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Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 1.7. bis 31.7.2020.

31.7.2020, 20:05 Uhr – WHO meldet Rekordinfektionen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet einen Rekordanstieg der weltweit gemeldeten neuen Infektionen: Deren Zahl sei innerhalb eines Tages um 292.527 angestiegen, die der Todesfälle um 6.812. Die größten Zunahmen bei der Fallzahl wurden demnach in den USA, Brasilien, Indien und Südafrika verzeichnet.

31.7.2020, 17:15 Uhr – Nürburgring: Gesundheitsministerium RP gegen Zuschauerkonzept bei Grand Prix

Das Gesundheitsministerium Rheinland-Pfalz ist gegen das Zuschauerkonzept für den Oldtimer Grand Prix am Nürburgring am kommenden Wochenende. Das teilte eine Ministeriumssprecherin auf Anfrage von „SWR aktuell Rheinland-Pfalz“ mit. Die Kreisverwaltung Ahrweiler hatte für den Oldtimer Grand Prix eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Demnach sollten zu der Veranstaltung 5.000 Zuschauer pro Tag zugelassen werden – unter Einhaltung der Corona-Abstands- und Hygieneregeln. Das Ministerium teilte mit, es habe erst durch die SWR-Anfrage davon erfahren. Die Zuschauerzahl halte man für zu hoch. Sie sei aktuell nicht im Sinne der Corona-Verordnung des Landes, die
eigentlich bei Veranstaltungen unter freiem Himmel nur 350 Zuschauer zulasse. Man habe deshalb dem Kreis am Nachmittag empfohlen, die Zuschauerzahl beim Oldtimer Grand Prix auf
höchstens 1.000 Zuschauer zu begrenzen. Der Kreis habe eine entsprechende Prüfung zugesagt.

31.7.2020, 16:55 Uhr – Nepal öffnet Mount Everest und andere Berge wieder für Touristen

Nepal hat den Zugang zum Mount Everest und anderen Bergen im Himalaya trotz der Corona-Pandemie wieder geöffnet. Kurz vor der Herbstsaison sind Bergsteiger, Kletterer und andere Touristen wieder in Nepal willkommen, wie die Tourismusbehörde mitteilte. Der höchste Berg der Welt und die anderen Gipfel waren seit dem Frühjahr gesperrt. Mit der Wiedereröffnung will Nepal seine stark angeschlagene Tourismusbranche retten.

31.7.2020, 15:27 Uhr – Johnson stoppt Corona-Lockerungen im Landesteil England

Der britische Premierminister Boris Johnson hat die geplanten Corona-Lockerungen für den Landesteil England gestoppt. Grund sind die steigenden Infektionszahlen und die Angst vor einer zweiten Corona-Welle. Eigentlich sollten ab morgen wieder kleine Hochzeitsempfänge stattfinden können, auch Casinos sollten wieder öffnen dürfen. Dies soll nun frühestens in zwei Wochen geschehen. Außerdem werden die bisherigen Maßnahmen verschärft. So sollen im Kino Schutzmasken getragen werden. Zuvor sind schon in Teilen von Nordengland die Kontaktbeschränkungen verschärft worden. Menschen verschiedener Haushalte sollen sich nicht mehr in Innenräumen, Privatgärten, Pubs oder Restaurants treffen.

31.7.2020, 14:14 Uhr – Auswärtiges Amt spricht Reisewarnungen für drei spanische Regionen aus

Wegen der stark steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Spanien warnt das Auswärtige Amt jetzt vor touristischen Reisen in drei Regionen. Betroffen von der formellen Reisewarnung sind Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava sowie die westlich davon im Landesinneren liegenden Regionen Aragón und Navarra – nicht aber Mallorca und auch nicht die Kanaren.

31.7.2020, 13:52 Uhr – Mehr als 50 Gäste nach Fest im Kreis Kleve positiv auf Corona getestet

Nach einem privaten Fest sind im Kreis Kleve mehr als 50 Gäste positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Kreisverwaltung mit. Bei der Veranstaltung habe es sich um eine Feier im benachbarten Kreis Wesel gehandelt, sagte eine Sprecherin. Als sich ein Gast nach dem Fest als Corona-Fall meldete, seien 111 Personen umgehend getestet und unter Quarantäne gestellt worden.

31.7.2020, 12:30 Uhr – Parlamentswahl in Hongkong wegen Corona verschoben

In Hongkong wird die für September geplante Parlamentswahl verschoben. Die peking-treue Regierungschefin Carrie Lam begründet das mit den gestiegenen Zahlen von Corona-Neuinfektionen. Vertreter der pro-demokratischen Parteien zeigen sich entsetzt. Sie sehen darin den Versuch der Regierung, einen möglichen Wahlsieg der Opposition zu verhindern. Zwölf Kandidaten der Opposition wurden zuvor von der Wahl ausgeschlossen, unter anderem, weil sie die Unabhängigkeit Hongkongs anstreben.

31.7.2020, 11:56 Uhr – Polizei: Viele Corona-Demonstrationen am Wochenende in Berlin

Berlin steht ein Wochenende mit vielen Demonstrationen bevor. Für die größte Kundgebung in Berlin am Samstag sind rund 10.000 Teilnehmer angemeldet, bestätigte eine Polizeisprecherin. Die Initiative „Querdenken 711“ aus Stuttgart will demnach auf der Straße des 17. Juni zwischen Großem Stern und Yitzhak-Rabin-Straße unter dem Motto „Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit“ demonstrieren.

Etwa 3.000 Teilnehmer sind laut Polizei für eine Kundgebung auf dem Platz des 18. März am Brandenburger Tor angemeldet. Deren Teilnehmer wollten sich für Frieden, Meinungsvielfalt und Demokratie stark machen.

31.7.2020, 11:25 Uhr – RKI erklärt Teile Spaniens zu Risikogebieten

Das Robert-Koch-Institut hat die spanischen Regionen Katalonien, Aragon und Navarra zu Corona-Risikogebieten erklärt. Dazu gehören auch Barcelona und die Costa Brava. Das Auswärtige Amt warnt inzwischen vor Reisen nach Katalonien, Aragon und Navarra. Für deutsche Urlauber, die aus offiziell eingestuften Risikogebieten zurückkehren, soll in der kommenden Woche eine Corona-Testpflicht eingeführt werden – über freiwillige Tests hinaus.

31.7.2020, 10:40 Uhr – Einzelhandel fordert mehr Maskendisziplin bei Kunden

Nachdem die Zahl der Corona-Infektionen wieder steigt, fordert der Verband der Einzelhändler mehr Disziplin bei den Kunden. Viele Kunden würden die Regeln nicht mehr konsequent einhalten. Bei einem zweiten Lockdown seien aber viele Händler nicht mehr zu retten, warnte ein Verbandssprecher. Er appellierte an das Verantwortungsgefühl der Menschen, das Erreichte nicht kaputt zu machen. Das Bundesverfassungsgericht hat heute den Antrag eines Saarländers gegen die Maskenpflicht abgewiesen.

31.7.2020, 9:50 Uhr – Onlinehandel wächst um rund 30 Prozent

Die Corona-Krise hat dem Onlinehandel einen enormen Schub verpasst. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichte die Umsätze des Einzelhandels im Juni. Der Onlinehandel verzeichnete demnach ein Plus von 30,7 Prozent im Vorjahresvergleich. Auch Möbelhäuser sowie der Handel mit Haushaltsgeräten und Baubedarf machten 14,6 Prozent mehr Umsatz. Mode- und Schuhläden sowie Kaufhäuser machten dagegen 16 Prozent weniger Umsatz.

31.7.2020, 9:21 Uhr – Einreiseverbote: Seehofer will unverheirateten Paaren helfen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will sich bei der EU-Kommission für Lockerungen von Corona-bedingten Einreisesperren für unverheiratete Paare einsetzen. "Ich bin dafür und setze mich dafür ein, dass wir die Einreiseverbote für unverheiratete Paare zeitnah lockern", sagte er der Passauer Neuen Presse. Viele unverheiratete Paare aus unterschiedlichen Staaten können sich wegen der Corona-Beschränkungen seit Monaten nicht sehen. Auch die SPD-Bundestagsfraktion hatte sich deshalb in dieser Woche an Seehofer gewandt.

31.7.2020, 6:51 Uhr - Tausende Studierende verschulden sich in Corona-Krise

In der Corona-Krise verschulden sich Tausende Studenten und Studentinnen und beantragen staatliche Hilfskredite. Das geht aus einem Schreiben des Bundesbildungsministeriums an den Bildungsausschuss des Bundestages hervor, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Demnach wurden im Mai, Juni und Juli mehr als 22.000 Anträge auf einen Studienkredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit einem Gesamtvolumen von 641,6 Millionen Euro gestellt. Seit Mai müssen für den KfW-Studienkredit, den es auch schon vor der Krise gab, keine Zinsen gezahlt werden. Das ist als Corona-Hilfsmaßnahme gedacht und gilt bis März 2021. Im Vergleich zum April habe es im Mai eine deutliche Steigerung bei der Beantragung des Kredits gegeben, schreibt das Ministerium.

31.7.2020, 6:34 Uhr - Amtsärzte: Gesundheitsämter für zweite Welle zu knapp besetzt

Die Amtsärzte sehen die Gesundheitsämter in Deutschland nicht für eine zweite Corona-Welle gerüstet. "Für eine zweite Pandemie-Welle sind die Gesundheitsämter viel zu knapp besetzt", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Mit den steigenden Infektionszahlen rollt ein riesiges Problem auf uns zu."

31.7.2020, 3:11 Uhr - Umfrage: Zwei Drittel für härtere Strafen bei Corona-Verstößen

Rund zwei der Drittel der Bundesbürger (65 Prozent) befürworten einer Umfrage zufolge härtere Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Regeln. 32 Prozent seien dagegen, zum Beispiel Verstöße gegen die Maskenpflicht oder das Nicht-Einhalten bestehender Abstandsregeln härter zu bestrafen, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar für das Nachrichtenmagazin "Focus" ergab.

Drei Prozent enthielten sich. Vor allem Anhänger der Union sind für eine Strafverschärfung (78 Prozent), dahinter folgen Anhänger der SPD (74 Prozent), der Grünen (64 Prozent) und der FDP (63 Prozent). Bei den Linken-Anhängern plädierten nur 38 Prozent der Menschen für eine Strafverschärfung, bei der AfD sind es 27 Prozent.

30.7.2020, 21:16 Uhr – Corona-Pflichttests kommen "zu spät für ganz Deutschland"

Die ab kommender Woche verpflichtenden Corona-Tests für Reiserückkehrerinnen und -Rückkehrer aus Risikogebieten kommen nach Ansicht des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) für die meisten Bundesländer zu spät. Bayern liege zwar noch gut in der Zeit, weil dort die Schulferien gerade erst begonnen hätten, sagt er in einem "ARD extra". "Aber Sie haben recht... Es ist meiner Meinung nach zu spät für ganz Deutschland." Man müsse aber auch die Risikogebiete noch einmal dahingehend überprüfen, ob der Stand noch aktuell ist.

30.7.2020, 20:32 Uhr – Bolsonaros Ehefrau positiv auf Coronavirus getestet

Kurz nachdem der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro seine Infektion mit dem Coronavirus eigenen Angaben zufolge überwunden hat, ist ein Corona-Test seiner Ehefrau positiv ausgefallen Das Präsidialamt teilte am Donnerstag mit, die 38-Jährige sei positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Zudem teilte Wissenschaftsminister Marcos Pontes per Twitter mit, auch er sei nach Auftreten von einer Erkältung ähnlichen Symptomen positiv auf das Virus getestet worden. Er ist das fünfte Kabinettsmitglied, bei dem das Coronavirus nachgewiesen worden ist.

30.7.2020, 19:00 Uhr – RKI meldet bundesweit 902 neue Corona-Infektionen

Es ist die höchste Zahl seit Wochen: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 902 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das ist die höchste Zahl seit Mai - abgesehen vom lokalen Corona-Ausbruch beim Fleischfabrikanten Tönnies im Juni.

30.7.2020, 18:22 Uhr – Frankreich: Maskenpflicht mancherorts auch draußen

Wegen des starken Anstiegs von Neuinfektionen mit dem Coronavirus verschärfen mehrere französische Städte wieder die Beschränkungen, darunter beliebte Touristenorte an der Küste. In der Hafenstadt Saint-Malo in der Bretagne muss zum Beispiel jede und jeder ab elf Jahren in der Altstadt und auf den Stadtmauern eine Maske tragen. Auch in den Innenstädten von Bayonne und Biarritz im Südwesten des Landes ist eine Maske ab kommender Woche vorgeschrieben. Die Zahl der Neuinfektionen ist in Frankreich zuletzt wieder deutlich gestiegen. Zuletzt wurden den Gesundheitsbehörden zufolge mehr als 1.000 Neuinfektionen pro Tag gezählt. Das Gesundheitsministerium meldete Mittwoch 15 neue Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden.

30.7.2020, 17:33 Uhr – Corona-Teststationen an bayerischen Autobahnen gestartet

Bayern hat Corona-Teststellen an Autobahnen in der Nähe zur österreichischen Grenze in Betrieb genommen. Seit dem Morgen laufe der Betrieb zum Beispiel an einer Rastanlage an der A8 bei Bergen, teilt das bayerische rote Kreuz mit. Die Tests sind vor allem für Urlaubsrückkehrer gedacht. Die bayerische Regierung hatte beschlossen, zusätzlich zu Teststationen an Flughäfen auch an Autobahnen und zwei Hauptbahnhöfen solche Zentren einzurichten.

30.7.2020, 17:10 Uhr – EU-Länder weiten Einreisebeschränkungen wieder aus

Die EU-Länder weiten die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen wieder leicht aus. Nach einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss der EU-Staaten werden von diesem Freitag an Reisende aus Algerien nur noch dann in die EU kommen dürfen, wenn dies zwingend notwendig ist. Lediglich Menschen aus elf Ländern dürfen demnach noch normal in die EU einreisen. Zu den Staaten gehören Australien, Kanada, Georgien, Japan, Marokko, Neuseeland, Ruanda, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay.

30.7.2020, 16:38 Uhr – Schweizer Behörden empfehlen Maskenpflicht

Die Schweizer Bundesbehörden empfehlen allen Kantonen die Einführung einer Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Räumen. Die Situation sei ernst und es sei notwendig „einen Gang höher zu schalten“. Bisher gibt es in der Schweiz eine landesweite Maskenpflicht nur in öffentlichen Verkehrsmitteln.

30.7.2020, 15:32 Uhr – Bruttoinlandsprodukt in den USA um 33 Prozent geschrumpft

In den USA ist das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal um fast 33 Prozent zurückgegangen. Das geht aus einer ersten Schätzung des US-Handelsministeriums hervor. Diese Schätzung ist aufgrund der Daten aus dem zweiten Quartal auf das gesamte Jahr hochgerechnet. Vor allem der Konsum ging danach in der Corona-Krise deutlich zurück. Experten hatten sogar mit einem noch größeren Einbruch gerechnet.

US-Präsident Donald Trump denkt unterdessen darüber nach, die Präsidentschaftswahl im November verschieben zu lassen. Er selbst kann das nicht, sondern nur der US-Kongress. Anlass ist, dass sich in der Corona-Krise vermutlich mehr Menschen per Briefwahl beteiligen werden. Auf Twitter behauptet Trump, dass es deswegen zu Wahlbetrug kommen könnte. Er liegt derzeit in Umfragen weit hinter seinem Herausforderer Biden. Experten hatten Trumps Reaktion für diesen Fall vorhersagt.

30.7.2020, 12:26 Uhr – Historischer Absturz der deutschen Wirtschaft wegen Corona

Die deutsche Wirtschaft ist wegen der Corona-Krise im zweiten Quartal stark eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt sank von April bis Juni um 10,1 Prozent im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres. Das hat das Statistische Bundesamt mitgeteilt. Es spricht vom stärksten Rückgang seit 50 Jahren. Für das laufende Quartal erwarten Volkswirte wieder ein Wachstum.

30.7.2020, 12:18 Uhr – Diakonie: Computer für Schüler „Teil des Existenzminimums“

Die Diakonie ruft dazu auf, im neuen Schuljahr besonders die Kinder aus einkommensschwachen Familien in den Blick zu nehmen. „Gerade Kinder aus einkommensarmen Familien haben unter dem Lockdown gelitten“, erklärte Diakonie-Vorstandsmitglied Maria Loheide.

Die während der Schulschließungen vielfach angewandten digitalen Lernformen hätten gerade von benachteiligten Kindern kaum genutzt werden können, da ihnen die technische Ausstattung gefehlt habe. Die Länder - aber auch der Bund - müssten jetzt Mittel bereitstellen, um das zu ändern. „Zumal ein erneuter Lockdown nicht auszuschließen ist.“ Ein Computer müsse als direkte Zahlung Teil des Existenzminimums sein. In einigen Bundesländern beginnt das neue Schuljahr bereits kommende Woche.

30.7.2020, 11:14 Uhr – Bahn stürzt in „schlimmste finanzielle Krise“ seit Bestehen

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie spiegeln sich auch in der Halbjahresbilanz der Deutschen Bahn wider. Der Konzern verbuchte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Verlust nach Steuern von 3,7 Milliarden Euro. Es ist das größte Minus in der Geschichte des Unternehmens.

Bahnchef Richard Lutz sprach von der „schlimmsten finanziellen Krise“ seit dem Bestehen des Konzerns. Im regulären Betrieb verzeichnete die Bahn im ersten Quartal einen Verlust von 1,8 Milliarden Euro. Für das gesamte Jahr rechnet die Bahn mit einem Betriebsverlust von 3,5 Milliarden Euro.

30.7.2020, 10:52 Uhr – Tönnies-Mitarbeiter fälschlicherweise in Quarantäne geschickt

Im Kreis Gütersloh werden zahlreiche Tönnies-Beschäftigte zu Unrecht in Quarantäne gehalten. Der Redaktion des ARD-Magazins Monitor liegen zahlreiche wortgleiche Quarantäne-Anordnungen an Beschäftigte des Fleischunternehmens vor, bei denen es sich offenbar um Musterschreiben des Kreisgesundheitsamts handelt. In den Schreiben ist etwa von positiven Corona-Tests und Krankheitssymptomen die Rede, die sich nach Monitor-Recherchen in vielen Fällen als falsch herausgestellt haben.

Bei Stichproben räumte das zuständige Gesundheitsamt die falschen Positiv-Bescheide in allen nachgefragten Fällen ein. In anderen Briefen wurde Beschäftigten mitgeteilt, dass sie aufgrund von Kontakten zu Infizierten in Quarantäne bleiben müssten, obwohl es sich bei den Adressaten um genesene Infizierte handelte, die als nicht mehr ansteckend gelten und bereits aus der Quarantäne entlassen worden waren.  

30.7.2020, 10:29 Uhr – Britischer Gesundheitsminister Hancock warnt vor zweiter Welle

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock sieht Europa durch eine zweite Corona-Welle gefährdet. Um zu verhindern, dass eine solche Welle auch Großbritannien erreiche, werde die britische Regierung nicht zögern, wieder Quarantäne-Maßnahmen einzusetzen. Erst in der vergangenen Woche hatte Großbritannien angeordnet, dass sich Reiserückkehrer aus Spanien für 14 Tage in Quarantäne begeben müssen.

30.7.2020, 10:11 Uhr – Deutsche Wirtschaft bricht weiter ein

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im zweiten Jahresquartal in Folge der Corona-Krise erheblich eingebrochen. Gegenüber dem ersten Quartal ging das Bruttoinlandsprodukt nach Angaben des Statistische Bundesamtes um 10,1 Prozent zurück. Das sei das stärkste Minus seit Beginn der BIP-Berechnungen für Deutschland im Jahr 1970. 

30.7.2020, 9:52 Uhr – Weniger Unternehmen greifen auf Kurzarbeit zurück

Die Zahl der Betriebe, die ihre Angestellten in Kurzarbeit beschäftigten geht bundesweit langsam zurück. Das zeigt eine Umfrage des Ifo-Institutes. Demnach griffen in diesem Monat 42 Prozent der befragten Unternehmen auf Kurzarbeit zurück. Im vergangenen Monat waren es noch 46 Prozent, im Mai hatten noch 53 Prozent der Firmen Kurzarbeit angeordnet.

Am häufigsten arbeiten derzeit noch Mitarbeiter der Industriebranche in Kurzarbeit, so das Institut. Hier betrug der Anteil der Konzerne, die für ihre Belegschaft Kurzarbeit angemeldet hatten, im Juli noch 57 Prozent.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit befanden sich im Mai bundesweit 6,7 Millionen Beschäftigte in Kurzarbeit. Im April waren es noch 6,1 Millionen gewesen. Der Wert vom Mai sei damit die höchste jemals von der Behörde ermittelte Zahl an Kurzarbeitern in der Bundesrepublik. Im Juli zeigten Unternehmen für 190.000 Menschen Kurzarbeit an. Damit ging die Zahl gegenüber März und April deutlich zurück.

30.7.2020, 7:02 Uhr – Polizeigewerkschaft: Reiserückkehrer notfalls zu Corona-Test zwingen

Aus Sicht der Polizeigewerkschaft GdP können Corona-Tests für Reiserückkehrer notfalls per Zwang durchgesetzt werden.

„Wir müssen letztlich Recht durchsetzen und am Ende auch mit Zwang“, sagte der Vize-Chef der GdP, Jörg Radek, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Und das sei Aufgabe der Polizei. Die Entscheidung müsse aber auf Landesebene getroffen werden.

„Grundsätzlich muss man zwischen der körperlichen Unversehrtheit des Einzelnen und den Interessen der Gesellschaft abwägen“, fügte Radek hinzu. Er rechne aber mit einem hohen Maß an freiwilliger Teilnahme von Reiserückkehrern.

30.7.2020, 6:15 Uhr – Corona-Stillstand senkt Stromverbrauch deutlich

Infolge der Corona-Krise und der damit verbundenen Schließung von Geschäften, Unternehmen und Fabriken wurde im ersten Halbjahr 2020 deutlich weniger Strom verbraucht als im Vorjahreszeitraum. Das ergibt sich aus vorläufigen Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft.

Demnach wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres rund 272 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht und damit etwa 26 Milliarden Kilowattstunden weniger als im ersten Halbjahr 2019. Das bedeutet laut Bundesverband ein Minus um 5,7 Prozent.

Da gleichzeitig Windräder und Solaranlagen besonders viel Strom erzeugten, hätten die erneuerbaren Energien mit 50,2 Prozent erstmals mehr als die Hälfte des Bruttostromverbrauchs in Deutschland gedeckt. Das entspreche einem Anstieg um sechs Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

30.7.2020, 3:57 Uhr – Dehoga verlangt Klarstellung, wie Gästedaten genutzt werden

Der Gaststättenverband Dehoga fordert von den Landesregierungen Klarheit darüber, ob und wie die Polizei die Corona-Gästelisten von Restaurants auswertet. Das sei hochgradig sensibel, sagte Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der Rheinischen Post. Es müsse dringend für Klarheit gesorgt werden. Restaurants müssen im Moment Daten ihrer Gäste registrieren, damit diese bei Corona-Infektionen kontaktiert werden können. Aus mehreren Bundesländern – darunter Hessen und Rheinland-Pfalz – sind zuletzt Fälle bekannt geworden, bei denen auch die Polizei die Daten genutzt hat.

30.7.2020, 3:39 Uhr – NBA setzt Saison fort

Die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA will in Orlando im US-Bundesstaat Florida ihre Spielzeit fortsetzen. Wegen der Corona-Krise hatte die Liga mehr als 20 Wochen Pause. Alle Spiele finden ohne Zuschauer auf dem Gelände von Disney World statt. Die 22 Mannschaften sind seit drei Wochen in mehreren Hotels untergebracht, täglich werden die Spieler getestet. Bisher gibt es in den Mannschaften keinen einzigen Fall. Als Favoriten werden die zwei Teams aus Los Angeles gehandelt, die Lakers und die Clippers, sowie die Milwaukee Bucks. Die Spieler wollen mit Fortführung der Spielzeit auf soziale Ungerechtigkeit und Rassismus aufmerksam machen.

29.7.2020, 20:55 Uhr – Monatshoch bei Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich melden die Behörden 1.392 neue Coronavirus-Fälle. Dies ist der höchste Anstieg seit über einem Monat. Insgesamt haben sich 185.196 Menschen mit dem Erreger angesteckt. 15 Menschen starben an der Krankheit Covid-19. Damit steigt die Zahl der tödlichen Verläufe auf 30.238.

29.7.2020, 20:21 Uhr – US-Abgeordneter und Maskengegner positiv auf Corona getestet

In den USA ist ein Kongressabgeordneter, der für seine Ablehnung von Masken bekannt ist, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Republikaner Louie Gohmert bestätigt in einem Video auf Twitter, ein Schnelltest während eines Besuchs im Weißen Haus am Mittwoch sei positiv ausgefallen, ebenso wie ein anschließender Test. Der Abgeordnete aus Texas hatte es in der Vergangenheit abgelehnt, eine Maske aufzuziehen. In den vergangenen zwei Wochen habe er aber häufig eine Maske getragen, sagt er nun.

Twitter

29.7.2020, 20:07 Uhr – Niederlande sagen Nein zur Maskenpflicht

Die niederländische Regierung will ihre Bevölkerung nicht dazu verpflichten in der Öffentlichkeit einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass es nicht genügend wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit der Maßnahme gebe. Stattdessen werde man auf Abstandsregeln setzen, sagte Gesundheitsministerin Tamara van Ark. Die Zahl der Neuinfektionen in den Niederlanden war in dieser Woche stark angestiegen.

23.7.2020, 22:44 Uhr – Europäisches Parlament stoppt Haushalt

Das Europaparlament hat den Haushaltskompromiss des EU-Gipfels vorerst gestoppt. Die Abgeordneten nahmen eine entsprechende Resolution mit großer Mehrheit an. Darin wird als Ziel genannt, in das Corona-Wiederaufbau-Programm mehr Geld für Klimaschutz, Forschung, Gesundheit und für Studierende einzuplanen. Beim mittelfristigen EU-Haushalt fordern die Parlamentarier eine Kürzung für Länder, die gegen rechtsstaatliche Prinzipien verstoßen.

23.7.2020, 21:45 Uhr – Corona-Warn-App funktionierte möglicherweise nicht richtig

Die deutsche Corona-Warn-App soll wohl wochenlang schlecht oder gar nicht funktioniert haben. Wie die Bild-Zeitung berichtet, sollen manche Nutzer nicht oder zu spät gewarnt worden sein. Grund sei, dass sich bei Android-Betriebssystemen die notwendige Hintergrundaktualisierung bislang automatisch ausgestellt habe, wenn die App nicht geöffnet war. Das sollte Handy-Strom sparen. Laut Bundesgesundheitsministerium wurde das Problem durch ein neues Update behoben.

23.7.2020, 19:29 Uhr – Studie: Superspreader für Corona bei Tönnies verantwortlich

Der Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies soll laut einer Studie auf einen Mitarbeiter in der Rinderzerlegung zurückgehen. Der Infizierte - ein sogenannter Superspreader - habe das Virus im Mai auf Mitarbeiter im Umkreis von acht Metern übertragen. Das haben Forscher des Helmholtz-Zentrums, der Uniklinik Hamburg-Eppendorf und des Leibniz-Instituts herausgefunden. Nach Angaben der Forscher könnten niedrige Temperaturen im Zerlegebetrieb, eine geringe Frischluftzufuhr und eine konstante Luftumwälzung durch die Klimaanlage die Infektionen befördert haben. Mittlerweile hat Tönnies Filteranlagen installiert, damit sich das Virus nicht so leicht über die Luft verteilen kann.

23.7.2020, 17:19 Uhr – Krankenkassen wollen nicht für massenhafte Rückkehrer-Tests zahlen

Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstandsmitglied des GKV-Spitzenverbandes sieht die gesetzlichen Krankenkassen nicht in der Pflicht, für mögliche massenhafte Tests von Reiserückkehrern finanziell aufzukommen. Da wäre aus ihrer Sicht der Staat gefragt, die Kosten zu tragen.

Die Politik auf Bundes- wie auf Landesebene sei sich einig gewesen, die Grenzen offen zu halten und der Bevölkerung so weit wie möglich Bewegungsfreiheit zu ermöglichen, sagte Stoff-Ahnis: „Sollte die Politik jetzt als Folge dieser Reisefreiheit eine flächendeckende Testung aller heimkommenden Menschen für notwendig erachten, darf sie die Finanzierung nicht den GKV-Beitragszahlenden auferlegen.“

23.7.2020, 17:00 Uhr – Amsterdam warnt vor vielen Touristen am Wochenende

Seitdem die Reisebeschränkungen innerhalb der EU weggefallen sind, kommen wieder mehr Urlauber nach Amsterdam - vor allem aus Deutschland, Frankreich, Belgien, aber auch aus den Niederlanden. Die Stadt hat daher Vorsichtsmaßnahmen ergriffen und beispielsweise Einbahnstraßen-Regelungen für Fußgänger auf den berühmten "Wallen" im Rotlichtviertel eingeführt. Und trotzdem ist es in der Stadt gerade am Wochenende mittlerweile oft zu voll.

Darum bat die Stadt nun potenzielle Touristen: Kommt nicht am Wochenende. Gäste sollten ihren Besuch lieber auf Montag oder Donnerstag legen, wenn es „etwas ruhiger ist“.

23.7.2020, 16:51 Uhr – Corona-Ausbruch bei Tönnies: Ansteckung wohl über weite Distanz

Mehrere Institute, darunter das Universitätsklinikum in Hamburg-Eppendorf und das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), haben untersucht, wie genau der Corona-Ausbruch im nordrhein-westfälischen Schlachtbetrieb des Tönnies-Konzerns abgelaufen ist.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass durch die Bedingungen in einigen Arbeitsbereichen des Schlachthofes auch eine Übertragung des Virus über eine relativ weite Distanz möglich gewesen sei. Die Experten gehen davon aus, dass das Virus von einem einzigen Mitarbeiter auf andere Angestellte übertragen worden ist, die in einem Umkreis von mehr als acht Metern gearbeitet hätten - und damit in deutlich größerer Entfernung als im Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern.

In dem Bereich, wo das Fleisch zerlegt wird, kommen laut Studie verschiedene Faktoren zusammen: etwa die geringe Frischluftzufuhr und die körperlich schwere Arbeit. All diese Faktoren hätten eine Ansteckung über weite Distanz ermöglicht.

23.7.2020, 16:11 Uhr – Experten sprechen von hoher „Übersterblichkeit“ in Südafrika

In Südafrika sind bisher rund 395.000 Infektionen mit dem Coronavirus und mehr als 5.900 Todesfälle durch eine Covid-19-Erkrankung erfasst worden. Damit ist das Land das am stärksten von der Pandemie betroffene Land in Afrika. Trotzdem weisen die Behörden die Sterberate mit 1,5 Prozent als recht niedrig aus.

Die Experten des unabhängigen Medizinischen Forschungsrats (SAMRC) sprechen jedoch von einer überdurchschnittlich hohen Zahl an Todesfällen in den vergangenen Wochen – und damit von einer sogenannten Übersterblichkeit. Allein in der zweiten Juliwoche seien 59 Prozent mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt zu erwarten gewesen wäre. Das Gremium sprach von einer „gewaltigen Differenz“ zwischen der offiziellen Zahl der Corona-Toten und den überdurchschnittlich vielen Todesfällen.

23.7.2020, 16:01 Uhr – Belgien verschärft Corona-Regeln

Belgien verschärft seine Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie wieder. Von Samstag an muss auf öffentlichen Plätzen Maske getragen werden. Nach Angaben der Regierung gehören dazu Märkte, Geschäftsstraßen und alle Orte mit viel Publikumsverkehr. Hintergrund sei ein beunruhigender Anstieg der Corona-Infektionen.

23.7.2020, 15:57 Uhr – Schausteller demonstrieren in Stuttgart

In Stuttgart demonstrieren am Donnerstag Schausteller aus dem ganzen Bundesgebiet, Luxemburg, den Niederlanden und Frankreich. Damit wollen sie auf ihre Pandemie-bedingte finanzielle Notlage aufmerksam machen. Laut Schaustellerverband Südwest nehmen rund 1.000 Teilnehmer sowie 600 Fahrzeuge teil. Die Demonstration der Schausteller hat am Cannstatter Wasen begonnen. Von dort sind die Lastwagen in die Innenstadt gefahren. Auf dem Stuttgarter Karlsplatz findet am Nachmittag eine Kundgebung statt. Wegen der Corona-Pandemie stehen die meisten Schausteller nach eigenen Angaben finanziell mit dem Rücken zur Wand. Der Schausteller Verband Südwest fordert, dass die Weihnachtsmärkte und kleinere Feste dieses Jahr zugelassen werden.

23.7.2020, 14:12 Uhr – Schauspieler dürfen sich wieder ohne Quarantäne küssen

Schauspieler dürfen sich bei Dreharbeiten in Deutschland wieder küssen, ohne davor in Quarantäne zu müssen. Die zuständige Berufsgenossenschaft lockerte auch die Beschränkungen für Kampfszenen. Bei der Entscheidung sei die aktuelle Risikobewertung durch das Robert-Koch-Institut berücksichtigt worden, hieß es. Bisher war den Schauspielern empfohlen worden, sich bei Filmproduktionen vor Kuss-Szenen fünf Tage lang in Quarantäne zu begeben.

23.7.2020, 13:44 Uhr – Frankreich verschickt 40 Millionen Masken an Bedürftige

In Frankreich lässt die Regierung 40 Millionen Gratis-Masken an Bürger verteilen. Gesundheitsminister Véran sagte, die Masken würden in den kommenden Tagen per Post an sieben Millionen Menschen verschickt. Man werde diejenigen nicht alleine lassen, die sich nicht mit Masken versorgen könnten. Seit Montag gilt in Frankreich erstmals eine Maskenpflicht in allen Räumen, die öffentlich zugänglich sind.

23.7.2020, 12:30 Uhr – Corona-Fälle in Berliner Bar - offenbar Vorschriften missachtet

In der Berliner Bar am Alexanderplatz, in der sich mehrere Gäste mit dem Virus angesteckt haben sollen, sind laut dem Bezirk Mitte Corona-Vorschriften missachtet worden. „Das Restaurant muss jetzt mit einem Bußgeld rechnen“, teilte das Bezirksamt mit. In dem Lokal soll demnach eher eine Party als normaler Restaurantbetrieb stattgefunden haben.

Mit dem Abend des 10. Juli stehen zehn bekannte Corona-Fälle in Verbindung, wie der Bezirk am Mittwoch bekanntgegeben hatte. Die Liste mit den Kontaktdaten der Gäste sei „unvollständig und fehlerhaft“, teils hätten Gäste falsche Namen und Adressen angegeben, erklärte der Bezirk. Auch an die Maskenpflicht abseits der Tische hätten sich die Gäste nicht gehalten. Wie viele Menschen sich am betreffenden Abend dort aufhielten, sei unklar.

23.7.2020, 11:27 Uhr – UN: Millionen Haitianer brauchen humanitäre Hilfe

Fast die Hälfte der Bevölkerung Haitis benötigt nach Einschätzung des UN-Büros für humanitäre Angelegenheiten Hilfe zum Überleben. In einem in dieser Woche veröffentlichten Dokument, aus dem lokale Medien zitieren, heißt es, die Ernährungsgrundlage von rund 4,1 Millionen Menschen sei infolge der Corona-Pandemie nicht sichergestellt. Unter den Folgen der Corona-Pandemie litten insbesondere schwangere Frauen. So seien Beratungen und Krankenhausgeburten deutlich zurückgegangen. Haitis Gesundheitssystem sei auf die Auswirkungen der Pandemie nicht vorbereitet.

23.7.2020, 10:22 Uhr – IG Metall warnt vor Verlust von 300.000 Arbeitsplätzen

Angesichts der Coronakrise stehen nach Gewerkschaftsangaben hunderttausende Stellen in der Metall- und Elektrobranche auf dem Spiel. „Wir reden von 300.000 Arbeitsplätzen, die im Feuer stehen“, sagte IG-Metall-Vorstandsmitglied Jürgen Kerner im Club Wirtschaftspresse in München. Betroffen seien überwiegend Beschäftigte in der Autobranche und ihrer Zulieferindustrie, aber auch andere Wirtschaftszweige wie die Luftfahrt – und das vor der Bundestagswahl im kommenden Jahr. Viele Unternehmen nutzten die Krise aber, um Abbaupläne aus den Schubladen zu holen, die nichts mit Corona zu tun hätten. „Ein Großteil der 300.000 ist Optimierung unter dem Deckmantel Corona“, sagte Kerner.

23.7.2020, 8:07 Uhr – EVP-Fraktionschef fordert Nachbesserung bei Finanzpaket

Der EVP-Fraktionschef im Europäischen Parlament, Manfred Weber, fordert Nachbesserungen bei dem vom EU-Gipfel beschlossenen Finanzpaket. „Der jetzige Vorschlag ist so nicht akzeptabel für das Europa-Parlament“, sagt der CSU-Politiker im Deutschlandfunk. Die Fraktionen seien da „sehr geschlossen“. Das Parlament sehe die positiven Seiten, allerdings müsse bei den Zukunftsprogrammen und der Rechtsstaatlichkeit nachgebessert werden. „Die beiden Bereiche sind die rote Linie, da brauchen wir Fortschritte.“ Zur Finanzierung seien Umschichtungen von Mitteln, aber auch neues Geld denkbar.

23.7.2020, 6:43 Uhr – UN-Agentur wirbt für Grundeinkommen für 2,7 Milliarden Menschen

Die UN-Entwicklungsagentur UNDP wirbt angesichts der Corona-Krise für ein zeitlich begrenztes Grundeinkommen für knapp drei Milliarden Menschen weltweit. Mit dem Grundeinkommen könnten Personen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, während der Pandemie Zuhause bleiben; dies könne die Ausbreitung des Coronavirus bremsen, teilte UNDP mit. Die monatlich dafür notwendige Summe für 2,7 Milliarden Betroffene in 132 Entwicklungsstaaten würde sich auf mindestens 199 Milliarden Dollar belaufen.

23.7.2020, 6:37 Uhr – Bund stockt Stipendienetat für Künstler auf

Um Künstlern und Kulturschaffenden durch die Corona-Krise zu helfen, stockt der Bund ihre Stipendien deutlich auf. Statt der zunächst geplanten 8,5 Millionen Euro sind für die Stipendien jetzt 52 Millionen Euro im Etat von Kulturstaatsministerin Monika Grütters für die Jahre 2020/2021 vorgesehen, wie aus einem Papier hervorgeht, das der Neuen Osnabrücker Zeitung vorliegt.

„Die Erhöhung der Stipendien für die Jahre 2020 und 2021 um 43,5 Millionen Euro ist unsere Antwort auf die schwierige Situation der Soloselbstständigen in der Corona-Krise“, sagte Grütters der Zeitung. Die Stipendien betrügen in der Regel mehr als 1000 Euro im Monat und würden an Künstler und Kulturschaffende aller Sparten vergeben, so die CDU-Politikerin weiter.

23.7.2020, 6:35 Uhr – Brasilien registriert mehr als 67.000 neue Fälle

Brasilien hat innerhalb von 24 Stunden 67.860 neue Fälle registriert. Den Rekord in dem südamerikanischen Land teilte das Gesundheitsministerium mit. Bisher war die höchste Zunahme an Infektionen innerhalb eines Tages 54.771 gewesen. In Brasilien wurden mehr als 82.700 Todesfälle mit dem Coronavirus und 2,2 Millionen Infektionen registriert. Einer der Infizierten ist Präsident Jair Bolsonaro, der am Mittwoch bekannt gab, dass er das dritte Mal innerhalb von zwei Wochen positiv getestet wurde.

23.7.2020, 4:58 Uhr – Trump drängt weiterhin auf Schulöffnungen

US-Präsident Donald Trump drängt trotz steigender Coronavirus-Fälle und entgegen heftiger Kritik einiger Bundesstaaten weiterhin auf Schulöffnungen. Er hoffe, dass der Unterricht zu „100 Prozent“ wieder aufgenommen werde und er fühle sich wohl damit, seinen Sohn Barron und seine Enkelkinder wieder zur Schule zu schicken, teilte er auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus mit. Kinder hätten ein starkes Immunsystem und würden das Virus nicht an Eltern oder ältere Verwandte übertragen. „Sie kriegen es nicht leicht, sie bringen es nicht leicht nach Hause“, sagte er. Die Entscheidung über die Wiedereröffnung der Schulen liege aber letztendlich bei den Gouverneuren. Zuvor hatte Trump wiederholt gedroht, Bundesmittel zurückzuhalten, wenn der Schulbetrieb nicht wieder aufgenommen werde.

23.7.2020, 3:00 Uhr – Mehr als 2.100 Corona-Infektionen durch Tönnies

Im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies sind inzwischen 2.119 Infektionsfälle festgestellt worden. Das hat Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann der Neuen Osnabrücker Zeitung gesagt. Der CDU-Politiker verteidigte die wochenlange Schließung des Werkes in Rheda-Wiedenbrück. Seiner Ansicht nach habe die Firma keinen Anspruch auf Lohnkostenerstattung. Das Tönnies-Werk war Mitte Juni geschlossen worden und hatte in der vergangenen Woche die Produktion wieder aufgenommen.

23.7.2020, 1:59 Uhr – UN fordern Grundeinkommen

Die UN fordern die sofortige Einführung eines zeitlich begrenzten Grundeinkommens in den Entwicklungsländern. Damit sollen die Folgen der Corona-Pandemie für die rund drei Milliarden Menschen, die unter oder nahe der Armutsgrenze leben, abgemildert werden - so heißt es in einem Bericht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen.

23.7.2020, 1:14 Uhr – Mehr Stipendien für Kulturschaffende

Als Reaktion auf die Situation vieler Kulturschaffender in der Corona-Krise stockt der Bund die Stipendien für freiberufliche Künstlerinnen und Künstler massiv auf. Das geht aus einem Papier von Kultur-Staatsministerin Monika Grütters (CDU) hervor, über das die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet. Demnach sind statt der geplanten 8,5 Millionen Euro für die Stipendien jetzt 52 Millionen Euro im Etat für dieses und nächstes Jahr vorgesehen. Die Zuwendung gebe es für Kulturschaffende aller Sparten.

22.7.2020, 22:46 Uhr – Corona-Tests: Flughafen-Betreiber haben Bedenken

Die deutschen Flughafen-Betreiber sehen bei den angestrebten Corona-Tests an Flughäfen noch viele offene Fragen. Sollten die Gesundheitsbehörden einen Schnelltest für Rückkehrer aus Risikogebieten anordnen, müssten sie ihn auch selbst durchführen. Flughafen-Mitarbeiter seien dazu nicht befugt. Die Gesundheitsminister der Länder wollen Tests an Flughäfen ausweiten, haben das aber noch nicht formal beschlossen. Am Freitag wollen sie weitere Details besprechen.

22.7.2020, 22:19 Uhr – Frankreich verschickt Schutzmasken an Bedürftige

Frankreich versorgt rund sieben Millionen Bedürftige mit kostenlosen Schutzmasken gegen das Coronavirus. Dafür würden rund 40 Millionen wiederverwendbare Masken bereitgestellt, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran am Abend in einem Fernsehinterview. In Frankreich gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln und geschlossenen öffentlichen Räumen eine Maskenpflicht. Verbraucherverbände fordern kostenlose Masken für alle. Präsident Emmanuel Macron sagte, es müsse denen geholfen werden, die sich die Schutzmasken nicht leisten könnten.

22.7.2020, 20:08 Uhr – Washington führt Maskenpflicht ein

In der US-Hauptstadt Washington gilt ab Donnerstag wegen der Corona-Pandemie eine Maskenpflicht. Die Bürgermeisterin hat angekündigt, dass Einwohner außerhalb des eigenen Zuhauses einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Die Anordnung werde auch Strafen vorsehen für Menschen, die sich nicht daran halten. In der Hauptstadt und anderen Regionen des Landes sind die Infektionszahlen zuletzt weiter gestiegen. Präsident Donald Trump empfiehlt mittlerweile allen US-Bürgern einen Mund-Nasen-Schutz überall da, wo Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Vor einigen Wochen hatte er sich noch über Masken lustig gemacht und es abgelehnt, selbst eine Maske zu tragen.

22.7.2020, 19:39 Uhr – Großmotoren-Hersteller MAN streicht 4.000 Stellen

Der Großmotoren-Hersteller MAN Energy Solutions will 4.000 der weltweit 14.000 abbauen. Das teilte das Unternehmen mit Sitz in Augsburg mit. In Deutschland fallen demnach 3.000 Stellen weg, im Ausland sollen zusätzlich fast 1.000 Stellen gestrichen werden. Grund sei die Auswirkung der Corona-Pandemie auf die Verkaufszahlen von MAN. So seien wichtige Geschäftsfelder wie die Produktion von Motoren für Fracht- und Kreuzfahrschiffe unmittelbar von der Pandemie betroffen. Die Fertigung von Turbinen in Hamburg soll eingestellt werden. Ein MAN-Sprecher sagte, der Personalabbau solle weitestgehend sozialverträglich erfolgen, Kündigungen könne er aber nicht ausschließen.

22.7.2020, 18:31 Uhr – Entwicklung von neuem Impfstoff ist sehr teuer

Weltweit wird nach einem Impfstoff gegen Covid-19 geforscht - mit Biontech und Curevac spielen zwei Unternehmen aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg international vorne mit.

Forschung gegen Covid-19 im Südwesten So viel Geld brauchen Corona-Impfstoff-Hersteller

Die Welt wartet sehnsüchtig auf einen Impfstoff gegen Covid-19. Geforscht wird weltweit - in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg spielen zwei Unternehmen international vorne mit.  mehr...

22.7.2020, 18:31 Uhr – Johns Hopkins: Weltweit mehr als 15 Millionen Corona-Infektionen

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In den vergangenen Wochen hat sich das Coronavirus weltweit schneller verbreitet. Laut Johns-Hopkins-Universität gibt es inzwischen mehr als 15 Millionen bestätigte Infektionen - Ende Juni waren es noch rund 10 Millionen. Vor allem in Nord- und Südamerika sowie in anderen Ländern wie Indien und Südafrika habe sich das Virus rasch ausgebreitet. Nach einer Infektion gestorben seien bis jetzt insgesamt knapp 620.000 Me

22.7.2020, 18:29 Uhr – Gesundheitsminister einig über Ausweitung von Corona-Tests für Reiserückkehrer


Die Gesundheitsminister der Bundesländer sind dafür, Tests für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten auszuweiten. Auf einer Schaltkonferenz haben sie sich jedoch noch nicht auf verpflichtende Tests geeinigt. Man habe die Entscheidung über solche Tests an deutschen Flughäfen auf Freitag verschoben, sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Sozialministeriums. Die Deutsche Presse Agentur hatte berichtet, es gebe bereits eine Einigung.

Derzeit ist die Regelung so: Wer aus einem als Risikogebiet eingestuften Land wieder nach Deutschland einreist, muss ohne Test für 14 Tage in häusliche Quarantäne.

22.7.2020, 17:45 Uhr – Diskussion um Düsseldorfer Corona-Video mit Rapper Farid Bang

Die Stadt Düsseldorf hat ein Corona-Regeln-Video veröffentlicht. Darin wirbt Rapper Farid Bang, sich daran zu halten. Doch statt Lob für die Idee, die Zielgruppe mit einem ihrer Idole anzusprechen, wird der OB der Stadt heftig kritisiert.

Kann dieser Rapper als Vorbild dienen? Düsseldorf wirbt mit Farid Bang für Corona-Regeln – und wird dafür kritisiert

Die Stadt Düsseldorf hat ein Corona-Regeln-Video veröffentlicht. Darin wirbt Rapper Farid Bang, sich daran zu halten. Doch statt Lob für die Idee, die Zielgruppe mit einem ihrer Idole anzusprechen, wird der OB der Stadt heftig kritisiert.  mehr...

22.7.2020, 17:15 Uhr – Bericht: Bis zu 30.000 Jobs weltweit bei Daimler auf der Kippe

Bei Daimler sind die Pläne zum Personalabbau in der Corona-Krise nach einem Bericht des Manager Magazins noch umfangreicher als bisher bekannt. Global könnten inklusive nicht neu besetzter Stellen rund 30.000 Arbeitsplätze wegfallen, berichtete das Magazin online am Mittwoch mit Verweis auf Unternehmensquellen. Daimler-Chef Ola Källenius wolle die Gewinnschwelle um zehn bis 15 Prozent drücken und die Kosten entsprechend senken. Auch Werksschließungen lasse er durchrechnen.

22.7.2020, 17:10 Uhr – Modehersteller Strenesse stellt den Betrieb ein

Der angeschlagene schwäbische Luxusmodehersteller Strenesse stellt zum Jahresende seinen Betrieb ein. Das Traditionsunternehmen begründete den Schritt mit den Auswirkungen der Corona-Krise. Von der Betriebsschließung seien 56 Mitarbeiter betroffen, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Der Modeanbieter aus Nördlingen (Landkreis Donau-Ries) ist seit Jahren in der Krise. Vor einem Jahr hatte Strenesse bereits zum zweiten Mal ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angemeldet. Zu der gewünschten Rückkehr in die Erfolgsspur kam es allerdings nicht mehr. Im ersten Quartal 2020, als die Restrukturierung fast abgeschlossen war, habe es zwar noch eine positive Umsatzentwicklung gegeben, die Auswirkungen der Pandemie könnten aber nicht mehr kompensiert werden, erklärte Strenesse.

22.7.2020, 16:25 Uhr – Weiterer Corona-Test Bolsonaros positiv

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist ein weiteres Mal positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach offiziellen Angaben entwickelt sich sein Gesundheitszustand gut. Bolsonaro hatte vor zwei Wochen bekanntgegeben, dass er sich infiziert hat. Seitdem führt er die Amtsgeschäfte aus der Quarantäne in der Präsidentenresidenz in Brasília. Der 65-Jährige habe kein Fieber. Sauerstoffversorgung, Herzschlag und Blutdruck seien normal, berichtete CNN Brasil. Die brasilianische Regierung hat die Pandemie von Anfang an verharmlost. Bolsonaro bezeichnete das Coronavirus als „leichte Grippe“ und lehnte Einschränkungen und Schutzmaßnahmen ab. Auch in der Quarantäne traf er Anhänger vor der Präsidentenresidenz.Er zeigte ihnen auch das umstrittene Malariamittel Hydroxychloroquin, mit dem er angeblich behandelt wird.

22.7.2020, 16:22 Uhr – Rheinland-Pfalz-Ausstellung abgesagt

Die Rheinland-Pfalz-Ausstellung in Mainz ist nun doch abgesagt worden. Das hat der Veranstalter der Messe mitgeteilt. Eigentlich sollte die Verbrauchermesse ab dem 5. September auf dem Mainzer Messegelände im Stadtteil Hechtsheim stattfinden. Etwa 200 Aussteller hätten ihre Teilnahme abgesagt, um ihre Mitarbeiter vor dem Coronavirus zu schützen, heißt es von Seiten des Veranstalters RAM Regio. Außerdem hätten die Aussteller die Sorge gehabt, dass nur wenige Besucher kommen würden. Es ist das erste Mal, dass die Rheinland-Pfalz-Ausstellung abgesagt wird – es wäre die 49. Auflage gewesen. Ursprünglich sollte die Messe am 5. September beginnen.

22.7.2020, 15:45 Uhr –Kommentar: Datenzugriff könnte Vertrauen kosten

Polizeigewerkschaften in Rheinland-Pfalz halten den Zugriff der Polizei auf Corona-Kontaktdaten bei schweren Straftaten für unbedingt nötig. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sagte dem SWR, die Daten der Gäste seien wichtig, um etwa bei einer Straftat in einer Gaststätte mögliche Zeugen oder Beschuldigte zu ermitteln. Bei den Daten geht es um Name, Adresse und Telefonnummer, die die Rheinland-Pfälzer wegen Corona angeben müssen - etwa bei einem Restaurantbesuch. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter nennt als mögliches Beispiel eine Vergewaltigung in einer Gaststätte.

Doch das Vorgehen könnte Vertrauen kosten, kommentiert Redakteur Mathias Zahn:

22.7.2020, 15:44 Uhr – Bundesagentur für Arbeit will Sonderregeln für Hartz IV verlängern

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, spricht sich für die Verlängerung der Corona-Sonderregeln zur Grundsicherung für Arbeitslose aus. „Die Corona-Krise wird im Oktober nicht vorbei sein. Und manche Bereiche, insbesondere die Kultur, profitieren bisher kaum von Lockerungen“, sagte Scheele der Wochenzeitung Die Zeit. Derzeit prüfen die Jobcenter die Vermögens- oder Wohnverhältnisse neuer Antragsteller nicht. Diese Regeln, die am 30. September auslaufen, sollten länger gelten, sagte Scheele. Eine grundsätzliche Reform von Hartz IV lehnt der BA-Chef aber ebenso ab wie eine besondere Leistung für Solo-Selbstständige im Kulturbereich.

22.7.2020, 13:51 Uhr – EU-Gipfel kostet Deutschland zehn Milliarden Euro mehr pro Jahr

Die Bundesregierung geht auch nach dem EU-Gipfel zum Corona-Aufbaufonds und dem mittelfristigen Haushalt von finanziellen Mehrbelastungen in Höhe von rund zehn Milliarden Euro pro Jahr aus. Das liege im Rahmen der bisherigen Erwartungen und sei in der Finanzplanung des Bundes bis 2023 schon berücksichtigt worden, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums. Bis 2023 seien es demnach 40 Milliarden Euro an Mehrausgaben. „Nichts wäre schlimmer, als wenn wir nicht schnell aus der Krise kommen würden“, sagte der Sprecher. Neben den Corona-Mehrausgaben spiegelt sich in den zusätzlichen Belastungen für Deutschland auch der Brexit wider. Großbritannien war viele Jahre einer der wichtigsten Nettozahler in der EU.

22.7.2020, 13:14 Uhr – Kein offizieller Sommerschlussverkauf

Einen offiziellen Sommerschlussverkauf (SSV) wird es im Modehandel in diesem Jahr angesichts der Corona-Krise nicht geben. Der Handelsverband Textil (BTE) werde der Branche kein offizielles Datum für den Höhepunkt der sommerlichen Rabattschlacht vorschlagen, sagte ein BTE-Sprecher. „Natürlich gibt es auch jetzt schon Rabatte in vielen Geschäften. Aber gerade an kleineren Standorten sind Händler auch darum bemüht, die Saison noch ein wenig zu verlängern.“ Der Sommerschlussverkauf war bis 2004 gesetzlich genau geregelt. Seitdem können jedoch Einzelhändler nach Belieben über Rabattaktionen entscheiden. Dennoch hatte der Branchenverband bisher jedes Jahr einen Termin für den SSV benannt - traditionell den letzten Montag im Juli. Im ersten Halbjahr lagen die Umsätze im Modehandel nach Schätzungen des BTE um 30 bis 40 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

22.7.2020, 12:51 Uhr – Condor: Keine Kündigungen in der Krise

Der Ferienflieger Condor hat sich mit den Gewerkschaften darauf verständigt, ohne betriebsbedingte Kündigungen durch die Corona-Krise zu kommen. Demnach könnten zunächst alle 4.200 Mitarbeiter an Bord bleiben, teilte das Unternehmen mit. Der Ferienflieger, der nach der Pleite seines bisherigen Mutterkonzerns Thomas Cook vom deutschen Staat gerettet worden war, will dazu mindestens bis Ende März 2021 auf Kurzarbeit setzen. Länger ist dies nach bisheriger Rechtslage nicht möglich.

22.7.2020, 12:30 Uhr –BW-Gesundheitsministerium warnt vor Reisen nach Kroatien

Das baden-württembergische Gesundheitsministerium warnt vor Reisen in bestimmte Gegenden in Kroatien. Minister Manfred Lucha (Grüne) sagte im SWR-Tagesgespräch, Kroatien werde zwar nicht vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft. Es gebe dort aber Regionen mit vielen Corona-Fällen, zum Beispiel Dalmatien. Lucha rief Reisende in diesen Regionen dazu auf, ihre Pläne noch einmal zu überdenken und im Urlaubsland immer die Hygieneregeln einzuhalten. Die Stuttgarter Landesregierung will verhindern, dass es nach den Sommerferien zu einem Anstieg der Corona-Infektionen kommt. Deshalb bekommen Lehrer und Kita-Mitarbeiterinnen vom 17. August bis zum 30. September die Möglichkeit, sich zweimal testen zu lassen.

22.7.2020, 12:22 Uhr – Corona-Ausgangssperre in Österreich war rechtswidrig

Österreichs Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat zwei von der Regierung verordnete Corona-Gesetze für rechtswidrig erklärt. So sei etwa das allgemeine Betretungsverbot für öffentliche Orte im März und April zum Teil verfassungswidrig, gab der Gerichtshof in Wien bekannt. Diese Verordnung sei nicht durch das Covid-19-Maßnahmengesetz gedeckt gewesen. Demnach hätten nur Verbote für bestimmte Orte erlassen werden dürfen, für ein allgemeines Ausgehverbot fehle die gesetzliche Basis.

Verfassungswidrig sei auch die ungleiche Behandlung von Geschäften nach Größe gewesen, teilte das Gericht mit. Läden mit einer Verkaufsfläche von unter 400 Quadratmetern sowie Baumärkte und Gartencenter durften nach einer vierwöchigen Sperre Mitte April wieder öffnen. Größere Geschäfte mussten hingegen noch länger geschlossen bleiben. Eine sachliche Rechtfertigung für diese Ungleichbehandlung sei nicht erkennbar, so der VfGH. Beide Verordnungen sind seit Ende April nicht mehr in Kraft.

22.7.2020, 11:29 Uhr – Mehr Essenbestellungen per Internet und Telefon

Seit der Corona-Pandemie lassen sich mehr Menschen in Deutschland Essen ins Haus liefern. Das ergab eine Umfrage des Higtechbranchenverbands Bitkom. Demnach stieg der Anteil derjenigen, die sich per Internet Essen bei Restaurants oder Lieferdiensten bestellten, im Juni auf 53 Prozent. Vor der Corona-Krise seien es 40 Prozent gewesen. Die Zählung erfasste alle Abstufungen - von seltenen Bestellungen bis hin zu häufigen Onlinekäufen fertiger Mahlzeiten. Auch der Anteil der Menschen, die mindestens gelegentlich telefonisch eine Bestellung von Pizza, Sushi & Co. aufgaben, stieg laut Umfrage während der Pandemie an. Lag er zuvor bei 48 Prozent, waren es im Juni 54 Prozent. Das Telefon blieb damit die beliebteste Methode.

Bitkom erklärte den Anstieg mit einer Kombination aus dem Trend hin zum Arbeiten im Homeoffice und der Sorge vor Ansteckungen bei Restaurantbesuchen. Befragt wurden 1.002 Menschen über 16 Jahren.

22.7.2020, 10:46 Uhr – Pentagon beauftragt Evotec mit Entwicklung von Corona-Antikörpern

Das deutsche Biotechunternehmen Evotec hat zur Behandlung und Vorbeugung von Corona-Infektionen vom US-Verteidigungsministerium den Auftrag zur Entwicklung und Herstellung monoklonaler Antikörper ("mAbs") erhalten. Der Auftragswert wurde mit 18,2 Millionen Dollar beziffert. Bei monoklonalen Antikörpern handelt es sich um spezielle Proteine, die auch das Immunsystem zur Infektionsabwehr nutzt. Sie gelten als vielversprechend neben Impfstoffen zur Bekämpfung einer Corona-Infektion.

22.7.2020, 10:30 Uhr – Israel meldet Rekord bei Neuinfektionen

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Israel ist so hoch wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Das israelische Gesundheitsministerium teilte mit, am Vortag seien 1977 Neuinfektionen gemeldet worden. Ein Wert von 2000 Neuinfektionen pro Tag gilt in dem Land als Marke für noch schärfere Einschränkungen bis hin zu einem kompletten Lockdown.

Mitte Mai hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen in dem Land noch im zweistelligen Bereich gelegen. Nach raschen Lockerungen schnellen die Zahlen jedoch immer weiter in die Höhe. Insgesamt wurden in Israel bislang 54.633 Infizierte registriert. Aktive Fälle gibt es derzeit mehr als 31.300, davon sind 259 schwer erkrankt. 430 Menschen sind bislang nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

22.7.2020, 7:05 Uhr – 454 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 454 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 202.799 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Mittwochmorgen meldete.

22.7.2020, 5:45 Uhr – 510 Frauen in texanischer Haftanstalt mit Coronavirus infiziert

Mehr als 500 Frauen in einem Haftkrankenhaus in Texas haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Am Dienstag sei die Zahl der bestätigten Fälle in der Einrichtung Federal Medical Center-Carswell in Forth Worth auf 510 geklettert, wie das für die Verwaltung der Bundesgefängnisse zuständige Bureau of Prisons mitteilte.

Noch vor zwei Tagen hatte es gemeldet, dass sich 200 Frauen in dem Haftkrankenhaus angesteckt hätten. Nun haben es die Behörden mit einem der größten Ausbrüche in einem Bundesgefängnis in den USA zu tun. Mehr Fälle mit 1.156 infizierten Insassen gibt es nur in der Bundeshaftanstalt in Seagoville, das sich auch im Großraum Dallas-Fort Worth befindet.

22.7.2020, 5:05 Uhr – Wissenschaftler warnen in Studie: Arme Kinder fallen durchs Raster

Die Corona-Krise droht die Probleme mit Kinderarmut weiter zu verschärfen. Eltern benachteiligter Kinder und Jugendlicher arbeiteten häufig in Teilzeitarbeit oder als Minijobber und seien in der Pandemie-Zeit von Jobverlusten oder Einkommenseinbußen überdurchschnittlich stark betroffen, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse der Bertelsmann-Stiftung. Wegen der Corona-Auswirkungen bestehe die Gefahr, dass viele arme Kinder „durchs Raster fallen“, warnte der Vorstand der Bertelsmann-Stiftung, Jörg Dräger.

Studie der Bertelsmann-Stiftung Jedes fünfte Kind wächst in Armut auf

Ein Fünftel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland lebt laut einer Studie in Armut - und die Corona-Krise verschärfe die Probleme noch. Regional gibt es große Unterschiede.  mehr...

22.7.2020, 4:30 Uhr – Studie: Homeoffice wirkt positiv

Weniger Stress, mehr Zeit für die Familie und sogar eine höhere Produktivität: Der Wechsel ins Homeoffice infolge der Corona-Krise war für viele Arbeitnehmer eine positive Erfahrung. Das geht aus einer Studie der Krankenkasse DAK hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Fühlten sich vor der Pandemie 21 Prozent der Beschäftigten regelmäßig gestresst, waren es während der Corona-Krise nur 15 Prozent. Der Anteil der Erwerbstätigen, die nie oder nur gelegentlich gestresst waren, stieg unterdessen von 48 auf 57 Prozent.

22.7.2020, 2:17 Uhr – Japan lässt weiteres Mittel zu

Japan lässt im Kampf gegen das neuartige Coronavirus neben Remdesivir eine weiteres Mittel zu. Das Gesundheitsministerium genehmigt bei Covid-19-Erkrankungen den Einsatz von Dexamethason, ein gängiges und günstiges Steroid. Eine britische Studie hatte zuvor gezeigt, dass das Medikament die Sterblichkeitsrate bei Patienten senkt. Der japanische Pharmakonzern Nichi-Iko Pharmaceutical gehört unter anderem zu den Herstellern des Medikaments.

22.7.2020, 1:23 Uhr – Reuters: Weltweit mehr als 14,82 Mio Infizierte

Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters sind weltweit mehr als 14,82 Millionen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert und 610.990 Menschen an den Folgen verstorben. In mehr als 210 Ländern und Gebieten sind Infektionen gemeldet. Die USA weist in der Pandemie die weltweit meisten Coronavirus-Fälle und Todesopfer auf, gefolgt von Brasilien und Indien. Die Reuters-Statistik basiert auf offiziellen Daten der Gesundheitsministerien und Regierungen.

Brasilien meldet mit 41.008 Neuinfektionen binnen 24 Stunden mehr als doppelt so viele Ansteckungen wie tags zuvor mit 20.257. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums steigt damit die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle auf über 2,159 Millionen. Auch die Zahl der Todesfälle verdoppelt sich im Tagesvergleich: Offiziellen Daten zufolge sind weitere 1.367 Menschen dem Virus erlegen. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters verzeichnen die USA mindestens 64.734 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Damit steigt die Zahl der im Land offiziell registrierten Corona-Fälle auf mehr als 3,92 Millionen. Die Zahl der Todesopfer erhöht sich demnach um 1.123 auf 142.033.

21.7.2020, 21:52 Uhr – Brasilien erlaubt Test für deutsch-amerikanischen Impfstoff

Die brasilianische Überwachungsbehörde für Gesundheit, Anvisa, hat dem Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech und dem US-Konzern Pfizer erlaubt, Tests für eine Impfung gegen Covid-19 in Brasilien vorzunehmen. Das geht aus einer Veröffentlichung im Amstblatt Diário Oficial hervor.

Anfang der Woche hatte bereits der chinesische Pharmakonzern Sinovac in Brasilien die entscheidende dritte Testphase seines Impfstoffs gestartet. Ein Impfstoff des britischen Pharmaunternehmens AstraZeneca, entwickelt von Forschern der Universität Oxford, wird in dem größten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas schon seit Juni getestet. Biontech und Pfizer gaben derweil in den Forschungen an einem Impfstoff ein weiteres positives Teilergebnis bekannt. Ob die genannten Impfstoffe ausreichend wirken, müssen noch größere Versuche an Probanden zeigen.

21.7.2020, 20:20 Uhr – Airlines wollen Transatlantik-Flüge mit Corona-Tests ermöglichen

Mehrere große Fluggesellschaften haben die EU und die USA zu einer raschen Wiederaufnahme der Transatlantik-Flüge gedrängt. Sie sollten mit Tests auf das Coronavirus ermöglicht werden, argumentierten die Chefs von Lufthansa, IAG, United und American Airlines in einem gemeinsamen Brief.

Angesichts der unzweifelhaften Bedeutung des transatlantischen Flugverkehrs für die Weltwirtschaft sowie der wirtschaftlichen Erholung unseres Geschäfts seien sie überzeugt, wie wichtig es sei, einen Weg zu finden, um Flüge zwischen den USA und Europa wieder zu ermöglichen, hieß es in dem Schreiben an EU-Innenkommissarin Ylva Johansson und US-Vizepräsident Mike Pence.

21.7.2020, 17:50 Uhr – EU-Parlament plant Sondersitzung zu Corona-Hilfen am Donnerstag

Das Europaparlament unterbricht seine Sommerpause an diesem Donnerstag für eine Sondersitzung zur Begutachtung des milliardenschweren Corona-Hilfspakets. Die 27 Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten hatten sich nach viertägigen Verhandlungen in der Nacht auf ein 1,8 Billionen Euro schweres Paket geeinigt. Es soll helfen, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise aufzufangen und den EU-Binnenmarkt zusammenzuhalten.

21.7.2020, 17:43 Uhr – 40.000 Gastro-Betriebe in Spanien schließen

Die Corona-Pandemie hat tiefe Kerben in die Restaurant- und Kneipenlandschaft Spaniens geschlagen. Nach Angaben des spanischen Gastronomieverbandes mussten wegen ausbleibender Gäste während der Krise landesweit rund 40.000 Bars, Restaurants und Hotels dauerhaft schließen. Das entspricht etwa 13 Prozent der gastronomischen Betriebe Spaniens. Bis Ende des Jahres rechnet der Verband damit, dass die Zahl der geschlossenen Betriebe auf 65.000 ansteigt.

21.7.2020, 17:34 Uhr – Hohe Ablehnungsquote bei Nothilfe-Anträgen für Studierende

Viele Studierende, die Corona-Nothilfen beantragt haben, bekommen die finanzielle Unterstützung nicht. Das geht aus einer Antwort des Bundesbildungsministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Jens Brandenburg hervor. Demnach wurden im Juni insgesamt rund 82.000 Anträge auf sogenannte Überbrückungshilfe gestellt. Davon seien Stand 15. Juli knapp 65.000 von den Studentenwerken bearbeitet worden, mit rund 32.500 Zusagen und 26.000 abgelehnten Anträgen. Die Zahlen seien eine Momentaufnahme, da die Bearbeitung der Anträge für Juni noch nicht abgeschlossen sei, hieß es weiter.

„Die hohe Ablehnungsquote zeigt, wie intransparent die Förderansprüche offensichtlich sind“, sagte Brandenburg. Die Bundesregierung müsse jetzt sicherstellen, dass wirklich alle Studierenden in Not auf ihre Hilfe zugreifen könnten. Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) erklärte, man sei dabei, mit den zuständigen Studentenwerken zu klären, woran es liege.

21.7.2020, 16:59 Uhr – Gutachten: Werkvertragsverbot nur für Schlachthöfe ist rechtskonform

Ein nur auf die Fleischindustrie begrenztes Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit ist laut einem Gutachten für das Düsseldorfer Gesundheitsministerium rechtlich möglich. "Um drohende schwere Schäden für Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer in den Schlachthöfen abzuwenden", dürfe der Gesetzgeber dort ein Direktanstellungsgebot aussprechen, heißt es in dem Gutachten. Dies rechtfertige einen Eingriff in die Berufsfreiheit der Schlachthofbetreiber und der Werkvertragsunternehmen, stellte Rechtswissenschaftler Olaf Deinert von der Universität Göttingen fest.

Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte nach dem massenhaften Corona-Ausbruch beim Branchen-Riesen Tönnies bereits mehrfach darauf gedrungen, Werkverträge in der Fleischindustrie zu verbieten. „Ich bin zuversichtlich, dass das jetzt auch passiert“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

21.7.2020, 15:45 Uhr – Österreich weitet die Maskenpflicht wieder aus

Wegen zunehmender Corona-Neuinfektionen führt Österreich an vielen Orten die Maskenpflicht wieder ein. Der Mund-Nasen-Schutz muss ab Freitag erneut in Supermärkten, Postämtern und Banken getragen werden. Das hat Kanzler Sebastian Kurz angekündigt. Bislang galt die Pflicht nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Arzt oder etwa beim Friseur.

21.7.2020, 15:22 Uhr – UEFA-Präsident: „Bis auf weiteres keine Zuschauer“

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin dämpft die Hoffnungen auf eine Rückkehr der Fans in die Fußballstadien. „Bis auf weiteres werden keine Zuschauer zugelassen. Wir werden keine Risiken eingehen“, sagte Čeferin. Die verbleibenden Spiele in der Champions League und der Europa League werden im August ausgetragen. Bei vier von acht Champions-League- und allen acht Europa-League-Paarungen müssen zunächst die Achtelfinal-Duelle abgeschlossen werden, die im März wegen der Corona-Pandemie unterbrochen wurden.

Ab dem Viertelfinale werden Champions und Europa League in dieser Corona-Saison in Turnierform zu Ende gespielt. Die Champions League wird in Lissabon ausgetragen, die Europa League an den vier westdeutschen Standorten Köln, Duisburg, Düsseldorf und Gelsenkirchen. Gespielt wird in K.o.-Form und nur noch mit einer Partie – also ohne Hin- und Rückspiel.

21.7.2020, 12:59 Uhr – Auftragsflaute für Schiffer an Rhein und Mosel

Die Binnenschiffer an Rhein und Mosel beklagen einen Auftragsrückgang von bis zu 30 Prozent. Das teilte die Europäische Vereinigung der Binnenschiffer auf SWR-Anfrage mit. Die Frachtpreise seien gefallen, weil in Zeiten von Corona sowohl die Transporte für Autozulieferer als auch für die chemische Industrie weggebrochen oder auf die Schiene verlagert worden seien. Die Branche sei zudem nicht mit staatlichen Corona-Hilfen subventioniert worden, sondern nur mit maximal 9.000 Euro Betriebszuschuss. Wegen der aktuellen Klimapolitik entfielen auch die Kohletransporte. Der so frei gewordene Frachtraum drücke zusätzlich auf die Preise, heißt es von der Vereinigung der Binnenschiffer.

21.7.2020, 12:23 Uhr – Bericht: Krise beschert Deutscher Bahn Milliardenverlust

Die Deutsche Bahn hat der Nachrichtenagentur Reuters zufolge in der Corona-Krise einen Milliardenverlust eingefahren. Demnach betrug der Betriebsverlust allein in den ersten fünf Monaten 1,2 Milliarden Euro. Reuters beruft sich auf Bahn-Insider. So sei vor Corona ein Vorsteuergewinn von 400 Millionen Euro angepeilt worden, doch davon habe sich das Unternehmen inzwischen verabschiedet: Stattdessen stiegen die Schulden auf über 27 Milliarden Euro und damit um zwei Milliarden Euro mehr als geplant, so Reuters.

Der Konzern rechne in diesem Jahr mit keiner grundlegenden Erholung mehr und erwarte den größten Verlust seiner Geschichte, sagte ein Konzernvertreter. Besonders angespannt sei die Lage beim Personenverkehr. Die Güterbahn halte sich vergleichsweise gut. Die Bundesregierung hatte darauf gedrungen, dass die Bahn trotz des Einbruches bei den Passagierzahlen um bis zu 90 Prozent und eines Rückgangs im Güterverkehr in der Corona-Krise mehr als 80 Prozent ihrer Kapazitäten fährt.

21.7.2020, 11:41 Uhr – Absatz von Fernsehern steigt in der Corona-Krise

In der Corona-Krise sind in Deutschland in den vergangenen Monaten deutlich mehr Fernseher gekauft worden. Im ersten Halbjahr stieg der Absatz im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 3,2 Millionen TV-Geräte, wie die Branchenvereinigung gfu mitteilte. Entscheidend dafür sei der Abverkauf nach dem Ende des Lockdowns im Frühjahr gewesen, sagte gfu-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Kamp. So sei der Absatz im Mai um 37 Prozent hochgesprungen und im Juni um 21 Prozent. Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres waren dagegen 1,5 Prozent weniger Fernsehgeräte verkauft worden.

21.7.2020, 10:55 Uhr – EU-Einigung treibt Dax über 13.200 Punkte

Der Dax hat seinen Corona-Einbruch dank des Konjunkturoptimismus der Anleger inzwischen fast vollständig überwunden. Heute stieg der deutsche Leitindex erstmals seit Februar wieder über die Marke von 13.200 Punkten. Unterstützt wurde das Börsenbarometer von der Einigung der EU in Brüssel. Im frühen Handel gewann der Dax 1,45 Prozent auf 13.236,73 Punkte.

21.7.2020, 8:35 Uhr – 552 Neuinfektionen und vier weitere Todesfälle

In Deutschland steigt die Zahl der festgestellten Infektionen um 522 auf 202.345, wie aus Daten auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle legt demnach um vier auf 9.090 zu.

21.7.2020, 5:59 Uhr – „Deal!“ – EU-Staaten einigen sich auf 1,8-Billionen-Paket

Nach viertägigen Verhandlungen haben sich die EU-Staaten auf das größte Finanzpaket ihrer Geschichte geeinigt, um die Folgen der Corona-Krise zu bekämpfen. Das teilte EU-Ratschef Charles Michel am Morgen auf Twitter unter der Überschrift „Deal!“ mit. Zusammen umfasst das Paket 1,8 Billionen Euro - davon 1.074 Milliarden Euro für den nächsten siebenjährigen Haushaltsrahmen und 750 Milliarden Euro für ein Konjunktur- und Investitionsprogramm gegen die Folgen der Pandemiekrise.

Einigung beim Gipfel Das größte Finanzpaket der EU-Geschichte

Die EU-Staaten haben sich im Kampf gegen die Corona-Wirtschaftskrise auf das größte Haushalts- und Finanzpaket ihrer Geschichte geeinigt. Der Kompromiss wurde nach viertägigen, zä…  mehr...

Gleichzeitig soll in den Umbau der Wirtschaft investiert werden, um diese digitaler und klimafreundlicher zu gestalten. Die 27 EU-Staaten haben seit Freitag in Brüssel verhandelt, ursprünglich waren nur zwei Tage angesetzt.

21.7.2020, 4:30 Uhr – Merkel handelt bei EU-Gipfel Sonderzahlung für Ostdeutschland aus

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat beim EU-Gipfel in Brüssel eine Sonderzahlung in Höhe von 500 Millionen Euro für Regionen in Ostdeutschland herausgehandelt. Das geht aus dem Kompromisspapier für eine Einigung über den EU-Finanzrahmen für die Jahre von 2021 bis Ende 2027 hervor. Die Mittel sollen demnach aus dem EU-Strukturfonds für sogenannte Übergangsregionen kommen und sind dafür gedacht, Unterschiede in der Entwicklung zwischen Regionen zu verringern. 

21.7.2020, 4:22 Uhr – Mehr als 80.000 Corona-Tote in Brasilien

In Brasilien sind bereits mehr als 80.000 Menschen im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Dies ging aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília hervor. Demnach stieg die Zahl der Corona-Toten auf 80.120. Zuletzt waren täglich rund 1.000 Todesfälle gemeldet worden, vergangene Woche durchbrach Brasilien die Marke von zwei Millionen bestätigten Infizierten.

Nur in den USA wurden bislang mehr Infektionen und Todesfälle in der Corona-Pandemie verzeichnet. Die tatsächlichen Zahlen in Brasilien dürften aber noch weit höher liegen, auch weil das Land sehr wenig testet. Wissenschaftliche Studien und Schätzungen von Organisationen legen nahe, dass sich mindestens siebenmal so viele Menschen infiziert haben wie bisher bekannt, und doppelt so viele wie erfasst gestorben sind.

21.7.2020, 3:59 Uhr – Bislang 396 Bundeswehr-Soldaten mit Corona infiziert - Sieben aktiv

Knapp 400 Bundeswehr-Soldaten haben sich laut einem Medienbericht bislang mit dem Coronavirus infiziert. Derzeit gebe es jedoch nur noch sieben aktive Fälle, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Angaben des Verteidigungsministeriums. Insgesamt haben sich demnach 396 infiziert, 389 seien wieder gesund.

In vielen Einheiten hätten bis zu 80 Prozent der Beschäftigten im Homeoffice gearbeitet. Die zum 1. April eingestellten Rekruten seien erst zum Sommer eingestiegen. Internationale Übungen seien vielfach abgesagt und strenge Quarantänemaßnahmen für die Soldaten eingeführt worden, die in Auslandseinsätze entsandt wurden. Bislang habe die Bundeswehr in der Corona-Pandemie in 440 Fällen Amtshilfe geleistet, aktuell gebe es rund 100 Aufträge.

20.7.2020, 21:20 Uhr – In Spanien steigen die Infektionszahlen wieder.

Die Neufälle pro Tag seien auf 27 pro 100.000 Einwohner angewachsen, teilte die Behörde für Gesundheitliche Notfälle mit. Am Ende der Kontakteinschränkungen im Juni waren es nur acht Fälle. Seitdem wurden in Spanien 201 neue Häufungen von Ansteckungen registriert, besonders viele in den katalanischen Städten Barcelona und Lleida.

20.7.2020, 21:18 Uhr – Tönnies konkretisiert Verbesserungsvorschläge

Deutschlands größter Fleischkonzern Tönnies hat konkrete Veränderungen im Unternehmen angekündigt: So sollen bis zum 1. September 1000 Werkvertragsarbeiter einen Arbeitsvertrag direkt in Rheda-Wiedenbrück erhalten. Bis Jahresende sei das Ziel, alle „Mitarbeiter der Kernbereiche direkt beim Unternehmen einzustellen“, teilte das Unternehmen mit.

Ebenfalls bis Anfang September will Tönnies rund 400 Wohnplätze in Rheda-Wiedenbrück für die zukünftigen Angestellten anmieten. Dazu seien zwei Wohnungsgesellschaften gegründet worden. Je nach Bedarf soll auch an weiteren Standorten Wohnraum geschaffen werden.

20.7.2020, 20:45 Uhr – Mehr als 63.000 neue Infektionen in den USA gemeldet

Die US-Seuchenbehörde CDC hat 63.201 neue bekannte Infektionen und 498 weitere Todesfälle bekanntgegeben. Damit sind in den USA insgesamt etwa 3,75 Millionen Fälle und 140.157 Tote verzeichnet.

20.7.2020, 20:43 Uhr – WHO besorgt über rasanten Anstieg in Afrika

Der rapide Anstieg der Corona-Infektionen in Afrika besorgt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Zahlen seien zwar in den meisten Ländern noch niedrig, der Anstieg aber stark, innerhalb einer Woche in Namibia etwa um 69 Prozent, in Botsuana um 66 Prozent und in Sambia um 57 Prozent, sagte der WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan.

„Ich bin sehr besorgt, dass wir eine Beschleunigung der Krankheit in Afrika sehen. Wir müssen das sehr ernst nehmen“, sagte Ryan. In Südafrika lag der Anstieg innerhalb einer Woche bei 30 Prozent. Dort gab es nach WHO-Angaben mehr als 360.000 nachgewiesene Infektionen und 5000 Todesfälle. „Südafrika könnte leider ein Vorbote sein“, sagte Ryan. „Es könnte eine Vorwarnung sein, was im Rest von Afrika passieren könnte.“

20.7.2020, 20:40 Uhr - Trump will Corona-Briefings wieder aufnehmen

Nach wachsender Kritik an seinem Krisenmanagement will US-Präsident Donald Trump seine Pressekonferenzen zur Corona-Pandemie in den USA wieder aufnehmen.

Bei den neuen Briefings solle es um Fortschritte bei der Suche nach einem Impfstoff, um Medikamente zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen und um „das China-Virus“ gehen. Außerdem sollten sich führende Vertreter der Pharma-Industrie dort äußern. Das erste Briefing werde voraussichtlich am Dienstag stattfinden.

Bis Ende April war Trump über Wochen hinweg fast täglich bei den Pressekonferenzen der Coronavirus-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses aufgetreten. Seine Auftritte dauerten teils länger als zwei Stunden. Manche Aussagen dort brachten dem Präsidenten Kritik ein - etwa eine Überlegung im April, ob es im Kampf gegen das Virus helfen könnte, Menschen Desinfektionsmittel zu spritzen.

20.7.2020, 17:31 Uhr –  Kommentar: „Der Gipfel ist eine Chance für Europa“

Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder haben ihr Treffen in großer Runde zum dritten Mal verschoben. Sie wollen aber die Verhandlungen heute noch wieder aufnehmen. Es geht vor allem um das Corona-Hilfspaket für besonders stark betroffene Länder. Seit Freitag wird vor allem über die Frage gestritten, welcher Teil der Hilfen als Kredit und welcher als Zuschuss vergeben werden soll. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat am Mittag erklärt, es gebe eine Einigung. Unter anderem sei der Gesamtbetrag des Rettungsprogramms stark reduziert worden.

SWR-Brüssel-Korrespondent Stephan Ueberbach kommentiert im Video, warum der Gipfel eine Chance für Europa ist:

20.7.2020, 16:19 Uhr – Cuomo droht mit Schließung von Bars und Lokalen in New York

Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, warnt, dass die Aufhebung von Corona-Beschränkungen wieder rückgängig gemacht werden müssen. Hunderte Menschen hielten sich am Wochenende nicht an die Abstandsregeln und versammelten sich in großen Gruppen vor Bars und Restaurant - etliche trugen keine Masken. Die Polizei müsse die Vorschriften durchsetzen, forderte Cuomo. Sollte dies weiterhin nicht geschehen, müsse die Öffnung von Bars und Restaurants rückgängig gemacht werden.

20.7.2020, 15:36 Uhr – Neun Corona-Infektionen in Eifeler Wäscherei

Nach einem Corona-Fall in einer Wäscherei in Malbergweich in der Eifel sind neun Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat die Kreisverwaltung Bitburg-Prüm auf SWR-Anfrage mitgeteilt. Am Freitag wurde festgestellt, dass es in dem Betrieb mindestens einen bestätigten Corona-Fall gibt. Am Samstag wurden alle 64 Mitarbeiter auf das Virus getestet, so die Kreisverwaltung. Die neun Infizierten und ihre direkten Kontaktpersonen seien nun in häuslicher Quarantäne. Weil das Unternehmen nach Angaben des Gesundheitsamtes aber über ein gutes Hygienekonzept verfügt, kann der Wäschereibetrieb weiterlaufen.

20.7.2020, 15:05 Uhr – Kein Goldener Ball für weltbesten Fußballer

Erstmals in der Geschichte des Goldenen Balles wird in diesem Jahr wegen der Corona-Krise kein Fußballer als bester Spieler der Welt ausgezeichnet. Weil unter anderem zahlreiche Ligen nicht zu Ende gespielt werden konnten und die EM und die Copa America verschoben werden mussten, sei diese Entscheidung getroffen worden, hieß es in einer Mitteilung der französischen Fachzeitschrift France Football.

20.7.2020, 14:55 Uhr – Kurz: Gutes Ergebnis gelungen

Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder wollen ihren Gipfel zu den Corona-Hilfen heute fortsetzen. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte zuvor erklärt, es sei ein sehr gutes Ergebnis gelungen. So sei der Gesamtbetrag des Corona-Rettungsprogramms stark reduziert worden und es gebe einen Schwerpunkt bei Investitionen, Digitalisierung und Reformen. Weitere Einzelheiten sind nicht bekannt. Die Staats- und Regierungschefs beraten seit Freitag in Brüssel und damit schon zwei Tage länger als geplant. Umstritten ist vor allem, ob den besonders betroffenen Ländern mit Krediten geholfen werden soll oder mit Zuschüssen in Milliardenhöhe, die nicht zurückgezahlt werden müssen. 

20.7.2020, 14:20 Uhr – Russland will rund 200 Millionen Impfdosen herstellen

Russland hofft, noch in diesem Jahr 200 Millionen Dosen eines Corona-Impfstoffs herstellen zu können, der derzeit entwickelt wird. Die erste Phase klinischer Tests mit dem Mittel sei bereits abgeschlossen und die zweite Phase solle voraussichtlich in zwei Wochen abgeschlossen sein, sagte Kirill Dmitrijew von der russischen Stiftung zur Impfstoffentwicklung. In der dritten Phase solle der Impfstoff zeitgleich in Russland und in mehreren weiteren Ländern getestet werden – darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei und Staaten in Afrika.

Möglicherweise „schon im August“ solle der Impfstoff dann in Russland zugelassen werden und in die Massenproduktion gehen, sagte Dmitrijew. Sobald das Mittel auch in den Partnerstaaten zugelassen sei, solle es auch dort hergestellt werden, so dass bis Jahresende 200 Millionen Dosen produziert werden könnten, davon 30 Millionen in Russland.

20.7.2020, 11:51 Uhr – Großbritannien vereinbart Kauf von 90 Millionen Impfstoffdosen

Die britische Regierung hat sich nach eigenen Angaben 90 Millionen Dosen experimenteller Coronavirus-Impfstoffe gesichert. Dabei handele es sich um einen Impfstoffkandidaten, der von der US-Firma Pfizer und dem deutschen Unternehmen Biontech entwickelt und einen weiteren, der vom französischen Unternehmen Valneva erforscht wird. Schon zuvor hatte London einen Vertrag mit dem Hersteller AstraZeneca über 100 Millionen Dosen eines Impfstoffs geschlossen, der von der Oxford-Universität getestet wird.

20.7.2020, 11:44 Uhr – Thailand rechnet mit 80 Prozent weniger Touristen

Die Tourismus-Hochburg Thailand wird der heimischen Zentralbank zufolge noch lange unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden. In diesem Jahr dürften nur etwa acht Millionen ausländische Besucher kommen und damit 80 Prozent weniger als 2019, sagte die Notenbank voraus. Deren Chef Veerathai Santiprabhob geht davon aus, dass das im Vorjahr erreichte Rekordniveau von rund 40 Millionen Gästen erst in einigen Jahren wieder erreicht werden könne. Der Tourismus trägt mehr als elf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt der zweitgrößten Volkswirtschaft Südostasiens bei.

20.7.2020, 11:03 Uhr — Karliczek stellt mehr Geld zur Erforschung von Virus bereit

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek stellt mehr Geld zur Verfügung. Damit sollen wirksame Strategien und Therapien gegen das Coronavirus besser erforscht werden können, mit Grundlagenforschung und klinischen Studien. „Wir haben die ursprünglich vorgesehenen Mittel für unseren Förderaufruf jetzt verdreifacht“, sagt die CDU-Politikerin. „Wir wollen 45 Millionen Euro in knapp 90 herausragende Projekte investieren.“

20.7.2020, 10:45 Uhr – Spargel- und Erdbeerernte fallen in diesem Jahr deutlich geringer au

Corona-Einschränkungen für Erntehelfer und schlechtes Wetter haben in diesem Jahr für deutliche Einbußen bei der Spargel- und Erdbeerernte in Deutschland gesorgt. Die Spargelernte sei mit rund 106.000 Tonnen voraussichtlich um 19 Prozent geringer ausgefallen als im Jahr 2019, teilte das Statistische Bundesamt aufgrund vorläufiger Schätzungen mit. Die Erntemenge liegt demnach auch 14 Prozent unter dem Sechs-Jahres-Schnitt von knapp 124.000 Tonnen.

Auch die Erdbeerernte im Freiland fiel mit 99.000 Tonnen in diesem Jahr voraussichtlich um 13 Prozent geringer aus als im Vorjahr. Gegenüber dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre in Höhe von 132.800 Tonnen beläuft sich der Rückgang den Schätzungen zufolge auf gut 25 Prozent.

20.7.2020, 10:01 Uhr – Verschärfte Maskenpflicht in Frankreich

In Frankreich gilt im Kampf gegen das Coronavirus seit Montag eine verschärfte Maskenpflicht. In öffentlichen geschlossenen Räumen muss dort nun verbindlich eine Schutzmaske getragen werden. Die neuen Regeln gelten unter anderem für Geschäfte, Banken, Markthallen, aber auch in Kinos, Museen und Sehenswürdigkeiten, wie Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran im Nachrichtensender Franceinfo erklärte. Auch in Fitnessstudios und Orten der Religionsausübung muss eine Maske getragen werden.

20.7.2020, 10:01 Uhr – Lufthansa will bis Ende August alle Tickets erstatten

Nach dem Lockdown und einer umfassenden Flugplanänderung will die Lufthansa in den kommenden Wochen den Kunden alle Ticketpreise für coronabedingte Flugausfälle erstatten. „Innerhalb der nächsten zehn bis 14 Tage wollen wir die automatisierten Prozesse wieder einschalten. Dann werden große dreistellige Millionenbeträge im Monat ausgezahlt“, kündigte Vorstandsmitglied Harry Hohmeister in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung an. „Trotzdem wird es noch vier bis sechs Wochen dauern, um alle Erstattungen für Flüge bis Ende Juni abzuarbeiten.“ Bislang seien 1,4 Milliarden Euro ausgezahlt worden.

20.7.2020, 9:50 Uhr – Brüssel: 60 Stunden Verhandlungen – und immer noch viele Streitpunkte ungeklärt

Nach mehr als 60 Stunden sind die Verhandlungsteilnehmer in Brüssel ermüdet - doch vieles ist ungeklärt. Wo die Fronten verlaufen und welcher Kompromiss im Gespräch ist, erklärt ARD-Korrespondentin Gudrun Engel:

20.7.2020, 8:36 Uhr – Umsatz von Restaurants im Mai deutlich gestiegen

Restaurants haben sich im Mai von den Corona-bedingten Umsatz-Abstürzen der Vormonate erholt: Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilt, stieg der Umsatz infolge der Lockerungen der Pandemie-Schutzmaßnahmen im Gastgewerbe im Mai kalender- und saisonbereinigt um real 44,9 Prozent gegenüber April. Allerdings war der Umsatz demnach real um 64 Prozent geringer als im Vorjahresmonat.

20.7.2020, 8:08 Uhr – Weitere Rekordzahl an Neuinfektionen in Indien

Indien hat am Montag mit mehr als 40.000 bestätigten Coronavirus-Neuinfektionen einen weiteren Rekordwert für einen einzelnen Tag gemeldet. Die 40.425 Fälle lassen die offizielle Zahl der bislang Infizierten auf 1.118.043 ansteigen, darunter 27.497 Tote im Zusammenhang mit dem Virus.

20.7.2020, 6:47 Uhr – Arbeitgeber erwarten komplette Erholung der deutschen Wirtschaft bis 2022

Die deutsche Wirtschaft wird sich nach Einschätzung der Arbeitgeberverbände spätestens bis zum übernächsten Jahr komplett von den Folgen der Corona-Krise erholt haben. Er gehe davon aus, dass 2022 wieder „das Leistungsniveau der Zeit vor Corona“ erreicht sei, sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer der Augsburger Allgemeinen.

20.7.2020, 5:59 Uhr – EU-Sondergipfel wird erneut verlängert

Der EU-Sondergipfel zum Corona-Hilfspaket geht abermals in die Verlängerung – und damit in den vierten Tag: Die Gespräche wurden am frühen Montagmorgen unterbrochen und sollen am Nachmittag um 16:00 Uhr aufgenommen werden. Dies teilte der Sprecher von EU-Ratspräsident Charles Michel auf Twitter mit. Damit läuft das Treffen der 27 Staats- und Regierungschefs bereits zwei Tage länger als geplant. Der Ton soll zunehmend gereizt sein.

Verhandlungen über Corona-Hilfen EU-Gipfel geht in den vierten Tag

Nachdem die Nacht noch kein Ergebnis brachte, gehen die Staats- und Regierungschefs der EU bis zum Nachmittag in eine Verhandlungspause. Ausgerechnet zwei, die kritisiert wurden, …  mehr...

20.7.2020, 5:05 Uhr – 249 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 249 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krisemindestens 201.823 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem VirusSars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Montagmorgen meldete (Datenstand 20.7., 0:00 Uhr).

20.7.2020, 4:14 Uhr – 22 neue Covid-19-Erkrankungen in China

China meldet 22 neue Covid-19-Erkrankungen. Fünf davon seien auf Einreisende aus Übersee zurückzuführen, teilen die Gesundheitsbehörden mit. In Xinjiang, einem autonomen Gebiet im Nordwesten Chinas, seien 17 der neuen Fälle festgestellt worden. Für den Vortag hatten die Behörden insgesamt 16 Infektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Covid-19-Fälle in China liegt nach offiziellen Angaben nun bei 83.682, während die Zahl der Todesfälle unverändert bei 4.634 bleibt.

20.7.2020, 3:12 Uhr – Tönnies setzt Probebetrieb in der Zerlegung fort

Deutschlands größter Schlachtkonzern Tönnies setzt heute seinen Probebetrieb in der Zerlegung fort. Dazu verarbeiten unter Aufsicht der Behörden nur Arbeiter einer Schicht bis zu maximal 10.000 Schweine, wie ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Sollte dies unter Einhaltung eines neuen Hygienekonzepts erfolgreich sein, will Tönnies eine zweite Schicht einsetzen.

Der Konzern musste für den Infektionsschutz Trennwände aus Plexiglas zwischen die Arbeitsplätze bauen und eine neue Filtertechnik für die gekühlte Umluft installieren. Am Wochenende hatte Konzern-Boss Clemens Tönnies mit einem Interview erneut Kritik an seiner Haltung ausgelöst. Dem "Westfalen-Blatt" sagte der 64-Jährige, notfalls wolle er Lohnkostenerstattung wegen der behördlichen Schließung seines Hauptwerks auch gerichtlich durchsetzen. SPD-Bundestagsfraktionsvize Katja Mast hatte ihm daraufhin fehlendes Gespür für Anstand und Verantwortung attestiert.

20.7.2020, 1:44 Uhr – Pause beim EU-Gipfel länger als geplant

Der EU-Gipfel zum Corona-Hilfspaket ist abermals für Gespräche in kleiner Runde unterbrochen worden. EU-Ratschef Charles Michel unterbrach das Plenum der 27 Staaten am späten Sonntagabend ursprünglich für eine 45-minütige Pause. Nach rund zwei Stunden saßen Kanzlerin Angela Merkel und ihre Kollegen aber immer noch nicht wieder in großer Runde zusammen.

Aus der Delegation eines großen EU-Staates hieß es um kurz nach Mitternacht, die Gespräche seien noch immer sehr schwierig, weil die "Sparsamen" - Österreich, Niederlande, Schweden und Dänemark - weiter blockierten. Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz höre nicht zu und kümmere sich lieber um Medienarbeit. Zudem instrumentalisiere Kurz zusammen mit den Niederlanden das Thema Rechtsstaatlichkeit, um zu blockieren. Der französische Präsident Emmanuel Macron habe schließlich kräftig auf den Tisch gehauen, hieß es.

20.7.2020, 1:42 Uhr – Mehr als 67.000 Neuinfektionen in den USA

Aus den USA werden 67.574 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit steigt die Zahl der im Land registrierten Corona-Infektionen auf gut 3,69 Millionen, wie die US-Seuchenzentren (CDC) mitteilen. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich demnach um 877 auf 139.659.

20.7.2020, 1:39 Uhr – Inzwischen mehr als 5.000 verzeichnete Corona-Tote in Südafrika

In Südafrika hat die Zahl der verzeichneten Todesfälle durch die Corona-Pandemie die Marke von 5.000 überschritten. Innerhalb von 24 Stunden wurden weitere 85 Todesopfer gezählt, womit ihre Gesamtzahl auf 5.033 stieg, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Zahl der registrierten Infektionsfälle lag bei rund 364.000.

Südafrika ist das am stärksten von der Pandemie betroffene Land auf dem afrikanischen Kontinent. In der Zahl der bestätigten Ansteckungsfälle liegt Südafrika weltweit auf dem fünften Platz. Mehr bestätigte Infektionen gibt es nur in den USA, Brasilien, Indien und Russland.

19.7.2020, 20:17 Uhr – Verschärfte Maskenpflicht tritt in Frankreich in Kraft

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen führt Frankreich ab Montag eine verschärfte Maskenpflicht ein. Diese gilt dann auch in Geschäften und anderen öffentlich zugänglichen Räumen. Bei einem Verstoß werden 135 Euro Strafe fällig.

Bislang war das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Frankreich nur in öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. In Supermärkten und anderen Geschäften wurde es lediglich empfohlen. Frankreich ist mit mehr als 30.000 Todesfällen eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder Europas.

19.7.2020, 19:00 Uhr – EU-Corona-Gipfel geht weiter

Die schwierigen Verhandlungen beim EU-Sondergipfel zum Corona-Plan werden am Abend in großer Runde fortgesetzt werden. Zuvor hatte Ratschef Charles Michel in stundenlangen Einzel- und Gruppengesprächen versucht, mit den 27 Staats- und Regierungschefs einen Kompromiss auszuloten.

19.7.2020, 17:15 Uhr – Bayern will Urlaubs-Rückkehrer testen

Bayern will allen Rückkehrern aus dem Urlaub an seinen Flughäfen Corona-Tests ermöglichen. Das kündigte Ministerpräsident Söder im ZDF an. In Testzentren an den Flughäfen könne man sich kostenlos checken lassen. Die Sommerferien in Bayern beginnen in einer Woche und enden am 7. September.

19.7.2020, 15:20 Uhr – Keine Betriebs-Schließung nach Corona-Ausbruch in Hähnchenschlachterei

Nach einem größeren Corona-Ausbruch von Mitarbeitern einer Hähnchenschlachterei der Wiesenhof-Gruppe im niedersächsischen Lohne sieht der Landkreis keine Veranlassung für eine Schließung des Betriebs. Es handele sich um eine Ermessensfrage, sagte der Landrat des Landkreises Vechta, Herbert Winkel von der CDU. „Wir konnten keinen bestimmten Infektionsherd feststellen“, sagte Winkel.

Es gebe zwar ein größeres Ausbruchsgeschehen, das sich auf ein Kartonage-Lager zurückführen lasse, wo sich einige Mitarbeiter in den Pausen getroffen hatten. Das Hygienekonzept des Betriebs sei aber gut. Die Mehrheit der Betroffenen habe sich wohl in der Freizeit infiziert.

19.7.2020, 12:15 Uhr – Nicht angemeldete Feier in Saarbrücken läuft aus dem Ruder

In Saarbrücken ist am Samstagabend eine nicht angemeldete private Feier in Corona-Zeiten aus dem Ruder gelaufen. Etwa 150 Menschen hätten sich versammelt, lautstark Musik abgespielt und „erheblich Alkohol konsumiert“, teilte die Polizei mit. Als die Beamten die Anwesenden per Lautsprecher zur Einhaltung der wegen der Virus-Pandemie geltenden Abstandsregeln und Hygienevorschriften aufriefen, seien Flaschen in Richtung der Einsatzkräfte geworfen worden. Den Initiator der Feier, der nach eigenen Angaben per Social-Media-Aufruf zu einer Geburtstagsparty mit etwa 50 Gästen eingeladen hatte, erwartet nun eine Geldstrafe.

19.7.2020, 11:20 Uhr – Jetzt weltweit mehr als 600.000 Corona-Tote

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind US-Wissenschaftlern zufolge weltweit bereits mehr als 600.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das ging am Sonntag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Inzwischen gibt es demnach bereits mehr als 14,2 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2.

Logo Tagesschau (Foto: ARD)

Karten mit Fallzahlen Wo sich das Coronavirus ausbreitet

Wie viele bestätigte Coronavirus-Fälle gibt es? Die interaktiven Karten geben einen aktuellen Überblick für Deutschland und die Welt. Sie zeigen auch an, wie viele Menschen gestor…

Erst vor drei Wochen war die Schwelle von einer halben Million Toten und 10 Millionen bestätigten Infektionen überschritten worden. Seither hat sich die Pandemie unter anderem in den USA, Brasilien, Peru, Mexiko, Indien und Südafrika weiter rasch ausgebreitet.

19.7.2020, 10:05 Uhr – Südafrika auf Rang fünf bei Corona-Infektionen

Südafrika hat Peru bei der Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus überholt und liegt nun mit seinen Fallzahlen weltweit an fünfter Stelle. Das Land meldete am Samstag 13.285 neue Fälle; insgesamt waren es damit 350.879. Das entspricht etwa der Hälfte aller aus Afrika bekannten Infektionsfälle. Die vier Länder mit mehr bestätigten Fällen – die USA, Brasilien, Indien und Russland - haben jeweils deutlich mehr Einwohner als Südafrika, wo 57 Millionen Menschen leben.

19.7.2020, 9:10 Uhr – 202 Neuinfektionen und ein weiterer Todesfall in Deutschland

In Deutschland steigt die Zahl der festgestellten Infektionen um 202 auf 201.574, wie aus Daten auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle legt demnach um einen auf 9.084 zu.

19.7.2020, 7:23 Uhr – Braun hält Zuschauer in Fußballstadien für möglich

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hält es für möglich, dass bald wieder Fans in Fußballstadien erlaubt sind. Mit Abstand und einem Hygiene-Konzept könnte es Sportveranstaltungen mit Zuschauern geben, sagte er der Bild am Sonntag. Zu großes Gedränge müsse aber noch vermieden werden. Die Stadien könnten also nicht ausverkauft sein.

Bereits vor einigen Tagen hatte die Deutsche Fußball Liga einen Leitfaden an 36 Vereine geschickt. Damit sollen sie Konzepte für die jeweiligen Stadien erarbeiten. Unter anderem geht es um die Zuschauerzahlen sowie Regelungen für die An- und Abreise. Außerdem soll laut DFL eine Zulassung von Zuschauern immer vom regionalen Infektionsgeschehen abhängig sein.

Kanzleramtschef Braun Bald wieder Fans in den Stadien?

Ist die Zeit der Geisterspiele bald vorbei? Die DFL hat ein Konzept vorgelegt, um wieder Zuschauer in die Stadien zu lassen. Kanzleramtschef Braun befürwortet das, nennt aber Bedi…  mehr...

19.7.2020, 6:24 Uhr – Erneute Proteste in Israel gegen Corona-Politik

In Israel sind wieder Tausende gegen die Corona-Politik der Regierung auf die Straße gegangen. Es gab Proteste in Jerusalem, Tel Aviv und an vielen Kreuzungen und Brücken des Landes. In Jerusalem zogen die Demonstranten vom Amtssitz des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu Richtung Stadtzentrum. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Netanjahu hatte zwar Corona-Hilfen in Milliardenhöhe angekündigt, die Demonstranten halten das aber für ungenügend. Gegen einen erneut verhängten Lockdown an Wochenenden wollen viele Restaurantbesitzer rebellieren.

19.7.2020, 2:26 Uhr – Staatsakt für Corona-Opfer in Deutschland denkbar

Das Kanzleramt hält einen Staatsakt für deutsche Corona-Opfer für denkbar. Er könne sich eine solche Veranstaltung vorstellen, sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) auf eine entsprechende Frage der "Bild am Sonntag". Deutschland solle ein Zeichen setzen, dass die Toten nicht vergessen seien. Spanien hatte am Donnerstag einen solchen Staatsakt begangen, um die mit einer Corona-Infektion Gestorbenen zu würdigen. In Deutschland werden Staatsakte vom Bundespräsidenten angeordnet.

19.7.2020, 1:20 Uhr – 66 Corona-Infektionen bei Wiesenhof-Schlachthof in Niedersachsen

In einem Hähnchen-Schlachthof des Wiesenhof-Konzerns im niedersächsischen Lohne sind 66 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Von 1.046 am Donnerstag genommenen Abstrichen seien 66 positiv ausgefallen, teilte der Landkreis Vechta am Samstagabend mit. Die Landkreisverwaltung geht nach eigenen Angaben nach jetzigem Stand davon aus, dass die Infektionen „überwiegend im privaten Bereich entstanden sind“.

19.7.2020, 0:12 Uhr – Noch keine Einigung: EU-Gipfel wird verlängert

Der EU-Sondergipfel zum Milliardenplan gegen die Corona-Krise geht in die Verlängerung. Das Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den anderen EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel wurde am späten Samstagabend zunächst unterbrochen und soll am Sonntagmittag fortgesetzt werden, wie ein Sprecher von EU-Ratspräsident Charles Michel auf Twitter mitteilte.

Bisher konnten sich die 27 Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten noch nicht in allen Punkten einigen. Umstritten ist zum Beispiel, wie viel EU-Geld später von Empfängerstaaten wieder zurückgezahlt werden muss und wie viel sie dagegen als Zuschuss bekommen.

18.7.2020, 20:00 Uhr – Iran: 25 Million Infizierte

Im Iran könnten deutlich mehr Menschen mit dem Virus infiziert sein als offiziell bekannt. Schätzungen aus dem Gesundheitsministerium zufolge könnten rund 25 Millionen und damit etwa 30 Prozent der Bevölkerung betroffen sein, sagte Präsident Hassan Rohani im staatlichen Fernsehen. Die Agentur Isna zitierte einen Mitarbeiter aus der Corona-Task-Force der Regierung mit den Worten, dabei gehe es Patienten mit milden Symptomen, die keine medizinische Behandlung benötigten oder darum nicht ersuchten.

18.7.2020, 15:31 Uhr – Mehr internationale Corona-Hilfe

Deutschland will mehr Geld für internationale Corona-Hilfen bereitstellen: Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) habe in der G20-Sitzung angekündigt, dass die Bundesregierung weitere drei Milliarden Euro für EU-Hilfen zur Covid-19-Bekämpfung zur Verfügung stelle, so sein Ministerium auf Twitter. Dies sei ein starkes Signal der Solidarität.

18.7.2020, 14:35 Uhr – Tagesgäste bleiben bis August in Mecklenburg-Vorpommern verboten

Ein Ausflug von Hamburg, Kiel oder Berlin an die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns bleibt - zumindest mit dem eigenen Auto oder dem öffentlichen Nah- und Fernverkehr - weiterhin verboten. Für Tagesgäste aus anderen Bundesländern bestehe diese Corona-Regelung noch bis mindestens Anfang August, sagte ein Regierungssprecher in Schwerin der Deutschen Presse-Agentur. „Am 4. August wird entschieden, wie es mit dem Tagestourismus weiter geht.“ Dann werde es das nächste Treffen der Landesregierung unter anderem mit Kommunen, Gesundheitsexperten und Vertretern der Wirtschaft, von Gewerkschaften und Sozialverbänden geben.

In einem ersten Schritt sind bereits zumindest Tagesausflüge im Rahmen von Busreisen ins Land wieder erlaubt worden: Seit mehr als einer Woche dürfen Busunternehmen wieder mit Tagesgästen in den Nordosten kommen.

18.7.2020, 14:02 Uhr – Indien: Fast 35.000 neue bestätigte Corona-Fälle

Indien hat am Samstag 34.884 neu bestätigte Corona-Infektionen Fälle gemeldet. Die Zahl der Todesopfer in Verbindung mit dem Virus gab das Gesundheitsministerium mit 671 innerhalb von 24 Stunden an, die Gesamtzahl stieg damit auf 26.273. Die Genesungsrate sei leicht auf 62,9 Prozent gesunken. Im Land werden inzwischen täglich mehr als 300.000 Tests ausgewertet.

Großbritannien will vorerst keine täglichen Corona-Opferzahlen mehr veröffentlichen. Die Regierung ordnete eine Überprüfung der Berechnungsmethode an, nachdem Bedenken laut geworden waren, die veröffentlichten Todesfallzahlen könnten übertrieben hoch sein. Den Zahlen der Johns-Hopkins-Universität zufolge haben sich in Großbritannien inzwischen 294.804 Menschen mit dem Coronavirus nachweislich infiziert, 45.318 sind im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben.

18.7.2020, 12:00 Uhr – EU-Gipfel: Michel schlägt Kürzung der Zuschüsse auf 450 Milliarden vor

EU-Ratspräsident Charles Michel hat Diplomaten zufolge einen Kompromissvorschlag im Streit um den Corona-Aufbaufonds vorgelegt. Danach könnte die Höhe der geplanten Zuschüsse für besonders von der Corona-Krise betroffene Staaten von 500 auf 450 Milliarden Euro sinken. Eine Kürzung der Zuschüsse hatten vor allem die Niederlande, aber auch Österreich gefordert.

Krisentreffen in Brüssel geht weiter Frischer Wind durch neuen Kompromissvorschlag

In Brüssel hat EU-Ratspräsident Michel einen neuen Kompromissvorschlag vorgelegt, wie viele Hilfsgelder als Zuschuss und wie viel als Kredit gewährt werden. Kanzler Kurz sieht Fortschritte, aber noch immer ist jedoch die Kluft zwischen den Verhandlungspartnern groß.  mehr...

Insgesamt geht es bei den Verhandlungen um ein Finanz- und Krisenpaket in Höhe von 1,8 Billionen Euro. Die 750 Milliarden Euro Corona-Hilfen – an der Summe würde sich auch mit dem neuen Vorschlag von Michel nichts ändern – sollen als Schulden am Kapitalmarkt aufgenommen werden. Verhandelt wird dies zusammen mit dem nächsten siebenjährigen EU-Haushaltsrahmen im Umfang von mehr als 1.000 Milliarden Euro.

18.7.2020, 11:33 Uhr – Lauterbach fordert Corona-Tests für alle Reiserückkehrer

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert, sämtlichen Reiserückkehrern Corona-Tests anzubieten. „Optimal wäre es, jeden zu testen“, sagte er dem Tagesspiegel. Er plädierte für kostenlose Tests an Flughäfen und zudem einige Tage später bei Hausärzten oder Gesundheitsämtern. Lauterbach verwies auf die Unvernunft einiger Urlauber und die generell höhere Kontaktdichte im Urlaub und an Flughäfen. Eine Testpflicht sei juristisch kaum durchzusetzen, auch nicht bei Rückkehrern aus Risikogebieten, fügte er hinzu. Daher müsse es eine verbindliche Aufforderung geben, sich nach der Rückkehr testen zu lassen. 

18.7.2020, 10:30 Uhr – Ulmer Forscher entdecken Wirkweise des Coronavirus

Wissenschaftler des Uni-Klinikums Ulm haben herausgefunden, wie das Coronavirus das menschliche Immunsystem lahmlegt. Demnach verhindert ein Eiweiß in den Zellen, dass das Immunsystem aktiv werden kann. Die gemeinsam mit Münchner Forschern erzielten Erkenntnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht. Die Erkenntnisse von Universität Ulm und Ludwig-Maximilians-Universität München eröffnen demnach neue Möglichkeiten für die Behandlung und Verhinderung einer Corona-Infektion. Die Wissenschaftler sprechen von vielversprechenden neuen Ansatzpunkten für die Entwicklung von Arzneimitteln gegen das Virus.

18.7.2020, 10:21 Uhr – Tönnies will Werkvertragsarbeiter fest anstellen

Der Fleischkonzern Tönnies will die bisher über Werkverträge beschäftigten Mitarbeiter künftig bei eigenen Tochtergesellschaften anstellen. Bereits bis September sollten die ersten 1.000 Werkvertragsarbeiter direkt bei Firmen der Gruppe angestellt werden, sagte Konzernchef Clemens Tönnies dem Westfalen-Blatt. Konzernweit werden laut Zeitungsbericht derzeit 9.333 der 18.734 Beschäftigten von Subunternehmen gestellt. Die Bundesregierung plant zum Jahreswechsel ein Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit in der Fleischindustrie.

18.7.2020, 9:05 Uhr – Britische Minister wollen Millionen Schnelltests verteilen

Britische Minister planen einem Medienbericht zufolge, Millionen von kostenlosen Coronvirus-Antikörper-Tests zu verteilen. Grund für die Überlegungen sei, dass zuvor eine Test-Version, die von der Regierung in London favorisiert wird, bei einer Überprüfung gut abgeschnitten habe, berichtet die Zeitung Daily Telegraph. Der Test, bei dem ein Bluttropfen aus dem Finger durch einen kleinen Stich abgenommen werde, sei zu 98,6 Prozent zuverlässig. Er zeige innerhalb von 20 Minuten an, ob eine Person bereits Antikörper gegen das Coronavirus gebildet habe. Der Schnelltest sei von der Universität Oxford in Zusammenarbeit mit einem führenden britischen Diagnostik-Spezialisten entwickelt worden. In der Erwartung einer Zulassung durch die Behörden in den kommenden Wochen seien bereits zehntausende Prototypen in britischen Fabriken hergestellt worden.

18.7.2020, 5:52 Uhr – Karliczek: Das nächste Schuljahr wird kein normales Schuljahr werden

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) warnt, dass es auch nach den Sommerferien immer wieder zu Schulschließungen kommen kann. Die Ministerin sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, das neue Schuljahr solle so normal wie möglich sein, aber es werde dennoch kein normales Schuljahr werden. Die Kultusminister hätten Vorsichtsmaßnahmen vereinbart, die müssten eingehalten werden. Sonst gefährde man gleich wieder die Schulöffnungen. Bei allen Chancen, die der Digitalunterricht biete, sollten aber erneute flächendeckende längere Schulschließungen vermieden werden.

18.7.2020, 5:35 Uhr – Corona-Ausbruch in texanischem Gefängnis

In einem Gefängnis in Texas haben sich einem Medienbericht zufolge mehr als 1.000 Häftlinge mit dem Coronavirus angesteckt. Insgesamt gebe es dort rund 1.800 Gefangene. Auch zehn Mitarbeiter des Wachpersonals seien positiv getestet worden, berichtet der Sender NBC. Die USA sind am schwersten von der Corona-Pandemie betroffen. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität haben sich dort mehr als 3,6 Millionen Menschen nachweislich mit Corona angesteckt.

17.7.2020, 21:49 Uhr – Mexikos Präsident will Gehaltsanteil für Kampf gegen Virus spenden

Der mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador ein Viertel seines Gehalts für Gesundheitseinrichtungen spenden. Er verdient umgerechnet knapp 4.200 Euro monatlich, so dass er etwas über 1.000 Euro spenden würde. Lopez Obrador ließ offen, ob er einmalig oder regelmäßig spenden will. Zugleich forderte er Beamte auf, es ihm gleich zu tun. Seit seinem Amtsantritt Ende 2018 hat Lopez Obrador wiederholt symbolträchtige Entscheidungen getroffen, die seine persönliche Integrität und Sparsamkeit unterstreichen sollen. So kürzte er sein Gehalt bereits auf 40 Prozent dessen, was sein Vorgänger verdient hat.

17.7.2020, 21:11 Uhr – Zehn Prozent aller Infektionen im Gesundheitssektor

Mehr als 1,3 Millionen Ärzte und Pflegekräfte weltweit wurden laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang mit dem Coronavirus infiziert. Beschäftigte im Gesundheitssektor machten bisher etwa zehn Prozent aller weltweiten Covid-19-Fälle aus, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Johns-Hopkins-Universität zählte bis Freitag 13,8 Millionen erfasster Coronavirus-Infektionen auf der ganzen Welt. Die jüngste Zahl der WHO lag am Donnerstag bei 13,4 Millionen Fällen.

Ärzte und Pflegekräfte riskierten nicht nur ihr Leben, sondern litten vielfach auch an körperlicher und psychischer Erschöpfung nach Monaten extrem fordernder Arbeit während der Pandemie, sagte Tedros. „Wir alle schulden den Beschäftigten im Gesundheitssektor enorm viel.“ Ausbreitung und Risiken von Infektionen unter medizinischen Fachkräften sollen besser erforscht werden.

17.7.2020, 20:13 Uhr – Partygänger und junge Leute schuld an Fall-Anstieg in Kanada

Ein Anstieg der Neuinfektionen in Kanada geht den Gesundheitsbehörden zufolge auf Übertragungen bei Partys sowie in Nachtclubs und Bars zurück. Zudem verbreite sich das Virus zunehmend unter jungen Leuten, sagte der oberste Gesundheitsbeamte Howard Njoo. „Es gibt einen gewissen Anlass zur Sorge.“ In Kanada mit fast 38 Millionen Einwohnern sind 109.266 Infektionen und 8827 Todesfälle bekannt.

17.7.2020, 17:23 Uhr – Französische Regierung verschiebt Rentenreform

Frankreich schiebt zwei umstrittene Schlüsselreformen weiter auf: Betroffen sind die Rentenreform und die bereits besiegelte Neuordnung der Arbeitslosenversicherung, teilte der neue Premierminister Jean Castex mit. Vorrang habe nun die Sicherung der Arbeitsplätze, sagte er mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie. Die Reformen gehören zu den Hauptzielen der Präsidentschaft von Emmanuel Macron. Ihre Umsetzung hat sich aber verzögert. Zunächst kamen die „Gelbwesten“-Proteste, dann folgten Massenproteste und Streiks gegen die Rentenreform und zuletzt die Corona-Krise.

17.7.2020, 15:57 Uhr – Bundesregierung stellt digitalen Tourismus-Wegweiser vor

Damit sich Reisende besser auf die jeweiligen Corona-Regeln in den Bundesländern einstellen können, hat die Bundesregierung einen neuen digitalen „Tourismus-Wegweiser“ vorgestellt. Neben Abstandsregelungen oder Hinweisen zur Mund-Nasen-Bedeckung wird unter anderem auch aufgeführt, welche Beschränkungen es zu Gästezahlen bei Hotels und Campingplätzen gibt. Insgesamt gibt es 45 Rubriken nach Bundesland sortiert.

Reisen in Corona-Zeiten Was passiert, wenn der Urlaubsort zum Hotspot wird?

Noch immer gelten Reisewarnungen für viele Länder, darunter die USA, aber seit kurzem auch Luxemburg. Nach den Corona-Lockerungen haben sich viele doch entschlossen, einen Urlaub zu buchen. Aber was ist, wenn der Urlaubsort zum Risikogebiet wird? Wir haben bei einem Anwalt für Reiserecht und in unserer Wirtschaftsredaktion nachgefragt.  mehr...

17.7.2020, 14:15 Uhr – EU-Gipfel zu Corona-Hilfen: Merkel erwartet „sehr, sehr schwere Verhandlungen“

Der EU-Gipfel in Brüssel, der die Weichen für die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Krise stellen soll, ist mit hohen Erwartungen und der Gefahr des Scheiterns gestartet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartete von dem zweitägigen Zusammentreffen „sehr, sehr schwere Verhandlungen“, wie sie beim Eintreffen im Brüsseler Ratsgebäude sagte.

Krisentreffen in Brüssel geht weiter Frischer Wind durch neuen Kompromissvorschlag

In Brüssel hat EU-Ratspräsident Michel einen neuen Kompromissvorschlag vorgelegt, wie viele Hilfsgelder als Zuschuss und wie viel als Kredit gewährt werden. Kanzler Kurz sieht Fortschritte, aber noch immer ist jedoch die Kluft zwischen den Verhandlungspartnern groß.  mehr...

17.7.2020, 13:37 Uhr – Pisa-Studie wegen Coronavirus verschoben

Die kommenden zwei Pisa-Studien werden aufgrund der Corona-Krise um ein Jahr verschoben, teilte die OECD mit. Die Ergebnisse werden dann im Dezember 2023 veröffentlicht. Auch die darauffolgende Pisa-Studie soll sich um ein Jahr verzögern. Mit ihren Ergebnissen ist laut OECD 2026 zu rechnen.

Die Pisa-Studie ist die größte internationale Schulleistungsvergleichsstudie. Seit dem Jahr 2000 werden dafür alle drei Jahre weltweit Hunderttausende Schüler im Alter von 15 Jahren in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften getestet.

17.7.2020, 12:29 Uhr – DWD: Lockdown ließ Stickoxid-Belastung in Städten um 30 Prozent sinken

Durch das geringere Verkehrsaufkommen ist die Stickoxid-Konzentration in größeren deutschen Städten während der Corona-Einschränkungen um ein Drittel gesunken. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag unter Berufung auf eine Analyse mit, die er mit Unterstützung des Umweltbundesamts (UBA) erstellt hat. Der Wert bezieht sich auf die Zeit von Mitte März bis Mitte Mai.

Laut DWD mussten die Daten der Luftmessstationen des UBA zunächst mit meteorologischen Informationen in Beziehung gesetzt werden, um Vergleiche zu ermöglichen. Windgeschwindigkeiten und Lufttemperaturen haben demnach einen entscheidenden Einfluss auf die Stickoxid-Konzentration. Ihr Einfluss musste herausgerechnet werden, um den tatsächlichen "Corona-Effekt" durch das zeitweise viel niedrigere Verkehrsaufkommen zu ermitteln.

17.7.2020, 10:19 Uhr – EU-Gipfel zu Corona-Wiederaufbaufonds beginnt

Auf einem Sondergipfel kommen die 27 EU-Mitgliedsstaaten heute erstmals wieder persönlich zu Beratungen zusammen. Unter anderem geht es um den geplanten Wiederaufbaufonds für schwer von der Coronakrise betroffene Staaten. Bundeskanzlerin Angela Merkel zufolge ist nicht sicher, ob die Staats- und Regierungschefs zu einer Einigung finden werden: Die Unterschiede seien „sehr, sehr groß“, sagte sie vorab. „Es bedarf großer Kompromissbereitschaft aller.“

17.7.2020, 9:30 Uhr – China verschärft Einreiseregeln aus Hongkong

Nach einem Anstieg der Corona-Infektionszahlen in Hongkong hat China die Regeln für Reisen ins Kernland verschärft. Wer aus Hongkong einreist, muss einen maximal drei Tage alten negativen Coronavirus-Test vorweisen und sich für 14 Tage in eine kontrollierte Quarantäne begeben. Ausnahmen bestehen unter anderem für Studierende, Lastwagenfahrer, die die Grenze täglich passieren müssen, und „wichtige Geschäftsleute“.

Hongkong meldete gestern 67 neue bestätigte Infektionsfälle. Insgesamt wurden dort seit Beginn der Pandemie 1655 Infizierte und zehn Todesfälle registriert.

17.7.2020, 6:11 Uhr – Indien: mehr als eine Millionen Coronavirus-Fälle

Die Zahl der festgestellten Infektionen in Indien ist über die Schwelle von einer Million Fälle gestiegen. Bislang sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 25.602 infizierte Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Das Land mit 1,3 Milliarden Einwohnern liegt bei der Zahl der bestätigten Infektionen hinter den USA und Brasilien.

17.7.2020, 5:10 Uhr – 583 Neuinfektionen und vier weitere Todesfälle

In Deutschland steigt die Zahl der festgestellten Infektionen um 583 auf 200.843, wie aus Daten auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle legt demnach um vier auf 9.082 zu.

Corona-Langzeitfolgen Genesen heißt nicht geheilt

Eine Corona-Erkrankung kann erhebliche Spätfolgen haben - das wird immer deutlicher: Noch Monate später kämpfen viele Patienten mit ihrem Immunsystem, Gedächtnislücken oder Organs…  mehr...

17.7.2020, 3:39 Uhr – Israel fährt sich erneut herunter

Nach einem starken Anstieg der Corona-Infektionen hat die israelische Regierung in der Nacht zum Freitag eine Reihe von Schutzmaßnahmen wieder eingeführt. Unter anderem wurden Versammlungen von mehr als zehn Personen in geschlossenen Räumen und mehr als 20 Personen im Freien verboten. Ob sich dies auch auf Religionsgemeinschaften bezieht, konnte vorerst nicht geklärt werden, wie unter anderem die Times of Israel berichtete. Ministerien schließen für den Publikumsverkehr, Kontakte sind demnach nur noch Online möglich.

17.7.2020, 2:42 Uhr – Wieder ein Rekordwert von neuen Infektionsfällen in den USA

Mit rund 77.300 gemeldeten Fällen hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA einen neuen Höchststand erreicht. Damit wird der bisherige Rekord von 67.800 neuen Fällen binnen 24 Stunden vom 10. Juli überschritten, wie aus den jüngsten Zahlen auf der Webseite der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore am Freitagmorgen (MESZ) hervorgeht.

Corona-Krise Wie die Amerikaner auf Europa gucken

Europa ist das beliebteste Reiseziel der Amerikaner - im Moment sind sie hier aber unerwünscht. Dennoch blickt man in den USA auf europäische Strategien im Corona-Kampf - und hint…  mehr...

17.7.2020, 0:47 Uhr – 76.000 Tote und mehr als zwei Millionen Corona-Infizierte in Brasilien

Mehr als zwei Millionen Menschen haben sich in Brasilien seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das ging aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília am Donnerstag (Ortszeit) hervor. Im größten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas starben bisher über 76.000 Menschen in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19 – seit Ende Mai sind es im Durchschnitt rund 1.000 Tote pro Tag. Nur in den USA wurden bislang mehr Infektionen und Tote verzeichnet.

16.7.2020, 23:14 Uhr – Kanada stellt 19 Milliarden Dollar Wirtschaftshilfe bereit

Die kanadische Regierung will 19 Milliarden kanadische Dollar (mehr als 12,2 Milliarden Euro) zur Verfügung stellen, um der heimischen Wirtschaft nach monatelangem Stillstand zu einem sicheren Neustart zu verhelfen. In den Fokus der Hilfen für die 13 kanadischen Provinzen und Territorien stellt Ministerpräsident Justin Trudeau, das Risiko einer zweiten Pandemie-Welle zu minimieren. So sollen die Mittel nicht zuletzt für die Bereitstellung von Schutzausrüstungen und die Nachverfolgung von Ansteckungsketten eingesetzt werden. Doch auch allgemeine Kosten im Zusammenhang mit dem Wiederhochfahren der Wirtschaft sollen in den kommenden sechs bis acht Monaten aus den Mitteln finanziert werden.

16.7.2020, 20:31 Uhr – Spanische Behörden ordnen Tötung von 93.000 Nerzen an

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in einer spanischen Zuchtfarm für Nerze haben die Behörden die Keulung von Zehntausenden Tieren angeordnet. Fast 93.000 Nerze müssen getötet werden, wie der Landwirtschaftsminister der Region Aragón, Joaquín Olona, ankündigte.

Sieben Mitarbeiter des Betriebs in der etwa 100 Kilometer nordwestlich von Valencia gelegenen Ortschaft Puebla de Valverde waren vor knapp zwei Monaten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Seitdem wurde die Farm überwacht und der Verkauf der Tiere eingestellt. Weitere Tests ergaben, dass sich 87 Prozent der Nerze mit dem Coronavirus infiziert hatten. Daraufhin beschloss die Regionalregierung, alle Tiere zu keulen, um eine mögliche Übertragung des Erregers auf Menschen zu verhindern. Die Behörden gehen davon aus, dass das Virus von einem infizierten Mitarbeiter eingeschleppt wurde, der dann die Nerze ansteckte. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass die Tiere das Virus wiederum auf Menschen übertragen, sagte Landwirtschaftsminister Olona.

16.7.2020, 20:00 Uhr – Letzte Verfügung gegen Tönnies aufgehoben

Vier Wochen nach dem Zwangsstopp beim Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hat die Stadt am Abend die letzte Verfügung gegen das Unternehmen aufgehoben. Tönnies darf jetzt auch wieder Schweine zerlegen, wie die Stadt mitteilte. Nach einer Begehung von Experten und Gutachtern sei das von Tönnies vorgelegte Hygienekonzept von allen beteiligten Behörden abgenommen worden, hieß es in der Mitteilung des Bürgermeisters.

Um das Infektionsrisiko mit Coronaviren zu minimieren, musste das Unternehmen Trenn-Elemente aus Plexiglas und bessere Filtersysteme für die Umluft in der Produktionshalle einbauen. Für morgen war bereits ein Probebetrieb in dieser Produktionsstufe angekündigt worden. Tönnies hat damit jetzt auch die amtliche Freigabe, die die Zerlegung von maximal 10.000 Tieren erlaubt. Anschließend sei ein schrittweises Hochfahren des Bereichs denkbar. Details würden nach dem Probebetrieb festgelegt.

Umweltaktivisten von Greenpeace protestierten am Mittag bei Tönnies gegen die Produktion von Billigfleisch. Greenpeace-Aktivisten landeten mit Gleitschirmen auf dem Tönnies-Hauptgebäude. Dann entrollten sie ein ein Meter großes Banner mit der Aufschrift "Schluss mit dem Schweinesystem".

16.7.2020, 19:16 Uhr – Spanien: So viele Neuinfektionen wie seit zwei Monaten nicht mehr

Spanien registriert mit 580 neuen Fällen so viele Coronavirus-Infektionen binnen eines Tages wie seit mehr als zwei Monaten nicht mehr. Gestern waren es noch 390 Erkrankungen. Seit die Spanier am 21. Juni ihre im europäischen Vergleich besonders strengen Auflagen gelockert haben, hat es im ganzen Land mehr als 170 lokal begrenzte Ausbrüche gegeben. Einer der Brennpunkte ist die an Frankreich grenzende Region Katalonien mit ihrer bei Touristen besonders beliebten Hauptstadt Barcelona. Dort werden jetzt neue Auflagen in Erwägung gezogen.

16.7.2020, 17:45 Uhr – Pop-up-Biergarten in Köln bekommt Genehmigung

Nach mehreren Menschenansammlungen trotz Corona-Pandemie wird in Köln ein zusätzlicher Biergarten genehmigt, um die bisherigen Feier-Hotspots zu entlasten. Das Ordnungsamt werde die «Erlaubnis zur Sondernutzung» für den sogenannten Pop-up-Biergarten erteilen, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Es liege ein genehmigtes Hygienekonzept vor.

Die Idee dahinter: Mit einer neuen Anlaufstelle könnten bisherige Feier-Hotspots in Köln entlastet werden, die schon mehrmals geräumt werden mussten. Der Biergarten soll an der Vogelsanger Straße entstehen. In der Nähe befindet sich der Stadtpark, einer der Hotspots der vergangenen Wochen, an dem sich viele Menschen trafen.

16.7.2020, 16:04 Uhr – VfB Stuttgart beantragt Corona-Staatshilfe

Viele Bundesliga-Klubs stehen angesichts ausbleibender Einnahmen wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand: Jetzt hat Bundesliga-Rückkehrer VfB Stuttgart zur Überbrückung von Einnahmeverlusten einen millionenschweren staatlichen Corona-Hilfskredit beantragt. Der Bundesliga-Aufsteiger steht mit dieser Maßnahme aber nicht alleine da. Ein Kommentar dazu:

Fußball | Kommentar Kommentar: Wenn der Steuerzahler für den VfB Stuttgart haftet

Der VfB Stuttgart hat durch einen Kreditantrag staatliche Hilfe beantragt. Das ist legitim. Aber ist es auch nachvollziehbar? Schließlich werden im Profifußball üppige Gehälter und Honorare gezahlt.  mehr...

16.7.2020, 15:40 Uhr - Russische Hacker wollten wohl Infos zu Corona-Impfstoffen stehlen

Russische Hacker sollen nach Angaben Großbritanniens, der USA und Kanadas Corona-Forscher ausspioniert haben. Die Gruppe APT29, auch bekannt als Cozy Bear, habe versucht, sich Zugang zu akademischen und pharmazeutischen Forschungseinrichtungen zu verschaffen, in denen nach einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus gesucht wird, erklärte das britische Nationale Zentrum für Cybersicherheit. Cozy Bear ist nach Einschätzung der USA Teil des russischen Geheimdienstes. Darüber, ob die Hacker auch tatsächlich Forschungsdaten erbeuteten, wurden keine Angaben gemacht.

16.7.2020, 14:33 Uhr – Zehn EU-Länder haben bislang Warn-Apps

Zehn EU-Staaten nutzen nach Angaben von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides eine Corona-Warn-App. Elf weitere EU-Länder wollten eine entsprechende App einführen, so Kyriakides. Man arbeite daran, dass der Datenaustausch zwischen den Apps möglich werde. Die deutsche Warn-App ist nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in den App-Stores aller EU-Staaten verfügbar.

Datenschutz, Sicherheit, Information Offizielle Corona-Warn-App für Deutschland ist da

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes ist in den App Stores. Mit ihr sollen Corona- Infektionsketten besser erkannt werden. Was sie kann und was nicht.  mehr...

16.7.2020, 14:00 Uhr – Beschäftigte wünschen sich auch nach Corona weiter Homeoffice

Ein Großteil der Beschäftigen in Deutschland wünscht sich laut einer Studie der Universität Konstanz auch über die Corona-Krise hinaus die Möglichkeit zum Arbeiten im Homeoffice. 56 Prozent der Befragten möchten in Zukunft zumindest teilweise von Zuhause aus arbeiten, schreiben die Autoren um den Wirtschaftswissenschaftler Prof. Florian Kunze.

16.7.2020, 11:30 Uhr – Gesundheitsminister: Nach Corona-Ausbruch nur lokale Ausreisesperren

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben sich auf zielgenauere, lokale Beschränkungen in Regionen mit einem starkem Corona-Ausbruch verständigt. Lokale Ausreisesperren könnten dabei „ein geeignetes Mittel“ sein, heißt es in einem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Mehrere Bundesländer hatten zuvor Beschränkungen für gesamte Landkreise abgelehnt.

16.7.2020, 11:09 Uhr – Frankreich verschärft Maskenpflicht

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen führt Frankreich ab der kommenden Woche eine Maskenpflicht in allen geschlossenen Räumen ein, die öffentlich zugänglich sind. Es handele sich um eine „präventive“ Maßnahme, betonte der neue Premierminister Jean Castex. Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor gesagt, die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus beschleunige sich wieder.

16.7.2020, 10:05 Uhr – Spanien nimmt Abschied von 28.400 Corona-Toten

Spanien hat der Opfer des Coronavirus gedacht und Menschen geehrt, die ihr Leben während der Pandemie für andere riskiert haben. Gemeinsam mit König Felipe VI. und Königin Letizia versammelten sich Angehörige von etwa 100 Todesopfern, medizinisches Personal, Polizei und andere auf einem Platz des Palasts in Madrid. Auch Vertreter der Regierung, der Europäischen Union und der Weltgesundheitsorganisation waren vor Ort. König Felipe lobte die Reaktion der Bürgerinnen und Bürger auf die Corona-Pandemie. Er rief aber auch zu verantwortungsbewusstem Verhalten auf.

Spanien nimmt Abschied von seinen 28.400 Corona-Toten (Foto: Reuters, Reuters)
Feierliche Zeremonie für Corona-Opfer in Spanien Reuters

16.7.2020, 8:43 Uhr – ARD-Recherche: Nachweis für Tausende Intensivbetten fehlt

Der Bund hat in der Corona-Krise tausende Intensiv-Betten finanziert, man weiß aber nicht, ob sie überhaupt existieren. Seit März haben die Krankenhäuser nach ARD-Recherchen 534 Millionen Euro für diesen Zweck zusätzlich bekommen. Im bundesweiten Melderegister sind aber rund 7.300 Intensiv-Plätze weniger angegeben als es bei dieser Fördersumme sein müssten. Das Gesundheitsministerium könne sich die Differenz nicht erklären.

16.7.2020, 8:25 Uhr – Höchstwert an Corona-Infektionen in Israel

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Israel ist so hoch wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie: Das israelische Gesundheitsministerium teilte am Donnerstag mit, am Vortag seien 1.758 Fälle gemeldet worden - ein Rekordwert. Falls dieser Trend anhält, wird in Kürze mit einem neuen Lockdown gerechnet. Insgesamt wurden in Israel bislang rund 44.200 Infizierte registriert. 376 Menschen sind bislang nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. 

16.7.2020, 7:31 Uhr – Bundesländer werden keine generellen Ausreisesperren akzeptieren

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erwartet, dass es keine generellen Ausreisesperren für ganze Landkreise geben wird. Eine solche Regelung wäre „nicht akzeptabel“ und die Bundesländer würden ihr daher nicht zustimmen, sagt er im Deutschlandfunk. Nötig seien vielmehr punktuelle, zielgenaue Maßnahmen. Kretschmer unterstreicht, die Gesundheitsämter leisteten eine sehr professionelle Arbeit. Es sei wichtig, mehr auf die Menschen zu hören, die vor Ort arbeiten.

16.7.2020, 5:27 Uhr – Erstmals über 200.000 bestätigte Coronavirus-Fälle in Deutschland

In Deutschland steigt die Zahl der festgestellten Infektionen um 534 auf 200.260, wie aus Daten auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle legt demnach um sieben auf 9.078 zu.

16.7.2020, 3:26 Uhr – USA verzeichnen mehr als 67.000 Coronavirus-Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA hat einen weiteren Rekordwert erreicht: Binnen 24 Stunden wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität vom Mittwochabend (Ortszeit) 67.632 neue Ansteckungsfälle registriert. Die Zahl der Corona-Toten sei um 795 auf mehr als 137.200 gestiegen. Erst am Samstag hatten die USA mit mehr als 66.500 Corona-Fällen einen Höchststand bei den täglich festgestellten Neuinfektionen verzeichnet.

16.7.2020, 2:15 Uhr – Bolsonaro: Erneut positiv auf Coronavirus getestet

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist nach eigener Angabe erneut positiv auf das Coronavirus getestet worden. „Gestern Morgen habe ich den Test gemacht, gestern Abend kam das Ergebnis, dass ich noch immer positiv bin“, sagte Bolsonaro in einem Video auf Twitter am Mittwochabend (Ortszeit). Am Dienstag vergangener Woche hatte der Staatschef bekanntgegeben, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert habe. Seitdem führt er seine Amtsgeschäfte aus der Präsidentenresidenz in Brasília.

16.7.2020, 1:05 Uhr – Maas droht mit neuen Reisebeschränkungen

Außenminister Heiko Maas hat nach den Mallorca-Partys ohne Sicherheitsabstand vor Leichtsinn beim Urlaub in Corona-Zeiten gewarnt. „Uns ist es gerade erst gelungen, in Europa die Grenzen wieder zu öffnen. Das dürfen wir jetzt nicht durch leichtsinniges Verhalten aufs Spiel setzen“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag). „Sonst werden neue Beschränkungen unvermeidbar sein“, führte er auf eine Frage nach möglichen Beschränkungen für Urlaubsrückkehrer aus.

15.7.2020, 20:05 Uhr – Weiterhin steiler Anstieg der Coronavirusinfektionen in den USA

In den USA ist die Zahl der Corona-Infektionen um weitere 60-tausend gestiegen. Damit steigt die Gesamtzahl auf 3,4 Millionen Fälle. Der Gouverneur von Oklahoma, Kevin Stitt, gab bekannt, dass er positiv auf das Virus getestet worden ist. Er war im vergangenen Monat bei einer Wahlkampfveranstaltung von Präsident Donald Trump in seinem Bundesstaat.

Trump hat sich unterdessen hinter den Chef-Immunologen Anthony Fauci gestellt, der zu seinen Beratern in der Corona-Krise zählt. „Wir spielen alle im selben Team“, betonte Trump vor Journalisten. Er habe eine „sehr gute Beziehung“ zu Fauci. In jüngster Zeit hatte der US-Präsident selbst dem Experten vorgeworfen, Fehler in seiner Einschätzung der Pandemie gemacht zu haben.

Drastischer hatte sich Trumps Handelsberater Peter Navarro in einem Gastbeitrag für "USA Today" geäußert: Fauci habe in jedem Punkt, in dem er mit ihm in der Krise zu tun gehabt habe, falsch gelegen. „Wenn Sie mich also fragen, ob ich auf Dr. Faucis Rat höre, ist meine Antwort: nur mit Skepsis und Vorsicht“, sagte Navarro. Trump wies Navarros Äußerungen zurück: „Das hätte er nicht tun sollen“, kommentierte er den Gastbeitrag seines Handelsberaters.

15.7.2020, 19: 38 Uhr – VfB Stuttgart beantragt Millionen-Kredit

Der Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart hat Medienberichte bestätigt, denen zufolge der Verein bei der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen Hilfskredit beantragt hat, um die Einbußen durch die Corona-Kredite aufzufangen. Zunächst hatten die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten darüber berichtet.

Dies war „eine unserer getroffenen Maßnahmen zur Wahrung des wirtschaftlichen Fortbestands des VfB in einer Zeit, in der niemand vorhersagen konnte, wann und wie es im Fußball weitergehen würde“, hieß es von VfB-Finanzvorstand Stefan Heim.

Fußball | Bundesliga VfB Stuttgart beantragt Staatshilfe: "Das ist nicht ehrenrührig"

Der VfB Stuttgart hat staatliche Corona-Hilfe beantragt. Der Bundesliga-Aufsteiger steht mit dieser Maßnahme aber nicht alleine da.  mehr...

15.7.2020, 18:15 Uhr – Film- und Kinobranche bekommt mehr Geld

Die deutsche Film- und Kinobranche bekommt vom Staat zusätzliche Unterstützung in Höhe von 40 Millionen Euro. Das teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) mit. Das Geld ist auch dafür gedacht, dass Kinos umgebaut, modernisiert und besser ausgestattet werden können, beispielsweise für den Einbau von Schutzvorrichtungen und bargeldlose Kassen. Jedes Kino kann bis zu 315.000 Euro erhalten, bei Unternehmen mit mehreren Standorten ist es die doppelte Summe. Seit einigen Monaten gibt es bereits ein anderes Förderprojekt, bei dem zum Beispiel Kinos auf dem Land ihre Technik modernisieren können.

15.7.2020, 17:03 – Russisches Militär meldet Erfolg bei Impfstoff-Test

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums hat das Militär des Landes die erste Phase einer klinischen Studie, bei der ein möglicher Corona-Impfstoff getestet wird, erfolgreich absolviert.

An 18 freiwilligen Probanden sei der Wirkstoff getestet worden. Es seien keine schwerwiegenden Nebenwirkungen, Gesundheitsbeschwerden oder anderweitige Komplikationen aufgetreten. Damit ist aber noch nicht klar, ob der mögliche Impfstoff auch wirksam ist. Eine beteiligte Ärztin betonte jedoch, die Studienteilnehmer hätten Antikörper gegen das Coronavirus gebildet. Die klinischen Tests sollen laut Ministerium noch bis Ende des Monats andauern.

15.7.2020, 16:53 Uhr – Tönnies darf an Hauptstandort wieder schlachten

Der Fleischverarbeiter Tönnies will nach dem Corona-Ausbruch am Hauptstandort Rheda-Wiedenbrück morgen wieder die ersten Schweine schlachten. Ab den frühen Morgenstunden würden die ersten Tiere angeliefert, sagte ein Konzernsprecher der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. Die Stadt Rheda-Wiedenbrück hatte die seit Mitte Juni gültige Schließungsverfügung für die Schlachtung mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Der Betrieb war geschlossen worden, weil rund 1.400 Mitarbeiter des Konzerns positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

15.7.2020, 15:12 Uhr – Mallorca schließt alle Lokale in der „Bier-“ und „Schinkenstraße“

Wegen illegaler Partys hat die Baleareninsel Mallorca beschlossen, alle Lokale in der „Bierstraße“ und „Schinkenstraße“ zwangsweise zu schließen. Der Bereich ist vor allem bei deutschen Party-Touristen beliebt. Die Anordnung gelte für zwei Monate, teilte der balearische Tourismusminister Negueruela in Palma mit. Auch in Magaluf müssen Lokale schließen. Am Wochenende hatten Hunderte Menschen an der Playa de Palma sowie in Magaluf gefeiert – ohne Schutzmaske oder den Sicherheitsabstand einzuhalten.

15.7.2020, 14:28 Uhr – Umsatzeinbruch im Einzelhandel erwartet

Der Handelsverband Deutschland rechnet mit einem Umsatzrückgang in Höhe von 40 Milliarden Euro für den Einzelhandel im Non-Food-Bereich. Das geht aus einer heute vorgelegten Prognose hervor. Zuwächse gab es demnach während der Pandemie nur bei Supermärkten und dem Online- Handel. Die Coronakrise habe bei vielen Nicht-Lebensmittelhändlern große Löcher verursacht, das Geld werde vielerorts knapp, betonte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Genth. Viele Verbraucher hätten zudem ihr Einkaufsverhalten geändert. Insgesamt werde der Einzelhandel in Deutschland in diesem Jahr voraussichtlich ein Umsatzminus von vier Prozent verzeichnen, heißt es vom Verband. Das wäre der stärkste Wirtschaftsrückgang seit dem Zweiten Weltkrieg.

15.7.2020, 13:09 Uhr – Kultusministerkonferenz einigt sich auf Hygieneregeln für Schulen

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat sich auf bundesweit einheitliche Hygieneregeln für die Schulen geeinigt. Der Rahmenplan für alle 16 Bundesländer sieht unter anderem vor, Schüler mit verdächtigen Symptomen vom Unterricht auszuschließen. Die Schulgebäude sollen regelmäßig gereinigt und gelüftet werden. Auf Detailregelungen habe man wegen der jeweils unterschiedlichen Gegebenheiten vor Ort bewusst verzichtet, heißt es von der KMK. Trotz der Corona-Pandemie sollen die Schulen nach den Sommerferien wieder in den Regelbetrieb starten.

15.7.2020, 11:31 Uhr – Bericht: Verkäufer in Drogerien und Supermärkten infizieren sich wohl nur selten mit Coronavirus

Bei der Arbeit in Supermärkten und Drogerien könnten sich laut Zeit weniger Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert haben als zu Beginn der Pandemie befürchtet. Die Wochenzeitung beruft sich auf eine Recherche unter den großen deutschen Supermarkt- und Drogerieketten.

Demnach wurden bei der Drogeriekette dm nur 0,1 Prozent der etwa 41.000 Mitarbeiter positiv getestet. Eine ähnliche Bilanz ziehe Konkurrent Rossmann mit 36 Fällen bei 33.400 Mitarbeitern. Davon hätten sich nur zwei eindeutig bei der Arbeit infiziert. Auch die Supermarktketten Rewe und Kaufland hätten angeben, der Anteil der infizierten Mitarbeiter liege unter dem Bevölkerungsdurchschnitt.

15.7.2020, 10:52 Uhr – 160.000 Katalanen müssen zurück in den Lockdown

Für rund 160.000 Menschen in der spanischen Region Katalonien gelten aufgrund eines Anstiegs der Infektionen erneut scharfe Beschränkungen. Ein Gericht genehmigt eine entsprechende Anordnung der Regionalregierung, mit der die Einwohner von Lleida und sechs benachbarten Städten aufgefordert werden, zu Hause zu bleiben. Hotels, Restaurants und Bars sollen geschlossen bleiben. Lediglich das Abholen von Speisen und Auslieferungen sind gestattet.

15.7.2020, 8:20 Uhr – Auch Indien testet Impfstoff an Menschen

Während in Indien die Zahl der Corona-Infektionen weiter steigt, haben am Nationalen Institut für Virologie jetzt erste klinische Tests für einen Impfstoff begonnen. Indien, das wegen seiner Produktionskapazitäten für Medikamente als „Apotheke der Welt“ gilt, ist damit bei der Entwicklung eines Impfstoffs offenbar ganz weit vorne. In den Medien werden Anzeigen geschaltet, um Freiwillige für die Tests an Menschen zu rekrutieren.

Coronavirus Indien testet Impfstoff an Menschen

Indien gilt aufgrund seiner Produktionskapazitäten für Medikamente als "Apotheke der Welt". Jetzt hat das Land mit ersten Tests eines Coronavirus-Impfstoffes an Menschen begonnen.…  mehr...

15.7.2020, 5:40 Uhr – 351 Neuinfektionen und drei weitere Todesfälle in Deutschland

In Deutschland steigt die Zahl der festgestellten Infektionen um 351 auf 199.726, wie aus Daten auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle legt demnach um drei auf 9.071 zu.

15.7.2020, 3:50 Uhr – Höchste Alarmstufe in Tokio infolge steigender Infektionszahlen

In Tokio wird einem Medienbericht zufolge die höchste von vier Alarmstufen im Zusammenhang mit Coronaviren ausgerufen. Hintergrund sind steigende Fallzahlen vor allem bei jungen Arbeitern in den Zwanzigern und Dreißigern in den Rotlichtvierteln der Metropole. Die höchste Stufe deute daraufhin, dass sich Coronavirus-Infektionen sehr wahrscheinlich ausbreiten“, schreibt die Zeitung Asahi. Die täglichen Fälle überstiegen in vier der vergangenen sechs Tage 200 Neuinfektionen und erreichten am vergangenen Freitag ein Allzeithoch von 243.

15.7.2020, 2:30 Uhr – Erste Erfolge bei möglichem Impfstoff: US-Firma weitet Tests auf 30.000 Probanden aus

In den USA zeigen Tests eines möglichen Impfstoffs gegen das Coronavirus erste Erfolge. Das Nationale Institut für Allergien und Infektionskrankheiten teilte mit, Probanden hätten Antikörper gegen den Erreger entwickelt. Bei den 45 Teilnehmern im Alter von 18 bis 55 Jahren habe es keine ernsthaften Nebenwirkungen gegeben, hieß es weiter. 

Laut Hersteller „Moderna“ ist damit der Weg zu größeren Studien mit rund 30.000 Probanden geebnet. Anfang Juli hatten schon das Mainzer Unternehmen „Biontech“ und der Pharmakonzern „Pfizer“ gemeldet, dass Probanden bei Tests ihres Impfstoffs Antikörper entwickelt hätten.

15.7.2020, 1:00 Uhr – Städtetagspräsident sieht lokale Ausreisesperren skeptisch

In die Debatte über Ausreisesperren wegen Corona hat sich jetzt Städtetagspräsident Burkard Jung (SPD) eingeschaltet. Den Funke-Medien sagte der Leipziger Oberbürgermeister, Regeln zur Eindämmung lokaler Ausbrüche seien zwar sinnvoll. Die Hürden für Ausreisesperren seien jedoch hoch. Sie müssten zeitlich eng begrenzt werden. Außerdem müsse umfassend getestet werden, um solche Sperren schnell wieder aufzuheben, so Jung. Am Montag hatte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) die Überlegung zu lokalen Ausreisesperren bestätigt.

15.7.2020, 0:00 Uhr – Lauterbach fordert nationales Schulkonzept

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) vorgeworfen, kein Corona-Konzept für das neue Schuljahr zu haben. Der Zeitung „Welt" sagte Lauterbach, sollte es im Herbst wieder mehr Infektionen geben, werde es schwierig. Karliczek strebe nur Lösungen von Schule zu Schule an. Besser wäre es, wenn im Sommer ein nationales Konzept entwickelt werde. Dabei sollte über ausgedünnte Klassen, und qualitativ hochwertigen Online-Unterricht gesprochen werden.

14.7.2020, 21:38 Uhr – USA weisen doch keine ausländischen Studierenden aus

Die US-Regierung rückt von ihrem Plan ab, gewisse ausländische Studenten zur Ausreise zu zwingen, wenn ihre Kurse nur noch über das Internet abgehalten werden sollten. Die US-Einwanderungsbehörde teilte mit, dass Studenten, deren Universitäten wegen der Pandemie nur Online-Kurse anbieten, nicht ausreisen oder sich eine neue Hochschule suchen müssten. Bundesrichterin Allison Burroughs gab eine Einigung der Regierung mit den Universitäten Harvard und MIT bekannt, durch die das Vorhaben hinfällig geworden sei. Hunderte Unis hatten gegen die Pläne geklagt.

14.7.2020, 21:20 Uhr – EU schwächt Auflagen für Covid-19-Arzneimittel

Die EU setzt befristet Auflagen aus, um die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs zu beschleunigen. Wie der Rat der Mitgliedstaaten mitteilte, werden vom kommenden Samstag an Covid-19-Arzneimittel mit genetisch veränderten Organismen (GVO) ohne vorherige Umweltverträglichkeitsprüfung klinisch geprüft werden können. Zudem wird klargestellt, dass die Regelung auch gilt, wenn Mitgliedsstaaten den Einsatz von offiziell noch nicht genehmigten Covid-19-Arzneimitteln mit genetisch veränderten Organismen erlauben wollen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kommentierte: "Diese Verordnung wird sicherstellen, dass klinische Prüfungen in der EU ohne Verzögerung starten können und dass keine wertvolle Zeit verloren geht." Ein Impfstoff gegen Covid-19 werde dringend benötigt. Die neue EU-Verordnung gilt, solange die Weltgesundheitsorganisation Covid-19 als Pandemie betrachtet oder solange ein Beschluss der Kommission gilt, mit dem sie eine gesundheitliche Krisensituation aufgrund von Covid-19 feststellt.

14.7.2020, 20:24 Uhr – Banksy fordert mit Kunst zum Maskentragen auf

Streetart-Künstler Banksy hat in einer Londoner U-Bahn typische Ratten-Bilder auf die Innenseiten der Fenster und Türen gesprayt. Eine Farbe niesende Ratte und eine Ratte mit Mundschutz als Fallschirm sollen fürs Maskentragen werben. Als Kommentar schrieb Banksy unter seinen Instagram-Post: "Wenn du keine Maske trägst, kapierst du's nicht."

Die britische Regierung gab am Dienstag bekannt, dass vom 24. Juli an eine Maskenpflicht in Supermärkten und anderen Geschäften in England gelte. Jeder Landesteil in Großbritannien entscheidet über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln wurde im Juni in England eingeführt.

. . If you don’t mask - you don’t get.

14.7.2020, 19:53 Uhr - Spaniens Ministerpräsident Sanchez ruft EU zur Einigung auf

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez hat die 27 EU-Regierungen aufgefordert, sich über die künftigen Finanzen zu einigen. Wenn wir die Einigung am Freitag verschieben, verschieben wir auch den Wiederaufbau, sagte Sanchez nach einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin. Strittig ist in der EU vor allem ein neuer 750 Milliarden-Euro-Fonds für die Bewältigung der Corona-Krise.

14.7.2020, 19:31 Uhr – Einreise aus Serbien und Montenegro in EU wird wieder verboten

Die EU-Staaten wollen die in der Corona-Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen wieder ausweiten. Die Botschafter der EU-Staaten einigten sich darauf, die Beschränkungen für Bürger aus den beiden Balkanstaaten Serbien und Montenegro wieder einzuführen, wie mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf EU-Diplomaten berichten. Grund dafür ist, dass die Viruslage sich in beiden Ländern deutlich verschlechtert hat. Die Liste der Drittstaaten, aus denen Reisen in die EU möglich sind, schrumpft somit auf zwölf Länder. Die Botschafter fügten kein neues Land hinzu. Die Entscheidung muss noch im schriftlichen Verfahren offiziell von den Hauptstädten bestätigt werden.

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst zu verbieten. Seit Anfang Juli wird dieser Einreisestopp langsam gelockert.

14.7.2020, 17:49 Uhr – Umfrage: Eltern während Pandemie stark belastet

Der bisherige Höhepunkt der Corona-Pandemie in Deutschland ist für fast die Hälfte der Eltern eine sehr belastende Phase gewesen. Frauen hätten noch häufiger als Männer von einer hohen Belastung berichtet, teilte das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung mit. Unter den alleinerziehenden Müttern hätten rund 60 Prozent eine hohe Gesamtbelastung angegeben. Die Auswertung veröffentlichte das Institut unter der Überschrift „Eltern während der Corona-Krise – Zur Improvisation gezwungen“.

Wöchentlich seien seit Ende März 3.600 Personen zu ihrer Lebenssituation befragt worden. Unter den Eltern hätten sich Väter in Kurzarbeit am zufriedensten geäußert, Mütter in derselben Situation seien deutlich unzufriedener gewesen, heißt es darin. Mütter im Home-Office sei es dagegen besser gegangen als den Vätern.

14.7.2020, 15:28 Uhr – Spahn will europäische Zusammenarbeit bei Gesundheit verbessern

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich in Paris für eine bessere europäische Zusammenarbeit in den Bereichen Gesundheit, Gesundheitssicherheit und Pandemie-Vorsorge ausgesprochen. In der Corona-Krise habe man bereits auf pragmatische Weise kooperiert, sagte Spahn am Rande eines Treffens mit seinem französischen Amtskollegen Olivier Véran.

14.7.2020, 13:55 Uhr – Rheinland-Pfalz lockert Corona-Regeln ab Morgen

Ab morgen werden die Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz weiter gelockert. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Im Sport dürfen bis zu 30 Menschen zusammen trainieren oder Wettkämpfe austragen. Neu ist, dass die Kontaktdaten der Sportler erfasst werden müssen. In der Gastronomie entfällt die Sperrstunde um Mitternacht. Außerdem dürfen sich Gäste wieder an der Theke aufhalten und dort essen und trinken. Allerdings ist ein Abstand von einem Meter fünfzig vorgeschrieben.

14.7.2020, 12:20 Uhr – Indiens IT-Metropole Bangalore wird zum Corona-Hotspot

Die IT-Metropole Bangalore sich zu einem neuen Hotspot der Corona-Pandemie in Indien entwickelt. Die Folge: Für die 13-Millionen-Einwohner-Stadt wurde eine Ausgangssperre verhängt. Der Lockdown gilt ab Dienstagabend um 20.00 Uhr für sieben Tage, wie die Behörden mitteilten. Der Verkehr in der südindischen Stadt wird von Notfällen abgesehen ausgesetzt, nur Läden mit lebensnotwendigen Waren dürfen geöffnet bleiben. Firmen in Bangalore, die den IT-Betrieb internationaler Konzerne sicherstellen, dürfen weiter arbeiten. 

14.7.2020, 11:05 Uhr – Belgien erstmals seit vier Monaten ohne neuen Corona-Todesfall

Aus Belgien wird erstmals seit dem 10. März kein neuer Todesfall gemeldet. Die Gesamtzahl liegt damit weiterhin bei 9.787, wie die Gesundheitsbehörden mitteilen. Die festgestellten Infektionen werden mit 62.781 angegeben. Zum Vergleich: In Deutschland werden bislang 199.375 Ansteckungen
und 9.068 Todesfälle registriert - bei deutlich höherer Bevölkerungszahl.

14.7.2020, 10:20 Uhr – RKI meldet 412 Neuinfektionen und vier Todesfälle

In Deutschland steigt die Zahl der festgestellten Infektionen um 412 auf 199.375, wie aus Daten auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle legt demnach um vier auf 9.068 zu.

14.7.2020, 9:05 Uhr – Britische Wirtschaft kommt nach Corona-Schock wieder in Gang

Die in der Coronakrise arg gebeutelte britische Konjunktur berappelt sich allmählich wieder. Die Wirtschaftsleistung zog im Mai um 1,8 Prozent an, wie das Statistikamt Office of National Statistics am Dienstag mitteilte. Im April war die Konjunktur angesichts der umfangreichen Corona-Eindämmungsmaßnahmen im Rekordtempo eingebrochen - und zwar um 20,3 Prozent. Großbritannien gilt als eines der weltweit am härtesten von der Pandemie getroffenen Länder. Im Vereinigten Königreich wurden im Zusammenhang mit dem Virus mehr als 44.000 Todesfälle gezählt.

14.7.2020, 8:47 Uhr – Lauterbach und Bosbach gegen Zuschauer-Öffnung während Corona

Die Politiker Karl Lauterbach (SPD) und Wolfgang Bosbach (CDU) stehen einer Öffnung von Fußballspielen für Zuschauer ab der neuen Saison angesichts der Corona-Pandemie skeptisch gegenüber. „Ich habe mich gefreut, dass das Konzept der Bundesliga mit den Geisterspielen aufgegangen ist und ich mit meiner Prognose da nicht richtig lag. Jetzt ist allerdings nicht der richtige Zeitpunkt, bereits über Lockerungen in den Stadien zu sprechen. Eine Lockerung im September kommt zu früh“, sagte Lauterbach, Mediziner und Epidemiologe, dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Auch CDU-Politiker Wolfgang Bosbach warnte im Kölner Stadt-Anzeiger: „Womöglich könnte ein Spiel mit Infizierten reichen, dass das Infektionsgeschehen wieder steigt und es neue Restriktionen geben muss.“

14.7.2020, 7:32 Uhr – Studie: Pandemie bringt innere Uhr durcheinander

Viele Menschen haben den Lauf der Zeit während der ersten Corona-Welle anders wahrgenommen als sonst. Das geht aus einer in der Fachzeitschrift "PLOS ONE" veröffentlichten Studie britischer Wissenschaftler hervor. Ein Team der John-Moores-Universität in Liverpool befragte dafür rund 600 Menschen in Großbritannien zwischen dem 7. und 30. April in einer Online-Umfrage zu Zeitempfinden, Gemütszustand und persönlichen Umständen.

Mehr als 80 Prozent der Befragten gaben an, die Zeit der Kontaktbeschränkungen sei für sie entweder schneller oder langsamer vergangen als sonst. Wer älter und unzufrieden mit dem Maß seiner sozialen Kontakte war, für den verging die Zeit häufig langsamer. Wer jünger und zufriedener war, verspürte eher eine Beschleunigung der Ereignisse.

14.7.2020, 5:05 Uhr – BDI-Präsident bezweifelt rasche Erholung der Konjunktur

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) rechnet nicht mit einer raschen Erholung der deutschen Wirtschaft vonden Folgen der Corona-Pandemie. „Der langsame Aufwärtstrend derKonjunktur ist kein Grund zum Übermut“, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstagsausgaben). Frühestens 2022 werde die Volkswirtschaft wieder das Vorkrisenniveau erreichen.

14.7.2020, 3:15 Uhr – Mehr als 4.000 Menschen in US-Abschiebelagern infiziert

In den US-Abschiebehaftanstalten breitet sich das Coronavirus immer stärker aus. Laut Aussagen der privaten Betreiber der Flüchtlingslager sind mehr als 3.300 der 22.580 Menschen in Abschiebehaft sowie 880 Mitarbeiter mit dem Erreger infiziert.

Es habe Berichte von Angestellten über die Rationierung persönlicher Schutzausrüstung, unzureichende medizinische Versorgung und verzögerte Tests gegeben, erklärte die Vorsitzende des Senatsausschuss für Heimatschutz, Kathleen Rice bei einer Anhörung. Die US-Einwanderungsbehörde ICE äußerte sich nicht zu den Infektionszahlen und den Vorwürfen.

14.7.2020, 1:56 Uhr – England führt Maskenpflicht beim Einkaufen ein

Nach langem Zögern führt jetzt auch England eine Maskenpflicht in Geschäften ein. Diese soll nach Regierungsangaben Ende der nächsten Woche in Kraft treten. Wer sich nicht daran halte, müsse mit einer Geldstrafe von umgerechnet mehr als 100 Euro rechnen. Bisher müssen Masken in England nur in öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. Die Regierung war lange dagegen, die Maskenpflicht auszuweiten.

14.7.2020, 1:08 Uhr – Trotz Corona-Infektion: Brasiliens Präsident fühlt sich "sehr gut"

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro fühlt sich nach eigenen Angaben trotz seiner Coronavirus-Infektion "sehr gut". Er sei weder außer Atem noch habe er seinen Geschmackssinn verloren, sagte Bolsonaro gegenüber dem Sender CNN Brasil. Demnach will er seine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen, sobald er negativ auf das Virus getestet wurde. Bis dahin werde er sich weiter isolieren. Ein neuer Test ist heute geplant.

14.7.2020, 0:40 Uhr – WHO: Alle Staaten müssen Vorsichtsmaßnahmen einhalten

Weltweit steigt die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen weiterhin rasant. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind es mittlerweile mehr als 13 Millionen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) appelliert an alle Staaten, sich an grundlegende Vorsichtsmaßnahmen zu halten. Andernfalls könne sich die Pandemie noch deutlich verschärfen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Gebreyesus. Zu viele Staaten würden in die falsche Richtung gehen. Dabei hätten viele Länder in Europa und anderswo demonstriert, dass es möglich sei, große Ausbrüche unter Kontrolle zu bringen.

13.7.2020, 20:41 Uhr – Lauterbach nennt Mallorca neues Risikogebiet

Nach Ansicht von SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist Mallorca durch feiernde Touristen ein neues Corona-Risikogebiet. Was sich dort und in anderen Ländern abspiele, könne eine zweite Infektionswelle in Deutschland auslösen, sagte er der Rheinischen Post. Lauterbach fordert eine Testpflicht für alle Urlauber aus solchen Gebieten. Der Politiker spricht sich auch für mehr Abstand in Flugzeugen aus. Am Wochenende hatten Hunderte deutsche Touristen auf Mallorca gefeiert, ohne Abstandsregeln einzuhalten oder einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

13.7.2020, 21:35 Uhr – Kalifornien schließt Bars, Kinos und Zoos

Wegen steigender Infektionszahlen müssen im US-Bundesstaat Kalifornien Bars, Kinos, Zoos und Museen schließen. Das ordnete Gouverneur Gavin Newsom an. Auch Gaststätten müssen demnach ihre Bewirtung in geschlossenen Räumen einstellen. In Regionen, in denen es besondern viele Neuinfektionen gibt, müssen zudem Kirchen, Fitnessstudios und Frisörsalone schließen. Kalifornien ist der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat. Dort leben fast 40 Millionen Menschen.

13.7.2020, 18:37 Uhr – Merkel will ein „wuchtiges" EU-Finanzpaket

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat besondere Anstrengungen für einen Finanzpakt zum Wiederaufbau nach der Corona-Krise gefordert. Der geplante Wiederaufbaufonds müsse etwas Wuchtiges sein, und es sei wichtig, dass dieser nicht verzwergt werde, sagte sie bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte auf Schloss Meseberg nördlich von Berlin. „Ich weiß nicht, ob wir zu einer Einigung kommen“, warnte sie aber. „Es ist noch nichts sicher. Die Wege sind noch weit, die zu gehen sind.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Giuseppe Conte bei ihrer Pressekonferenz in Berlin (Foto: Reuters)
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Giuseppe Conte bei ihrer Pressekonferenz in Berlin

Merkel betonte nach dem Gespräch mit Conte, die Folgen der Pandemie müssten solidarisch überwunden werden. Italien gilt neben Spanien als mögliches Hauptempfängerland von EU-Hilfszahlungen. Morgen will Merkel auch den spanischen Regierungschef Sanchez empfangen. Die Gespräche dienen der Vorbereitung des EU-Gipfels, der am Freitag in Brüssel stattfindet. Deutschland hat derzeit turnusgemäß die EU-Ratspräsidentschaft inne.

13.7.2020, 18:05 Uhr – Betriebsstart für Tönnes weiter ungewiss

Seit Wochen ruht die Arbeit auf dem Schlachthof des Tönnies-Konzerns im Kreis Gütersloh. Der Betrieb steht nach dem Corona-Ausbruch mit rund 1.400 Infektionen unter Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und deren Angehörigen unter Quarantäne.

Wann Tönnies den Standort wieder nutzen darf, bleibt auch weiter offen. „Ich kann Ihnen keinen Tag sagen, wann der Schlachthof wieder aufmacht“, sagte der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl Josef Laumann heute vor Journalistinnen und Journalisten. Er habe aber ein Interesse daran, dass der Betrieb möglichst schnell wieder aufgenommen werden könne, wenn die Fragen des Arbeitsschutzes gelöst seien.

Die Schlachtungen könnten nur zum Teil von kleineren Betrieben übernommen werden, so Laumann weiter. Das führe zu Problemen in den Ställen. Er betonte jedoch: Erst müsse der Gesundheitsschutz stehen, dann könne Tönnies „Schritt für Schritt“ wieder die Arbeit aufnehmen.

13.7.2020, 17:38 Uhr – Studie: Kinder könnten als Corona-Infektionsbremse wirken

Schulen haben sich nach der Wiedereröffnung nicht zu Corona-Hotspots entwickelt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Technischen Universität Dresden. Von mehr als 2.000 untersuchten Blutproben von Schülern und Lehrern wurden nur in zwölf Fällen Antikörper auf das Coronavirus nachgewiesen. Dabei sei auch an Schulen mit Corona-Ausbrüchen zwischen Mai und Juli getestet worden. Die ersten Ergebnisse der Studie zeigten keine Hinweise, dass Kinder oder Jugendliche das Virus besonders schnell verbreiteten, so die Wissenschaftler.

13.7.2020, 16:52 Uhr – Maskenpflicht gilt auf Mallorca auch im Freien

Die Balearen führen eine „Maskenpflicht light“ ein. Gesundheitsminsiterin Gómez verkündete am Mittag auf einer Pressekonferenz mehrere Ausnahmen. Sie gilt in Ortschaften, nicht aber auf Uferpromenaden oder in der Natur – sofern dort der Sicherheitsabstand von anderthalb Metern zu anderen eingehalten werden kann. Auch müssen Besucher von Stränden und Pools keinen Mund-Nasen-Schutz tragen, ebensowenig Sportler oder Menschen mit Atemwegserkrankungen. Auch beim Essen im Restaurant gilt keine Maskenpflicht. Die Gesundheitsministerin sprach von einem Bußgeld von bis zu 100 Euro bei Verstoß gegen die Maskenpflicht; bisher war von 100 Euro als festes Bußgeld die Rede. Auch kündigte die Ministerin an, in dieser Woche die Geldbuße noch nicht zu verhängen.

Neue Hotspot-Gefahr Maskenpflicht gilt auf Mallorca jetzt auch im Freien

Seit dem Nachmittag gilt die verschärfte Maskenpflicht auf Mallorca. Zuvor sorgte sich bereits Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wegen der wilden Partys deutscher Urlauber.  mehr...

13.7.2020, 15:33 Uhr – Regierung will sich für deutsche USA-Studenten einsetzen

Die Bundesregierung will sich für deutsche Studierende in den USA einsetzen, denen wegen Corona die Ausweisung droht. Das hat das Auswärtige Amt angekündigt. Derzeit sind etwa 9200 Studenten aus Deutschland in den USA. Die US-Regierung hatte angekündigt, Studenten das Visum zu entziehen, die wegen der Corona-Krise an ihren Universitäten nur noch an Online-Kursen teilnehmen. Sie müssten entweder die USA verlassen oder sich an einer Hochschule einschreiben, an der Präsenz-Unterricht stattfindet.

13.7.2020, 14:58 Uhr – Streit über Ausgangsbeschränkungen in Katalonien

In Spanien ist ein Streit über die ersten Ausgangsbeschränkungen seit den Corona-Lockerungen ausgebrochen. Ein Gericht hatte die Beschränkungen für die katalanische Stadt Lleida und sieben umliegende Gemeinden als unverhältnismäßig gekippt. Der Regionalpräsident Kataloniens, Torra, hat jetzt laut einem Zeitungsbericht ein Dekret angekündigt, um es doch durchzusetzen. Die Region Lleida steht seit einer Woche unter Quarantäne, vor allem wegen Corona-Ausbrüchen bei Saisonarbeitern in der Landwirtschaft, in Altenheimen und einem Wohnquartier.

13.7.2020, 12:43 Uhr – Sachsen will nach Ferien Schulbetrieb wieder komplett aufnehmen

Sachsen will nach den Sommerferien den normalen Schulbetrieb wieder aufnehmen. „Wir planen ganz klar mit dem Regelbetrieb“, sagt Landeskultusminister Christian Piwarz. Wo immer möglich, müsse der Mindestabstand gewahrt und auch Masken getragen werden. Diese würde aber nicht generell vorgeschrieben, da dies im Vollbetrieb nicht möglich sei. Das bedeute aber auch, dass es im Herbst bei den erwarteten zunehmenden Infektionen wieder Einschränkungen gebe. Dann könnten Schulschließungen an der Tagesordnung sein, die regional und zeitlich begrenzt würden.

13.7.2020, 10:52 Uhr – RKI: Zahl der neuen Corona-Fälle auf niedrigem Niveau stabil

Das Robert-Koch-Institut (RKI) schätzt die Infektionszahlen in Deutschland als gut beherrschbar ein. „Die Zahl der neuen Fälle hat sich auf niedrigem Niveau stabilisiert“, sagt Präsident Lothar Wieler. „Das ist eine sehr gute Nachricht.“ Auch die Totenzahl sei sehr niedrig. Allerdings müsse man weiter sehr wachsam sein und die Abstandsregeln einhalten, wie regionale Ausbrüche zeigten.

13.7.2020, 10:10 Uhr – Mehr als 6.500 Neuinfektionen in Russland

In Russland haben sich nach Behördenangaben 6.537 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Infektionen stieg damit binnen 24 Stunden auf 733.699. Zudem seien 104 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden. Insgesamt starben 11.439 Menschen.

13.7.2020, 8:20 Uhr – Verschärfte Maskenpflicht auf Mallorca und anderen Balearen-Inseln

Zum Schutz vor einer Ausbreitung des Coronavirus tritt heute auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln eine verschärfte Maskenpflicht in Kraft. Der Mund- und Nasenschutz muss auf Anordnung der Regionalregierung in allen geschlossenen öffentlichen Räumen sowie auch auf der Straße und im Freien getragen werden, sobald die Möglichkeit besteht, auf andere Menschen zu treffen.

Unklarheit um strengere Maskenpflicht Nach Partyexzessen: Barbetreiber verschärfen Corona-Maßnahmen auf Mallorca

Strengere Regeln in den Partyhochburgen auf Mallorca für feiernde Gäste - die Partyexzesse von Urlaubern ohne Mundschutz und Sicherheitsabstand in der Nacht von Freitag auf Samstag lassen Bar- und Restaurantbetreiber handeln.  mehr...

13.7.2020, 7:15 Uhr – Deutsche Bank: Zehntausende können Kredite nicht mehr bedienen

Bei der Deutschen Bank wächst die Zahl der Kunden, die wegen der Coronakrise ihre Kredite nicht bedienen. „Wir haben bislang insgesamt etwa 70.000 Stundungsanträge von Privatkunden der Deutschen Bank und der Postbank erhalten“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Karl von Rohr der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Montagsausgabe). Das entspreche einem einstelligen Prozentsatz des gesamten Kreditportfolios. Die Zahl steige weiter, jedoch deutlich langsamer als noch im Frühjahr. Die vorübergehende Stundung von Krediten ist in der Coronakrise gesetzlich ermöglicht worden.

13.7.2020, 6:30 Uhr – 50.000 Operationen laut Krebshilfe verschoben

Als Folge der Corona-Pandemie sind nach Angaben der Deutschen Krebshilfe hierzulande zehntausende Krebsoperationen sowie Diagnose- und Früherkennungsmaßnahmen verschoben worden. Der Vorstandsvorsitzende Gerd Nettekoven warnte in Montagsausgabe der Augsburger Allgemeinen vor potenziell fatalen Folgen. Die große Sorge der Krebshilfe sei, dass die Verschiebungen nicht in allen Fällen „auch medizinisch vertretbar“ gewesen seien.

Nach Angaben der Stiftung fielen schätzungsweise rund 50.000 Krebsoperationen bis Mitte Juni aus. Dies sei „eine gewaltige Zahl“. Fast ein Viertel aller ursprünglich vorgesehenen Krebsoperationen habe damit in diesem Zeitraum nicht stattgefunden.

13.7.2020, 5:21 Uhr – 159 Neuinfektionen und ein weiterer Todesfall in Deutschland

In Deutschland steigt die Zahl der festgestellten Infektionen um 159 auf 198.963. Nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) wird im Zusammenhang mit dem Virus ein neuer Todesfall gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl auf 9.064.

13.7.2020, 3:15 Uhr – Rekordanstieg mit 15.000 Neuinfektionen in Florida – „Disney-World“ öffnet dennoch

Der US-Bundesstaat Florida meldet mit 15.000 Neuinfektionen einen Rekordanstieg der Coronavirus-Fälle innerhalb eines Tages. Wenn Florida ein Land wäre, würde es laut einer Analyse der Nachrichtenagentur Reuters den vierten Platz in der Welt für die meisten neuen Fälle an einem Tag hinter den USA, Brasilien und Indien einnehmen. „Disney-World“ in Florida wurde am Wochenende dennoch wiedereröffnet. Krankenhausaufenthalte und Neuinfektionen steigen auch in Arizona, Kalifornien und Texas. Die USA meldet insgesamt den vierten Tag in Folge um die 60.000 neue Fälle.

13.7.2020, 2:27 Uhr – Stegner spekuliert über mögliche Haftstrafe für Unternehmer Tönnies

In der Debatte über die Arbeitsbedingungen im Schlachtbetrieb Tönnies hat SPD-Politiker Ralf Stegner über eine Haftstrafe für den Unternehmer Clemens Tönnies spekuliert. So jemand brauche keine staatliche Hilfe durch Steuergelder, er sollte zur Verantwortung gezogen werden, sagte Stegner bei Bild Live. Vielleicht komme Tönnies irgendwann in "staatliche Kost und Logis". Tönnies hatte zuvor einen Antrag auf Erstattung von Lohnkosten durch das Land Nordrhein-Westfalen in der Corona-Krise gestellt.

13.7.2020, 0:00 Uhr – Spanien: Erstmals wieder Ausgangssperre in Katalonien

Wegen steigender Zahlen von Corona-Infektionen gibt es in Spanien wieder eine Ausgangsbeschränkung - und zwar rund um die Großstadt Lleida in der Region Katalonien. Mehr als 200.000 Menschen dürfen seit Mitternacht ihre Wohnungen nicht mehr verlassen. Die Regionalregierung ruft sie dazu auf, nur für den Weg zur Arbeit, wichtige Einkäufe oder im Notfall das Haus zu verlassen. In ganz Katalonien gibt es so viele Corona-Neuinfektionen wie seit Mai nicht mehr.

12.7.2020, 17:51 Uhr: NRW: Bald bis zu 150 Gäste bei Hochzeiten erlaubt

Hochzeiten in Nordrhein-Westfalen dürfen wieder mit mehr Gästen gefeiert werden - ab dem 11. August dürfen 150 Gäste kommen statt wie bisher 50. Das hat die nordrhein-westfälische Landesregierung beschlossen. Die Lockerung der Corona-Regel gilt demnach auch für andere Feste wie Jubiläen, Taufen, Geburtstage und Abschlussfeiern. Bedingung ist, dass die Kontakte nachverfolgt werden können.

12.7.2020, 15:43 Uhr: Bereitschaft für Corona-Impfung sinkt

In Deutschland sind anscheinend weniger Menschen dazu bereit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, wenn es einen Impfstoff geben sollte. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet über eine entsprechende Umfrage der Uni Hamburg. Vor drei Monaten hätten noch mehr als zwei Drittel der Befragten gesagt, dass sie sich impfen lassen würden. Mittlerweile seien es nur noch gut 60 Prozent. Besonders gering sei die Bereitschaft zur Impfung in Bayern, besonders hoch in Norddeutschland.

12.7.2020, 15:20 Uhr: Barbetreiber auf Mallorca verschärfen die Regeln für Gäste

In den Partyhochburgen auf Mallorca haben Bar- und Restaurantbetreiber die Regeln für ihre Gäste strenger gemacht. Hintergrund sind die Partyexzesse von feiernden Urlaubern, die keine Maske getragen und den Mindestabstand nicht eingehalten haben.

Unklarheit um strengere Maskenpflicht Nach Partyexzessen: Barbetreiber verschärfen Corona-Maßnahmen auf Mallorca

Strengere Regeln in den Partyhochburgen auf Mallorca für feiernde Gäste - die Partyexzesse von Urlaubern ohne Mundschutz und Sicherheitsabstand in der Nacht von Freitag auf Samstag lassen Bar- und Restaurantbetreiber handeln.  mehr...

12.7.2020, 13:38 Uhr: Städtetag ruft auf, wieder ÖPNV nutzen

Die Menschen sollen trotz der Coronakrise wieder mehr den öffentlichen Nahverkehr nutzen. Dazu ruft der Deutsche Städtetag auf. Dessen Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy hat den Funke-Zeitungen gesagt, dass es keine Anzeichen für verstärkte Ansteckungen in Bussen und Bahnen gebe. Laut Verband Deutscher Verkehrsunternehmen sei im Juni gut die Hälfte der üblichen Anzahl von Fahrgästen unterwegs gewesen. Zu Beginn der Krise waren es 80 Prozent weniger als sonst.

12.7.2020, 11:30 Uhr: Onlinehandel gibt Steuersenkung kaum weiter

Online-Händler geben die Mehrwertsteuersenkung kaum an ihre Kunden weiter. Das berichtet die "Welt am Sonntag". Die 100 umsatzstärksten Shops im Netz haben demnach ihre Preise in diesem Monat um durchschnittlich knapp 0,8 Prozent gesenkt. Hätten sie die Steuersenkung weitergegeben, läge die Ersparnis für die Kunden bei etwa 2,5 Prozent. Die geringere Mehrwertsteuer ist Teil des Konjunkturpakets der Bundesregierung.

12.7.2020, 9:39 Uhr – Umfrage: Pandemie stresst viele Menschen enorm

Die Folgen der Corona-Pandemie belasten die Psyche vieler Menschen. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse, die den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vorliegt. Als besondere Belastung empfanden demnach 80 Prozent der Befragten den fehlenden Kontakt zu Familie und Freunden. Am zweithäufigsten wurde von 57 Prozent die Angst vor einer Corona-Erkrankung der Angehörigen genannt. Kita- und Schulschließungen nannten 56 Prozent. Jeder Zweite fürchtet zudem einen Zusammenbruch der Wirtschaft. Laut der Studie belastet die Pandemie Jüngere stärker als Ältere und Frauen stärker als Männer. Grund dafür sei die Zweifachbelastung von Frauen durch Arbeit und Homeschooling, vermutet die Krankenkasse.

Eine Studie des Hamburger Universitätsklinikums zeigt, dass sich auch die psychische Gesundheit vieler Kinder verschlechtert hat.

Die Corona-Krise hat die psychische Gesundheit vieler Kinder verschlechtert. Das zeigt eine Studie des Hamburger Universitätsklinikums. Während vor der Corona-Krise drei von zehn Kindern und Jugendlichen ein schlechtes psychisches Wohlbefinden hatten, waren es währenddessen sechs von zehn. "Wir haben mit einer Verschlechterung des psychischen Wohlbefindens in der Krise gerechnet", sagt Studienleiterin Ulrike Ravens-Sieberer. "Dass sie allerdings so deutlich ausfällt, hat auch uns überrascht." Das Risiko für psychische Auffälligkeiten habe sich fast verdoppelt. Die Kinder seien häufiger gereizt, hätten Einschlafprobleme und klagten über Kopf- und Bauchschmerzen. Betroffen sind vor allem Kinder aus sozial schwächeren Familien. So zeigt die Studie, dass ein geringes Einkommen der Eltern und beengter Wohnraum das Auftreten psychischer Auffälligkeiten bei Kindern fördern. Für die "COPSY"-Studie wurden Kinder per Online-Fragebogen und in Zusammenarbeit mit Infratest dimap zu den Auswirkungen der Corona-Krise befragt. Kinder von elf bis 17 Jahren konnten den Fragebogen selbst ausfüllen. Für jüngere Kinder ab sieben Jahren haben die Eltern geantwortet. Mehr als 1000 Kinder und Jugendliche sowie 1500 Erwachsene haben teilgenommen. Die Ergebnisse wurden anschließend mit Daten einer Langzeituntersuchung aus der Zeit vor Corona verglichen. #corona #psyche #kinder #tagesschau #nachrichten

12.7.2020, 8:23 Uhr – Israel: Großdemo gegen Strategie der Regierung

Tausende Menschen haben in Israel erneut gegen die Corona-Politik der Regierung protestiert. Grund ist die schlechte Wirtschaftslage aufgrund der Beschränkungen. Die Arbeitslosigkeit liegt inzwischen bei mehr als 21 Prozent. Viele Menschen fordern rasche finanzielle Unterstützung. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Hilfen zugesagt, bislang wurde aber nur ein Teil davon ausgezahlt. Nachdem in Israel die Zahl der Infektionen im Juni wieder angestiegen ist wurden erneut Bars, Nachtclubs und Sportanlagen geschlossen.

Wirtschaftliche Folgen von Corona in Israel Demonstranten protestieren gegen Regierung

Tausende von Israelis haben am in Tel Aviv gegen die Finanzpolitik der Regierung von Benjamin Netanjahu in der Corona-Krise demonstriert.  mehr...

12.7.2020, 0:37 Uhr – Tausende US-Häftlinge sollen entlassen werden

Wegen der steigenden Zahlen von Corona-Neuinfektionen in Kalifornien sollen dort 8.000 Häftlinge aus Gefängnissen entlassen werden. Das hat der Gouverneur von Kalifornien, Gevin Newsom, angekündigt. Besonders in der ältesten Haftanstalt des Staates in San Quentin war es in den vergangenen Wochen zu massiven Corona-Infektionen gekommen. Kritiker befürchten, dass sich das Virus durch die Entlassungen außerhalb der Gefängnisse weiterverbreiten könnte.

11.7.2020, 20:15 Uhr – Deutsche Urlauber feiern auf Mallorca ohne Mundschutz

Auf Mallorca haben Hunderte Urlauber aus Deutschland ohne Mundschutz und Sicherheitsabstand gefeiert - und damit gegen geltende Corona-Regeln verstoßen. Um gegen solche Partys vorzugehen, hat die Regionalregierung einen Bußgeldkatalog mit Strafen von bis zu 600.000 Euro beschlossen.

11.7.2020, 12:47 Uhr – Altmaier stellt Bedingungen für Lockerung der Maskenpflicht

Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat eine Bedingung dafür genannt, unter der die Maskenpflicht im Einzelhandel gelockert werden könnte – nämlich wenn die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen unter den Wert von 100 sinken sollte, sagte Altmaier der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Solange es in Deutschland täglich mehrere hundert neue Infektionen gebe, werde die Maskenpflicht aber überall bleiben müssen, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden könne, so Altmaier. Zuletzt hatte das Robert-Koch-Institut 378 neue Fälle gemeldet.

11.7.2020, 11:09 Uhr – Bundesregierung warnt Unternehmen vor Corona-Betrügern

Die Bundesregierung warnt Unternehmen vor Betrügern. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagte, die Betrüger würden sich als Vertreter des „Bundesamts für Krisenschutz und Wirtschaftshilfe“ ausgeben – dieses Amt gibt es aber nicht. „Ein Unternehmen hat uns darauf aufmerksam gemacht“, in der Sache werde bereits ermittelt. Auf der Homepage der imaginären Behörde heißt es, zurzeit würden in mehreren deutschen Unternehmen Befragungen durchgeführt. „Wir wollen gemeinsam mit ihnen an Strategien für eine nachhaltige Bewältigung der Coronakrise arbeiten.“ Die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums verwies auch auf eine Warnung vor betrügerischen E-Mails mit Bezug zu Corona-Zuschüssen für Unternehmen, die das Wirtschaftsministerium am vergangenen Mittwoch veröffentlicht hatte.

11.7.2020, 8:48 Uhr – Corona-Studie: Rund 4.000 Freiwillige melden sich

Etwa 4.000 Freiwillige haben sich in der Tübinger Universitätsklinik als Probanden für die Studie zum Corona-Impfstoff der Firma Curevac gemeldet. „Wir sind in einer Luxuslage wie noch bei keiner anderen klinischen Studie. Sonst müssen wir um Probanden ringen“, sagte Studienleiter Peter Kremsner der Deutschen Presseagentur. An der Uniklinik hatte Mitte Juni eine klinische Studie begonnen, um den Impfstoff des Tübinger Biopharma-Unternehmens Curevac auf seine Verträglichkeit zu testen. „Bisher ist alles im grünen Bereich“, sagte er. Es gebe weder sensationelle noch erschreckende Befunde. Seitdem haben rund 50 Menschen das Mittel erhalten. Die zahlreichen Freiwilligen können aber nicht alle zum Zug kommen.

11.7.2020, 3:42 Uhr – Deutsche Studenten in USA bitten Bundesregierung um Hilfe

Deutsche Studenten in den USA haben die Bundesregierung um Hilfe gebeten - um die drohende Ausweisung von ausländischen Studenten aus dem Land zu verhindern. In einem Schreiben heißt es, viele Studenten bangten nicht nur um ihren eigenen Studienaufenthalt. Sondern sie sähen auch einen Angriff auf den internationalen akademischen Austausch. Die US-Regierung will, dass Studenten das Land verlassen oder die Uni wechseln, wenn ihre Hochschule nur Online-Unterricht anbietet.

10.7.2020, 19:07 Uhr – Heidelberger Studie hat einen neuen Behandlungsansatz

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg haben nach einer Studie an verstorbenen Covid-19-Patienten neue Behandlungsansätze für schwere Erkrankungen entwickelt. Das teilte das Klinikum am Freitag mit. Demnach stehen kleine Blutgerinnsel, sogenannte Mikrothrombosen, am Anfang eines schweren Verlaufes von Covid-19. Diese Mikrothrombosen in den kleinen Lungengefäßen könnten erklären, warum Patienten keine Luft mehr bekommen. Die Mikrothrombosen schädigen außerdem die Lungenbläschen. Die Wissenschaftler des Pathologischen Instituts am Uniklinikum Heidelberg gehen davon aus, dass die Schäden in der Lunge im Wesentlichen der Grund für das Fortschreiten der Erkrankung sind. Die Studie legt nahe, dass die Blutgerinnung gleich zu Beginn der Erkrankung behandelt werden muss.

10.7.2020, 17:38 Uhr – Mallorca: Bis zu 600.000 Euro Bußgeld für illegale Partys

Die Balearen wollen gegen illegale Partys, die gegen die Corona-Regeln verstoßen und vor allem auf Mallorca zunehmend Sorgen bereiten, hart vorgehen. Die Regionalregierung beschloss einen Strafenkatalog mit Bußgeldern von bis zu 600.000 Euro sowie verstärkte Kontrollen. Das entsprechende Dekret, das noch heute im Amtsblatt veröffentlicht werden und damit umgehend in Kraft treten sollte, sieht bei Verstößen unter anderem auch Schließungen von Lokalen für eine Zeit von bis zu drei Jahren vor.

Wegen der Nachlässigkeit einiger Bürger hatte die Regionalregierung bereits am Donnerstag die Einführung einer strengen Maskenpflicht angekündigt, die am Montag in Kraft treten soll.

Corona-Regeln auf den Balearen Ab Montag noch schärfere Maskenpflicht

Auf dem spanischen Festland melden über 70 Regionen neue Corona-Ausbrüche. Katalonien hat die Maskenpflicht verschärft. Obwohl die Inseln kaum Neuinfektionen verzeichnen, reagiere…  mehr...

10.7.2020, 15:35 Uhr – Corona-Fall: Urlauber-Familie muss Sylt verlassen

Wegen eines Corona-Falls in ihrer Mitte hat eine Urlauber- Familie Sylt verlassen müssen. Wie die Kreisverwaltung am Freitag mitteilte, war dem Gesundheitsamt am Vortag das positive Testergebnis gemeldet worden. „Die Insel ist momentan voller Touristen – dementsprechend war Eile geboten“, sagte die Leiterin des amtsärztlichen Dienstes des Kreis-Gesundheitsamtes, Heike Dorothea Hill. In den frühen Morgenstunden sei die Familie mit ihrem Auto abgereist. Das Gesundheitsamt gehe davon aus, dass sich die Person bereits vor ihrer Anreise außerhalb von Nordfriesland angesteckt hat.

10.7.2020, 13:22 Uhr – Studie: Coronavirus befällt auch das Herz

Das Coronavirus kann einer neuen Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zufolge auch das Herzbefallen. Sars-CoV-2 könne Herzzellen infizieren und sich darin vermehren, sagte der Leiter der Studie, Dirk Westermann, am Freitag. Zudem sei das Virus in der Lage, die Genaktivität infizierter Herzzellen zu verändern. Allerdings ließe sich noch nicht abschließend klären, ob dies Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf von Herzpatienten habe.

Für die Studie wurden laut UKE 39 gestorbene Herzpatienten untersucht, die mit Sars-CoV-2 infiziert waren. Sie waren im Durchschnitt 85 Jahre alt. Bei rund zwei Drittel dieser Patienten konnten die Forscher im Herzgewebe das Virus nachweisen, wie das UKE weiter mitteilte. In 16 Fällen fanden sie den Angaben zufolge das Virus in Mengen, die klinische Auswirkungen hätten haben können.

10.7.2020, 12:10 Uhr – Scholz im SWR: Krise könnte Anfang 2022 überwunden sein

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hält ein Ende der wirtschaftlichen Corona-Krise in rund eineinhalb Jahren für möglich. Wenn es gut laufe, "können wir vielleicht schon Anfang 2022 oder etwas früher in diese Situation kommen, dass wir an die Wirtschaftsleistung vor der Krise anknüpfen können", sagte er am Freitag im SWR-"Interview der Woche". 

Olaf Scholz im SWR Interview der Woche "Schneller aus dem Schlamassel raus als befürchtet"

Bundesfinanzminister Scholz gibt sich optimistisch: Der SPD-Politiker sagte im SWR Interview der Woche, er erwarte ein rasches Ende der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise.  mehr...

10.7.2020, 11:05 Uhr – Bewohner von drei Unterkünften in Südwestpfalz getestet

Die Bewohner von drei Asylbewerberunterkünften in der Südwestpfalz sind auf Covid-19 getestet worden. Die Ergebnisse würden für diesen Samstag erwartet, sagte ein Sprecher der zuständigen Kreisverwaltung in Pirmasens. Insgesamt wurden bei etwa 70 Menschen Abstriche genommen, die in einem Labor auf eine mögliche Corona-Infektion untersucht werden. Am Dienstag war ein Mann aus einer Asylunterkunft in Dahn positiv auf das Virus getestet worden. Daraufhin wurden drei Unterkünfte unter Quarantäne gestellt. Ein im selben Gebäude untergebrachtes Jobcenter wurde vorübergehend geschlossen.

10.7.2020, 10:12 Uhr – 26.000 Dollar Strafe für Geburtstags-Party in Melbourne

In Melbourne in Australien müssen die Gäste einer Geburtstagsparty insgesamt 26.000 Dollar Strafe zahlen. Sie hatten sich trotz der Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie zu einer Feier getroffen. Aufgefallen war die Party, nachdem zwei Personen in einem Restaurant 20 Portionen Fast Food bestellten. Zeugen meldeten das der Polizei. Anhand des Nummernschildes fanden die Beamten den Ort der Geburtstagsparty heraus. Jeder der Gäste muss jetzt 1.652 australische Dollar Strafe zahlen – zusammen etwa 26.000 Dollar.

10.7.2020, 8:29 Uhr – Hongkong schließt alle Schulen

Hongkong wird einem Medienbericht zufolge wegen eines Anstiegs der Neuinfektionen alle Schulen schließen. Mindestens 30 weitere Menschen seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, berichtet die South China Morning Post. Die Menschen hätten sich vor Ort angesteckt. Am Donnerstag wurden 42 Neuinfektionen registriert, in 34 Fällen handelt es sich um eine lokale Übertragung. Insgesamt sind 1.366 Infektionsfälle nachgewiesen, sieben Menschen starben den Angaben zufolge im Zusammenhang mit dem Virus.

10.7.2020, 3:04 Uhr – Großbritannien will gegen Fettleibigkeit vorgehen

Der britische Premierminister Boris Johnson wird laut Times noch in diesem Monat mit ersten Schritten im Kampf gegen Fettleibigkeit beginnen. Zum Beispiel sollen Werbeaktionen und Präsentationsformen für ungesunde Produkte in Supermärkten verboten werden, schreibt die Zeitung. Johnson will gegen Fettleibigkeit vorgehen, um sein Land besser für künftige Gesundheitskrisen zu rüsten. In Großbritannien ist nach Daten der Industriestaatenorganisation OECD fast jeder dritte Erwachsene übergewichtig. Das ist eine der höchsten Raten weltweit.

10.7.2020, 0:51 Uhr – Großbritannien will sich EU-Impfstoffprogramm nicht anschließen

Großbritannien wird sich laut Telegraph dem EU-Impfstoffprogramm nicht anschließen. Das habe die Regierung in London beschlossen, weil sie kostspielige Verzögerungen in der Versorgung mit dem Impfstoff befürchte, berichtet die Zeitung. Die EU-Kommission solle darüber an diesem Freitag informiert werden.

10.7.2020, 0:46 Uhr – Boliviens Präsidentin Anez ist Corona-Positiv

Boliviens Präsidentin Jeanine Anez hat pert Twitter ihre Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus bekanntgegeben. Ein entsprechender Test sei positiv ausgefallen. Sie betonte aber, dass es ihr „gut“ gehe.

He dado positivo a Covid19, estoy bien, trabajaré desde mi aislamiento. Juntos, vamos a salir adelante. https://t.co/oA4YVYlZFa

9.7.2020, 22:20 Uhr – Strände in Rio de Janeiro bleiben geschlossen

Die Strände von Rio de Janeiro bleiben für Schwimmer und Sonnenbadende geschlossen, bis ein Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung steht. Der Bürgermeister der brasilianischen Metropole, Marcelo Crivella, begründete die Entscheidung damit, dass am Strand keine Masken getragen wurden und es damit komme zu mehr Infektionen komme. Die Strände sind zurzeit nur für Sport und Wassersport geöffnet.

9.7.2020, 21:18 Uhr – Erster bestätigter Corona-Fall im Nordwesten von Syrien

Im Bürgerkriegsgebiet im Nordwesten Syriens ist die erste Coronavirus-Infektion bestätigt worden. Betroffen sei ein Arzt im Bab-al-Haua-Krankenhaus an der türkischen Grenze, teilte die Hilfsorganisation ACU mit. Der Arzt habe in den vergangenen Tagen Symptome gezeigt, alle Kontaktpersonen würden getestet. Hilfsgruppen befürchten seit längerem einen Ausbruch in der Region. Dort sind viele Krankenhäuser zerstört, viele Vertriebene leben in Zelten.

9.7.2020, 17:36 Uhr – Behörden verschärfen Maskenpflicht auf den Balearen

Die Balearischen Inseln wollen die Maskenpflicht verschärfen. Ab dem Wochenende soll im Freien auf Mallorca, Menorca und Ibiza grundsätzlich eine Maske getragen werden – Ausnahmen kann es allerdings an Stränden und beim Sport geben. Grund ist ein Anstieg von Corona-Infektionen auf der Inselgruppe.

9.7.2020, 13:14 Uhr – Neue Regeln für Fleisch-Betriebe in Rheinland-Pfalz

Um eine mögliche Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern gelten ab Freitag für die Schlachthöfe und fleischverarbeitenden Betriebe in Rheinland-Pfalz neue Vorschriften. Neue Mitarbeiter müssen in Zukunft ein ärztliches Attest und einen negativen Corona-Test vorlegen, bevor sie in der Produktion arbeiten dürfen. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden sein. Außerdem müssen die Unternehmen kontrollieren, ob Mitarbeiter, die mindesten 5 Tage lang nicht im Betrieb waren, in der Zeit in einem Risikogebiet waren. Sollte das der Fall sein, müssen sie in Quarantäne – bevor sie wieder in einem der Schlachthöfe oder fleischverarbeitenden Betriebe in Rheinland-Pfalz arbeiten dürfen.

9.7.2020, 11:54 Uhr – Ungarn will Reise-Regeln überprüfen

Ungarn wird die Regeln für Reisen in die Nachbarländer überprüfen, in denen es wieder mehr Corona-Fälle gibt. Dazu gehören Serbien, Kroatien, Slowenien, die Slowakei und Österreich. In diesen Ländern sei die Zahl der Fälle in den vergangenen zwei Wochen angestiegen, sagte Kabinettschef Gergely Gulyas.

9.7.2020, 11:32 – Kriminalität in NRW zurückgegangen

In Nordrhein-Westfalen ist die Kriminalität seit Beginn der Coronakrise deutlich zurückgegangen. Von Anfang März bis Ende Juni dieses Jahres habe es 365.676 Strafanzeigen gegeben, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) in Düsseldorf. Das sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Rückgang um knapp 23 Prozent. „Wenn das öffentliche Leben zurückgefahren wird, passiert auch weniger“, sagte Reul. Der Rückgang betreffe fast alle Formen von Delikten.

9.7.2020, 6:28 Uhr – USA: Mehr Corona-Fälle nach Trump-Kundgebung

Die Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma hat aus Sicht der Behörden wohl für einen Anstieg von Corona-Fällen gesorgt. Er war am 20. Juni in einer Halle vor Tausenden Menschen aufgetreten. Die Veranstaltung war umstritten, unter anderem weil keine Maskenpflicht herrschte. 42 US-Bundesstaaten verzeichneten gestern einen drastischen Anstieg an Neuinfektionen. Insgesamt haben sich bisher mehr als drei Millionen US-Bürger mit dem Coronavirus infiziert. Die US-Gesundheitsbehörde CDC vermutet aber, dass die Dunkelziffer zehnmal so hoch liegt.

9.7.2020, 3:48 Uhr – Wann geht es bei Tönnies weiter?

Nach Prüfung des Hygienekonzepts von Tönnies wollen die Behörden am Morgen über die Wiederaufnahme des Schlachtbetriebs in Rheda-Wiedenbrück beraten. Es werde geprüft, ob mit dem neuen Hygienekonzept ein weiterer Corona-Ausbruch verhindert werden könne, teilt die Stadt mit. Erste Teilbereiche unter anderem in der Verwaltung wurden bereits gestern wieder geöffnet. Viele Angestellte befinden sich aber noch in Quarantäne. Insgesamt hatten sich mehr als 1.500 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.

9.7.2020, 0:43 Uhr – Gewaltsame Zusammenstöße in Belgrad

In der serbischen Hauptstadt Belgrad ist es wegen der Corona-Politik der Regierung wieder zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten gekommen. Eine zunächst friedliche Protestaktion gegen eine angekündigte Ausgangssperre schlug in Gewalt um. Die Sicherheitskräfte setzten erneut Tränengas gegen Protest-Teilnehmer ein, die ihrerseits Steine und Feuerwerkskörper auf die Beamten warfen. Zuvor hatte Präsident Aleksandar Vucic gesagt, er werde wohl auf die geplante Ausgangssperre verzichten. In Belgrad werde es aber definitiv schärfere Corona-Einschränkungen geben als zuletzt. Die Infektionszahlen waren nach ersten Lockerungen in Belgrad wieder stark angestiegen.

8.7.2020, 19:37 Uhr – USA: Mehr als drei Millionen bestätigte Infektionen

In den USA hat die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen die Schwelle von drei Millionen überschritten. Das gab Vizepräsident Mike Pence bekannt. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind innerhalb eines Tages gut 60.000 Neuinfektionen registriert worden. Seit der Lockerungen der Corona-Auflagen im Juni ist die Zahl der Neuansteckungen deutlich angestiegen. Mehr als 131.000 Menschen sind in den USA bisher nach einer Corona-Infektion gestorben.

8.7.2020, 17:51 Uhr – Baden-Württemberg unterstützt Vereine in Corona-Krise

Baden-Württemberg unterstützt Vereine und Organisationen, die durch die Corona-Krise in Not geraten sind. Es werden insgesamt bis zu 15 Millionen Euro verteilt. Nach Angaben des Sozialministerium kann jeder Verein maximal 12.000 Euro erhalten. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Soziale Organisationen wie Tafelvereine oder Migrantenorganisationen sollen bevorzugt werden.

8.7.2020, 17:12 Uhr – Corona-Lage in Afrika bereitet WHO Sorgen

In Afrika gibt es mittlerweile eine halbe Million Corona-Fälle. Zudem seien fast 12.000 Menschen gestorben, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. In immer mehr Ländern gibt es laut WHO einen scharfen Anstieg der Infektionen, das bereitet der Organisation Sorgen. In 22 Ländern auf dem Kontinent hätten sich die Fälle im vergangenen Monat mehr als verdoppelt.

8.7.2020, 17:05 Uhr – Rheinland-Pfalz: Corona-Tests in Schlachthöfen abgeschlossen

In Rheinland-Pfalz sind die Corona-Reihentests in Schlachthöfen und fleischverarbeitenden Betrieben abgeschlossen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gab es nur zwei positive Ergebnisse und zwar in einem Schlachtbetrieb in Wittlich. Insgesamt haben die Gesundheitsämter mehr als 1.800 Mitarbeiter in sieben Betrieben getestet. Nach den Corona-Ausbrüchen in Schlachthöfen in Nordrhein-Westfalen hatten unter anderem die Landesregierungen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg Tests in den Betrieben angeordnet.

8.7.2020, 16:01 Uhr – Koblenz: Drei Studentenwohnheime unter Quarantäne

In Koblenz haben die Behörden drei Studentenwohnheime unter Quarantäne gesellt. Dort sind drei Studenten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es gibt noch mehr Menschen mit Symptomen. Sie hatten Kontakt mit den Infizierten in Koblenz und werden jetzt auf das Virus getestet

8.7.2020, 15:32 Uhr – Großbritannien senkt Mehrwertsteuer

Die britische Regierung senkt die Mehrwertsteuer in der Gastronomie und der Hotelbranche von 20 auf fünf Prozent. Das kündigte Finanzminister Rishi Sunak an. Die Regelung soll kommenden Mittwoch in Kraft treten und bis zum 12. Januar gelten. Demnach entgehen dem Land dadurch Steuereinnahmen in Höhe von rund vier Milliarden Pfund. Großbritannien gilt als eines der weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder. Erst Anfang Juli wurden die Beschränkungen gelockert, seitdem dürfen die Menschen unter anderem wieder in Pubs und Restaurants. Auch in Deutschland wurde wegen der Corona-Pandemie vorübergehend die Mehrwertsteuer gesenkt.

8.7.2020, 14:43 Uhr – Österreich warnt vor Reisen nach Bulgarien und Rumänien

Österreich spricht mit Blick auf die Corona-Infektionen nun auch für Bulgarien, Rumänien und Moldau eine Reisewarnung aus. Die Maßnahme gelte ab sofort, sagte Außenminister Alexander Schallenberg. Die Grenzkontrollen zu Ungarn und Slowenien würden deutlich verstärkt, erklärte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Österreich reagiert mit diesem Schritt auf die im nahen Ausland steigenden Infektionszahlen. Vor einer Woche hatte Wien bereits eine Reisewarnung für die sechs Staaten des Westbalkans ausgesprochen.

8.7.2020, 14:17 Uhr – Schulen in Baden-Württemberg: Nach den Sommerferien wieder regulärer Unterricht

Nach den Sommerferien soll sich der Betrieb an Schulen in Baden-Würtemberg weiter normalisieren. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat dazu ein Konzept vorgestellt. Die Abstandsregel fällt dann auch an den weiterführenden Schulen weg. Der Unterricht soll sich, soweit möglich, auf die regulären Klassen oder Lerngruppen beschränken. Für ältere Schüler könnte es eine Maskenpflicht in Schulgebäuden geben - allerdings nicht im Unterricht.

Schulen in Baden-Württemberg Nach den Sommerferien wieder regulärer Unterricht

Baden-Württemberg plant nach den Sommerferien wieder regulären Unterricht. Abstandsregeln innerhalb von Klassen und Lerngruppen sollen dann nicht mehr gelten — wenn es keine neue Corona-Infektionswelle gibt.  mehr...

8.7.2020, 12:54 Uhr – Katalonien führt generelle Maskenpflicht ein

Katalonien schreibt das Tragen von Masken jetzt generell vor. Demnach ist auch ein Sicherheitsabstand kein Grund, keine Maske zu tragen, heißt es. Der katalanische Regionalpräsident Quim Torra sagte an, die Maßnahme werde am Donnerstag in Kraft treten. Spanien schreibt das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes drinnen und draußen vor, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

8.7.2020, 10:30 Uhr – Kein landesweiter Lockdown mehr in Frankreich

Bei weiteren Corona-Ausbrüchen in Frankreich wird es keinen landesweiten Lockdown mehr geben. Künftig solle es nur noch regional begrenzte Ausgangsbeschränkungen geben, kündigt der neue Premierminister Jean Castex an. „Wir müssen auf eine zweite Welle vorbereitet sein“, sagte er dem TV-Sender BFM. Aber man werde bei Bedarf nicht wieder wie im März das ganze Land abriegeln – „weil das schreckliche wirtschaftliche und menschliche Konsequenzen hat.“ Ein neuer Lockdown wäre dann in jedem Fall gezielt und begrenzt.

8.7.2020, 7:35 Uhr – EU-Kommission verlangt Wirtschaftsplan von Italien

Die EU-Kommission will von Italien bis Oktober einen detaillierten Wirtschaftsplan haben, der den Wiederaufbaufonds der EU begleiten soll. Darin müssten genaue Vorschläge für Investitionen und Reformen sowie sehr konkrete Zeitpläne enthalten sein, sagte EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni der Zeitung La Stampa. Außerdem müssten die Pläne Italiens den Vorgaben der EU wie dem Green Deal und der Digitalisierung entsprechen. „Wir brauchen Sicherheit, dass nationale Programme mit den europäischen Prioritäten einhergehen.“

8.7.2020, 3:17 Uhr – Mehr als drei Millionen Infizierte in den USA

Die Zahl der Coronavirus-Fälle in den USA durchbricht nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters die Drei-Millionen-Marke. Danach haben sich 3,01 Millionen Menschen nachweislich angesteckt, 131.317 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. In den ersten sieben Juli-Tagen haben 18 US-Bundesstaaten einen Rekordanstieg bei neuen Covid-19-Fällen gemeldet. Allein in Texas hat sich die Zahl der stationären Patienten innerhalb von nur zwei Wochen mehr als verdoppelt. In Arizona sind rund 90 Prozent der Intensivbetten belegt. Die USA haben weltweit die höchste bekannte Anzahl an Infektions- und Todesfällen.

7.7.2020, 20:46 Uhr – Offizieller Austritt eingereicht: USA wollen WHO in einem Jahr verlassen

Die USA haben offiziell ihren Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingereicht. Das Schreiben sei bei UN-Generalsekretär António Guterres eingereicht worden, sagte ein Regierungsbeamter in Washington. Es werde in einem Jahr, am 6. Juli 2021, wirksam. US-Präsident Donald Trump hatte bereits Ende Mai die Zahlungen an die WHO eingestellt. Er wirft der Organisation vor, zu spät über die Gefahr des Corona-Virus informiert zu haben und unter Kontrolle der chinesischen Regierung zu stehen.

7.7.2020, 19:20 Uhr – Corona-Krise vernichtet jahrzehntelangen Fortschritt

Die Corona-Pandemie wirft die Menschheit in Sachen Armutsbekämpfung, Gesundheitswesen und Bildung um Jahrzehnte zurück. Das geht aus einem UN-Bericht hervor. Bereits Ende des vergangenen Jahres habe die Menschheit Nachhaltigkeitsziele nicht erreicht, heißt es darin. Wegen Covid-19 gebe es nun eine nie gesehene Gesundheits-, Wirtschafts- und Gesellschaftskrise. Unter anderem würden voraussichtlich 71 Millionen Menschen in diesem Jahr wieder in Armut zurückfallen. Es wäre der erste Anstieg seit über 20 Jahren. Die UN sagen außerdem weltweit Hunderttausende Tote durch Probleme bei der Gesundheitsversorgung voraus.

7.7.2020, 18:35 Uhr – BW: Nach den Sommerferien wieder Präsenzunterricht an weiterführenden Schulen

Nach den Sommerferien soll es an den weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg wieder regelmäßig Unterricht im Klassenzimmer geben. Das steht in einem Rundschreiben an die Schulen, das dem SWR vorliegt. Die Schüler würden in der Regel Präsenzunterricht ohne Mindestabstand haben. Die genauen Planungen will Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) morgen vorstellen.

7.7.2020, 18:01 Uhr – Drei Center-Parcs-Mitarbeiter im Allgäu infiziert

In einer Allgäuer Ferienanlage ist bei drei Mitarbeitern das Coronavirus nachgewiesen worden. Eine Sprecherin der Center-Parcs-Anlage in Leutkirch hat gesagt, es handelt sich um Mitarbeiter aus dem Gastronomie-Bereich. Der Test war in der vergangenen Woche positiv ausgefallen. 120 Kontaktpersonen mussten vorsorglich in Quarantäne. Bislang wurde bei keiner von ihnen das Virus nachgewiesen. Die Ferienanlage umfasst etwa 1000 Ferienwohnungen.

7.7.2020, 17:27 Uhr – Brasiliens Präsident Bolsonaro Corona-positiv

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das sagte der Staatschef in einem Fernsehinterview. Ein Test in einem Militärkrankenhaus sei positiv ausgefallen. Laut Medienberichten habe Bolsonaro Fieber, Husten, Kopfschmerzen und er fühle sich schwach. Seine Lungen seien allerdings „sauber“, sagte er nach einem Krankenhausbesuch. Der 65-Jährige wird nach eigenen Angaben mit dem umstrittenen Malariamittel Hydroxychloroquin behandelt, das er selber stets als „Wundermittel“ gegen Covid-19 angepriesen hatte.

Bolsonaro hatte in den vergangenen Monaten immer wieder die Gefahr durch das Virus heruntergespielt und es mitunter als „kleine Grippe“ bezeichnet. Meist trat er ohne Maske auf und schüttelte die Hände seiner Anhänger.

7.7.2020, 16:43 Uhr – Kreis Gütersloh will Tönnies Corona-Kosten aufdrücken

Der Gütersloher Landrat Sven-Georg Adenauer will die Firma Tönnies für Kosten in die Pflicht nehmen, die dem Kreis durch den massiven Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik Rheda-Wiedenbrück entstanden sind. Immerhin habe das Unternehmen von Clemens Tönnies viele Kosten im Kreis Gütersloh verursacht, sagte der CDU-Politiker. „Irgendwann wird ihm diese Rechnung auch präsentiert werden, zumindest das, was wir als Kreisverwaltung an Kosten hatten.“ Eine konkrete Summe nannte Adenauer nicht, verwies aber unter anderem auf die zahlreichen Corona-Tests. „Herr Tönnies hat sich ja bereit erklärt, die Kosten für die Testungen zu übernehmen. Der Deckel wird mit Sicherheit größer werden“, sagte er. Auch eine gerichtliche Auseinandersetzung über die Kostenübernahme schloss der Landrat nicht aus.

7.7.2020, 14:34 Uhr – Baden-Württemberg erwägt Maskenpflicht für ältere Schüler

Baden-Württembergs Landesregierung überlegt, zum neuen Schuljahr eine Maskenpflicht für Schüler auf Schulgeländen einzuführen. Das sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Ob das sinnvoll sei, ob und wie das gehe, darüber müsse die Landesregierung aber noch weiter diskutieren. Eine Überlegung sei, dass Schüler eine Maske tragen müssen, wenn sie sich in der Schule bewegen, aber nicht, wenn sie in einem Klassenraum sitzen. Es gehe grundsätzlich darum, unter welchen Bedingungen an weiterführenden Schulen nach den Sommerferien ein Regelunterricht ermöglicht werden könne. Am Mittwoch will Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) über die derzeitigen Pläne für den Schulunterricht nach den Sommerferien informieren.

7.7.2020, 11:50 Uhr – Weniger Speiseeis importiert

Deutschland importiert in der Corona-Zeit weniger Eis. Von Januar bis April waren es 45.000 Tonnen und damit fast 13 Prozent weniger als vor Jahresfrist, teilte das Statistische Bundesamt mit. Fast zwei Drittel kamen aus den Nachbarstaaten Belgien, Frankreich und Polen. In den vergangenen Jahren hat die Nachfrage nach Eis aus dem Ausland zugenommen. 2019 wurden insgesamt rund 155.000 Tonnen Speiseeis importiert und damit fast doppelt so viel wie noch zehn Jahre davor. Anders als die Importe sanken die Exporte zuletzt kaum: Von Januar bis April lieferten deutsche Firmen 60.000 Tonnen Eis ins Ausland und damit zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Ziel war vor allem Frankreich, Österreich und Großbritannien.

Wie experimentierfreudig seid ihr in Sachen Eis? 🍨😁 SWR3-Redakteur Klaus Sturm ist da eher traditionell: 📍„Das Konzept Speiseeis war mal entspannt und vor allem dem Genuss verpflichtet. Seitdem hat sich einiges getan. Es scheint um Abenteuer und Erfahrungen zu gehen. Wenn ich mit mir und dem Leben im Reinen wäre, würde das einfache Schokoladeneis, cremig, dunkel und süß, sicher funktionieren. Wenn es um mich herum und in mir selbst ein wenig eintönig wird, muss anderes her. Weißwurst-Eis und Biergeschmack hat es schon gegeben, schuld daran waren sicher die Bayern, aber das kann nicht mehr genügen. Natürlich kommt kein Hipster, und schon gar nicht jemand, der das erst noch werden will, an einer Avocado vorbei. Also gibt es Avocado-Eis. Das ist noch nachvollziehbar, zumal auf diese Art der Kern entfällt, bekanntermaßen die Hipster-Küchen-Unfall-Ursache Nummer eins. Ansonsten ist die Avocado in ihrer Eisform aber eher etwas für Traditionalisten und Geschmacksfeiglinge. Wer es ernst meint mit dem neuen Eisgenuss, der muss sich ranwagen an das Cranberry-Eis mit Speck, an Karottensorbet mit Ingwer oder Eis vom Ziegenkäse mit Feige und Walnuss. Ihr merkt schon: Das sind Bestandteile, die in wärmeren Aggregatzuständen ganz gut funktionieren, die aber bisher in ihrer eisigen Form keinerlei Daseinsberechtigung hatten. Und ich denke, das war auch gut so. Ich fürchte mich schon jetzt ein wenig vor den bald kommenden Angeboten an glutenfreiem Vollkorneis oder lactosefreiem Grünkohl-Granité. Denn ich will ja einfach nur ein Eis essen – ich will dabei kein ganzheitlich bewusster besserer Bio-Mensch werden. Mit diesem Risiko und seiner Nebenwirkung wäre allerdings zu rechnen…“📍 . . . #eis #eissorten #vanilleeis #schokoeis #erdbeereis #zitroneneis #eisbecher #eisdiele #eisliebe #fancyeissorten #eissorte

7.7.2020, 8:36 Uhr – Australien: Sechswöchige Ausgangssperre in Melbourne

Australien verhängt eine sechswöchige Ausgangssperre über Melbourne, da es dort einen erneuten starken Anstieg von Coronavirus-Infektionen gibt. Mehr als fünf Millionen Bewohner müssen zuhause bleiben, teilte die Regierung mit. Die Ausgangssperre tritt in der Nacht zum Mittwoch in Kraft.

7.7.2020, 7:14 Uhr – UN-Generalsekretär: Terrorgruppen könnten Pandemie ausnutzen

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat davor gewarnt, dass Terrorgruppen die Corona-Pandemie ausnutzen könnten. Es sei zwar zu früh, die Auswirkungen auf den Terrorismus einzuschätzen, aber alle Gruppen wie der Islamische Staat und zum Beispiel Neonazis strebten danach Probleme zu nutzen, um ihre Ziele durchzusetzen. Zum Beispiel versuche der IS in Syrien und dem Irak im Moment wieder Fuß zu fassen, so Guterres.

7.7.2020, 3:30 Uhr – USA: Internationalen Studenten droht Ausweisung

Ausländische Studierende an US-Universitäten, die im Wintersemester wegen des Coronavirus ausschließlich Online-Kurse anbieten, sollen nach dem Willen der US-Regierung das Land verlassen. Die US-Einwanderungsbehörde ICE teilte mit, an solchen Universitäten immatrikulierte ausländische Studenten müssten ausreisen oder an eine Hochschule wechseln, die Präsenzunterricht anbiete. Ansonsten drohe ihnen die Ausweisung. Ausländern, die ihr Studium an einer von Herbst an ausschließlich online lehrenden Hochschule aufnehmen wollten, werde kein Visum ausgestellt. Die Einreise ins Land werde ihnen nicht gestattet. Tausende Studenten könnten betroffen sein. Unter anderem die Universitäten Harvard und Princeton haben bereits angekündigt, einen Großteil der Vorlesungen im Wintersemester online abzuhalten.

7.7.2020, 2:32 Uhr – Trauergottesdienst für die 28.000 Corona-Toten in Spanien

Mit einem bewegenden Trauergottesdienst hat Spanien die knapp 28.400 Todesopfer der Corona-Pandemie geehrt. An der Messe in der Madrider Almudena-Kathedrale nahmen am späten Abend unter anderem König Felipe VI., Königin Letizia, Kronprinzessin Leonor (14) und Infantin Sofía (13) teil. Die Royals trugen wie alle anderen rund 400 Teilnehmer Schutzmasken. Unter den Besuchern waren neben ranghohen Politikern auch rund 70 Hinterbliebene der Opfer sowie zahlreiche Vertreter des spanischen Gesundheitspersonals, das sich in der Krise aufopferungsvoll um die Corona-Kranken gekümmert hatte. Viele Tausend Ärzte und Pfleger infizierten sich mit dem Virus und starben.

7.7.2020, 2:28 Uhr – Brasiliens Präsident Bolsonaro unterzieht sich Corona-Test

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat sich einem Corona-Test unterzogen. Bolsonaro erklärt seinen Anhängern vor dem Präsidentenpalast, dass eine zusätzliche Untersuchung seiner Lunge keine Hinweise auf Covid-19 gezeigt habe. Das Büro des Präsidenten reagiert nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme, das Ergebnis des Abstrichs steht noch aus. Lokale Medien hatten zuvor berichtet, dass der Präsident Symptome der Atemwegserkrankung zeige. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

6.7.2020, 20:10 Uhr – US-Behörden melden 44.361 weitere Infektionen

Die Zahl der Infektionen in den USA ist nach Angaben der Zentren für Seuchenkontrolle (CDC) um 44.361 auf 2,886 Millionen gestiegen. Zudem seien 235 weitere Todesfälle und damit insgesamt 129.811 verzeichnet worden.

6.7.2020, 19:48 Uhr – Griechenland: Touristen positiv auf Coronavirus getestet

Zum ersten Mal seit Wochen sind in Griechenland wieder mehrere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Insgesamt wurden 43 Fälle registriert. Davon waren nach Angaben der Behörden 36 Touristen. Die meisten davon (20) waren nach Medien-Informationen Urlauber aus Serbien. Weitere 16 Touristen stammen aus verschiedenen Staaten, hieß es. Ob darunter auch Deutsche waren, blieb zunächst unklar.

6.7.2020, 17:13 Uhr – Gesundheitsminister: Maskenpflicht gilt weiterhin

Die Gesundheitsminister der Bundesländer haben sich darauf geeinigt, dass die Maskenpflicht auch im Einzelhandel weiterhin gelten soll. Es dürfe nicht der falsche Eindruck entstehen, die Pandemie wäre vorbei. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur nach einer Schalte der Ressortchefs mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

6.7.2020, 16:36 Uhr – Gericht hebt Lockdown im Kreis Gütersloh auf

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht hat die Corona-Beschränkungen für das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh vorläufig außer Vollzug gesetzt. Das Land Nordrhein-Westfalen hätte nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies eine differenziertere Regelung erlassen müssen, so die Begründung der Richter. Ein Lockdown für den ganzen Kreis sei nicht mehr verhältnismäßig. Die Entscheidung ist rechtskräftig.

6.7.2020, 12:22 Uhr – Merkel: Wo kein Mindestabstand möglich ist, bleibt die Maske unverzichtbar

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) plädiert nach Angaben ihres Regierungssprechers für eine Beibehaltung der Maskenpflicht. „Überall dort, wo der Mindestabstand nicht gewährleistet sein kann, ist die Maske ein unverzichtbares Mittel“, sagte Steffen Seibert und nannte als Beispiel Busse, U-Bahnen und den Einzelhandel. Er reagierte damit auf eine Debatte über eine Lockerung der Maskenpflicht in Geschäften. Auch die Landesregierungen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben klargestellt, dass im Südwesten die Maskenpflicht so schnell nicht gelockert werde.

Corona-Maske runter? „Die Leute halten keinen Abstand mehr“ – was SWR3-Hörer zur neuen Debatte sagen

Die Diskussion ist seit dem Wochenende zurück: Mecklenburg-Vorpommern will die Maskenpflicht beim Einkaufen abschaffen. Viele warnen vor diesem Schritt. In SWR3Land sind die Meinungen geteilt.  mehr...

6.7.2020, 10:50 Uhr – AKK und Söder bestehen auf Maskenpflicht in Deutschland

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und CSU-Chef Markus Söder kritisieren die von den Wirtschaftsministern in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen (beide CDU) ausgelöste Debatte über eine Lockerung der Maskenpflicht im Einzelhandel. „Die Maskenpflicht muss weiter gelten“, sagte Kramp-Karrenbauer nach Teilnehmerangaben im CDU-Präsidium. Es sei das falsche Signal, nun die Maskenpflicht aufzuheben. Söder sagte, die Politik dürfe jetzt nicht „ein falsches Signal“ senden und den Eindruck erwecken, es bestehe keine Gefahr mehr.

Die Diskussion ist seit dem Wochenende zurück: Mecklenburg-Vorpommern überlegt, die Maskenpflicht beim Einkaufen abzuschaffen – die Meinungen darüber sind geteilt. . . . #diskussion #maskenpficht #atemschutzmaske #mundnasenschutz #politik #wissenschaft #gesellschaft #abstand #haltetabstand #einkaufen #einzelhandel #hygiene #maßnahmen #corona #coronakrise #pandemie #meinung #aussage #zitat

6.7.2020, 9:50 Uhr – Schweiz führt Maskenpflicht ein

Erstmals seit Beginn der Corona-Krise gilt in der Schweiz seit heute landesweit eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. Das betrifft auch Flüge der Swiss. Bislang hatten Behörden und Verkehrsbetriebe nur das Maskentragen in Stoßzeiten empfohlen. Nach stark gestiegenen Infektionszahlen schwenkt die Regierung nun um. Seit heute müssen sich zudem Einreisende aus 29 Risikoländern in der Schweiz zehn Tage in Quarantäne begeben. Dazu gehören etwa Russland, Serbien, Schweden und die USA.

6.7.2020, 7:58 Uhr – Indien mit fast 700 000 Corona-Infektionen weltweit auf Platz drei

Nach mehr als 24.000 Ansteckungen binnen 24 Stunden ist Indien bei den Coronavirus-Infektionen weltweit auf Platz drei vorgerückt. Die indischen Behörden bestätigten am Montag insgesamt 697.413 registrierte Fälle von Covid-19, womit das Land an Russland vorbeizog, das 680.283 Fälle gemeldet hat. Außerdem starben in Indien fast 20.000 Erkrankte. Mehr Infektionen haben nur die USA und Brasilien festgestellt. Dort gab es knapp 2,9 Millionen beziehungsweise gut 1,6 Millionen Fälle.

6.7.2020, 5:10 Uhr – 219 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die Zahl der bestätigten Infektionen in Deutschland steigt um 219 auf 196.554, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle steigt um vier auf 9.016. Etwa 182.200 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 500 mehr als noch einen Tag zuvor.

6.7.2020, 5:10 Uhr – Studie: Ein Drittel trinkt in der Corona-Krise mehr Alkohol

Der Alkoholkonsum ist bei rund einem Drittel der Erwachsenen in Deutschland seit der Coronakrise gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim in Kooperation mit dem Klinikum Nürnberg durchgeführt hat. 35,5 Prozent der mehr als 3000 an der Studie Teilnehmenden gaben bei der anonymen Online-Umfrage an, während der Pandemie mehr oder viel mehr Alkohol getrunken zu haben als zuvor. Die Erhebung ist nicht repräsentativ, liefert aber erste Erkenntnisse über die Konsumgewohnheiten während der coronabedingten Ausgangsbeschränkungen.

„Risikofaktoren für eine Vermehrung des Konsums waren zum Beispiel der Wechsel des Arbeitsstatus, etwa ins Homeoffice, ein hohes gefühltes Stressniveau und Zweifel daran, dass die Krise gut gemanagt wird“, sagte Anne Koopmann vom ZI in Mannheim der Deutschen Presse-Agentur. Menschen mit einem hohen Stress-Level und geringerem sozialen Status gaben demnach eher an, in der Krise mehr Alkohol zu trinken. Menschen in systemrelevanten Berufen, die weiter arbeiten konnten, tranken den Angaben zufolge dagegen eher weniger oder steigerten ihren Konsum nicht.

Corona-Seelsorge 5 Tipps: So bleibst du in der Corona-Krise psychisch gesund!

Die Corona-Krise kann ganz schön auf die Laune schlagen: Abstand zu anderen Menschen halten, allein im Home-Office sitzen – Stress und auch Angst vor Ansteckung beschäftigen viele Menschen. Wir geben Tipps für die psychische Gesundheit.  mehr...

6.7.2020, 4:20 Uhr – Ende der Stierkampfpause in Spanien

Die Lockerung der Corona-Maßnahmen in Spanien beendet auch die Zwangspause für Stierkämpfe. Nach vier Monaten können die Veranstaltungen wieder stattfinden. Tierschützer sind empört:

Coronakrise in Spanien Das Ende der Stierkampfpause

Die Lockerung der Corona-Maßnahmen in Spanien beendet auch die Zwangspause für Stierkämpfe. Nach vier Monaten können die Veranstaltungen wieder stattfinden. Tierschützer sind empö…  mehr...

6.7.2020, 3:59 Uhr – Forschung bei der Bundeswehr: Können Hunde Corona riechen?

Diensthunde der Bundeswehr sollen das Erschnüffeln einer Coronavirus-Infektion erlernen. Die Streitkräfte und die Stiftung Tierärztliche Hochschule (TiHo) Hannover testen diese Möglichkeit in einem Projekt, an dem zehn Vierbeiner der einzigen Diensthundeschule der Bundeswehr bei Ulmen in der Vulkaneifel teilnehmen:

Forschung bei der Bundeswehr Können Hunde Corona erschnüffeln?

Sprengstoff, Drogen, Krebs – warum nicht auch eine Corona-Infektion? Diensthunde der Bundeswehr sollen jetzt lernen, sie zu riechen. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend.  mehr...

6.7.2020, 00:37 Uhr – Spahn warnt vor Ende der Maskenpflicht beim Einkaufen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mahnt angesichts eines Vorschlags zur Abschaffung der Maskenpflicht im Handel zur Vorsicht. Der CDU-Politiker schrieb auf Twitter, er verstehe die Ungeduld und den Wunsch nach Normalität. Das Virus sei aber noch da. Wo in geschlossenen Räumen der nötige Abstand nicht immer gesichert sei, bleibe die Alltagsmaske geboten, so Spahn. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte, eine Lockerung wäre fahrlässig. Die Maskenpflicht im Handel sei eines der wichtigsten Instrumente im Kampf gegen das Coronavirus. Eine Aufhebung der Maskenpflicht ist für die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) einem Bericht der Welt am Sonntag zufolge auf absehbare Zeit kein Thema. Die Zeitung zitiert sie mit den Worten: Mit der Maske schütze man sich und andere, das bleibe die Grundphilosophie.

Zuvor hatte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) erklärt, wenn das Infektionsgeschehen in seinem Bundesland weiter so gering bleibe, erwäge er ein baldiges Ende der Maskenpflicht.

6.7.2020, 00:13 Uhr – Einnahmen aus Lkw-Maut eingebrochen

Der Bund muss wegen der Corona-Krise offenbar auf millionenschwere Einnahmen aus der Lkw-Maut verzichten. Im Mai wurden rund 95 Millionen Euro weniger Mautgebühren eingenommen als im Vorjahresmonat. Das schreibt die "Rheinische Post" und bezieht sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen. Bereits im April verzeichnete das Bundesverkehrsministerium demnach deutlich geringere Einnahmen: rund 88 Millionen Euro weniger als im Jahresvergleich. Für Juni geht das Ministerium den Angaben nach aber von einer Erholung aus. Mit den Maut-Einnahmen wird vor allem der Straßenbau finanziert.

5.7.2020, 23:52 Uhr – Bewohner mexikanischen Grenzorts blockieren Straße aus USA

Bewohner des mexikanischen Grenzorts Sonoyta haben aus Angst vor dem Coronavirus zeitweise die Straße aus den USA blockiert. Sie versperrten die aus Arizona kommende Straße am Samstag mit ihren Autos. Der Bürgermeister José Ramos Arzate schrieb, er lade „US-Touristen ein, Mexiko nicht zu besuchen“.

In Arizona hat die Zahl der Corona-Infektionen stark zugenommen und es wurde befürchtet, dass es anlässlich des US-Nationalfeiertags am Samstag zu vermehrten Ansteckungen kommen könnte. Ramos Arzate schrieb, Personen sollten nur für unentbehrliche Aktivitäten aus den USA einreisen dürfen, wofür ein wenige Meter vom Grenzübergang zwischen Sonoyta und dem US-Dorf Lukeville entfernter Kontrollpunkt weiterhin in Betrieb sein werde.

5.7.2020, 20:01 Uhr – Germersheim: Eklat um Mundschutz führt zu Tasereinsatz

Die Polizei in Germersheim hat am Samstagabend einen Mann vorübergehend festgenommen, der sich geweigert haben soll, in einem Supermarkt den vorgeschriebenen Mundschutz zu tragen. Mitarbeiter hatten den Mann ohne Atemmaske zunächst aus dem Germersheimer Supermarkt verwiesen. Die herbeigeholte Polizei wollte dann die Personalien des Mannes aufnehmen. Nach ihren Angaben weigerte sich der Mann, sie herauszugeben. Daraufhin hätten die Beamten ihn durchsucht. Dagegen habe er sich vehement gewehrt. Die Beamten hätten ihn daraufhin auf die Dienststelle in Germersheim gebracht. Dort soll er sich gegen eine Blutentnahme gewehrt haben. Daher sei ein Taser eingesetzt worden. 

5.7.2020, 19:34 Uhr – Auch im Iran Maskenpflicht

Im Iran gilt seit Sonntag eine Maskenpflicht unter anderem in öffentlichen Verkehrsmitteln, Einkaufszentren und bei Behördengängen. Hintergrund ist der Anstieg der Corona-Fälle. Alleine heute meldet das Gesundheitsministerium in Teheran 163 Tote. Das ist die bisher höchste offizielle Zahl an Coronaopfern. Nach Ministeriumsangaben kommt es alle 33 Sekunden zu einer Neuinfektion, stichprobenartige Antikörper-Tests deuteten darauf hin, dass sich bereits 18 Millionen Iraner infiziert hätten.

5.7.2020, 17:40 Uhr – Online-Handel profitiert von Corona-Krise

Bestellungen im Internet sind in Deutschland seit Beginn der Corona-Krise häufiger geworden: Nach einer Studie des "Bundesverbands E-Commerce" haben Kunden vor allem Waren des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Medikamente und Drogerie-Artikel viel öfter im Internet gekauft als vor der Pandemie. Die Umsätze seien von April bis Juni um gut 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Bei Lebensmitteln gab es sogar einen Zuwachs um fast 90 Prozent.

5.7.2020, 15:42 Uhr – Diskussion über Maskenpflicht entbrannt

Einige Bundesländer wollen Maskenpflicht abschaffen Der Kampf um die Maske

Mecklenburg-Vorpommern will die Maskenpflicht im Handel ab August abschaffen. Das sorgt bei vielen für Empörung - und auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt.  mehr...

5.7.2020, 15:33 Uhr – Weiteres Gebiet in Spanien wird abgeriegelt

In Spanien riegeln die Behörden ein weiteres Gebiet wegen eines Corona-Ausbruchs ab. Von Mitternacht an dürfen die rund 70.000 Einwohner des Küstengebiets La Mariña im Nordwesten des Landes die Zone für fünf Tage nicht verlassen. Die Behörden rufen die Menschen dazu auf, in ihrer Gemeinde zu bleiben. Überall im öffentlichen Raum sind Masken vorgeschrieben, auch an den Stränden. Grund für die verschärften Regeln ist ein Corona-Ausbruch mit rund 100 Fällen. Für die insgesamt 200.000 Einwohner der Stadt Lleida und der umliegenden Gebiete gelten seit gestern Ein- und Ausreisebeschränkungen.

5.7.2020, 14:16 Uhr – Mehrere Bundesländer überlegen Maskenpflicht abzuschaffen

Mehrere Bundesländer wollen die Pflicht zum Tragen einer Maske abschaffen. Der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Harry Glawe (CDU), geht dabei am weitesten. Er sagt, dass die Maskenpflicht beim Einkaufen am 4. August aufgehoben werden könnte. Auch Regierungsvertreter in Sachsen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein schlossen das Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel nicht grundsätzlich aus. Die Landesregierungen in Rheinland-Pfalz und im Saarland teilten hingegen mit, man sehe keinen Anlass, um über das Thema zu diskutieren

5.7.2020, 13:58 Uhr – Corona-Fall in Höpfinger Kindergarten

Im Kindergarten St. Josef in Höpfingen-Waldstetten (Neckar-Odenwald-Kreis) ist am Freitag ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Laut eines Sprechers des Landratsamtes werden von allen Kontaktpersonen des Kindes Abstriche genommen. Bis Montag sollen erste Testergebnisse vorliegen. Der kleine Kindergarten bleibt zunächst geschlossen, die Kinder und die Erzieherinnen sind in häuslicher Quarantäne. Das hat das Gesundheitsamt angeordnet. Wegen vermehrter Anfragen hatte der Landkreis am Wochenende ein Bürgertelefon geschaltet.

5.7.2020, 13:02 Uhr – Corona-Infektionen auch in Fleisch-Großbetrieben in Österreich

Auch in Österreich sind Mitarbeiter in drei Fleisch-Großbetrieben positiv auf das Coronavirus getestet worden — zwei der Betriebe liegen nahe der deutschen Grenze. Insgesamt seien bisher zwölf Infektionen registriert worden, bestätigten die Behörden der Nachrichtenagentur APA. Die Tests unter den Mitarbeitern laufen heute noch weiter.

Massentests in Zerlgehallen Warum sind Fleischbetriebe Corona-Hotspots?

Fleischbetriebe in Deutschland entwickeln sich zunehmend zu Corona-Brennpunkten. Warum ist das so? Kann ich mich auch über das Fleisch in meinem Kühlschrank infizieren?  mehr...

5.7.2020, 11:23 Uhr – Seehofer will gratis Corona-Tests für alle in Deutschland

Innenminister Horst Seehofer (CSU) ist für kostenfreie Corona-Tests für alle in Deutschland. Der Welt am Sonntag sagte er, bei der Bekämpfung einer potenziell lebensgefährlichen Infektion müsse man konsequent vorgehen. Bislang habe man keine Klarheit über das tatsächliche Infektionsgeschehen im Land, so der CSU-Politiker. Parteikollege Markus Söder habe recht. Der bayerische Ministerpräsident hatte als erste Landeschef kostenlose Corona-Massentests angekündigt.

5.7.2020, 10:01 Uhr – Menschen in Gütersloh können auf Ende des Lockdowns hoffen

Die Menschen im Kreis Gütersloh können weiter auf ein schnelles Ende des regionalen Lockdowns hoffen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auf 56 gesunken - 50 gilt als Grenzwert für das Ende der Einschränkungen. Diese sind zunächst noch bis übermorgen geplant. Grund für den Lockdown war der massive Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies in Rheda-Wiedenbrück.

5.7.2020, 8:24 Uhr – Mecklenburg-Vorpommern will Maskenpflicht im Handel abschaffen

In Mecklenburg-Vorpommern könnte die Maskenpflicht im Handel demnächst abgeschafft werden. Der Wirtschaftsminister des Landes Harry Glawe (CDU) sagte der Welt am Sonntag, er sehe keinen Grund, länger daran festzuhalten - sollte das Infektionsgeschehen so gering bleiben. Er rechnet mit einem entsprechenden Beschluss Anfang August. Glawe will darüber auch mit seinen Kollegen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sprechen. Ziel sei eine einheitliche Regelung für alle norddeutschen Bundesländer.

5.7.2020, 6:12 Uhr – Trump lobt eigene Corona-Strategie

Trotz der hohen Zahl von Corona-Neuinfektionen in den USA hat Präsident Donald Trump den Umgang der Regierung mit der Pandemie gelobt. „Unsere Strategie kommt gut voran“, sagte Trump in seiner Rede zum Unabhängigkeitstag in Washington. 99 Prozent der Fälle seien komplett harmlos. Zuletzt wurden in den USA mehr als 50.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Bei den Feierlichkeiten im Garten des Weißen Hauses trugen viele Gäste keine Maske. In anderen Bundesstaaten fielen die Feste wegen der Pandemie hingegen aus.

Rede am Mount Rushmore Unabhängigkeitstag: Trump zeichnet düsteres Bild der USA

Es sei eine „gnadenlose Kampagne zur Auslöschung unserer Geschichte“ im Gange, hat US-Präsident Trump in seiner Rede zum Unabhängigkeitstag gesagt – und spielt damit auf die aktuellen Anti-Rassismus-Proteste an.  mehr...

4.7.2020, 23:10 Uhr – WHO: Rekord bei Neuinfektionen weltweit

Die Zahl der globalen Neuinfektionen mit dem Corona-Virus hat nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO einen neuen Rekordwert erreicht. Mehr als 212.000 Fälle seien innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden, hießes. Knapp zwei Drittel davon entfallen auf den amerikanischen Kontinent, auf Europa nicht einmal ein Zehntel.

4.7.2020, 21:44 Uhr – WHO stoppt Tests mit HIV-Medikament

Corona-Patienten werden im Rahmen einer von der Weltgesundheitsorganisation koordinierten Studie ab sofort nicht mehr mit dem HIV-Medikament Lopinavir/Ritonavir behandelt. Ausschlaggebend seien keine Sicherheitsbedenken, betonte eine WHO-Sprecherin in Genf. Vielmehr habe sich gezeigt, dass die Mittel bei den Patienten praktisch keinen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit hatten.

Dasselbe gelte für das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin. Das Ende der Tests damit hatte die WHO schon am 17. Juni angekündigt. Hydroxychloroquin war in den Schlagzeilen, weil US-Präsident Donald Trump es mehrfach angepriesen hatte.

Es gehe nur um die Tests bei schwer kranken Patienten, die wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden, betonte die WHO. Andere mögliche Tests solcher Mittel etwa zur Verbeugung gegen eine Erkrankung seien nicht betroffen.

4.7.2020, 13:25 Uhr – Großstadt in Spanien wegen Corona-Ausbruch abgeriegelt

Erstmals seit Lockerung der Corona-Beschränkungen in Spanien steht eine Großstadt unter Quarantäne. Es handelt sich um die Stadt Lleida im Westen der Autonomen Region Katalonien. 200.000 Menschen sind betroffen. Auf Anordnung der Behörden darf die Stadt nur verlassen oder sie betreten, wer zur Arbeit muss. Innerhalb Lleidas gibt es keinen Lockdown. Geschäfte und Restaurants sind offen, die Einwohner können auch ihre Wohnungen verlassen. Die Gesundheitsbehörden hatten bis gestern mehr als 4.000 Infektionen registriert. 28 Menschen liegen mit schweren Covid-19-Verläufen in Krankenhäusern.

4.7.2020, 12:15 Uhr – 3.000 Menschen im „harten Lockdown“ in Melbourne

Nach steigenden Coronavirus-Neuinfektionen gilt für etwa 3.000 Menschen in der australischen Metropole Melbourne ein „harter Lockdown“. Vorerst dürfe niemand mehr in die neun betroffenen Wohnhochhäuser hinein oder aus ihnen hinaus, teilte der Premierminister des Bundesstaates Victoria mit. Die Bewohner würden mit Lebensmitteln und Medikamenten beliefert. Victoria verzeichnete am Samstag 108 neue Corona-Fälle.

4.7.2020, 11:20 Uhr – Merkel: Wir alle schulden den älteren Menschen Dank

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bei den älteren Menschen in Deutschland für ihr Durchhaltevermögen in der Corona-Pandemie bedankt. „Ich weiß, dass für Sie der Alltag, der ohnehin oft schwierig und einsam ist, noch schwieriger und einsamer wurde“, sagte die Kanzlerin in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. „Trotz all dieser Härten habe ich bei vielen Älteren nicht Zorn, sondern häufig Verständnis für unsere Politik der notwendigen Kontaktbeschränkungen gefunden. Dafür danke ich sehr.“

4.7.2020, 9:47 Uhr – Mehr als 2.000 Klassenfahrten in Rheinland-Pfalz wegen Corona ausgefallen

In Rheinland-Pfalz sind in dem jetzt beendeten Schuljahr wegen der Corona-Pandemie mehr als 2.000 Klassen- und Kursfahrten ausgefallen. Das hat eine Sprecherin des Bildungsministeriums gesagt. Im neuen Schuljahr sollen die Schulen – zunächst bis zu den Herbstferien – auf solche Fahrten verzichten. Auch Baden-Württemberg hatte für das laufende Schuljahr alle Fahrten abgesagt. Beide Länder übernehmen die Stornokosten.

4.7.2020, 9:00 Uhr – Aktivisten besetzen Tönnies-Schlachthof

In Rheda-Wiedenbrück haben mehrere Mitglieder des Bündnisses „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ den Hauptstandort des Fleischkonzerns Tönnies besetzt. 30 Aktivisten hätten am Samstagmorgen das Dach des Schlachthofes erklommen sowie die Hauptzufahrtsstraße blockiert, erklärte das Bündnis. Die Polizei in Bielefeld bestätigte der Nachrichtenagentur AFP einen Einsatz an dem Werk. Alles verlaufe "bislang friedlich", sagte ein Polizeisprecher.

Das Bündnis forderte eine dauerhafte Schließung des Schlachthofes, der wegen eines massiven Corona-Ausbruchs in die Schlagzeilen geraten war. Die Teilnehmer entrollten nach eigenen Angaben ein Transparent mit der Aufschrift „Shut down Tierindustrie“ vom Dach des Werkes.

4.7.2020, 8:30 Uhr – „Super Samstag“: Britische Regierung warnt vor Alkohol-Exzessen in Pubs

Vor der Wiedereröffnung der Pubs in England hat die britische Regierung die Kneipengänger vor Exzessen gewarnt. „Man könnte hinter Gittern landen, wenn man das Gesetz bricht“, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock laut Daily Mail. Betrunkene Schläger würden eingesperrt, wenn sie am „Super-Samstag“ randalieren würden.

Nach mehr als drei Monaten Schließung wegen der Corona-Epidemie öffnen ab heute Hotels, Bars, Restaurants und vor allem die beliebten Pubs in England wieder. Ab 19 Uhr MESZ darf das erste frischgezapfte Pint seit mehr als drei Monaten bestellt werden.

4.7.2020, 7:55 Uhr – Lauterbach fürchtet wegen Covid-19 Zunahme von Demenzerkrankungen

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach macht sich nach eigenen Aussagen große Sorgen um die Langzeitschäden einer Covid-19-Erkrankung. Im Bayerischen Rundfunk sagte Lauterbach, Studien über ähnlich gelagerte Virus-Erkrankungen wie MERS oder SARS hätten gezeigt, dass vor allem Schädigungen des Gehirns zu einem deutlichen Anstieg von Demenzerkrankungen oder Alzheimer führen würden. Lauterbach geht davon aus, dass erst in zehn Jahren sichtbar wird, was das Virus angerichtet hat.

4.7.2020, 7:05 Uhr – Neuer Rekord an täglichen Corona-Infektionen in den USA

In den USA hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchststand erreicht. Innerhalb von 24 Stunden wurden nach Angaben der Johns-Hopkins- Universität mehr als 57.600 Ansteckungen registriert. Über 129.000 Menschen starben dort bislang im Zusammenhang mit Corona.

Die Weltgesundheitsorganisation sieht in den steigenden Infektionszahlen kein Anzeichen einer zweiten Welle. Vielmehr handele es sich um einen zweiten Höhepunkt der ersten Welle.

4.7.2020, 6:20 Uhr – Brasiliens Bolsonaro legt Veto gegen Maskenpflicht in Kirchen und Geschäften ein

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat sein Veto gegen eine Maskenpflicht auch in geschlossenen Räumen wie Kirchen, Geschäften und Schulen eingelegt. Zwar stimmte er für ein Gesetz zum Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit, schwächte es aber ab, indem er sich gegen entsprechende Klauseln aussprach. Mehr als 1,5 Millionen Menschen haben sich in Brasilien mit dem Coronavirus infiziert, 63.174 sind im Zusammenhang mit dem Virus bislang gestorben. Bolsonaro hatte das Coronavirus als „kleine Grippe“ verharmlost und Verwirrung in der Bevölkerung erzeugt. Maßnahmen zur Eindämmung wollte er nicht treffen.

4.7.2020, 5:12 Uhr – 422 Neuinfektionen in Deutschland und sieben weitere Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Infektionen in Deutschland steigt um 422 auf 196.096, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle steigt um sieben auf 9.010.

3.7.2020, 17:45 Uhr – Alle Corona-Tests in Schlachtbetrieben in RP bislang negativ

Die in dieser Woche aufgenommenen Reihentests in Schlacht- und fleischverarbeitenden Betrieben in Rheinland-Pfalz haben bislang keinen einzigen Corona-Befund ergeben. Alle der 1.759 Proben seien negativ, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Getestet wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zwei großen und zwei kleineren Schlacht- und fleischverarbeitenden Betrieben in den Landkreisen Alzey-Worms, Bernkastel-Wittlich, Kaiserslautern sowie in der Stadt Speyer. In der kommenden Woche folgen noch Tests in zwei weiteren Betrieben.

3.7.2020, 17:34 Uhr – Zahl der Neuinfektionen im Kreis Gütersloh steigt wieder

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies ist im Kreis Gütersloh die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wieder leicht gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 76,6. Am Vortag lag dieser Wert bei 76,4, am Mittwoch bei 78,0. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs bei Tönnies betrug der Wert vor eineinhalb Wochen 270,2.

3.7.2020, 16:23 Uhr – Lateinamerika überholt Europa bei der Zahl der Infektionen

Erstmals seit Beginn der Pandemie hat Lateinamerika bei der Zahl der Corona-Infektionen Europa überholt. Nach einer Zählung von AFP meldeten die südamerikanischen Behörden insgesamt 2,73 Millionen Fälle und Europa knapp 2,7 Millionen Fälle. Mit mehr als 2,8 Millionen Fällen, davon allein über 2,7 Millionen in den USA, ist Nordamerika weiterhin am härtesten von der Pandemie betroffen. Weltweit stieg die Zahl der Infizierten auf fast 10,9 Millionen und die Zahl der Toten auf mindestens 521.000.

3.7.2020, 14:58 Uhr – Steigender Trend bei Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist in dieser Woche auf insgesamt niedrigem Niveau so stark gestiegen wie zuletzt im Mai. Bis Freitag registrierten die Gesundheitsämter 7.064 bestätigte Fälle (Stand 10:30 Uhr), wie das Gesundheitsministerium am Freitag in Mainz mitteilte. Das sind 36 mehr als am Vortag und 1,6 Prozent mehr als am Freitag vergangener Woche. Zuletzt war der wöchentliche Anstieg vom 15. bis 22. Mai stärker gewesen – damals mit 2,1 Prozent.

Corona-Pandemie in Rheinland-Pfalz 74 Corona-Neuinfektionen am Mittwoch

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen ist in Rheinland-Pfalz am Mittwoch um 74 Fälle gestiegen. Das gab das Landesuntersuchungsamt bekannt.  mehr...

3.7.2020, 14:20 Uhr – Meldepflicht für Haustiere mit Corona

Hunde, Katze oder Goldhamster, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, müssen künftig den Behörden gemeldet werden. Einer entsprechenden Verordnung stimmte der Bundesrat am Freitag zu. Ziel ist, dass die Ansteckung von Haustieren besser erforscht werden kann. Die Tierärzte übernehmen die Meldung bei den zuständigen Veterinärämtern.

Zwei Hauskatzen positiv getestet Diese Tiere können sich mit dem Coronavirus infizieren

Zuerst die gute Nachricht: (Haus-) Tiere geben das Virus offenbar nicht an Menschen weiter. Bekommen können es aber laut einer neuen Studie einige. In den USA ist das neuartige Coronavirus unterdessen erstmals in Haustieren nachgewiesen worden.
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3.7.2020, 13:08 Uhr – Niederlande lassen Tausende infizierte Nerze töten

Die niederländischen Behörden haben einen erneuten Corona-Ausbruch auf einer Nerzfarm gemeldet. Auf der Zuchtfarm in Landhorst sei das Virus entdeckt worden, nachdem die Nerze die typischen Symptome eine Infektion gezeigt hätten, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. 4.300 Tiere sollen nun vorsorglich gekeult werden. Damit stieg die Zahl der Farmen mit Corona-Ausbrüchen in der Region bereits auf 18.

3.7.2020, 12:20 Uhr – Wieder neuer Corona-Rekord in den USA

Zum zweiten Mal hintereinander hat die Zahl der Neuinfektionen in den USA landesweit die Marke von 50.000 überschritten. Mit wachsender Sorge blicken Experten jetzt auf das verlängerte Wochenende zum Nationalfeiertag am 4. Juli. Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore meldete 53.069 Fällen binnen 24 Stunden.

3.7.2020, 11:46 Uhr – Mehrheit der Deutschen zufrieden mit Corona-Krisenmanagement

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen ist einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge zufrieden mit dem staatlichen Krisenmanagement. Trotz zahlreicher Proteste nehmen sowohl die Zufriedenheit der Bürger mit der Demokratie als auch das Vertrauen der Menschen untereinander in der Coronakrise zu. „Gleichzeitig lehrt die Erfahrung aus vergangenen Krisen, dass die kollektive Wahrnehmung und Stimmung immer nur Momentaufnahmen sind und sich schnell verändern können“, sagen die Autoren. „Das heißt, die hier skizzierte positive Entwicklung muss sich in den nächsten Monaten (oder Jahren) der Krise keineswegs fortsetzen.“

3.7.2020, 11:35 Uhr – Merkels erste Auslandsreise seit Corona-Beginn

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird nächsten Mittwoch zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Krise wieder ins Ausland reisen. Sie werde dem Europäischen Parlament in Brüssel die Prioritäten der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 vorstellen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

3.7.2020, 11:12 Uhr – Johnson ruft Briten zur Vorsicht auf

Am Wochenende öffnen in Großbritannien zum ersten Mal seit Monaten wieder Kneipen und Pubs. Premierminister Boris Johnson hat die Briten deshalb zu verantwortungsbewusstem Verhalten aufgerufen. Das Schlimmste sei überstanden, trotzdem sollte ein neuer Ausbruch des Coronavirus vermieden werden, sagte er dem Radiosender LBC. „Meine Botschaft lautet: Lasst es uns jetzt nicht vermasseln, Leute, wir haben bisher fantastische Arbeit geleistet, um diese Krankheit in den Griff zu bekommen“.

3.7.2020, 10:41 Uhr – Italienische Studie: Ärmere sterben eher am Corona-Virus

In Italien sind einer Studie zufolge ärmere Menschen sehr viel mehr vom Tod durch das Coronavirus bedroht als gut situierte Bevölkerungsgruppen. Zu diesem Ergebnis kommt die nationale Statistikbehörde Istat in einer umfangreichen Erhebung.

3.7.2020, 07:12 Uhr – Landkreis dämpft Erwartungen an Corona-App

Der Deutsche Landkreistag hat die Erwartung an die staatliche Corona-Warn-App gedämpft. „Noch hat sich die App nicht derart durchgesetzt, dass man von Flächendeckung sprechen kann“, zitiert das Handelsblatt einen Sprecher des kommunalen Spitzenverbands. „Zudem befinden wir uns nach der abgeklungenen ersten Welle in einer Zeit mit geringen Zahlen an Neuinfektionen, weshalb es auch im Rahmen der App nur wenige Alarme geben dürfte.“

3.7.2020, 1:35 Uhr – Britische Regierung hebt Quarantäne-Vorschriften auf

Ab dem 10. Juli will die Regierung von Großbritannien die Quarantäne-Vorschriften aufheben. Das gelte unter anderem für Reisende aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien, teilt das Verkehrsministerium mit. Eine vollständige Liste der Länder, für die die Lockerungen gelten sollen, soll noch am Freitag veröffentlicht werden. Bislang müssen nach England Einreisende für 14 Tage in Quarantäne. Diese Regelung wurde unter anderem von der Luftfahrt- und Tourismusbranche scharf kritisiert.

2.7.2020, 20:41 Uhr – Israel: Rekordwert bei Corona-Neuinfektionen

In Israel habe sich innerhalb von 24 Stunden fast 970 Menschen mit dem Coronavirus infiziert – so viele wie noch nie. Die Regierung hat deswegen beschlossen, neue Einschränkungen zu verhängen. In mehreren Städten werden ganze Viertel abgeriegelt, in den Palästinensergebieten gilt ab morgen für 5 Tage ein Lockdown. In Bars, Clubs und Festhallen im ganzen Land dürfen nur noch maximal 50 statt wie bisher 250 Menschen zusammenkommen. Experten sagen, es gebe eindeutig eine neue Corona-Welle.

2.7.2020, 18:50 Uhr – RP: Werdende Mütter müssen während der Geburt keine Maske tragen

In Rheinland-Pfalz müssen Frauen während der Geburt ihres Kindes im Kreißsaal keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Das hat das Landesgesundheitsministerium mitgeteilt. Es reiche, wenn das medizinische Personal Schutzmasken trage. Der Landes-Hebammenverband und die Bundeselterninitiative Mother Hood hatten kritisiert, dass einige Krankenhäuser Masken vorschreiben.

2.7.2020, 18:30 Uhr – Reiseveranstalter dürfen bei Ausfall von Pauschalreisen Gutscheine anbieten

In der Corona-Krise dürfen Reiseveranstalter ihren Kunden Gutscheine als Alternative anbieten, wenn deren Pauschalreise wegen der Pandemie ausfällt. Der Staat sichert diese Gutscheine gegen eine mögliche Insolvenz des Reiseveranstalters ab. Einer entsprechenden Regelung hat der Bundestag am Abend zugestimmt. Die Kunden können jedoch auch ihre Anzahlungen zurückverlangen. Ursprünglich wollten Union und SPD verpflichtende Gutscheine durchsetzen, um die Reisebranche in der Pandemie zu unterstützen. Dann hätten die Kunden ihre Reisekosten nicht zurückverlangen können. Die EU-Kommission erhob jedoch Einspruch dagegen.

2.7.2020, 18:00 Uhr – ARD-Deutschlandtrend: Deutsche haben ihr Verhalten geändert

Fast die Hälfte der Deutschen fürchtet nach einer Umfrage von Infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend, dass die Zahl der Corona-Fälle in den kommenden Wochen wieder deutlich ansteigen könnte. Die andere Hälfte der Befragten erklärte, dass sie wenig oder kaum deswegen besorgt sei. Die Umfrage hat auch gezeigt, dass viele Deutsche ihr Verhalten geändert haben. Neun von zehn Bürgern geben an, sich häufig die Hände zu waschen und Abstand zu anderen zu halten. Knapp drei Viertel sagen, sie treffen nur noch eingeschränkt Freunde und Verwandte, und fast 60 Prozent geben an, dass sie dieses Jahr nicht in den Sommerurlaub fahren. Alle Ergebnisse des Deutschlandtrends heute Abend in den Tagesthemen im Ersten.

2.7.2020, 17:42 Uhr – Hartz-IV-Empfänger drohen wieder Sanktionen

Hartz-IV-Empfänger müssen von sofort an wieder mit Sanktionen rechnen, sollten sie gegen Auflagen der Jobcenter verstoßen. Eine entsprechende Weisung hat die Bundesagentur für Arbeit in Absprache mit dem Bundesarbeitsministerium an die Jobcenter herausgegeben, wie ein Sprecher der Bundesagentur in Nürnberg bestätigte.

Hintergrund sei die Wiederöffnung der Jobcenter für den Publikumsverkehr. Die Aussetzung der Sanktionen sei vor allem deswegen erfolgt, weil Betroffene nicht in die Jobcenter kommen konnten. Die Jobcenter waren wegen der Corona-Krise für den Publikumsverkehr geschlossen worden.

2.7.2020, 16:55 Uhr – Volkszählung soll auf 2022 verschoben werden

Die für das kommende Jahr geplante Volkszählung soll wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben werden. Die Vorbereitungsarbeiten hätten nicht wie geplant durchgeführt werden können, erklärte das Bundesinnenministerium auf Anfrage. Deshalb sei geplant, den Zensus um ein Jahr zu verschieben. Dafür muss das Zensusgesetz geändert werden, was noch vom Kabinett und danach von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden muss.

2.7.2020, 16:29 Uhr – Thüringen prüft Lockerungen bei sexuellen Dienstleistungen

Die Thüringer Landesregierung denkt über Lockerungen von Corona-Einschränkungen im Bereich Prostitution und sexuelle Dienstleistungen nach. Man stehe in Kontakt mit zwei Branchenverbänden, um Möglichkeiten für Lockerungen zu prüfen, sagte ein Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums der Nachrichtenagentur dpa. Die aktuelle Thüringer Grundverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie läuft am 15. Juli aus und muss verlängert oder angepasst werden. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) kündigte in einem Interview mit der Zeitung Thüringer Allgemeinen an, dass die derzeit geltenden Beschränkungen noch den gesamten Sommer über gelten sollen.

2.7.2020, 15:44 Uhr – BMW erwartet im Gesamtjahr trotz Krise positives Ergebnis

BMW rechnet trotz monatelanger Produktionsstopps in der Coronakrise in diesem Jahr nicht mit einem Verlust. „Wir gehen davon aus, dass wir ein positives Ergebnis haben werden“, sagte Konzernchef Oliver Zipse am Donnerstag zum Start einer erweiterten Produktion von Elektronantrieben im größten europäischen BMW-Werk in Dingolfing.

„Im zweiten Halbjahr geht es schon darum, nicht nur die Krise zu beherrschen, sondern auch aufzuholen“, sagte Zipse mit Blick auf die Belastungen durch die Corona-Pandemie im ersten Halbjahr. BMW will in Dingolfing bis 2022 jährlich eine halbe Million Elektroantriebe produzieren, um damit eigene Werke weltweit zu beliefern.

2.7.2020, 15:27 Uhr – US-Arbeitslosenquote im Juni deutlich gesunken

Nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen in den USA ist die Arbeitslosenquote im Juni den zweiten Monat in Folge deutlich gesunken. Sie fiel von 13,3 Prozent im Mai auf 11,1 Prozent im Juni, teilte die Regierung am Donnerstag mit. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 4,8 Millionen an – fast die Hälfte dieser neuen Jobs gingen auf das Gastgewerbe zurück, wie es weiter hieß. Analysten hatten mit einem etwas geringeren Rückgang der Arbeitslosigkeit gerechnet. Im April hatte die Arbeitslosenquote noch bei 14,7 Prozent gelegen.

2.7.2020, 15:05 Uhr – Startups beantragen Hilfen in Höhe von 870 Millionen Euro

In der Corona-Krise unter Liquiditätsproblemen leidende Startups haben Hilfen im Umfang von 870 Millionen Euro beantragt. Zum 1. Juli hätten 67 Anträge vorgelegen, die von privaten Wagniskapitalgebern für die Startups gestellt worden seien, sagt eine Sprecherin der staatlichen KfW-Bank. Fünf davon seien derzeit bewilligt worden. Insgesamt stehen Startups etwa zwei Milliarden Euro an Hilfsgeldern zu.

2.7.2020, 14:55 Uhr – Verkehr im Lockdown lebensgefährlicher

Auf Deutschlands Straßen ist trotz weniger Verkehrs im Corona-Lockdown das Risiko tödlicher Unfälle gestiegen. Im April lag nach Berechnungen der Allianz-Versicherung das „relative Getötetenrisiko“ um fast die Hälfte höher als in den Vergleichsmonaten der Vorjahre. Demnach starben im April im statistischen Schnitt 11,1 von 1.000 Verunglückten. Im April 2019 dagegen waren rechnerisch von 1.000 Verunglückten nur 7,5 gestorben.

2.7.2020, 14:30 Uhr – Bundestag beschließt: Profiligen erhalten 200 Millionen Euro Nothilfe

Die Profivereine der ersten und zweiten Ligen im Basketball, Handball, Eishockey und Volleyball sowie der dritten Fußball-Liga erhalten für den Wegfall ihrer Zuschauereinnahmen insgesamt 200 Millionen Euro Nothilfe vom Bund. Ein entsprechender Nachtragshaushalt zur Finanzierung des Konjunkturpakets hat der Bundestag heute beschlossen.

Auch die Profiteams der Frauen können Hilfen beantragen. Das Paket dient dazu, Vereinen, die durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schieflage geraten sind, zu helfen und drohende Insolvenzen im Sportbereich zu verhindern. "Wir empfinden es als ermutigendes und wichtiges Signal der Bundespolitik, dass unser Werben um massive Unterstützung des Sports in dieser schwierigen Zeit auf positive Resonanz getroffen ist“, sagte Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes.

2.7.2020, 13:08 Uhr – Frankfurter Flughafenchef will verlängerte Kurzarbeit bis Sommer 2022

Wegen der anhaltenden Corona-Flaute will der Frankfurter Flughafen die Möglichkeit der Kurzarbeit bis in den übernächsten Sommer nutzen. „Gemessen an den Passagierzahlen haben wir vereinfacht gesagt für die Hälfte der Belegschaft noch mindestens anderthalb Jahre keine Beschäftigung“, sagte Flughafenchef Stefan Schulte der Wirtschaftswoche. Darum fordere die Branche eine Verlängerung der Kurzarbeit von derzeit bis zum kommenden März zumindest bis in den Sommer 2022.

Der Flughafenbetreiber Fraport hatte zwischenzeitlich rund 18.000 der 22.000 Beschäftigten in Kurzarbeit geschickt, teilweise auch nur anteilig. Vor allem für die Abfertigung von Passagiermaschinen wird am größten deutschen Flughafen derzeit deutlich weniger Personal benötigt als vor der Pandemie. In einzelnen Bereichen wie der Fracht gibt es aber auch mehr Arbeit als zuvor. Mit dem teilverstaatlichten Hauptkunden Lufthansa zeichnen sich schwierige Verhandlungen über die Abfertigungsgebühren ab. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte angekündigt, starken Druck auf die Flughäfen ausüben zu wollen, um die Gebühren zu senken.

2.7.2020, 12:38 Uhr – Reisewarnung für die Türkei bleibt bis auf weiteres bestehen

Die Reisewarnung für die Türkei bleibt bis auf weiteres bestehen. Das erklärte Bundesaußenminister Heiko Maas nach einem Besuch seines türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu in Berlin. Maas sicherte aber zu, dass die Warnung in enger Abstimmung mit der EU zügig und regelmäßig überprüft werde. Dafür solle es Beratungen im Zwei-Wochen-Takt geben.

Die Bundesregierung dürfe dem Drängen der Türkei auf Aufhebung der Reisewarnung nicht nachgeben, sagte Özdemir in SWR3. „Sobald die Pandemielage vor Ort es zulässt, sollte die Bundesregierung selbstverständlich Entwarnung geben – nicht früher, aber auch nicht später.“

Die EU hatte diese Woche die Reisewarnungen für mehrere Länder außerhalb der Union aufgehoben, die Türkei war allerdings nicht darunter. Maas betonte, es handele sich nur um einen ersten, vorsichtigen Schritt, dem weitere Öffnungen folgen sollten.

Cavusoglu sagte, die Türkei erfülle die Kriterien für die Aufhebung der Reisewarnung und habe entsprechende Daten übermittelt. Sein Land sei transparenter als viele Staaten, die nun wieder aus der EU bereist werden könnten. Im übrigen sei die Aufhebung der Reisewarnung für die Türkei auch wichtig für die deutsche Tourismusbranche.

Weil das Geld fehlt Trotz Reisewarnung: Türkei will deutsche Touristen

Die Reisewarnung der Bundesregierung für die Türkei gilt noch bis mindestens 31. August. Dadurch fehlt der Türkei Geld, das die Touristen ausgeben. Darüber wollen mehrere türkische Minister mit der Bundesregierung sprechen.  mehr...

2.7.2020, 11:39 Uhr – Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone gestiegen

Die Zahl der Arbeitslosen im Euro-Raum ist im Mai wegen der Coronakrise erneut gestiegen. Sie kletterte nach Angaben des Statistikamtes Eurostat zum Vormonat um 159.000 auf 12,146 Millionen. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote stieg von 7,3 auf 7,4 Prozent und damit den zweiten Monat in Folge.

Im März begannen viele Länder mit einschneidenden Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie, die im April und teilweise auch im Mai anhielten. Vergleichsweise geringe Werte bei der Arbeitslosenquote im Mai gab es in der Währungsunion in den Niederlanden (3,6 Prozent) und in Deutschland (3,9 Prozent). Die höchsten Werte verzeichneten Griechenland (14,4 Prozent im März) und Spanien (14,5 Prozent).

2.7.2020, 11:17 Uhr – Bundestag beschließt Nachtragshaushalt

Der Bundestag hat den zweiten Nachtragshaushalt zur Finanzierung des Konjunkturpakets in der Corona-Krise beschlossen. Vorgesehen sind für 2020 nun insgesamt neue Schulden in Höhe von 217,8 Milliarden Euro.

Mit dem zusätzlichen Geld sollen vor allem Maßnahmen finanziert werden, die Konsum und Wirtschaft in den kommenden Monaten wieder ankurbeln sollen. Finanzminister Olaf Scholz versprach, die Bundesregierung werde nicht gegen die Krise ansparen. „Und wir werden den Sozialstaat, der uns so leistungsfähig durch diese Krise führt, nicht antasten, sondern ausbauen.“

Bereits Ende März hatte der Bundestag den Haushalt um 156 Milliarden Euro aufgestockt, um Steuerausfälle auszugleichen und mehrere Hilfspakete zu finanzieren. Dafür war auch die Schuldenbremse im Grundgesetz ausgesetzt worden.

2.7.2020, 10:47 Uhr – Luftfahrtbranche gegen generelle Reisewarnungen

Die Luftfahrtbranche fordert von der Bundesregierung, dass sie in der Corona-Pandemie keine generellen Reisewarnungen mehr ausspricht. „Pauschale und undifferenzierte Reisebeschränkungen dürfen keine Zukunft haben“, sagt der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Peter Gerber. Um die Weltwirtschaft wieder in Gang zu bringen, sei es wichtig, dass Begegnungen wieder ungehindert stattfinden könnten. Wo es aufgrund des Infektionsgeschehens nicht unkonditioniert möglich wäre, könnten Covid-19-Tests vorgenommen werden. „Es ist ganz wichtig, dass wir hier schnell arbeiten, sonst werden wir diese Industrie verlieren.“

2.7.2020, 9:06 Uhr – Britische Regierung: Keine Quarantäne mehr für Reisende

Die britische Regierung will einem Zeitungsbericht zufolge ihre Quarantäne-Vorschriften für Reisende aus dem Ausland aufheben. The Daily Telegraph berichtet, dass die Quarantäneregeln für 75 Länder beendet werden sollen. Das betreffe fast alle EU-Länder sowie die britischen Territorien einschließlich Bermuda und Gibraltar sowie die Türkei, Thailand, Australien und Neuseeland.

2.7.2020, 8:43 Uhr – Kasachstan verhängt zweiten Lockdown

In Kasachstan wird es einen zweiten Lockdown geben. Die Regierung teilte mit, nicht zwingend notwendige Betriebe sollen schließen, Geschäftszeiten eingeschränkt und öffentliche Versammlungen verboten werden. Die Maßnahmen gelten ab Sonntag für zwei Wochen und können danach ausgeweitet werden.

1.7.2020, 19:50 Uhr – Sorge der US-Amerikaner wegen Corona gestiegen

In den USA ist die Sorge der Bürger wegen der Coronavirus-Pandemie einer Umfrage zufolge wieder gestiegen. Bei einer Reuters/Ipsos-Befragung am Montag und Dienstag gaben 81 Prozent an, sie seien sehr oder etwas besorgt. Am Dienstag waren in den USA fast 48.000 Neu-Infektionen registriert worden - so viele, wie noch nie zuvor an einem Tag.

1.7.2020, 18:00 Uhr – "Diese Länder haben einen langen, harten Weg vor sich."

Die WHO ruft zu einem konsequenten Kampf gegen das Coronavirus auf. Länder, die nicht entschlossen genug vorgingen, dürften Schwierigkeiten haben, das Virus zu besiegen, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus bei einer Online-Pressekonferenz. Einige Staaten hätten kein einheitliches Konzept verfolgt. "Diese Länder haben einen langen, harten Weg vor sich."

1.7.2020. 18:30 Uhr – Esprit will rund 1.100 Stellen in Deutschland abbauen

Der angeschlagene Modekonzern Esprit will rund die Hälfte seiner Geschäfte in Deutschland schließen - insgesamt rund 50 Filialen. Etwa 1.100 Stellen in den Läden und der Verwaltung sollen gestrichen werden, wie das Unternehmen mitteilte. Weitere 100 Stellen sollen in Asien wegfallen. Der Modekonzern hatte bereits Ende März für mehrere unter der Corona-Krise leidende deutsche Tochtergesellschaften ein Schutzschirmverfahren beantragt, um sich vor Forderungen der Gläubiger zu schützen. Heute habe das Insolvenzgericht der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung zugestimmt, berichtete der Konzern.

1.7.2020, 17:55 Uhr – Jetzt auch Maskenpflicht in der Schweiz

Die Schweizer Regierung ordnet angesichts zunehmender Coronavirus-Neuinfektionen das Tragen von Schutzmasken in öffentlichen Verkehrsmitteln an. "Angesichts des zunehmenden Reiseverkehrs und der seit Mitte Juni ansteigenden Zahl der Neuansteckungen hat der Bundesrat entschieden, für den öffentlichen Verkehr ab Montag, 6. Juli schweizweit eine Maskenpflicht einzuführen", teilt die Regierung mit. Bislang galt lediglich eine "Dringende Empfehlung" zum Maskentragen.

1.7.2020, 17:39 Uhr – UN-Sicherheitsrat fordert weltweite Waffenrufe wegen Corona

Nach monatelangem Streit hat der UN-Sicherheitsrat in New York eine weltweite Waffenruhe gefordert. Hintergrund ist die Coronavirus-Pandemie und ihre Folgen. Nach Angaben von Diplomaten wurde eine entsprechende Resolution einstimmig angenommen – also auch mit der Stimme der Vetomacht USA. Sie hatten den Beschluss bislang blockiert, weil sie der Weltgesundheitsorganisation im Kampf gegen Corona Versäumnisse vorwerfen. In dem Beschlusstext wird die WHO jetzt nicht mehr erwähnt. Dort heißt es, die weltweite Waffenruhe gelte mit Ausnahme der Militäreinsätze gegen Dschihadisten. Deutschland hat seit heute den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat.

1.7.2020, 16:54 Uhr – Droht ein Streik in der Luftfahrtbranche?

Viele Beschäftigte der deutschen Luftfahrtbranche fühlen sich bei den Corona-Staatshilfen vernachlässigt. Ihre Gewerkschaften Ufo und Cockpit haben deshalb für morgen zu einer Demonstration aufgerufen – unter dem Motto: „Ihr fliegt in Urlaub – wir fliegen raus“. In dem Aufruf der Gewerkschaften heißt es, trotz Milliarden-Staatshilfen müssten viele Beschäftigte um ihre Zukunft bangen. Allein die Lufthansa will weltweit 22.000 Stellen abbauen.

1.7.2020, 15:41 Uhr – Merkel verteidigt Kündigungsschutz für Mieter

Der CDU-Wirtschaftsrat hat den im Corona-Hilfspaket vereinbarten zeitweiligen Kündigungsschutz für Mieter kritisiert – und stößt damit bei SPD und Gewerkschaften auf deutliche Kritik. Das sogenannte Mietmoratorium für diejenigen, die wegen der Corona-Pandemie ihre Miete nicht bezahlen können, sei eine „grundfalsche Weichenstellung“, sagte der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, der dpa. Nach den Vorgaben der Bundesregierung darf Mietern in den nächsten drei Monaten nicht gekündigt werden, wenn sie wegen der Corona-Krise die Miete nicht zahlen können. Die Verpflichtung zur Zahlung der Miete bleibt aber im Grundsatz bestehen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Regelung verteidigt.

1.7.2020, 15:28 Uhr – Bundesregierung geht nicht davon aus, dass es Remdesivir-Engpasss geben wird

Die Bundesregierung geht nicht davon aus, dass es Engpässe bei dem möglichen Corona-Medikament Remdesivir geben wird. Das Gesundheitsministerium hat sich das Medikament nach eigenen Angaben frühzeitig gesichert; es gebe auch genügend Reserven, sagte ein Sprecher. Darüber hinaus sei der Hersteller verpflichtet, in angemessenem Umfang zu liefern. Zuletzt hatten Berichte über eine Großbestellung der USA Unruhe verursacht. Die Zulassung von Remdesivir in Europa könnte bald erfolgen.

Was ist das für ein Medikament? Ausnahmeregel für Remdesivir in den USA

Die USA erlauben den Einsatz des Wirkstoffs Remdesivir bei Covid-19-Erkrankten in Krankenhäusern. Das Mittel wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt.  mehr...

1.7.2020, 14:09 Uhr – Arbeitslosenzahlen in Deutschland steigen

In Folge der Corona-Krise ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland weiter gestiegen. Im vergangenen Monat waren 2.853.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 40.000 mehr als im Mai. Die Quote legte nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit leicht zu – und zwar auf 6,2 Prozent. Vorstandschef Detlef Scheele sagte, der Arbeitsmarkt sei weiter unter Druck. Die Tatsache, dass viele Beschäftigte in Kurzarbeit seien, verhindere aber, dass noch mehr Menschen arbeitslos würden.

1.7.2020, 13:11 Uhr – RP-Schulen starten nach Sommerferien wieder in Regelbetrieb

In den Schulen in Rheinland-Pfalz beginnt nach den Sommerferien wieder der Regelbetrieb. Dabei ist kein Mindestabstand mehr vorgeschrieben. Das steht im Hygieneplan, den das Bildungsministerium in Mainz an alle Schulen verschickt hat. Die Schulen können aber bei Bedarf eigene, strengere Regeln aufstellen. Der Hygieneplan schreibt außerdem vor, dass in jeder Schule ein Hygiene-Beauftragter oder ein Hygiene-Team benannt wird.

1.7.2020, 12:09 Uhr – Grenze zwischen Spanien und Portugal wieder offen

Spanien und Portugal haben ihrer Grenzen zueinander nach drei Monaten wieder geöffnet. „Unser aller Wohlstand und gemeinsames Schicksal in diesem europäischen Projekt hängt davon ab, dass diese Grenze geöffnet ist“, twitterte Portugals Ministerpräsident Antonio Costa. „Die Pandemie hat uns eine neue Vision der Vergangenheit gezeigt, zu der wir nicht zurückkehren wollen: ein Kontinent mit geschlossenen Grenzen.“

Hoje assinalamos ao mais alto nível a normalização do trânsito terrestre da #fronteira entre #Portugal e #Espanha. É um reencontro entre vizinhos, que são irmãos e amigos. Desta fronteira aberta depende a nossa prosperidade partilhada e um destino comum no projeto europeu.

1.7.2020, 10:59 Uhr – Österreich verhängt Reisewarnung für Westbalkanstaaten

Die Regierung von Österreich hat für die Westbalkanstaaten eine Reisewarnung verhängt, weil dort die Infektionszahlen wieder deutlich steigen. Für alle betroffenen sechs Länder werde die höchste Reisewarnstufe verhängt, sagt Außenminister Alexander Schallenberg. Betroffen sind Serbien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Albanien.

1.7.2020, 6.27 Uhr – Lockdown in 30 Vororten von Melbourne

In Australien wird ein Lockdown über mehr als 30 Vororte im Norden von Melbourne verhängt. Nach Behördenangaben gelten die Maßnahmen für einen Monat, etwa 300.000 Menschen sind davon betroffen. Hintergrund sei ein prozentual zweistelliger Anstieg von Neuinfektionen in den vergangenen zwei Wochen.

1.7.2020, 4:12 Uhr – Immer mehr Corona-Infizierte in den USA

In den USA ist die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten so stark gestiegen wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Innerhalb eines Tages gab es Reuters-Daten zufolge mehr als 47.000 neue Infektionen. Kalifornien, Texas und Arizona haben sich zu neuen Epizentren entwickelt. Es sei eindeutig, dass es momentan keine wirkliche Kontrolle gebe, sagt US-Seuchenexperte Anthony Fauci vor einem Senatsausschuss. Er befürchtet, dass die tägliche Zahl an Neuinfektionen bis zu 100.000 betragen könnte, sollte nicht gegengesteuert werden.

1.7.2020, 2:20 Uhr – Südkorea beginnt mit Remdesivir-Behandlung

In Südkorea bekommen Covid-19-Patienten das Medikament Remdedivir. Die erste Versorgung im Juli werde vom Hersteller Gilead zur Verfügung gestellt, teilt das Kontrollzentrum für Krankheiten und Prävention mit. Die Gesundheitsbehörden würden mit Gilead über den Preis verhandeln, um den Einsatz ab August sicherzustellen. Remdesivir gilt als Hoffnungsträger in der Behandlung von Covid-19-Patienten und ist bereits in einigen Ländern, darunter den USA, in Notfällen zur Behandlung zugelassen.

1.7.2020, 1:40 Uhr - Wegen Corona-Schließung bei Tönnies: Kein Platz für Schlachtschweine

Deutsche Schweinehalter warnen angesichts der Corona-bedingten Betriebspause in einem Tönnies-Schlachthof vor einem Tierschutzproblem in den Ställen. In dieser Woche stauten sich derzeit etwa 100.000 Schweine an, die nicht wie geplant geschlachtet werden könnten. Das teilte die Interessengemeinschaft der Schweinehalter der "Neuen Osnabrücker Zeitung" mit. Deshalb müssten die Bauern wissen, wann die Fleischfabrik im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück wieder öffne. Dort werden demnach zwischen 12 und 14 Prozent der Schweine in Deutschland geschlachtet. Weil sich in der Fabrik mehr als 1.500 Angestellte nachweislich mit Corona infiziert hatten, ist der Betrieb im Moment eingestellt.

1.7.2020, 0:00 Uhr - Corona-Konjunkturpaket: Mehrwertsteuer ab heute gesenkt

Wer in deutschen Geschäften einkauft, soll von heute an weniger bezahlen müssen. Bis zum Jahresende ist die Mehrwertsteuer niedriger als bisher: Der normale Satz liegt nicht mehr 19, sondern bei 16 Prozent. Beim ermäßigten Satz, zum Beispiel bei Lebensmitteln, sind es fünf und nicht mehr sieben Prozent. Die sechsmonatige Mehrwertsteuersenkung ist Teil des Konjunkturpakets gegen die Corona-Wirtschaftskrise. Die Bundesregierung will mit der Änderung erreichen, dass die Menschen mehr einkaufen und die Wirtschaft angekurbelt wird. Ob die Preise in den Läden aber wirklich niedriger sind als davor, hängt von der Entscheidung der Einzelhändler ab.

Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 1.6.2020 bis 30.6.2020

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Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 17.5.2020 bis 31.5.2020

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Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 1.5.2020 bis 16.5.2020

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Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 1.4.2020 bis 30.4.2020

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Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 19.3.2020 bis 31.3.2020

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Rückblick Corona Hier findest du die Entwicklungen vom 30.12.2019 bis 20.3.2020

Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken bis zum Dezember 2019, als das neue Virus in Wuhan auftrat.  mehr...

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  1. Kürbis-Wissen im Herbst Hokkaido, Butternut, Spaghetti: Welcher Kürbis eignet sich für was?

    Ist mein Kürbis reif? Wie schäle ich ihn? Oder kann man die Schale sogar mitessen? Hokkaido, Butternut, Muskat – hier erfahrt ihr, was ihr über Kürbisse wissen müsst.  mehr...

  2. Wirksamer Schutz oder Risiko? So schädlich können Desinfektionsmittel sein

    Desinfektionsmittel steht drauf – aber was ist wirklich drin? Neben hochwirksamen Alkohol manchmal durchaus fragwürdige Substanzen, sagt SWR Marktcheck. Wegen der Desinfektionsmittelknappheit zu Beginn der Corona-Krise wurden keimtötende Mittel ohne große Prüfung zugelassen. Wir verraten euch, worauf ihr beim Kauf achten solltet.  mehr...

  3. Tiefpreise an der Tankstelle Darum ist Sprit gerade so günstig – wann ändert sich das?

    Benzin ist derzeit so günstig wie lange nicht mehr. Und der Diesel auch: Teilweise liegt der Preis für einen Liter Diesel bei unter einem Euro. Alexander Winkler aus der SWR-Wirtschaftsredaktion erklärt, woran das liegt.  mehr...

  4. Schottischer Paketbote wird zur Lachnummer Dieser Versuch, ein Paket zu verstecken, ging gründlich daneben

    Ein Postbote in Schottland konnte ein Paket nicht zustellen und wollte es vor der Haustür verstecken. Das ist aber gründlich schief gegangen und der Postbote wurde zur Lachnummer im Netz.  mehr...

  5. Von Mark Forster bis Imagine Dragons HEUTE ab 18 Uhr: Diese Konzerte gibt's im Stream & im Radio

    Wir mussten das SWR3 New Pop Festival dieses Jahr schweren Herzens absagen. Es ging nicht anders. So ganz loslassen wollen wir aber nicht: Wir feiern New Pop trotzdem im Radio und im Stream! Hier ist das Line Up.  mehr...

  6. Ticker zum Coronavirus BW: Studenten sollen ab Wintersemester wieder in Hörsaal

    Das Coronavirus hat die Welt weiterhin im Griff. Viele Einschränkungen wurden seit dem Lockdown im Frühjahr gelockert. Inzwischen gehen die Infektionszahlen jedoch wieder nach oben. Alle Aktuellen Entwicklungen im Ticker.  mehr...