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REDAKTEUR/IN

Nachdem Anhänger von US-Präsident Trump kurz vor Ende seiner Amtszeit das Kapitol gestürmt haben, ist das zweite Amtsenthebungsverfahren eingeleitet worden. Unterdessen bereitet sich Joe Biden auf seinen Amtsantritt vor. Alle Entwicklungen im Ticker.

18.1.2021, 2:19 Uhr – Twitter sperrt Konto von republikanischer US-Abgeordneten

Twitter hat das Konto der umstrittenen republikanischen US-Abgeordneten Marjorie Taylor Greene vorübergehend gesperrt. Die Online-Plattform warf ihr vor, gegen die Richtlinien verstoßen zu haben. Die Abgeordnete hatte rassistische Postings abgesetzt und Verschwörungstheorien der sogenannten QAnon-Bewegung verbreitet. Greene sagte, Twitter habe keine Gründe für den Schritt dargelegt. Sie warf den großen Technologiefirmen in den USA vor, konservative Sichtweisen zu unterdrücken.

18.1.2021, 2:03 Uhr – Rechte demonstrieren an mehreren Regionalparlamenten

In den USA haben sich an mehreren Regionalparlamenten rechte Demonstranten versammelt. Die Nachrichtenagentur AP meldet, einige hätten Gewehre dabei gehabt, seien aber weniger gewesen als die dort stationierten Polizisten. Zu Auseinandersetzungen sei es nicht gekommen. Nach dem Sturm auf das Kapitol haben auch die Hauptstädte der einzelnen Bundesstaaten die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Einige Demonstranten sagten, sie wollten auf diese Weise ihre Unterstützung für den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump bekunden, andere wollten für das Recht auf das Tragen von Waffen protestieren.

17.1.2021, 9:36 Uhr – Biden will unmittelbar nach Amtsantritt Entscheidungen Trumps rückgängig machen

Der künftige US-Präsident Joe Biden will unmittelbar nach seiner Vereidigung einige Entscheidungen seines Vorgängers Donald Trump rückgängig machen. Das hat Bidens künftiger Stabschef mitgeteilt. Biden werde am Mittwoch unter anderem das Einreiseverbot für Menschen aus mehreren überwiegend muslimisch geprägten Ländern rückgängig machen und die USA zurück in das Pariser Klimaabkommen führen.

Insgesamt wolle Biden an seinem ersten Tag im Weißen Haus etwa ein Dutzend Maßnahmen in Kraft setzen – unter anderem eine 100 Tage geltende Maskenpflicht für bestimmte Orte. Biden wird am Mittwoch vor dem Kapitol als 46. US-Präsident vereidigt. Um Ausschreitungen zu verhindern, wurden tausende Nationalgardisten in Washington stationiert.

17.1.2021, 7:06 Uhr – Polizei nimmt bewaffneten Verdächtigen in Washington fest

Wenige Tage vor der Amtseinführung des künftigen US-Präsidenten Joe Biden hat die Polizei einen bewaffneten Mann in Washington festgenommen. Beamte hätten den Mann an einem errichteten Kontrollpunkt in der Nähe des Kapitols überprüft, teilte die Polizei mit. Er hatte demnach zwei Pistolen und hunderte Schuss Munition in seinem Fahrzeug. Weder die Waffen noch die Munition waren registriert. Der Fernsehsender CNN berichtet, der Verdächtige habe eine gefälschte Zugangsberechtigung für die Vereidigungszeremonie an diesem Mittwoch vorgezeigt.

15.1.2021, 20:05 – Pelosi kündigt Sicherheitsüberprüfung an

Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hat eine umfassende Überprüfung aller Sicherheitsvorkehrungen angekündigt. Die Untersuchung werde vom pensionierten General Russel Honoré geleitet. Davon unabhängig werde der Sturm des Kapitols durch Anhänger des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump parlamentarisch aufgearbeitet, sagte Pelosi.

15.1.2021, 18:25 Uhr – Staatsanwälte: Angreifer am Kapitol wollten Attentate auf Politiker ausüben

Bei der Erstürmung des US-Kapitols wollten nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft einige der Randalierer Politiker gefangennehmen und töten. Dafür gebe es starke Beweise, heißt es in einem Dokument der Strafverfolgungsbehörde im Bundesstaat Arizona zur Festnahme eines Verdächtigen. Dabei handelt es sich um den Verschwörungsmythiker Jacob Chansley, der durch seine Fell-Kopfbedeckung mit Hörnern aufgefallen war. Ihm selbst wird bislang aber nicht eine Tötungsabsicht vorgeworfen. Unterdessen stürzten die Umfragewerte des scheidenden Präsidenten Donald Trump auf einen negativen Rekordwert ab. Nach der Kapitol-Erstürmung stellen ihm nur noch 29 Prozent der Befragten ein positives Zeugnis für seine Amtsführung aus, teilte das Meinungsforschungsinstitut Pew mit.

14.1.2021, 6:33 Uhr – Biden fährt nicht mit dem Zug zur Amtseinführung

Der gewählte US-Präsident Joe Biden wird nicht mehr wie geplant mit dem Zug nach Washington zur Amtseinführung fahren. Grund seien Sicherheitsbedenken, sagte eine mit der Entscheidung vertraute Person der Nachrichtenagentur AP. Es gibt zunehmende Sorgen wegen möglicher Bedrohungen im Vorfeld der Zeremonie am 20. Januar.

Die Zugfahrt von Bidens Heimatstadt Wilmington im US-Staat Delaware nach Washington hätte etwa 90 Minuten gedauert. Biden zog während seiner langjährigen Karriere im Senat oft mit dem Zug. Diese Eigenschaft wurde zu einem seiner Markenzeichen. Er fuhr auch an seinem letzten Tag als US-Vizepräsident 2017 mit einem Zug des Unternehmens Amtrak nach Hause.

14.1.2021, 5:58 Uhr – Twitter-Chef verteidigt Sperrung von Trumps Nutzerkonto, Snapchat zieht mit

Twitter-Vorstandschef Jack Dorsey hat das Vorgehen gegen US-Präsident Donald Trump verteidigt. Twitter habe im Hinblick auf die öffentliche Sicherheit vor einer außerordentlichen und unhaltbaren Situation gestanden, als es Trumps Twitter-Konto wegen Anstachelung zu Gewalt gesperrt habe, schrieb Dorsey und fügte hinzu: „Ich glaube, es war die richtige Entscheidung für Twitter.“

Dem Präsidenten das Nutzerkonto zu sperren sei allerdings ein gefährlicher Präzedenzfall und zeige, dass Twitter dabei gescheitert sei, einen offenen und gesunden Raum für globale, öffentliche Kommunikation zu schaffen, sagte Dorsey. Er machte allerdings kaum konkrete Angaben dazu, was Twitter zu unternehmen gedenkt, um das zu ändern.

Nach Twitter hat mit Snapchat ein weiteres sozialen Netzwerk dem scheidenden US-Präsidenten Donald Trump dauerhaft ausgesperrt. Trumps Account bei dem Messengerdienst werde eingestellt, sagte eine Sprecherin des Betreibers Snap. Diese Entscheidung erfolge „im Interesse der öffentlichen Sicherheit und auf der Grundlage seiner Versuche, Fehlinformationen, Hassreden und Anstiftung zur Gewalt zu verbreiten“. Snap hatte Trumps Account nach dem gewaltsamen Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol zunächst vorübergehend gesperrt.

14.1.2021, 1:38 Uhr – Trump meldet sich nach Impeachment-Votum mit Versöhnungsbotschaft

Kurz nach der Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen ihn hat sich der abgewählte US-Präsident Donald Trump mit einem Aufruf zur Versöhnung an die Nation gewandt. „Ich verurteile eindeutig die Gewalt, die wir in der vergangenen Woche gesehen habe“, sagte Trump in einer Videobotschaft, die das Weiße Haus veröffentlichte. Gewalt und Vandalismus hätten überhaupt keinen Platz in unserem Land und keinen Platz in unserer Bewegung, sagte Trump. Er rief die Bevölkerung dazu auf, Spannungen abzubauen, Gemüter zu beruhigen und zum Frieden im Land beizutragen.

13.1.2021, 22:38 Uhr – Historisches zweites Amtsenthebungsverfahren gegen Trump eröffnet

Nachdem seine Anhänger das Kapitol gestürmt haben, muss sich Donald Trump als erster US-Präsident in der Geschichte einem zweiten Amtsenthebungsverfahren stellen. Neben allen Demokraten stimmten auch zehn Republikaner im Repräsentantenhaus für die Eröffnung eines neuen Impeachment-Verfahrens. Trump muss sich damit im Senat wegen „Anstiftung zum Aufruhr“ verantworten. Nach Angaben des republikanischen Mehrheitsführers im Senat, Mitch McConnell, ist ein Urteil in der Kammer vor der Vereidigung von Trump-Nachfolger Joe Biden am kommenden Mittwoch ausgeschlossen.

13.1.2021, 17:54 Uhr – Google setzt vor Biden-Vereidigung politische Werbung aus

Google setzt nach dem Sturm auf das Kapitol und vor der Vereidigung von Joe Biden zum neuen US-Präsidenten politische Werbung auf seiner Plattform aus. Der Schritt erfolge "nach den beispiellosen Ereignissen der vergangenen Woche und vor der bevorstehenden Amtseinführung des Präsidenten", hieß es in einer E-Mail an Werbekunden, die von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehen werden konnte. Das Verbot werde von Donnerstag an bis mindestens zum 21. Januar gelten, dem Tag nach der Vereidigung.

13.1.2021, 14:54 Uhr – New York kündigt Geschäftsverträge mit Trump auf

Die Stadt New York will ihre Geschäftsverträge mit US-Präsident Donald Trump aufkündigen. Grund sei der Aufstand von Trump-Anhängern am Kapitol in Washington vergangene Woche, teilte Bürgermeister Bill de Blasio am Mittwoch mit. Die Trump Organization betreibt gemäß Vereinbarung mit der Stadt New York zwei Schlittschuhbahnen und ein Karussell im Central Park sowie einen Golfplatz in der Bronx. Das Unternehmen nimmt damit laut de Blasio etwa 17 Millionen Dollar pro Jahr ein. „Ich bin hier, um anzukündigen, dass die Stadt New York alle Verträge mit der Trump Organization auflösen wird“, sagte er.

13.1.2021, 7:14 Uhr – Youtube sperrt Konto von Donald Trump

Eine Woche nach dem Sturm auf das Kapitol in Washington ergreift auch Youtube als letzte große Internetplattform schärfere Maßnahmen gegen das Konto des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump. Angesichts von „Bedenken ob des anhaltenden Gewaltpotenzials“ seien neue Inhalte auf Trumps Kanal entfernt worden, teilte die Videoplattform von Google mit. Jetzt dürften mindestens sieben Tage lang keine Videos mehr dort hochgeladen werden – ältere Videos blieben aber verfügbar. Zudem sei die Kommentarfunktion auf unbestimmte Zeit deaktiviert worden.

Davor hatten unter anderem Twitter und Facebook die Konten des abgewählten Präsidenten dauerhaft gesperrt. Nach Angaben des Senders CNN lehnte Youtube es ab, weitere Details zum entfernten Videomaterial zu nennen. Nach der einwöchigen Sperre für neue Clips wolle man die Entscheidung aber noch einmal überdenken.

13.1.2021, 2:18 Uhr – Pence lehnt Absetzung Trumps per Verfassungszusatz ab

Der amtierende US-Vizepräsident Mike Pence lehnt es ab, den abgewählten Präsidenten Donald Trump über einen Zusatzartikel der Verfassung seines Amtes zu entheben. Ein solches Vorgehen sei nicht im Interesse der Nation, heißt es in einem Schreiben an das Repräsentantenhaus. Gemeint ist der Zusatzartikel 25 in der US-Verfassung, nach dem Pence den Präsidenten für unfähig erklären könnte, sein Amt auszuüben. Mehrere demokratische Abgeordnete hatten das gefordert, nachdem Anhänger von Trump vor einer Woche das Kapitol gestürmt haben.

13.1.2021, 0:29 Uhr – Erste republikanische Abgeordnete kündigen Impeachment-Votum an

Erste republikanische Abgeordnete haben angekündigt, für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump stimmen zu wollen. Das berichten mehrere US-Medien. Vor einer Woche hatten Anhänger von Präsident Trump das Kapitol gestürmt. Die Demokraten haben deswegen ein solches Impeachment-Verfahren angestoßen. Sie sind dabei aber auf Stimmen der Republikaner angewiesen.

12.1.2021, 22:31 Uhr – US-Justiz rechnet mit hunderten Verfahren

Eine Woche nach dem Sturm auf das Kapitol in Washington rechnet die US-Justiz mit hunderten Strafverfahren. Mehr als 170 Verdächtige seien bereits identifiziert worden, teilte der zuständige Staatsanwalt mit. In einigen Fällen würden auch Anklagen nach Bundesrecht geprüft, etwa wegen Aufruhr und Verschwörung. Darauf könnten bis zu 20 Jahre Haft stehen.

12.1.2021, 20:39 Uhr – Vor Bidens Amtseinführung werden Sicherheitsmaßnahmen verschärft

Vor der Vereidigung des künftigen US-Präsidenten Joe Biden in einer Woche werden die Sicherheitsmaßnahmen in Washington verschärft. Die Bundespolizei FBI warnte davor, dass dort, sowie in den Hauptstädten aller amerikanischer Bundesstaaten Planungen für bewaffnete Proteste liefen.

12.1.2021, 17:49 Uhr – Trump verteidigt Rede als angemessen

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump lehnt es ab, die Verantwortung für die Erstürmung des Kapitols in Washington zu übernehmen. Die Rede, die er vor dem Angriff vor seinen Anhängern gehalten habe, sei völlig angemessen gewesen, sagte er in Washington. Kritiker werfen ihm dagegen vor, die Menschen angestachelt zu haben. Hunderte von ihnen drangen nach Trumps Ansprache in das Gebäude ein, zerschlugen Fenster und verwüsteten Büros. Die Demokraten wollen deshalb seine Amtsenthebung durchsetzen. Trump nannte das Vorhaben lächerlich. Damit werde die Hexenjagd auf ihn fortgesetzt. Seine Amtszeit endet am Mittwoch kommender Woche. Deshalb gilt es als unwahrscheinlich, dass ein Amtsenthebungsverfahren noch rechtzeitig durch den Kongress kommen könnte.

11.1.2021, 22:37 Uhr – FBI warnt vor bewaffneten Protesten bei Amtseinführung

Das FBI warnt vor bewaffneten Protesten rund um die Amtseinführung des künftigen Präsidenten Joe Biden. Das steht in einer internen Mitteilung der US-Bundespolizei, über die die Nachrichtenagentur AP berichtet. Danach sind die Demonstrationen an allen Parlamentsgebäuden der 50 US-Staaten geplant. Die Ermittler gingen davon aus, dass einige der Drahtzieher Mitglieder von Extremistengruppen seien.

11.1.2021, 21:31 Uhr – Parler verklagt Amazon

Das umstrittene Online-Netzwerk Parler aus dem US-Bundesstaat Nevada hat Klage gegen den Amazon-Konzern eingereicht. Damit will der Dienst erreichen, dass Amazon ihn wieder in sein Angebot aufnimmt. Parler wird insbesondere von Rechtsextremisten genutzt. Nach dem Sturm von Trump-Anhängern auf das Kapitol in Washington hatten Amazon, Apple und Google die App aus ihren App-Stores entfernt. Seitdem ist das Netzwerk nicht mehr erreichbar und sucht nach einem technischen Anbieter.

11.1.2021, 17:50 Uhr – Resolution für Amtsenthebung von Trump offiziell eingereicht

Die US-Demokraten haben im Repräsentantenhaus eine Resolution für eine Amtsenthebung von Präsident Donald Trump eingereicht. Der Impeachment-Text, in dem Trump wegen des Sturms auf das Kapitol „Anstiftung zum Aufruhr“ vorgeworfen wird, wurde am Montag in der Kongresskammer vorgelegt, wie der demokratische Abgeordnete Ted Lieu mitteilte

11.1.2021, 15:46 Uhr – Bundesregierung kritisiert Twitter-Sperre für Trump

Die Bundesregierung hat die Sperrung des Twitter-Kontos von US-Präsident Donald Trump kritisiert. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, die Meinungsfreiheit könne nur durch den Gesetzgeber, nicht nach der Maßgabe von Unternehmen eingeschränkt werden. Deshalb sehe es Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als problematisch an, dass die Konten des US-Präsidenten dauerhaft geschlossen worden seien. Twitter hatte Trumps Konto wegen des Risikos einer weiteren Anstiftung zur Gewalt dauerhaft gesperrt.

11.1.2021, 11:01 Uhr – Amnesty International fordert Biden zu Guantanamo-Schließung auf

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat den designierten US-Präsidenten Joe Biden aufgefordert, das Gefangenenlager Guantanamo nach seinem Amtsantritt zu schließen. 40 Gefangene seien noch in dem Lager – sie litten weiter unter massiven Menschenrechtsverletzungen, schreibt Amnesty in einem Bericht.

Demnach kommt es in dem Lager zu Folter, Zwangsernährung von Hungerstreikenden und Verschwindenlassen von Gefangenen, während rechtsstaatliche Verhandlungen ausblieben.

Biden hatte schon 2009 vor der Münchner Sicherheitskonferenz versprochen, die Rechte aller in Guantanamo Inhaftierten zu wahren und das Lager zu schließen. Damals war Biden noch Vizepräsident unter Barack Obama. Dieses Versprechen müsse er nun einlösen, forderte die Amnesty-Expertin für die Region Amerika, Maja Liebing.

11.1.2021, 7:04 Uhr – Schwarzenegger: Sturm auf Kapitol vergleichbar mit Pogromnacht

Hollywoodstar Arnold Schwarzenegger hat einen dringenden Appell an die Amerikaner gerichtet. Der früherer Gouverneur von Kalifornien verglich den Sturm auf das Kapitol mit der Pogromnacht der Nationalsozialisten 1938 in Deutschland. „Mittwoch war die Nacht des zerbrochenen Glas hier in den Vereinigten Staaten“, sagte Schwarzenegger in einem Twitter-Video.

My message to my fellow Americans and friends around the world following this week's attack on the Capitol. https://t.co/blOy35LWJ5

Der „Mob“ am Kapitol habe nicht nur die Türen des Hauses der Demokratie in Washington zerbrochen, sondern er sei auf den Prinzipien „herumgetrampelt“, auf denen die USA gegründet worden sei, sagte der 73-Jährige in dem knapp achtminütigen Clip. Schwarzenegger wisse als aus Europa Stammender, wie Dinge aus dem Ruder laufen könnten. Es bestünden Ängste, dass so etwas auch in Amerika geschehen könne, deswegen warne er vor „Selbstsucht und Zynismus“.

Schwarzenegger ist selbst Republikaner, distanziert sich aber deutlich vom aktuellen Präsidenten Donald Trump. Trump werde als schlechtester Präsident aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Er wünsche dem gewählten Präsidenten Joe Biden viel Erfolg. Schwarzenegger rief zur Einheit und zur Verteidigung demokratischer Werte auf.

10.1.2021, 20:05 Uhr – „Anstiftung zum Aufruhr“

Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus wollen am Montag ein neues Amtsenthebungsverfahren gegen den abgewählten US-Präsidenten Donald Trump anstoßen. Wie der Demokrat James Clyburn dem Sender CNN sagte, enthält der Resolutionsentwurf als einzigen Anklagepunkt den Vorwurf der "Anstiftung zum Aufruhr".

Die Demokraten werfen dem Präsidenten vor, seine Anhänger vor der Erstürmung des Kapitols am vergangenen Mittwoch bei einer Kundgebung angeheizt zu haben. Bei den Unruhen kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist.

10.1.2021, 17:35 Uhr – Republikanischer Senator für Trump-Rücktritt

In den USA hat sich ein weiterer republikanischer Senator für den Rücktritt von Präsident Trump ausgesprochen. Pat Toomey sagte, nach den Krawallen am Kapitol wäre es das Beste für die USA, diesen Präsidenten in den Rückspiegel zu bekommen. Auch ein Amtsenthebungsverfahren könne gerechtfertigt sein. Dieses wird gerade von den Demokraten im Kongress vorbereitet.

Am Montag wollen sie das zweite Amtsenthebungsverfahren gegen Trump offiziell einleiten, und zwar mit einer Resolution im Repräsentantenhaus. Schon am Dienstag oder Mittwoch könnte darüber abgestimmt werden. Der abgewählte Präsident ist planmäßig nur noch zehn Tage im Amt.

10.1.2021, 9:19 Uhr – Amazon schaltet Kurznachrichtendienst „Parler“ ab

Das US-Unternehmen Amazon hat den vor allem von Rechtsradikalen genutzten Kurznachrichtendienst „Parler“ abgeschaltet. Das Netzwerk muss sich jetzt einen neuen technischen Anbieter suchen. Hintergrund sind die Ausschreitungen der militanten Trump-Anhänger im Kapitol in Washington. Viele von ihnen nutzen die Plattform. Auf ihr werden extremistische und gewaltverherrlichende Äußerungen geduldet, die Inhalte werden kaum bis gar nicht moderiert. Auch Google und Apple haben die App deshalb aus ihren Stores geworfen.

10.1.2021, 8:29 Uhr – US-Demokraten wollen Impeachment am Montag auf den Weg bringen

Die US-Demokraten wollen schon am Montag ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump, ein Impeachment, auf den Weg bringen. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hatte zuvor bereits gefordert, Trump müsse strafrechtlich belangt werden. Damit könnte Trump theoretisch noch entmachtet werden, bevor er am 20. Januar ohnehin das Amt an seinen Nachfolger Joe Biden abgibt. Der demokratische Angeordnete Ted Lieu erklärte, seine Partei werde das Verfahren zum Wochenbeginn in die Wege leiten.

UPDATE to the update: We’ve just hit 180 cosponsors of the Article of Impeachment drafted by Rep @davidcicilline, @RepRaskin, me and @HouseJudiciary staff. We will introduce the Article of Impeachment this Monday during the House’s pro forma session. https://t.co/qm7LmXhOgK

10.1.2021, 7:06 Uhr – Anklagen gegen Politiker und Fellmützen-Mann

Nach dem gewaltsamen Sturm auf das US-Kapitol hat die US-Justiz Anklage gegen drei weitere Beteiligte erhoben. Unter den Verdächtigen waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Politiker Derrick Evans aus West Virginia und der bekannte Verschwörungstheoretiker Jacob Anthony Chansley, der bei dem Vorfall am vergangenen Mittwoch wegen seines Kopfschmucks aus Fell und Hörnern aufgefallen war.

9.1.2021, 18:00 Uhr – Pelosi fordert Amtsenthebungsverfahren

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump sollte wegen Anstiftung zum Aufruhr strafrechtlich verfolgt werden – das hat die Vorsitzende im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, in einem Interview mit dem amerikanischen Sender CBS gefordert. Darin nannte die Politikerin der Demokraten Donald Trump einen gestörten, verwirrten und gefährlichen Präsidenten. Zudem drohte sie mit einem Amtsenthebungsverfahren.

9.1.2021, 12:40 Uhr – Außenminister Maas bietet USA Hilfe an

Nach der Erstürmung des Kapitols in Washington hat Außenminister Heiko Maas (SPD) den USA Hilfe angeboten. Deutschland sei bereit, an einem gemeinsamen Marshallplan für die Demokratie zu arbeiten, schrieb er auf Twitter. „Die Spaltung in unseren Ländern bei den Wurzeln zu packen, ist eine der größten Aufgaben für die USA und Europa“, so Maas. „Den Glauben an Zusammenhalt, an Demokratie als menschlichste Staatsform und an die Überzeugungskraft von Wissenschaft und Vernunft können wir nur gemeinsam bewahren“, schrieb der Außenminister.

Die Spaltung in unseren Ländern bei den Wurzeln zu packen, ist eine der größten Aufgaben für die USA und Europa. @JoeBiden hat u.a. ein „Netzwerk der Demokratien“ angekündigt. Wir haben mit unserer „Allianz für den Multilateralismus“ in eine ähnliche Richtung gearbeitet. (2/3)

9.1.2021, 11:28 Uhr – @realDonaldTrump sucht eine neue Heimat

Twitter war Donald Trumps Sprachrohr, 88 Millionen Accounts folgten ihm dort. Nach seiner Sperre ist der scheidende US-Präsident offenbar auf der Suche nach einer neuen Plattform. Über Journalisten im Weißen Haus ließ er ausrichten, dass er bereits mit mehreren Webseiten in Verhandlung stehe. Auch eine neue, eigene Plattform ziehe er in Betracht.

Bei vielen in Trumps Anhängerschaft ist der Mikroblogging-Dienst „Parler“ beliebt. Der Dienst gilt als rechts. Extremistische und gewaltverherrlichende Äußerungen werden dort geduldet. Doch als Alternative für Trump kommt der Dienst wahrscheinlich nicht in Frage: Apple und Google wenden sich gegen „Parler“. Google hat die App aus seinem App-Store geworfen, Apple warnt die Betreiber, dass sie binnen 24 Stunden die Moderationsregeln verbessern und Inhalte löschen sollten, die sich auf Angriffe auf Personen oder staatliche Einrichtungen jetzt oder zu einem späteren Zeitpunkt beziehen.

9.1.2021, 00:37 Uhr – Twitter sperrt Trumps Account mit 87 Millionen Followern dauerhaft

Twitter hat das Konto des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump nach eigenen Angaben dauerhaft gesperrt. Grund sei das „Risiko einer weiteren Anstiftung zur Gewalt“, teilte Twitter am Freitagabend (Ortszeit) mit.

Twitter war die wichtigste Kommunikationsplattform Trumps. Er hatte sich über die Plattform meist mehrfach täglich direkt an seine Anhänger und die Weltöffentlichkeit gewandt. Mehr als 87 Millionen Menschen folgten dem Präsidenten auf dessen Account @realDonaldTrump. Er ist seit Freitagabend (Ortszeit) nicht mehr erreichbar. Nach der Sperrung seines Nutzerkontos hat Trump offenbar versucht, sich über den eigentlich offiziellen Account für den US-Präsidenten, @POTUS, und den seines Teams, @TeamTrump, zu äußern. Nach kurzer Zeit wurden die Tweets dort von Twitter aber bereits wieder gelöscht, beziehungsweise sperrte Twitter den Team-Account ebenfalls.

Over and out. https://t.co/MMVd1PZilN

Twitter sperrte auch die Konten von Personen aus dem Umfeld Trumps: Das von Michael Flynn, dem ersten nationalen Sicherheitsberater unter Trump und von Sidney Powell, eine seiner Anwältinnen.

In einem Tweet am Freitag hatte Trump angekündigt, er werde der Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden am 20. Januar fernbleiben. Twitter wertete das sowie einen weiteren Tweet als geeignet, um Menschen zu gewalttätigen Akten im Stile der Stürmung des Kapitols zu inspirieren.

Der Kurznachrichtendienst argumentierte unter anderem, Trumps Hinweis, dass er selbst nicht an der Vereidigungszeremonie teilnehme, könne für jene, die möglicherweise Gewalttaten in Betracht zögen, als Ermutigung dienen, „dass die Vereidigung ein 'sicheres' Ziel sei“, weil Trump selbst dort nicht anwesend sei. Erst am Donnerstag hatten Facebook und Instagram die Konten des Präsidenten für mindestens zwei Wochen gesperrt.

9.1.2021, 00:10 Uhr – Biden: Gute Sache, dass Trump nicht zur Amtseinführung kommt

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat die von Ankündigung von Donald Trump begrüßt, nicht an seiner Amtseinführung teilzunehmen. Dies sei eine „gute Sache“ und „eines der wenigen Dinge, bei denen er und ich uns jemals einig waren“, sagte Biden vor Journalisten in seiner Heimatstadt Wilmington. Vizepräsident Mike Pence sei bei seiner Amtseinführung willkommen.

Der Demokrat bezeichnete den scheidenden Amtsinhaber als "eine Schande für das Land" und einen der „inkompetentesten Präsidenten in der Geschichte der USA“. „Er hat sogar meine schlimmsten Erwartungen an ihn übertroffen“, sagte Biden.

8.1.2021, 22:05 Uhr – US-Justiz erhebt erste Anklagen

Die US-Justiz hat zwei Tage nach den Krawallen am Kapitol gegen 15 Randalierer Anklage erhoben. Darunter ist ein Mann, der Molotow-Cocktails dabeigehabt haben soll. Außerdem wird ein Verdächtiger angeklagt, der es bis ins Büro der Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, geschafft hatte.

Ein weiterer Randalierer habe ein Mitglied der Kapitol-Polizei geschlagen, als er sich einen Weg ins Kongressgebäude bahnte. Ein Beschuldigter betrat das Kapitol demnach mit geladener Waffe. Hunderte Staatsanwälte und andere Justiz-Mitarbeiter sind damit beschäftigt, die Vorfälle aufzuarbeiten. Das FBI hat eine Belohnung von 50.000 Dollar ausgesetzt: Es sucht nach denjenigen, die zwei Rohrbomben in der Innenstadt platziert hatten.

8.1.2021, 16:55 Uhr – FBI sucht nach Kapitol-Angreifern

Das FBI sucht mit Fandungsbildern nach Teilnehmern des Sturms auf das Kapitol. Für Hinweise auf diejenigen, die an dem Tag zwei Rohrbomben in der Innenstadt von Washington platzierten, wurde eine Belohnung von 50.000 Dollar ausgeschrieben, wie die US-Bundespolizei am Freitag mitteilte. Einer der Sprengsätze war am Hauptquartier der Republikanischen Partei positioniert worden. Die Hintergründe sind bisher weiter unklar. Nach Polizeiangaben waren es keine Attrappen, sondern tatsächlich gefährliche Sprengsätze, die großen Schaden hätten anrichten können. Das FBI veröffentlichte ein Foto von einem maskierten Verdächtigen.

8.1.2021, 16:52 Uhr – Trump will nicht zu Bidens Amtseinführung kommen

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump will nicht an der Vereidigung seines Nachfolger Joe Biden teilnehmen. Er werde nicht zu Bidens Amtseinführung am 20. Januar kommen, twitterte Trump am Freitag „an alle, die gefragt haben“. Er wird damit der erste Präsident seit Andrew Jackson 1837 sein, der einem solchen Ereignis fernbleibt.

8.1.2021, 6:35 Uhr – Bei Ausschreitungen verletzter Polizist gestorben

Ein Polizist, der bei den schweren Ausschreitungen im US-Kapitol verletzt wurde, ist gestorben. Der Beamte war nach Angaben der Kapitols-Polizei war nach seiner Verletzung zunächst in das Büro seiner Einheit zurückgekehrt. Dort brach er dann zusammen und wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wo er seinen Verletzungen erlag.

Wütende Anhänger des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump waren am Mittwoch in das Kapitol eingedrungen. Sie zerschlugen Fenster und besetzten Räume. Wegen der Ausschreitungen mussten die Parlamentarier von der Polizei in Sicherheit gebracht werden. Eine Demonstrantin wurde im Kapitol von der Polizei erschossen.

8.1.2021, 5:20 Uhr – Chef der Kapitols-Polizei tritt zurück

Nach der Erstürmung des Kapitols durch Fans von US-Präsident Donald Trump hat der Chef der Polizei des Parlaments Medienberichten zufolge seinen Rücktritt angekündigt. Steven Sund werde am 16. Januar von seinem Amt zurücktreten, berichteten CNN und die Washington Post.

US Capitol Police chief Steven Sund is resigning, an official says, in the wake of a pro-Trump mob storming the building https://t.co/dJrHjkxo2N https://t.co/z5lKSvaxTg

Nachdem ein gewalttätiger Mob am Mittwoch das Kapitol in Washington gestürmt hatte, musste sich die Kapitols-Polizei Vorwürfe gefallen lassen, sie sei nicht ausreichend auf den Sturm vorbereitet gewesen. Vier Menschen kamen bei am Angriff unter teils ungeklärten Umständen ums Leben.

Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hatte Sunds Rücktritt gefordert. Der Chef der Kapitols-Polizei hatte am Donnerstag mitgeteilt, der gewalttätige Angriff sei anders als alles gewesen, was er in seinen 30 Jahren als Polizist in Washington erlebt habe. Angesichts der Situation hätten seine Polizisten „heldenhaft“ gehandelt. Sund hatte eine eingehende Untersuchung des Vorfalls und der Sicherheitsplanungen angekündigt.

8.1.2021, 3:12 Uhr – Zweite Trump-Ministerin tritt nach Krawallen zurück

US-Bildungsministerin Betsy DeVos ist nach der gewalttätigen Erstürmung des Kapitols durch Anhänger von Präsident Donald Trump zurückgetreten. Dessen „Rhetorik“ sei der Wendepunkt gewesen, erklärte DeVos am Donnerstag (Ortszeit) mit Blick auf die Krawalle am Vortag.

Mit DeVos hat bereits das zweite Kabinettsmitglied der Trump-Regierung nach den Washingtoner Krawallen den Hut genommen: Erst wenige Stunden zuvor hatte Verkehrsministerin Elaine Chao – die Ehefrau des republikanischen Senatsmehrheitsführers Mitch McConnell – ihren Rücktritt eingereicht. Der gewalttätige Angriff auf das Kongressgebäude habe sie „auf eine Art und Weise“ erschüttert, „die ich einfach nicht ablegen kann“, erklärte Chao. Trump wird als US-Präsident in zwölf Tagen von Joe Biden abgelöst.

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8.1.2021, 1:31 Uhr – „Ihr werdet bezahlen“ – Trump verurteilt Angriffe erstmals

Einen Tag nach dem Angriff seiner Anhänger auf das Kapitol in Washington – und kurz, nachdem Twitter seinen Account wieder freigeschaltet hat – hat der scheidende US-Präsident Donald Trump die groß angelegte Attacke und Randale verurteilt. Zuvor hatte es auch aus den eigenen Reihen scharfe Kritik gegeben. Immer mehr Republikaner gehen auf Abstand. CNN und andere US-Medien berichten sogar, Vizepräsident Mike Pence und Außenminister Mike Pompeo hätten darüber beraten, Trump durch sein eigenes Kabinett für amtsunfähig zu erklären und damit aus dem Amt zu drängen.

Washington

„Unfit for office?“ Kann Trump jetzt noch abgesetzt werden?

Joe Biden hat die Präsidentenwahl in den USA gewonnen. Noch-Präsident Donald Trump will das nicht anerkennen. Seine Anhänger stürmten das Kapitol und Trump sah nur zu. Hochrangige Regierungsmitglieder denken über seine Entmachtung nach.  mehr...

Auf seine eigene Rolle bei der Anstachelung seiner Unterstützer ging Trump in seiner Rede nicht ein: Die Gewalt und Gesetzlosigkeit der „abscheulichen Attacke“ mache ihn genauso wütend wie alle Amerikaner, sagte Trump in einem Video, das auf seinem Twitter-Account zu sehen ist.

Er habe nach dem Ausbruch der Unruhen sofort die Nationalgarde in Bewegung gesetzt. Die ins Kapitol eingedrungenen Demonstranten hätten den Sitz der US-Demokratie verunreinigt. Sie repräsentierten nicht Amerika. Denen, die das Gesetz gebrochen hätten, sage er: „Ihr werdet bezahlen.“

Jetzt aber müssten die Gemüter gekühlt werden. Er habe alles getan, um das Wahlergebnis legal anzufechten. Dabei sei sein einziges Ziel gewesen, die Integrität des US-Wahlsystems zu erhalten, sagte Trump. Jetzt habe der Kongress das Wahlergebnis bestätigt. Er werde nun alles tun, um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen. Man müsse nun als eine amerikanische Familie zusammenkommen. Seinen „wunderbaren“ Unterstützern müsse er sagen: „Ich weiß, dass ihr enttäuscht seid, aber unsere unglaubliche Reise fängt gerade erst an.“

7.1.2021, 20:52 Uhr – Auch Pelosi fordert Trumps Absetzung und spricht von „Horrorshow“

Auch die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, fordert die sofortige Absetzung von US-Präsident Donald Trump nach dem Angriff von Hunderten seiner Anhänger auf das Kongressgebäude. US-Vizepräsident Mike Pence solle dazu den 25. Verfassungszusatz anwenden, sagt die Demokratin.

Mit Blick auf Trumps verbleibende kurze Amtszeit sagte Pelosi: „Es sind zwar nur noch 13 Tage, aber jeder Tag kann eine Horrorshow für Amerika sein.“

7.1.2021, 20:35 Uhr – Biden: Sturm des Kapitols einer der dunkelsten Tage in der US-Geschichte

Der designierte US-Präsident Joe Biden hat sich einen Tag nach dem Ausschreitungen in Washington noch einmal zu Wort gemeldet und den gewaltsamen Sturm des Kapitols als „einen der dunkelsten Tage in der Geschichte“ der Vereinigten Staaten bezeichnet. Die Angreifer seien keine Demonstranten gewesen, sondern „inländische Terroristen“, sagte Biden. Der „Mob“ habe versucht, die Stimmen von fast 160 Millionen Amerikanern, die trotz der Pandemie gewählt hätten, „zum Schweigen zu bringen.“

7.1.2021, 20:04 Uhr – Rücktritt eines US-Kabinettsmitglieds nach Ausschreitungen am Kapitol

US-Verkehrsministerin Elaine Chao tritt nach den gewalttätigen Ausschreitungen am und im Kapitol in Washington zurück. Chao ist das bislang hochrangigste Mitglied der US-Regierung unter Präsident Donald Trump, das nach dem Geschehen vom Mittwoch den Hut nimmt. Der gewalttätige Angriff auf das Kongressgebäude habe sie „auf eine Art und Weise“ erschüttert, „die ich einfach nicht ablegen kann“. Ihr Ministerium werde weiter mit dem gewählten Präsidenten Joe Biden zusammenarbeiten, schrieb sie.

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7.1.2021, 18:40 Uhr – Tödliche Schüsse auf Frau werden untersucht, Polizist suspendiert

Der Polizeibeamte, der eine Frau beim Sturm gewalttätiger Anhänger Donald Trumps auf das Kapitol in Washington erschossen hat, ist suspendiert worden. Der Vorfall soll untersucht werden, teilte der zuständige Polizeichef mit.

7.1.2021, 17:33 Uhr – Republikanischer Abgeordneter will Trump seines Amtes entheben

Der republikanische Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus, Adam Kinzinger, hat zu einer Amtsenthebung von Präsident Donald Tump aufgerufen. Dazu solle der 25. Verfassungszusatz angewendet werden, der eine Amtsenthebung des Präsidenten regele, erklärt Kinzinger auf Twitter. „Alles deutet darauf hin, dass der Präsident hat sich losgelöst hat, nicht nur von seiner Pflicht oder sogar seinem Eid, sondern von der Realität selbst.“

Washington

„Unfit for office?“ Kann Trump jetzt noch abgesetzt werden?

Joe Biden hat die Präsidentenwahl in den USA gewonnen. Noch-Präsident Donald Trump will das nicht anerkennen. Seine Anhänger stürmten das Kapitol und Trump sah nur zu. Hochrangige Regierungsmitglieder denken über seine Entmachtung nach.  mehr...

7.1.2021, 17:06 Uhr – Zuckerberg sperrt Trump auf Facebook und Instagram

Facebook wird den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump bis auf Weiteres sperren. Trumps Konten bei dem Online-Netzwerk und auch bei der Fotoplattform Instagram sollten für mindestens zwei Wochen beziehungsweise bis zur Machtübergabe an Nachfolger Joe Biden blockiert bleiben, wie Facebook-Chef Mark Zuckerberg ankündigte. Zunächst hatte Facebook Trump nur für 24 Stunden gesperrt.

7.1.2021, 13:55 Uhr – Außenminister Maas: „Einfach abscheulich!“

Außenminister Heiko Maas (SPD) verurteilt die Beteiligung von Rechtsextremisten beim Sturm auf das US-Kapitol scharf. „Überfallen Menschen mit 'Auschwitz' auf dem Pullover Parlamente, muss unsere Reaktion sehr klar sein“, twittert der SPD-Politiker. „So etwas darf nirgendwo Platz haben - erst recht nicht in Parlamenten. Einfach abscheulich! Die Antwort darauf kann nur ein klares und entschlossenes 'Nie wieder!' sein.“

7.1.2021, 13:11 Uhr – Steinmeier: „Hass und Hetze gefährden die Demokratie“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zieht Parallelen zwischen dem Sturm auf das US-Kapitol und den Vorfällen am Berliner Reichstag im August. „Deshalb sende ich diese Botschaft heute auch an uns alle“, erklärt das deutsche Staatsoberhaupt in Berlin. „Hass und Hetze gefährden die Demokratie, Lügen gefährden die Demokratie, Gewalt gefährdet die Demokratie.“ Im August hatten Anhänger der sogenannten Querdenker-Bewegung bei einer Demonstration in Berlin die Stufen des Reichstags gestürmt.

7.1.2021, 12:18 Uhr – BW-Politiker schockiert über Sturm auf Kongress

Politiker aus Baden-Württemberg haben sich über die Ausschreitungen am Kongress in den USA schockiert gezeigt. Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) schrieb beim Kurznachrichtendienst Twitter, die Bilder aus dem Kapitol zeigten, dass Verschwörungsideologien und der Ruf nach autoritärer Herrschaft zu Gewalt und zum Versuch, Volksvertretungen zu sabotieren, führen würden. Landesjustizminister Guido Wolf (CDU) teilte mit, die Bilder aus Washington müssten alle bestürzen. Mit seinen ständig wiederholten Unwahrheiten sei der scheidende Präsident Donald Trump der Auslöser für die Gewalt.

7.1.2021, 11:23 Uhr – Merkel nach Unruhen in den USA „wütend“ und „traurig“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Unruhen in Washington verurteilt. Sie sei darüber wütend und traurig, sagte sie am Rande der CSU-Klausurtagung in Berlin. Weiter sagte sie, es sei bedauerlich, dass der amtierende Präsident Donald Trump seine Wahl-Niederlage bis heute nicht eingestanden habe — das habe die Ereignisse erst möglich gemacht.

7.1.2021, 11:10 Uhr – John Legend und Pink reagieren auf Twitter

Sänger John Legend und Pop-Star Pink äußerten sich bestürzt über die Vorkommnisse in Washington. Legend sprach Trump-Wählern ab, Patrioten zu sein, Pink sprach von einem „trauriger Tag für Amerika“. Als US-Bürgerin und Tochter von zwei Veteranen schäme sie sich für Verlogenheit und Heuchelei in Washington.

As a United States Citizen, and the daughter of two veterans, and the sister of another, I am ashamed of what is happening in Washington. Hypocrisy, shame, Embarrassment. Unpatriotic hypocritical sheep drinking poison Kool aid. This a sad day for America.

Anyone who voted for this tragic shitty narcissist mess of a president bears responsibility for this debacle today. He has shown you exactly who he was all along. You still supported him. You are complicit in the attempted destruction of the country. You are not a patriot.

7.1.2021, 10:55 Uhr – Trump kündigt geordnete Machtübergabe an

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump will sich offenbar nicht länger gegen die Machtübergabe an seinen Nachfolger Joe Biden sperren. Nach den Ausschreitungen in Washington ließ er über Twitter ankündigen, dass es am 20. Januar eine geordnete Übergabe der Amtsgeschäfte geben werde. Gleichzeitig betonte Trump erneut, dass er mit dem Ausgang der Wahl nicht einverstanden sei.

7.1.2021, 10:50 Uhr – Wird Trump vom eigenen Kabinett abgelöst?

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen von Trump-Anhängern haben hochrangige Mitglieder der scheidenden US-Regierung über eine mögliche Absetzung von Präsident Donald Trump beraten. Das berichten mehrere US-Medien. Den Berichten zufolge berufen sie sich auf einen Zusatzartikel zur US-Verfassung, der die Entmachtung des Präsidenten durch das Kabinett erlaubt. Voraussetzung ist unter anderem, dass der Präsident unfähig ist, die Pflichten und Vollmachten seines Amtes auszuüben. Zuvor hatten mehrere demokratische Kongressabgeordnete ein erneutes Amtsenthebungsverfahren gefordert.

7.1.2021, 10:45 Uhr – Kundgebung in Ramstein aufgelöst

Auch in Deutschland hat es am Mittwochabend Kundgebungen für Donald Trump gegeben. Die Polizei hat an der US-Airbase in Ramstein eine Versammlung mit 45 Menschen aufgelöst. Die Gruppe wollte von einem Parkplatz aus zur Airbase ziehen, um US-Präsident Trump zu unterstützen.

SWR-Reporter Johannes Zinßmeiser berichtet:

Ramstein (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Uwe Anspach)

Polizei löst Versammlung an Airbase-Ramstein auf

Dauer

7.1.2021, 9:50 Uhr – Biden offiziell als Wahlsieger bestätigt

Nach den Ausschreitungen in Washington hat der US-Kongress seine Arbeit fortgesetzt und die Wahl des Demokraten Joe Biden offiziell bestätigt. Damit wird Biden am 20. Januar als neuer US-Präsident vereidigt und löst den Republikaner Donald Trump ab.

Washington

US-Wahlticker Biden offiziell als Wahlsieger bestätigt

In unserem Ticker findet ihr alle News zum bevorstehenden Machtwechsel in den USA.  mehr...

7.1.2021, 9:30 Uhr – Polizei zieht erste Bilanz: Vier Tote

Nach dem Sturm auf das US-Kapitol hat der Polizeichef von Washington eine erste Bilanz gezogen. Demnach ist eine Frau an Schussverletzungen gestorben, drei weitere Menschen starben, so wörtlich, an medizinischen Notfällen. Mindestens 14 Polizisten wurden verletzt. Die Polizei hat Rohrbomben, Waffen und Molotow-Cocktails gefunden. 52 Menschen wurden festgenommen.

7.1.2021, 7:15 Uhr – Biden und Obama verurteilen Sturm auf das Kapitol

Politiker in den USA haben schockiert auf den Sturm auf das Capitol reagiert. Der künftige US-Präsident Joe Biden sprach von einem Angriff auf die Demokratie. Das sei kein Protest, sondern Aufruhr. Der frühere Präsident Barack Obama warf Amtsinhaber Donald Trump vor, die Gewalt am Kapitol angestiftet zu haben. Obama sprach in einer Erklärung von einem „Moment der großen Schande und Scham für unsere Nation“.

Through war and strife, America has endured much. And we will endure here and prevail now. https://t.co/OvNOV0ogWG

7.1.2021, 6:00 Uhr – Ausschreitungen in Washington

In Washington ist es am Mittwoch zu Unruhen gekommen. Anhänger des abgewählten Präsidenten Donald Trump haben das Kapitol gestürmt. Dort wollten Senat und Repräsentantenhaus den Wahlsieg Joe Bidens zum US-Präsidenten bestätigen.

6.1.2021, 22:46 Uhr – Ivanka Trump nennt Protestler „Patrioten“ und löscht Tweet wieder

Ivanka Trump hat die Teilnehmer der dramatischen Proteste in Washington auf Twitter als „Patrioten“ angesprochen und zum Gewaltverzicht aufgerufen. Nach kritischen Kommentaren löschte die Tochter des amtierenden US-Präsidenten am Mittwoch den Tweet und konkretisierte: „Friedlicher Protest ist patriotisch. Gewalt ist inakzeptabel und muss aufs Schärfste verurteilt werde.“

Washington

Erschütternde Bilder aus der US-Hauptstadt Sturm aufs US-Kapitol – das geschah in der Krawallnacht von Washington

In der amerikanischen Hauptstadt Washington haben Anhänger des abgewählten US-Präsidenten Trump das Kapitol gestürmt. Die Polizei brauchte Stunden, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Fünf Menschen starben. Videos aus der Nacht zeigen kaum vorstellbare Szenen.  mehr...

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