelliert, sich in der zugespitzten Corona-Krise vernünftig zu verhalten. Merkel sagte nach einem Gespräch mit Oberbürgermeistern größerer Städte, an den Ballungsräumen werde man sehen, ob das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu halten sei. Ziel sei es, einen allgemeinen Lockdown wie im Frühjahr zu verhindern. Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland lag auch heute wieder über 4.000. Kretschmann sagte im SWR, man stehe an einer Wegscheide - die Lage sei ernst. Nun komme es auf jeden einzelnen an, durch sein Verhalten die zweite Corona-Welle aufzuhalten. Die Rede Kretschmanns wird um 19.55 Uhr im SWR-Fernsehen ausgestrahlt.

Neue Beschränkungen? Was Merkel mit den Stadtoberhäuptern besprochen hat

In den Großstädten steigen die Corona-Zahlen gerade besonders. Deshalb hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Oberbürgermeistern der größten Städte Deutschlands besprochen. Die Bilanz: Wenn die Zahlen nicht rasch sinken, soll es neue Beschränkungen geben.  mehr...

9.10.2020, 12:17 Uhr – Merkel will kommende Woche mit Ministerpräsidenten sprechen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich wegen der stark steigenden Infektionszahlen in der nächsten Woche wieder mit den Ministerpräsidenten der Länder austauschen. Die Konferenz sei für Mittwoch vorgesehen, sagt Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Eine Schließung von Schulen und Kitas müsse verhindert werden. „Unser Ziel ist es, soviel wie möglich vom öffentlichen und privaten Leben aufrecht zu erhalten.“

9.10.2020, 11:01 Uhr – Charité: Immer mehr Corona-Patienten

Die Berliner Klinik Charité muss nach Angaben ihres Chefs Heyo Kroemer immer mehr Corona-Patienten aufnehmen. Auch die Zahl der auf Intensivstationen behandelten Patienten steige. Nach einer stabilen Phase im Sommer beobachte man seit zwei Wochen einen starken Anstieg der Zahlen von Corona-Erkrankten – darunter seien auch schwer erkrankte Patienten. Die Entwicklung hinke um rund zwei Wochen hinter der etwa in Paris hinterher, wo Krankenhäuser wieder stark belastet seien.

9.10.2020, 9:38 Uhr – Braun: Keine Reisen aus Risikogebieten in den Herbstferien

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) ruft wegen der stark gestiegenen Zahl von Corona-Infektionen Menschen aus deutschen Risikogebieten auf, in den Herbstferien auf Reisen zu verzichten. „Sowohl die Länder als auch die Bundesregierung appellieren eindringlich an die Menschen aus Risikogebieten, Reisen in diesem Herbst nach Möglichkeit zu vermeiden“, sagte Braun Spiegel. Berlin und Frankfurt am Main gehören momentan zu den Risikogebieten.

9.10.2020, 9:02 Uhr – Mehrheit für Quarantäne für Rückkehrer aus innerdeutschen Risikogebieten

Eine klare Mehrheit der Deutschen ist dafür, dass sich Reisende bei der Rückkehr aus innerdeutschen Risikogebieten in Quarantäne begeben sollten. Im ZDF-„Politbarometer“ sind 64 Prozent der Befragten dieser Auffassung, 32 Prozent sprachen sich dagegen aus. Die aktuell geltenden staatlichen Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie halten 64 Prozent der Befragten für richtig. 23 Prozent fordern angesichts der wieder massiv ansteigenden Infektionszahlen darüber hinaus weitergehende Maßnahmen. Lediglich zwölf Prozent halten die geltenden Schutzmaßnahmen für übertrieben.

9.10.2020, 8:34 Uhr – Gemeindebund fordert einheitliche Corona-Maßnahmen

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund ruft die Bundesländer dazu auf, ihre Maßnahmen zur Corona-Eindämmung zu vereinheitlichen. Ansonsten leide die Akzeptanz in der Bevölkerung, sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg im ZDF. „Ich hätte mir schon gewünscht, dass da mehr an einem Strang gezogen wird.“ Landsbergs Worten zufolge ist nicht auszuschließen, dass bald jede deutsche Großstadt zum Risikogebiet wird. Er plädiert dafür, nicht nur die Gesundheitsämter, sondern auch die Ordnungsdienste zu stärken. Die verordneten Einschränkungen würden mitunter nicht konsequent genug kontrolliert.

9.10.2020, 7:40 Uhr – Merkel berät sich mit Großstadt-Oberbürgermeistern

Wegen der stark gestiegenen Corona-Zahlen berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitagmittag mit den Verantwortlichen der elf größten deutschen Städte über die Lage. An der Videokonferenz werden die Oberbürgermeister und Bürgermeister von Berlin, Hamburg, Bremen, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Leipzig und Stuttgart teilnehmen, sagte ein Regierungssprecher. Die Corona-Entwicklung gerade in den Großstädten besorgt die Politik zunehmend. In Berlin und weiteren Städten wie Frankfurt und Bremen hat die sogenannte 7-Tage-Inzidenz den kritischen 50er-Wert bereits überschritten.

9.10.2020, 7:05 Uhr – Fast 57.000 Neuinfizierte in den USA in 24 Stunden

In den USA ist die Zahl der Menschen, die sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben, binnen 24 Stunden um mindestens 56.931 auf 7,63 Millionen gestiegen. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Mindestens 907 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle steigt damit auf 212.819. Die USA sind sowohl bei den ausgewiesenen Ansteckungs- als auch bei den Todesfällen mit Abstand das am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

9.10.2020, 6:50 Uhr – Zweiter Tag mit mehr als 4.000 Neuinfektionen

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) den zweiten Tag in Folge mehr als 4000 Neuinfektionen gemeldet. Binnen 24 Stunden seien 4.516 Ansteckungsfälle verzeichnet worden, teilt das RKI auf seiner Website mit. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie insgesamt 314.660 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus stieg um elf auf 9.589.

9.10.2020, 4:50 Uhr – 370 weitere Tote in Mexiko

Mexikos Gesundheitsministerium meldet 370 weitere Corona-Todesfälle. Insgesamt seien somit bislang 83.096 Menschen in dem Land im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen steigt den Angaben zufolge um 5.300 auf 804.488.

9.10.2020, 2:12 Uhr – Spaniens Regierung droht Madrid mit Verhängung von Notstand

Die spanische Regierung fordert die Behörden der Hauptstadt Madrid auf, die vom Gesundheitsministerium angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus umzusetzen. Sollte dies nicht geschehen, würde der Notstand verhängt, um die Einhaltung des teilweisen Shutdowns auf diese Weise zu erzwingen. Am Donnerstag hatte ein Gericht in Madrid die Einschränkungen, die unter anderem ein Verbot von nicht notwendigen Reisen vorsehen, aufgehoben.

Virus-Pandemie Warum Corona Spanien so schwer trifft

In keinem europäischen Land sind die Infektionszahlen so hoch wie in Spanien. Experten im Land diskutieren intensiv darüber, was die Gründe sind und benennen gleich mehrere Mängel…  mehr...

9.10.2020, 00:10 Uhr – Frankreich ruft für fünf Städte höchste Alarmstufe aus

Frankreich hat für fünf weitere Städte die höchste Corona-Warnstufe ausgerufen. In Lille, Lyon, Grenoble und Saint Etienne ist die Zahl der neuen Infektionen innerhalb der letzten sieben Tage auf über 250 pro 100.000 Einwohner gestiegen. Dort dürfen Bars nicht mehr und Restaurants nur noch unter strikten Hygieneregeln öffnen. Im Großraum Paris sollen sich die Kliniken auf den Corona-Notfall vorbereiten und nicht unbedingt nötige Operationen verschieben.

Coronavirus-Pandemie Fast 19.000 Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich hat innerhalb von 24 Stunden fast 19.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Präsident Macron bereitet Bevölkerung bereits auf "mehr Einschränkungen" vor.  mehr...

8.10.2020, 23:20 Uhr – WHO meldet weltweiten Rekordanstieg der Fallzahlen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet mit 338.779 die höchste Zahl von neuen Positiv-Tests seit dem Beginn der Epidemie. Die Zahl der Todesfälle sei um 5.514 angestiegen, heißt es auf der WHO-Website.

8.10.2020, 17:20 Uhr – Berlin und Frankfurt überschreiten kritische 50er-Marke

Berlin und Frankfurt haben den als problematisch definierten Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. In der Berlin sind im Schnitt 52,8 Neuinfektionen gemeldet worden, wie aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung hervorgeht. In Frankfurt wurden bereits Einschränkungen wie ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen und eine Ausweitung der Maskenpflicht angekündigt.

8.10.2020, 16:13 Uhr – Forschungsministerin Karliczek: Impfstoff Mitte 2021

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) geht weiter davon aus, dass bis Mitte nächsten Jahres ein Corona-Impfstoff für viele Menschen zur Verfügung steht. Die Forschung sei im Moment gigantisch schnell, so die Ministerin.

8.10.2020, 14:51 Uhr – Maskenpflicht in Öffentlichkeit im Kreis Esslingen

Im Kreis Esslingen gilt ab Freitag eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum, wo kein Abstand eingehalten werden kann – beispielsweise in Fußgängerzonen oder auf Wochenmärkten. Das teilte Landrat Heinz Eininger bei einer Pressekonferenz mit. Auch private Feiern werden eingeschränkt: Zehn Personen sind im privaten und 25 im öffentlichen Raum erlaubt. Veranstaltungen sollen nach eigenem Ermessen abgesagt werden. Sportverbänden wird empfohlen, Veranstaltungen ohne Publikum abzuhalten.

Kritischer Grenzwert deutlich überschritten Corona-Hotspot: Kreis Esslingen verordnet Maskenpflicht im öffentlichen Raum

Der Landkreis Esslingen hat die kritische Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner deutlich überschritten. Das Landratsamt hat nun weitere Maßnahmen vorgestellt.  mehr...

8.10.2020, 14:32 Uhr – US-Wahl: Virtuelles TV-Duell geplant — Trump will nicht mitmachen

Die zweite TV-Debatte von US-Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden soll laut der zuständigen Kommission virtuell stattfinden. Trump will wegen dieser Änderung des Formats nicht am zweiten TV-Duell teilnehmen. Der Wechsel zu einem virtuellen Format sei „inakzeptabel“, sagte Trump. Nach Trumps Covid-19-Erkrankung waren Bedenken aufgekommen, ob die beiden zum Fernsehduell erneut persönlich aufeinander treffen sollten.

8.10.2020, 13:41 Uhr – Maskenpflicht im Landkreis Esslingen wahrscheinlich

In Baden-Württemberg wird es vermutlich im Landkreis Esslingen und den Städten im Landkreis Esslingen eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum geben. Von einer Maskenpflicht in größeren Städten im ganzen Land — wie in einer früheren Version berichtet — könne nach jetzigem Stand keine Rede sein. Das hat das Gesundheitsministerium in Stuttgart dem SWR mitgeteilt.

8.10.2020, 12:01 Uhr – Kanzleramtschef rechnet mit zweiter Welle

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen spricht Kanzleramtschef Helge Braun vom Beginn der sogenannten zweiten Welle in Deutschland. Man sehe in einigen Großstädten, dass wichtige Grenzwerte überschritten werden und die Zahlen sehr schnell anstiegen. Möglicherweise könnte die Kontaktnachverfolgung an einigen Stellen nicht mehr funktionieren. Das sei der klassische Beginn einer zweiten Welle, sagte Braun den Fernsehsendern RTL und ntv.

RKI meldet sprunghaften Anstieg Steigende Corona-Infektionszahlen: Spahn ist „sehr besorgt“

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigt wieder. Das Robert-Koch-Institut hat deshalb vor einer unkontrollierten Verbreitung des Virus in Deutschland gewarnt. Gesundheitsminister Jens Spahn ist „sehr besorgt“.  mehr...

8.10.2020, 11:57 Uhr – Viele Maskenverstöße in RP

Beim ersten landesweiten Kontrolltag in Rheinland-Pfalz hat die Polizei mehr als 2.000 Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt. Die Betroffenen seien größtenteils mündlich verwarnt worden, teilte das Innenministerium mit. Die meisten Verstöße gab an Bus- und Bahnhaltestellen. Die Menschen dort hätten angenommen, dass Masken nur in den öffentlichen Verkehrsmitteln und nicht schon im Wartebereich getragen werden müssten.

8.10.2020, 6:11 Uhr – RKI: 4.058 neue Infiziertenfälle

In Deutschland steigt die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen weiter. Das Robert-Koch-Institut meldete am Morgen 4.058 neue Fälle – deutlich mehr als gestern. Außerdem sind weitere 16 Menschen an den Folgen einer Erkrankung gestorben.

Auch in Frankreich stecken sich immer mehr Menschen mit dem Corona-Virus an: Die Behörden haben am Abend einen weiteren Tagesrekord an Neuinfektionen bekannt gegeben. Innerhalb von 24 Stunden wurden mehr als 18.700 neue Fälle nachgewiesen. Präsident Macron kündigte am Abend in einem Fernseh-Interview zusätzliche Einschränkungen an.

8.10.2020, 4:25 Uhr – Tschechische Republik verzeichnet schnellsten Anstieg in Europa

Die Tschechische Republik meldet nach Angaben des Gesundheitsministeriums 5.335 neue Coronavirus-Fälle. Das Land verzeichnet damit die höchste Zahl an Neuinfektionen seit dem Ausbruch der Pandemie und den schnellsten Pro-Kopf-Anstieg in Europa in den vergangenen zwei Wochen.

8.10.2020, 3:10 Uhr – Verbandsvertreter sieht deutsche Wirtschaft in der Corona-Krise gut aufgestellt

Der neue Präsident des Bundesverbands Groß- und Außenhandel (BGA), Anton Börner, sieht die deutschen Unternehmen in der Corona-Krise gut gewappnet. „Das mag vielleicht komisch klingen: Aber ich mache mir überhaupt keine Sorgen“, sagt Börner in einem Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe auf die Frage, um welche Branchen er sich besonders Sorgen mache. Der Wirtschaftsvertreter erwartet, dass ein Corona-Impfstoff schnell zur Verfügung steht und sich die Lage nach dem ersten Quartal 2021 normalisieren wird.

8.10.2020, 2:00 Uhr – Trump verspricht kostenlose experimentelle Corona-Behandlung für alle

US-Präsident Donald Trump will Bürgern Zugang zu der gleichen experimentellen Coronavirus-Behandlung verschaffen, die er erhalten hat. Die Behandlung sollte kostenlos sein, sagte er am Mittwoch in einem Video, das im Rosengarten des Weißen Hauses aufgenommen wurde. Trump hat einen experimentellen Antikörper-Cocktail des Unternehmens Regeneron erhalten, für den es eine Ausnahmegenehmigung gab. Die Sicherheit und Effektivität der Behandlung ist noch nicht nachgewiesen.

Zu wissen, ob sie bei Trump gewirkt hat, ist weder für den Präsidenten, noch seine Ärzte möglich. Die meisten Menschen erholen sich von einer Covid-19-Erkrankung. Nach seiner VIP-Behandlung sagte Trump, er fühle sich „großartig“, „wie perfekt“ und nannte seine Diagnose „Glück im Unglück“.

A MESSAGE FROM THE PRESIDENT! https://t.co/uhLIcknAjT

8.10.2020, 00:40 Uhr – Frankreich meldet neuen Tagesrekord an Corona-Neuinfektionen

Innerhalb von 24 Stunden sind in Frankreich mehr als 18.700 neue Corona-Infektionen nachgewiesen worden. 80 Menschen sind laut Gesundheitsbehörden seit Dienstagabend an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Präsident Macron kündigte am Abend in einem Fernseh-Interview zusätzliche Einschränkungen an. Das Auswärtige Amt warnt im Moment vor Reisen nach fast ganz Frankreich – nur die Region Grand Est ist ausgenommen und seit dem Abend auch die Insel Korsika.

Coronavirus-Pandemie Fast 19.000 Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich hat innerhalb von 24 Stunden fast 19.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Präsident Macron bereitet Bevölkerung bereits auf "mehr Einschränkungen" vor.  mehr...

7.10.2020, 20:21 Uhr – Bundesregierung erklärt weitere Länder zum Risikogebiet

Die Bundesregierung hat ganz Rumänien, Tunesien, Georgien und Jordanien zu Corona-Risikogebieten erklärt – außerdem einzelne Regionen in sieben EU-Ländern. Dazu zählen alle fünf niederländischen Provinzen die an Deutschland grenzen sowie Regionen in der Slowakei, Slowenien, Kroatien, Ungarn, Litauen und Bulgarien.

7.10.2020, 18:09 Uhr – Esslingen übersteigt kritische Corona-Marke

Der Landkreis Esslingen hat als erste Region im Südwesten die Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Laut der Gesundheitsbehörden liegt der Wert bei 52,3. Damit werden in Esslingen schärfere Maßnahmen zum Infektionsschutz eingeleitet. Auch in Stuttgart gelten seit Mittwoch strengere Regeln.

Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen hat sich in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vortag um 652 Fälle erhöht. Insgesamt haben sich im Land nun 52.222 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 4 auf 1.898.

7.10.2020, 17:39 Uhr – In Schottland darf kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden

Pubs und Restaurants in Schottland müssen gut zwei Wochen lang auf den Ausschank von Alkohol verzichten. Ab kommendem Wochenende dürfen die Betreiber nur noch von 6.00 Uhr morgens bis 18.00 Uhr abends öffnen und neben Essen nur nichtalkoholische Getränke anbieten, sagte die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon. Die Regeln sollen zunächst zeitlich befristet bis zum 25. Oktober gelten und die massiv steigenden Corona-Fallzahlen in Schottland nach unten drücken. Zuletzt zählte das Land mehr als 1.000 Fälle innerhalb eines Tages.

7.10.2020, 16:53 Uhr – Zum ersten Mal seit April mehr als 3.000 Positive in Italien an einem Tag

Italien meldet zum ersten Mal seit April wieder mehr als 3.000 Positiv-Tests pro Tag – genau 3.679. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben 31 weitere Menschen, die positiv getestet wurden. Insgesamt sind damit in Italien 333.940 Infektionen und 36.061 Todesfälle verzeichnet.

7.10.2020, 14:35 Uhr – Italien verlängert Ausnahmezustand

Italien verlängert den Ausnahmezustand wegen der Corona-Krise bis Ende Januar 2021. Das sagte ein Regierungssprecher. Außerdem gilt nach Angaben des Gesundheitsministeriums landesweit im Freien eine Maskenpflicht. Damit soll die steigende Zahl von Neuinfektionen gebremst werden.

7.10.2020, 13:57 Uhr – Bars und Cafés in Brüssel müssen schließen

Bars und Cafes in Brüssel müssen wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen schließen. Die Anordnung tritt am Donnerstag inkraft und gilt für einen Monat, teilte die Regionalregierung mit. Am Freitag wollen die Behörden entscheiden, ob und wie Schulen und Universtitäten offen bleiben können. Die belgischen Gesundheitsbehörden zählten in Brüssel in den vergangenen zwei Wochen 502 Infektion je 100.000 Einwohner. Damit ist die Metropole die am zweitstärksten von der Pandemie betroffene Hauptstadt der Europäischen Union – nur in Madrid sind die Infektionszahlen noch höher.

7.10.2020, 11:39 Uhr – Kanzleramtschef: Großstädte müssen Corona energischer eindämmen

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) fordert die Großstädte auf, energischer gegen die Ausbreitung des Corona-Virus vorzugehen. Es sei zu befürchten, dass durch die schnelle Ausbreitung des Virus die Kontaktnachverfolgung von Infizierten nicht mehr zu leisten sei, sagte Braun der Bild. „Deshalb ist es jetzt die Aufgabe dieser Großstädte, schnell so wirksame Maßnahmen zu ergreifen, dass die Infektionsketten unterbrochen werden.“ Braun habe aber Verständnis dafür, dass Bundesländer mit niedrigem Infektionsgeschehen versuchten, sich vor einer Ausbreitung des Virus durch Reisende aus Großstädten wie Berlin zu schützen.

7.10.2020, 9:03 Uhr – Immer mehr Menschen in Trumps Umfeld infiziert

Immer mehr Menschen aus dem Umfeld von US-Präsident Trump werden positiv auf das Coronavirus getestet – zuletzt war es der Präsidenten-Berater Miller. Damit haben sich inzwischen mindestens zwölf Menschen im Umfeld des Präsidenten mit dem Virus angesteckt.

Trump selbst geht es nach Angaben seiner Ärzte unverändert gut. Er kündigte auf Twitter ein neues Corona-Hilfspaket für die amerikanische Bevölkerung an – allerdings erst nach der Präsidentenwahl am 3. November. Die derzeit laufenden Verhandlungen mit den oppositionellen Demokraten darüber beendete er. Trumps Herausforderer bei der Wahl, der Demokrat Biden, kritisierte das Vorgehen. Damit lasse Trump alle Arbeitslosen und alle Familien, die Probleme hätten, ihre Miete und ihr Essen zu bezahlen, im Stich.

Zehn Tage nach positivem Test Arzt gibt Corona-Entwarnung: Trump nicht mehr ansteckend

Zehn Tage nach seiner Covid-19-Diagnose ist US-Präsident Donald Trump laut seinem Leibarzt nicht mehr ansteckend. Mit einer Rede vor dem Weißen Haus steigt Trump wieder in den Wahlkampf ein.  mehr...

7.10.2020, 8:11 Uhr – Umgang mit Risikogebieten umstritten

Der Umgang der Bundesländer mit Corona-Risikogebieten innerhalb Deutschlands ist weiter umstritten. In Rheinland-Pfalz beispielsweise müssen auch Einreisende in Quarantäne, die aus einem deutschen Risikogebiet kommen. Der Fraktionsvorsitzende der CDU im rheinland-pfälzischen Landtag, Christian Baldauf, erklärte im SWR2-Tagesgespräch, solche Alleingänge seien problematisch. Er wünsche sich eine bundesweit einheitliche Regelung bei diesem Thema. Ähnlich äußerten sich Politiker aus Bayern und Mecklenburg-Vorpommern. Heute wollen die Chefs der Staatskanzleien der Länder über das weitere Vorgehen beraten. Zuletzt waren einige Kommunen und einzelne Berliner Stadtbezirke als Risikogebiete eingestuft worden, weil dort die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen vergleichsweise hoch war.

7.10.2020, 6:23 Uhr –Tausende Studierende beantragen Corona-Nothilfen

Fast 120.000 Studierende haben von Juni bis September Corona-Nothilfen beantragt – teilweise sogar mehrfach. Insgesamt seien 244.000 Anträge gestellt worden, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe und berufen sich auch einen Bericht des Deutschen Studentenwerks. In 150.000 Fällen seien die Hilfen ausgezahlt worden. Studierende, die eine Notlage durch die Corona-Pandemie nachweisen konnten, konnten die Überbrückungshilfe in den Monaten Juni, Juli August und September beantragen. Das Hilfsprogramm ist Ende September ausgelaufen.

7.10.2020, 4:13 Uhr – Italien will landesweite Maskenpflicht einführen

Italien will heute eine landesweite Maskenpflicht einführen. Damit soll die weitere Ausbreitung des Coronavirus im Land gebremst werden. Ein entsprechendes Dekret will Ministerpräsident Conte heute unterzeichnen. Wer ohne Maske außerhalb seiner Wohnung unterwegs ist, riskiert dann ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro.

6.10.2020, 21:22 Uhr – Trump: Verhandlungen über neues Corona-Hilfspaket gescheitert

US-Präsident Donald Trump hat die Verhandlungen mit den oppositionellen Demokraten für ein neues Corona-Hilfspaket vorerst für gescheitert erklärt. Trump twitterte, er habe seine Unterhändler angewiesen, die Gespräche bis zur Präsidentschaftswahl am 3. November einzustellen. An der New Yorker Börse stürzten die Aktienkurse umgehend in den Keller.

6.10.2020, 20:21 Uhr – Fußball: Länderspiel am Mittwoch vor maximal 300 Zuschauern

Das Länderspiel der Fußball-Nationalmannschaft morgen gegen die Türkei dürfen maximal 300 Zuschauer sehen. Das hat das Gesundheitsamt in Köln bekanntgegeben. Köln meldet knapp 40 Neu-Infektionen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen.

6.10.2020, 18:41 Uhr – Berlin führt Sperrstunde und Kontaktbeschränkungen ein

Wegen des starken Anstiegs der Corona-Infektionen müssen die meisten Geschäfte sowie alle Restaurants und Bars in Berlin künftig von 23 bis 6 Uhr schließen. Zudem gelten in der Stadt bald neue Einschränkungen für private Feiern in geschlossenen Räumen. Künftig dürfen daran nur noch maximal 10 statt bisher 25 Personen teilnehmen, teilte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) mit.

6.10.2020, 18:29 Uhr – 100 Euro Strafe für Maskenverweigerer im KVV

Wer künftig ohne korrekt sitzenden Mund-Nasen-Schutz in Bussen und Bahnen des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) erwischt wird, muss mit einer Strafe von 100 Euro rechnen. Der Verkehrsverbund passt zum 23. Oktober seine Beförderungsbedingungen an und nimmt als einer der ersten Verbünde in Deutschland die Maskenpflicht in den Gemeinschaftstarif auf.

6.10.2020, 17:38 Uhr – Mainz 05 lässt mehr Zuschauer ins Stadion

Fußball-Bundesligist Mainz 05 will mehr Zuschauer zu seinen nächsten beiden Heimspielen lassen. In Absprache mit den Gesundheitsbehörden sollen zu den Spielen gegen Leverkusen und Mönchengladbach jeweils 6.800 Fans kommen können. Das gilt, solange der Sieben-Tage-Corona-Wert nicht über 35 steigt.

6.10.2020, 16:43 Uhr – RP: 150 Euro Bußgeld bei Falschangaben auf Corona-Listen

Falsche Angaben auf Corona-Listen in Bars und Restaurants werden in Rheinland-Pfalz künftig mit einem Bußgeld in Höhe von 150 Euro geahndet. Das hat Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) bekannt gegeben. Die Verordnung tritt ab dem 10. Oktober in Kraft. Zahlen soll das Bußgeld der Gast, der gegen die Auflage verstößt, nicht der Gastwirt.

Deutschen Risikogebiete So sind die innerdeutschen Reise- und Pendler-Regeln

Weil es weltweit wieder steigende Infektionszahlen gibt, raten Politiker zum Urlaub in Deutschland. Doch das ist nicht so leicht: Wo man hinfahren und übernachten kann, wo Quarantäne gilt, ist vielerorts unterschiedlich. Hier bekommst du ein FAQ zu den Regeln.  mehr...

6.10.2020, 16:17 Uhr – Kommunen warnen vor Durcheinander bei Corona-Bestimmungen

Die Kommunen in Deutschland warnen vor einem Durcheinander bei den Corona-Bestimmungen. Die unterschiedlichen Regelungen der Bundesländer seien für die Bürger kaum noch nachvollziehbar, hat der Chef des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Das sei gefährlich, denn die Menschen müssten die Regeln nachvollziehen können, um sich richtig zu verhalten. Landsberg fordert Bund und Länder deshalb auf, sich auf eine Muster-Corona-Verordnung zu einigen.

6.10.2020, 13:21 Uhr – Zweite Pandemie-Warnstufe in Baden-Württemberg

Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat wegen steigender Corona-Zahlen die zweite von insgesamt drei Warnstufen ausgerufen. Damit wird nun stärker kontrolliert, ob die Hygiene-Regeln auch eingehalten werden. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte, das sei jetzt die „Hab acht-Stufe“. Man müsse nun alles tun, um zu verhindern, dass die Ansteckungsfälle stark zunähmen. Von einer neuen Stilllegung des öffentlichen Lebens sei man zurzeit aber noch weit entfernt, so Kretschmann weiter. Die Landesregierung hatte ihr dreistufiges Corona-Alarm-System im September vorgestellt.

6.10.2020, 12:32 Uhr – Zulassungsverfahren für möglichen Impfstoff startet

Für den möglichen Corona-Impfstoff der Mainzer Firma Biontech startet das Zulassungsverfahren. Das haben Biontech und das Partnerunternehmen Pfizer bekannt gegeben. Die europäische Arzneimittelbehörde werde den Wirkstoff prüfen, indem sie Daten aus der klinischen Anwendung auswerte. Das Mittel wird bereits seit Längerem an Probanden auf Wirksamkeit und Sicherheit getestet.

6.10.2020, 9:32 Uhr – Baden-Württemberg will zweite von drei Pandemiewarnstufen ausrufen

Die baden-württembergische Landesregierung wird heute voraussichtlich die zweite Pandemiewarnstufe ausrufen. Das hat ein Regierungssprecher dem SWR bestätigt. Man könne davon ausgehen, dass der Beschluss am Vormittag auf der Sitzung des Landeskabinetts fallen werde.

6.10.2020, 9:27 Uhr – Österreichs Kanzler Kurz negativ getestet

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz ist negativ auf das Coronavirus getestet worden. „Der Kanzler, der Vizekanzler und das gesamte Regierungsteam haben negativ getestet“, teilt das Büro des Regierungschefs mit. Ein enger Mitarbeiter von Regierungschef Kurz hatte sich mit dem Virus infiziert. „Im Verlauf der Testreihe wurde jedoch ein weiterer Kollege positiv getestet“, heißt es in der Erklärung. Ein Mitarbeiter des Umwelt- und Verkehrsministerium sei infiziert.

6.10.2020, 4:17 Uhr – Parteiübergreifende Kritik an unterschiedlichen Regeln in Bundesländern

Die unterschiedlichen Regeln für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten in den Bundesländern haben quer durch die Parteien Kritik ausgelöst. Nicht nur angesichts der bevorstehenden Herbstferien sei es "sehr unglücklich, dass jedes Bundesland ein eigenes Süppchen kocht", sagte Unions-Fraktionsvize Thorsten Frei (CDU) der Zeitung "Welt". Dieses "Regelmosaik" verwirre und überfordere viele Bürger. Auch Schleswig-Holsteins SPD-Fraktionschef Ralf Stegner wandte sich gegen "Kleinstaaterei". Frei forderte zwischen den Ländern "abgestimmte, einfache Regeln". Konkret sprach er sich für einen Testnachweis oder Quarantäne nach Anreise oder Rückkehr aus einem innerdeutschen Risikogebiet für Urlauber aus.

5.10.2020, 23:12 Uhr – Berlins Regierender Bürgermeister erwägt Sperrstunde

Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, fordert Konsequenzen aus der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen. Wenn wir jetzt nicht handeln, landen wir wieder im Lockdown, sagte der SPD-Politiker der rbb-Abendschau. Das müsse verhindert werden.

Müller schlägt vor, dass die Ordnungsämter etwa Bußgelder von Gastronomen sofort kassieren dürfen und nicht erst nach längeren Verfahren. Auch müsse über eine Sperrstunde oder ein Alkoholverbot nachgedacht werden, damit einige wenige die Erfolge der letzten Monate nicht kaputt machten.

5.10.2020, 17:54 Uhr – Trump-Sprecherin hat auch Corona

Die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Kayleigh McEnany, ist auch positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat sie in sozialen Medien bekanntgegeben. Sie will jetzt in Quarantäne gehen. McEnany hatte noch am Sonntag ein Pressegespräch ohne Mund-Nasen-Schutz abgehalten.

5.10.2020, 16:47 Uhr – Höchste Corona-Alarmstufe in Paris

In der französischen Hauptstadt Paris gilt mittlerweile die höchste Corona-Alarmstufe. Ab Dienstag müssen unter anderem Bars geschlossen bleiben. Außerdem darf nach 22:00 Uhr kein Alkohol mehr in der Öffentlichkeit getrunken werden. In Frankreich stecken sich seit Wochen wieder mehr Menschen mit Corona an. Die Bundesregierung hat fast das ganze Land als Risikogebiet eingestuft. Nur für die Region Grand Est gibt es keine Reisewarnung — dazu gehört auch das Elsass.

Neuinfektionen & härtere Regeln Corona: Frankreich weist sieben neue Risikogebiete aus

Die Zahl der registrierten Neuinfektionen in Frankreich steigt. Seit Sonntag gelten in Frankreich sieben weitere Regionen als Risikogebiete. Darunter auch Straßburg und Korsika.  mehr...

5.10.2020, 15:18 Uhr – WHO: Zehntel der Welt könnte Corona-Infektion gehabt haben

Jeder zehnte Mensch auf der Welt könnte sich laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben. „Unsere derzeit besten Schätzungen ergeben, dass etwa zehn Prozent der Weltbevölkerung bereits mit diesem Virus infiziert gewesen sein könnten“, sagte WHO-Experte Mike Ryan. Das würde einer Dunkelziffer von mehr als 700 Millionen unerkannten Infektionen zusätzlich zu den bislang rund 35 Millionen nachgewiesenen Fällen entsprechen.

5.10.2020, 14:02 Uhr – Automarkt erstmals im Plus

Der deutsche Automarkt hat zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Krise ein Absatzplus verbucht. Im September sind gut 265.000 Fahrzeuge neu zugelassen worden und somit 8,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das hat das Kraftfahrt-Bundesamt mitgeteilt. Mit 42 Prozent habe Audi das größte Plus erzielt, gefolgt von BMW und Mercedes mit jeweils 1,9 Prozent. VW kam demnach auf anderthalb Prozent mehr Neuzulassungen. Die Hersteller Opel, Porsche und Smart dagegen hätten erneut ein Absatzminus verzeichnet.

5.10.2020, 13:09 Uhr – Starker Corona-Anstieg im Landkreis Esslingen

Im baden-württembergischen Landkreis Esslingen ist die Zahl der Corona-Fälle stark gestiegen. Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz liegt bei mehr als 40 und ist somit die höchste im ganzen Bundesland. Das hat das Landesgesundheitsamt mitgeteilt. Im Schnitt habe der Wert am Sonntag bei 16 gelegen. Für den Anstieg gebe es keine eindeutige Erklärung — zuletzt habe es mehrere Neuinfektionen in Familien und in der Flüchtlingsunterkunft in Wendlingen gegeben. Diese stehe nun unter Quaratäne.

5.10.2020, 10:23 Uhr – von der Leyen in Selbstisolation

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begibt sich bis Dienstag in Selbstisolation, weil sie Kontakt zu einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person hatte. Sie habe vergangenen Dienstag an einem Treffen teilgenommen, bei dem auch eine Person war, die am Sonntag positiv getestet worden sei, teilt von der Leyen per Twitter mit. Entsprechend der Corona-Bestimmungen begebe sie sich in Selbstisolation. Sie werde sich erneut testen lassen, ein Test am Donnerstag sei negativ gewesen.

I’ve been informed that I participated in a meeting last Tuesday attended by a person who yesterday tested positive for COVID-19. In accordance with regulations in force, I’m therefore self-isolating until tomorrow morning. I’ve tested negative on Thursday & am tested again today

5.10.2020, 8:50 Uhr – Neuer Corona-Ausbruch bei Tönnies: 81 Infizierte

Knapp vier Monate nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ist die Krankheit in einem anderen Standort ausgebrochen. Mittlerweile gebe es im Weidemark-Schlachtbetrieb in Sögel 81 Infizierte, teilte die Kreisverwaltung Emsland mit. Der Schlachthof in der niedersächsischen Gemeinde gehört der Tönnies-Gruppe.

„In Abstimmung mit den Landesbehörden folgen wir hier der bundesweiten Strategie, bei erhöhten Fallzahlen bestimmte Bereiche des öffentlichen Lebens wieder einzuschränken. Die Samtgemeinde Sögel stellt mit ihren derzeitigen Infektionszahlen einen Hot Spot dar, der vor Ort zusätzliche Maßnahmen erforderlich macht“, unterstreicht Landrat Marc-André Burgdorf.

Bis zum 19. Oktober gelten in der Samtgemeinde Sögel wieder verschärfte Maßnahmen. Unter anderem dürfen sich im privaten Raum ab sofort nicht mehr als 6 Personen treffen, teilte die Kreisverwaltung mit. Diese Grenze gelte auch für das Gaststättengewerbe – hier dürfen vorerst auch nur sechs Menschen an einem Tisch sitzen.

5.10.2020, 8:03 Uhr – Weltweit mehr als 35 Millionen Corona-Infizierte

Weltweit habe sich mehr als 35,11 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Demnach starben 1.035.247 Menschen an oder mit dem Virus. Mehr als 210 Länder und Territorien sind von der Pandemie betroffen, die in China ihren Ausgang nahm. Dort wurden im Dezember 2019 die ersten Fälle einer Infektion mit dem neuartigen Virus bekannt.

5.10.2020, 4:38 Uhr – Modeschöpfer Kenzo an Covid-19-Erkrankung gestorben

Der hochrenommierte Modeschöpfer Kenzo Takada ist tot. Er starb im Alter von 81 Jahren in Neuilly bei Paris an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Takada stammte aus Japan, machte aber fast seine gesamte Designer-Karriere in der Modemetropole Paris. Sein Vorname wurde dabei zu einer weltweit bekannten Marke. Markenzeichen des Modeschöpfers waren Dschungel-Motive und ein jugendlicher Stil. In Anlehnung an historische Designs auf seinem Heimatkontinent Asien setzte er oft auf weite Ärmel und Armlöcher.

AN ODE TO OUR FOUNDER 🙏🏻🖤 It is with immense sadness that KENZO has learned of the passing of our founder, Kenzo Takada. For half a century, Mr. Takada has been an emblematic personality in the fashion industry - always infusing creativity and color into the world. [...]

5.10.2020, 2:01 Uhr – 103-jährige Mexikanerin überwindet Corona-Infektion

In Mexiko soll eine 103-Jährige eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus überwunden haben. Die Frau mit dem Vornamen Dona María habe die Corona-Infektion überstanden, obwohl sie bereits zuvor an einer chronischen Lungenkrankheit gelitten habe, teilte das zum mexikanischen Gesundheitssystem gehörende Institut für soziale Sicherheit (IMSS) mit. Den Angaben zufolge war die 103-Jährige am 22. September in ein Krankenhaus in Guadalajara gekommen. Sie habe Fieber und Schnupfen sowie Probleme beim Atmen gehabt, erklärte IMSS.

Eine künstliche Beatmung sei jedoch nicht nötig gewesen.  Dona María sei während des gesamten Krankenhausaufenthalts guter Laune und bei Verstand gewesen, sagte der Klinikdirektor David Sánchez. Nach elf Tagen seien ihre Symptome verschwunden. Am Freitag sei sie aus der Klinik entlassen worden.

4.10.2020, 23:52 Uhr – Irische Behörde empfiehlt Rückkehr zu Lockdown

Die Gesundheitsbehörden in Irland empfehlen der Regierung einem Medienbericht zufolge eine Rückkehr zu einem kompletten „Lockdown“. Die Behörde (NPHET) empfehle die Anhebung von Beschränkungen auf das Level 5, berichtete der Sender RTE. Fast alle Bezirke sind derzeit noch auf Level 2.

Bei Level 5 werden die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, in ihren Häusern und Wohnungen zu bleiben. Sie dürfen sich dann nur noch im einem Radius von 5 Kilometern von dort wegbewegen. Ansammlungen sind nur noch bei Beerdigungen oder Hochzeiten erlaubt - und auch dort nur mit wenigen Menschen.

4.10.2020, 22:39 Uhr – „Querdenken“-Demos in Leipzig und Berlin geplant

Die nächsten beiden größeren Demonstrationen der Stuttgarter Initiative „Querdenken“ gegen die Corona-Politik der Bundesregierung sollen in Leipzig und Berlin stattfinden. In der Hauptstadt soll an Silvester demonstriert werden, kündigte „Querdenken 711“-Gründer Michael Ballweg auf einer Kundgebung in Konstanz an.

Angemeldet sei die Veranstaltung schon. In Leipzig wollen die „Querdenker“ am 7. November auf die Straße gehen. Am Bodensee hatte ein lokaler Ableger der Initiative gestern und heute ein Protestwochenende mit einer Menschenkette organisiert, zu der mehrere Tausend Teilnehmer gekommen waren. Erwartet wurden Zehntausende. Zeitgleich hatten sich auch Gegendemonstrationen für Maskenpflicht und Abstandsregeln formiert.

4.10.2020, 21:42 Uhr – 28 Corona-Infizierte in Pflegeheim bei Karlsruhe

In einem Senioren- und Pflegeheim in Marxzell im Kreis Karlsruhe haben sich mindestens 18 Bewohner und zehn Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Einer der Bewohner starb. Nun sollen nach Angaben der Kreisverwaltung alle weiteren Bewohner und Mitarbeiter gestestet werden. Das Infektionsgeschehen beschränke sich derzeit auf einen Wohnbereich, in dem 20 Seniorinnen und Senioren leben.

4.10.2020, 21:35 Uhr – Italien erwägt Maskenpflicht im Freien

Der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza hat mitgeteilt, die Regierung denke über eine landesweite Maskenpflicht im Freien nach. Dem Fernsehsender Rai 3 sagte er, Ziel sei es, ein unkontrolliertes Ansteigen der Corona-Infektionszahlen zu verhindern, da die Schulen wieder geöffnet hätten. Allein in der vergangenen Woche wurden 900 Fälle mit Schulen in Verbindung gebracht, außerdem gab es dort 14 sogenannte Cluster.

4.10.2020, 15:55 Uhr – "Cineworld" schließt alle Kinos in Großbritannien

Die Kinokette "Cineworld" schließt Medienberichten zufolge wegen der Corona-Krise vorübergehend ihre Häuser in Großbritannien. Alle 128 Kinos und 5.500 Mitarbeiter seien davon betroffen. In einem Brief an Premierminister Boris Johnson schreibt die "Cineworld"-Führung, die Branche sei nicht mehr überlebensfähig. Die Kinokette ist in zehn Ländern vertreten, darunter sind einige Standorte in Deutschland. "Cineworld" hat einen Halbjahresverlust von mehr als 1,3 Milliarden Euro verbucht.

4.10.2020, 15:15 Uhr – Soforthilfe für Tierheime in Baden-Württemberg

Das Land Baden-Württemberg will Tierheimen, die von der Corona-Krise betroffen sind, finanziell helfen. Sie könnten auf Antrag eine Soforthilfe zwischen 2.500 und 7.500 Euro bekommen, hat das zuständige Ministerium zum heutigen Welttierschutztag mitgeteilt. Viele Tierheime hätten Probleme bekommen, weil Besucher weggeblieben sowie Tiervermittlungen und Spenden weggefallen seien, sagte Landwirtschaftsminister Peter Hauk. Dafür solle es jetzt unbürokratische Hilfe geben.

4.10.2020, 13:22 Uhr – Rekordwert bei Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich sind innerhalb eines Tages fast 17.000 neue Corona-Fälle nachgewiesen worden – das ist ein Rekordwert. Gewerkschaften und Vertreter des Gesundheitswesens machen darauf aufmerksam, dass es immer noch zu wenig Personal und Intensivbetten gebe. Offiziell hat Frankreich 5.000 Intensivbetten, 1.200 sind aktuell mit Corona-Patienten belegt. Am 15. Oktober wollen die Gewerkschaften zu Streiks aufrufen. Die Regierung halte ihre Zusage, 4.000 zusätzliche Betten zur Verfügung zu stellen, bislang nicht ein.

4.10.2020, 12:03 Uhr – Gegner der Corona-Politik demonstrieren in Konstanz

In Konstanz demonstrieren wieder Gegner der Corona-Politik. Die meisten sind ohne Maske unterwegs, halten aber Abstand. Nach Angaben der Stadt hat die Initiative „Querdenken“ 4.500 Demonstranten angemeldet. Am Samstag hatte es bereits eine Menschenkette entlang des Bodensees gegeben. Insgesamt sind für das Wochenende 29 Versammlungen angemeldet worden. Bei vielen davon geht es aber nicht um Kritik an den Corona-Regeln, sondern etwa um Solidarität, Verantwortung und den Kampf gegen Antisemitismus.

Proteste gegen Corona-Politik am Bodensee Trotz Rauchbombe: Zwei überwiegend friedliche Demotage in Konstanz

Einige tausend Menschen haben in Konstanz für und gegen die Corona-Politik demonstriert. Bis zum Sonntagnachmittag blieb alles friedlich, dann sorgte eine Rauchbombe auf dem Kundgebungsgelände der "Querdenker" für Aufregung.  mehr...

4.10.2020, 7:12 Uhr – 35.000 Corona-Bußgeldverfahren in den sieben größten Städten

In Deutschland haben die sieben größten Städte seit April offenbar mehr als 35.000 Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen Corona-Regeln eingeleitet. Das geht aus einer Umfrage der Welt am Sonntag unter den zuständigen Behörden hervor. Bislang wurden dadurch insgesamt rund drei Millionen Euro eingenommen. Besonders offensiv geht der Umfrage zufolge München vor – mit bislang mehr als 9.000 Verfahren. Allerdings wird nicht in allen Fällen tatsächlich ein Bußgeld fällig.

4.10.2020, 0:01 Uhr – Frankreich meldet Höchstwert an Neuinfektionen

Frankreich hat mit 16.972 gemeldeten Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen Tagesrekord erzielt. Wie die Behörden am Samstagabend mitteilten, wurde damit der bisherige Höchstwert von 16.096 neuen Fällen vom 24. September überschritten. Die Corona-Lage in Frankreich ist sehr angespannt. Bis auf die an Deutschland grenzende Region Grand Est gilt für Frankreich eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts. In der Hafenstadt Marseille haben Bars und Restaurants komplett geschlossen. In Paris droht wegen der angespannten Corona-Lage ebenfalls ihre Schließung.

3.10.2020, 22:18 Uhr – Heil will Mindestanspruch auf 24 Tage Homeoffice

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will möglichst allen Arbeitnehmern einen Rechtsanspruch auf mindestens 24 Tage Homeoffice im Jahr einräumen. Heils angekündigtes Gesetz sehe vor, dass Arbeitgeber das nur dann ablehnen dürfen, wenn es nachvollziehbare organisatorische oder betriebliche Gründe gebe, berichtet die Bild am Sonntag. „Als Arbeitgeber einfach nur ,Nein' zu sagen, geht mit dem Gesetz nicht mehr. Chef und Mitarbeiter werden in Zukunft darüber auf Augenhöhe verhandeln.“ Heil begründet seinen Vorstoß auch mit den Erfahrungen der Corona-Zeit. Das Virus habe uns gelehrt, dass viel mehr mobiles Arbeiten möglich sei.

3.10.2020, 20:43 Uhr – Verschiedene Angaben zu Trumps Krankheitsverlauf

In den USA gibt es unterschiedliche Angaben zu dem Gesundheitszustand von Präsident Donald Trump. Sein Leibarzt Sean Conley sagte, es gehe dem Präsidenten sehr gut. Reporter, die Trump normalerweise begleiten, zitieren allerdings eine informierte Quelle, wonach die Werte des Präsidenten in den vergangenen 24 Stunden besorgniserregend gewesen seien. Die nächsten zwei Tage seien entscheidend. Behandelt wird Trump mit dem Medikament Remdesivir. Es gilt derzeit als aussichtsreichste Therapie bei Covid-19-Erkrankungen. Seine Nebenwirkungen sind allerdings noch nicht gut erforscht.

3.10.2020, 18:05 Uhr – Spahn plant flächendeckende Corona-Tests in Pflegeheimen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn plant offenbar, Massentests in Pflegeheimen durchzuführen. Das geht aus einem Referenten-Entwurf hervor, von dem das Nachrichtenmagazin der Spiegel berichtet. Demnach sind ähnliche Maßnahmen für Krankenhäuser, Arztpraxen und Dialyse-Einrichtungen geplant. Werde in einer solchen Einrichtung eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt, habe jeder, der in den vorangegangenen zehn Tagen dort gewesen sei, Anspruch auf einen Test. Ziel sei es, besonders gefährdete Personen besser zu schützen, heißt es in dem Entwurf.

3.10.2020, 16:20 Uhr – Reisende Abgeordnete im Inland müssen nicht in Quarantäne

Der Flickenteppich der Corona-Regeln in Deutschland hat nun auch Auswirkungen auf die Abgeordneten des Bundestags. Der Hintergrund: Berlin-Mitte hatte diese Woche die kritische 50er-Marke von Corona-Neuinfektionen überschritten, der Bezirk, in dem Regierungs- und Parlamentsgebäude liegen und viele Abgeordnete während der Sitzungswoche wohnen. Das Problem: In Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz gelten Quarantäne-Vorschriften auch für Reisende, die aus innerdeutschen Risikogebieten kommen.

Davon betroffen wären im Prinzip auch die Bundestagsabgeordneten, die aus Berlin-Mitte in ihre Heimatwahlkreise zurückkommen. Darauf hat die Bundestagsverwaltung die Abgeordneten in einem Aktenvermerk hingewiesen, der dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Darin wurde gleichzeitig Entwarnung für die Parlamentarier gegeben. Denn es gelten spezielle Ausnahmeregelungen für reisende Bundestagsabgeordnete. Sie müssen nicht in Quarantäne.

Berlin Mitte wurde in dieser Woche zum Risikogebiet erklärt.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Johannes Neudecker/dpa)

Risikogebiet Berlin-Mitte: Reisende Abgeordnete müssen nicht in Quarantäne

Dauer

3.10.2020, 14:53 Uhr – Weniger Menschen in Konstanz als erwartet

Zu den Corona-Kundgebungen in Konstanz sind bisher weniger Menschen gekommen als erwartet. Das hat ein Polizeisprecher gesagt. Möglicherweise liege das am regnerischen Wetter. Die Lage sei ruhig. Angemeldet wurden für heute und morgen insgesamt 29 Veranstaltungen, zu denen die Organisatoren zunächst 30.000 Teilnehmer erwarteten. Einige Demonstrationen richten sich gegen die aktuelle Corona-Politik und die Hygieneregeln; bei den meisten – nach Angaben der Stadtverwaltung – geht es aber um Solidarität und Verantwortungsbewusstsein in der Krise. Für heute Nachmittag ist eine Menschenkette geplant, die bis nach Österreich reichen soll. Der Veranstalter „Querdenken“ gibt als Motto „Liebe, Freiheit und Einigkeit“ an – und das Ablehnen einer Regierung, die Menschen mit einem Virus Angst mache.

Corona-Kritiker und Gegendemonstrationen "Querdenken"-Demonstration: Mehr als 10.000 Teilnehmer bei Menschenkette am Bodensee

Tausende Menschen haben am Samstag am Bodensee für und gegen die Corona-Politik demonstriert, laut Polizei friedlich. Die Initiative "Querdenken" mobilisierte mehr als 10.000 Menschen zu einer "Friedenskette" entlang des deutschen Bodenseeufers.  mehr...

3.10.2020, 9:41 Uhr – Zehntausende Studierende verschuldet

In der Corona-Krise haben sich Zehntausende Studierende verschuldet. Bei der staatlichen KfW-Bank seien von Mai bis September fast 40.000 Studienkredite in Höhe von insgesamt fast einer Milliarde Euro aufgenommen worden, heißt es in einem Schreiben des Bundesbildungsministeriums, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das sind fast vier mal so viele Anträge wie im Vorjahreszeitraum. Ein Grund dafür ist, dass in der Krise viele Nebenjobs weggebrochen sind.

3.10.2020, 8:23 Uhr – EMA prüft Remdesivir

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA prüft Berichte über mögliche Nierenschäden durch die Einnahme des Medikaments Remdesivir, mit dem Trump gerade behandelt wird. Es werde untersucht, ob das Medikament oder Covid-19 der Auslöser dafür ist, so die Behörde. Die EU-Kommission hatte Remdesivir auf Empfehlung von EMA im Schnellverfahren für die Behandlung von Corona-Patienten zugelassen, wenn die mit Sauerstoff versorgt werden müssen. In den USA ist das Mittel zur Behandlung von Corona-Infizierten zugelassen.

3.10.2020, 3:11 Uhr – Ratingagentur: Deutschland weiter hoch eingestuft

Die Ratingagentur Standard & Poors hat Deutschlands Kreditwürdigkeit mit einer Spitzenbewertung bestätigt. Das Land halte die Note Triple-A mit einem stabilen Ausblick, teilte das US-Unternehmen mit. Die Agentur geht davon aus, dass die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch wegen Corona frühestens Ende nächsten Jahres wieder das Vorkrisenniveau erreicht. "Wir gehen nun davon aus, dass das reale Bruttoinlandsprodukt Deutschlands 2020 um 5,4 Prozent sinken wird, bevor es sich 2021 um 4,7 Prozent erholt", so die Rating-Agentur.

3.10.2020, 1:09 Uhr – Trump vorsorglich in Militärkrankenhaus gebracht

Nach seiner Infektion mit dem Coronavirus ist US-Präsident Donald Trump per Hubschrauber ins Walter-Reed-Militärkrankenhaus in Bethesda, nördlich von Washington gebracht worden. Der Präsident werde dort die nächsten Tage verbringen, erklärte das Weiße Haus. Es handele sich um eine vorsorgliche Maßnahme, zu der die Ärzte geraten hätten. Bei Bedarf soll Trump so schnell Hilfe bekommen können. Am Morgen habe er über leichtes Fieber, Husten und Verstopfung geklagt. Nach Angaben seines Arztes habe Trump eine einmalige Dosis eines experimentellen Antikörper-Gemischs als Behandlung bekommen. Die Amtsgeschäfte will der US-Präsident vom Krankenhaus aus fortführen.

2.10.2020, 19:30 Uhr – Nasenspray gegen Corona-Infektion?

Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz haben nach eigenen Angaben ein Mittel entdeckt, mit dem Corona-Infektionen vermieden werden können. Dieses könne etwa mithilfe eines Nasensprays eingenommen werden.

Wirkstoff per Nasenspray? Mainzer Wissenschaftler arbeiten an Schutz vor Coronavirus

Forscher der Unimedizin Mainz haben nach eigenen Angaben einen Wirkstoff entdeckt, mit dem womöglich Corona-Infektionen vermieden werden könnten. Er könne etwa mithilfe eines Nasensprays eingenommen werden.  mehr...

Am Nachmittag SWR4 Rheinland-Pfalz

2.10.2020, 18:56 Uhr – Bidens Corona-Test negativ

Der Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, ist negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das hat sein Arzt mitgeteilt. Biden hatte am Dienstag mit US-Präsident Donald Trump bei einem TV-Duell gemeinsam auf einer Bühne gestanden. Wie heute bekannt wurde, ist Trump an Covid-19 erkrankt. Das Weiße Haus teilte mit, er und seine Frau Melania hätten milde Symptome.

2.10.2020, 18:15 Uhr – Bundespolizei ermahnt Tausende zum Masken-Tragen

Die Bundespolizei hat fast 50.000 Menschen in deutschen Zügen und Bahnhöfen ermahnt, die ohne Masken unterwegs waren – und das innerhalb von knapp drei Wochen. Unter ihnen seien auch rund 660 Uneinsichtige gewesen, sagt das Bundespolizeipräsidium in Potsdam. Die örtlichen Gesundheitsämter würden nun Bußgelder verhängen.

2.10.2020, 18:07 Uhr – RKI weist neue Länder als Risikogebiete aus

Die Bundesregierung hat weitere Regionen in Europa zu Risikogebieten erklärt. Betroffen sind ganz Schottland und Teile von England und den Niederlanden. In Österreich gelten die Bundesländer Vorarlberg und Tirol weiterhin als Risikogebiete - jetzt allerdings mit zwei Ausnahmen: Die Gemeinden Mittelberg/Kleinwalsertal und Jungholz stehen nicht mehr auf der Liste des Robert Koch Instituts.

2.10.2020, 17:30 Uhr – Corona-Lockdown in Madrid

Madrid wird als erste europäische Hauptstadt wegen der aufgeflammten Corona-Pandemie um 22 Uhr wieder einen Lockdown einführen. Die Madrider Stadtregierung hat die Anordnung der spanischen Zentralregierung nur widerwillig akzeptiert. Sie hält die Maßnahmen, die für den Großraum Madrid gelten soll, für unverhältnismäßig und fürchtet wirtschaftliche Nachteile. Die Einwohner sollen nur zur Schule, zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen gehen können. Mit 850 Infektionsfällen pro 100.000 Menschen weist die Region Madrid nach Angaben der WHO die höchste Rate in Europa auf.

2.10.2020, 16:30 Uhr – Anti-Corona-Demos am Wochenende in Konstanz

Die Stadt Konstanz bereitet sich auf ein langes Demonstrationswochenende vor. 29 Veranstaltungen und Kundgebungen sind an den beiden Tagen geplant, unter anderem von der Initiative Querdenken. Die Stadt hat strenge Corona-Hygiene-Auflagen gemacht. Außerdem sind Reichskriegsflaggen verboten.

29 Kundgebungen mit Tausenden Teilnehmern angemeldet Stadt Konstanz verbietet Reichsflaggen bei Anti-Corona-Demos

Die Stadt Konstanz hat bei den Demonstrationen am kommenden Wochenende unter anderem Reichskriegsflaggen, Kaiserreichsflaggen und rechtsextreme Zeichen verboten.  mehr...

2.10.2020, 15:41 Uhr – Rom verschärft Anti-Coronamaßnahmen: Maskenpflicht im Freien

Wegen landesweit steigender Zahlen von Corona-Neuinfektionen führen die italienische Region Latium samt der Hauptstadt Rom eine Maskenpflicht im Freien ein.

Nel Lazio introduciamo l’obbligo di mascherina all’aperto. Ho appena firmato l’ordinanza. Di fronte all’aumento della curva dei contagi dobbiamo alzare il livello di guardia e di prevenzione. La sicurezza prima di tutto

Von der Maskenpflicht ausgenommen seien Kinder unter sechs Jahren sowie Menschen, die draußen Sport machen. Ähnliche Vorschriften gelten bereits in den süditalienischen Regionen Kampanien, Kalabrien und Sizilien.

2.10.2020, 13:40 Uhr – Weiterer deutscher Impfstoff darf getestet werden

In Deutschland darf ein weiterer potenzieller Corona-Impfstoff klinisch geprüft werden - und zwar zunächst an 30 Freiwilligen. Das Paul-Ehrlich- Institut hat die Genehmigung dafür erteilt. Es handelt sich um einen sogenannten Vektor-Impfstoff: Dabei wird zunächst Genmaterial des Coronavirus in harmlose Trägerviren eingebaut und dann injiziert. Der Körper soll so Abwehrstoffe entwickeln. Antragsteller ist das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung, an dem unter anderem die Universitäten München und Marburg sowie das Pharmaunternehmen IDT Biologika beteiligt sind. In Deutschland wurden bereits klinische Tests mit potenziellen Impfstoffen der Firmen Biontech und Curevac genehmigt. Weltweit werden laut Weltgesundheitsorganisation inzwischen 41 Impfstoffe klinisch geprüft.

2.10.2020, 11:48 Uhr – Zahl ausländischer Touristen in Spanien um drei Viertel eingebrochen

In Spanien ist die Zahl ausländischer Touristen wegen Corona um rund drei Viertel im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. Das hat die Statistikbehörde in Madrid mitgeteilt. Demnach kamen von Januar bis August lediglich knapp 16 Millionen ausländische Urlauber nach Spanien. Das Land ist innerhalb Europas vergleichsweise stark von der Pandemie betroffen.

2.10.2020, 9:50 Uhr – Trumps Corona-Infektion sorgt für Nervosität an den Börsen

Die Börsen haben heftig auf den positiven Corona-Test von US-Präsident Donald Trump reagiert. In Tokio sackte der Nikkei ab und notierte 0,9 Prozent schwächer bei 22.967 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf noch ein Plus von 0,8 Prozent geschafft hatte. Die US-Futures lagen rund zwei Prozent im Minus, der Dax ging 1,5 Prozent schwächer bei 12.542 Punkten in den Handel.

2.10.2020, 8:21 Uhr – Insgesamt rund 10.000 Schüler in BW und RP in Quarantäne

In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg müssen immer mehr Schüler wegen Corona-Infektionen vorsorglich zu Hause bleiben. Insgesamt sind mehr als 10.000 Schüler in beiden Bundesländern in Quarantäne. In Mannheim und Ulm und Rheinbrol und Bendorf sind Schulen komplett geschlossen.

2.10.2020, 7:02 Uhr – Donald und Melania Trump mit dem Coronavirus infiziert

Zuerst wurde eine Beraterin positiv getestet, jetzt steht es fest: Auch Donald Trump und Melania haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Sie würden das gemeinsam durchstehen, twittert der US-Präsident.

Zehn Tage nach positivem Test Arzt gibt Corona-Entwarnung: Trump nicht mehr ansteckend

Zehn Tage nach seiner Covid-19-Diagnose ist US-Präsident Donald Trump laut seinem Leibarzt nicht mehr ansteckend. Mit einer Rede vor dem Weißen Haus steigt Trump wieder in den Wahlkampf ein.  mehr...

2.10.2020, 6:33 Uhr – RKI: 2.673 Neuinfektionen innerhalb eines Tages

In Deutschland sind innerhalb eines Tages 2.673 weitere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat das Robert-Koch-Institut am Morgen mitgeteilt. Es beruft sich auf die von den Gesundheitsämtern der Länder übermittelten Zahlen. Am Donnerstag hatte das Institut gut 2.500 neue bestätigte Fälle gemeldet. Auch bei den Corona-Patienten, die auf der Intensivstation behandelt werden müssen, zeichnet sich ein Anstieg ab. Insgesamt sind es aktuell 362 Patienten. An oder mit dem Virus sind in Deutschland 9.508 Menschen gestorben.

2.10.2020, 5:43 Uhr – Kein Bundeswehreinsatz zur Bekämpfung von Corona

Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg darf die Bundeswehr vorerst weiterhin nicht helfen. Die Bezirksverordnetenversammlung hat am späten Abend mit breiter Mehrheit entschieden, zwei entsprechende Anträge von SPD und CDU erstmal im Sozialausschuss weiter zu diskutieren. Das grün-linksalternativ geprägte Friedrichshain-Kreuzberg lässt als einziger von zwölf Berliner Bezirken keine Corona-Hilfe der Bundeswehr zu – zum Beispiel um Infektionsketten nachzuverfolgen. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kritisieren das.

2.10.2020, 1:57 Uhr – ARD-Deutschlandtrend: Sorge vor Anteckung wächst

Mehr als ein Drittel der Deutschen machen sich Sorgen, dass sie sich selbst oder dass sich Angehörige mit dem Coronavirus anstecken. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend. Mögliche Langzeitschäden einer Corona-Infektion bereiten gut der Hälfte der Deutschen große Sorgen. Bei 53 Prozent ist die Sorge davor groß (34 Prozent) bzw. sehr groß (19 Prozent). Weniger groß ist die Sorge vor möglichen Langzeitschäden bei 30 Prozent, klein bei 15 Prozent.

Die generelle Sorge vor einer Ansteckung mit dem Virus hat im Vergleich zu September zugenommen. 36 Prozent der Deutschen haben aktuell sehr große bzw. große Sorge, dass sie selbst oder Mitglieder ihrer Familie sich mit dem Corona-Virus anstecken könnten (+10 Prozentpunkte im Vgl. zu September). Bei knapp zwei Dritteln (64 Prozent) ist diese Sorge aktuell weniger groß bzw. klein (-9). Jeder vierte Deutsche fühlt sich seit Beginn der Corona-Pandemie häufiger einsam als früher. 24 Prozent stimmen dieser Aussage zu; drei Viertel der Deutschen (76 Prozent) stimmen dieser Aussage indes nicht zu. Am stärksten verbreitet ist das Gefühl zunehmender Einsamkeit bei jungen Menschen: 30 Prozent der 18- bis 39-Jährigen fühlen sich häufiger einsam als früher. Bei den Über-65-Jährigen sind es 25 Prozent, bei den 40- bis 64-Jährigen 21 Prozent.

1.10.2020, 23:32 Uhr – Bundeswehr unterstützt aktuell mit 1.350 Soldaten

Rund 1.350 Bundeswehr-Soldaten helfen zur Zeit in der Corona-Krise. Das hat ein Sprecher des Verteidigungsministeriums den Zeitungen der Funke-Mediengruppe gesagt. 320 Soldaten sind demnach in mehreren Bundesländern im Einsatz - etwa mit mobilen Teststationen. Mehr als 420 Soldaten unterstützen Gesundheitsämter dabei, Infektionsketten nachzuverfolgen. In Berlin gibt es Diskussionen über einen Corona-Einsatz der Bundeswehr: Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg will als einziger der zwölf Berliner Bezirke vorerst keine solche Hilfe, etwa bei der Nachverfolgung von Infektionsketten, annehmen.

1.10.2020, 21:28 Uhr – Corona-Fälle in mehreren Schlachthöfen

In Schlachthöfen in Niedersachsen und Bayern wurden unter Beschäftigten mehrere Corona-Fälle gemeldet. Im emsländischen Sögel haben sich 36 Beschäftigte eines Schlachthofes mit dem Coronavirus infiziert. Es handele sich überwiegend um Mitarbeiter eines Subunternehmens. Alle Betroffenen seien in Quarantäne, wie der Landkreis Emsland mitteilte. Die Fälle hätten sich bei Tests durch den Betriebsarzt ergeben. Wegen der neuen Fälle wurden vom Landkreis engmaschige Kontrollen sowie das Tragen von FFP-2-Schutzmasken auf dem gesamten Gelände angeordnet.

Mehrere Mitarbeiter eines Schlachthofs in München wurden ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet. Bei zwei Reihentests Ende September seien insgesamt zwölf Infizierte festgestellt worden, teilte die Stadt München mit. Die positiv Getesteten und ihre nächsten Kontaktpersonen seien nun 14 Tage in Quarantäne. Die Mitarbeiter würden in ihren Unterkünften mit Essen versorgt. Die negativ Getesteten seien nicht in Quarantäne, sagte ein Stadtsprecher. In dem Schlachthof in der Innenstadt seien die Hygienemaßnahmen kontrolliert und das Gebäude desinfiziert worden, heißt es weiter in der Mitteilung.

1.10.2020, 18:00 Uhr – Deutschlandtrend: Mehrheit befürwortet Obergrenzen für Feiern

Eine große Mehrheit der Deutschen findet die Entscheidung von Bund und Ländern richtig, zur Bekämpfung der Corona-Pandemie die Zahl der Gäste bei privaten Feiern zu beschränken. Das hat eine Umfrage von infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend ergeben.

1.10.2020, 17:13 Uhr – 250 Euro Bußgeld in Bayern für falsche Namensangaben

Falsche Namensangaben in Corona-Gästelisten kosten in Bayern künftig bis zu 250 Euro Bußgeld. Das hat das Kabinett in München beschlossen. Aber nicht nur Gäste werden zur Kasse gebeten, auch Gastronomen, Hotelbetreiber und Veranstalter sind verpflichtet, die Namenslisten sorgfältig zu führen, ansonsten droht ihnen ein Bußgeld von 1.000 Euro. Das Bußgeld geht auf einen Beschluss von Bund und Ländern aus dieser Woche zurück, wonach mindestens ein Betrag von 50 Euro fällig wird, wenn jemand einen falschen Namen in einer Liste einträgt.

1.10.2020, 16:33 Uhr – Curevac zuversichtlich zwecks Coronavirus-Impfstoff

Das Tübinger Biopharmaunternehmen Curevac geht davon aus, in wenigen Monaten einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu haben. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich am bei der Firma über die Entwicklung des Impfstoffs informiert.

Kretschmann besucht Tübinger Biotechunternehmen Curevac zuversichtlich über baldigen Coronavirus-Impfstoff

Das Biopharmaunternehmen Curevac geht davon aus, in wenigen Monaten einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu haben. Ministerpräsident Kretschmann hat sich am Donnerstag bei der Firma über die Entwicklung des Impfstoffs informiert.  mehr...

1.10.2020, 14:00 Uhr – Infektions-Höchststand in Schweden seit Juni

In Schweden haben die Gesundheitsbehörden 732 neue Corona-Fälle registriert. Das ist der höchste Wert seit Juni.

Schweden hat von Beginn an anders auf das Coronavirus reagiert als die meisten anderen europäischen Länder. Als in Deutschland Schulen und Kindergärten geschlossen wurden, blieben in Schweden fast alle Bildungseinrichtungen geöffnet. Auch in Ladengeschäften und der Gastronomie ging der Betrieb ohne große Einschränkungen weiter. Dafür waren die Infektionszahlen verhältnismäßig hoch: In Schweden haben sich laut offiziellen Statistiken bislang mehr als 92.000 Menschen infiziert, knapp 6.000 sind gestorben.

1.10.2020, 11:50 Uhr – Schweiz erlaubt Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen

In der Schweiz sind jetzt wieder Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern erlaubt. Die Regierung verlangt allerdings strenge Hygienekonzepte. In allen Sport-Stadien sind nur Sitzplätze erlaubt, die Fans müssen Masken tragen und es dürfen höchstens zwei Drittel der Plätze besetzt werden. Bei Freiluftveranstaltungen wie Ski-, Radrennen sowie Festen im freien Gelände sind auch Stehplätze erlaubt. Die Schweiz hatte Messen, Konzerte und andere Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen wegen der Corona-Pandemie als eines der ersten Länder Europas Ende Februar verboten.

1.10.2020, 11:18 Uhr – Bundesweite Antikörper-Studie startet

Das Robert-Koch-Institut (RKI) und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) starten eine bundesweite Antikörper-Studie mit 34.000 Menschen. Geklärt werden solle unter anderem, wie viele bereits eine Infektion durchgemacht haben, wie hoch die Dunkelziffer ist und welche Menschen besonders häufig betroffen sind, teilen RKI und DIW mit. Die Studie soll bis Ende des Jahres laufen.

1.10.2020, 9:38 Uhr – Weitere 2.503 Menschen in Deutschland positiv getestet

In Deutschland sind innerhalb eines Tages weitere 2.503 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat das Robert Koch-Institut bekannt gegeben. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus gestorben sind, hat sich um 12 auf 9.500 erhöht.

1.10.2020, 5:21 Uhr – Durch Pandemie rund 330.000 Minijobs im Gastgewerbe weniger

Durch die Corona-Pandemie gab es dieses Jahr allein im Gastgewerbe rund 330.000 Minijobs weniger. Das sei im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von fast 36 Prozent schreibt das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Insgesamt gab es fast 840.000 geringfügige Beschäftigungen weniger. Jeder achte Minijob ging somit verloren.

1.10.2020, 1:28 Uhr – Corona führt zu mehr Zwangsverheiratungen

Die Corona-Pandemie könnte nach Ansicht von Menschenrechtlern dazu führen, dass 500.000 Mädchen zusätzlich zwangsverheiratet werden. Die Pandemie dränge viele Familien weltweit in die Armut, teilte die Kinderrechtsorganisation „Save the Children“ dem Evangelischen Pressedienst mit. Die Eltern sähen keine Alternative, als ihre Mädchen dazu zu zwingen, oftmals viel ältere Männer zu heiraten. Fortschritte im jahrzehntelangen Kampf gegen die Zwangsverheiratung drohten zunichtegemacht zu werden.

Ticker zum Coronavirus Chronik Coronavirus: Rückblick vom 1.9.2020 bis 30.9.2020

Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 1.9. bis 30.9.2020.  mehr...

Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 1.8.2020 bis 31.8.2020

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Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 1.7.2020 bis 31.7.2020

Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 1.7. bis 31.7.2020.  mehr...

Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 1.6.2020 bis 30.6.2020

Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 1.6. bis 30.6.2020.  mehr...

Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 17.5.2020 bis 31.5.2020

Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 17.5. bis 31.5.2020.  mehr...

Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 1.5.2020 bis 16.5.2020

Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 1.5. bis 16.5.2020.  mehr...

Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 1.4.2020 bis 30.4.2020

Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 1.4. bis 30.4.2020.  mehr...

Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 19.3.2020 bis 31.3.2020

Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 21.3.-10.4.2020.  mehr...

Rückblick Corona Hier findest du die Entwicklungen vom 30.12.2019 bis 20.3.2020

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