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Heizung an, aber bitte sparsam – für die Umwelt und vor allem auch für den eigenen Geldbeutel. Mit diesen Tipps kann jeder sofort Heizkosten sparen, ohne das ganze Haus dafür umbauen zu müssen.

Tipp 1: Elektronische Thermostate nutzen

Mit Thermostaten kann ich einstellen, wann meine Heizung an- und ausgeht. Wenn ich mich hiermit ein bisschen befasse und einen guten Plan mache, wann ich die Heizung brauche, kann ich laut Experten in einer 70-Quadratmeter-Wohnung zwischen 65 Euro und 200 Euro sparen. Die Stiftung Warentest hat Thermostate getestet und spricht von Kostenersparnissen von 5 bis 8 Prozent. Hier gilt grundsätzlich: Wer am meisten unterwegs ist, kann auch am meisten sparen.

In der Anschaffung sind Thermostate erst einmal eine kleine Investition: Gute Thermostate gibt es ab 40 Euro, wie die Stiftung Warentest bei einem Vergleich feststellte. Pro Haushalt werden vermutlich mehrere Thermostate anfallen. Der Vorteil: Als Mieter kann ich so ein Gerät selbst anbringen, dafür brauche ich die Gnade des Vermieters nicht. Außerdem kann ich sie bei einem Umzug auch wieder abmontieren und mit in die neue Wohnung nehmen.

Nebenbei sind die CO2-Einsparungen laut Experten beim Einsatz eines Thermostats bemerkenswert: ca. 270 Kilogramm können drin sein fürs Klima.

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Für Technik-Fans gibt es mittlerweile außerdem auch smarte Varianten, die sich per App mit dem Smartphone bedienen lassen. Wenn ich also im Büro feststelle, dass es heute etwas länger dauern wird, kann ich der Heizung via App sagen, dass sie bitte erst später anfangen soll, die Wohnung hochzuheizen. Diese Smart-Home-Zentralen sind dann allerdings teurer: Zu den Kosten der Thermostate kommen noch mindestens 50 Euro dazu. Und die Preisspanne ist groß: Manche Spielereien kosten bis 230 Euro. Man kommt also nicht drum herum, sich damit mal richtig zu befassen und durchzurechnen.

Tipp 2: Heizkörper entlüften

Erstens nervt das Gluggern, das darauf hindeutet, dass im Heizkörper Luft ist. Zweitens sinkt aber auch die Leistung einer Heizung, wenn sie nicht gut entlüftet ist. Um eine optimale Leistung der Heizung zu erhalten und damit auch Heizkosten zu sparen, genügt es, das Teil zu Beginn der Heizperiode zu entlüften. Kann man selber machen und kostet nichts – also einfach mal machen.

Tipp 3: Fenster abdichten

Viel Wärme geht verloren, weil Fenster nicht anständig abgedichtet sind. Wer da nochmal rangeht, kann die Wärme in der Wohnung besser halten und muss nicht die ganze Zeit die Heizung durchlaufen lassen.

Energieexperte Marcus Weber gibt uns im Gespräch für die SWR3-Morningshow den Tipp: Einfach mal ganz bewusst drauf achten – sitze ich im Wohnzimmer, die Heizung ist an, aber es ist trotzdem irgendwie kalt und zugig? Dann wird wohl irgendwo Wärme verloren gehen. Der Kerzen-Test kann helfen: Kerze auf den Tisch stellen oder an das Fenster. Wenn die Flamme flackert ist klar – Nachdichten lohnt sich. Dichtungsband gibt's im Baumarkt. „Für zehn Fenster macht das etwa 25€. Über das Jahr hinweg sparen wir in einem Einfamilienhaushalt aber immerhin 80€.“ Lohnt sich also, sagt der Experte.

Was auch helfen kann, sind Vorhänge. Wenn die nach dem richtigen Lüften gut geschlossen werden, können sie ebenfalls Wärme drinnen halten. Eine Isolierung ersetzt das aber natürlich nicht.

Tipp 4: Heizungsrohre isolieren

Einfach mal in den Keller gehen und fühlen: Ist es da vielleicht sogar wärmer als in der Wohnung? Wenn das zutrifft, stimmt etwas nicht – wir heizen ja nicht für den Keller und brauchen da auch keine 20°C. Vermutlich sind die Heizungsrohre undicht und geben schon im Keller Wärme ab, bevor die teuer bezahlte Heizungswärme überhaupt in der Wohnung angelangt ist. Wer die undichten Rohre anständig nachisoliert, könne bis zu 230€ im Jahr sparen, berechnet der Experte.

Das Problem: Mieter kommen meist nicht an die Heizungsrohre ran. Der Tipp ist also super für Hausbesitzer, für Mieter aber oft schwer umsetzbar.

Tipp 5: Temperatur um ein Grad senken

Der Energieexperte rät dazu, auch mal zu testen, wie warm wir es denn wirklich brauchen. Vielleicht haben wir die Heizung ja auch höher gedreht, als es eigentlich nötig wäre. Gerade in Zeiten der Klima-Debatten ist es also vielleicht Zeit, sich selbst auf die Probe zu stellen.

Also, los geht's: Die Heizung einfach mal ganz mutig ein Grad runter regeln und testen, ob das nicht eigentlich genauso angenehm ist wie vorher. Denn ein Grad ist nun wirklich nicht viel. Aber mit diesem einen Grad, das die Wohnung kälter ist, können wir in einem Einfamilienhaus immerhin bis zu 70€ sparen – und gleichzeitig ein bisschen klimaschonender unterwegs sein. Das ist doch einen Versuch wert, oder?

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Tipp 6: Hände kalt waschen

In einem Drei-Personen-Haushalt wäscht sich jeder mindestens fünfmal am Tag die Hände. Der Tipp: Statt sich die Hände mit warmem Wasser zu waschen, zwischendurch kaltes Wasser nehmen. Das spart im Jahr tatsächlich immerhin rund 70€.

Bedenken wegen Bakterien und Krankheitserregern? „Was Keime und Bakterien betrifft, ist das völlig in Ordnung. Hauptsache, man macht das 30 Sekunden lang mit Seife“, sagt der Experte. Die Hände kalt zu waschen ist für die meisten Leute auch weniger abschreckend als eine kalte Dusche oder sogar eine kalte Badewanne.

Tipp 7: Sparduschkopf holen

„Das ist unser Top-Spartipp“, sagt Energieexperte Weber. Auch wenn das erst einmal so klingt, als hätte es mit Heizen nichts zu tun, können wir damit ganz leicht die Kosten senken. „In einem Drei-Personen-Haushalten kann man damit rund 40.000 Liter Wasser sparen pro Jahr. Das sind 400€.“ Für einen einfachen Duschkopf ist das doch richtig viel Geld.

Das Gute: Der Sparduschkopf ist sehr günstig in jedem Baumarkt zu haben, kostet rund 20€. Dafür berechnen die Experten die CO2-Einsparungen als sehr umfangreich, etwa 430 Kilogramm seien als Einsparung möglich.

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